Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Sa 24. Aug 2019, 13:54

@ Wähler:
Eine EU der unteschiedlichen Geschwindigkeiten ist möglich. Eine stärker integrierte Kern-EU sollte aber eine kritische Größe besitzen.


Das stimmt natürlich. Deshalb muß man sehr ernsthaft prüfen, welche Partner denn weiterhin zügig voran gehen wollen in Richtung einer Föderation, und welche Partner sich dem standhaft verweigern.

Kanzlerin Merkel kämpft für die möglichst große EU, um der deutschen Industrie einen möglichst großen Markt zu erhalten. Mit dieser Kanzlerin ist also nicht zu rechnen, wenn es in Richtung Kerneuropa gehen soll. Zuvor muß die EU in Trümmern liegen.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Ger9374 » Sa 24. Aug 2019, 14:07

H2O hat geschrieben:(24 Aug 2019, 13:54)

@ Wähler:


Das stimmt natürlich. Deshalb muß man sehr ernsthaft prüfen, welche Partner denn weiterhin zügig voran gehen wollen in Richtung einer Föderation, und welche Partner sich dem standhaft verweigern.

Kanzlerin Merkel kämpft für die möglichst große EU, um der deutschen Industrie einen möglichst großen Markt zu erhalten. Mit dieser Kanzlerin ist also nicht zu rechnen, wenn es in Richtung Kerneuropa gehen soll. Zuvor muß die EU in Trümmern liegen.




Die Heilige Angela übt sich ja schon in Deutschland redlich ordentlich was zu zerdeppern.Das mit Europa braucht dann etwas länger. Ich baue auf Macron!
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Sa 24. Aug 2019, 14:13

Ger9374 hat geschrieben:(24 Aug 2019, 14:07)

Die Heilige Angela übt sich ja schon in Deutschland redlich ordentlich was zu zerdeppern.Das mit Europa braucht dann etwas länger. Ich baue auf Macron!


Nein, diese Bewertung ist mir zu heftig; mehr: Sie will das Gute, und sie erreicht dieses Ziel nicht immer.... :) Das geht Präsident Macron aber nicht so viel besser!
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Sa 24. Aug 2019, 14:20

H2O hat geschrieben:(24 Aug 2019, 13:40)

Freundlicher Widerspruch: Die EU-Verträge sind schon ganz in Ordnung. Nur macht es wenig Freude, ihre Beachtung vor Gericht erstreiten zu müssen. Was helfen gute Verträge, wenn Vertragspartner sie bewußt und gezielt mißachten wollen?
Falls das betroffene EU-Mitglied auch nur 1 anderes Mitglied findet das ihm zur Seite steht bleiben Verstöße sanktionslos, denn Sanktionen können nur einstimmig verhängt werden. Da muß sich niemand vor Verstößen fürchten.
Ich bin der Meinung, daß ein Kreis der Willigen einen Kern der EU bilden sollte, in dem alle Freiheiten der EU-Verträge gelten. Der Rest der EU kann dann tun, was er gern möchte; nur gibt es dazu keine Solidarmittel aus dem Kern mehr... und Grenzen mit den bekannten Personenkontrollen und Zollkontrollen.
Na hoffentlich werden wir das noch erleben. Spätestens nach dem Vollzug des Brexit muß klar werden von wem und wie die Zukunft der EU gestaltet wird.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Ger9374 » Sa 24. Aug 2019, 14:22

Am Ende wird das Ergebnis zählen, wie es zustande kommt wäre mir dann egal.
Hauptsache vorwärts;-))
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Sa 24. Aug 2019, 14:32

Orbiter1 hat geschrieben:(24 Aug 2019, 14:20)

Falls das betroffene EU-Mitglied auch nur 1 anderes Mitglied findet das ihm zur Seite steht bleiben Verstöße sanktionslos, denn Sanktionen können nur einstimmig verhängt werden. Da muß sich niemand vor Verstößen fürchten.

Na ja, das Urteil des EuGH hat Polen aber anerkannt und zähneknirschend einige Maßnahmen rückabgewickelt. Rausschmeißen möchte ich Polen bestimmt nicht, schon weil ich mich selbst auch 'rausschmisse! :mad2:

Na hoffentlich werden wir das noch erleben. Spätestens nach dem Vollzug des Brexit muß klar werden von wem und wie die Zukunft der EU gestaltet wird.

Daran glaube ich erst, wenn ich das erlebe! Mit einer Regierung Merkel liegt der Vorrang nicht auf "Gemeinschaft" sondern auf "Großraum für die deutsche Wirtschaft". Das habe ich auch erst sehr spät erkannt... ist ja auch nicht die schlechteste deutsche Interessenpolitik!
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Rio » So 25. Aug 2019, 06:01

H2O hat geschrieben:(11 Aug 2019, 19:29)

Wir werden auch unsere europäische Bildungslandschaft gemeinsam gestalten müssen, wenn das gemeinsame Europa gelingen soll.


Praktisch unmöglich.

Selbst innerhalb Deutschlands massive Unterschiede,und wenn man das europaweit gleich gestalten müsste,wäre das quasi die Titanic vor dem großen Eisberg die nicht mehr abzuwenden wäre.
Und dann noch strukturell,lehrplanmässig,finanziell auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen,wird unmöglich.

Hab es in Griechenland erlebt , das staatliche Bildungssystem eine pure Katastrophe. Das wissen alle,die Lehrer,die Eltern und vorallem die Schüler. Die Schüler,die sich nicht im voraus aufgeben , und einen vermögenden Hintergrund haben,schaffen es dann oft auf Eliteunis im Ausland ihr Studium erfolgreich zu meistern.

Naja über die Inhalte wird man nie eine Einigung finden werden auf EU Ebene,weil es keinerlei Verständnis auf allen Seiten gibt. Dann müsste man den jungen Griechen erklären dass die anderen Völker nicht so ganz "freiwillig" hellenisiert wurden und nicht ständig Opfer der bösen anderen Völker sind, den Deutschen paar Sachen zur NS Zeit zu hinterfragen haben,nicht nur das Christentum mit den Kreuzrittern in Verbindung zu bringen , sondern auch mal den Islam mit Selbstmordattentätern.
In den christlich gepragten Ländern die Evolutionstheorie ausreichend objektiv zu lehren und wenn überhaupt auch mal einzuführen.

Sie glauben hier wird alles richtig gelehrt ? HA , denken die anderen von sich auch.


Bildungsvereinheitlichung auf EU Ebene ? Niemals.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » So 25. Aug 2019, 08:24

Rio hat geschrieben:(25 Aug 2019, 06:01)

Praktisch unmöglich.

Selbst innerhalb Deutschlands massive Unterschiede,und wenn man das europaweit gleich gestalten müsste,wäre das quasi die Titanic vor dem großen Eisberg die nicht mehr abzuwenden wäre.
Und dann noch strukturell,lehrplanmässig,finanziell auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen,wird unmöglich.

Hab es in Griechenland erlebt , das staatliche Bildungssystem eine pure Katastrophe. Das wissen alle,die Lehrer,die Eltern und vorallem die Schüler. Die Schüler,die sich nicht im voraus aufgeben , und einen vermögenden Hintergrund haben,schaffen es dann oft auf Eliteunis im Ausland ihr Studium erfolgreich zu meistern.

Naja über die Inhalte wird man nie eine Einigung finden werden auf EU Ebene,weil es keinerlei Verständnis auf allen Seiten gibt. Dann müsste man den jungen Griechen erklären dass die anderen Völker nicht so ganz "freiwillig" hellenisiert wurden und nicht ständig Opfer der bösen anderen Völker sind, den Deutschen paar Sachen zur NS Zeit zu hinterfragen haben,nicht nur das Christentum mit den Kreuzrittern in Verbindung zu bringen , sondern auch mal den Islam mit Selbstmordattentätern.
In den christlich gepragten Ländern die Evolutionstheorie ausreichend objektiv zu lehren und wenn überhaupt auch mal einzuführen.

Sie glauben hier wird alles richtig gelehrt ? HA , denken die anderen von sich auch.


Bildungsvereinheitlichung auf EU Ebene ? Niemals.


Mal sehen, so in 20 bis 30 Jahren. Dann wachsen neue Einsichten. Aber darüber reden muß man schon heute. Insofern ist Ihr Beitrag nützlich. Nur nicht locker lassen.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 25. Aug 2019, 20:02

Offenbar hat Macron zum G7 Gipfel ohne Wissen der übrigen - weder Trump noch Merkel oder andere wussten davon - den iranischen Aussenminister parallel zum G7 Gipfel nach Biarritz eingeladen. Angeblich nur zu Gesprächen,
die dort der franz. Aussenminister parallel mit dem heute Mittag eingeflogenen Iran. Aussenminister führen wollte...natürlich in der Badehose im Golf von Biscaya. Es ist ja Hochsommer... :cool:

Fazit: Lieber Herr Macron, dümmer geht immer...*großes Kino, das die Gegensätze zwischen den USA und der EU nur noch weiter vertiefen wird. Und ich bin fast sicher, dass Trump und die US-Regierung das nicht
vergessen werden.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » So 25. Aug 2019, 21:20

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(25 Aug 2019, 20:02)

Fazit: Lieber Herr Macron, dümmer geht immer...*großes Kino, das die Gegensätze zwischen den USA und der EU nur noch weiter vertiefen wird. Und ich bin fast sicher, dass Trump und die US-Regierung das nicht vergessen werden.
Na hoffentlich vergisst das der verlogene, erpresserische Vollidiot, der sich für den Auserwählten hält, tatsächlich nicht. Langsam müsste er ja merken dass es in China, Russland, der Türkei und auch in Europa Leute gibt die nicht auf den Knieen vor ihm rumrutschen und ihm die Stiefel lecken. Dazu gibt es auch weniger Anlass denn je.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 25. Aug 2019, 22:44

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Aug 2019, 21:20)

Na hoffentlich vergisst das der verlogene, erpresserische Vollidiot, der sich für den Auserwählten hält, tatsächlich nicht. Langsam müsste er ja merken dass es in China, Russland, der Türkei und auch in Europa Leute gibt die nicht auf den Knieen vor ihm rumrutschen und ihm die Stiefel lecken. Dazu gibt es auch weniger Anlass denn je.


Das kann man rein emotional so sehen. Kein Einwand. Es wird aber wenig zielführend sein, den sowieso unberechenbaren und in Sachen Iran grundsätzlich anders
denkenden Präsidenten der USA umzustimmen. Ich befürchte eher das Gegenteil. Und vor allem auch, dass dieser diplomatische Coup in Halbstarkenmanier den mehr als sprunghaften Mr. Trump noch zu Reaktionen veranlassen könnte, die nicht nur FRA, sondern der ganzen EU nicht nur politisches Kopfschütteln bereiten werden, sondern einiges Kopfzerbrechen. Nicht nur in Sachen Iran...

Mal sehen, was Herr Macron sagt, wenn die franz. Autokonzerne unter einem 25%-US-Zolldruck geraten. Die deutschen natürlich auch.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Mo 26. Aug 2019, 14:24

Eine durchweg feindselige Haltung gegenüber dem Rest der Welt werden sich auch die USA nicht lange leisten können. Auch der Reichtum und die Wehrkraft der USA beruhen auf Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil, die sich nach dem 2. Weltkrieg entwickelt hatte.

Von einer derzeit noch gar nicht erkennbaren Stufe von Benachteiligungen an wird das Vertrauen in den Partner USA so weit zerstört sein, daß bisher treue Partner der USA sich neue Wege erschließen, um ihren Wohlstand ohne Rücksicht auf Interessen der USA zu bewahren.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Mo 26. Aug 2019, 14:31

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(25 Aug 2019, 22:44)

Das kann man rein emotional so sehen. Kein Einwand. Es wird aber wenig zielführend sein, den sowieso unberechenbaren und in Sachen Iran grundsätzlich anders
denkenden Präsidenten der USA umzustimmen. Ich befürchte eher das Gegenteil. Und vor allem auch, dass dieser diplomatische Coup in Halbstarkenmanier den mehr als sprunghaften Mr. Trump noch zu Reaktionen veranlassen könnte, die nicht nur FRA, sondern der ganzen EU nicht nur politisches Kopfschütteln bereiten werden, sondern einiges Kopfzerbrechen. Nicht nur in Sachen Iran...
Die einzige Reaktion des Auserwählten bestand darin, mitzuteilen dass er selbstverständlich vorab über den Besuch des iranischen Außenministers informiert war und keine Einwände dagegen hatte. Vermutlich, wie fast alles was dieser Mann von sich gibt, von vorne bis hinten erstunken und erlogen.

Zu meinem größten Bedauern wird der Auserwählte demnächst Deutschland besuchen um uns mit seinen Lügengeschichten zu beehren und auf unser Land einzudreschen. Ich hoffe man bereitet ihm einen angemessenen Empfang.
Mal sehen, was Herr Macron sagt, wenn die franz. Autokonzerne unter einem 25%-US-Zolldruck geraten. Die deutschen natürlich auch.
Welche französischen Autokonzerne exportieren in die USA? Soweit mir bekannt keiner.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Eulenwoelfchen » Di 27. Aug 2019, 02:21

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Aug 2019, 14:31)

Die einzige Reaktion des Auserwählten bestand darin, mitzuteilen dass er selbstverständlich vorab über den Besuch des iranischen Außenministers informiert war und keine Einwände dagegen hatte. Vermutlich, wie fast alles was dieser Mann von sich gibt, von vorne bis hinten erstunken und erlogen.

Zu meinem größten Bedauern wird der Auserwählte demnächst Deutschland besuchen um uns mit seinen Lügengeschichten zu beehren und auf unser Land einzudreschen. Ich hoffe man bereitet ihm einen angemessenen Empfang.


Mal sehen, was besonders auf D noch zukommt. Man sollte nicht vergessen, dass Trump, als sein Rüssel sehr verärgert auf Europa zeigte, dieser irgendwie besonders auf D fokussiert war (Deutsche Autos seiner Meinung nach sogar die nationale Sicherheit der USA gefährden...Und das niedrige Verteidigungsbudget von D stinkt ihm wohl auch weiterhin...) Egal. Eines ist sicher, man sollte nicht zu sicher sein, das man vor ihm sicher ist.

Was meinen Sie mit "angemessenem Empfang bereiten"? - Soll Angela Merkel ihn tatsächlich auch mit einem diplomatischen Coup wie Macron überraschen?
Zum Beispiel beim militärischen Ehren-Abschreiten statt einer entkräfteten Bundeswehreinheit mit einem strammen Buffi-Corps? (Lächelnd raunt Sie ihm mit all ihrer staatsfraulichen Erfahrung und vermittelnden Diplomatiekompetenz zu: "Das ist meine neueste KSK-Elitegruppe, das T-Team! Für besonders schwierige Einsätze. Und nicht mal so teuer, lieber Donald!").

Oder sollte Sie Trump bei der Begrüßung mit einem geilen Hut überraschen? Zum Beispiel einem original iranischen Turban. Den schon beim G7-Gipfel der iranische Aussenminister seinem franz. Amtskollegen als Geschenk für Merkel überreichte. Und den Angelas Busenfreund Macron irgendeinem Pariser Modefuzzi zur Überarbeitung übergab, damit dieser das Männerteil soweit frauenfreundlich umdesigned, dass auch unsere Kanzlerin - welch eine Herkulesaufgabe - todchic damit aussieht. Und Trump angenehm überrascht.

Wie auch immer...Persönlich halte ich zwar eher weniger davon, wenn jetzt Europäer/-innen Trump den Titel als Überraschungsweltmeister und politischer Schachterlteufel streitig machen wollen. Denn das kann bei ihm dazu führen, dass er in ein tiefes Loch fällt. Und was er dann macht, möchte ich nicht wissen... Unter anderem, ob er sich tatsächlich und sofort nach einer durchzwitscherten Nacht mit einem G36 erschießen will? Was aber nicht klappte, weil es ausnahmsweise kein fake ist, dass das Teil nicht genau genug schießen kann und er deshalb nur seinen großen Zeh traf, statt der eigentlich auserwählten Birne.

Ich darf gar nicht an die armen Krankenschwestern im Weissen Haus denken, wenn der dann wirklich unleidlich wird.

Schauen wir erstmal, was der Herr Macron so mit dem Iran hinbekommt. Bisher ist das ja alles unter dem Aspekt zu sehen, dass Iran stets nur Forderungen gestellt hat und Neuverhandlungen zum Atomabkommen kategorisch ablehnte. Warum das jetzt ausgerechnet nach dem G7-Gipfel so anders werden sollte, bei den Mullahs in Teheran, will sich mir nicht erschließen.

Auch wenn Macrons Frankreich sicher eines jener europäischen Länder ist, die dem dortigen Regime traditionell genehm sind. Schließlich war der große Revolutionär Khomeini ja
Schutzgast in FRA, bevor er dann das schuf, zu dem unser Bundespräsident so emphatisch jubliläumsgratulierte. Auch in meinem Namen. Was ich hiermit als freche Amtsanmaßung des Herrn Bundespräsidenten und auch als
glatte Lüge gegenüber Iran anprangere. Nie und nimmer war und bin ich bereit, den dortigen Mullahs zu irgendwas zu gratulieren, ausser zu ihrem friedlichen und schnellstmöglichem Ableben.

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Aug 2019, 14:31)
Welche französischen Autokonzerne exportieren in die USA? Soweit mir bekannt keiner.

Stimmt. Da haben Sie recht. Der US-Markt scheint für Renault ein weisser und uninteressanter Fleck zu sein. Ausser vielleicht indirekt über die Kooperation mit Nissan. Aber das ist wohl tatsächlich vernachlässigbar.
Aber was ja noch nicht ist, könnte ja auch noch werden. Gerade auf dem Sektor E-Auto.

Aufgrund der Nichtaktivität franz. Autokonzerne auf dem US-Markt kann es Macron tatsächlich piepegal sein, ob er Trump provoziert, der dann ausrastet ...und deutsche Autos mit 25 % Einfuhrzoll belastet. Im Gegenteil. Das dürfte sogar im Sinne des franz. Staatskonzerns Renault sein. Alles was Wettbewerber von Renault schwächt, ist gut für Renault und Macron. Und die Hauptwettbewerber z.B. auf dem deutschen Markt sind für Renault nunmal hauptsächlich auch deutsche Hersteller.

Insofern kann sich Macron sogar freuen, wenn deutsche Autos fette Strafzölle aufgebrummt bekommen und damit erhebliches Rendite-Blei ans Konzernbein bekommen. In D zumindest scheint der Staatskonzern recht aktiv zu sein.
Macht also Sinn, wenn ein strammer Antitrump Macron den Auserwählten bis aufs Blut reizt und der dann - nachtragend wie er nun mal ist - deutsche Autokonzerne mit massiven Import-Zöllen attackiert und schwächt.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Ger9374 » Di 27. Aug 2019, 04:00

Die Franzosen haben bisher wohl den Geschmack der US- Autokäufer nicht getroffen. Das Trumpeltier hat es bis jetzt ja auf vorrangig Deutsche Exporte abgesehen.Die Franzosen legen größten Wert auf den Schutz ihrer Landwirte.
Sprich wenig Agrar Exporte aus den USA.
Darauf ist Trump so scharf.
Die E.U bietet ja quasi schon null Zölle auf Industrieprodukte an, bis jetzt wenig Ergebnisse darüber vernommen.
Show down wird kommen. Wir Deutschen sollten momentan die E.U als besten Schutz gegen die Willkür von Trump ansehen .Ich bin gespannt was der Trump mit GB abziehen wird.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Di 27. Aug 2019, 08:36

Ger9374 hat geschrieben:(27 Aug 2019, 04:00)

Die Franzosen haben bisher wohl den Geschmack der US- Autokäufer nicht getroffen. Das Trumpeltier hat es bis jetzt ja auf vorrangig Deutsche Exporte abgesehen.Die Franzosen legen größten Wert auf den Schutz ihrer Landwirte.
Sprich wenig Agrar Exporte aus den USA.
Darauf ist Trump so scharf.
Die E.U bietet ja quasi schon null Zölle auf Industrieprodukte an, bis jetzt wenig Ergebnisse darüber vernommen.
Show down wird kommen. Wir Deutschen sollten momentan die E.U als besten Schutz gegen die Willkür von Trump ansehen .Ich bin gespannt was der Trump mit GB abziehen wird.


In Sachen Auto-Exporte bin ich ziemlich unbedarft. Ich frage mich, ob Deutschland überhaupt fertig gestellte Autos in die USA exportiert. Ist es denn nicht so, daß USA-Modelle für den dort vorherrschenden Geschmack ausgelegt werden, sie also großenteils in den USA gebaut werden? Und echte "Oberklasse" läßt sich nie und nimmer von 25% Zoll beeindrucken..."must have".

Mit Blick auf menschgemachte Klimaveränderungen muß unser Land sein Warenangebot ohnehin schleunigst umstellen. Fehlte gerade noch, daß der deutsche Steuerzahler den Dreckschleuderexport in alle Welt unterstützt.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Di 27. Aug 2019, 09:03

H2O hat geschrieben:(27 Aug 2019, 08:36)

In Sachen Auto-Exporte bin ich ziemlich unbedarft. Ich frage mich, ob Deutschland überhaupt fertig gestellte Autos in die USA exportiert. Ist es denn nicht so, daß USA-Modelle für den dort vorherrschenden Geschmack ausgelegt werden, sie also großenteils in den USA gebaut werden? Und echte "Oberklasse" läßt sich nie und nimmer von 25% Zoll beeindrucken..."must have".
Deutschland hat 2018 knapp 500.000 Autos in die USA exportiert. Das ifo-Institut rechnet bei einem Zollsatz von 25% mit einer Halbierung der Exporte. https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-02/ ... tscheidung
Mit Blick auf menschgemachte Klimaveränderungen muß unser Land sein Warenangebot ohnehin schleunigst umstellen. Fehlte gerade noch, daß der deutsche Steuerzahler den Dreckschleuderexport in alle Welt unterstützt.
Da muss man sich in der Tat große Sorgen machen. Die deutsche Automobilindustrie verliert hier den Anschluss.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Di 27. Aug 2019, 09:16

Orbiter1 hat geschrieben:(27 Aug 2019, 09:03)

Deutschland hat 2018 knapp 500.000 Autos in die USA exportiert. Das ifo-Institut rechnet bei einem Zollsatz von 25% mit einer Halbierung der Exporte. https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-02/ ... tscheidung


Da plagt mich die Neugierde! Welche Modelle aus deutscher Fertigung gefallen denn den US-Amerikanern? Mich würde nicht wundern, wenn das durchweg "Oberklasse" ist, also Audi A8, BMW 7 oder Daimler (Typ fällt mir nicht ein, bestimmt nicht die E-Klasse!). Die Leute, die sich solche Fahrzeuge leisten wollen, bezahlen 25% Zoll aus der linken Westentasche.

Da muss man sich in der Tat große Sorgen machen. Die deutsche Automobilindustrie verliert hier den Anschluss.

Ich glaube, daß dieser Richtungswechsel nicht nur die Fahrzeugindustrie betrifft, sondern auch den deutschen Maschinenbau sehr allgemein.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Di 27. Aug 2019, 09:35

H2O hat geschrieben:(27 Aug 2019, 09:16)

Da plagt mich die Neugierde! Welche Modelle aus deutscher Fertigung gefallen denn den US-Amerikanern? Mich würde nicht wundern, wenn das durchweg "Oberklasse" ist, also Audi A8, BMW 7 oder Daimler (Typ fällt mir nicht ein, bestimmt nicht die E-Klasse!). Die Leute, die sich solche Fahrzeuge leisten wollen, bezahlen 25% Zoll aus der linken Westentasche.
Ja, das sind überwiegend Oberklasse-Modelle, aber auch in diesem Segment gibt es Wettbewerber wie z. B. Lexus, Jaguar-Landrover und Tesla. Tesla dürfte inzwischen unter den Top 3 im Oberklassesegment USA sein.
Ich glaube, daß dieser Richtungswechsel nicht nur die Fahrzeugindustrie betrifft, sondern auch den deutschen Maschinenbau sehr allgemein.
Das schätze ich ähnlich ein.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Di 27. Aug 2019, 11:28

Orbiter1 hat geschrieben:(27 Aug 2019, 09:35)

Ja, das sind überwiegend Oberklasse-Modelle, aber auch in diesem Segment gibt es Wettbewerber wie z. B. Lexus, Jaguar-Landrover und Tesla. Tesla dürfte inzwischen unter den Top 3 im Oberklassesegment USA sein.

Irgendwo habe ich gefunden, daß TESLA in den USA mit weitem Abstand der Spitzenreiter bei den Zulassungen in der oberen Mittelklasse geworden ist. Das läßt sich bestimmt nachprüfen.
Das schätze ich ähnlich ein.


Da denke ich an die Kraftwerkstechnik mit allem Drum und Dran, die viele Jahrzehnte lang einen großen Anteil am deutschen Export hatte. Oder Technik für den Bergbau, der noch vor wenigen Jahren eine Grundlage für diese Industrie bildete. Wenn unsere Politiker und Manager in Zukunftsverantwortung sich gescheit anstellen, dann könnte Verfahrenstechnik für erneuerbare Energien an die Stelle der Kraftwerkstechnik und der Bergbautechnik treten. Aber auch in der Vergangenheit wurden neue Technologien zwar in Deutschland erstmals erfunden, die wirtschaftliche Bedeutung aber verkannt und vor allem vernachlässigt.

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