Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

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Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Papaloooo » Fr 17. Apr 2020, 07:10

Nach 12 Gerichtsterminen (inzwischen schon Jahre her),
und auch, nachdem ich mit vielen Trennungsvätern gesprochen habe
ist für mich klar: Bei Familiengerichten herrsch nicht "in dubio pro reo".
Bei Nachtrennungsfamilien haben fast immer die Väter das nachsehen.

Ich glaube hier an eine genetische Komponente,
wobei ich mich auch gleich beeile nachzuschieben:
Das gilt nicht in jenen arabischen Ländern in denen Frauen als eine Sache, ein Besitz verstanden wird!
Es gilt in Ländern, in denen glücklicherweise schon einiges an Gleichberechtigung erzielt wurde.

Gehen wir mal zurück in die Steinzeit (wir tragen die Gene unserer Vorfahren in uns).

Eine Horde Männer der Sippe Feuerstein zog los,
um einen Kampf gegen die Sippe Geröllheimer zu führen,
es geht um Jagdgründe und den Zugang zu einer Quelle, sowie die Höhle der Geröllheimers.
Die Frauen bleiben bei der Höhle, um das Feuer zu bewachen, und die Kinder vor den Kojoten zu schützen.

Von den 20 Männern kommen 3 Siegreich zurück,
man hat nun die Möglichkeit mit zwei und mit einem Mann die Sippe zu teilen,
und je ein Clan hat nun ein eigenes Jagdgebiet und eine eigene Höhle.

Zwei und ein Mann ist schon etwas Inzucht, das heißt, dass die Nachkommen die Gene weniger Männer,
aber von mehr Frauen tragen. Letztlich für die Männlichen ein kleiner Nachteil,
das Y-Chromosom trägt ja nur den Code der männlichen Vorfahren und wird zunehmend Kürzer,
ja winzig gegen das X-Chromosom.

Aber: Ein oder Zwei Männer können mit 20 Frauen dennoch eine neue Sippe aufbauen.

Was aber, wenn 20 Männer von der Jagd zurückkommen und von 20 Frauen sind nur noch 3 da,
die anderen wurden Opfer der Säbelzahntiger.
Die Sippe wird zu klein, weil die 3 Frauen nicht genügend Nachwuchs haben können,
ganz zu schweigen davon, dass sich die 20 Männer dann um die drei Frauen bekriegen werden,
was die Sippe noch kleiner macht.

Genetisch konnten unsere Vorfahren in der Steinzeit nur dann überleben,
wenn sie vor allem die Frauen schützten. Männer dürfen schon mal umkommen,
weniger Männer sind weniger schlimm, als weniger Frauen.
Krieger und Soldaten (abgesehen von Stämmen wie den Amazonen) sind in aller Regel männlich.

Wenn wir in Medien lesen, unter den Opfern sind auch zwei Frauen (nicht mal so selten),
dann trägt das diesen genetischem Erbe Rechnung.

Wenn Richter in Nachtrennungsfamilien fast immer die Kinder den Müttern geben,
und kein Wechsel- oder Nestmodell anstreben, trägt es diesem Erbe Rechnung.

Sorry für diesen langen Text,
aber in weniger Worte wäre das nicht zu fassen gewesen.
Und liebe Frauen im Forum, es ist nicht gegen Euch gemünzt!
Ich erhoffe mir von diesem Thread keine Schützenkämpfe zwischen Mann und Frau,
ich erhoffe mir, dass die Ungleichgewichtung bei Familiengerichten hinterfragt wird.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Skeptiker » Fr 17. Apr 2020, 17:45

Papaloooo hat geschrieben:(17 Apr 2020, 07:10)

Nach 12 Gerichtsterminen (inzwischen schon Jahre her),
und auch, nachdem ich mit vielen Trennungsvätern gesprochen habe
ist für mich klar: Bei Familiengerichten herrsch nicht "in dubio pro reo".
Bei Nachtrennungsfamilien haben fast immer die Väter das nachsehen.

Ich glaube hier an eine genetische Komponente,
wobei ich mich auch gleich beeile nachzuschieben:
Das gilt nicht in jenen arabischen Ländern in denen Frauen als eine Sache, ein Besitz verstanden wird!
Es gilt in Ländern, in denen glücklicherweise schon einiges an Gleichberechtigung erzielt wurde.

... was allerdings eher lehrt, dass wir es mit zwei Gesellschaftssystemen zu tun haben, die Gleichberechtigung als jeweils unterschiedliche Form von Ungleichberechtigung praktizieren.
Gehen wir mal zurück in die Steinzeit (wir tragen die Gene unserer Vorfahren in uns).

Eine Horde Männer der Sippe Feuerstein zog los,
um einen Kampf gegen die Sippe Geröllheimer zu führen,
es geht um Jagdgründe und den Zugang zu einer Quelle, sowie die Höhle der Geröllheimers.
Die Frauen bleiben bei der Höhle, um das Feuer zu bewachen, und die Kinder vor den Kojoten zu schützen.

Von den 20 Männern kommen 3 Siegreich zurück,
man hat nun die Möglichkeit mit zwei und mit einem Mann die Sippe zu teilen,
und je ein Clan hat nun ein eigenes Jagdgebiet und eine eigene Höhle.

Zwei und ein Mann ist schon etwas Inzucht, das heißt, dass die Nachkommen die Gene weniger Männer,
aber von mehr Frauen tragen. Letztlich für die Männlichen ein kleiner Nachteil,
das Y-Chromosom trägt ja nur den Code der männlichen Vorfahren und wird zunehmend Kürzer,
ja winzig gegen das X-Chromosom.

Aber: Ein oder Zwei Männer können mit 20 Frauen dennoch eine neue Sippe aufbauen.

Was aber, wenn 20 Männer von der Jagd zurückkommen und von 20 Frauen sind nur noch 3 da,
die anderen wurden Opfer der Säbelzahntiger.
Die Sippe wird zu klein, weil die 3 Frauen nicht genügend Nachwuchs haben können,
ganz zu schweigen davon, dass sich die 20 Männer dann um die drei Frauen bekriegen werden,
was die Sippe noch kleiner macht.

Genetisch konnten unsere Vorfahren in der Steinzeit nur dann überleben,
wenn sie vor allem die Frauen schützten. Männer dürfen schon mal umkommen,
weniger Männer sind weniger schlimm, als weniger Frauen.
Krieger und Soldaten (abgesehen von Stämmen wie den Amazonen) sind in aller Regel männlich.

Wenn wir in Medien lesen, unter den Opfern sind auch zwei Frauen (nicht mal so selten),
dann trägt das diesen genetischem Erbe Rechnung.

Unser biologisches Erbe ist fest in uns drin, was nicht heißen soll, dass Rollenbilder sich nicht auch ändern können. Allerdings ist eben nicht alles einfach "sozial konstruiert".
Wenn Richter in Nachtrennungsfamilien fast immer die Kinder den Müttern geben,
und kein Wechsel- oder Nestmodell anstreben, trägt es diesem Erbe Rechnung.

Sorry für diesen langen Text,
aber in weniger Worte wäre das nicht zu fassen gewesen.
Und liebe Frauen im Forum, es ist nicht gegen Euch gemünzt!
Ich erhoffe mir von diesem Thread keine Schützenkämpfe zwischen Mann und Frau,
ich erhoffe mir, dass die Ungleichgewichtung bei Familiengerichten hinterfragt wird.

Ich bin noch nicht in der Situation gewesen, aber es wird ja immer wieder betont, dass Familiengerichte nicht die gerechte Lösung für die Eltern, sondern die beste Lösung für die Kinder. Wie Du schon richtig schreibst, sehen die Gerichte die bessere Lösung sehr häufig bei der Mutter. In einem Fernsehbericht hatte ich mal von einer Quote über 90% gehört, kann das aber nicht finden.

So auf die Schnelle habe ich dazu auch keine Daten gefunden. Vielleicht hat ja jemand mehr Glück. Wäre ja merkwürdig, wenn es dazu keine Statistik gäbe.

Weil's so gut passt ...


Was genau ist eigentlich die Fragestellung?
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Papaloooo » Fr 17. Apr 2020, 19:03

Skeptiker hat geschrieben:(17 Apr 2020, 17:45)
Ich bin noch nicht in der Situation gewesen, aber es wird ja immer wieder betont, dass Familiengerichte nicht die gerechte Lösung für die Eltern, sondern die beste Lösung für die Kinder. Wie Du schon richtig schreibst, sehen die Gerichte die bessere Lösung sehr häufig bei der Mutter. In einem Fernsehbericht hatte ich mal von einer Quote über 90% gehört, kann das aber nicht finden.

Hier herrscht eisern noch das Residenzmodell.
In Belgien, Frankreich, Norwegen, USA, Kanada oder Australien ist das Doppelresidenzmodell längst gesetzlich vorgeschrieben.
Und sicherlich, das hatte mir die Richter auch immer wieder gesagt, "es geht nicht um Ihre Rechte, sondern um das Wohl der Kinder."
Aber das Wohl der Kinder wurde in Wirklichkeit mit Füßen getreten.
Ich sah meine Kinder bis zu 9 Wochen nicht, wenn meine Ex mal wieder was durchsetzen wollte.
Und wie gesagt, meine junge Tochter war das absolute Papakind.
Meine Große fing dann an, sich als Junge zu bezeichnen, ist ja ihre Sache, aber vielleicht auch aus der Situation entstanden.
Ich habe mir dann angewöhnt, sie morgens auf dem Schulweg zu begleiten.
Anwaltsschreiben, ich solle das bitteschön unterlassen, habe ich ignoriert.
Bis es dann wieder vor Gericht ging und mir der Richter sagte, das sei richtig, außerhalb meiner Umgangszeit solle ich mich den Kindern fernhalten.
Ich bin nur nicht aufs Hirn gefallen, habe mich einfach bei der Polizei zum Schülerlotsen ausbilden lassen.
Fortan war es meine Aufgabe, meine Kinder auf dem Schulweg zu begleiten.

Nach zahlreichen Gerichtsterminen musste ich mir auch eingestehen,
dass mein Anwalt da keine Hilfe ist, welches Interesse sollte er schon haben, die Situation zu befrieden?
Solange der Konflikt schwelt, ja eskaliert, verdient er immer noch mehr an mir.

Also habe ich mich 3 Gerichtsprozesse selbst vertreten.
Und nach und nach habe ich dann alle Schikanen gegen mich zu Fall gebracht.
Es gab ungelogen (ich kann Dir per PM die Fotografie vom Gerichtsbeschluss zeigen) die Forderung, ich solle meine Tochter,
wenn sie bei mir ist, täglich unter die Dusche stellen. Wohlwissend dass sie das Duschen hasst, und sie soll Papa hassen, der sie immer duscht.
Und das Gericht hat das tatsächlich auch so durch gewunken. Hirnverbrannt!

Ich habe meine Tochter dann immer genommen und habe gesagt,
liebe ... du musst da mal schnell drunter stehen (von dem Einschalten der Dusche war zum Glück nichts im Gerichtsbeschluss gestanden).

Heute:
Von meiner Seite ist alles verziehen!
Ist das Ziel erreicht, so wird der Weg dorthin unbedeutend.
Und wenn ich im Haus meiner früheren Frau bin, dann helfe ich da auch immer gerne mit,
die haben leider keinen Handwerker im Haus.
Meinen Kindern soll es gut gehen, das ist mir das Wichtigste.
Die männlichen Richter (wir hatten 3) hatten das nie kapiert, nur eine Richterin die hatte Herz.
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Umetarek » Sa 18. Apr 2020, 16:49

Hmm, Väter die wollen und nicht dürfen (wegen der Ex) kenne ich eigentlich nur aus dem Forum. Der meinige durfte, aber wenn was ausgefallen ist, dann nicht wegen mir, ist ja auch viel einfacher ne zu sagen, wenn man nicht in der Verantwortung ist. Von Unterhalt für die Kinder keine Spur. Wen kenn ich noch: meine eine Freundin, Buchhändlerin, hat sich getrennt, die Tochter ist ab und an zum Vater, hatte irgendwann aber kein Bock mehr. Meine Freundin hat noch ewig die Krankenversicherung für ihren Ex mitberappt...
Die andere hat sich von ihrem Mann getrennt, weil er krank war und das nicht wahrhaben wollte. Narkolepsie, wollte den Führerschein nicht abgeben und ist gewalttätig geworden, weils einfach zu viel wurde. Der Sohn geht auch nur ans Telefon um seiner Mutter einen Gefallen zu tun, sie zahlt Unterhalt.
Dann mein Schätzelchen, ich meine, er hat Unterhalt gezahlt, hoffe ich jedenfalls, sie hatte sich getrennt, weil er fremdging. Habe nicht beobachtet, dass er sich in der Zeit wesentlich um seinen Sohn gekümmert hat. Jetzt sind sie wieder zusammen, aber er hält seine Finanzen geheim. Immerhin hat sie jetzt endlich wieder ein Auto und muß mit ihrer Prothese nicht mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Zu seiner Ehrenrettung muß ich sagen, dass er sich um ihren anderen Sohn jahrelang rühren gekümmert hat, mittlerweile ist das Verhältnis zwischen den zwein leider eher spannungsgeladen.

Puh, was fällt mir noch ein, der eine Nachbar hatte seine Tochter bei sich, aber hat seiner Frau nicht standgehalten, die hat sie erfolgreich vergrault. Mein einer Bruder hat seinen Sohn regelmäßig, zahlt aber wohl eher mäßig den Unterhalt, der andere ist noch nicht so lange getrennt, hat aber eh kein Geld, sieht seine Töchter aber auch regelmäßig (in Polen).

Mein Vater hat immer brav seinen Unterhalt bezahlt, wir haben ihn immer gesehen, wenn wir das wollten, aber er war als Vater eine ganze Zeit schwierig, so dass das in dieser Zeit selten war.

Natürlich gibt es auch andere Väter, aber es liegt nicht nur an den Frauen.
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Papaloooo » So 19. Apr 2020, 06:31

@ Umetarek,

Bei Nachtrannungsfamilien gilt:
ja, Väter die ihre Kinder haben könnten, aber nicht wollen sind ebenso verachtenswert,
wie Mütter, die die Kinder deren willigen Vätern bewusst entziehen, obgleich die Kinder zum Vater möchten.

Und bezüglich des Unterhaltes ist es auch nicht richitig gerecht.
Wenn die Kinder z.B. 30% ihrer Zeit weder bei Vater noch Mutter sind (Schule, Sportverein, Musikunterricht, Freunde etc.)
Dann nimmt man die anderen 70%.
Von diesen 70% sind sie zu 3/10 bei Vater, zu 7/10 bei Mutter.

Wir haben hier das Verhältnis 3/7 bei beiden Elternteilen.
Dementsprechend wird der Unterhalt, das Kindergeld, der Steuerfreiberag, der Rentenanspruch aufgeteilt.
Momentan gilt automatisch selbt bei dem Verhätnis 49/51 bekommet einer alles das andere nichts, aber zahlt für alles.
Das ist nicht richtig.

Und nebenbei, zusätzlich zum Unterhalt zahle ich meiner Tochter eine Artistinnenausbildung, komme also allem nach.
Dennoch muss hier dringenst justizial nachhjustiert werden.
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Umetarek » So 19. Apr 2020, 08:00

Natürlich muß man weniger Unterhalt zahlen, wenn man sich mehr kümmert. Das Nestmodel hat den elementaren Nachteil, dass eine Wohnung mehr notwendig ist und bezahlt werden will, für eine Exfamilie drei Wohnungen, das muß man erstmal stemmen.
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Papaloooo » So 19. Apr 2020, 08:32

Umetarek hat geschrieben:(19 Apr 2020, 08:00)

Natürlich muß man weniger Unterhalt zahlen, wenn man sich mehr kümmert. Das Nestmodel hat den elementaren Nachteil, dass eine Wohnung mehr notwendig ist und bezahlt werden will, für eine Exfamilie drei Wohnungen, das muß man erstmal stemmen.

Ja, aber es ist auch erwiesen, dass das Nestmodell für die Kinder in Trennungsfamilien einfach das beste Modell ist.
Und wenn man sich schon entscheidet, bei kleinen Kindern bereits das allerbeste, das elterliche und natürliche Familienmodell aufzugeben, womöglich aus einem Selbstverwirklichung-Wahn heraus, dann sollte man auch bereit sein, eigene Opfer zu bringen!
Zudem gibt es ja dann noch weitere Möglichkeiten, wie die Wohnung des möglichen neuen Partners, oder die elterliche Wohnung, wenn man das finanziell nicht stemmen kann.
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Umetarek » So 19. Apr 2020, 08:40

Papaloooo hat geschrieben:(19 Apr 2020, 08:32)

Ja, aber es ist auch erwiesen, dass das Nestmodell für die Kinder in Trennungsfamilien einfach das beste Modell ist.
Und wenn man sich schon entscheidet, bei kleinen Kindern bereits das allerbeste, das elterliche und natürliche Familienmodell aufzugeben, womöglich aus einem Selbstverwirklichung-Wahn heraus, dann sollte man auch bereit sein, eigene Opfer zu bringen!
Zudem gibt es ja dann noch weitere Möglichkeiten, wie die Wohnung des möglichen neuen Partners, oder die elterliche Wohnung, wenn man das finanziell nicht stemmen kann.

Naja, wenn man plötzlich so toll zusammenarbeiten kann fürs kindliche Wohl (ist ja prinzipiell löblich), dann fragt man sich aber, warum die Eltern nicht einfach zusammengeblieben sind.
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Papaloooo » So 19. Apr 2020, 08:59

Umetarek hat geschrieben:(19 Apr 2020, 08:40)

Naja, wenn man plötzlich so toll zusammenarbeiten kann fürs kindliche Wohl (ist ja prinzipiell löblich), dann fragt man sich aber, warum die Eltern nicht einfach zusammengeblieben sind.

Was glaubst du, wie oft ich mich das gefragt habe???
Die Kinder 4 und 2J, das Pflegekind seit 3 Tagen bei uns, ich hatte gekocht gehabt und auf die vier gewartet und gewartet und gewartet...
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon PeterK » So 19. Apr 2020, 10:32

Umetarek hat geschrieben:(18 Apr 2020, 16:49)
Hmm, Väter die wollen und nicht dürfen (wegen der Ex) kenne ich eigentlich nur aus dem Forum.

Geht mir ebenso. Das bedeutet jedoch nicht, dass es solche Fälle nicht gibt. Meistens gehören aber wohl zwei dazu, die Situation so zu vermurksen.
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Billie Holiday » So 19. Apr 2020, 10:37

PeterK hat geschrieben:(19 Apr 2020, 10:32)

Geht mir ebenso. Das bedeutet jedoch nicht, dass es solche Fälle nicht gibt. Meistens gehören aber wohl zwei dazu, die Situation so zu vermurksen.


Was hat denn der user Papaloo falsch gemacht und vermurkst?

Soweit ich das beim oberflächlich durchlesen mitbekommen habe, hat seine Frau sich als Lesbe entpuppt, die die Kinder ganz für sich und ihre Gespielin haben wollte und keine Mühen gescheut hat, ihm die Kinder zu entfremden. Asoziales, egoistisches Verhalten auf Kosten von Kindern, die zudem sehr an ihrem Vater hängen.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon PeterK » So 19. Apr 2020, 10:47

Billie Holiday hat geschrieben:(19 Apr 2020, 10:37)
Was hat denn der user Papaloo falsch gemacht und vermurkst?

Das weiß ich nicht. Vermutlich gar nichts. Das bezog sich ja auch nicht auf ihn.
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Umetarek » So 19. Apr 2020, 11:24

Ich sehe jetzt auch nicht unbedingt, dass ich was falsch gemacht habe, sonst wäre es verwunderlich, dass wir jetzt wieder zusammen sind. Schwierige Zeit, viel Arbeit/Studium und Torschlußpanik ist meine Diagnose...
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Skeptiker » So 19. Apr 2020, 11:31

Billie Holiday hat geschrieben:(19 Apr 2020, 10:37)
Was hat denn der user Papaloo falsch gemacht und vermurkst?

Soweit ich das beim oberflächlich durchlesen mitbekommen habe, hat seine Frau sich als Lesbe entpuppt, die die Kinder ganz für sich und ihre Gespielin haben wollte und keine Mühen gescheut hat, ihm die Kinder zu entfremden. Asoziales, egoistisches Verhalten auf Kosten von Kindern, die zudem sehr an ihrem Vater hängen.

Ich glaube es wird da sicherlich eine Menge Ungerechtigkeiten im System geben, aber ich bin damit glücklicherweise noch nicht in Kontakt gekommen.

Bei der Beurteilung des Falles von Papalooooo bin ich vorsichtig. Das ist offensichtlich ein Rosenkrieg. So wie geschildert, wäre er das Opfer. Aber wir kennen ja nur seine Version.
Zugegeben, wenn es wirklich so war, dass die Frau ohne Vorwarnung mit Kleinkindern und gerade übernommenem Pflegekind abhaut, dann fielen mir wenige Situationen ein, die das so rechtfertigen würden.
Ein Rosenkrieg ist aber ein Krieg, und ich nehme Aussagen einer Seite mit der gebotenen kritischen Distanz zur Kenntnis.
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon PeterK » So 19. Apr 2020, 12:33

Umetarek hat geschrieben:(19 Apr 2020, 11:24)
Ich sehe jetzt auch nicht unbedingt, dass ich was falsch gemacht habe, sonst wäre es verwunderlich, dass wir jetzt wieder zusammen sind. Schwierige Zeit, viel Arbeit/Studium und Torschlußpanik ist meine Diagnose...

Ich behaupte auch nicht, dass dem immer so sei, dass beide zu einer sehr schwierigen Situation beitragen.

Und mit "vermurkst" meine ich Situationen, in denen man um den Umgang mit den Kindern, um Unterhalt etc. streitet. Aber auch dort gibt es mit Sicherheit Fälle, in denen einer das A....loch und der andere das Opfer ist.

Und: Schön, dass Ihr wieder zusammen seid. :)
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Papaloooo » So 19. Apr 2020, 13:36

Skeptiker hat geschrieben:(19 Apr 2020, 11:31)

Ich glaube es wird da sicherlich eine Menge Ungerechtigkeiten im System geben, aber ich bin damit glücklicherweise noch nicht in Kontakt gekommen.

Bei der Beurteilung des Falles von Papalooooo bin ich vorsichtig. Das ist offensichtlich ein Rosenkrieg. So wie geschildert, wäre er das Opfer. Aber wir kennen ja nur seine Version.
Zugegeben, wenn es wirklich so war, dass die Frau ohne Vorwarnung mit Kleinkindern und gerade übernommenem Pflegekind abhaut, dann fielen mir wenige Situationen ein, die das so rechtfertigen würden.
Ein Rosenkrieg ist aber ein Krieg, und ich nehme Aussagen einer Seite mit der gebotenen kritischen Distanz zur Kenntnis.

Ja sicherlich sind es immer zwei Seiten.
Und meine Eigenart ist nun mal, dass bei mir die Warnlampen nicht zwingend aufleuchten,
wenn sie es bei anderen Menschen schon tun. Ich bin nun mal sehr verkopft und es ist eben so.

Was mich mal kürzlich sehr gerührt hatte war, als es zwischen ihr und ihrer Partnerin gekrieselt hatte.
Dann bin ich mit meinen Kindern zu ihrer Partnerin gefahren, denn die drei wollen sich sehen.
Und da hatte mir ihre Partnerin gesagt, dass meine frühere Frau ihr gesagt hatte, sie sei damals so ein A.. zu mir gewesen.
Das hat mich ziemlich gerührt, denn eine Selbstkritik von ihr ist außergewöhnlich.

Und übrigens, gestern habe ich meiner früheren Frau einen mindesens 45Min Telefonsupport für deren Computer gegeben.
Wie gesagt, es ist verziehen.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon PeterK » So 19. Apr 2020, 13:47

Papaloooo hat geschrieben:(19 Apr 2020, 13:36)
Wie gesagt, es ist verziehen.

Das ist doch gut so. Und die Kids haben drei (oder vier?) Eltern. Luxus pur. :thumbup:
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Papaloooo » So 19. Apr 2020, 13:58

PeterK hat geschrieben:(19 Apr 2020, 13:47)

Das ist doch gut so. Und die Kids haben drei (oder vier?) Eltern. Luxus pur. :thumbup:

Hier mit Tochter gemacht, sie war damals 7 Jahre und das hat uns beiden sehr viel Spass gemacht:

>>>Wenn Große nicht auf Kleine hören<<<

...aber unter anderem sollte es natürlich damals die Mama zum nachdenken bringen.
Das ist Kapitalismus:
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon watisdatdenn? » So 19. Apr 2020, 14:57

Papaloooo hat geschrieben:(19 Apr 2020, 13:58)

Hier mit Tochter gemacht, sie war damals 7 Jahre und das hat uns beiden sehr viel Spass gemacht:

>>>Wenn Große nicht auf Kleine hören<<<

...aber unter anderem sollte es natürlich damals die Mama zum nachdenken bringen.

Wow!
Meinen Kindern hat es gut gefallen (vor allem dass die Kleine Giraffe am Schluss der Chef wird).
Danke dafür!

(auch wenn der Anlass dafür natürlich nicht so toll war..)

Ich bin beeindruckt wie geduldig du anscheinend bist.
Ich würde da eventuell durchdrehen..
Zuletzt geändert von watisdatdenn? am So 19. Apr 2020, 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Familiengerichte: im Zweifel gegen den Vater

Beitragvon Skeptiker » So 19. Apr 2020, 15:08

Papaloooo hat geschrieben:(19 Apr 2020, 13:36)
Ja sicherlich sind es immer zwei Seiten.
Und meine Eigenart ist nun mal, dass bei mir die Warnlampen nicht zwingend aufleuchten,
wenn sie es bei anderen Menschen schon tun. Ich bin nun mal sehr verkopft und es ist eben so.

Was mich mal kürzlich sehr gerührt hatte war, als es zwischen ihr und ihrer Partnerin gekrieselt hatte.
Dann bin ich mit meinen Kindern zu ihrer Partnerin gefahren, denn die drei wollen sich sehen.
Und da hatte mir ihre Partnerin gesagt, dass meine frühere Frau ihr gesagt hatte, sie sei damals so ein A.. zu mir gewesen.
Das hat mich ziemlich gerührt, denn eine Selbstkritik von ihr ist außergewöhnlich.

Und übrigens, gestern habe ich meiner früheren Frau einen mindesens 45Min Telefonsupport für deren Computer gegeben.
Wie gesagt, es ist verziehen.

Ich kenne dich nicht persönlich und muss den Fall so beurteilen, wie du ihn schilderst.

In meinen Augen zeigt dein Fall das Dilemma des modernen Männerbildes. Du hälst dich an alles was gut und richtig ist, und scheinst ein optimal fürsorglicher Vater zu sein. Dann bist du natürlich aber auch das perfekte Opfer um als Erzeuger ausgenutzt zu werden. Alles das was sie gemacht hat war ja berechenbar und mit Ansage erfolgreich. Sie wusste ja, dass sie die Kinder gegen deine Interessen, die du vorbildlich hintenan stellst, ausspielen kann.

Weisst du, jede Ehe kann scheitern, und meist haben beide einen Teil der Schuld. Vielleicht wäre es aber möglich weniger tragische Fälle wie deinen zu haben. Das wäre am Ende auch für die Kinder besser.

Respekt vor deiner Güte deiner Frau gegenüber, ich fürchte in der gleichen Situation wäre ich da nachtragender. Eine Liebe kann scheitern, aber ausgenutzt zu werden, das könnte ich nicht einfach mal so verzeihen. Man mag sagen, dass das auf Kosten der Kinder ginge. Allerdings geht diese Masche deiner Frau ja auch und insbesondere auf Kosten der Kinder. Daher würde ich mir wünschen, dass solche Betrügereien gesellschaftlich stärker abgestraft würden. Da kann die Gesellschaft was für tun, da können die Partner, auch die Männer, auch selber was für tun, idealerweise aber vor Zustandekommen der Situation, nicht erst, wenn Pläne munter in die Tat umgesetzt werden.

Deine Frau hätte niemals den Eindruck haben dürfen, dass es eine sinnvolle Vorgehensweise ist sich einen - sorry - "nützlichen Idioten" suchen zu können um Kinderwunsch und Lesbenbeziehung auf dem Rücken des geschassten Erzeugers der Kinder umzusetzen. Sie sollte den Eindruck gehabt haben, dass sie damit nicht durchkommt - sowohl legal als auch gesellschaftlich und persönlich. Vielleicht würde das solchen Betrügereien schon im Vorfeld einen Riegel vorschieben und weniger Kinder zum Faustpfand werden lassen.

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