Abtreibungen mit Downsyndrom?

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Abtreibungen bei Kindern mit Downsyndrom?

Eher moralisch richtig (würde ich tun)
23
40%
Eher moralisch richtig (würde ich trotzdem nicht tun)
0
Keine Stimmen
Eher Unmoralisch (würde ich trotzdem tun)
8
14%
Eher Unmoralisch (würde ich nicht tun)
18
31%
Enthaltung
9
16%
 
Abstimmungen insgesamt: 58
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Umetarek
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Umetarek » Mo 13. Jan 2020, 21:24

lili hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:22)

Ich will die Kassenleistung verbieten. Natürlich kann es gesellschaftlich Druck ausüben. Man könnte der Mutter vorwerfen warum hast du dich nicht testen lassen und warum hast du nicht abgetrieben? Es kann sein, dass sie kaum Unterstützung erhält. Dadurch kann Druck entstehen.

Man kann einer Frau auch vorwerfen, dass sie abgetrieben hat, deswegen müssen aber doch nicht alle anderen auch abtreiben, das war ja meine Entscheidung.
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Teeernte
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Teeernte » Mo 13. Jan 2020, 21:25

lili hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:22)

Ich will die Kassenleistung verbieten. Natürlich kann es gesellschaftlich Druck ausüben. Man könnte der Mutter vorwerfen warum hast du dich nicht testen lassen und warum hast du nicht abgetrieben? Es kann sein, dass sie kaum Unterstützung erhält. Dadurch kann Druck entstehen.





Down-Syndrom Krankheitsdefinition https://www.orpha.net/consor/cgi-bin/OC ... Expert=870

...es geht eben NICHT um eine "Haarfarbe".....

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Möchtest Du die KRANKEN- Kassenleistungen zu T 21 STREICHEN LASSEN ?




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Dark Angel
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Dark Angel » Mo 13. Jan 2020, 21:26

lili hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:13)

Ich bin aber nicht die Einzige die diese Angst hat.

Wer denn noch?
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Tom Bombadil
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 13. Jan 2020, 21:26

lili hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:13)

Ich bin aber nicht die Einzige die diese Angst hat.

"German Angst" ist ja nichts Neues mehr.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Misterfritz » Mo 13. Jan 2020, 21:27

lili hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:22)

Ich will die Kassenleistung verbieten. Natürlich kann es gesellschaftlich Druck ausüben. Man könnte der Mutter vorwerfen warum hast du dich nicht testen lassen und warum hast du nicht abgetrieben? Es kann sein, dass sie kaum Unterstützung erhält. Dadurch kann Druck entstehen.
Aha, Du möchtest also, dass sich nur Reiche das leisten können und Ärmere nicht? Gerade die, die unter einer Situation mit einem behinderten Kind viel mehr leiden würden, sollen das nicht in Anspruch nehmen dürfen, weil sie es sich nicht leisten können?
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Dark Angel
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Dark Angel » Mo 13. Jan 2020, 21:27

lili hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:14)

Das jede kleine Einschränkung gefunden wird und dass sie gedrängt werden abzutreiben.

NIEMAN drängt irgendwen abzutreiben!
Höre doch endlich mit solchen Schwachsinnsbehauptungen auf!
Is ja nich zum Aushalten! :mad:
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon H2O » Mo 13. Jan 2020, 21:29

[MOD] Jetzt sind alle Dinge gesagt worden, und nahezu jeder hat alles gesagt. Jetzt ist der Strang geschlossen, und wenn nichts ganz Schlimmes kommt, dann bleibt das auch so. H2O
Auf Wunsch einiger Teilnehmer habe ich diesen Strang noch einmal geöffnet; aber dann ist's auch 'mal gut!
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Skeptiker
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Skeptiker » Mo 13. Jan 2020, 23:46

Bartleby hat geschrieben:(13 Jan 2020, 20:36)
Mal zwischendurch: Hier haben 53 User abgestimmt, 24 davon haben die Abtreibung als "eher unmoralisch" bezeichnet, wovon 17 sagen, sie würden es nicht tun.

Warum ist es deren Meinung nach unmoralisch?

Vielleicht können ein paar hier sich ja trotzdem mal mäßigen und etwas weniger selbstgerecht der anderen Meinung gegenüber auftreten. Denn es wäre ja spannend, die moralischen Grundsätze aller hier zu erfahren und zu diskutieren.

Ich glaube ich konnte nicht mehr abstimmen, aber ich hätte "Eher Unmoralisch (würde ich trotzdem tun)" gewählt.

im Eingangsbeitrag steht ja die Aussage von Dawkins zur Debatte. Die besagt, es wäre moralischer abzutreiben, als es nicht zu tun.

Dieser Aussage mag ich so nicht zustimmen, auch wenn ich als Betroffener mich sicher für die Abtreibung entscheiden würde - aber eben aus klaren Eigeninteressen.

Was mir in der Diskussion - zumindest der wiederbelebten Diskussion - etwas zu kurz kommt, ist die Frage woran es sich eigentlich festmacht, warum es ggf. "moralischer" wäre abzutreiben, als es nicht zu tun. Damit meine ich, dass Behinderte mit Downsyndrom ja nicht grundsätzlich leiden müssen, sondern es letztendlich ihre deutlich beschränkten Möglichkeiten und ein soziales Stigma sind, die das Leiden verursachen. Gäbe es ausschließlich Menschen mit Downsyndrom, dann würden diese kein Leid empfinden, auch wenn deren Leben natürlich vollkommen anders wäre, als das in unserer Gesellschaft von Nichtbehinderten ist. Kann man daher also wirklich von einem Leid sprechen zu dem dieses Leben verurteilt ist, wenn es doch in der Gesellschaft begründet liegt dieses Leid zu vermeiden? Es ist also nicht biologisch bedingt, sondern nur durch die Benachteiligung gegenüber Nichtbehinderten für diese Menschen wirksam.

Dass dieses auch ein Problem der Abgrenzung ist, kann man erkennen, wenn man auf die eher profane Ebene wechselt. Wäre nicht auch ein Mädchen mit einer üblen entstellenden Fehlbildung sozialem Stigma ausgesetzt, und so "besser nicht zur Welt gekommen"? Ist es irgendwann die früh erkennbare Hakennase? To be continued.

Ich habe daher Bauchschmerzen damit zu schreiben, es wäre moralischer das werdende Leben abzutreiben, weil ihm eben nicht von Natur als das Unglück zugeschrieben sein muss. Das Leid der Eltern ist sehr viel sicherer und ggf. gravierender. Deren Leben erlebt eine merkliche negative Veränderung, denn insbesondere schwere Fälle von Trisomie 21 sind extrem anstregend in der Pflege.

Ich stimme Dawkins, den ich sehr schätze, in dem Punkt also nicht zu.

Edit: Ging doch noch. Habe abgestimmt. :)
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon lili » Mo 13. Jan 2020, 23:54

Umetarek hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:24)

Man kann einer Frau auch vorwerfen, dass sie abgetrieben hat, deswegen müssen aber doch nicht alle anderen auch abtreiben, das war ja meine Entscheidung.


Ich denke nur, das die Tests dazu drängen könnten.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon lili » Mo 13. Jan 2020, 23:55

Teeernte hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:25)

Down-Syndrom Krankheitsdefinition https://www.orpha.net/consor/cgi-bin/OC ... Expert=870

...es geht eben NICHT um eine "Haarfarbe".....

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Auf einem Artikel habe ich aber gelesen, dass man durch diese Tests in Zukunft mehr erfahren kann.Das finde ich höchst bedenklich.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon lili » Mo 13. Jan 2020, 23:56

Dark Angel hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:26)

Wer denn noch?


Einige in der Politik. Einige linke bis konservative.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon lili » Mo 13. Jan 2020, 23:56

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:26)

"German Angst" ist ja nichts Neues mehr.


Ich finde die Angst berechtigt.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon lili » Mo 13. Jan 2020, 23:59

Misterfritz hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:27)

Aha, Du möchtest also, dass sich nur Reiche das leisten können und Ärmere nicht? Gerade die, die unter einer Situation mit einem behinderten Kind viel mehr leiden würden, sollen das nicht in Anspruch nehmen dürfen, weil sie es sich nicht leisten können?


Ich würde dass gerne für alle verbieten. Die aktuelle Bundestagsdebatte zielte aber auf die Kassenleistung ab. Bei schweren Krankheiten indem die Mutter in Gefahr steht ist es natürlich etwas anderes (damit meine ich die Tests) . Man muss damit dringend aufpassen.
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Fliege
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Fliege » Di 14. Jan 2020, 01:15

Bartleby hat geschrieben:(13 Jan 2020, 12:51)
Der Komplex Bioethik ist eine einzige Katastrophe, eine wilde Mischung wilder metaphysischer Spekulationen, ideologischer Kämpfe und unlogischer Gerichtsurteile (in diese Richtung habe ich auch die Frage des Users Fliege, der sich hier ein bisschenmehr einbringen könnte :cool: ) verstanden. PID, PND, Stammzellenforschung, Sterbehilfe, Personenbegriff - what a f...ing bloody mess.

Glücklicherweise habe ich deine Anregung gefunden. ;-)
Hier an dieser Stelle möchte ich nur andeuten, in welche ungefähre Richtung meine Überlegungen gehen.


Bei zunehmend problemloserer Verfügbarkeit von Diagnose- und Abtreibungstechniken sehe ich keinerlei Möglichkeit, Selektionseffekte hinsichtlich erwünschter/unerwünschter Eigenschaften ungeborener Kinder (nicht nur hinsichtlich des Down-Syndroms) zu vermeiden. Hinzu kommen gezielt genmanipulierte Kinder (Genschere).

Ich halte dafür, damit einhergehende Selektionseffekte (auch jenseits medizinischer Indikation) erstens zu konstatieren (keine Lebenslügen) und zweitens ethisch konstruktiv zu begleiten (im Sinne von Lebenskunst als dringlichem Desiderat der Philosophie).
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon naddy » Di 14. Jan 2020, 01:20

lili hat geschrieben:(13 Jan 2020, 20:52)

Ich könnte es nicht mit meiner Moral übers Herz bringen. Was hat dass jetzt mit den anderen Eltern zu tun?

lili hat geschrieben:(13 Jan 2020, 23:59)
Ich würde dass gerne für alle verbieten.

Innerhalb von 3 Stunden umgedacht?
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Misterfritz » Di 14. Jan 2020, 06:11

lili hat geschrieben:(13 Jan 2020, 23:59)

Ich würde dass gerne für alle verbieten. Die aktuelle Bundestagsdebatte zielte aber auf die Kassenleistung ab. Bei schweren Krankheiten indem die Mutter in Gefahr steht ist es natürlich etwas anderes (damit meine ich die Tests) . Man muss damit dringend aufpassen.
Und wie soll man diese schweren Krankheiten feststellen, wenn diese Tests verboten sind?
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Billie Holiday » Di 14. Jan 2020, 07:18

Misterfritz hat geschrieben:(14 Jan 2020, 06:11)

Und wie soll man diese schweren Krankheiten feststellen, wenn diese Tests verboten sind?


Sie sollen ja nicht festgestellt, sondern als liebenswerte, kleine Einschränkung freudig angenommen werden. :dead:
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Bartleby » Di 14. Jan 2020, 08:42

Dark Angel hat geschrieben:(13 Jan 2020, 21:23)

"Die Gesellschaft" geht die Entscheidung der einzelnen Eltern absolut nichts an!


Mit dieser Aussage sind Sie dann absolut prädestiniert, die Frage zu beantworten, warum die Entscheidung zur Einleitung der Geburt eines lebensfähigen Fötus und Töten durch vorherige Injektion von Kaliumchlorid zu dieser absoluten Freiheit gehört, diese jedoch endet, wenn das Töten unmittelbar nach der Geburt im Falle der gleichen Behinderung oder einer anderen, schwereren zuvor nicht diagnostizierten verlangt würde.

Selbst Ihre Aussage über die Freiheit der Eltern "Das ist so!" die Sie hier wiederholt in den Raum geschmettert haben dürfte hinterfragt werden, gerade bei Ihnen, die andere gerne mit dem Sein-Sollen-Fehlschluss traktiert. ;) Diese Freiheit kann moralisch hinterfragt werden. Ich persönlich tue es nicht, aber die entsprechende Ethik, die dieser Freiheit zugrunde liegt, ist kein Naturgesetz.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon Alana4 » Di 14. Jan 2020, 09:02

lili hat geschrieben:(13 Jan 2020, 23:59)

Ich würde dass gerne für alle verbieten. Die aktuelle Bundestagsdebatte zielte aber auf die Kassenleistung ab. Bei schweren Krankheiten indem die Mutter in Gefahr steht ist es natürlich etwas anderes (damit meine ich die Tests) . Man muss damit dringend aufpassen.


Du willst nur diesen Test oder alle anderen auch verbieten?

Damit fällt dann auch weg, dass Probleme erkannt werden, die in utero behandelbar sind. Es werden also schwer und schwerst kranke oder sogar todgeweihte Kinder geboren, die bei erfolgter Früherkennung geheilt hätten werden können.
Dann braucht es auch keinen Ultraschall mehr.
Also zurück in die Vergangenheit: Frauen haben es zu nehmen wie es kommt.
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Re: Abtreibungen mit Downsyndrom?

Beitragvon JJazzGold » Di 14. Jan 2020, 10:49

Bartleby hat geschrieben:(14 Jan 2020, 08:42)

Mit dieser Aussage sind Sie dann absolut prädestiniert, die Frage zu beantworten, warum die Entscheidung zur Einleitung der Geburt eines lebensfähigen Fötus und Töten durch vorherige Injektion von Kaliumchlorid zu dieser absoluten Freiheit gehört, diese jedoch endet, wenn das Töten unmittelbar nach der Geburt im Falle der gleichen Behinderung oder einer anderen, schwereren zuvor nicht diagnostizierten verlangt würde.

Selbst Ihre Aussage über die Freiheit der Eltern "Das ist so!" die Sie hier wiederholt in den Raum geschmettert haben dürfte hinterfragt werden, gerade bei Ihnen, die andere gerne mit dem Sein-Sollen-Fehlschluss traktiert. ;) Diese Freiheit kann moralisch hinterfragt werden. Ich persönlich tue es nicht, aber die entsprechende Ethik, die dieser Freiheit zugrunde liegt, ist kein Naturgesetz.


Das Naturgesetz kennt keine Ethik. ;)
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt

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