Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

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imp
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Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon imp » Fr 22. Mai 2020, 22:28

Sie heißen Prostituierte, Huren, Sexarbeiter oder noch vielfältig anders. Meistens sind es mehr oder weniger die Frauen, die im öffentlichen Meinen das Gewerbe repräsentieren. So auch in den politischen Vereinigungen rund um das Gewerbe, so auch in den Lobbyverbänden. Es gibt auch Verbände von Exprostituierten und von anderen, die rund um die Hauptsache alle möglichen Nebenaspekte mehr oder minder professionell erledigen. In diesem Thread geht es aber um den Streit unter den Feministen, ob Prostitution legal sein soll oder nicht.

Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass in Europa und den sonstigen entwickelten Ländern schon die bestehenden Gesetze dazu ganz verschieden sind. Mal ist das Anbieten von Prostitution erlaubt, mal ist es das nicht. Mal ist die Nachfrage unter Strafe, mal ist sie legal. Teilweise sind auch bestimmte Nebenerscheinungen mehr oder minder mit Verboten belegt. Denken wir etwa an den Beruf des Zuhälters, an den Betrieb von Verrichtungshäusern und so weiter. Über Länder, in denen außerehelicher Verkehr mit Verheirateten oder der Verkehr von Unverheirateten allgemein zu Strafen führen kann, denken wir lieber gar nicht erst nach.

Jetzt also die Feministinnen. Die einen führen an, dass Sexarbeiterei ein ganz normaler Beruf sei, vom Stigma zu befreien, staatlich in etwa so zu regulieren und zu besteuern wie das Zerlegen von niedlichen kleinen Lämmern zu Fleisch- und Wurstwaren oder der Betrieb von Straßenbahnen. Sie gehen bei ihrem sexpositiven Ansatz von einem gesellschaftlichen Normal aus, in das sich das "älteste Gewerbe" ganz unaufgeregt einreihen soll. Aus dieser Sicht ist alle Feindlichkeit und Abscheu gegenüber der Prostitution zuerst ein Angriff auf die, die sie betreiben. Daneben rückt in den letzten Jahren auch die Individualität der Konsumenten in den Blickwinkel: Ältere und Körperbehinderte, deren möglicherweise im Einzelfall geringe Attraktivität nicht zwingend bedeutet, dass sie auf das Ausleben ihrer Bedürfnisse verzichten müssen. Menschen mit eher seltenen Vorlieben, die ihre Triebe im Rahmen einer ansonsten wunderbaren Partnerschaft nicht ausleben können. Menschen, die sowieso keinen abkriegen, etwa weil sie allgemein eher abstoßend oder uninteressant daherkommen. Der käufliche Sex, so einige Argumentationen, sei eine legitime Option für viele.

Die Gegenseite schaut auf die Schattenseiten. In die Prostitution geraten, so wird argumentiert, viel öfter junge Menschen mit Suchtproblemen, Geldnöten oder anderen Zwängen oder gar von Verbrecherbanden ausgenutzte, verschleppte Menschen ohne Pass und Chance. Sie verweisen auf die oft erhebliche Abhängigkeit von den Dienstleistern, auf gesundheitliche Risiken und Aspekte, auf die vielen brutalen Details des realen Geschäfts. Von dem gefälligen TV-Serien-Image geschäftstüchtiger junger Frauen, die mit finanziellem Erfolg und aus Lust an der Sache ihre ausgewählte Kundschaft bedienen, will diese Position meist nichts wissen. Sie zitiert die verachtenden und unmenschlichen Kommentare aus Freierforen und Bewertungsseiten, sie verweist auf die erhebliche organisierte Kriminalität im Milieu und die faktisch meist sehr ärmliche Perspektive des Sexarbeiter-Durchschnitts. Einige Feministen bestreiten schlicht, dass Frauen jenseits von Not mit sexuellen Handlungen Geld verdienen wollen. Umgekehrt rückt das Ansinnen an sich in die Kritik, sich als Kunde Sexualität zu "kaufen" - einige radikale Kommentatoren im Internet stellen das Freiertum generell in eine Ecke mit den Vergewaltigern und wollen da allenfalls graduelle Unterschiede sehen. Eine Position, die zumindest dem deutschen Strafgesetzbuch nicht entspricht.

Es gibt natürlich noch viele, viele Argumente und Meinungen rund um die Prostitution, die aus ganz anderen Richtungen kommen. Wir sind hier ja in einem Politikforum, doch wer könnte schon sagen, welche Position zur Prostitution "links" oder "rechts" sei. So werfen sich dann auch alle munter im Kreis vor, Verrat am Feminismus selbst oder an den Frauen zu begehen. Das ist ein guter Punkt, unter dem ihr jetzt euren eigenen Beitrag anfangen könnt.
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Skeptiker
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Skeptiker » Sa 23. Mai 2020, 00:05

Eigentlich hast du ja im Eröffnungsbeitrag schon einen Großteil der Diskussion vorweg genommen. Aber ich möchte dennoch meine Sicht der Dinge hier beschreiben.

Ich sehe Prostitution in erster Linie als das Recht der Frau in Selbstbestimmung mit ihrem Körper Geld verdienen zu können/dürfen. Einer Frau das verbieten zu wollen, würde in meinen Augen erfordern, dass ein höheres Gut durch diese Geschäftstätigkeit der Frau beeinträchtigt werden müsste. Diese anderen höheren Güter sehe ich aber nicht - jedenfalls nicht mit einem Stellenwert, der das Recht auf Selbstbestimmung angreifen könnte. Was könnte das für ein gesellschaftliches Gut sein? Das Recht der Frauen, Männer schmoren zu lassen? :?

In diesem Sinne halte ich es für paradox, dass Feministen Frauen dadurch "befreien" wollen, indem sie ihnen etwas verbieten wollen. Sind Frauen nun eigenverantwortliche Menschen oder nicht?

Natürlich muss sichergestellt sein, dass die Ausübung von Prostitution auf den freien Willen der Frau zurückgeht, und dass keine kriminellen Methoden im Spiel sind. Das ist in dem Gewebe ja offensichtlich noch immer sehr oft der Fall. Das wäre inakzeptabel, allerdings kein Grund anderen Frauen das Recht auf Selbstbestimmung zu verwehren.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon oga » Sa 23. Mai 2020, 00:10

Skeptiker hat geschrieben:(23 May 2020, 00:05)

In diesem Sinne halte ich es für paradox, dass Feministen Frauen dadurch "befreien" wollen, indem sie ihnen etwas verbieten wollen. Sind Frauen nun eigenverantwortliche Menschen oder nicht?
Es ist nicht paradox.
Es ist eine Art den Preis zu erhöhen.
I guess I should warn you, if I turn out to be particularly clear, you've probably misunderstood what I've said.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 23. Mai 2020, 00:14

Das ganze Labbern um Verbot der Prostitution ist doch aberwitzig, Prostitution gab und gibt schon immer und überall in allen Ländern und Kulturkreisen, ganz egal ob nun gesetzlich verboten oder nicht. Wenn ein Verbot kommen sollte wandert die " käufliche Liebe" eben wieder in den Illegalen Bereich und ob damit den Frauen dort also den Prostituierten wirklich geholfen ist wage ich mal arg zu bezweifeln, generell halte ich dieses ganze Pseudo moralische Verächtlichmachung und Herabsetzung von sogenannter "SEXARBEIT" ohnehin heuchlerisch und verlogen , es zeugt eher von einer gesellschaftlichen Doppelmoral ( wie beim Thema Porno / Pornokonsum im übrigen auch) was sind denn diese ganzen Taschengeld "Hausfrauen oder "Sugarbabes" mit ihren "Sugardaddys?? der ganze Escort Bereich? Und mal ganz generell gesprochen, prostituieren sich nicht die meisten Menschen alltäglich, asexullle Prostitution sie verkaufen ihre Arbeitskraft ob nun körperlich oder geistig gegen Geld, dass ist moralisch also nicht verwerflich aber Sex gegen Geld schon? Daher gehört es verboten? Eine schräge Logik , das Verbot von Prostitution wird ohnehin hier im "Bordell Europas" kaum durchzusetzen sein.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon imp » Sa 23. Mai 2020, 00:30

Alpha Centauri hat geschrieben:(23 May 2020, 00:14)

Das ganze Labbern um Verbot der Prostitution ist doch aberwitzig, Prostitution gab und gibt schon immer und überall in allen Ländern und Kulturkreisen, ganz egal ob nun gesetzlich verboten oder nicht. Wenn ein Verbot kommen sollte wandert die " käufliche Liebe" eben wieder in den Illegalen Bereich und ob damit den Frauen dort also den Prostituierten wirklich geholfen ist wage ich mal arg zu bezweifeln, generell halte ich dieses ganze Pseudo moralische Verächtlichmachung und Herabsetzung von sogenannter "SEXARBEIT" ohnehin heulcherisch und zeugt eher von einer gesellschaftlichen Doppelmoral ( wie beim Thema Porno / Pornokonsum im übrigen auch) was sind denn diese ganzen Taschengeld "Hausfrauen oder "Sugarbabes" mit ihren "Sugardaddys?? der ganze Escort Bereich? Und mal ganz generell gesprochen, prostituieren sich nicht die meisten Menschen alltäglich, asexullle Prostitution sie verkaufen ihre Arbeitskraft ob nun körperlich oder geistig gegen Geld, dass ist moralisch also nicht verwerflich aber Sex gegen Geld schon? Daher gehört es verboten? Eine schräge Logik , das Verbot von Prostitution wird ohnehin hier im "Bordell Europas" kaum durchzusetzen sein.

Dass es etwas gibt und dass es verboten ist, das sind aber zwei Themen. Denkt etwa an die vielen verbotenen Drogen, an schnell fahrende Autos oder gar an Steuervermeidung. Die Prostitution ist in vielen Ländern etwa angebotseitig oder nachfrageseitig verboten, aber ist sie deshalb weg? Das ist vermutlich nicht das reale Ziel solcher Verbote, sondern eher eine Lenkungswirkung.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Occham » Sa 23. Mai 2020, 09:09

Alpha Centauri hat geschrieben:(23 May 2020, 00:14)
Wenn ein Verbot kommen sollte wandert die " käufliche Liebe" eben wieder in den Illegalen Bereich und ob damit den Frauen dort also den Prostituierten wirklich geholfen ist wage ich mal arg zu bezweifeln.

Das denke ich allerdings auch. Trotzdem sollte man den Bereich stärker kontrollieren, damit es nicht zur Zwangsprostitution kommt.
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 23. Mai 2020, 12:01

Occham hat geschrieben:(23 May 2020, 09:09)

Das denke ich allerdings auch. Trotzdem sollte man den Bereich stärker kontrollieren, damit es nicht zur Zwangsprostitution kommt.


Genau dass ist mit einer ohnehin dünnen Personaldecke wohl komm ernsthaft zu schaffen? Wer soll das kontrollieren? Polizei und Justiz sind doch heute schon weitgehend am Limit.

Zumal ich nicht wirklich glaube dass den Frauen also den Prostituierten mit einen generellen Sexkaufverbot wirklich geholfen ist, Aussteigerprogramme und so schön und gut wird aber alles kaum reichen, das ist reine Augenwischerei seitens der Befürworter eines Verbotes.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 23. Mai 2020, 12:12

Alpha Centauri hat geschrieben:(23 May 2020, 12:01)

Genau dass ist heute schon kaum noch machbar bei einem vollständigen Verbot des Sexkaufs sowieso nicht, bei einer ohnehin dünnen Personaldecke wohl komm ernsthaft zu schaffen? Wer soll das Vetbot denn durchsetzen kontrollieren? Polizei und Justiz sind doch heute schon weitgehend am Limit. Die Prostitution wird dann eben im Verborgenen weiter existieren ( Stichwort Straßenprostitution und andere Formen der Prostitution) sie funktioniert auch ohne Laufhäuser und Co.

Zumal ich nicht wirklich glaube dass den Frauen also den Prostituierten mit einen generellen Sexkaufverbot wirklich geholfen ist, Aussteigerprogramme und so schön und gut wird aber alles kaum reichen, das ist reine Augenwischerei seitens der Befürworter eines Verbotes.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon McKnee » Sa 23. Mai 2020, 12:37

Angemessen wäre es, wenn man die Huren (wie sie nämlich genannt werden wollen) fragen würde. Eines der Hauptprobleme ist nämlich, dass man ein derart facettenreiches Thema nicht so allgemein betrachten kann. Imp hat da schon einen sehr differenzierten (Ein)Blick gewährt.

Ich kenne so einige Huren und Hilfsorganisationen, wie auch Luden und jene, die sich dafür halten.

Die tatsächlichen Probleme werden durch ein Verbot nicht gelöst, nur in die Illegalität verdrängt. Damit würde man die Situation der Frauen nicht verbessern, eher deutlich verschlechtern.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 23. Mai 2020, 13:55

McKnee hat geschrieben:(23 May 2020, 12:37)

Angemessen wäre es, wenn man die Huren (wie sie nämlich genannt werden wollen) fragen würde. Eines der Hauptprobleme ist nämlich, dass man ein derart facettenreiches Thema nicht so allgemein betrachten kann. Imp hat da schon einen sehr differenzierten (Ein)Blick gewährt.

Ich kenne so einige Huren und Hilfsorganisationen, wie auch Luden und jene, die sich dafür halten.

Die tatsächlichen Probleme werden durch ein Verbot nicht gelöst, nur in die Illegalität verdrängt. Damit würde man die Situation der Frauen nicht verbessern, eher deutlich verschlechtern.


Genauso sehe ich das auch die Befürworter eines Prostitutionsverbotes tun ja teilweise so als seien dann bei einem möglichen Sexkaufverbot alle Probleme gelöst und "DIE FRAUEN BEFREIT" ich aber glaube eher dass, das blanke Augenwischerei ist ein Sexkaufverbot würde wie ich oben schon sagte an der Situation der Frauen in der Prostitution nichts verbessern und dass ganze samt Zuhälterei usw würde dann im Verborgenen weitergehen, ein Sexkaufverbot würde also die Probleme an sich nicht lösen sondern sie nur - da hast du recht- in die Illegalität verlagern ( ähnlich wie es in der Drogenpolitik bei den sogenannten illegalen Drogen es ja auch sehr schön beobachten kann).
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 23. Mai 2020, 14:00

Aber dass wollen halte vielen vorderster Front die Hardcore Feministinnen ungern hören.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Billie Holiday » Sa 23. Mai 2020, 14:37

Könnte mir auch vorstellen, dass die Huren einem scheißegal sind, wenn die Hoden prall sind und Willige abwesend.
Ich vernehme die große Sorge um Wohl und Einkommen der lustvollen Hure, allein der Glaube fehlt mir. :D
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 23. Mai 2020, 17:08

Billie Holiday hat geschrieben:(23 May 2020, 14:37)

Könnte mir auch vorstellen, dass die Huren einem scheißegal sind, wenn die Hoden prall sind und Willige abwesend.
Ich vernehme die große Sorge um Wohl und Einkommen der lustvollen Hure, allein der Glaube fehlt mir. :D


Dann zeigt es nur dass du von der schwierigen Materie rein gar nichts,versteht, denn da geht es um mehr als sexuelle Befriedigung des männlichen Triebes.

Sex ist ein Grundbedürfnis.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Billie Holiday » Sa 23. Mai 2020, 18:51

Alpha Centauri hat geschrieben:(23 May 2020, 17:08)

Dann zeigt es nur dass du von der schwierigen Materie rein gar nichts,versteht, denn da geht es um mehr als sexuelle Befriedigung des männlichen Triebes.

Sex ist ein Grundbedürfnis.


Das die Hure befriedigt. Um mehr geht es nicht. Ich hab ja nichts dagegen. Ich nehme den Männern bloß die Sorge um die berufliche und finanzielle Existenz der Huren nicht ab. Die wollen bumsen. Also bitte.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon McKnee » Sa 23. Mai 2020, 19:43

Ich hab das Thema offensichtlich falsch verstanden. Ich dachte, es geht nicht um sexistisches Stammtischgefasel.

Ich bin tatsächlich davon ausgegangen, dass das Thema hier ernsthaft pro und contra inkl. der möglichen Folgen eines Verbots vs erlaubnisfreies Gewerbe (was es ja ist) diskutiert werden soll.

Hab mich wohl vertan.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 23. Mai 2020, 19:51

Billie Holiday hat geschrieben:(23 May 2020, 18:51)

Das die Hure befriedigt. Um mehr geht es nicht. Ich hab ja nichts dagegen. Ich nehme den Männern bloß die Sorge um die berufliche und finanzielle Existenz der Huren nicht ab. Die wollen bumsen. Also bitte.


Ja natürlich geht es auch um Sex ganz unkompliziert ohne dass gewohnte Schmierentheater , wenn Mann Lust drauf hat es ist ein geben und nehmen.

Und Sex kaufen sich mitnichten nur Singlemänner, vor Corona täglich Geschätzt nahmen 1 Million Männer die Dienste einer Sexarbeiterin in Anspruch ( die Dunkelziffer dürfte auch weit höher sein).
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Umetarek » Sa 23. Mai 2020, 19:54

Alpha Centauri hat geschrieben:(23 May 2020, 19:51)

Ja natürlich geht es auch um Sex ganz unkompliziert ohne dass gewohnte Schmierentheater , wenn Mann Lust drauf hat es ist ein geben und nehmen.

Und Sex kaufen sich mitnichten nur Singlemänner, vor Corona täglich Geschätzt nahmen 1 Million Männer die Dienste einer Sexarbeiterin in Anspruch ( die Dunkelziffer dürfte auch weit höher sein).

:rolleyes: Aber bei weitem nicht alle Männer. Ich werd das nie verstehen, bevor ich Sex kaufe, befriedige ich mich selbst und nein, man wird nicht blind davon.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 23. Mai 2020, 19:56

McKnee hat geschrieben:(23 May 2020, 19:43)

Ich hab das Thema offensichtlich falsch verstanden. Ich dachte, es geht nicht um sexistisches Stammtischgefasel.

Ich bin tatsächlich davon ausgegangen, dass das Thema hier ernsthaft pro und contra inkl. der möglichen Folgen eines Verbots vs erlaubnisfreies Gewerbe (was es ja ist) diskutiert werden soll.

Hab mich wohl vertan.


Wird es ja es wurde ja schon gesagt das ein Verbot der Prostitution das Problem bzw die Probleme an sich nicht löst sondern bloß verlagert in die Illegalität ( oder glaubt hier ernsthaft jemand dass es in Schweden trotz Sexkauf Verbots keine Prostitution mehr gäbe???) Schweden wird ja von den Befürwortern eines Verbots immer als Musterbeispiel gebracht, dabei läuft das Geschäft mit dem Sex dort genauso weiter nur halt illegal und im Verborgenem , oft zum negativen Nachteil der Sexarbeiterinnen dort.
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Sa 23. Mai 2020, 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 23. Mai 2020, 19:58

Umetarek hat geschrieben:(23 May 2020, 19:54)

:rolleyes: Aber bei weitem nicht alle Männer. Ich werd das nie verstehen, bevor ich Sex kaufe, befriedige ich mich selbst und nein, man wird nicht blind davon.


Das mag für dich wohl sein, aber es gibt nun mal mehr Männer die dass anders sehen egal ob Single oder nicht und für die auf Dauer Selbstbefriedigungen keinen " wirklichen Sex mit einer Frau" ersetzen kann.
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Re: Der Streit im feministischen Lager: Verbot der Prostitution

Beitragvon Umetarek » Sa 23. Mai 2020, 20:03

Es soll auch noch die Möglichkeit geben sich zu binden... oder one night stands. egal.
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