Gefahr durch massive Geldentwertung?

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DRAM
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon DRAM » Mo 17. Aug 2020, 12:33

franktoast hat geschrieben:(14 Aug 2020, 12:17)

Ja eben. Der maximal Hauspreis richtet sich grob nach 2% Anfangstilgung + Zins = 1/3 des verfügbaren Einkommens. Wenn jemand 3000€ verdient, kann er zur Tilgung 1000€ aufwenden. Bei 5% Zinsen und 300 000€ Kredit würden 500€ Tilgung pro Monat anfallen. Bei 2% Zins, ginge es genau auf. Bei 5% Zins müsste man schon 1250€ allein für die Zinsen pro Monat bezahlen.

Also bei Zinssatz 1%, Anfangstilgung 2% und 1000€ Tilgungsrate könnte man sich ein 400 000€ Haus leisten. Bei 2% Zins wären es 300k, bei 3% 240k, bei 4% 200k und bei 5% 171k.


Danke für die Rechnung. :thumbup:

Genau das war meine Berechnung im Jahr 1986. Alle Zahlen natürlich verdoppelt wegen DM Preisen. Bei damals 6% Zins war der Baupreis 375k.

Wo aber ist da jetzt die "massive Geldentwertung"? :rolleyes:
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firlefanz11
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 17. Aug 2020, 17:34

Es ist doch mittlerweile bekannt wo die Reise hin geht... :rolleyes:
Bei Federal Reserve (Fed), Europäischer Zentralbank (EZB) und Co. hat die Coronavirus-Pandemie die Digitalisierung nicht nur beschleunigt, sondern gleich eine Kulturrevolution ausgelöst. Dabei geht es um die Einführung von digitalem Zentralbankgeld für alle, also auch private Haushalte und Unternehmen. Bislang war es ein Privileg der Geschäftsbanken, über digitale Guthaben bei den Zentralbanken untereinander Zahlungen abzuwickeln.

zu deutsch: Bargeld wird abgeschafft, und das Geld der Bürger kann jederzeit eingefroren o. gelöscht werden wenn er aufmuckt!

Die Zentralbanken würden nach Ansicht von Holtze-Jen ein wertvolles zusätzliches Instrument für die Geldpolitik erhalten. „Kreiert man nämlich verzinsliche digitale Zentralbankkonten, können auch tief negative Leitzinsen beschlossen werden. Denn wegen des direkten Managements durch die Zentralbanken würden negative Auswirkungen von Minuszinssätzen auf die Profitabilität der Geschäftsbanken gar nicht auftreten“, sagt sie.

... und für den Bürger bedeutet es: Er kann sein Geld nicht mehr vor diesen tief negativen Zinsen in Sicherheit bringen, denn er kann sich ja nicht mehr in Bargeld flüchten...!

Zudem können die Zentralbanken so in Echtzeit detaillierte und kontextbezogene Zahlungsmetadaten abrufen.

Überwachung hoch zehn! Sollten sich Leute vor Negativzinsen in Edelmetalle flüchten wollen, und beschlossen werden den Besitz von Edelmetallen zu verbieten, wissen sie gleich wen sie einbuchten können, wenn er nicht sofort alles wieder verkauft![/quote]
https://www.godmode-trader.de/artikel/d ... ld,8619171

Um den Kommunismus zu errichten, forderte Karl Marx in Punkt fünf seines Kommunistischen Manifests die „Zentralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol“. Spätestens 2020, mehr als 137 Jahre nach dem Ableben von Karl Marx kann man feststellen: mission accomplished! Dabei begann es in Europa eigentlich ganz harmlos. Mit seinem berühmten „whatever it takes“ rettete der damalige EZB-Präsident Mario Draghi 2012 den durch die Eurokrise angeschlagenen Euro. Die Büchse der Pandora war geöffnet und wurde seitdem nicht mehr verschlossen.

Quelle: Stream Post zu dem es leider keinen direkten Link gibt
Und was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?
lemonitor
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon lemonitor » Mo 17. Aug 2020, 18:20

Kredit dient immer einer Vorfinanzierung von Projekten, deren Erfolg sich erst in der Zukunft zeigen wird. Damit ist jeder Kredit zeitlich unabsehbar risikobehaftet. Das Ausfallrisiko incl. des Untergangs von Sicherheiten ist jedoch am Ende durch Steuerausfälle immer von Allen zu tragen. Deswegen befürworte ich die Idee einer Zentralbank, welche dem Geld den Warencharakter nimmt.

Für das Gegenargument, Staat und Zentralbank seinen das gleiche, gibt es keine schlüssige Begründung- denn beide sind per Gesetz in ihren Handlungen unabhängig.
Das schwerwiegendste Argument gegen die Kreditvergabe durch private Banken ist jedoch deren Neigung, das Kreditvergabemonopol zu missbrauchen, indem mit kreditfinanziertem Geld hochrisikobehaftete Finaztransaktionen ausgeführt werden. Dieser Tatsache haben wir die Finanzkrise zu verdanken, in deren Folge die Staaten- also die (Staats)Völker als ganzes- sich durch Aufkaufen fauler Papiere verschuldet haben währen die Geschäftsbanken weitestgehend schadlos blieben.

Deswegen plädiere ich dafür, die Kreditvergabe durch Gremien durchzuführen, welche auf das Allgemeinwohl verpflichtet sind. Den privaten Banken incl. den Investmentfonds fehlt diese Verpflichtung.
Wenn Ignoranten die Spitze erklimmen, beginnt ein Wettkampf in Dummheit. Parkinson stellt den wohl beliebtesten Mythos der Wirtschaft in Frage: Den, dass alle Akteure sich rational verhalten.
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Skull » Mo 17. Aug 2020, 19:54

lemonitor hat geschrieben:(17 Aug 2020, 18:20)

Das schwerwiegendste Argument gegen die Kreditvergabe durch private Banken ist jedoch deren Neigung, das Kreditvergabemonopol zu missbrauchen, indem mit kreditfinanziertem Geld hochrisikobehaftete Finaztransaktionen ausgeführt werden.

Dieser Tatsache haben wir die Finanzkrise zu verdanken, in deren Folge die Staaten- also die (Staats)Völker als ganzes- sich durch Aufkaufen fauler Papiere verschuldet haben währen die Geschäftsbanken weitestgehend schadlos blieben.

Deswegen plädiere ich dafür, die Kreditvergabe durch Gremien durchzuführen, welche auf das Allgemeinwohl verpflichtet sind. Den privaten Banken incl. den Investmentfonds fehlt diese Verpflichtung.

Meinst Du da die Sachsen LB, West LB und HSH Nordbank ? Öffentliche Banken ?

Oder meinst Du da die Staatsverschuldung von bestimmten (europäischen) Staaten,
DEREN Anleihen in den Büchern der Banken schlummerten ?

Oder meinst Du die Hypothekenblase im Folge der niedrigen Zinsen,
wo ja Zentralbanken und Staaten zuvor die tolle Konjunktur und Bautätigkeiten feierten und befeuerten ?


Und was hat DAS mit dem Thema (eventuelle) Geldentwertung zu tun ? :?:

mfg
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Teeernte
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Teeernte » Mo 17. Aug 2020, 20:12

lemonitor hat geschrieben:(17 Aug 2020, 18:20)

Kredit dient immer einer Vorfinanzierung von Projekten, deren Erfolg sich erst in der Zukunft zeigen wird. Damit ist jeder Kredit zeitlich unabsehbar risikobehaftet. Das Ausfallrisiko incl. des Untergangs von Sicherheiten ist jedoch am Ende durch Steuerausfälle immer von Allen zu tragen. Deswegen befürworte ich die Idee einer Zentralbank, welche dem Geld den Warencharakter nimmt.

Für das Gegenargument, Staat und Zentralbank seinen das gleiche, gibt es keine schlüssige Begründung- denn beide sind per Gesetz in ihren Handlungen unabhängig.
Das schwerwiegendste Argument gegen die Kreditvergabe durch private Banken ist jedoch deren Neigung, das Kreditvergabemonopol zu missbrauchen, indem mit kreditfinanziertem Geld hochrisikobehaftete Finaztransaktionen ausgeführt werden. Dieser Tatsache haben wir die Finanzkrise zu verdanken, in deren Folge die Staaten- also die (Staats)Völker als ganzes- sich durch Aufkaufen fauler Papiere verschuldet haben währen die Geschäftsbanken weitestgehend schadlos blieben.

Deswegen plädiere ich dafür, die Kreditvergabe durch Gremien durchzuführen, welche auf das Allgemeinwohl verpflichtet sind. Den privaten Banken incl. den Investmentfonds fehlt diese Verpflichtung.



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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Merkel_Unser » Mo 14. Sep 2020, 12:54

Der Geldmengenzuwachs (M2) in der EU und insbesondere in den USA wird langsam aber sicher zur Exponentialfunktion:

https://tagesgeld.de/informationen/geldmenge.html

Allein in 2020 gibt es bisher einen Zuwachs von ca. 20-25%. Dem gegenüber steht ein stark gesunkenes Wirtschaftswachstum. Momentan haben wir trotzdem kurioserweise noch eine deflationäre Phase, da ein ausreichendes Angebot auf eine reduzierte Nachfrage trifft, abgesehen natürlich von der Asset-Preisinflation. Anscheinend wird die steigende Geldmenge dort (noch) absorbiert.

In Deutschland wird der drohende Kollaps mit "sinnvollen" Maßnahmen wie Insolvenzverschleppung und Kurzarbeitergeld ad infinitum weiter aufgeschoben. Die Zahl der "Zombiefirmen" liegt derweil mitterlweile bei über 550.000:

https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... eftig.html

Ich bin mittlerweile echt gespannt, wie lange die Blase noch aufrecht erhalten werden kann und vor allem - was kommt nach dem Kollaps?
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 14. Sep 2020, 13:16

franktoast hat geschrieben:(14 Aug 2020, 12:17)

Ja eben. Der maximal Hauspreis richtet sich grob nach 2% Anfangstilgung + Zins = 1/3 des verfügbaren Einkommens. Wenn jemand 3000€ verdient, kann er zur Tilgung 1000€ aufwenden. Bei 5% Zinsen und 300 000€ Kredit würden 500€ Tilgung pro Monat anfallen. Bei 2% Zins, ginge es genau auf. Bei 5% Zins müsste man schon 1250€ allein für die Zinsen pro Monat bezahlen.

Also bei Zinssatz 1%, Anfangstilgung 2% und 1000€ Tilgungsrate könnte man sich ein 400 000€ Haus leisten. Bei 2% Zins wären es 300k, bei 3% 240k, bei 4% 200k und bei 5% 171k.


Mach es doch mal realistischer, nimm 600k und eine Laufzeit von 25-30 Jahren. Bei 2% Tilgung hast du eine Laufzeit von 40 Jahren. Bei 600k, 1% Zins, 3% Tilgung ist man bei 2000€ Rate.

https://www.baufi24.de/kredit/kreditrechner/#!
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Realist2014 » Mo 14. Sep 2020, 13:25

Merkel_Unser hat geschrieben:(14 Sep 2020, 12:54)


In Deutschland wird der drohende Kollaps mit "sinnvollen" Maßnahmen wie Insolvenzverschleppung und Kurzarbeitergeld ad infinitum weiter aufgeschoben. Die Zahl der "Zombiefirmen" liegt derweil mitterlweile bei über 550.000:

https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... eftig.html

Ich bin mittlerweile echt gespannt, wie lange die Blase noch aufrecht erhalten werden kann und vor allem - was kommt nach dem Kollaps?



Was genau verstehst du unter "Kollaps"?

In Bezug auf den deutschen Staatshaushalt, den Euro usw....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Realist2014 » Mo 14. Sep 2020, 13:29

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Sep 2020, 13:16)

Mach es doch mal realistischer, nimm 600k und eine Laufzeit von 25-30 Jahren. Bei 2% Tilgung hast du eine Laufzeit von 40 Jahren. Bei 600k, 1% Zins, 3% Tilgung ist man bei 2000€ Rate.

https://www.baufi24.de/kredit/kreditrechner/#!



Bei welcher Bank bekommt man einen Kredit mit 40 Jahren Laufzeit?
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 14. Sep 2020, 13:42

Realist2014 hat geschrieben:(14 Sep 2020, 13:29)

Bei welcher Bank bekommt man einen Kredit mit 40 Jahren Laufzeit?

Überall wenn das Objekt zum vermieten gedacht ist und nicht als Eigenheim. 2% Tilgung bedingen nun mal eine entsprechende Laufzeit.
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Realist2014 » Mo 14. Sep 2020, 13:59

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Sep 2020, 13:42)

Überall wenn das Objekt zum vermieten gedacht ist und nicht als Eigenheim. 2% Tilgung bedingen nun mal eine entsprechende Laufzeit.


Ich kenne nur Laufzeiten von bis zu 30 Jahren.

Daher meine Frage.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 14. Sep 2020, 14:12

Realist2014 hat geschrieben:(14 Sep 2020, 13:59)

Ich kenne nur Laufzeiten von bis zu 30 Jahren.

Daher meine Frage.

Rechne doch mal 2% Tilgung durch, entweder gibt es einen riesige Restschuld oder 40 Jahre Laufzeit.

Aber bei Immobilienkrediten ist so wie ich das bisher kenne gelernt haben die Sollzinsbindung für die Bank wichtiger als die Laufzeit. Was interessiert die Bank die Laufzeit wenn man das Darlehn sowieso nach 5-10 Jahren Sollzinsbindung über einen besseren Vertrag einer anderen Bank umfinanziert, wenn einem nichts besseres angeboten wird.
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon franktoast » Mo 14. Sep 2020, 14:18

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Sep 2020, 13:16)

Mach es doch mal realistischer, nimm 600k und eine Laufzeit von 25-30 Jahren. Bei 2% Tilgung hast du eine Laufzeit von 40 Jahren. Bei 600k, 1% Zins, 3% Tilgung ist man bei 2000€ Rate.

https://www.baufi24.de/kredit/kreditrechner/#!

Ich weiß jetzt nicht, was daran realistischer ist. Ich such aktuell ein Haus. 100% Finanzierung und 1000€ Rate pro Monat bei 2% Anfangstilgung. Das Zinsniveau liegt bei etwa 1%. Also macht das 400 000€ maximal.

Wie lange die Laufzeit ist, ist da fast egal, denn man macht dann ja sowieso Sondertilgungen. Ich meine, was sind 1000€ in 25 Jahren? Ich bin Anfang 30. Mein Einkommen steigt ja mit der Inflation + real auch noch ein wenig.
Zuletzt geändert von franktoast am Mo 14. Sep 2020, 14:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 14. Sep 2020, 14:20

franktoast hat geschrieben:(14 Sep 2020, 14:18)

Ich weiß jetzt nicht, was daran realistischer ist. Ich such aktuell ein Haus. 100% Finanzierung und 1000€ Rate pro Monat bei 2% Anfangstilgung. Das Zinsniveau liegt bei etwa 1%. Also macht das 400 000€ maximal.

40 Jahre Tilgung und 400k für ein bewohnbares Haus in Gegenden wo man auch Wohnen möchte, sind unrealistisch.
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon franktoast » Mo 14. Sep 2020, 14:21

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Sep 2020, 14:20)

40 Jahre Tilgung und 400k für ein bewohnbares Haus in Gegenden wo man auch Wohnen möchte, sind unrealistisch.

Also für 400k bekommt man schon etwas. 20km entfernt von Münster. Geht man nochmal ein paar km weiter weg, halbieren sich die Grundstückspreise (von 250 auf 130€ pro m²).
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Europa2050 » Mo 14. Sep 2020, 14:32

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Sep 2020, 14:20)

40 Jahre Tilgung und 400k für ein bewohnbares Haus in Gegenden wo man auch Wohnen möchte, sind unrealistisch.


https://www.weissdorf.de/unsere-gemeinde/bauen-wohnen/

Da kann man dann noch ein Haus für 350‘ daraufstellen.

Und ja, schön ist’s dort auch...
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 14. Sep 2020, 14:33

franktoast hat geschrieben:(14 Sep 2020, 14:21)

Also für 400k bekommt man schon etwas. 20km entfernt von Münster. Geht man nochmal ein paar km weiter weg, halbieren sich die Grundstückspreise (von 250 auf 130€ pro m²).

Geht sogar noch billiger, nur wer will schon in die Wildnis nördlich vom Pott, ich hab seit kurzem Familie in der Gegend. Die wollen da eigentlich nur wieder weg. Man kann auch ins Ausland ziehen, da wird es noch billiger.

200k Für den Grund, 400k für das Fertighaus, wer weniger kalkuliert verascht sich eigentlich nur selber. Was altes kaufen und Renovieren, da verpufft die Kohle auch nur so. Und ich bin jetzt wirklich nicht all zu hoch gegangen, bei mir in der Gegend liegt die 50m² Eigentumswohnung aktuell bei 300k, bei einem Haus braucht man unter 800k gar nicht zu suchen beginnen.

Dann noch die Laufzeit, 2% Tilgung für das Eigene Haus. Wer will schon 40 Jahre abzahlen, was da alles passieren kann.
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 14. Sep 2020, 14:36

Europa2050 hat geschrieben:(14 Sep 2020, 14:32)

Und ja, schön ist’s dort auch...


Schön zum Urlaub machen, mitten im nichts und nur Wald drum herum.
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon NicMan » Mo 14. Sep 2020, 14:37

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Sep 2020, 14:33)

Dann noch die Laufzeit, 2% Tilgung für das Eigene Haus. Wer will schon 40 Jahre abzahlen, was da alles passieren kann.


Aber irgendwie haben das ja ganze Generationen vor uns auch geschafft.
"In God we trust, all others bring data." –William Edwards Deming (1900-1993)
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Re: Gefahr durch massive Geldentwertung?

Beitragvon Europa2050 » Mo 14. Sep 2020, 14:47

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Sep 2020, 14:36)

Schön zum Urlaub machen, mitten im nichts und nur Wald drum herum.


... und mit bis zu 250 MBit/s ... so ein typischer Standort für mobile Working, wie es in Deutschland tausende geben könnte...

Wir müssen uns nur umorganisieren, dann steigt auch der Lebenswert für‘s Geld. Und aus den umliegenden Wäldern fährt Dir für kleines Geld sogar ein Bauer Kaminholz vor die Tür.
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