Sammelstrang gendergerechte Sprache

Moderator: Moderatoren Forum 8

Wie steht Ihr zu gendergerechte Sprache?

diese Sprachform ist gut und richtig und soll so bleiben
2
3%
diese Sprachform sollte langfristig mal abgeschafft werden
4
6%
diese Sprachform sollte mit sofortiger Wirkung abgeschafft werden
11
17%
wer so spricht, sollte wegen Zeitverschwendung verurteilt werden
7
11%
wer so spricht, sollte wegen seelischer Grausamkeit verurteilt werden
4
6%
wer so spricht, sollte wegen Beschädigung der deutschen Sprache verurteilt werden
21
33%
mir ist das alles egal
14
22%
 
Abstimmungen insgesamt: 63
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Dark Angel
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Dark Angel » Di 11. Aug 2020, 14:45

JosefG hat geschrieben:(13 Apr 2020, 14:36)

Leider ist nach der Zusammenführung der Stränge der Inhalt der Umfrage des Users Lomond nun völlig unklar. Ganz klar war er auch vorher nicht. Geht es um das ständige "Lehrer und Lehrerinnen", "Schüler und Schülerinnen"? Geht es um das Binnen-I, oder geht es um die Berücksichtigung eines dritten Geschlechts? Und die Möglichkeit einer weiblichen und einer männlichen Endung, wobei die endungslose Form in Verbindung mit einem noch einzuführenden neutralen Artikel als neutral gilt, wird gar nicht berücksichtigt.

Im Grunde geht es um die Befindllichkeiten einiger weniger, die Probleme mit sich selbst haben (Minderwertigkeitskomplexe)

Eigentlich könnte man den ganzen Schwachsinn um eine "geschlechtergerechte Sprache" mit einer Bewegung des Zeigefingers in eine ganz bestimmte Richtung abtun, wäre diese Nabelschau, dieses Kreisen um ganz individuelle Probleme mit sich selbst, nicht zu einer Ideologie aufgebauscht worden, die sogar Eingang in die Tagespolitik und in die Hörsääle gefunden hat.

Ein Problem ist, dass diese Minderheit keine Ahnung davon hat, was Sprache eigentlich ist, wie sie entstanden ist und dass das grammatische Geschlecht absolut nichts mit dem biologischen zu tun hat.
Diesen Schwachmaten fällt ja nicht einmal auf, dass Begriffe im Plural grundsätzlich weiblich sind.

Ein weiteres Problem ist, dass Behauptungen aufgestellt werden, in den Naturwissenschaften (Biologie) würde nun (auch) endlich erkannt, dass es mehr als zwei Geschlechter gäbe. Und leider gibt es Zeitgenossen, die sich selbst als besonders forschrittlich und (welt)offen betrachten, diesen Schwachsinn unreflektiert nachplappern, aber in ihrer Dusseligkeit gar nicht mitkriegen, dass Geschlecht (in der Biologie) nur in einem einzigen Zusammenhang überhaupt von Relevanz ist und noch etwas kriegen sie in ihrer Dusseligkeit nicht mit, dass sie das, was sie eigentlich abschaffen wollen, tatsächlich überbetonen und dazu ist ihnen jedes Mittel recht und sei es noch so absurd.
Wer sich durch/mit einer allgmeinen Bezeichnung (z.B. Berufsbezeichnung: Lehrer, Ärzte etc) nicht angesprochen und/oder gemeint fühlt, der hat ein Problem und zwar mit sich selbst und derjenige sollte sich professionelle Hilfe suchen, statt sein ganz individuelles Problem zu einem gesamtgesellschaftlichen hochzustilisieren und irgendwelche unlesbaren und unausprechlichen Wortschöpfungen zu kreieren. Binnen-I, Sternchen und Unterstrich nicht nicht aussprechbar, schon gar nicht mit einer kurzen Pause.
Der Begriff "innen" bzeichnet nunmal etwas, was in etwas drin ist und bezeichnet gleichzeitig das Gegenteil von außen.
Zum Bleistift Bürger-Innen mit einer Pause gsprochen, provoziert zu der Frage: wenn etwas innen im Bürger ist, was ist dann mit außen. :D

Und es gibt noch ein Problem - nämlich den Begriff "Gerechtigkeit" an sich. Es gibt keine objektive Gerechtigkeit, die für alle gilt.
Gerechtigkeit bzw Gerechtigkeitsempfinden ist immer subjektiv. Was der eine als gerecht empfindet/betarchtet, ist für den anderen im höchsten Maße ungerecht und deshalb kann es gar keine gendergerechte/geschlechtergerechte Sprache geben.

Was sich hier abzeichnet, ist eine (Sprach)Diktatur.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Fliege
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Fliege » Di 11. Aug 2020, 15:51

Dark Angel hat geschrieben:(11 Aug 2020, 14:45)
[...]
Was sich hier abzeichnet, ist eine (Sprach)Diktatur.

Danke für deine ausführliche Analyse.
Ich befürchte dasselbe auch aus den von dir dargelegten Gründen.

Ein weiterer Grund ist, wie mir scheint, dass Agitatoren an Schaltstellen der Macht vorgerückt sind, die anderen zunehmend Angst machen können und Angst machen, um Widerspruch zu unterdrücken.
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Zahnderschreit » Fr 4. Sep 2020, 11:00

JosefG hat geschrieben:(13 Apr 2020, 14:36)
Geht es um das ständige "Lehrer und Lehrerinnen", "Schüler und Schülerinnen"? Geht es um das Binnen-I, oder geht es um die Berücksichtigung eines dritten Geschlechts?

Das dritte Geschlecht wird doch üblicherweise, zumindest in der Gendersprache, gar nicht mehr berücksichtigt. Ich habe zumindest noch nie in einem ernsten Text von "Schülern, Schülerinnen und SchülX diversen Geschlechts" gelesen. Oder sind die etwa bei "Schüler*innen* mitgemeint?
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Tom Bombadil
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 4. Sep 2020, 16:08

Aus Lehrer wird Belehrende und aus Schülern wird Belehrte, ist das Subjekt divers oder eines der unendlich vielen anderen Geschlechter wird einfach ein X angehängt.
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon naddy » Fr 4. Sep 2020, 16:34

Tom Bombadil hat geschrieben:(04 Sep 2020, 16:08)

Aus Lehrer wird Belehrende und aus Schülern wird Belehrte,...


Ich hab' früher schon einmal darauf hingewiesen, dass sowas sprachlicher Unfug ist, denn als "Belehrende" bezeichnet man sinnvollerweise "Lehrer" in aktiver Tätigkeit. In der gleichen Hinsicht meint "Flüchtende" etwas anderes als "Flüchtlinge" und "Studierende" als "Studenten". Aber wer kann sich schon gegen die gendergerechte Sprachpolizei durchsetzen...
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Vongole » Fr 4. Sep 2020, 16:42

naddy hat geschrieben:(04 Sep 2020, 16:34)

Ich hab' früher schon einmal darauf hingewiesen, dass sowas sprachlicher Unfug ist, denn als "Belehrende" bezeichnet man sinnvollerweise "Lehrer" in aktiver Tätigkeit. In der gleichen Hinsicht meint "Flüchtende" etwas anderes als "Flüchtlinge" und "Studierende" als "Studenten". Aber wer kann sich schon gegen die gendergerechte Sprachpolizei durchsetzen...

Jeder, der sie einfach ignoriert. :)
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon naddy » Fr 4. Sep 2020, 16:46

Vongole hat geschrieben:(04 Sep 2020, 16:42)

Jeder, der sie einfach ignoriert. :)


Der Herr erhalte Dir Deinen Optimismus. ;)
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Skeptiker » Fr 4. Sep 2020, 16:54

Vielleicht muss man sich einfach ein Vorbild an der englischen Sprache nehmen. Wir könnten in Anlehnung an das "the" ja für Bezeichnungen von Personen und Personengruppen das "de" einführen. Dadurch würde die Standardform des Subjekts vom Geschlecht befreit. Es hieße "de Student", "de Lehrer" usw.. Im Gegensatz zu der Gendersternerei würde dadurch die Sprache auch vereinfacht, anstatt verkompliziert.
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon aleph » Fr 4. Sep 2020, 16:57

Skeptiker hat geschrieben:(04 Sep 2020, 16:54)

Vielleicht muss man sich einfach ein Vorbild an der englischen Sprache nehmen. Wir könnten in Anlehnung an das "the" ja für Bezeichnungen von Personen und Personengruppen das "de" einführen. Dadurch würde die Standardform des Subjekts vom Geschlecht befreit. Es hieße "de Student", "de Lehrer" usw.. Im Gegensatz zu der Gendersternerei würde dadurch die Sprache auch vereinfacht, anstatt verkompliziert.

Des "de" gibts scho
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Skeptiker » Fr 4. Sep 2020, 17:00

Vongole hat geschrieben:(04 Sep 2020, 16:42)
Jeder, der sie einfach ignoriert. :)

Keine gute Strategie. Das würde dazu führen, dass die Institutionen von diesen Ideologen eingenommen werden und deren Sprachideologie zur offiziellen Rechtschreibung wird. Danach kannst du es noch ignorieren - aber niemand der im Beruf an offiziellen Sprachgebrauch gebunden ist. In letzter Konsequenz könnte es also niemand mehr ignorieren.

Diese Sprachverhunzung muss man leider aktiv bekämpfen, ansonsten breitet sich der Unsinn aus.
Zuletzt geändert von Skeptiker am Fr 4. Sep 2020, 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Skeptiker » Fr 4. Sep 2020, 17:03

aleph hat geschrieben:(04 Sep 2020, 16:57)
Des "de" gibts scho

Ich weiß, aber es ist keine offizielle Rechtschreibung/Sprache. Es muss auch nicht notwendigerweise genauso implementiert werden, wie das aktuelle "de" im Dialekt.
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon naddy » Fr 4. Sep 2020, 17:15

Skeptiker hat geschrieben:(04 Sep 2020, 17:00)

Danach kannst du es noch ignorieren - aber niemand der im Beruf an offiziellen Sprachgebrauch gebunden ist. In letzter Konsequenz könnte es also niemand mehr ignorieren.


Kann man schon jetzt nicht mehr - und nicht nur aus beruflichen Gründen. Ich befinde mich beispielsweise derzeit in anregendem Austausch mit dem "studierendenWERK BERLIN" über den neuesten Bafög-Antrag meiner jüngsten Tochter. :)
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Vongole » Fr 4. Sep 2020, 17:16

Skeptiker hat geschrieben:(04 Sep 2020, 17:00)

Keine gute Strategie. Das würde dazu führen, dass die Institutionen von diesen Ideologen eingenommen werden und deren Sprachideologie zur offiziellen Rechtschreibung wird. Danach kannst du es noch ignorieren - aber niemand der im Beruf an offiziellen Sprachgebrauch gebunden ist. In letzter Konsequenz könnte es also niemand mehr ignorieren.

Diese Sprachverhunzung muss man leider aktiv bekämpfen, ansonsten breitet sich der Unsinn aus.

Man kann auch etwas zu einer Ideologie hochwerten, indem man ihm zuviel Bedeutung beimisst. Bis jetzt fahre ich - auch beruflich - noch sehr gut mit der Anrede Frau/Herr, mir ist auch noch keine Stellenausschreibung
mit der Bezeichung "divers" neben m/w untergekommen. Letzteres mag sich ändern, aber auch davon ginge die Welt nicht flöten.
Ich werde erst dann fuchtig, wenn ich mich als "Herr Vongole" bezeichnen lassen muss. :D
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon naddy » Fr 4. Sep 2020, 17:23

Vongole hat geschrieben:(04 Sep 2020, 17:16)

... mir ist auch noch keine Stellenausschreibung mit der Bezeichung "divers" neben m/w untergekommen.


Vermutlich, weil bislang noch kein (-e?) "Diverse-Beauftragte (-r?)" installiert wurde.

Ich werde erst dann fuchtig, wenn ich mich als "Herr Vongole" bezeichnen lassen muss. :D


Mein Gott, bist Du ein Sensibelchen! Ich werde hier im Forum ständig als Typ angequatscht. Na und? :D ;)
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon aleph » Fr 4. Sep 2020, 17:25

Vongole hat geschrieben:(04 Sep 2020, 17:16)
"divers" neben m/w untergekommen.

Das ist inzwischen Standard, Herr Vongole. M/w/d. Steht überall
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Vongole » Fr 4. Sep 2020, 17:28

aleph hat geschrieben:(04 Sep 2020, 17:25)

Das ist inzwischen Standard, Herr Vongole. M/w/d. Steht überall

Da siehste mal, wie wenig mich das kratzt, Frau Aleph. :D
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Vongole » Fr 4. Sep 2020, 17:31

naddy hat geschrieben:(04 Sep 2020, 17:23)

Vermutlich, weil bislang noch kein (-e?) "Diverse-Beauftragte (-r?)" installiert wurde.

Mein Gott, bist Du ein Sensibelchen! Ich werde hier im Forum ständig als Typ angequatscht. Na und? :D ;)

Die Betonung lag auf muss.
Ich meine mich aber dunkel zu erinnern, dass du mal in einem Post Wert darauf gelegt hast, dass es die Naddy heißen sollte.
Seitdem weiß ich das nämlich. :D
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon naddy » Fr 4. Sep 2020, 17:45

Vongole hat geschrieben:(04 Sep 2020, 17:31)

Die Betonung lag auf muss.
Ich meine mich aber dunkel zu erinnern, dass du mal in einem Post Wert darauf gelegt hast, dass es die Naddy heißen sollte.
Seitdem weiß ich das nämlich. :D


Ich kann nicht verhehlen, dass ich das Spielchen genieße, nicht sofort in genderspezifische Klischees eingeordnet werden zu können. ;)
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Skeptiker » Fr 4. Sep 2020, 17:51

Vongole hat geschrieben:(04 Sep 2020, 17:16)
Man kann auch etwas zu einer Ideologie hochwerten, indem man ihm zuviel Bedeutung beimisst. Bis jetzt fahre ich - auch beruflich - noch sehr gut mit der Anrede Frau/Herr, mir ist auch noch keine Stellenausschreibung
mit der Bezeichung "divers" neben m/w untergekommen. Letzteres mag sich ändern, aber auch davon ginge die Welt nicht flöten.

:? Jetzt hast du dich aber gerade als nicht mehr auf dem Stand der Dinge geoutet. Das m/w/d (spöttisch auch "männlich, weiß, deutsch") ist schon seit vielen Jahren Standard. Nee, davon geht die Welt nicht unter. Es redet ja auch niemand von Weltuntergang, außer diejenigen die hier wiedermal Strohmänner aufstellen. Es geht um die Sprache - und im dem Zuge um die Schönheit der Sprache, die sich nach meinem Empfinden auch an der gesprochenen und geschriebenen Spracheffizienz widerspiegelt. Was man da vor hat ist schlicht ideologische Sprachverhunzung.
Ich werde erst dann fuchtig, wenn ich mich als "Herr Vongole" bezeichnen lassen muss. :D

Dazu wird es wohl nicht kommen. Allerdings würde es mir auch schon reichen, bei jeder Nennung einer Personengruppe ein Abbild der aktuellen Diversität an Genderfantasien abbilden zu müssen, nur um nicht auf sprachpolizeiliche Verdachtslisten zu kommen.
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Re: Sammelstrang gendergerechte Sprache

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 4. Sep 2020, 22:47

Das "d" in der Stellenanaziege wegzulassen kann schon Konsequenzen haben, wenn sich ein "d" diskriminiert fühlt.
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