Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

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Aldemarin
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Aldemarin » Mi 22. Apr 2020, 16:57

Gründet doch eine derartige Partei!
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JosefG
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Mi 29. Apr 2020, 15:53

JosefG hat geschrieben:(21 Jan 2020, 14:56)

Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben.

Die Partei könnte auch offen sein für Leute, die zwischen Atheismus und Agnostizimus
unentschieden sind. Zu diesen würde ich mich selber am ehesten zählen.
Aber der Name sollte für die Extremposition stehen.

PATA - Partei der Atheisten und Agnostiker

Selber gründen, das könnte ich nicht.
Aber träumen kostet nichts.
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Rautenberger
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Rautenberger » Do 30. Apr 2020, 22:18

Gibt es ja schon: Die "Partei der Humanisten" (https://de.wikipedia.org/wiki/Partei_der_Humanisten). Ihr "Erfolg" zeigt, wie sehr die Welt auf eine solche Partei gewartet hat: überhaupt nicht.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Fr 1. Mai 2020, 02:09

Rautenberger hat geschrieben:(30 Apr 2020, 22:18)

Gibt es ja schon: Die "Partei der Humanisten".

Nein. Die "Humanisten" sind laizistisch, aber nicht atheistisch.
Wurde weiter vorne in diesem Strang schon diskutiert.

Aus dem Wikipedia-Artikel:
Aber auch religiöse Gruppen wie die Zeugen Jehovas, Opus Dei oder Salafisten können vom Parteibeitritt ausgeschlossen werden.

Demnach können "gemäßigte" Christen oder Moslems durchaus Mitglieder der Humanisten sein.
Dagegen sollte die neue Partei gar keine Christen oder Moslems als Mitglieder aufnehmen.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon carolus » Fr 1. Mai 2020, 10:46

JosefG hat geschrieben:(01 May 2020, 02:09)

Nein. Die "Humanisten" sind laizistisch, aber nicht atheistisch.
Wurde weiter vorne in diesem Strang schon diskutiert.

Aus dem Wikipedia-Artikel:

Demnach können "gemäßigte" Christen oder Moslems durchaus Mitglieder der Humanisten sein.
Dagegen sollte die neue Partei gar keine Christen oder Moslems als Mitglieder aufnehmen.


@JosefG,

wenn sie alle bekannten religionen ausschließen, wer bleibt noch übrig? freimaurer, welche an den "großen baumeister aller zeiten" 'glauben'?
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Progressiver » Fr 1. Mai 2020, 20:52

carolus hat geschrieben:(01 May 2020, 10:46)

@JosefG,

wenn sie alle bekannten religionen ausschließen, wer bleibt noch übrig? freimaurer, welche an den "großen baumeister aller zeiten" 'glauben'?


Wieso muss es denn immer eine Art von Religion sein, die übrig bleibt?

Es ist doch im Endeffekt wie beim Kampf der alten griechischen Philosophen, die den Mythos durch den Logos ersetzen wollten. So etwas ist natürlich möglich. Aber jeder neue Logos muss aufpassen, dass er nicht selbst zum Mythos wird.

Sehr gut sieht man das am Beispiel der kommunistischen Bewegung. Sie hat es zwar geschafft, dass die alten christlichen Mythen zumindest teilweise ausradiert wurden. Aber stattdessen bildete sich der Kommunismus als Ideologie bzw. weltliche Ersatzreligion. Ähnliches kann man aber auch auf einer anderen Seite des politischen Spektrums beobachten. Leider kann sich jeder Neoliberale heutzutage als Atheist bezeichnen. Aber auch er glaubt doch an etwas höheres wie die Marktgesetze.

Ganz anders der Philosoph Friedrich Nietzsche. Er sagte zwar solche wahren Sätze wie "Gott ist tot. Und wir haben ihn getötet." Er hat jedoch kein einheitliches Ideologiekonzept hinterlassen. Er war aber auch kein Nihilist. Er war nur der Prophet, der den Nihilismus kommen sah. Wenn man sich dann das 20. Jahrhundert ansieht mit all seinen Konzentrationslagern, dann weiß man, was gemeint ist. Ihm ging es jedenfalls sehr stark um die Umwertung aller Werte, die das Christentum verbogen hatte. Wo das Christentum, aber auch andere Religionen das Jenseits emporheben, obwohl sich dessen Existenz nicht beweisen lässt, so will Nietzsche das Diesseits bejahen. Dieses Leben ist schließlich das einzige, was wir haben. Die Religionen dagegen verachten es für die Fantasie eines Jenseits, das nur in den Köpfen der Menschen existiert. Und Friedrich Nietzsche war ja auch nur ein Vorgänger der Philosophierichtung des Existenzialismus, die ebenfalls versuchte, das Leben in all seiner Absurdität zu bejahen. Das Leben als Ganzes macht keinen Sinn. Aber anstatt sich selbst umzubringen, kann jeder einzelne Mensch versuchen, sich einen individuellen Sinn zu suchen.

Wie auch immer. Ich habe es hier wahrscheinlich schon geschrieben, aber Atheismus als Kategorie halte ich für nicht einengend genug. Karl Marx, der Begründer des Kommunismus, war Atheist. So mancher Neoliberale ist es, was die klassischen Religionen betrifft, wohl auch. Da die Leute, die sich alle als Atheisten bezeichnen, untereinander zu verschieden sind, würden sie sich wohl untereinander gegenseitig verbal verprügeln, bevor sie auf die Gläubigen der alten Religionen losgehen würden. Einen Nihilismus, der alles und jeden zerstören will, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, das ist auch nicht zielführend. Für mich bleibt folglich nur ein lebensbejahender Atheismus übrig, der weder selbst zur weltlichen Ersatzreligion wird wie der Kommunismus noch einen Tanz um den Fetisch des Goldenen Kalbs veranstaltet wie die Kapitalisten. Unter lebensbejahend meine ich, dass sowohl das menschliche Leben qualitativ aufgewertet wird wie auch der ganze Planet vor der Auslöschung bewahrt wird. Das sind so die Detailfragen, über die man streiten könnte. Aber Atheismus alleine halte ich, wie gesagt, als Kategorie für eine Parteigründung für zu wenig.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Fr 1. Mai 2020, 23:31

Progressiver hat geschrieben:(01 May 2020, 20:52)

Das Leben als Ganzes macht keinen Sinn.

Jedenfalls haben die Naturwissenschaften bisher keinen Sinn gefunden.
Aber niemand weiss, ob es ihn nicht doch gibt.
Und deshalb besteht der vorläufige Sinn in der Suche.

Aber anstatt sich selbst umzubringen,

Leben tut man von allein.
Deshalb bedarf nicht das Weiterleben einer Begründung, sondern der Suizid.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Progressiver » Sa 2. Mai 2020, 11:23

JosefG hat geschrieben:(01 May 2020, 23:31)

Jedenfalls haben die Naturwissenschaften bisher keinen Sinn gefunden.
Aber niemand weiss, ob es ihn nicht doch gibt.
Und deshalb besteht der vorläufige Sinn in der Suche.


Leben tut man von allein.
Deshalb bedarf nicht das Weiterleben einer Begründung, sondern der Suizid.


Die Naturwissenschaften haben bisher deswegen keinen Sinn gefunden, weil es ihn 1. nicht gibt. Und 2. ist es auch nicht ihre Aufgabe. Mir ist auch bisher keine Philosophierichtung eingefallen, die versucht hat, dem Leben als Ganzes einen Sinn zu geben. Es sind die Religionen und Ideologien, die behaupten, dass das Leben einen für alle gleichermaßen wichtigen Sinn hätte. Jedes Individuum solle sich der Lehre unterordnen, die die Religion oder Ideologie vertritt. Der behauptete Sinn, der für alle Religiöse gleichermaßen gelten solle, wäre es, ein "gottgefälliges Leben" zu führen. Der Gläubige wird dann auch mit Zuckerbrot und Peitsche gezwungen, die wissenschaftlich unbewiesene Kopfgeburt eines Jenseits zu glauben.

Das Leben als Ganzes hat keinen tieferen Sinn. Wir können nur konstatieren, dass es Leben auf diesem Planeten gibt. Auf der individuellen Ebene kann sich jeder Mensch allerdings einen speziellen Sinn suchen, der dann sein Leben ausmacht. Dazu braucht es aber keine Religion oder Ideologie. Vielmehr gilt der Satz eines Philosophen des Existenzialismus: "Wir sind zur Freiheit verdammt."

Und zum zweiten Teil deines Postings: Natürlich lebt man von alleine. Es ist aber ein Unterschied, ob man nur existiert und sein Leben mit essen, trinken, sich reproduzieren usw. verbringt. Oder ob man versucht, sich selbst einen individuell erfahrbaren höheren Sinn zu geben. Fast sämtliche Lebewesen dieser Erde sind darauf gepolt, sich zu vermehren, um das Leben als Ganzes zu erhalten. Aber soll das etwa schon alles sein? Die nächste Generation steht ja dann vor der gleichen Aufgabe. Ich für meinen Teil will meinem Leben einen individuell erfahrbaren Sinn geben. Dazu brauche ich aber keine Religion und keine Ideologie. Da das Ganze jedoch absurd ist, ist es wichtig, ganz im Sinne der Philosophierichtung des Existenzialismus das Leben trotz all dieser Absurdität positiv anzunehmen. Anso0nsten könnte man sich ja auch zu Tode saufen, weil man keinen Halt im Leben hat.

Und auch der Spruch von Friedrich Nietzsche, dass Gott tot ist, sehe ich als Befreiung. Man muss sich nicht mehr durch irgendeine Religion einen allgemeinen Sinn überstülpen lassen und sich diesem unterordnen, sondern man hat jetzt die Freiheit, sich selbst einen individuellen Sinn zu suchen.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Sa 2. Mai 2020, 11:41

Progressiver hat geschrieben:(02 May 2020, 11:23)

Die Naturwissenschaften haben bisher deswegen keinen Sinn gefunden, weil es ihn 1. nicht gibt.

Woher nimmst du die Gewissheit?
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Rautenberger » Sa 2. Mai 2020, 17:03

JosefG hat geschrieben:(01 May 2020, 02:09)

Nein. Die "Humanisten" sind laizistisch, aber nicht atheistisch.
Wurde weiter vorne in diesem Strang schon diskutiert.

Aus dem Wikipedia-Artikel:

Demnach können "gemäßigte" Christen oder Moslems durchaus Mitglieder der Humanisten sein.
Dagegen sollte die neue Partei gar keine Christen oder Moslems als Mitglieder aufnehmen.


Umso absurder wird es. In Parteien sollten sich Menschen in erster Linie entlang ihrer Positionen zu aktuellen politischen Fragen zusammenschließen. Anders ausgedrückt: Wäre deine atheistische Partei für oder gegen die Umstellung auf nachhaltige Energien, für mehr oder weniger Zuwanderung, für mehr oder weniger Staat etc. etc.? Alle diese und weitere Fragen, auf die eine Partei eine Antwort haben sollte, lassen sich nicht allein aus dem Attribut "atheistisch" heraus beantworten. Der weltanschauliche Hintergrund der Parteimitglieder sollte nachrangig sein. Sie müssen ja beim Eintritt in die CDU auch kein Bekenntnis zum christlichen Glauben ablegen. Wichtig ist bei einer Partei, dass man sich zu einem Ziel bekennt, was bei einer bestimmten Zielsetzung sowieso impliziert, dass sich Menschen mit bestimmter Weltanschauung nicht blicken lassen werden. Ihr Wunsch nach Ausschluss religiöser Menschen hat für mich einen Beigeschmack von Intoleranz.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Sa 2. Mai 2020, 17:47

Rautenberger hat geschrieben:(02 May 2020, 17:03)

Sie müssen ja beim Eintritt in die CDU auch kein Bekenntnis zum christlichen Glauben ablegen.

CDU und CSU haben das C nun mal im Namen. Und schon allein deshalb
sollte es auch eine Partei geben, welche den Atheismus im Namen hat.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Rautenberger » Sa 2. Mai 2020, 20:24

JosefG hat geschrieben:(02 May 2020, 17:47)

CDU und CSU haben das C nun mal im Namen. Und schon allein deshalb
sollte es auch eine Partei geben, welche den Atheismus im Namen hat.


Wenn das ein Grund für eine Partei mit Atheismus im Namen ist, dann brauchen wir auch noch eine muslimische, eine jüdische, eine buddhistische, eine hinduistische, eine Spaghettimonsterpartei etc. pp. Die können dann alle fröhlich unter der 5-Prozent-Hürde rumkrebsen, weil es keinen Markt für sie gibt - ebenso wie es keinen Markt für eine Atheistenpartei gibt. Welchen Sinn soll das haben?
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Skeptiker » Sa 2. Mai 2020, 20:35

JosefG hat geschrieben:(02 May 2020, 17:47)

CDU und CSU haben das C nun mal im Namen. Und schon allein deshalb
sollte es auch eine Partei geben, welche den Atheismus im Namen hat.

Das C steht aber für „christlich“ und nicht für „Christen“. Das ist ein Unterschied.

So ist es auch ein Unterschied Laizismus zu fördern, oder eine Partei zu gründen, die sich als Vereinigung von Atheisten versteht. Bei einer Partei sollte es um politische Vorstellungen gehen, nicht darum WER Mitglied sein darf/soll. Letzteres ist der Gedanke der Räterepublik. So sollte man eine Partei mE nicht ausrichten.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Sa 2. Mai 2020, 20:51

Skeptiker hat geschrieben:(02 May 2020, 20:35)

Das C steht aber für „christlich“ und nicht für „Christen“. Das ist ein Unterschied.

Zugegeben. Dennoch: Gibt es in CDU oder CSU bekennende Atheisten?

Rautenberger hat geschrieben:(02 May 2020, 20:24)

ebenso wie es keinen Markt für eine Atheistenpartei gibt.

Das steht keineswegs fest.
Das Abschneiden der Humanisten ist kein Argument,
denn die haben den Atheismus gerade nicht im Namen.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Skeptiker » Sa 2. Mai 2020, 21:28

JosefG hat geschrieben:(02 May 2020, 20:51)
Zugegeben. Dennoch: Gibt es in CDU oder CSU bekennende Atheisten?

Bestimmt. Wird man denn beim Eintritt danach gefragt, ob man Christ ist? Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber selbst wenn, dann würde man ganz sicher auch als Konfessionsloser aufgenommen werden.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Sa 2. Mai 2020, 21:43

Skeptiker hat geschrieben:(02 May 2020, 21:28)

Bestimmt.

Bestreite ich hiermit bis zum Beweis des Gegenteils.
Jedenfalls keine in der Öffentlichkeit stehende Person.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » Sa 2. Mai 2020, 22:41

Muss ich Mitglied einer christlichen Kirche sein, um Mitglied der CDU werden zu können?

Nein, die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche oder einer anderen religiösen Glaubensrichtung ist keine Voraussetzung für eine CDU-Mitgliedschaft. Grundlage der Politik der CDU ist aber das christliche Verständnis vom Menschen. Unsere Grundwerte sind Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit. Jeder, der auf dieser Grundlage mit uns Politik für unser Land gestalten will, ist uns herzlich willkommen, unabhängig von der jeweiligen Einstellung zur Religion.

https://www.cdu.de/artikel/fragen-und-antworten-zur-mitgliedschaft

Unten auf der Seite ist ein Suchfeld, der Eintrag "atheist" liefert 0 Treffer.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Skeptiker » Sa 2. Mai 2020, 23:25

JosefG hat geschrieben:(02 May 2020, 22:41)

https://www.cdu.de/artikel/fragen-und-antworten-zur-mitgliedschaft

Unten auf der Seite ist ein Suchfeld, der Eintrag "atheist" liefert 0 Treffer.

Das Suchfeld findet doch nur Artikel mit thematischem Zusammenhang. Was soll das also beweisen? Ganz offensichtlich nur, dass es auf der Seite keine Artikel gibt, die sich mit dem Thema Atheismus befassen ... :rolleyes:

Im Zitat darüber wird es doch explizit geschrieben. Die Mitgliedschaft in irgendeiner Glaubensrichtung ist nicht Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der CDU. Unmissverständlich! Das "christliche Verständnis vom Menschen" kann auch ein Atheist haben, aber auch das ist nicht Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der CDU, es wird lediglich als Grundlage der Politik der CDU beschrieben.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon Progressiver » So 3. Mai 2020, 00:06

JosefG hat geschrieben:(02 May 2020, 11:41)

Woher nimmst du die Gewissheit?


Was sollte denn deiner Meinung nach der höhere Sinn allen Lebens auf diesem Planeten sein? Das einzige, was ich feststellen konnte, ist der Punkt, dass sich vor wohl circa 1.2 Milliarden Jahren zufälligerweise eine Art Urzelle allen Lebens entwickelt hatte. Diese hatte sich dann geteilt und vermehrt. Da so etwas aber nicht ohne Fehler und Mutationen abläuft, gibt es heutzutage geschätzt vielleicht mehrere Millionen von Arten auf diesem Planeten. Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung, wie es uns manche Religionen weismachen wollen, sondern nur eine Art unter vielen. Und als Gattung überweidet er seine Ressourcen gerade derart stark, dass es wohl innerhalb der nächsten hundert bis tausend Jahren zu einem großen Massensterben kommen wird. Es gibt da zwar auch kluge Köpfe, die ein Umdenken fordern. Aber der Mensch ist weder die erste noch die einzige Art auf diesem Planeten, die durch ihren zeitweiligen Erfolg ihr eigenes Grab schaufelt.

Wenn das Leben sich einen Sinn schafft, dann allerhöchstens der, dass es sich immer wieder in immer neuen Genrationen reproduzieren will. Mehr ist da nicht. Alles andere wäre Metaphysik. Und somit Stoff für Religionen. Diese behaupten ja auch, dass es einen höheren Sinn und eine göttliche Ordnung geben solle, dem sich alles Leben unterzuordnen habe. Wer die Lebenspraxis jedoch beobachtet und selbst miterlebt, der wird feststellen, dass das Chaos eher feststellbar ist. Und wie ich schon schrieb: "Wir sind zur Freiheit verdammt." Auf der empirischen Ebene ist weder ein höherer Sinn allen Lebens feststellbar noch eine wie auch immer geartete "göttliche Ordnung". Und als Mensch kannst du machen, was du willst, solange du nicht deinen Mitmenschen schadest. Aber auch hier gibt es keinen höheren Sinn, der für alle gleichermaßen gültig und passend wäre. Das einzige Naturgesetz, dem wir untergeordnet sind, ist dasjenige, dass wir irgendwann einmal jeder für sich sterben müssen. Und da wir ansonsten zur Freiheit verdammt sind, glaube ich auch keinem Religionsanhänger und keinem Ideologen. Es gibt weder göttliche Gesetze noch irgendwelche Gesetze einer kommunistischen Partei im Ablauf der Geschichte oder irgendwelche Gesetze des Marktes, denen wir unbedingt gehorchen müssen. Alle Gesetze, die das menschliche Leben bzw. der Individuen in ihrem Verhalten untereinander betreffen, sind menschengemacht. Und wenn die Leute das kapieren würden, dann wäre dies nicht nur der Tod aller Religionen, sondern auch solcher Herrschaftssysteme wie des Kommunismus oder solch menschenverachtender Wirtschaftssysteme wie dem Kapitalismus. Aber leider wollen die Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten nichts von der Freiheit wissen. Stattdessen verharren sie lieber in ihren winzigen religiösen wie ideologischen Gefängnissen.
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Re: Es sollte eine Partei "Die Atheisten" geben

Beitragvon JosefG » So 3. Mai 2020, 02:03

Skeptiker hat geschrieben:(02 May 2020, 23:25)

Das "christliche Verständnis vom Menschen" kann auch ein Atheist haben,

Nicht wenn dazu gehört, dass der Mensch das Geschöpf eines Gottes ist.

https://www.kas.de/de/christliches-menschenbild
Der Mensch erscheint einerseits in seiner Kreatürlichkeit, das heißt als einer, der sich in seiner Herkunft dem schöpferischen Handeln Gottes verdankt und in seiner Vergänglichkeit den übrigen Geschöpfen gleicht. Andererseits erscheint er kraft seiner Begabung mit Freiheit und Vernunft in seiner Kreativität, die ihn über die übrige Schöpfung erhebt und an der schöpferischen Kraft Gottes teilhaben läßt.
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