EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Schnitter
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Schnitter » So 8. Sep 2019, 13:20

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:14)

Gut zu wissen, dass Sie Boris Johnson, Nigel Farage und viele andere als "neurechte Lügner" bezeichnen.


Womit hast du Probleme ? Mit "neurechts" oder mit "Lügner" ? ;)

Großbritannien bedeutungsloser als Belgien?


Ja, bedeutungsloser als Belgien.

Ich weiß nicht ob euch Superleuchten klar ist dass GB 50 % seines Exports in die EU liefert. Und insbesondere ist mir nicht klar ob ihr versteht was das bedeutet. I have fun :D
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » So 8. Sep 2019, 13:22

Schnitter hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:07)

Die EU hindert niemanden daran aus der EU auszutreten.

Die Briten stellen nur gerade fest welche Konsequenzen das haben könnte, man ist halt neurechten Lügnern auf den Leim gegangen. Kann passieren.

Sollte der Brexit stattfinden ist GB in 5 Jahren bedeutungsloser als Belgien.

Das ist doch ein schönes Exempel was passiert wenn man auf die rechten Rattenfänger reinfällt. ;)




Das Brexit Lager geht durch das ganze Britische Politische System.
Torys, Labour , Farage
Eine Definition rechte Rattenfänger so faktisch falsch wie es nur sein kann.
Darum ist es fast schon ein Gesellschaftliches Problem, geht durch ganze Familien der Streit!
Torys und Labour sind Demokraten, Jahrhunderte alt.Diese als Rattenfänger zu definieren nur frech.
Lügner und Täuscher sind vor allem vor der Abstimmung zum Austritt unterwegs gewesen. Johnson und Farage vorne weg.
Die Torys sind erzkonservativ, Johnson in diesen wirren eine politische Notlösung.
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Julian
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » So 8. Sep 2019, 13:23

Schnitter hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:20)

Womit hast du Probleme ? Mit "neurechts" oder mit "Lügner" ? ;)



Ja, bedeutungsloser als Belgien.

Ich weiß nicht ob euch Superleuchten klar ist dass GB 50 % seines Exports in die EU liefert. Und insbesondere ist mir nicht klar ob ihr versteht was das bedeutet. I have fun :D


Die Deutschen immer mit ihrem Exportfimmel. Deutschland exportiert massiv, und die Regierungspropaganda benutzt Begriffe wie Exportweltmeister - dennoch ist der durchschnittliche Deutsche ärmer als der durchschnittliche Italiener oder Grieche.

Außerdem nimmt der Handel Großbritanniens (und übrigens auch Deutschlands) mit der EU relativ gesehen ab zugunsten anderer, wachsender Weltregionen. Die EU ist nicht alles, schauen Sie mal über ihren engen Tellerrand!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon conscience » So 8. Sep 2019, 13:25

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:02)

Dafür müsste es erst einmal zu einem Brexit kommen, und das ist noch gar nicht sicher. Kann man aus dem Völkergefängnis der EU wirklich austreten? Ich bezweifle es.


Schnitter hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:07)

Die EU hindert niemanden daran aus der EU auszutreten.

Die Briten stellen nur gerade fest welche Konsequenzen das haben könnte, man ist halt neurechten Lügnern auf den Leim gegangen. Kann passieren.

Sollte der Brexit stattfinden ist GB in 5 Jahren bedeutungsloser als Belgien.

Das ist doch ein schönes Exempel was passiert wenn man auf die rechten Rattenfänger reinfällt. ;)


Die Verwendung der Vokabel "Völkergefängnis" als Bezeichnung für die EU macht doch deutlich, dass Julian, unser Neurechter Ethnopluralist, dass es ihm gar nicht um den sachlichen Austausch von Argumenten gelegen ist. Julian weiß natürlich, dass die Briten austreten können und sie nur an ihrem eigenen Unwillen scheitern.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Schnitter » So 8. Sep 2019, 13:28

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:23)

Die Deutschen immer mit ihrem Exportfimmel.


Exporte werden total überschätzt. Bald haben wir ja das Praxisbeispiel :D

Oh man wie dämlich muss man eigentlich sein....selbst den Briten selbst geht langsam ein Licht auf.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Schnitter » So 8. Sep 2019, 13:29

conscience hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:25)

Die Verwendung der Vokabel "Völkergefängnis" als Bezeichnung für die EU macht doch deutlich, dass Julian, unser Neurechter Ethnopluralist, dass es ihm gar nicht um den sachlichen Austausch von Argumenten gelegen ist. Julian weiß natürlich, dass die Briten austreten können und sie nur an ihrem eigenen Unwillen scheitern.


Das ist der neurechte Aluhutbefall.

Der erwischt jeden der den Kopf zu tief in die braune Masse taucht ;)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ove Haithabu » So 8. Sep 2019, 13:29

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 11:40)

Richtig. Also hat die EU ein Interesse daran, dort eine Grenze einzurichten, um auf protektionistische Weise ihren Markt zu schützen. Dazu würde die EU auch den Frieden in Nordirland riskieren, so wichtig scheint ihr der Schutz ihres Marktes vor Konkurrenz zu sein.

Das Vereinigte Königreich setzt dagegen auf Freihandel und will eine solche Grenze nicht.

Das Vereinigte Königreich will mit Sicherheit nicht die unkontrollierte Einfuhr von Gütern aus aller Welt ohne dass diese irgendwelche Standards erfüllen müssen oder das derjenige, der die Güter einführt, Zoll zahlen muss. Wenn das stimmen würde könnte Großbritannien ja am Tag des Brexit sämtliche Zollbeamten einsparen und sämtliche Waren unkontrolliert ins Land lassen. Nicht nur in Nordirland sondern auch in Dover. Das Gegenteil ist aber der Fall, Großbritannien stellt für den Brexit Zollbeamte ein anstatt diese einzusparen. Und auch aus Nicht-EU Ländern wird Großbritannien nach dem 31. Oktober die Einfuhr von Waren kontrollieren obwohl die EU das GB dann nicht mehr vorschreibt und es GB allein überlassen ist ob es seine Grenze sichert oder nicht.

Somit kann ich das Argument, dass GB auf Freihandel setzt und deshalb keine Grenze will, nicht nachvollziehen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon conscience » So 8. Sep 2019, 13:31

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:23)

Die Deutschen immer mit ihrem Exportfimmel. Deutschland exportiert massiv, und die Regierungspropaganda benutzt Begriffe wie Exportweltmeister - dennoch ist der durchschnittliche Deutsche ärmer als der durchschnittliche Italiener oder Grieche.


Julian belügt das Publikum

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » So 8. Sep 2019, 13:35

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 12:39)

Offenbar ein Freihandelsraum, der sehr auf sich selbst fokussiert ist und seinen Markt gegen äußere Einflüsse eifrig abschottet. Kein Wunder, dass das Vereinigte Königreich mit seiner Weltoffenheit da nicht so recht reinpasst. London möchte sich eben eher mit New York, Schanghai oder Tokio vergleichen und sieht die Wachstumsmärkte eher in China, Indien oder sonstwo außerhalb der EU.


Weltoffenheit?
Man will doch die Freiheit der Einreise von Bürgern der EU einschränken
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » So 8. Sep 2019, 13:36

Schnitter hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:28)

Exporte werden total überschätzt. Bald haben wir ja das Praxisbeispiel :D

Oh man wie dämlich muss man eigentlich sein....selbst den Briten selbst geht langsam ein Licht auf.


Warum sind denn die Deutschen in Westeuropa diejenigen mit den geringsten Vermögenswerten? Wozu dient all der Export von Waren, wenn man dafür offenbar keinen Gegenwert in den Taschen der einzelnen Bürger bekommt? Was habe ich vom Titel eines Exportweltmeisters?

Wissenschaftler und Studenten, so sie qualifiziert sind, werden weiter nach Cambridge, Oxford und London strömen, auch wenn sie dort für ihr Studium im Gegensatz zu deutschen Billig-Unis bezahlen müssen. Die Banker werden weiterhin ihre Geschäfte in der glänzenden Weltstadt London machen, und nicht in hässlichen Provinzstädten wie Frankfurt. Und die britische Exportwirtschaft wird stärker mit der Weltwirtschaft vernetzt und kompetitiver werden, wenn sie aus der sozialistischen, protektionistischen EU raus ist.

Es wird Anpassungsschwierigkeiten geben, ohne Frage, und diese werden über Jahre anhalten. Die Frage ist aber, wie sich der Austritt langfristig auswirken wird. Und da bin ich für Großbritannien eher optimistisch und für die EU eher pessimistisch.

Großbritannien scheint sich gerade noch rechtzeitig zu verabschieden - also vor dem Euro, vor der vollen Implementierung der Transferunion. Deutschland steckt schon bis zum Hals in der Scheiße; dazu reicht ein Blick auf die TARGET2-Salden. Die Südländer unter Anführung Frankreichs haben es geschafft, Deutschland in seine Funktion als dauernder Zahlmeister zu drücken, denn wenn Deutschland austräte, würde es kurzfristig noch teurer und nur sehr, sehr langfristig wieder billiger. L'Allemagne payera, und dies noch mehr, wenn der andere wichtige Nettozahler erst einmal raus ist.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » So 8. Sep 2019, 13:42

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:23)

Die Deutschen immer mit ihrem Exportfimmel. Deutschland exportiert massiv, und die Regierungspropaganda benutzt Begriffe wie Exportweltmeister - dennoch ist der durchschnittliche Deutsche ärmer als der durchschnittliche Italiener oder Grieche.


conscience hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:31)

Julian belügt das Publikum

https://awblog.at/wp-content/uploads/20 ... ndards.png


Wo soll ich lügen? Mir reicht es langsam mit Ihren wüsten Unterstellungen.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist kein Maß für den Wohlstand des Individuums! Das mediane Vermögen ist dafür ein viel besserer Wert. Auf den habe ich mich bezogen, und da sieht es schlecht für Deutschland aus.

Die meisten Bundesbürger besitzen deutlich weniger als andere Europäer. Das geht aus einer Studie der europäischen Zentralbank (EZB) hervor. Danach sammelt der mittlere deutsche Haushalt ein Nettovermögen von 60 000 Euro an, die Bürger im Schnitt von 18 Euro-Staaten dagegen mehr als 100 000 Euro. Weil das mittlere Vermögen unter anderem in allen Euro-Krisenstaaten höher ausfällt als in Deutschland, könnten die Ergebnisse vor der Bundestagswahl 2017 scharfe Kontroversen auslösen.

Die Daten bestätigen die Tendenz einer EZB-Studie von 2013. Somit ist die Bundesrepublik zwar seit Langem Europas wirtschaftlicher Motor. Bei einem Großteil der Bevölkerung kommt davon aber wenig an. Die Hälfte der deutschen Haushalte besitzt nach Abzug von Schulden null bis höchstens 60 000 Euro. In den Euro-Krisenstaaten Zypern und Italien, das gerade wegen Bankenproblemen im Fokus steht, liegt das mittlere Vermögen bei 170 000 beziehungsweise knapp 150 000 Euro. Franzosen kommen auf knapp doppelt so viel wie die Deutschen. Selbst Portugal und Griechenland weisen einen höheren Wert auf als die Bundesrepublik.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.3308252
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Schnitter » So 8. Sep 2019, 13:44

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:36)

Warum sind denn die Deutschen in Westeuropa diejenigen mit den geringsten Vermögenswerten?


Deine neurechten Lügen kannst du der Parkuhr erzählen.

https://www.prosperity.com/rankings

Wissenschaftler und Studenten, so sie qualifiziert sind, werden weiter nach Cambridge, Oxford und London strömen, auch wenn sie dort für ihr Studium im Gegensatz zu deutschen Billig-Unis bezahlen müssen. Die Banker werden weiterhin ihre Geschäfte in der glänzenden Weltstadt London machen, und nicht in hässlichen Provinzstädten wie Frankfurt.


Wissenschaftler, Studenten und Banker verpissen sich gerade aus dem maroden GB.

"Glänzend" :D Wann warst du das letzte mal in England ? Die haben eine Bausubstanz wie in der DDR 1987 :p

Und die britische Exportwirtschaft wird stärker mit der Weltwirtschaft vernetzt und kompetitiver werden...


GB wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Die Regeln werden in Zukunft zwischen den 3 starken Playern USA; China und Europa ausgehandelt.

Da darf GB dann der Zeitung entnehmen was beschlossen wurde. :)

L'Allemagne payera, und dies noch mehr, wenn der wichtige Nettozahler erst einmal raus ist.


Deutschland ist bekanntlich der Hauptnutznießer der EU.

Wie gesagt: Mit deinen Lügen kannst du vielleicht sächsische Bildungsverlierer verarschen. ;)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » So 8. Sep 2019, 13:48

Schnitter hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:44)

Deine neurechten Lügen kannst du der Parkuhr erzählen.

https://www.prosperity.com/rankings


Was soll dieses Ranking mit persönlichem Wohlstand des Durchschnittsbürger zu tun haben?

Sie können hier erzählen was Sie wollen, aber den Zusammenhang zwischen exportgetriebener Wirtschaft und Wohlstand des einzelnen Bürgers ist nicht zu erkennen. Der durchschnittliche Grieche hat höhere Vermögenswerte als der durchschnittliche Deutsche, ganz zu schweigen von Italienern und Franzosen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » So 8. Sep 2019, 13:53

Schnitter hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:44)
GB wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Die Regeln werden in Zukunft zwischen den 3 starken Playern USA; China und Europa ausgehandelt.

Da darf GB dann der Zeitung entnehmen was beschlossen wurde. :)


Da kommen plötzlich wieder alte deutsche Träume von Großmacht, sehe ich das richtig? Die EU als Vehikel der Deutschen, um ihre Traumata zu verarbeiten und doch weiter Großmacht spielen zu dürfen.

Schnitter hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:44)
Deutschland ist bekanntlich der Hauptnutznießer der EU.


Dass Deutschland der Hauptnutznießer der EU sei, ist eine oft wiederholte, aber unbelegte Behauptung. Die Statistik zu Vermögenswerten, die ich oben verlinkt habe, sagt etwas ganz anderes, und unsere verrottende Infrastruktur und unsere digitale Rückständigkeit ebenso.

Schnitter hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:44)
Wie gesagt: Mit deinen Lügen kannst du vielleicht sächsische Bildungsverlierer verarschen. ;)


Noch einmal: Wo lüge ich? Wägen Sie Ihre Worte ab, bevor Sie hier schreiben.

Dass Sachsen immer mit am besten bei Bildungsbewertungen abschneidet, ist Ihnen bekannt?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ove Haithabu » So 8. Sep 2019, 13:57

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 12:39)

Offenbar ein Freihandelsraum, der sehr auf sich selbst fokussiert ist und seinen Markt gegen äußere Einflüsse eifrig abschottet. Kein Wunder, dass das Vereinigte Königreich mit seiner Weltoffenheit da nicht so recht reinpasst. London möchte sich eben eher mit New York, Schanghai oder Tokio vergleichen und sieht die Wachstumsmärkte eher in China, Indien oder sonstwo außerhalb der EU.

Es ist richtig dass London einer der bedeutensten Finanzmärkte der Welt ist (und auch bleibt) Auch andere Finanzmärkte wie Singapur oder New York liegen nicht in der EU und auch denen geht es prächtig. Dennoch würden die Briten schon gerne ihren Zugriff auf den (Ihrer Meinung nach abgeschotteteten und auf sich selbst fokusierten) EU Finanzmarkt behalten. Daraus wird aber wohl eher nichts und das wird den Bankern in London weh tun.

Es bleibt zu bemerken dass der Finanzmarkt London auch innerhalb der EU florieren konnte. Es hat also niemand in der EU London übel genommen oder erschwert, sich mit New York, Schanghai oder Tokio zu vergleichen. Es bleibt ferner zu bemerken dass gerade die City of London verhältnismäßig stark Remain votiert hat. Warum wohl ? Davon mal abgesehen glauben Sie doch wohl selber nicht dass ein Mangel an Weltoffenheit der EU ein Grund für den Brexit war und London sich nicht mehr mit der Abgeschottenheit der EU in der Welt identifizieren konnte und deshalb aus der EU raus wollte.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Schnitter » So 8. Sep 2019, 13:58

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:53)

Da kommen plötzlich wieder alte deutsche Träume von Großmacht, sehe ich das richtig?


Großmachtträume haben Johnson, Farage und der Rest der Lügnerbande die GB auf den Abgrund zusteuern:

Das verwirrte Empire

Noch immer haben viele Briten den Untergang ihres Weltreichs nicht verkraftet: Sie glauben, das Land könne ohne die EU zu alter Größe zurückfinden.


https://www.handelsblatt.com/politik/in ... ZRjr5r-ap1

Sehr lesenswerter Artikel.

Monty Python hatte Recht :D

Noch einmal: Wo lüge ich? Wägen Sie Ihre Worte ab, bevor Sie hier schreiben.


Voila:

https://www.prosperity.com/rankings
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » So 8. Sep 2019, 14:49

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:36)

Warum sind denn die Deutschen in Westeuropa diejenigen mit den geringsten Vermögenswerten?
Das liegt vor allem an der Tatsache dass bei den Staaten Westeuropas nur Deutschland eine Wiedervereinigung zu verkraften hatte. Im Osten sind die Vermögen logischerweise noch nicht so hoch wie im Westen. Kann man z. B. an der Wohneigentumsquote ablesen. In Rheinland-Pfalz liegt die bei ca 58%, in Sachsen (das wie Rheinland-Pfalz ebenfalls ca 4,1 Mio Einwohner hat) bei ca 35%.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon lili » So 8. Sep 2019, 15:08

,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon tabernakel » So 8. Sep 2019, 16:18

Ich tippe mal drauf dass Johnson das No-Deal Gesetz am Ende schlicht ignoriert, und zur Not eine Verurteilung und ein paar Tage Gefängnis dafür in Kauf nimmt. Von daher wird Macron den Antrag nicht mal ablehnen müssen, es wird wohl keinen geben.

Aber noch ist für Johnson nicht aller Tage Abend, er wird weiterhin immer wieder versuchen die Opposition mit Neuwahlen vor Ende Oktober zu ködern, da er aufgrund der Entscheidung Labors fünf Jahre lang auf einen klassischen Sozialisten an der Spitze zu setzen sehr gute Chancen hat diese haushoch zu gewinnen - trotz Brexit-Debakel! Dann könnte er flugs das Gesetz kippen, und müsste nicht mal mehr einige Tage Gefängnis einkalkulieren. Aber am Ende wird ihm wohl auch das egal sein, Hauptsache "gewonnen" ... zudem Staatsverpflegung und staatlicher Reinigungsservice ja auch nicht zu verachten sind.

Wie viele krachende Wahlniederlagen - trotz eben jeder Johnsons - brauchen Europas Mitte-Linksparteien eigentlich noch bis sie anfangen ihre extrem-linken Flügel und deren Toleranz für Islamisten zu kappen um wieder eine ernstzunehmende Opposition auf die Beine stellen zu können? Gilt für die SPD genauso wie für GBs Labor; unsere Aussenminister waren mal das Aushängeschild deutscher Politik. Erst seit die SPD da einen Hamas- und Iran-Versteher nach dem anderen platziert, und auch sonst kaum noch von "der Linken" zu unterscheiden ist, sind die zum schämen ...
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Alter Stubentiger » So 8. Sep 2019, 16:47

Julian hat geschrieben:(08 Sep 2019, 13:48)

Was soll dieses Ranking mit persönlichem Wohlstand des Durchschnittsbürger zu tun haben?

Sie können hier erzählen was Sie wollen, aber den Zusammenhang zwischen exportgetriebener Wirtschaft und Wohlstand des einzelnen Bürgers ist nicht zu erkennen. Der durchschnittliche Grieche hat höhere Vermögenswerte als der durchschnittliche Deutsche, ganz zu schweigen von Italienern und Franzosen.


Vermögen heißt nicht "bar zur Verfügung". Unheimlich viele Griechen und Italiener haben alte Häuschen und Grundstücke in heruntergekommenen Dörfern oder abgelegenen Inseln. Das ist aber Vermögen welches nicht wirklich nutzbar ist für den Italiener der aus diesen Dörfern in die Zentren oder Deutschland gezogen ist.

Deutschland dagegen ist ein Volk von Mietern. Bei uns wurde ja viel zerbombt und konnte nicht wie in den Südländern vererbt werden. Der Deutsche hat also ein sehr gutes Einkommen aber zu hohe Ausgaben. Vor allem für die Mieten. Und dann fehlt es eben an greifbaren Vermögenswerten bei der Unterschicht und unteren Mittelschicht.

Wenn du weiterdenkst erkennst du warum der typische Italiener nun trotzdem weniger für seinen Konsum oder zum sparen hat als der typische Deutsche.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)

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