Bauen schadet Klima

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Tom Bombadil
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Tom Bombadil » Do 19. Sep 2019, 13:12

JJazzGold hat geschrieben:(19 Sep 2019, 13:05)

Der kauft sich im Ballungsgebieten ein Penthaus, oder im Speckgürtel eine hübsche Villa.

Das ist aber ungerecht und nicht gleich! Alle sollen gleich wohnen und zwar auf möglichst kleiner Fläche, um den Ressourcenverbrauch gering zu halten und auch um das Klima zu retten.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon JJazzGold » Do 19. Sep 2019, 13:42

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Sep 2019, 13:12)

Das ist aber ungerecht und nicht gleich! Alle sollen gleich wohnen und zwar auf möglichst kleiner Fläche, um den Ressourcenverbrauch gering zu halten und auch um das Klima zu retten.


Ich schlage vor, dass die Klimajünger mit gutem Beispiel voraus gehen und Wabenhäuser aus erworbenem Altbestand basteln und beziehen. Wie lautet es so richtig, “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ - selbst.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 13:47

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Sep 2019, 13:03)

Da frage ich mich jetzt aber, warum du dich erst so dagegen verwehrt hast?


An der TU Berlin gab es vor fast 50 Jahren eine Ausstellung zu solchen Platten. Da gibt es sehr bemerkenswerte Unterschiede. Warum also das schäbigste Modell wählen, wenn das bessere noch "bezahlbar" ist?


Der Staat hat es doch!

Ja, denn bitte Freibier für alle!


Wäre das denn gerecht und gleich, wenn du die 200" 8K OLED-Glotze für 20.000 € an der Wand hängen hast und der Arbeitslose nebenan in die flimmernde 20" Röhre gucken muss?

Nun ja, die Inhalte zählen; und da hat das arme Schwein von Fabrikbesitzer sich den selben Müll zu besehen wie sein Mann aus der Hofkolonne. Ich habe deshalb vor nunmehr 27 Jahren meinen Fernseher ausgemustert. Gibt es denn noch flimmernde Röhrenfernseher... ich meine außerhalb von Museen?


Ja, was schwebt dir denn in der Richtung so vor, was wäre gleich und gerecht? 3l Lupos für alle?

Geht doch gar nicht! Der war seinerzeit abartig teuer... 30.000 DM mit einigem Zubehör! Ich mache das auch eher am Leergewicht fest und an der Umweltverträglichkeit. Jeder soll sich zulegen, was er in den Grenzen möchte und sich leisten kann. Aber eine technische Meisterleistung wie der LUPO 3L wäre auf dem Stand 2019 schon eine tolle Sache. Wir haben ja keinen Mangel an Fahrzeugen, sondern einen Mangel an Verkehrswegen, zu Zeiten, wenn man sie braucht.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 13:50

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Sep 2019, 13:12)

Das ist aber ungerecht und nicht gleich! Alle sollen gleich wohnen und zwar auf möglichst kleiner Fläche, um den Ressourcenverbrauch gering zu halten und auch um das Klima zu retten.


Da pflichte ich Ihnen bei; der ökologische Fußabdruck sollte schon für alle Menschen gleich sein, denn wir haben nur diese eine Erde. Naturvernichtung nach Einkommen ist in unserem Grundgesetz nicht vorgesehen.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 13:54

JJazzGold hat geschrieben:(19 Sep 2019, 13:42)

Ich schlage vor, dass die Klimajünger mit gutem Beispiel voraus gehen und Wabenhäuser aus erworbenem Altbestand basteln und beziehen. Wie lautet es so richtig, “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ - selbst.


Was werden Sie tun, wenn diese "Jünger" das tatsächlich geleistet haben? Ich habe schon einmal gebastelt: Mir nach! :p
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Tom Bombadil » Do 19. Sep 2019, 14:01

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 13:47)

Warum also das schäbigste Modell wählen, wenn das bessere noch "bezahlbar" ist?

Es gibg nicht um das schäbigste Modell, sondern ums Prinzip Hochhaussiedlung.

Ja, denn bitte Freibier für alle!

Oder doch nicht? Wer baut denn eigentlich diese Siedlungen mit gleichen Wohnungen für alle?

Nun ja, die Inhalte zählen...

Du willst dich also zum Kern der Sache nicht äußern?

Jeder soll sich zulegen, was er in den Grenzen möchte und sich leisten kann.

Wo liegen diese Grenzen und wer setzt sie fest?
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Tom Bombadil » Do 19. Sep 2019, 14:05

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 13:50)

Da pflichte ich Ihnen bei; der ökologische Fußabdruck sollte schon für alle Menschen gleich sein, denn wir haben nur diese eine Erde.

Das bedeutet dann aber, dass wir hier in Europa ganz massiv verzichten müssen. Sind deine Kinder und Enkel dazu bereit?
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 14:17

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Sep 2019, 14:01)

Es gibg nicht um das schäbigste Modell, sondern ums Prinzip Hochhaussiedlung.


Ach sooo; nein, gefiele mir nicht. Aber die Besiedlungsform die ich meinte, bestand aus Häusern, etwa 200 m lang und 4 Stockwerken.und dann so gedreht, daß Sonne in die Fenster fallen kann und in einem Abstand voneinander, daß Kinder dort ungefährdet spielen können. Das sind wahrlich keine Kasernen.

Oder doch nicht? Wer baut denn eigentlich diese Siedlungen mit gleichen Wohnungen für alle?
Vielleicht Bauherren die erworbenes Vermögen anlegen möchten, vielleicht Kapitalgesellschaften, die damit Geld verdienen wollen. Gleiche Wohnungen für alle.... das wäre wohl etwas kurz gesprungen! Aber Wohnungen, die man bei Bedarf teilen kann oder zusammenfügen kann, je nach Kopfzahl der Wohngemeinschaft oder der Familien.


Du willst dich also zum Kern der Sache nicht äußern?

Nein; ich erwarte auch von Ihnen einen Beitrag zum Thema; nicht nur "taugt nix, is nix"
Wo liegen diese Grenzen und wer setzt sie fest?

Ich vermute, daß 40 m² für den ersten Bewohner und 20 m² für jeden weiteren Bewohner plus zusätzlichem Sanitärbereich je 4 Bewohner zumutbar sind. Aber so etwas will öffentlich abgeglichen werden... von wegen "Bezahlbarkeit".
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Tom Bombadil » Do 19. Sep 2019, 14:31

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 14:17)

Aber die Besiedlungsform die ich meinte, bestand aus Häusern, etwa 200 m lang und 4 Stockwerken.und dann so gedreht, daß Sonne in die Fenster fallen kann und in einem Abstand voneinander, daß Kinder dort ungefährdet spielen können.

Damit hast du aber einen hohen Flächenverbrauch und das angesichts äußerst knappen Baugrundes.

Vielleicht Bauherren die erworbenes Vermögen anlegen möchten, vielleicht Kapitalgesellschaften, die damit Geld verdienen wollen.

Es ist die Frage, ob man damit Geld verdienen kann.

Aber Wohnungen, die man bei Bedarf teilen kann oder zusammenfügen kann, je nach Kopfzahl der Wohngemeinschaft oder der Familien.

Für sowas müssten wohl unglaublich viele Gesetze und Vorschriften geändert werden und da man ja weiß, wie "schnell" so etwas in Deutschland geht, wird das wohl für die nächsten 50 Jahre eine Utopie bleiben.

Nein; ich erwarte auch von Ihnen einen Beitrag zum Thema; nicht nur "taugt nix, is nix"

Ich hatte dich nach den Grenzen von "gleich" und "gerecht" gefragt.

Ich vermute, daß 40 m² für den ersten Bewohner und 20 m² für jeden weiteren Bewohner plus zusätzlichem Sanitärbereich je 4 Bewohner zumutbar sind.

Also das wäre dann die Obergrenze, die man natürlich jederzeit unterschreiten darf. Sehr großzügig :D
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon H2O » Do 19. Sep 2019, 14:50

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Sep 2019, 14:31)

Damit hast du aber einen hohen Flächenverbrauch und das angesichts äußerst knappen Baugrundes.

Müßte man nachrechnen; natürlich geht es dichter. Für mich an der Menschenwürde vorbei... meine Berliner Erfahrungen aus den 60er Jahren.

Es ist die Frage, ob man damit Geld verdienen kann.

Das gelingt den städtischen Wohnungsbaugesellschaften doch auch; nur verdienen die nicht so klotzig wie Kapialgesellschaften das gern hätten.


Für sowas müssten wohl unglaublich viele Gesetze und Vorschriften geändert werden und da man ja weiß, wie "schnell" so etwas in Deutschland geht, wird das wohl für die nächsten 50 Jahre eine Utopie bleiben.

Dann ist das eben so; bei der Energiewende sehen wir ja, wie mühselig so etwas in einem freiheitlich demokratischen Gemeinwesen zu bewerkstelligen ist. Aber darauf verzichten können "wir" wohl kaum... und wenn der Kittel brennt, dann geht manches auch ganz schnell.


Ich hatte dich nach den Grenzen von "gleich" und "gerecht" gefragt.

Gleich hatte hier die Bedeutung, daß lebenswichtige, aber sehr knappe Güter allen Menschen in gleicher Menge zugeteilt werden. Ich glaube, das versteht jedes Kind im Kindergarten... und findet das dann auch gerecht, daß jedes Kind einen Keks abbekommt, wenn mehr nicht verfügbar ist.


Also das wäre dann die Obergrenze, die man natürlich jederzeit unterschreiten darf. Sehr großzügig :D
Jeder so wie er kann innerhalb der gesetzten Grenzen. Ist dieses Konzept so überraschend neu?
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Papaloooo » Do 19. Sep 2019, 15:37

Auf Neubauten sollten die Dächer möglichst entweder mit Solarkraft ausgestattet sein, oder Flachdächer, die begrünt sind.

Auch an Hauswänden oder Carports kann man viele Pflanzen empor wachsen lassen.

Keine Steingärten. Und es gibt Knochensteine für Wege, die Löcher haben für Pflanzenwachstum.

So könnten Gebäude ökologischer werden.
Das ist Kapitalismus:
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon JJazzGold » Do 19. Sep 2019, 16:25

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 13:54)

Was werden Sie tun, wenn diese "Jünger" das tatsächlich geleistet haben? Ich habe schon einmal gebastelt: Mir nach! :p



Das wird zu meiner Lebenszeit nicht geschehen. Dazu das individuelle Wohlfühlverlangen zu ausgeprägt und findet ausreichend Platz. Was Sie an sich selbst beobachten können. Sie haben sich nicht, wie es Ihre Überlegungen eigentlich vorgeben müssten, platz- und ressourcenschonend zusammen mit ihren Kindern ein Haus geteilt, sondern ein zweites gebaut.

Insofern gehe ich davon aus, dass sich nicht ausreichend grüne Jünger finden werden, die ihren Worten Taten folgen lassen.
Es wird immer wieder vereinzelt Zellen geben, die sich im Mehrgenerationenhaus einfinden, die als Kommune No x Leben, die einen Wabenbau etablieren und sich darin wohl fühlen. Aber daraus wird ohne staatlichem Zwang kein Trend werden. Von einem solchen Scenario bin ich und sind sie so weit entfernt, wie von Alpha Centauri und bevor es jemals weltumspannend soweit kommen sollte, sind die ersten Siedler längst auf der Suche nach Umsetzung ihres individuellen Raumbedürfnisses ins All entflohen.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon streicher » Do 19. Sep 2019, 17:31

Papaloooo hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:37)

Auf Neubauten sollten die Dächer möglichst entweder mit Solarkraft ausgestattet sein, oder Flachdächer, die begrünt sind.

Auch an Hauswänden oder Carports kann man viele Pflanzen empor wachsen lassen.

Keine Steingärten. Und es gibt Knochensteine für Wege, die Löcher haben für Pflanzenwachstum.

So könnten Gebäude ökologischer werden.
Begrünung von Dächern scheint echt in Mode zu kommen. Es gibt erste Gesetzesinitiativen, die Steingärten verbieten wollen, aus ökologischen und praktischen Gründen. Senkrechtgärten sieht man noch ziemlich selten. Aber ich finde: insgesamt werden die Gärten vor vielen Häusern bunter.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Tom Bombadil » Do 19. Sep 2019, 17:41

H2O hat geschrieben:(19 Sep 2019, 14:50)

Für mich an der Menschenwürde vorbei...

Gehört die freie Entfaltung der Persönlichkeit denn nicht auch zu den Menschenrechten?

Das gelingt den städtischen Wohnungsbaugesellschaften doch auch;

Die bräuchten maximal eine schwarze Null.

Aber darauf verzichten können "wir" wohl kaum... und wenn der Kittel brennt, dann geht manches auch ganz schnell.

Wenn der Sozialismus eingeführt wird, dann brennt nicht nur der Kittel.

Gleich hatte hier die Bedeutung, daß lebenswichtige, aber sehr knappe Güter allen Menschen in gleicher Menge zugeteilt werden. Ich glaube, das versteht jedes Kind im Kindergarten... und findet das dann auch gerecht, daß jedes Kind einen Keks abbekommt, wenn mehr nicht verfügbar ist.

Dein Kindergartenbeispiel ist ja sehr niedlich, nur nicht in die rauhe Wirklichkeit übertragbar. Oder glaubst du, das Kind, dem die Mami 10 Dinkelhirseplätzchen zum Kindergarten mitgegeben hat, findet es gerecht, wenn die Kindergärtnerinnen die Plätzchen einsacken und sie an die anderen Kinder verteilen? Ehe du irgendwas verteilen kannst, musst du es jemand wegnehmen, damit bewegst du dich gerade ganz weit außerhalb unserer FDGO.

Jeder so wie er kann innerhalb der gesetzten Grenzen. Ist dieses Konzept so überraschend neu?

Nein, der Sozialismus ist nicht überraschend neu, ich wundere mich nur, dass er in dir einen Anhänger gefunden hat.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 19. Sep 2019, 19:07

Alana4 hat geschrieben:(19 Sep 2019, 10:41)

Nein. Nicht der "Leistungsfähige" kann sich mehr leisten. Lediglich der kann sich mehr leisten, der -aus welchen Gründen auch immer- mehr Finanzmittel zur Verfügung hat. .


Und deswegen ist er auch leistungsfähiger als jemand der weniger Finanzmittel zur Verfügung hat. Damit ist natürlich nicht körperliche Leistungsfähigkeit gemeint, sondern ökonomische. Das ergibt sich aus dem Kontext. Also fähig sein sich etwas zu leisten. Und wer sich mehr leisten kann als jemand anderer ist in diesem Sinne leistungsfähiger. Im Kontext ganz normaler Sprachgebrauch. So normal, dass das "Leistungsfähigkeitsprinzip" sogar als Grundprinzip der Einkommensteuergestaltung gilt.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon imp » Do 19. Sep 2019, 19:18

streicher hat geschrieben:(19 Sep 2019, 17:31)

Begrünung von Dächern scheint echt in Mode zu kommen. Es gibt erste Gesetzesinitiativen, die Steingärten verbieten wollen, aus ökologischen und praktischen Gründen. Senkrechtgärten sieht man noch ziemlich selten. Aber ich finde: insgesamt werden die Gärten vor vielen Häusern bunter.

Das ist derzeit ein Trend, um Lueckenschluesse schoen zu luegen.


Ich bin zB ganz angetan von Rasengleisen bei der Tram. Haben aber nur wenige Staedte in groeszerem Umfang. Ich mag auch Alleen.

Steingaerten verbieten finde ich fast so geistlos wie Steingaerten haben.

Bei uns hat man jetzt in groeszerem Stil Brachflaechen mit Wildblumen und diversen Graesern besaet. Da war natuerlich ordentlich was fuers Auge bei und fuer die Bienen, Kaefer, mithin fuer die Voegel. Die Kommune maeht da auch nur vor dem Wintereinbruch. Wahrscheinlich spart das sogar Geld. Ist aber nichts fuer Golfrasenfreaks mit Maehroboter und Zierteich.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Teeernte » Do 19. Sep 2019, 19:21

streicher hat geschrieben:(19 Sep 2019, 17:31)

Begrünung von Dächern scheint echt in Mode zu kommen.


Statisch - verstärkte Mauern drunter - wie für eine weitere Etage..... und mehr Energieeinsatz als Klima-Nutzen...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Teeernte » Do 19. Sep 2019, 19:32

Papaloooo hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:37)

Auf Neubauten sollten die Dächer möglichst entweder mit Solarkraft ausgestattet sein, oder Flachdächer, die begrünt sind.

Auch an Hauswänden oder Carports kann man viele Pflanzen empor wachsen lassen.

Keine Steingärten. Und es gibt Knochensteine für Wege, die Löcher haben für Pflanzenwachstum.

So könnten Gebäude ökologischer werden.


Pflanzen an Gebäuden zerstören auf lange Sicht die Fassade, ....in den Zimmern gibt es erhöht Spinnen und anderes Kleingetier.

Wenn man eine Fassadenbegrünung plant - dann beim Hausbau.

Wegbegrünung - ist eine schlechte Sache - da sollte man den Weg weglassen und gleich auf der Wiese gehen....man kann auch etwas Kiesel einbringen zur Befestigung.
Es sei denn, der "Weg" ist nur zum drauf gucken. - eine Haftungsfrage. Aber natürlich darf MANN® sich privat gepflegt auf die Klappe packen.

...keine Steingärten ? man brauchte eine Umwelt-Stasi ! ....und Lager für die Dissidenten !
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon JJazzGold » Do 19. Sep 2019, 19:47

Papaloooo hat geschrieben:(19 Sep 2019, 15:37)

Auf Neubauten sollten die Dächer möglichst entweder mit Solarkraft ausgestattet sein, oder Flachdächer, die begrünt sind.

Auch an Hauswänden oder Carports kann man viele Pflanzen empor wachsen lassen.

Keine Steingärten. Und es gibt Knochensteine für Wege, die Löcher haben für Pflanzenwachstum.

So könnten Gebäude ökologischer werden.


Keine Steingärten?
An der Ecke, an die kaum Regen kommt, aber sehr viel Sonnenschein, habe ich einen Steingarten angelegt.
Den kann ich selbstverständlich umwandeln, in eine Gartenecke, die ich dann üppig gießen muss.

Ich warte wohl besser ab, bis ein Steingartenverbot kommt und reiche dann einen Anteil der Wasserrechnung bei der jeweiligen Steingarten verbietenden Regierung zur Begleichung ein.
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Re: Bauen schadet Klima

Beitragvon Papaloooo » Do 19. Sep 2019, 19:50

Teeernte hat geschrieben:(19 Sep 2019, 19:32)

Pflanzen an Gebäuden zerstören auf lange Sicht die Fassade, ....in den Zimmern gibt es erhöht Spinnen und anderes Kleingetier.

Wenn man eine Fassadenbegrünung plant - dann beim Hausbau.

Wegbegrünung - ist eine schlechte Sache - da sollte man den Weg weglassen und gleich auf der Wiese gehen....man kann auch etwas Kiesel einbringen zur Befestigung.
Es sei denn, der "Weg" ist nur zum drauf gucken. - eine Haftungsfrage. Aber natürlich darf MANN® sich privat gepflegt auf die Klappe packen.

...keine Steingärten ? man brauchte eine Umwelt-Stasi ! ....und Lager für die Dissidenten !

Nicht, wenn man die Fassaden mit Modul- oder Seilsystem begrünt.

Und Knochensteine mit Rasen dazwischen gibt es schon auf Parkplätzen.

Steingärten sind in Bremen bereits verboten.

Seien wir doch froh an den Blumen und den Insekten, auch in Städten ist das ein Beitrag gegen das Insektensterben.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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