EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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sünnerklaas
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon sünnerklaas » Mi 11. Sep 2019, 12:18

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(11 Sep 2019, 12:06)

Ich mag zwar dieses Wort Unterschicht nicht. Aber es stimmt, was sie feststellen.

Gerade die Menschen mit wenig Einkommen und bescheidenen bzw. schwierigen existenziellen Lebensverhältnissen (auch bezüglich der Möglichkeiten, ihren Kindern ggf.
international ausgerichtete Auslandsaufenthalte/Studien zu ermöglichen) werden genau jene sein,
die das bezahlen und tragen müssen. Und an den negativen Folgen des Brexit leiden bzw. klar benachteiligt sein werden.
Im übrigen auch, sollte es noch irgendwie zu einem Brexit mit einem "deal" kommen.

Was ich aus bereits ausführlich aus meiner Warte als faktisch nicht mehr machbar beschrieb.

Für mich gibt es nach wie vor nur noch zwei Möglichkeiten:
A) Ein zweites Referendum mit der Chance eines klaren Volksvotums gegen einen Austritt, das im Gefolgen den Brexit generell zu verhindert.
B) Einen no-deal Brexit des politischen Brandstifters gegen sein eigenes Volk, Boris Johnson.


Ein zweites Referendum wird es vorraussichtlich nicht geben. BoJo und Nigel Farage und deren Anhänger werden soetwas zu verhindern wissen.
Demokratisch sauber wäre ein zweites Referendum nur, wenn es zwei Optionen, nämlich den May-Vertrag und den No-deal gäbe und das Ergebnis mit einem doppelten Quorum versehen wäre: Mindestwahlbeteiligung sowie die Notwendigkeit einer Zwei-Drittel-Mehrheit. Würde die Mindestwahlbeteiligung und/oder die Zwei-Drittel-Mehrheit verfehlt, müsste die Regierung verpflichtet werden, den Austrittsantrag zurück zu nehmen.
Die Folge: man hätte klare Mehrheiten und eine klare Aussage. Niemand kann sich danach beschweren.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 11. Sep 2019, 12:43

sünnerklaas hat geschrieben:(11 Sep 2019, 12:18)

Ein zweites Referendum wird es vorraussichtlich nicht geben. BoJo und Nigel Farage und deren Anhänger werden soetwas zu verhindern wissen.
Demokratisch sauber wäre ein zweites Referendum nur, wenn es zwei Optionen, nämlich den May-Vertrag und den No-deal gäbe und das Ergebnis mit einem doppelten Quorum versehen wäre: Mindestwahlbeteiligung sowie die Notwendigkeit einer Zwei-Drittel-Mehrheit. Würde die Mindestwahlbeteiligung und/oder die Zwei-Drittel-Mehrheit verfehlt, müsste die Regierung verpflichtet werden, den Austrittsantrag zurück zu nehmen.
Die Folge: man hätte klare Mehrheiten und eine klare Aussage. Niemand kann sich danach beschweren.


Ob es ein zweites Referendum geben kann...oder wird, muss man abwarten. Johnson und Farage sind zwar zweifellos gefährliche, politische, Benzinkanisterträger,
aber wenn das Unterhaus mit Mehrheit ein zweites Referendum beschließt, vielleicht sogar mit einem Zusatzgesetz zum bestehenden "Anti-no-deal"-Gesetz,
könnte selbst der liebe Gott dieses Referendum nicht verhindern. Und auch nicht diese beiden Lügen- und Spaltungsgestalten.

Wie die Bedingungen für ein solches Referendum sein müssten, darüber kann man streiten. Ich bin aber der Meinung,
dass bereits ein klares Votum gegen einen Brexit eine entscheidende Wende wäre.
Denn das erste Referendum war ja auch nur eine knappe Mehrheit dafür, ohne besondere Bedingungen.
Um es dann - obwohl rechtlich nicht bindend - zur entscheidenden Seinsfrage über die britische Demokratie und
die zwingende Erfüllung des "klaren" Volkswillens hochzu"sterilisieren". :D

Ein zweites Referendum ohne Vorbedingungen, aber mit den drei klar abgefragten Optionen wäre für mich das Durchschlagen des "gordischen Knotens", wie ich das schon weiter oben beschrieben hatte.
1. Brexit, auch als "no deal"-Austritt
2. Brexit nur mit einem Austrittsvertrag
3. NO BREXIT at all. (for the sake of the nation, this Jesus ...ähm...this Brexit must die)

Jesus Christ, Superstar! :D
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon lili » Mi 11. Sep 2019, 12:50

garfield336 hat geschrieben:(11 Sep 2019, 11:10)

Für die EU ist bereits der Brexit ein Scheitern.

Jetzt gilt eigentlich nur dass bei der Rest-EU die Reihen geschlossen bleiben,


Ich sehe den Brexit als Reaktion auf die EU-Problematik.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon lili » Mi 11. Sep 2019, 12:50

garfield336 hat geschrieben:(11 Sep 2019, 11:15)

Die Unterschicht wird auch vom Brexit nicht profitieren.


Was würde denn der Unterschicht helfen?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 11. Sep 2019, 13:03

lili hat geschrieben:(11 Sep 2019, 12:50)

Was würde denn der Unterschicht helfen?


NO BREXIT, was sonst! - Die Wirtschaft GBs hat sich über Jahrzehnte hinweg vom ehemals kranken Mann Europas vor seinem Beitritt zur EU
zur zweiterfolgreichsten und zweitgrößten Volkswirtschaft des EU-Raums entwickelt. Damit einhergehend haben sich auch die Lebens- und Einkommensbedingungen
der niedrigeren Einkommensschichten deutlich verbessert. Ob das nicht genug war, darüber streiten sich ja nicht nur die Briten,
sondern auch wir hier in D, dem Land des mittlerweile stinkreichen und vor steuerlichen Überschußeinnahmen kaum noch geradeaus laufen könnenden
Ökonomieprimus D. Der größten Volkswirtschaft in der Europäischen Union.

Fakt ist und bleibt, dass der barrierefreie Wirtschaftsraum und seine Reise- und Niederlassungsfreiheit für die Menschen
selbst bzw. deren Kindern vielfach ganz andere, auch international ausgerichtete Bildungs- und Existenzchancen bot und weiterhin bietet.
Auch und besonders, was weniger begüterte Einkommensschichten angeht.

Das ist schon mal etwas, das SEHR viel wert ist. Vor allem, wenn man an die Zukunft der Kinder und Kindeskinder denkt.
Oder etwa nicht?

Es ist ein beliebtes Spiel, die EU bei jeder Gelegenheit kleinzureden oder sie negativ darzustellen.
Oder einfach nicht über all die positiven Dinge zu sprechen, die dieses einmalige und einzigartige weltweite Vorbildprojekt
für das friedliche und gedeihliche Miteinander der Völker Europas erbrachte und weiter erbringt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon lili » Mi 11. Sep 2019, 13:09

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(11 Sep 2019, 13:03)

NO BREXIT, was sonst! - Die Wirtschaft GBs hat sich über Jahrzehnte hinweg vom ehemals kranken Mann Europas vor seinem Beitritt zur EU
zur zweiterfolgreichsten und zweitgrößten Volkswirtschaft des EU-Raums entwickelt. Damit einhergehend haben sich auch die Lebens- und Einkommensbedingungen
der niedrigeren Einkommensschichten deutlich verbessert. Ob das nicht genug war, darüber streiten sich ja nicht nur die Briten,
sondern auch wir hier in D, dem Land des mittlerweile stinkreichen und vor steuerlichen Überschußeinnahmen kaum noch geradeaus laufen könnenden
Ökonomieprimus D. Der größten Volkswirtschaft in der Europäischen Union.

Fakt ist und bleibt, dass der barrierefreie Wirtschaftsraum und seine Reise- und Niederlassungsfreiheit für die Menschen
selbst bzw. deren Kindern vielfach ganz andere, auch international ausgerichtete Bildungs- und Existenzchancen bot und weiterhin bietet.
Auch und besonders, was weniger begüterte Einkommensschichten angeht.

Das ist schon mal etwas, das SEHR viel wert ist. Vor allem, wenn man an die Zukunft der Kinder und Kindeskinder denkt.
Oder etwa nicht?

Es ist ein beliebtes Spiel, die EU bei jeder Gelegenheit kleinzureden oder sie negativ darzustellen.
Oder einfach nicht über all die positiven Dinge zu sprechen, die dieses einmalige und einzigartige weltweite Vorbildprojekt
für das friedliche und gedeihliche Miteinander der Völker Europas erbrachte und weiter erbringt.



Es gibt doch den Problem in ganz Europa. Es sind keine kleinen Probleme, sondern eine große Krise von der wir sprechen.
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 11. Sep 2019, 13:15

lili hat geschrieben:(11 Sep 2019, 13:09)

Es gibt doch den Problem in ganz Europa. Es sind keine kleinen Probleme, sondern eine große Krise von der wir sprechen.


Ihre antieuropäischen, einzeiligen, pauschalierenden Plattitüden sind für mich eine weitere Diskussion nicht wert.
Tut mir leid. Ist nicht persönlich gemeint, sondern nur bezogen auf die zu dürftige inhaltliche Substanz ihrer Feststelllungen zu diesem Thema. Sorry. ;)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Europa2050 » Mi 11. Sep 2019, 14:11

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(11 Sep 2019, 13:03)

NO BREXIT, was sonst! - Die Wirtschaft GBs hat sich über Jahrzehnte hinweg vom ehemals kranken Mann Europas vor seinem Beitritt zur EU
zur zweiterfolgreichsten und zweitgrößten Volkswirtschaft des EU-Raums entwickelt. Damit einhergehend haben sich auch die Lebens- und Einkommensbedingungen
der niedrigeren Einkommensschichten deutlich verbessert. Ob das nicht genug war, darüber streiten sich ja nicht nur die Briten,
sondern auch wir hier in D, dem Land des mittlerweile stinkreichen und vor steuerlichen Überschußeinnahmen kaum noch geradeaus laufen könnenden
Ökonomieprimus D. Der größten Volkswirtschaft in der Europäischen Union.

Fakt ist und bleibt, dass der barrierefreie Wirtschaftsraum und seine Reise- und Niederlassungsfreiheit für die Menschen
selbst bzw. deren Kindern vielfach ganz andere, auch international ausgerichtete Bildungs- und Existenzchancen bot und weiterhin bietet.
Auch und besonders, was weniger begüterte Einkommensschichten angeht.

Das ist schon mal etwas, das SEHR viel wert ist. Vor allem, wenn man an die Zukunft der Kinder und Kindeskinder denkt.
Oder etwa nicht?

Es ist ein beliebtes Spiel, die EU bei jeder Gelegenheit kleinzureden oder sie negativ darzustellen.
Oder einfach nicht über all die positiven Dinge zu sprechen, die dieses einmalige und einzigartige weltweite Vorbildprojekt
für das friedliche und gedeihliche Miteinander der Völker Europas erbrachte und weiter erbringt.


In aller Deutlichkeit: Genau das :thumbup:

Manchmal kommen mir diese EU-Hater vor wie der sprichwörtliche Esel, der auf‘s Eis geht, wenn es ihm zu gut geht.

Unsere Mütter und Väter haben mit EWG/EG/EU ein Instrument geschaffen, das vor allem inneren Frieden zwischen den Völkern der EU, aber auch Wohlstand, Bewegungsmöglichkeiten und Rechtssicherheit für alle Bürger in Europa garantiert.

Nur weil ein paar Egomanen und Selbstdarsteller meinen, sich damit profilieren zu können, gegen die EU zu wettern und sich zu viele Briten davon überzeugen lassen haben, dieses Instrument wegzuwerfen, besteht keine Not, wieder in außen politische Verhältnisse von 1900 oder 1930 zurückzukehren
und sich wieder seine „Erzfeinde“ zu züchten.

Einigkeit macht stark! Abschottung macht rückständig!
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Mi 11. Sep 2019, 14:32

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(11 Sep 2019, 12:06)

Ich mag zwar dieses Wort Unterschicht nicht. Aber es stimmt, was sie feststellen.

Gerade die Menschen mit wenig Einkommen und bescheidenen bzw. schwierigen existenziellen Lebensverhältnissen (auch bezüglich der Möglichkeiten, ihren Kindern ggf.
international ausgerichtete Auslandsaufenthalte/Studien zu ermöglichen) werden genau jene sein,
die das bezahlen und tragen müssen. Und an den negativen Folgen des Brexit leiden bzw. klar benachteiligt sein werden.
Im übrigen auch, sollte es noch irgendwie zu einem Brexit mit einem "deal" kommen.

Was ich aus bereits ausführlich aus meiner Warte als faktisch nicht mehr machbar beschrieb.

Für mich gibt es nach wie vor nur noch zwei Möglichkeiten:
A) Ein zweites Referendum mit der Chance eines klaren Volksvotums gegen einen Austritt, das im Gefolgen den Brexit generell zu verhindert.
B) Einen no-deal Brexit des politischen Brandstifters gegen sein eigenes Volk, Boris Johnson.


Aber haben nicht gerade die mit wenig Einkommen, Bildung etc mehrheitlich für den Brexit gestimmt?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon lili » Mi 11. Sep 2019, 14:35

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(11 Sep 2019, 13:15)

Ihre antieuropäischen, einzeiligen, pauschalierenden Plattitüden sind für mich eine weitere Diskussion nicht wert.
Tut mir leid. Ist nicht persönlich gemeint, sondern nur bezogen auf die zu dürftige inhaltliche Substanz ihrer Feststelllungen zu diesem Thema. Sorry. ;)


Sie müssen auch nicht mit mir diskutieren. Mir geht es nicht um den Hass auf die EU, sondern die idealistische bzw. romantische Darstellung die mit der Realität nicht übereinstimmen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Maikel » Mi 11. Sep 2019, 15:18

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(11 Sep 2019, 12:43)
Ein zweites Referendum ohne Vorbedingungen, aber mit den drei klar abgefragten Optionen wäre für mich das Durchschlagen des "gordischen Knotens", wie ich das schon weiter oben beschrieben hatte.
1. Brexit, auch als "no deal"-Austritt
2. Brexit nur mit einem Austrittsvertrag
3. NO BREXIT at all. (for the sake of the nation, this Jesus ...ähm...this Brexit must die)

Ich nehme an, der Trick, der dahintersteckt ist dir bekannt? Und somit Absicht?

Bei so einer Fragestellung müsste die Gruppe der Brexiteers ihre Stimmen zwischen den beiden Optionen aufteilen, während alle Remainer für Option 3 stimmen würden. Im Ergebnis wäre das natürlich eine satte relative Mehrheit für NO BREXIT, aber vermutlich unter 50% der abgegebenen Stimmen.

Ich wünsche mir zwar, daß am Ende ein Exit vom Brexit steht, bin mir aber sicher, daß es nicht zu einem einfachen Referendum mit der von dir skizzierten Fragestellung kommen wird.

Wenn unter mehr als zwei Alternativen gewählt werden muß, dann braucht es ein Wahlverfahren mit ggf. einen zweiten Wahlgang, bei dem dann die zwei Optionen noch mal zur Wahl stehen, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen bekamen.
Es sei denn, eine der Optionen hat bereits im ersten Wahlgang mehr als 50% bekommen.
sünnerklaas
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon sünnerklaas » Mi 11. Sep 2019, 17:46

lili hat geschrieben:(11 Sep 2019, 12:50)

Was würde denn der Unterschicht helfen?


Die Finger vom Alkohol zu lassen und sich weniger zu prügeln.
rain353
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Registriert: Di 5. Dez 2017, 01:37

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon rain353 » Mi 11. Sep 2019, 19:09

lili hat geschrieben:(11 Sep 2019, 12:50)

Ich sehe den Brexit als Reaktion auf die EU-Problematik.


Wie findest du das einige Leute so lange wählen lassen wollen, bis ihnen das Ergebnis passt.


IljaHordist
vor 34 Minuten
@user Ich finde es vor allem ein schönes Demokratieverständnis, dass du offensichtlich der Ansicht bist, eine einmal getroffene Entscheidung sollte für immer in Stein gemeisselt sein. Zählt der Wille der Mehrheit plötzlich nichts mehr, wenn vor Jahren einmal eine Mehrheit anders entschieden hat?



user
vor 24 Minuten
@IljaHordist Du bist also der Meinung, dass man solange das Volk befragen soll, bis das Ergebnis passt.
Und bei anderen Themen, die dir passen, wärst du natürlich gegen erneute Abstimmungen.

Mit Demokratie hat das allerdings nichts mehr zu tun.

IljaHordist
@user Schön vom Thema abgelenkt. War mein Kommentar eine zu grosse Überforderung für dich?


Bist du auch Iljas Meinung, dass ich vom Thema abgelenkt habe?
"Es ist nichts so klein und wenig, woran man sich nicht begeistern könnte." - Friedrich Hölderlin
Ger9374

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Mi 11. Sep 2019, 19:27

Eine Abstimmung mit einer so hohen Bedeutung sollte ausreichend für einige Jahre sein. Wenn nicht sogar länger!
In Stein gemeißelt ist so etwas nie.
Doch auch ich würde sonst den Missbrauch befürchten.
Macht sich doch auch GB als ganzes damit unglaubwürdig wenn z.b ein Jahr nach dem Pro Brexit das Remain folgt.
Ove Haithabu
Beiträge: 507
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ove Haithabu » Mi 11. Sep 2019, 19:51

Maikel hat geschrieben:(11 Sep 2019, 15:18)

Ich nehme an, der Trick, der dahintersteckt ist dir bekannt? Und somit Absicht?

Bei so einer Fragestellung müsste die Gruppe der Brexiteers ihre Stimmen zwischen den beiden Optionen aufteilen, während alle Remainer für Option 3 stimmen würden. Im Ergebnis wäre das natürlich eine satte relative Mehrheit für NO BREXIT, aber vermutlich unter 50% der abgegebenen Stimmen.

Ich wünsche mir zwar, daß am Ende ein Exit vom Brexit steht, bin mir aber sicher, daß es nicht zu einem einfachen Referendum mit der von dir skizzierten Fragestellung kommen wird.

Wenn unter mehr als zwei Alternativen gewählt werden muß, dann braucht es ein Wahlverfahren mit ggf. einen zweiten Wahlgang, bei dem dann die zwei Optionen noch mal zur Wahl stehen, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen bekamen.
Es sei denn, eine der Optionen hat bereits im ersten Wahlgang mehr als 50% bekommen.

So ein Wahlverfahren gibt es ja bereits, siehe "Instant-Runoff-Voting"
Kohlhaas
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Kohlhaas » Mi 11. Sep 2019, 19:54

Eiskalt hat geschrieben:(10 Sep 2019, 20:55)

Wertvolle Zeit und Ressourcen.
Es reicht einfach

Es würde uns gar nichts kosten. Lassen wir den struwweligen BoJo doch einfach in seiner ganzen Schönheit streben. Niemand zwingt uns, an dem Affentheater teilzunehmen, das da gerade auf der Insel läuft.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 11. Sep 2019, 20:23

Maikel hat geschrieben:(11 Sep 2019, 15:18)

Ich nehme an, der Trick, der dahintersteckt ist dir bekannt? Und somit Absicht?

Bei so einer Fragestellung müsste die Gruppe der Brexiteers ihre Stimmen zwischen den beiden Optionen aufteilen, während alle Remainer für Option 3 stimmen würden. Im Ergebnis wäre das natürlich eine satte relative Mehrheit für NO BREXIT, aber vermutlich unter 50% der abgegebenen Stimmen.

Ich wünsche mir zwar, daß am Ende ein Exit vom Brexit steht, bin mir aber sicher, daß es nicht zu einem einfachen Referendum mit der von dir skizzierten Fragestellung kommen wird.

Wenn unter mehr als zwei Alternativen gewählt werden muß, dann braucht es ein Wahlverfahren mit ggf. einen zweiten Wahlgang, bei dem dann die zwei Optionen noch mal zur Wahl stehen, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen bekamen.
Es sei denn, eine der Optionen hat bereits im ersten Wahlgang mehr als 50% bekommen.


Natürlich ist das meine höchstpersönliche Wunschvorstellung, was -ich- für eine sinnvolle und ehrliche Entscheidungsgrundlage und Wahlmöglichkeit
der Menschen Britanniens ansehe. Wenn Sie mir das als "Trickserei" auslegen wollen, zum Nachteil der Brexit-Anhänger, die das Schicksal nicht so
abgefeimt bescheissen und ausbremsen dürfe (So zumindest interpretiere ich Ihre Gegenrede)... um es mal überspitzt auszudrücken. ;)

Aber wenn Ihnen dann erträglicher ums Herz, den Bauch und das Gewissen eines fairen Demokraten ist, als den ich Sie einschätze,
bittesehr:

Könnten Sie sich damit anfreunden?

Zweites Referendum mit zwei Wahlmöglichkeiten:

1. Brexit mit oder auch ohne deal
2. NO BREXIT at all (For the sake of the nation, this Brexit MUST die! :D )

Edit EW: Blödes automat. Rechschreibprogramm>Fehler ausgebessert.
Zuletzt geändert von Eulenwoelfchen am Mi 11. Sep 2019, 20:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Mi 11. Sep 2019, 20:26

Merkel hat offenbar Angst vor einem Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Vertrag, wenn man ihre Bundestagsrede anhört. Der Grund ist, dass in einem solchen Fall der EU in Großbritannien ein Wettbewerber ähnlich Singapur erwachsen würde: mit mehr Freiheit, weniger Regeln, niedrigen Steuern und mehr Wohlstand als in der EU möglich und gewünscht.

Es wäre ein Fenster einer freiheitlich organisierten Wirtschaft nahe dem sozialistischen Paradies. Ein Erfolg Großbritanniens könnte andere Länder auch überzeugen, dass der Brüsseler Wasserkopf und all die Richtlinien und Verordnungen von dort gar nicht sein müssen, und dass mehr Freiheit und eine bürgernahe, transparente und demokratische Regierung statt der Fremdbestimmung aus Brüssel auch zu mehr Wohlstand führen kann.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon JJazzGold » Mi 11. Sep 2019, 20:32

Julian hat geschrieben:(11 Sep 2019, 20:26)

Merkel hat offenbar Angst vor einem Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Vertrag, wenn man ihre Bundestagsrede anhört. Der Grund ist, dass in einem solchen Fall der EU in Großbritannien ein Wettbewerber ähnlich Singapur erwachsen würde: mit mehr Freiheit, weniger Regeln, niedrigen Steuern und mehr Wohlstand als in der EU möglich und gewünscht.

Es wäre ein Fenster einer freiheitlich organisierten Wirtschaft nahe dem sozialistischen Paradies. Ein Erfolg Großbritanniens könnte andere Länder auch überzeugen, dass der Brüsseler Wasserkopf und all die Richtlinien und Verordnungen von dort gar nicht sein müssen, und dass mehr Freiheit und eine bürgernahe, transparente und demokratische Regierung statt der Fremdbestimmung aus Brüssel auch zu mehr Wohlstand führen kann.


Wie endlich die annähernd dem sozialistischen Paradies gleichende Freiheit wäre, wenn GB von Verträgen mit den USA abhängig wäre, kann ich mir lebhaft vorstellen.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 11. Sep 2019, 20:35

lili hat geschrieben:(11 Sep 2019, 14:35)

Sie müssen auch nicht mit mir diskutieren. Mir geht es nicht um den Hass auf die EU, sondern die idealistische bzw. romantische Darstellung die mit der Realität nicht übereinstimmen.


Genau das bemängle ich an Ihren Einzeilern, die einfach pauschal etwas behaupten, ohne auch nur im Ansatz ausführlicher zu erläutern, womit Sie das faktenbasiert auch belegen können.
Behaupten kann man nämlich viel, ohne tatsächlich substanziell/inhaltliche Belege dafür liefern zu müssen.
Da dürfen Sie sich nicht wundern, wenn ihre Meinungsäusserungen - wie ich finde berechtigterweise - als reines Anti-EU-bashing angesehen werden.
Noch dazu, als sie all die Segnungen und für die Menschen des EU-Raums und deren existenziell deutlich bessere und friedliche Lebenssituation nicht ein
Wort der positiven Erwähnung übrig haben.

Es ist natürlich auch möglich, dass Sie zu jenem Menschenschlag gehören, der nach dem Schwabenmotto lebt: "Nix gesagt is gelobt genug".

Und deshalb nur zu gerne an der EU herummäkeln. GB, das ist auch auffällig, kommt dabei selten so mies bewertet bei Ihnen vor. Aber egal.
So sind sie eben dann. Dürfen Sie auch. Aber ich darf auch - für mich persönlich - so eine einseitig, inhaltlich dürftige Diskussionsbeigabe
dann auch - wieder für mich - als eine negative, nur herunterziehende Haltung bewerten, die
man -fälschlicherweise- auch noch mit einer Frage an Erich Kästner unterlegen könnte. ;) - Ohne die Zweideutigkeit allerdings,
die dessen feiner Ironie unterlag:

"Wo bleibt das Positive, Herr Kästner? - Wohlwissend, dass das in völlig anderen Zeiten und anderen Hintergrund-Zusammenhängen entstand.

Also endgültig: EoD.
Zuletzt geändert von Eulenwoelfchen am Mi 11. Sep 2019, 20:50, insgesamt 1-mal geändert.

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