Die Zukunft der SPD

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Wähler
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » So 8. Sep 2019, 14:02

Elser hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:34)
Eine neue politische Heimat derer, die mit der Bezeichnung "Soziale Marktwirtschaft" noch etwas anfangen können. Vielleicht ganz neu als "Sozialkontrolliere Marktwirtschaft" beschrieben. Ausgestattet mit einer intelligenten und glaubwürdigen Vorsitzenden, wie z.B. Sahra Wagenknecht, und neuen sinnvollen Zielen wie z.B. die Verstaatlichung von Banken und Versicherungen und die Einrichtung von Bürgerversicherungen für Rente und Krankheit, sowie einem glaubwürdiges Konzept für eine zukunftstaugliche Ökoplitik, wäre sie locker wieder eine potente 45%-Partei.

Die Banken hängen doch schon am Zentralbankgeld-Tropf der EZB und die Lebensversicherer verlieren ihr Geschäftsmodell. Der Steueranteil an der Rente wird steigen. Lediglich die Abschaffung der privaten Vollkrankenversicherung ist noch nicht vollzogen. Eine moderne Umweltpolitik ist inzwischen mehrheitsfähig. Die SPD könnte auch als Juniorpartner in einer Grün-Rot-Rot-Regierung mitwirken. Was ist so schlimm daran, wenn die SPD nach fast 20 Jahren Regierungsbeteiligung bei Schwarz-Grün in die Opposition muss? Warum können wir Veränderungen in der Parteienlandschaft schwerer ertragen, als Franzosen, Italiener und demnächst auch Briten?
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Ger9374 » So 8. Sep 2019, 16:58

Eines ist Gewiss die Bundes SPD gehört in die Opposition.
Das Image der Steigbbügelhalterpartei für Merkel hat die weg!
Der Schaden muss im ganzen Umfang
gesichtet und bewertet werden.
Die Personelle Neuaufstellung und eine Politische Neuausrichtung braucht lange Zeit.Am ende sollte ernsthaft eine überlegung Raum stehen mit Linken zu fusionieren. Wer sich an die CDU ohne Not wie eine willige Braut ranmachte, der kann auch mit der Linken ins Bett gehen !
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon firlefanz11 » Mo 9. Sep 2019, 11:30

yogi61 hat geschrieben:(07 Sep 2019, 13:28)

Man muss den Naturschutz nicht von sozialen Fragen abkoppeln

So wie es aussieht muss bald mal jemand die SPD unter Naturschutz stellen... oder Besser noch Denkmalschutz... :D
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Elser
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Elser » Di 10. Sep 2019, 10:31

Wähler hat geschrieben:(08 Sep 2019, 14:02)

Die Banken hängen doch schon am Zentralbankgeld-Tropf der EZB und die Lebensversicherer verlieren ihr Geschäftsmodell. Der Steueranteil an der Rente wird steigen. Lediglich die Abschaffung der privaten Vollkrankenversicherung ist noch nicht vollzogen. Eine moderne Umweltpolitik ist inzwischen mehrheitsfähig. Die SPD könnte auch als Juniorpartner in einer Grün-Rot-Rot-Regierung mitwirken. Was ist so schlimm daran, wenn die SPD nach fast 20 Jahren Regierungsbeteiligung bei Schwarz-Grün in die Opposition muss? Warum können wir Veränderungen in der Parteienlandschaft schwerer ertragen, als Franzosen, Italiener und demnächst auch Briten?



Die vielen Sesselfurzerjobs bei den Banken könnte man dann einsparen. Gleiches gilt für die Versicherungen. Unfallversicherungen würden, staatlich geleitet, vielleicht wieder Sinn machen und nicht, wie so oft, nur in jahrzehnte lange Gerichtsverfahren enden. Die Aussage das "eine modere Umweltpoltik" mehrheitfähig sein soll, halte ich für einen Witz !!! Eine modere (effektive) Umweltpolitik würde klare Verbote und Richtlinien aussprechen und nicht immer nur butterweiche Freiwilligkeitsaufrufe mit Unsinnigkeits-Label erfinden. Kleine Mehrheitsbeschafferparteien, die nur an die fetten Troge wollen, gibt es schon genug. Und - wenn die SPD dann ja in die Opposition gegangen wäre........ Iss sie aber nicht - Tröge halt. Wenn Sie wenigsten den Mut gehabt hätte, eine Koalition mit der CSU abzulehnen....... Hat Sie aber auch nicht. Sie schluckt, für den Platz an den Trögen, halt jeden Frosch ("Opposition ist Mist"). Eine solche scheinsozilademokratische Partei braucht niemand. Nur die geldgeilen Karrieristen in den eigenen Reihen.

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon lili » Di 10. Sep 2019, 11:47

,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Ger9374 » Di 10. Sep 2019, 15:28

Ein Trauriges vorläufiges Politisches ende der Karriere von der armen Seele.
Alles gute und eine erfolgreiche Gesundung!
Das wird immer bescheidener das Personalkarrusell der SPD.
Gut für einen Neuanfang wären wieso alte Zöpfe fällig gewesen.Nur was wächst nach.
Der Oberjuso?!
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Teeernte » Di 10. Sep 2019, 15:43



Behält das Land... trotz Krankheit. Stark.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon lili » Di 10. Sep 2019, 15:52

Teeernte hat geschrieben:(10 Sep 2019, 15:43)

Behält das Land... trotz Krankheit. Stark.


So eine Diagnose ist ziemlich blöd.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Teeernte » Di 10. Sep 2019, 16:22

lili hat geschrieben:(10 Sep 2019, 15:52)

So eine Diagnose ist ziemlich blöd.


Jepp... tot ist noch blöder.

Aber sie bleibt MP McPomm.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon lili » Di 10. Sep 2019, 16:44

Teeernte hat geschrieben:(10 Sep 2019, 16:22)

Jepp... tot ist noch blöder.

Aber sie bleibt MP McPomm.


Ja natürlich die Medizin macht auch immer Fortschritte.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Teeernte » Di 10. Sep 2019, 16:53

lili hat geschrieben:(10 Sep 2019, 16:44)

Ja natürlich die Medizin macht auch immer Fortschritte.


Drücken wir die Daumen.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon lili » Di 10. Sep 2019, 16:56

Teeernte hat geschrieben:(10 Sep 2019, 16:53)

Drücken wir die Daumen.


Ja... :thumbup:
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Schlettow » Di 10. Sep 2019, 22:40

Teeernte hat geschrieben:(10 Sep 2019, 15:43)
Behält das Land... trotz Krankheit. Stark.


Ich verstehe diese Logik allerdings nicht, auch bei Frau Dreyer. Zu krank für den SPD-Vorsitz, aber gesund genug um Ministerpräsidentin zu sein? Herr Sellering hat nach seine Krebsdiagnose konsequent SPD-Landesvorsitz und das Amt des Ministerpräsidenten aufgegeben. Das finde ich auch vernünftig. Ein Bundesland kann man nicht mit halber Kraft oder vom Krankenbett aus regieren.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Di 10. Sep 2019, 22:43

Schlettow hat geschrieben:(10 Sep 2019, 22:40)
Ich verstehe diese Logik allerdings nicht, auch bei Frau Dreyer. Zu krank für den SPD-Vorsitz, aber gesund genug um Ministerpräsidentin zu sein? Herr Sellering hat nach seine Krebsdiagnose konsequent SPD-Landesvorsitz und das Amt des Ministerpräsidenten aufgegeben. Das finde ich auch vernünftig. Ein Bundesland kann man nicht mit halber Kraft oder vom Krankenbett aus regieren.

Früh erkrankter Brustkrebs führt bei Behandlung nicht mehr zu einem schwerwiegenden Krankheitsverlauf.
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Schlettow » Di 10. Sep 2019, 22:50

Fliege hat geschrieben:(10 Sep 2019, 22:43)
Früh erkrankter Brustkrebs führt bei Behandlung nicht mehr zu einem schwerwiegenden Krankheitsverlauf.


Wie gesagt, entweder man ist gesund, dann kann man auch kommisarisch SPD-Vorsitzende sein. Oder man ist krank, dann kann man es nicht. Aber dann kann man meiner Meinung nach aber erst recht nicht ein Bundesland regieren.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon DarkLightbringer » Di 10. Sep 2019, 23:51

Besser vom Krankenbett aus regieren als vom Totenbett.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Fliege » Mi 11. Sep 2019, 12:59

Schlettow hat geschrieben:(10 Sep 2019, 22:50)
Wie gesagt, entweder man ist gesund, dann kann man auch kommisarisch SPD-Vorsitzende sein. Oder man ist krank, dann kann man es nicht. Aber dann kann man meiner Meinung nach aber erst recht nicht ein Bundesland regieren.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern geht der SPD das ansehnliche Personal aus, nachdem die jetzt Erkrankte (Schwesig) ohnehin Nachfolgerin eines 2017 ebenfalls Erkrankten (Sellering) ist. Zwar ist Sellering nun wieder auf dem Damm, aber zurückwechseln möchte man wohl nicht. 2021 ist dort Landtagswahl, wobei die SPD dort langfristig und zurecht ihre Ablösung als stärkste Partei im Land durch die AfD befürchten darf (Landtagswahlergebnisse von 2016: SPD mit 30,6%; AfD mit 20,8%; CDU mit 19,0% und weitere kleinere Parteien).
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 11. Sep 2019, 16:03

Schlettow hat geschrieben:(10 Sep 2019, 22:40)

Ich verstehe diese Logik allerdings nicht, auch bei Frau Dreyer. Zu krank für den SPD-Vorsitz, aber gesund genug um Ministerpräsidentin zu sein? Herr Sellering hat nach seine Krebsdiagnose konsequent SPD-Landesvorsitz und das Amt des Ministerpräsidenten aufgegeben. Das finde ich auch vernünftig. Ein Bundesland kann man nicht mit halber Kraft oder vom Krankenbett aus regieren.


Weil eine Partei führen nun mal etwas mehr verlangt als ein Land.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Schlettow » Mi 11. Sep 2019, 16:25

Alexyessin hat geschrieben:(11 Sep 2019, 16:03)
Weil eine Partei führen nun mal etwas mehr verlangt als ein Land.


Das sagt viel über Dein Verständnis von Regierungsverantwortung aus.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Alexyessin » Mi 11. Sep 2019, 17:09

Schlettow hat geschrieben:(11 Sep 2019, 16:25)

Das sagt viel über Dein Verständnis von Regierungsverantwortung aus.


Führe doch deine ad personam Kritik sachlich aus. Oder knickst du wieder ein wie beim letzten Mal?
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