Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon unity in diversity » Mo 14. Okt 2019, 10:07

Alpha Centauri hat geschrieben:(14 Oct 2019, 09:38)

Ich glaub dass mit dem Unrecht sieht Peking komplett anders was Hong Kong betrifft.

Peking ist in Ostasien und Südostasien ziemlich isoliert. Wenn die so weiter machen wollen...?
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yogi61
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon yogi61 » Mo 14. Okt 2019, 11:49

unity in diversity hat geschrieben:(14 Oct 2019, 10:07)

Peking ist in Ostasien und Südostasien ziemlich isoliert. Wenn die so weiter machen wollen...?


Es ist gar nicht mehr möglich China zu isolieren.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon unity in diversity » Di 15. Okt 2019, 01:31

yogi61 hat geschrieben:(14 Oct 2019, 11:49)

Es ist gar nicht mehr möglich China zu isolieren.

Die aggressive Expansionspolitik im südchinesischen Meer, wird von den Anrainern mit Argwohn betrachtet. Gleichwohl wird das Huawei-Risiko ab sofort in Deutschland beim 5G-Ausbau ignoriert.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon Alpha Centauri » Di 15. Okt 2019, 11:02

unity in diversity hat geschrieben:(14 Oct 2019, 10:07)

Peking ist in Ostasien und Südostasien ziemlich isoliert. Wenn die so weiter machen wollen...?


Ziemlich isoliert? Die meisten Nachbarn sind doch heute schon von chinesischen Geld abhängig, genau dazu dienen ja solche Projekte wie Chinas " neue Seidenstraße" wirtschaftliche Abhängigkeit um sich Einfluss auf die Politik der jeweiligen Länder zu erkaufen, Hong Kong ist da nochmal ein Sonderfall für sich.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 16. Okt 2019, 09:44

Carrie Lam muss ihre Regierungserklärung im Parlament abbrechen - wegen Tumulten. Das ist seit 1972 noch nicht vorgekommen.
Das pro-demokratische Lager fordert lautstark ihren Rücktritt.

https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 35535.html
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 16. Okt 2019, 10:57

Der US-Kongress will Hongkonger unterstützen. Unter anderem soll kein Tränengas mehr geliefert werden und Politiker sollen mit Sanktionen rechnen müssen, wenn sie die Autonomie untergraben oder Bürgerrechte verletzen. Peking protestiert, die Demokratie-Bewegung begrüßte indes diesen Vorstoß.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 91774.html
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon Alpha Centauri » So 20. Okt 2019, 12:12

DarkLightbringer hat geschrieben:(16 Oct 2019, 09:44)

Carrie Lam muss ihre Regierungserklärung im Parlament abbrechen - wegen Tumulten. Das ist seit 1972 noch nicht vorgekommen.
Das pro-demokratische Lager fordert lautstark ihren Rücktritt.

https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 35535.html


Die Hongkonger Regierung ist doch nur eine von Pekings Gnaden und völlig von Xi und Peking abhängig.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » So 20. Okt 2019, 12:44

Alpha Centauri hat geschrieben:(20 Oct 2019, 12:12)

Die Hongkonger Regierung ist doch nur eine von Pekings Gnaden und völlig von Xi und Peking abhängig.

Ja, eben. Die Absetzung der Statthalterin wäre ein großer Erfolg für die Demokratie-Bewegung und ein wichtiges Symbol der Selbstbehauptung gegenüber der Machtzentrale in Peking.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon unity in diversity » Mo 4. Nov 2019, 04:21

Joshua Wong mahnt Stellungnahme von Angela Merkel gegen Polizeigewalt an:
https://m.bild.de/politik/ausland/polit ... obile.html
Daraus wird wohl nichts, weil Merkel die Beziehungen zu Peking wichtiger sind.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon unity in diversity » Do 7. Nov 2019, 05:38

Wenn Merkel jemandem ihr uneingeschränktes Vertrauen ausspricht, ist das nach jeder Erfahrung kein gutes Zeichen.
Peking hat allem Anschein nach dieses "liebenswerte" Verfahren übernommen:
https://www.dw.com/de/willy-lam-peking- ... a-51134744
Das erfordert Modifizierungen des Widerstandes, weil die Zeiten härter werden.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon NB3 » So 17. Nov 2019, 07:58

DarkLightbringer hat geschrieben:(16 Oct 2019, 10:57)

Der US-Kongress will Hongkonger unterstützen. Unter anderem soll kein Tränengas mehr geliefert werden und Politiker sollen mit Sanktionen rechnen müssen, wenn sie die Autonomie untergraben oder Bürgerrechte verletzen. Peking protestiert, die Demokratie-Bewegung begrüßte indes diesen Vorstoß.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 91774.html


Purer Neokolonialismus. Wie rechts muss man sein, um so etwas zu begrüßen? Man stelle sich vor, Russland würde Sanktionen gegen deutsche Politiker verhängen, um die "Autonomie" und die "Bürgerrechte" der deutschen Reichsbürgerbewegung zu stärken.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon yogi61 » So 17. Nov 2019, 12:56

unity in diversity hat geschrieben:(04 Nov 2019, 04:21)

Joshua Wong mahnt Stellungnahme von Angela Merkel gegen Polizeigewalt an:
https://m.bild.de/politik/ausland/polit ... obile.html
Daraus wird wohl nichts, weil Merkel die Beziehungen zu Peking wichtiger sind.


Frau Merkel ist Kanzlerin und hat in erster Linie die Interessen des deutschen Volkes zu vertreten. Der Großteil der Bundesbürger interessiert sich aber weder für Herrn Wong noch für irgendwelche Bewegungen in Honkong, weil auch einem grossen Teil der hiesigen Bevölkerung die Beziehungen zu China wichtiger sind.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon Juan » So 17. Nov 2019, 19:46

Also wenn die Hongkonger sich auf Dauer nicht selbst Schaden zufügen wollen, sollten sie es langsam gut sein lassen.
Die durch Demonstrationen angerichteten Verwüstungen stossen in der Geschäftswelt von Hongkong zunehmend auf Ablehnung, nicht nur bei den Banken. Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis China in Hongkong handfest eingreift... Verdeckt geschieht dies sicher schon jetzt.

Gestern wurde die Polizei von Demonstranten mit Brandkörpern beworfen und mit Pfeil und Bogen beschossen. Compoundbögen oder Armbrüste haben eine hohe Durchlagskraft und könnten ohne weiteres -je nach Schutzklasse- auch eine weichballistische Weste durchdringen. :-(
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » So 17. Nov 2019, 20:01

NB3 hat geschrieben:(17 Nov 2019, 07:58)

Purer Neokolonialismus. Wie rechts muss man sein, um so etwas zu begrüßen? Man stelle sich vor, Russland würde Sanktionen gegen deutsche Politiker verhängen, um die "Autonomie" und die "Bürgerrechte" der deutschen Reichsbürgerbewegung zu stärken.

Die Hongkonger Demokratiebewegung ist für jede Unterstützung dankbar.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » So 17. Nov 2019, 20:04

Juan hat geschrieben:(17 Nov 2019, 19:46)

Also wenn die Hongkonger sich auf Dauer nicht selbst Schaden zufügen wollen, sollten sie es langsam gut sein lassen.
Die durch Demonstrationen angerichteten Verwüstungen stossen in der Geschäftswelt von Hongkong zunehmend auf Ablehnung, nicht nur bei den Banken. Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis China in Hongkong handfest eingreift... Verdeckt geschieht dies sicher schon jetzt.

Gestern wurde die Polizei von Demonstranten mit Brandkörpern beworfen und mit Pfeil und Bogen beschossen. Compoundbögen oder Armbrüste haben eine hohe Durchlagskraft und könnten ohne weiteres -je nach Schutzklasse- auch eine weichballistische Weste durchdringen. :-(

Wenn China einmarschiert gefährdet das den Finanzplatz und die Währung gerät unter Abwertungsdruck.

Die Schüsse auf Studenten waren ein fataler Fehler. Wer auf Tote setzt, setzt auf Eskalation.

Carrie Lam sollte zurücktreten.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon Adam Smith » So 17. Nov 2019, 20:18

NB3 hat geschrieben:(17 Nov 2019, 07:58)

Purer Neokolonialismus. Wie rechts muss man sein, um so etwas zu begrüßen? Man stelle sich vor, Russland würde Sanktionen gegen deutsche Politiker verhängen, um die "Autonomie" und die "Bürgerrechte" der deutschen Reichsbürgerbewegung zu stärken.


China ist in Bezug auf Hongkong im Unrecht.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon Audi » So 17. Nov 2019, 20:36

China hat das Gesetz zurückgezogen und ist den Demonstranten entgegen gekommen. Bewaffnet gegen die Polizei vorzugehen ist dämlich und kann extrem eskalieren.
Ich befürchte die Demonstranten machen sich damit alles kaputt. Viele Einwohner sind einfach nur genervt und wollen Arbeiten, einkaufen usw
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon Juan » So 17. Nov 2019, 21:50

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Nov 2019, 20:04)

Wenn China einmarschiert gefährdet das den Finanzplatz und die Währung gerät unter Abwertungsdruck.

Die Schüsse auf Studenten waren ein fataler Fehler. Wer auf Tote setzt, setzt auf Eskalation.

Carrie Lam sollte zurücktreten.

Ja, der Finanzplatz ist jetzt schon gefährdet und somit auch Arbeitsplätze. China wird das mMn nicht länger zulassen. Die Demonstranten sollten kürzer treten, ansonsten könnten wir bald erleben, wer der Gorilla und wer die Banane ist.

Der Gesetzeshüter wurde angegriffen und musste in Notwehr handeln.

C Ls Rücktritt würde die Sache nicht verbessern, das umstrittene Gesetzt, wie von Audi erwähnt, wurde ja zurückgenommen und was jetzt abläuft, ist eine kopflose und aus dem Ufer geratene Zwängerei die nichts mehr mit Demokratie zu tun hat.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 18. Nov 2019, 00:06

Juan hat geschrieben:(17 Nov 2019, 21:50)

Ja, der Finanzplatz ist jetzt schon gefährdet und somit auch Arbeitsplätze. China wird das mMn nicht länger zulassen. Die Demonstranten sollten kürzer treten, ansonsten könnten wir bald erleben, wer der Gorilla und wer die Banane ist.

Der Gesetzeshüter wurde angegriffen und musste in Notwehr handeln.

C Ls Rücktritt würde die Sache nicht verbessern, das umstrittene Gesetzt, wie von Audi erwähnt, wurde ja zurückgenommen und was jetzt abläuft, ist eine kopflose und aus dem Ufer geratene Zwängerei die nichts mehr mit Demokratie zu tun hat.

Ein chinesischer Einmarsch in Hongkong würde den Yuan unter Druck setzen, d. h., ganz China könnte ein Problem bekommen. Das Zaudern dürfte genau damit zu tun haben.

Der Rücktritt von Carrie Lam ist eine der Hauptforderungen. Außerdem soll unabhängig untersucht werden, ob kriminelle Polizisten am Werk waren.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon unity in diversity » Mo 18. Nov 2019, 00:11

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Nov 2019, 20:04)

Wenn China einmarschiert gefährdet das den Finanzplatz und die Währung gerät unter Abwertungsdruck.

Die Schüsse auf Studenten waren ein fataler Fehler. Wer auf Tote setzt, setzt auf Eskalation.

Carrie Lam sollte zurücktreten.

Die Welt scheint Hongkong als Wirtschafts- und Finanzplatz abgeschrieben zu haben. Man richtet sich in der Nachbarstadt Shenzhen ein, weil dort "Ruhe" herrscht. Soviel zum Thema Opportunismus. Dazu paßt das hier:
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 4-amp.html
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Aus den USA.

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