Kampf gegen Links

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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Mi 18. Sep 2019, 06:55

Ein Terraner hat geschrieben:(17 Sep 2019, 23:22)

Die CDU mit Liedtexten angehen ist bei dir also weit Links, du solltest einfach mal durchatmen und deine Mittellinie neu kalibrieren.

P.S. Nimm dazu einfach den Liedtext, die markierten Stellen mit Folter und Hitler eignen sich da recht gut dazu.

Es gibt uebrigens noch mehr Lieder ueber die Union. Etwa "das Maedchen von der Jungen Union", ein Lied ueber sexuelle Freiheit. Wer das singt, muss auch automatisch mindestens ein RAF-Leibchen besitzen, weisst du?
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Ger9374 » Mi 18. Sep 2019, 09:16

Schnitter hat geschrieben:(18 Sep 2019, 00:46)

Wenn man ganz doll rechts steht dann erscheint Grönemeyer eben ganz doll links.

Eine Frage der Perspektive.

Objektiv dürfte er relativ nah an der Mitte stehen.





Grönemeier war nie mittig einzuordnen!
Links aber 100%!
Dazu steht er auch!
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Mi 18. Sep 2019, 10:53

Ein Terraner hat geschrieben:(17 Sep 2019, 22:58)

Ja, er verkörpert sozusagen die Antifa als eine Person im Rampenlicht. Merkst du eigentlich noch?

Was ist eigentlich mit Rocko Schamoni? "Du waehlst CDU, deshalb mach ich Schluss" - Das ist doch linksextrem, immerhin ist die CDU ja auch links!
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Skeptiker
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Skeptiker » Mi 18. Sep 2019, 13:00

Ger9374 hat geschrieben:(18 Sep 2019, 09:16)
Grönemeier war nie mittig einzuordnen!
Links aber 100%!
Dazu steht er auch!

Natürlich, das weiss ja auch jeder. Nur hat irgendeiner in der Zeit suggeriert, Grönemeyer wäre eine Konsensfigur gewesen, also "kann es garnicht anders gewesen sein" und der phöse Schuft, der kontrafaktisch (= entgegen linkskoscherer Realitätsfilterung) Grönemeyer etwa linke Positionierung unterstellt, dem muss auf jeden Fall das Gegenteil bewiesen werden :D :D

Eigentlich beweist das umso mehr, dass der Grad der Realitätsleugung in der linken Kultur kaum Grenzen kennt. :thumbup:
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon JFK » Mi 18. Sep 2019, 13:15

Ger9374 hat geschrieben:(18 Sep 2019, 09:16)

Grönemeier war nie mittig einzuordnen!
Links aber 100%!
Dazu steht er auch!


Die Mitte ist ein Mythos, die Frage ist wo Rechts/Links anfängt und aufhört, alles unter Völkischem Nationalismus ist eigentlich schon Links einzuordnen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Tiefsinniger » Mi 18. Sep 2019, 14:12

Warum nennt man den Globalismus (bzw "Mondialismus") immer wieder eine "linke Idee"?

Die Globalisten bauen ihren Weltstaat auf, und kaempfen aus dem Grund gegen jede staatliche Souverenitaet und gegen jede nationale Identitaet, weil sie dabei stoeren.
Die Gegner ihres Weltstaates stempeln sie als "die Rechten" bzw "die Nazis" ab, egal, in welchem Lande sie die treffen (auch in Russland).

Diese falsche Bezeichnung - "die linke Idee" - verwirrt die Leute, mehrere von ihnen meinen, es geht um die soziale Gerechtigkeit oder so was. Aber der Globalismus hat mit der sozialen Gerechtigkeit nichts am Hut, er hat ganz andere Ziele im Visier.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Mi 18. Sep 2019, 14:20

JFK hat geschrieben:(18 Sep 2019, 13:15)

Die Mitte ist ein Mythos, die Frage ist wo Rechts/Links anfängt und aufhört, alles unter Völkischem Nationalismus ist eigentlich schon Links einzuordnen.

Ist doch nett, dass sie einen neuen Popanz gefunden haben. Der linksradikale Grölemeyer, der für lauter Dinge steht, die ein Christsozialer voll unterschreiben kann und so mancher FDP-Linke ebenso sagt was gegen die aktuelle Rechtspartei, die sowieso niemand in der politischen Landschaft fuer koalitionsfaehig haelt. Erst redet sich der rechte Rand ein, der Saenger habe sich Kritik eingefangen und nachdem aber kaum wer was dran auszusetzen hatte, muss eine neue Legende her. Das ist schon ganz schoen arm.

Wirklich schlimm fuer die Union ist doch nicht etwa der Herbert sondern sowas.



Warum nennt man den Globalismus (bzw "Mondialismus") immer wieder eine "linke Idee"?

Globalismus habe ich schon ne Weile nicht mehr gehoert. Ist das der ubliche Schmonz von "Globalisierung" oder gehts da um so 90er Jahre One World Getue? Das war doch eher liberal (insofern links) und bezog sich schon immer vor allem auf Tourismus und mobile Wirtschaftseliten (insofern konservativ).

Klassisches Sozialstaatsgemache wie man es von SPD, DKP kannte hatte doch wohl einen anderen Sound.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 18. Sep 2019, 14:27

imp hat geschrieben:(17 Sep 2019, 11:47)

Das ist nun ein identitaerer Dreck. Jeder kann seine Haare tragen, wie er will. Da du dir da eine politische Botschaft hineinmogelst, finde ich eher ungluecklich und duerfte von den Gemeinten auch kaum so verstanden werden. Das erinnert mich eher an alberne Palituch-Debatten angesichts von Leuten, die heute im C&A ein Dirndl und gestern ein bedrucktes Kopftuch gekauft haben, morgen ein Fake-Bandshirt und wer weiss was.


Da machst du dir was vor. Eine "Abrechnung mit Bono" oder dergleichen ist ueberhaupt nicht notwendig. Man konsumiert eine andere Musik, einen neueren Kuenstler, einen weiterentwickelten oder bruchartig anderen Stil. Es gibt ja auch keine Abrechnung mit Wagner, Mahler oder Stockhausen. Es gibt einfach neue Musik und Hoergewohnheiten.


Das kann man auch Unreflektiertheit nennen. Oder nach Adenauer "was interessiert mich mein Geschwätz von gestern".
[quote]
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Mi 18. Sep 2019, 14:35

schokoschendrezki hat geschrieben:(18 Sep 2019, 14:27)

Das kann man auch Unreflektiertheit nennen. Oder nach Adenauer "was interessiert mich mein Geschwätz von gestern".

Ja, die Menschen entwickeln sich weiter, einige werden auch ausgetauscht und haben gar keine Erinnerung an was mal war. Ich meine, Bono. Als der wirklich aktuell war, war die Haelfte der Weltbevoelkerung noch gar nicht geboren. Da gab es keine AFD, da war Grölemeyer noch Schauspieler oder hatte grade seine erste Platte. Warum soll man sich damit noch auseinandersetzen, wenn man's nicht (mehr) mag? Dann hoert man einfach was anderes. Du liest doch auch keine alten FDP-Parteitage nach und sagst "Mensch, Südamerika, da hatten die ja echt nen Rad ab".
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon BlueMonday » Mi 18. Sep 2019, 14:43

Skeptiker hat geschrieben:(18 Sep 2019, 13:00)

Natürlich, das weiss ja auch jeder. Nur hat irgendeiner in der Zeit suggeriert, Grönemeyer wäre eine Konsensfigur gewesen, also "kann es garnicht anders gewesen sein" und der phöse Schuft, der kontrafaktisch (= entgegen linkskoscherer Realitätsfilterung) Grönemeyer etwa linke Positionierung unterstellt, dem muss auf jeden Fall das Gegenteil bewiesen werden :D :D

Eigentlich beweist das umso mehr, dass der Grad der Realitätsleugung in der linken Kultur kaum Grenzen kennt. :thumbup:


Hmm, für mich ist jemand wie Grönemeyer kein Überzeugungstäter, kein Ideologe. Dieses Gehabe gehört letztlich zu seinem Geschäftsmodell, also eine gewisse Klientel anzusprechen, mitzuschwingen, eine bestimmte Attitüde zu bedienen. Imagepflege letztlich. Den Kompass nach der Herde ausrichten, auch wenn sich die Herde zunehmend teilt und es schwieriger wird. Ab und zu muss man die Herde wieder zusammenschreien, damit die Übersicht zurückkehrt. Andere machen es sich da schwerer, wie ein Naidoo bspw. Da kann man sich dann schnell mal in einem Abseits wiederfinden, zur ungewünschten Person werden, zu einer Person, die sie nicht mehr alle hat, was freilich für eine öffentliche Figur, für einen populären Künstler eine problematische Sache sein kann.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 18. Sep 2019, 14:52

imp hat geschrieben:(18 Sep 2019, 14:35)

Ja, die Menschen entwickeln sich weiter, einige werden auch ausgetauscht und haben gar keine Erinnerung an was mal war. Ich meine, Bono. Als der wirklich aktuell war, war die Haelfte der Weltbevoelkerung noch gar nicht geboren. Da gab es keine AFD, da war Grölemeyer noch Schauspieler oder hatte grade seine erste Platte. Warum soll man sich damit noch auseinandersetzen, wenn man's nicht (mehr) mag? Dann hoert man einfach was anderes. Du liest doch auch keine alten FDP-Parteitage nach und sagst "Mensch, Südamerika, da hatten die ja echt nen Rad ab".


Ich verfolge mit großem Interesse zumindest Aufarbeitungen großer prägender politischer und auch popkultureller Phänomene der Vergangenheit. Gerade aktuell gibt es hochinteressante Beiträge sowohl zu "Live Aid" als auch zu "Woodstock". Die linke Präferenz für "nationale Befreiungsbewegungen" in den 50er bis 80er Jahren ist deshalb auch heute so relevant, weil die daraus hervorgegangenen Nachfolgeregimes gerade in der Gegenwart reihenweise kollabieren, sich zu offenen Diktaturen wandeln oder kriminelle Staaten werden. Venezuela, Namibia, Nicaragua, Angola usw. usf. Die SOlidarität mit den "Palästinensern" ist da in dieser Hinsicht auch ein aktuelles Thema.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon imp » Mi 18. Sep 2019, 15:10

schokoschendrezki hat geschrieben:(18 Sep 2019, 14:52)

Ich verfolge mit großem Interesse zumindest Aufarbeitungen großer prägender politischer und auch popkultureller Phänomene der Vergangenheit. Gerade aktuell gibt es hochinteressante Beiträge sowohl zu "Live Aid" als auch zu "Woodstock". Die linke Präferenz für "nationale Befreiungsbewegungen" in den 50er bis 80er Jahren ist deshalb auch heute so relevant, weil die daraus hervorgegangenen Nachfolgeregimes gerade in der Gegenwart reihenweise kollabieren, sich zu offenen Diktaturen wandeln oder kriminelle Staaten werden. Venezuela, Namibia, Nicaragua, Angola usw. usf. Die SOlidarität mit den "Palästinensern" ist da in dieser Hinsicht auch ein aktuelles Thema.

Venezuela in den 80ern? Da regierten die Christdemokraten. Das hat keine Kontinuitaet zu Marodo heute. Ich glaube, da solltest du nochmal nachdenken. Gerade Live Aid waren doch eher sozialliberale Wohlfuehlgesten a la Brot fuer die Welt, nur eben mit Musik.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Selina » Mi 18. Sep 2019, 16:18

schokoschendrezki hat geschrieben:(18 Sep 2019, 14:52)

Ich verfolge mit großem Interesse zumindest Aufarbeitungen großer prägender politischer und auch popkultureller Phänomene der Vergangenheit. Gerade aktuell gibt es hochinteressante Beiträge sowohl zu "Live Aid" als auch zu "Woodstock". Die linke Präferenz für "nationale Befreiungsbewegungen" in den 50er bis 80er Jahren ist deshalb auch heute so relevant, weil die daraus hervorgegangenen Nachfolgeregimes gerade in der Gegenwart reihenweise kollabieren, sich zu offenen Diktaturen wandeln oder kriminelle Staaten werden. Venezuela, Namibia, Nicaragua, Angola usw. usf. Die SOlidarität mit den "Palästinensern" ist da in dieser Hinsicht auch ein aktuelles Thema.


Das ist schon alles richtig, trotzdem gibt es auch eine immer wieder neu entstehende linke Opposition in diesen Ländern. Nur gerade nicht in Israel. Es ist nötig, all das zu analysieren, aber ohne linke demokratische Bewegungen trudelt die Welt dieser Trumps, Höckes, Bannons, Sellners, Le Pens, einschließlich rechtskonservativer Anhängerschaft, immer weiter an den Rand des Abgrunds.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Vongole » Mi 18. Sep 2019, 16:35

Skeptiker hat geschrieben:(17 Sep 2019, 22:16)

Wen meinst Du denn nun? Ich schrieb Dir, dass Grönemeyer weit links steht und somit für mich keine Konsensfigur darstellt. Was ergibt daran keinen Sinn? Offensichtlich sind Konsensfiguren wohl eher Menschen des Ausgleichs, die man in der Mitte sehen würde. Genau dafür ist Grönemeyer aber eben nicht bekannt. Also was ist an meiner Antwort unverständlich?

Unverständlich ist daran gar nichts, auch nicht, dass Grönemeyer für Dich keine Konsensfigur darstellt.
Kann er auch nicht sein, denn für Dich ist alles links und damit negativ konnotiert, was nicht in Dein Weltbild passt, egal ob es tatsächlich zu den Zielen "Der Linke" gehört oder eben zu einem zeitgemäßen politischem Gesellschaftsempfinden.
Deshalb vemutlich hast den Auftritt eines Liedermachers samt seines Aufrufs zum "Kampf gegen rechts" mit diesem Thread zu einer Gefahr hochgepuscht, der man sich erwehren muss.
Dabei war jedem denkenden Menschen klar, dass Grönemeyer damit weder CDU/CSU noch in Österreich die ÖVP meinte, genauso wenig wie Seehofer das tut, wenn er den Kampf gegen rechts für notwendig erklärt.

Vielleicht solltest Du mal Deine Motivation hinterfragen, warum Du Menschen gerne in Schubladen sortierst, aber gleichzeitig Anderen vorwirfst, genau das mit Dir zu tun.
In diesen Zeiten funktionert die alte Gesäßgeografie nicht mehr, konservativ und progressiv schließen sich längst nicht mehr aus, genauso wenig wie globales Denken oder die Ablehnung von Rassismus.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Schnitter » Mi 18. Sep 2019, 18:04

Skeptiker hat geschrieben:(17 Sep 2019, 22:16)

Wen meinst Du denn nun? Ich schrieb Dir, dass Grönemeyer weit links steht und somit für mich keine Konsensfigur darstellt.


Auf einem Grönemeyer Konzert wirst du kaum Linke finden.

Die meisten dort stehen klar in der Mitte der Gesellschaft.

Deswegen speien die Rechten ja auch Gift und Galle...…,...weil sie wollen doch "bürgerlich" sein....HEUL :p
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 18. Sep 2019, 18:41

Vongole hat geschrieben:(18 Sep 2019, 16:35)

Unverständlich ist daran gar nichts, auch nicht, dass Grönemeyer für Dich keine Konsensfigur darstellt.
Kann er auch nicht sein, denn für Dich ist alles links und damit negativ konnotiert, was nicht in Dein Weltbild passt, egal ob es tatsächlich zu den Zielen "Der Linke" gehört oder eben zu einem zeitgemäßen politischem Gesellschaftsempfinden.
Deshalb vemutlich hast den Auftritt eines Liedermachers samt seines Aufrufs zum "Kampf gegen rechts" mit diesem Thread zu einer Gefahr hochgepuscht, der man sich erwehren muss.
Dabei war jedem denkenden Menschen klar, dass Grönemeyer damit weder CDU/CSU noch in Österreich die ÖVP meinte, genauso wenig wie Seehofer das tut, wenn er den Kampf gegen rechts für notwendig erklärt.

Vielleicht solltest Du mal Deine Motivation hinterfragen, warum Du Menschen gerne in Schubladen sortierst, aber gleichzeitig Anderen vorwirfst, genau das mit Dir zu tun.
In diesen Zeiten funktionert die alte Gesäßgeografie nicht mehr, konservativ und progressiv schließen sich längst nicht mehr aus, genauso wenig wie globales Denken oder die Ablehnung von Rassismus.

Na ja, verfassungskonform zu sein,
gilt jetzt schon als ultralinks.
Und nein, nicht die Rechten definieren in Deutschland,
was links ist,
Die Mitte definiert was links oder rechts ist.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Skeptiker » Mi 18. Sep 2019, 21:11

Vongole hat geschrieben:(18 Sep 2019, 16:35)

Unverständlich ist daran gar nichts, auch nicht, dass Grönemeyer für Dich keine Konsensfigur darstellt.
Kann er auch nicht sein, denn für Dich ist alles links und damit negativ konnotiert, was nicht in Dein Weltbild passt, egal ob es tatsächlich zu den Zielen "Der Linke" gehört oder eben zu einem zeitgemäßen politischem Gesellschaftsempfinden.
Deshalb vemutlich hast den Auftritt eines Liedermachers samt seines Aufrufs zum "Kampf gegen rechts" mit diesem Thread zu einer Gefahr hochgepuscht, der man sich erwehren muss.
Dabei war jedem denkenden Menschen klar, dass Grönemeyer damit weder CDU/CSU noch in Österreich die ÖVP meinte, genauso wenig wie Seehofer das tut, wenn er den Kampf gegen rechts für notwendig erklärt.

Vielleicht solltest Du mal Deine Motivation hinterfragen, warum Du Menschen gerne in Schubladen sortierst, aber gleichzeitig Anderen vorwirfst, genau das mit Dir zu tun.
In diesen Zeiten funktionert die alte Gesäßgeografie nicht mehr, konservativ und progressiv schließen sich längst nicht mehr aus, genauso wenig wie globales Denken oder die Ablehnung von Rassismus.

Vongole, der Auftritt von Gönemeyer ist der Aufhänger für diesen Thread, er ist nicht das Thema dieses Threads.

Die Diskussion um Grönemeyer dient manchen Usern hier doch eher um vom Thema abzulenken. Es ist eine schlichte Tatsache dass er links steht und das selber auch so sieht. Das darf er ja auch sein, niemand will es ihm nehmen. Man sollte es aber auch benennen dürfen - wunderlich warum hier manche da so ein Bohei draus machen.

Das Thema dieses Threads ist die Tendenz linker Organisationen die gesamte rechte politische Hälfte als menschenverachtend und rassistisch zu diffamieren, indem es schon keine Differenzierung zwischen rechts und rechtsradikal und rechtsextrem mehr gibt. Das sehe ich als bösartige Attacke auf die Meinungsfreiheit und eine Einschüchterung jedes Bürgers, der gesellschaftspolitisch rechts steht. Die Gehirnwäsche ist dabei so groß, dass allein der letzte Satz bei den meisten Verwunderung hervorrufen wird, weil "rechts" in Deutschland für viele schon ganz allgemein für Rassismus und Faschismus steht.

Das wird schlicht politisch instrumentalisiert. Hier wurde ja schon mehrfach beschrieben, dass die CDU/CSU und Herr Seehofer nicht unter "rechts" fielen. Warum denn nicht? Natürlich ist die CSU klar eine rechte Partei. Wieso ist es anrüchig das zu sagen? In meinen Augen sollte es das nicht sein.
Und sehr wohl ist das gegen Seehofer genutzt worden um ihn als bösartigen Flüchtlingsgegner und Argumentationsgehilfen von Rechtspopulisten darzustellen. Klar ist er nach 2015 als rechts dargestellt worden. Nun nimmt er ein paar Flüchtlinge auf und schon rechnet man ihn zur Mitte - in der er aber politisch schlicht nicht ist, und das ist gut so, denn wen sollen denn diejenigen wählen die gemäßigt rechte Positionen vertreten? Die Radikalen?

Nein, Vongole, die hysterische Angefasstheit beim Thema "Kampf gegen Links" offenbart schlicht, dass der Linken die eigene Medizin nicht schmeckt. Sie selber bestehen auf Differenzierung, die sie beim politischen Gegner hartnäckig und erfolgreich vermeiden. Das ist schlicht inakzeptabel und fördert die Polarisierung, anstatt ihr zu begegnen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 18. Sep 2019, 21:50

Skeptiker hat geschrieben:(18 Sep 2019, 21:11)

Wieso ist es anrüchig das zu sagen? In meinen Augen sollte es das nicht sein.

Das ist doch ein alter Hut: viewtopic.php?p=3063100#p3063100

Kein Politiker aus der Union wird noch behaupten, er wäre "rechts", rechts ist verbrannt, rechts ist pfuibah, deswegen wurde ja auch der Begriff der politischen Mitte so stark in den Fokus gerückt. Heute sind alle, die früher ganz normal rechts waren, in der Mitte.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Vongole » Mi 18. Sep 2019, 22:11

@Skeptiker
Es mag die Linken geben, dazu zähle ich Anhänger der Linkspartei. Ansonsten gibt es Menschen mit Ansichten, die man als links bezeichnen könnte, wenn man denn Wert darauf legt wie Du.
Ich beurteile Menschen nach ihren Ansichten, die sind dann für mich akzeptabel oder eben nicht, zu letzterem zähle ich jede Form von Extremismus, und lehne daher dieses Schubladendenken
konsequent ab, denn es führt zu nichts außer Sprachlosigkeit und Intoleranz gegenüber der anderen Meinung.

Auch erkenne ich keinerlei Intentionen linker Organisationen, die "gesamte rechte politische Hälfte als menschenverachtend und rassistisch zu diffamieren", ich erkenne lediglich
eine berechtige Intention vieler "linker", "rechter"," liberaler" Menschen in diesem Staat, gegen den Ungeist einer Partei vorzugehen, nämlich der AfD und ihrer Apologeten.
Dass diesen wiederum ihre eigene Medizin der Ausgrenzung Andersdenkender nicht schmeckt, liegt in der Natur ihrer Einstellung und den daraus resultierenden Absichten.

Übrigens, auch Seehofer beurteile ich nach seinen Worten und Taten, mal positiv, mal kritisch, mal ablehnend, das gilt für das gesamte politische Parteienspektrum, mit der genannten Ausnahme.
Ist viel effektiver, als hinter jeden Baum eine Chimäre zu wähnen.
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Re: Kampf gegen Links

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 18. Sep 2019, 22:19

Vongole hat geschrieben:(18 Sep 2019, 22:11)

Ist viel effektiver, als hinter jeden Baum eine Chimäre zu wähnen.

Das solltest du Selina mal sehr schonend beibringen.
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