Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

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Schnitter
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Schnitter » Mi 1. Jul 2020, 13:08

DogStar hat geschrieben:(01 Jul 2020, 12:54)

Wenn ein Grund vorliegt, eine bestimmte Gruppe öfter zu kontrollieren (bei Migranten aus den Maghreb-Staaten liegt dieser vor), ist das keinesfalls abwertend, sondern schlicht notwendig.


Das widerspricht streng genommen dem GG.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon DogStar » Mi 1. Jul 2020, 13:09

Umetarek hat geschrieben:(01 Jul 2020, 12:58)

Bei Rothaarigen auch, kennst du nicht den Spruch: Die Roten haben immer einen Stein im Sack!

Ähnlich gerechtfertigt. Wenn gerade eine Rothaarige die Bank überfallen hat und ich dem Täterprofil entspreche ok, aber nicht allgemein: Überprüfen wir mal alle Rothaarigen, die Bankräuberin war auch rothaarig, die lassen wir heute nicht in die Stadt...


Es handelt sich um ein dauerhaftes Phänomen.
So wie die Drogendealer in bestimmten Nürnberger Parks halt grundsätzlich Schwarze sind. Klar, dass man die (zumindest an den einschlägigen Orten) öfter kontrolliert. Das ist einfach effektiv!
Sollten diese Geschäfte demnächst von blonden Nordeuropäern übernommen werden, darf man gerne auch diesen Typus öfter kontrollieren. Würde ich sofort akzeptieren.
Zuletzt geändert von DogStar am Mi 1. Jul 2020, 13:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Umetarek » Mi 1. Jul 2020, 13:10

SpeedHunter hat geschrieben:(01 Jul 2020, 13:06)

"Nafri" ist schlicht ein anderes Wort für "N....r", dient der Ausgrenzung und ist natürlich rassistisch durch und durch. Daher machen auch keine Rassisten in diesem Land die Regeln.
Würdest du dich supertoll geehrt fühlen, würde man dich Bleichi nennen?

Mit Nafri sind mitnichten Schwarze gemeint.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Umetarek » Mi 1. Jul 2020, 13:11

DogStar hat geschrieben:(01 Jul 2020, 13:09)

Es handelt sich um ein dauerhaftes Phänomen.
So wie die Drogendealer in bestimmten Nürnberger Parks halt grundsätzlich Schwarze sind. Klar, dass man die (zumindest an den einschlägigen Orten) öfter kontrolliert. Das ist einfach effektiv!

Und deswegen kontrolliere ich den Deutschen nicht, der sich ne goldene Nase verdient, sehr effektiv! Vor allem für den deutschen Dealer.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon DogStar » Mi 1. Jul 2020, 13:16

Umetarek hat geschrieben:(01 Jul 2020, 13:11)

Und deswegen kontrolliere ich den Deutschen nicht, der sich ne goldene Nase verdient, sehr effektiv! Vor allem für den deutschen Dealer.

Doch ... wenn dieser Typus auftaucht, kontrolliert man selbstverständlich auch den.
Ist ja nicht so, dass ausschließlich Schwarze kontrolliert werden. Die bayrische Polizei ist ja nicht doof, sondern macht sehr gute Arbeit.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon DogStar » Mi 1. Jul 2020, 13:17

SpeedHunter hat geschrieben:(01 Jul 2020, 13:15)

In Stuttgart werden ja auch nur die Täter mit Hautfarbe an den Pranger gestellt. Die deutschen haben in deren Sicht wohl eine tolle Tat begangen.


Das entbehrt jeglicher Grundlage. Wie kommst du darauf?
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon DogStar » Mi 1. Jul 2020, 21:06

Schnitter hat geschrieben:(01 Jul 2020, 18:23)
Der Kollege wurde inzwischen übrigens identifiziert, mal schauen wie die Polizei mit solchen Auswüchsen umgeht.


Mach dir keine Sorgen ... für den vergleichsweise harmlosen Spruch gibt`s nen erhobenen Zeigefinger für die linke Öffentlichkeit und gut ist`s ...

Dank Hegamäh erfährt die Polizei gerade eine große Sympathiewelle ... da wäre es unpassend, einen Polizisten abzustrafen, während noch keiner der Täter verurteilt ist.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Nudelholz » Mi 1. Jul 2020, 21:13

Manchen ist hier wirklich nichts zu peinlich. :rolleyes:
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon McKnee » Sa 4. Jul 2020, 23:36

Ich würde hier gerne ein paar grundsätzliche Dinge zum Thema Rassismus und damit auch Rassismus bei der Polizei sagen.



Der verbale Rassismus ist in Deutschland von einer hohen Sensibilität geprägt, die leider zu oft zu falschen Schlüssen und Bewertungen führt. Häufig findet eine vorschnelle und faktenresistente Projektion der Worte auf ein Phänomen, hier dem Rassismus, statt. Anders können sich viele Menschen die Dinge nicht erklären, nähren ihre Vorurteile und fühlen sich sicher auf der Welle der Aufrichtigen.



Ich spüre das auch hier und es ist nur zu oft der Auslöser für eine Phase, in der dann keine Diskussion mehr stattfindet.



Was wir als rassistische Äußerung klassifizieren ist häufig nur unserer Unzulänglichkeit geschuldet, uns mit der Gesamtheit der Fakten zu beschäftigen. Oft kennen wir sie nicht einmal.



So wird das Zusammenfassen in Gruppen oft als Stigmatisierung und damit Werkzeug des Rassismus empfunden dargestellt. Meist ist es – und ich spreche ab jetzt ausschließlich von polizeilichen Abläufen und Gegebenheiten – aber eine rechtstaatliche und verfassungskonforme Arbeitsgrundlage. Sie ist nicht einmal die Schlichtversion eines Prozesses, damit die dumpfen Bullen ihn auch verstehen. Sie haben wissenschaftliche Grundlagen. Was nämlich in der Wissenschaft gang und gebe ist, wir der Polizei als Rassismus vorgehalten, das Kategorisieren z.B. – was in der Wissenschaft Gruppen und Untergruppen, Rassen und Kategorien sind, ist in der Polizei racial profiling. Kategorisieren muss Polizei allein im rechten Spektrum, sonst ist es verwerflich. Aber auch hier ist das Leben eben kein Wunschkonzert und die Erfordernisse machen vor Ideologien nicht Halt.



Wenn Kollegen lange in einem Gebiet tätig sind, das in bestimmte gesellschaftlichen und sozialen Aspekten Schwerpunkte hat, äußert sich das auch oft in der Sprache. Wenn auch diese Aspekte nicht von den Polizisten Besitz ergreifen, so passt sich Sprache jedoch an.



Aus diesem Grund habe ich Wert darauf gelegt und bin froh, dass ich neben der Milieuarbeit auch in der Lehre und in verschiedenen Gremien tätig bin. Das behält einem die Vielfalt der Sprache.



In diesem Kontext kann es sein, dass ein Kollege aber von Kanacken spricht, ohne dies rassistisch zu meinen. Dies ist trotz des Widerspruchs hier nun mal Realität und nicht mit dem Vorschlag dies in Marxloh auf der Straße in die Menge zu rufen vergleichbar.

Unter den angesprochenen Personen wird der Begriff Kanacke auch für die eigene Person genutzt. Um hier Rassismus feststellen zu können, braucht es mehrere Indizien, die erfüllt sein müssen. Neben dem Zusammenhang natürlich auch die hörende Personenkreis usw.



Ich bin froh, dass ich nicht höre, was Frauen untereinander sprechen. Deswegen würde ich sie nicht alle zu männerfressenden Emanzen machen.



Der Begriff Nafri hat so keinen rassistischen Hintergrund in der ursprünglichen Bedeutung. Er wurde durch die öffentliche Diskussion und ich meine bewusst in diese Richtung gedrückt und interpretiert.



Nafri bedeutet nur Nordafrikaner – woraus sich sicher kein rassistischer Ansatz ergibt – und wurde in Bereichen genutzt, wo verschiedene Nordafrikaner verstärkt auftreten und leben und handeln. Vergleichbar mit den Balkanesen oder auch den Arabern, die nicht alle eine Nationalität haben. Diese Kategorisierungen sind häufig eine Notwendigkeit, die sich aus der Realität aufdrängt.



Auch das o.g. Racial Profiling hat überwiegend nichts mit Rassismus zu tun. Aber dazu bedürfte es eigener umfassende Ausführungen.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Frank_Stein » So 5. Jul 2020, 18:45

Es gibt ja Menschen, die glauben, dass alle Menschen unterschiedlich sind oder gleich und es zwischen Menschen unterschiedlicher Nationen keine unterschiedlichen Verhaltensweise gibt, die eine Ungleichbehandlung rechtfertigen würden (man wird ja auch nicht unter Frauen den gleichen Anteil an Sexualstraftätern erwarten, wie unter Männern).

Meiner Meinung nach ist das ein Punkt, über den man durchaus streiten kann, denn wenn das der Fall wäre, dann würde es bei allen Straftaten jeweils einen Anteil geben, der dem gemessen an der Gesamtbevölkerung entspricht. Ist das der Fall?
Dass einige nun behaupten, dass die Erfassung von Straftaten nach nationaler Herkunft bereits Rassismus wäre und man deswegen in der Statistik die Herkunft nicht mehr erfassen sollte ... naja, man kann sich die Welt auch schönsaufen, aber besser wird sie dadurch trotzdem nicht.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon nachtmasse » Do 9. Jul 2020, 18:34

Warum kontrolliert die Polizei eigentlich so akribisch in Parks, anstatt Dieselfahrverbote zu kontrollieren und zu ahnden? Genau. Weil sie das eine gerne tut, Nafris kontrollieren, und das andere eben ihnen nicht so wichtig erscheint (Benzin im Blut). Ist das Rassismus? Wohl eher nicht aber es zeigt, dass die Polizei einem Gesellschaftsabbild anhängt, dass echt altmodisch ist und der Gesellschaft mehr Schadet, als ihr nützt. Der Kampf gegen Drogen ist weltweit gescheitert und wird doch nur noch dazu genutzt um bestimmte Gruppen von Menschen zu drangsalieren bzw. immer einen Fuß in der Tür zu haben. Hingegen werden Umweltschweinereien nicht konsequent verfolgt. Wie eben besagtes Dieselfahrverbot. Luftverschmutzung und Ausbeutung von Menschen durch deutsche Industriebetriebe sind hier in den Fokus zu nehmen und nicht der Kiffer von Nebenan.

Viele Probleme, die wir auf Drogen zurückführen, werden tatsächlich von Maßnahmen gegen Drogen verursacht.

Die Polizei braucht keinen kleinen Dealer im Park aufspüren, genauso wenig wie sie Dieselfahrverbote oder Zustände in Schlachthöfen kontrollieren muss. Das liegt in ihrem eigenen Ermessen. Das ist nunmal Fakt. Die Polizei muss mit der Gesellschaft mitgehen und nicht in der Vergangenheit hängen bleiben. Auch wenn das viele rechtspopulistische und fremdenfeindliche Menschen oder Parteien gerne weiter so laufen lassen möchten.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon McKnee » Do 9. Jul 2020, 18:52

nachtmasse hat geschrieben:(09 Jul 2020, 18:34)

Warum kontrolliert die Polizei eigentlich so akribisch in Parks, anstatt Dieselfahrverbote zu kontrollieren und zu ahnden? Genau. Weil sie das eine gerne tut, Nafris kontrollieren, und das andere eben ihnen nicht so wichtig erscheint (Benzin im Blut). Ist das Rassismus? Wohl eher nicht aber es zeigt, dass die Polizei einem Gesellschaftsabbild anhängt, dass echt altmodisch ist und der Gesellschaft mehr Schadet, als ihr nützt. Der Kampf gegen Drogen ist weltweit gescheitert und wird doch nur noch dazu genutzt um bestimmte Gruppen von Menschen zu drangsalieren bzw. immer einen Fuß in der Tür zu haben. Hingegen werden Umweltschweinereien nicht konsequent verfolgt. Wie eben besagtes Dieselfahrverbot. Luftverschmutzung und Ausbeutung von Menschen durch deutsche Industriebetriebe sind hier in den Fokus zu nehmen und nicht der Kiffer von Nebenan.

Viele Probleme, die wir auf Drogen zurückführen, werden tatsächlich von Maßnahmen gegen Drogen verursacht.

Die Polizei braucht keinen kleinen Dealer im Park aufspüren, genauso wenig wie sie Dieselfahrverbote oder Zustände in Schlachthöfen kontrollieren muss. Das liegt in ihrem eigenen Ermessen. Das ist nunmal Fakt. Die Polizei muss mit der Gesellschaft mitgehen und nicht in der Vergangenheit hängen bleiben. Auch wenn das viele rechtspopulistische und fremdenfeindliche Menschen oder Parteien gerne weiter so laufen lassen möchten.


Schade, dass sich Polizisten dazu nicht mal äußern. Aber die Gewerkschaften werden Antworten haben, denke ich.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon nachtmasse » Do 9. Jul 2020, 19:30

Ich sags nochmal dazu. Ich möchte hier nicht den Polizisten selber kritisieren, sondern das System Polizei. ;)

McKnee hat geschrieben:(09 Jul 2020, 18:52)
Aber die Gewerkschaften werden Antworten haben, denke ich.

Was sollen Gewerkschaften da großartig für die Gesellschaft leisten? Die sind doch auch immer Teil des Problems. Siehe Braunkohle usw. Die können ihren Mitgliedern was bieten aber im allgemeinen sind sie meist nicht in der Lage gesellschaftliche Probleme angemessen zu betrachten und Lösungen anzubieten. Falls du aber aus der Sicht eines Polizisten, anstatt aus der gesellschaftlichen Brille schaust, dann reden wir aneinander vorbei.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon McKnee » Do 9. Jul 2020, 19:53

nachtmasse hat geschrieben:(09 Jul 2020, 19:30)

Ich sags nochmal dazu. Ich möchte hier nicht den Polizisten selber kritisieren, sondern das System Polizei. ;)


Was sollen Gewerkschaften da großartig für die Gesellschaft leisten? Die sind doch auch immer Teil des Problems. Siehe Braunkohle usw. Die können ihren Mitgliedern was bieten aber im allgemeinen sind sie meist nicht in der Lage gesellschaftliche Probleme angemessen zu betrachten und Lösungen anzubieten. Falls du aber aus der Sicht eines Polizisten, anstatt aus der gesellschaftlichen Brille schaust, dann reden wir aneinander vorbei.


In dem aktuellen Kontext richtet sich alles nicht nur gegen die Institution sondern jedes Mitglied.

Ich schaue immer durch eine gesellschaftliche Brille, hab gar keine andere. Eine polizeiliche Sicht habe ich nicht.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon nachtmasse » Do 9. Jul 2020, 20:20

Ich möchte nochmal konkretisieren. Rassismus gibt es und den gibt es auch in der Polizei aber worum es in Wirklichkeit geht ist nicht der Rassismus, sondern der Klassismus. Die Polizei entstammt aus der Zeit des Kolonialismus (Kolonialpolizei) und war das Instrument kolonialer Herrschaftssicherung. Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier bestimmte Gesellschaftsgruppen in den Fokus genommen werden und ihnen im Prinzip das Leben schwer gemacht wird, meist wegen der verfehlten Drogenpolitik, und währenddessen es, z.B., bis jetzt noch zu keiner Verhaftung im Fall Tönnies gekommen ist. Obwohl dort nachweislich seit Jahrzehnten Menschen ausgebeutet und selber schlechter als die Tiere, die sie dort zerlegen, behandelt wurden.

Da läuft meiner Meinung nach seit Jahren was schief und ich persönlich sehe dahingehend auch keine Ansätze wie man den ausufernden Kapitalismus, und deren Missachtung von Ressourcen und Umwelt, angemessen verfolgt und unter Strafe stellt. Stattdessen geht die Polizei (Strategie der Polizeiführung. Nicht die Handlungen einzelner Polizisten) steil, wenn es um Brandschutzbestimmungen in Baumhäusern (Sehr kreativ was die Polizei sich ausdenkt um RWE den Hof frei zu halten) geht. Das kann doch nicht Ernsthaft der Weg sein, den die Polizei für diese Gesellschaft einschlagen will? Dann kann sie mir nämlich gestohlen bleiben.

Will sagen, die momentane Rassismusdebatte ist mir zu eng geschnürt und eignet sich wohl ganz gut als Nebelkerze. Die Probleme sind ganz andere wenn es um das Thema Polizei und Gesellschaft geht.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon nachtmasse » Do 9. Jul 2020, 20:21

nachtmasse hat geschrieben:(09 Jul 2020, 20:20)

Ich möchte nochmal konkretisieren. Rassismus gibt es und den gibt es auch in der Polizei aber worum es in Wirklichkeit geht ist nicht der Rassismus, sondern der Klassismus. Die Polizei entstammt aus der Zeit des Kolonialismus (Kolonialpolizei) und war das Instrument kolonialer Herrschaftssicherung. Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier bestimmte Gesellschaftsgruppen in den Fokus genommen werden und ihnen im Prinzip das Leben schwer gemacht wird, meist wegen der verfehlten Drogenpolitik, und währenddessen es, z.B., bis jetzt noch zu keiner Verhaftung im Fall Tönnies gekommen ist. Obwohl dort nachweislich seit Jahrzehnten Menschen ausgebeutet und selber schlechter als die Tiere, die sie dort zerlegen, behandelt wurden.

Da läuft meiner Meinung nach seit Jahren was schief und ich persönlich sehe dahingehend auch keine Ansätze, wie man den ausufernden Kapitalismus, und deren Missachtung von Ressourcen und Umwelt, angemessen verfolgt und unter Strafe stellt. Stattdessen geht die Polizei (Strategie der Polizeiführung. Nicht die Handlungen einzelner Polizisten) steil, wenn es um Brandschutzbestimmungen in Baumhäusern (Sehr kreativ was die Polizei sich ausdenkt um RWE den Hof frei zu halten) geht. Das kann doch nicht Ernsthaft der Weg sein, den die Polizei für diese Gesellschaft einschlagen will? Dann kann sie mir nämlich gestohlen bleiben.

Will sagen, die momentane Rassismusdebatte ist mir zu eng geschnürt und eignet sich wohl ganz gut als Nebelkerze. Die Probleme sind ganz andere wenn es um das Thema Polizei und Gesellschaft geht.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Frank_Stein » Do 9. Jul 2020, 21:22

nachtmasse hat geschrieben:(09 Jul 2020, 18:34)

Warum kontrolliert die Polizei eigentlich so akribisch in Parks, anstatt Dieselfahrverbote zu kontrollieren und zu ahnden? Genau. Weil sie das eine gerne tut, Nafris kontrollieren, und das andere eben ihnen nicht so wichtig erscheint (Benzin im Blut). Ist das Rassismus? Wohl eher nicht aber es zeigt, dass die Polizei einem Gesellschaftsabbild anhängt, dass echt altmodisch ist und der Gesellschaft mehr Schadet, als ihr nützt. Der Kampf gegen Drogen ist weltweit gescheitert und wird doch nur noch dazu genutzt um bestimmte Gruppen von Menschen zu drangsalieren bzw. immer einen Fuß in der Tür zu haben. Hingegen werden Umweltschweinereien nicht konsequent verfolgt. Wie eben besagtes Dieselfahrverbot. Luftverschmutzung und Ausbeutung von Menschen durch deutsche Industriebetriebe sind hier in den Fokus zu nehmen und nicht der Kiffer von Nebenan.

Viele Probleme, die wir auf Drogen zurückführen, werden tatsächlich von Maßnahmen gegen Drogen verursacht.

Die Polizei braucht keinen kleinen Dealer im Park aufspüren, genauso wenig wie sie Dieselfahrverbote oder Zustände in Schlachthöfen kontrollieren muss. Das liegt in ihrem eigenen Ermessen. Das ist nunmal Fakt. Die Polizei muss mit der Gesellschaft mitgehen und nicht in der Vergangenheit hängen bleiben. Auch wenn das viele rechtspopulistische und fremdenfeindliche Menschen oder Parteien gerne weiter so laufen lassen möchten.


Du solltest die Dealer nicht verharmlosen. Selbst wenn Drogen keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit hätten, bliebe da noch immer das Problem, dass Drogendealer in der Regel ihre Einkünfte nicht bei ihrer Steuererklärung angeben, die Bonpflicht verletzten sie auch und eine MWST wird von ihnen auch nicht abgeführt. Man muss sie auf jeden Fall strafrechtlich verfolgen, beispielsweise wegen Steuerhinterziehung.

... und Dieselfahrverbote sind Unsinn, wenn sie beispielsweise dazu führen, dass sich der Fahrtweg verlängert, um Umweltzonen zu umfahren und somit der Schadstoffausstoß sogar noch erhöht wird. Dieselfahrverbote nicht umzusetzen ist ein Gebot der Vernunft.
Tatsachen, mein Lieber, sind die Feinde der Wahrheit.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon nachtmasse » Mi 15. Jul 2020, 07:22

Frank_Stein hat geschrieben:(09 Jul 2020, 21:22)

Du solltest die Dealer nicht verharmlosen. Selbst wenn Drogen keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit hätten, bliebe da noch immer das Problem, dass Drogendealer in der Regel ihre Einkünfte nicht bei ihrer Steuererklärung angeben, die Bonpflicht verletzten sie auch und eine MWST wird von ihnen auch nicht abgeführt. Man muss sie auf jeden Fall strafrechtlich verfolgen, beispielsweise wegen Steuerhinterziehung.

Ich wüsste jetzt nicht wo ich einen Drogendealer verharmlost habe?

Ein Drogendealer ist für mich auch der Spirituosenhändler oder der Tabakshop um die Ecke. Die versteuern ihre Sachen sicherlich aber macht das Zeugs, was sie verkaufen, auch nicht ungefährlicher. Um es kurz zu machen Portugal fährt seit 2001 einen wirklich guten Kurs in der Drogenpolitik. Einen Kurs der der Gesellschaft nutzt und nicht wie hier in Doppelmoral-Deutschland, unzeitgemäßes autoritäres Gehabe unterstützt.

Um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen, brauche ich jetzt ja eigentlich nur "NSU 2.0" und "SS-Obersturmbannführer“ schreiben. Passt hier aber auch nicht wirklich rein. Hier geht es ja um institutionellem Rassismus und nicht um die Polizei, in der Nazis ungestört Daten abgreifen können. Bei der Aufklärung des Datenmissbrauchs durch Polizisten wird schnell klar, dass Deutschland in der Hinsicht wie ein Saftladen agiert (siehe NSU, Amri usw.) , falls aber mal wieder eine Restanhaftung an einem Tütchen aufgeklärt werden muss, dann wird aus dem vollen geschöpft. Und warum? Weil sie halt so drauf sind. Und das drauf sein, dass ist wirklich schädlich für unsere Gesellschaft.
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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Cem Dean » Mi 15. Jul 2020, 10:54

Die Frage ist,was geschieht wenn Täter Bio-Deutsch und nicht Bio-Deutsch sind?
Werden die dann juristisch unterschiedlich verurteilt?
Also,wozu die Ahnenforschung?

Recherche nach Herkunft - Kritik an Polizeipräsident

https://www.sueddeutsche.de/politik/stu ... -1.4964782

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Re: Es gibt keinen institutionellen Rassismus bei der Polizei

Beitragvon Frank_Stein » Mi 15. Jul 2020, 18:55

nachtmasse hat geschrieben:(15 Jul 2020, 07:22)

Um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen, brauche ich jetzt ja eigentlich nur "NSU 2.0" und "SS-Obersturmbannführer“ schreiben. Passt hier aber auch nicht wirklich rein. Hier geht es ja um institutionellem Rassismus und nicht um die Polizei, in der Nazis ungestört Daten abgreifen können. Bei der Aufklärung des Datenmissbrauchs durch Polizisten wird schnell klar, dass Deutschland in der Hinsicht wie ein Saftladen agiert (siehe NSU, Amri usw.) , falls aber mal wieder eine Restanhaftung an einem Tütchen aufgeklärt werden muss, dann wird aus dem vollen geschöpft. Und warum? Weil sie halt so drauf sind. Und das drauf sein, dass ist wirklich schädlich für unsere Gesellschaft.



Drogenkriminalität zu bekämpfen ist kein Rassismus, sondern eine wichtige Kernaufgabe der Polizei.

... und ja, auch die Polizei ist ein begehrtes Angriffsziel geworden. Kriminelle Klans, Islamisten, Rechts- und Linksextremisten ... man versucht Mitglieder der eigenen Organisation bei der Polizei einzuschleusen, weil man sich erhofft, so an wichtige Daten zu kommen, um die eigene Organisation zu unterstützen. Daher ist es auch wichtig, sorgsam mit den Daten umzugehen bzw. sehr sorgsam das Personal auszuwählen, das Zugang zu diesen Daten bekommt.
Immerhin funktionierte die Überwachung ja in dem Sinne, dass man herausgefunden hat, von welchen Rechnern aus auf bestimmte Daten zugegriffen worden ist. Das ist doch auch schon mal was.
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