Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

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Sören74
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Sören74 » Sa 17. Aug 2019, 11:10

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(17 Aug 2019, 00:54)

Das heisst also, die Universität Nürnberg-Erlangen ist eine wissenschaftliche Schmuddelecke oder gar nur ein Loch laienhafter, klimaschutzfeindlicher Lügenpresse?

Bringen Sie doch bitte ersteinmal eine wissenschaftliche Quelle hier in den Strang, die diese "nichtwissenschaftliche DA-Quelle" nachvollziehbar - und wissenschaftlich verifiziert - widerlegt. Das wäre weit besser,
als hier als selbsternannte Quelleninstanz herumzuspringen wie Rumpelstilzchen in einem Gretamärchen.


Was soll jetzt dieser Unsinn? Es hat niemand behauptet, dass die Uni ein wissenschaftliche Schmuddelecke ist oder ähnliches. Es geht darum, was eine wissenschaftliche Quelle darstellt. Das ist alles, was in einem wissenschaftlichen Journal oder Konferenz veröffentlicht wurde und einen Review-Prozess durchlaufen hat. Mein Doktorvater sagte früher dazu, alles was nicht veröffentlicht ist, existiert in der Wissenschaft nicht.
Corella
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Corella » Sa 17. Aug 2019, 13:02

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(16 Aug 2019, 12:41)


Sprich: Die Herrschaften sind einfach "plafonds", wenn's an wissenschaftlich Eingemachte geht.



Was nützen Belege, die nicht verstanden werden, als Entgegnung auf schlecht gewählte Einzelquellen, die ebenfalls nicht verstanden werden? Eine Möchtegernbeweisführung ersetzt kein Studium.

Noch mal: es schmelzen aktuell Eispartien, die in der bisher wärmsten Periode des Holozäns (gut 10 Tsd Jahre nach Ende der letzten Kaltzeit/umgangssprachlich "Eiszeit") stabil waren. Beleg: schaust du z.B. Wiki "Barnes Eisschild" (NO Kanada).
Und das in der kurzen Zeit der industriellen CO2-Verschmutzung, während das Strahlungsgleichgewicht auf aktueller Basis noch lang nicht ausgegelichen ist, denn die Ozeane sind noch lang im Aufwärmungsprozess. Wer dafür Beweise verlangt, dem fehlen einfach Trivialgrundlagen! Das sind Verstehprobleme, die mit der persönlichen Überzeugung, mit der hier rumgeätzt wird, einfach nicht erträglich sind.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 18. Aug 2019, 06:02

Corella hat geschrieben:(17 Aug 2019, 13:02)

Was nützen Belege, die nicht verstanden werden, als Entgegnung auf schlecht gewählte Einzelquellen, die ebenfalls nicht verstanden werden? Eine Möchtegernbeweisführung ersetzt kein Studium.

Noch mal: es schmelzen aktuell Eispartien, die in der bisher wärmsten Periode des Holozäns (gut 10 Tsd Jahre nach Ende der letzten Kaltzeit/umgangssprachlich "Eiszeit") stabil waren. Beleg: schaust du z.B. Wiki "Barnes Eisschild" (NO Kanada).
Und das in der kurzen Zeit der industriellen CO2-Verschmutzung, während das Strahlungsgleichgewicht auf aktueller Basis noch lang nicht ausgegelichen ist, denn die Ozeane sind noch lang im Aufwärmungsprozess. Wer dafür Beweise verlangt, dem fehlen einfach Trivialgrundlagen! Das sind Verstehprobleme, die mit der persönlichen Überzeugung, mit der hier rumgeätzt wird, einfach nicht erträglich sind.


Sie können hier viel erzählen und behaupten. In den Zusammenhängen, die zumindest in der von DA eingestellten Quelle von DA (Uni Nürnberg-Erlangen) nachvollziehbar dargestellt sind, sehe ich vor allem eines als Ergebnis: durchaus konträre oder strittige Ansichten und Schlussfolgerungen innerhalb der Wissenschaften auf diesem Gebiet, die etwas vorsichtiger mit Wahrheiten umgehen. Und sich nicht einfach hinstellen, und wie Sie erklären: Es ist doch längst alles wissenschaftlich stringent bewiesen und geklärt. Nur eben nicht für kleine Laiendeppen.
Damit dürfte Ihnen ja der nächste Nobelpreis sicher sein.

btw:

Mir ist es ziemlich Banane, ob Sie hier nur über den Weg der arrogant-elitären Position als Wissenschaftler (welchen Fachgebiets ?) alles und jeden, der nicht ihrer Alleinwahrheit folgen will, zum Doofie erklären.

Bisher habe ich von Ihnen innerhalb dieser Diskussion keine besonderen,nachvollziehbaren Beweise gelesen, die z.B. die Erklärungen der Quelle von DA (Uni Nürnberg-Erlangen) und die komplexen, noch weitestgehend auf Annahmen und Wahrscheinlichkeiten beruhenden Ergebnisse und Schlussfolgerungen innerhalb der wohl hochkomplexen Wechselwirkungen, Zusammenhänge/Vorgänge des Klimawandels widerlegen, sodass man behaupten könnte, wie Sie das suggerieren:
Das Abschmelzen der Polkappen sei überwiegend und monokausal auf die kurze Zeitperiode der industriellen CO2-Verschmutzung zurückzuführen.


Was mir an Ihrer Aussage, egal wie sehr Sie mich zum Laienhorst erklären wollen, dabei negativ auffällt, ohne dass ich dazu studieren müsste, ist: Sie behaupten, dass also CO2-"Verschmutzung" fast ausschließlich durch Menschen gemacht wird, also industriell produziert wird. Natürliche CO2-Prozesse schließen Sie also - zumindest - in einem wirkungsrelevanten Faktor aus oder sehen diesen als vernachlässigbar an. Ist das so? Y/N?

Für mich machen Sie eher den Eindruck eines Klimaideologen, der sein Wissen dafür benutzt, blinde Zustimmung zu seiner alleinigen Wissenschaftswahrheit zu oktroyieren, statt aufzuklären. Mit dem läppischen Versuch, den Rest der Menschheit, der Ihnen nicht sofort folgt, mit der schlechten Gewissensmasche des laienhaften, unwissenden Doofies politisch einzufangen, um ihn so auf ideologische Klimaschutzlinie zu bringen.

Damit haben Sie und Ihresgleichen aber ein Problem. Weniger mit mir. Mir können Sie alles erzählen, ich höre es mir an und ich bin nicht relevant. Nur ein Staubkorn im riesigen Universum.
Wie wollen Sie mit Ihrer arroganten und für Laien nicht nachvollziehbaren Gangart die Menschen mitnehmen? - Damit Sie erkennen können, dass Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse wahr sind?
Indem Sie diesen Menschen erklären, wie doof sie sind? Einfach glauben sollen? Wenn sie schon zum Kapieren zu deppert sind in Ihren Augen.

Also Klimaschutz als neuer Ersatzgott, an den man einfach glauben muss? Wie ein Muslim an Allah oder ein Christengott an die dreifaltige Göttlichkeit? Irrtum oder Irrwege ausgeschlossen?

Interessante Herangehensweise. Wünsche Ihnen viel Erfolg und gutes Gelingen. ;)
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Sören74
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Sören74 » So 18. Aug 2019, 09:39

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(18 Aug 2019, 06:02)

Sie können hier viel erzählen und behaupten. In den Zusammenhängen, die zumindest in der von DA eingestellten Quelle von DA (Uni Nürnberg-Erlangen) nachvollziehbar dargestellt sind, sehe ich vor allem eines als Ergebnis: durchaus konträre oder strittige Ansichten und Schlussfolgerungen innerhalb der Wissenschaften auf diesem Gebiet, die etwas vorsichtiger mit Wahrheiten umgehen.


Das ist eine beliebte Taktik von "Klimaskeptikern" die Dinge als unklarer hinzustellen als sie in Wirklichkeit sind. Ich wiederhole mich gerne, aber was würde sich denn im Wesentlichen ändern, wenn man sagen würde, zu 95% Wahrscheinlichkeit ist der Mensch der Hauptschuldige oder zu 90% oder von mir aus zu 75%? Es würde sich am Handlungsdruck nicht viel ändern. Darauf zu spekulieren, dass wir weiter so rumwurschteln können und nichts schlimmes passiert, ist höchst fahrlässig.

Eulenwoelfchen hat geschrieben:Und sich nicht einfach hinstellen, und wie Sie erklären: Es ist doch längst alles wissenschaftlich stringent bewiesen und geklärt. Nur eben nicht für kleine Laiendeppen.


Auch hier möchte ich mich gerne wiederholen. In den Naturwissenschaften gibt es keine Beweise. Wer nicht ewig als Laiendepp dastehen möchte, sollte das mal so langsam zur Kenntnis nehmen.

Eulenwoelfchen hat geschrieben:Was mir an Ihrer Aussage, egal wie sehr Sie mich zum Laienhorst erklären wollen, dabei negativ auffällt, ohne dass ich dazu studieren müsste, ist: Sie behaupten, dass also CO2-"Verschmutzung" fast ausschließlich durch Menschen gemacht wird, also industriell produziert wird. Natürliche CO2-Prozesse schließen Sie also - zumindest - in einem wirkungsrelevanten Faktor aus oder sehen diesen als vernachlässigbar an. Ist das so? Y/N?


Oh jetzt wird es richtig peinlich. Anzuzweifeln, dass der klar beobachtbare CO2-Anstieg in der Luft eindeutig vom Menschen verursacht wird, ist selbst vielen "Klimaskeptikern" zu blöd. Wer glaubt, hier Pluspunkte gewinnen zu können, ist nun wirklich auf dem Holzweg. Nur der Vollständigkeithalber, warum ziemlich klar ist, dass der CO2-Anstieg eindeutig menschengemacht ist. Ich hoffe das ist auch ohne nähere Erklärung nachvollziehbar:

https://skepticalscience.com/translatio ... n=1534&l=6
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Teeernte » So 18. Aug 2019, 11:07

Wasserdampf ist der Haupttreiber für die Erwärmung....

Klar ist dann dass dass CO2 den Hauptteil hat. :D :D :D Logisch.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Corella » So 18. Aug 2019, 11:58

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(18 Aug 2019, 06:02)

Zuletzt geändert von Corella am So 18. Aug 2019, 12:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Corella » So 18. Aug 2019, 12:11

Den fossilen CO2-Anteil kann man via Isotopen-Unterscheidung direkt messen. Wie bittschön soll ich Ihren Tiraden ansehen, dass es an der Stelle bei Ihnen hängt? Wieso müssen Leut hier im Forum solches jedem Schreihals in dieser sehr unangenehmen Diskussions"kultur" immer wieder auf s neue erklären?

Zum fraglichen Paper der Uni-Erlangen: ich habe es so verstanden, dass es u.a. als Beleg für schnelle Übergänge natürlicher Klimaschwankungen hergenommen wurde und dass sich das aktuelle Geschehen angesichts dessen relativieren würden. Habe ich das richtig überflogen (sorry, Zeitmangel)? Ich glaube zu wissen, dass "schnelle, natürliche Übergänge" so nur falsch sein kann, seltene Ausnahmen bestätigen das typische. Und dass die aktuelle Situation auch im Vergleich zu geologischen Geschehnissen, erst recht zu menschlichen Maßstäben dramatisch ist. Das kann man auch belegen, aber um Faktencheck und seriöse Quellen müssten Sie sich schon auch etwas bemühen.
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Corella » So 18. Aug 2019, 12:20

Teeernte hat geschrieben:(18 Aug 2019, 11:07)

Wasserdampf ist der Haupttreiber für die Erwärmung....

Klar ist dann dass dass CO2 den Hauptteil hat. :D :D :D Logisch.


da du offenbar von ernstzunehmenden Teilnehmern ernst genommen wirst, worüber ich staune:
Warum sagst du das? Glaubst du ernsthaft, dass Sören, X, relativ, cat, Schoko und viele mehr das nicht wissen und in ihren Beiträgen berücksichtigen? Du weißt selber ganz genau, dass der Treibhauseffekt maßgeblich von CO2 getriggert ist und maßgeblich durch H2O verstärkt. Die Verstärkung hat dabei deutliche höhere Absoluteffekte, als die triggernden Größen. Was soll also solch Einwurf von dir? Es ist gezielte Desinformation! Warum machst du das?
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 18. Aug 2019, 13:44

Sören74 hat geschrieben:(18 Aug 2019, 09:39)
... Es würde sich am Handlungsdruck nicht viel ändern. Darauf zu spekulieren, dass wir weiter so rumwurschteln können und nichts schlimmes passiert, ist höchst fahrlässig...


Genau darum geht es eben schon: Um einen - drücken wir es vornehm aus - hysterischen und sich geradezu überschlagenden, panikmachenden Handlungsdruck, besser gesagt,
unverzüglichen Maßnahmenkatalog, der am besten schon gestern umgesetzt werden sollte ... Der vielleicht an anderer Stelle durch seinen missionarisch-radikalen und "leicht" (:D) ideologiebehafteten Forderungsanspruch
elementare Lebens- und Existenzgrundlagen der Menschen nicht nur zurückstutzt, sondern sogar gefährdet oder soweit verbietet und einschränkt, dass der Gewinn dieser allenfalls
erzielbaren sog. CO2-Neutralität oder des angeblich machbaren Stopps der Erderwärmung all jene massiven Nachteile aufwiegt. Diese vielleicht sogar in Hinblick auf Mobilität und
Existenz-/Erwerbssicherheit und internationalen Warenaustausch/Personenverkehr eher negativ befördert. Bis hin zur - bisher wenigstens - als zivilisatorischer Fortschritt geltenden
individuellen Mobilitätsfreiheit des Menschen am Ende des Tages mehr Schaden als Nutzen anrichtet.
Vielleicht wäre es an der Zeit, auch darüber nachzudenken, wie man die Tatsache der Erderwärmung durch Maßnahmen und Konzepte intelligenter Anpassung neben möglichen
CO2-Verhinderungsmaßnahmen ins Werk setzen könnte. Wohlwissend, dass es einfach eine Utopie ist, so sehe ich es zumindest innerhalb des globalen Maßstabes der gesamten Menschheit,
die Erwärmung der Erde, also diese periodische Warmzeit des Planeten, nur durch Menschenhand stoppen oder sogar umkehren zu können.

Kurzum: Ob man den von niemanden - weder mir noch DA - bestrittenen Klimawandel hin zur Erderwärmung in geradezu grünmissionarischem Übereifer propagandistisch
so sehr aufbläst, nur noch unangebrachte Panik verbreitet, um tiefergehende technologische Weltanschauungen und zukünftige Weltbilder einer sog. ökologischen Lebensweise
der Menschheit ins Schlechte-Gewissen-Areal ihres Gehirns zu drücken.

Ohne jedoch, und das ist essentiell, auch nur ansatzweise die technologischen Voraussetzungen und Lösungen bereitstellen oder anbieten zu können, die diese überaus "moralischen"
Umdenkprozesse und Änderungen auch für die gesamte Menschheit in der gebotenen Geschwindigkeit und im Hinblick auf die Existenzgrundlagen dieser fast 8 Mrd. Menschen auch realisierbar machen
und in ihrer massiven Zäsur auch rechtfertigen können.
Wie gesagt, in der gebotenen Umsetzungseile von Forderungsmissionaren, wie beispielsweise Ihnen, oder anderen grün-wissenschaftlichen Apologeten.

Kleiner Erinnerungsschwenk zurück:
Ich kann mich noch gut an den grün-programmierten Bürgermeister meines Ortes erinnern, den ich damals (2008***) massiv gegen den CSU-Bürgermeister unterstützte,
um ihn ins Amt zu bringen. Statt diesem, zugegeben, sehr rückwärtsgewandten, konservativen CSU-Ortshäuptling.

Er, der neu ins Amt gehobene, grüne Bürgermeister erklärte mir, als ich ihm den unangemessenen Verbrauch von wertvollen Landwirtschaftsboden für eine
örtliche PV-Bodenanlage vorhielt, die mit politischen Tricks (zusammen mit der CSU-dominierten Reg. von Obb.) zu einer Konversionsfläche umdeklariert wurde, um an die nur so Rentabilität sichernde Subvention dieser
Anlage zu kommen. Statt diesen wertvollen Grund und Boden für Nahrungsmittelproduktion zu erhalten...Auf der anderen Seite beklagte er leise und hinter vorgehaltener Hand die drastische Zunahme
von maisbepflanzten Flächen und die bereits nachweisbare Bodenverschlechterung und Erosion der wertvollen Humuskrume für den Betrieb im Gemeindegebiet aus dem Boden schiessender, meist überdimensionierter,
Biogasanlagen... Egal.

All das vor dem Hintergrund von über 35% mit PV-anlagen bestückten Dachflächen im Ort, mit steigender Tendenz und einem im Landkreis fast schon alleinigem Spitzenwert hinsichtlich
PV-Anlagen. Der örtliche PV-Anlagen-Anbieter konnte sich vor Neuaufträgen gar nicht mehr retten. Er verkaufte die Dinger einfach als krisen- und zinsertragsichere Geldanlageobjekte.
Wirklich durchdachte Energieeinsparungskonzepte interessierten ihn dabei nicht die Bohne. Was er unumwunden zugab. Schließlich könne man sich mit dem Ertrag einer PV-Anlage
das teure Heizöl locker leisten und es bleibt sogar noch satt was übrig im Geldbeutel. Zwanzig Jahre und mehr...Stimmt schon, da hat(te) er recht.

Zurück zum meinem grün-kommualen Zukunfsthelden:
Seine Antwort und Rechtfertigung des Subentionsbetrugs und PV-Übereifers: Natürlich höhere Gewerbesteuer-Einnahmen durch die
sehr solvente, handverlesene und bankausgesuchte Investitionsklientel. Nein, es war keine Bürgeranlage, an der sich auch Kleinanteilseigner
mit geringeren Geldanlagen beteiligen konnten... Vor allem jene, die kein eigenes Haus und Dach mit staatlich gepuderten PV-Anlagen bepflastern konnten.

Ausserdem meinte er:
Es gäbe noch viel zu wenig PV-Stromproduktion im Ort, und ganz allgemein. Das Speicherproblem (anno 2012) werde durch die großartige, neue Methanspeicher-Lösung spätestens in 3-5 Jahren
das Speicherproblem von PV-Stromerzeugung gelöst haben. Sie können ja selbst mal nachsehen, wo der Stand der Speicherproblematik von PV-Strom heutzutage
steht, realistisch umsetzbar in den notwendigen, republikweiten, oder sogar globalen Dimensionen.

Unabhängig davon, ob man die vorgenannte Methangas-Lösung als Königsweg andient oder zwischenzeitlich aus verschiedensten Gründen davon ablässt. Vor allem, weil man bessere Lösungen, zumindest in der Zukunft,
für Stromzwischenspeicherung sieht.

Wie schnell diese realisierbar sind, zeigt sich ja an der E-Mobilität, wo mit viel Geld und Aufwand minimale
Fortschritte erzielt werden und herstellerseitig Versprechungen in Sachen Reichweite gemacht werden, die den Abgas"betrug" beim Diesel und Benziner bei weitem übertreffen.

Nur interessiert dieser Kundenbetrug bis hin zu der enorm teuren Nachrüstung der sehr kurzlebigen PKW-Akkus und entsprechendem
Gebrauchtwagen-Desaster bei Elektromobilen niemanden wirklich.

Auch nicht die enormen Probleme des Batterierecyclings und all die damit verbundenen, nicht nur positiven Aspekte, die mit Massen-Batterieherstellung einhergehen.
Bis hin zu möglicherweise erst noch verstärkt auftretenden Antinachhaltigkeits-Trends, die es einfach finanziell lukrativer machen, einen fünf Jahre alten Smart auf den Müll zu kippen, weil man das
gebrauchte Teil, das eine neue Batterie für 17000 Euro benötigt, gebraucht nicht verkaufen kann. Bei einem Neupreis von sagen wir mal 35.000 Euro.

Klingelt das etwas bei Ihnen? Oder bekomme ich jetzt wieder zu hören, ich sei derjenige, der als notorischer Klimaschutzverhinderer Ihre, allzuschöne
neue Ökowelt und die Existenz dieses wundervollen, einzigartigen, blauen Planeten in Grund und Boden ätzen will. Einsichtsresistent und dumm wie
Brot, wie ich nun mal bin.

Aber leider bin ich so gestrickt: Missionarstum mit Angst- und Schlechtesgewissen-Erzeugung ist ja nicht nur etwas, das mich bei Glaubensreligionen
grundmisstrauisch macht und sein lässt. Sondern auch bei neuen Religionen, wie der grünlackierten Wissenschaftsgottheit, die Sie und andere
als Ersatzreligion mit den identischen Panik- und Angstszenarien vor Strafe (=dem jünsten ökologischen Strafgericht des grünen Gottes)
der Menschheit ins Gemüt drücken wollen.

"Ich will, das die Menschen in Panik geraten". Kann schon sein, dass das in deiner Welt ein lebenswerter Zustand ist, liebe Greta. Mit dem oder in dem du
dich sogar wohlfühlst. Ich mag das nicht besonders: Den Menschen immer nur negativ gegenüberzutreten und ihnen Hoffnungen und Zuversicht
zu stehlen. Sie möglichst tief in Zweifel und Gewissensbisse zu drängen, damit sie tun, was du als Emily des grünen Rolls Royce als "Bootschaft"
über die globalen Weltmeere segeln oder wehen lässt.

Technisch mögliche Maßnahmen mit Augenmaß: ja. Aber davon sind wir aktuell soweit entfernt wie dieses schwedische Mädel auf hoher See als propagandistisch
benutzte, unbefleckbare Maria des neuen Öko-Gottes vom Gipfel des Mt. Everest.

Zwischen Geburt, Tod und CO2-Verhängnis nichts als Bedrängnis. :cool:

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
***Anno 1980 hatte ich ihm sogar ein kleines Paperbackbüchlein kostengünstigst gedruckt, incl. eigener finanzieller Beteiligung, damit er es realisieren konnte.
Eine Broschüre, mit der er eine selbstgebauten Ripprohr-Kollektoranlage auf seinem Bauernhof - für die Heisswasseraufbereitung - als Selbstbausatz mit Dachlatten,
irgendwelchem Folien und "Staubsauger-Endlosschläuchen" als billige Ersparnislösung der Zukunft für fossile Brennstoffe wie Heizöl andienen wollte.
Seine Prognose, Sonnenkollektoren für die Heisswasseraufbereitung würden zwischen 30-50% Ersparnis an fossilen Brennstoffen ergeben. So einfach kann die grün, dafür eifrig gestrickte Lösungskompetenz
sein. Ich habe ihm das damals alles geblaubt, mir einen 1m großen Atomkraft-Neindanke-Aufkleber auf die Kühlerhaube meines B-Kadett geklebt.D
Ich habe sogar für Wahlkämpfe der damals langsam als Partei auftretenden, und chronisch klammen, örtlichen und landkreis-Grünen Wahlkampfflyer und -Broschüren gedruckt, für lau bzw. -minuslau.

Yep, die Grünen und er waren ja schlauer und wissender wie ich. Das war mir schon damals klar.
Er hatte ja studiert, war wissenschaftlich ausgebildet, ich nur ein kleiner Depp der Schwarzen Kunst. Allerdings immer schon ein Gegner oder Skeptiker
aller Fundamentalisten und Missionare. Egal, welcher Couleur. Das ist auch heute noch so. Auch wenn ich dafür - schmerzhaft - so einige (nicht nur grüne) Träume
von einer besseren Zukunft einbuddeln oder besser, begraben musste.

Das Leben ist eben nicht immer ein Wunschkonzert. Womit mein Wissensstand vollkommen und ausreichend erschöpft ist. Egal, wie sie das
ärgert oder sogar ihr Mitleid erregt? - Es ist ja meine Haut, nicht ihre. Also bleiben Sie locker und entspannt. Mach ich nämlich auch. ;)
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Corella » So 18. Aug 2019, 14:25

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(18 Aug 2019, 13:44)

die Erwärmung der Erde, also diese periodische Warmzeit des Planeten, nur durch Menschenhand stoppen oder sogar umkehren zu können.



Also, authentischer Beitrag, ich nehm den Schreihals oben zurück! Ich kann auch erkennen, dass meine Fraktion ideologisch aussieht und die Auflehnung dagegen nachvollziehen. Das auszudiskutieren dauert länger, nicht heute und nicht in einer Woche...

Für jetzt und hier ein Stück Aufklärung und Fakten, die nunmal dazu gehören und wichtig sind, sich zu verstehen:

Wir bewegen uns aktuell aus dem Eiszeitalter (-> Wiki) heraus, das Tertiär schaut schon rein (auch auf Grund natürlicher Prozesse, kann zu gegebener Zeit näher erklärt werden). Das ist dann nicht die periodische Warmzeit (Interglazial), die wir gerade verlängern oder wärmer machen (das wäre eine Zeitdimension von gut 100Tsd Jahren, ca. 100Tsd dauert eine typische Kaltzeit (Glazial), 10Tsd ein Interglazial (wie das aktuelle Holozän). Was uns ziemlich kurzfristig bevor steht, die Rückkehr ins Tertiär, beendet das Eiszeitalter (Zeitdimension 2 Mio Jahre).
Beim etwaigen Faktencheck: Eis-Albedo-Effekt nachschlagen.

Mein Bekenntnis zu Greta schlug ideologisch auf, die Kritik ist berechtigt und verstanden. Aber das von dem Sie sagen, ich könne viel erzählen: es bewegt sich innerhalb wissenschaftlicher Lehrmeinung, wenn nicht, mache ich es kenntlich.
Und bittschön: wir sind hier nicht vor Gericht und veranstalten eine Gutachterschlacht. Faktencheck bei Zweifeln kann ich nicht ersparen und ja: die Materie ist kompliziert.

Und nein: ich habe hier nicht den Anspruch auf Mission (-> Klickzahlen). Wir sind hier weitgehend unter uns und haben die Chance, unterschiedliche Erfahrungen und/oder Disziplinen auszutauschen (meinetwegen auch im doppelten Sinn des Wortes).
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Sören74 » So 18. Aug 2019, 15:44

Viel Text, aber okay...

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(18 Aug 2019, 13:44)

Genau darum geht es eben schon: Um einen - drücken wir es vornehm aus - hysterischen und sich geradezu überschlagenden, panikmachenden Handlungsdruck, besser gesagt,
unverzüglichen Maßnahmenkatalog, der am besten schon gestern umgesetzt werden sollte ... Der vielleicht an anderer Stelle durch seinen missionarisch-radikalen und "leicht" (:D) ideologiebehafteten Forderungsanspruch
elementare Lebens- und Existenzgrundlagen der Menschen nicht nur zurückstutzt, sondern sogar gefährdet oder soweit verbietet und einschränkt, dass der Gewinn dieser allenfalls
erzielbaren sog. CO2-Neutralität oder des angeblich machbaren Stopps der Erderwärmung all jene massiven Nachteile aufwiegt.


Ich glaube hier herrschen sehr unterschiedliche Vorstellungen von Hysterie und Panik. Es ist irgendwie müßig darüber zu diskutieren, was nun angemessen ist und was nicht mehr, aber so ganz wird man um diese Debatte nicht herumkommen. Ich bin ein Freund, Sachverhalte konkret zu machen. Dann fällt es im Verständnis leichter, die Dinge einzuordnen. Also wenn Du konkrete Beispiele hast, was Du hysterisch oder panikhaft findest, immer her damit.

Eulenwoelfchen hat geschrieben:Vielleicht wäre es an der Zeit, auch darüber nachzudenken, wie man die Tatsache der Erderwärmung durch Maßnahmen und Konzepte intelligenter Anpassung neben möglichen
CO2-Verhinderungsmaßnahmen ins Werk setzen könnte.


Anpassungskonzepte werden schon diskutiert, seit der Klimawandel bekannt ist. Sie werden u.a. auch in den IPCC-Berichten genannt.

Eulenwoelfchen hat geschrieben:Wohlwissend, dass es einfach eine Utopie ist, so sehe ich es zumindest innerhalb des globalen Maßstabes der gesamten Menschheit,
die Erwärmung der Erde, also diese periodische Warmzeit des Planeten, nur durch Menschenhand stoppen oder sogar umkehren zu können.


Letztlich wird es eine Kostenfrage sein. Wie viel kostet ist, wenn wir überhaupt keine Maßnahmen ergreifen? Wie viel kostet es, wenn wir bis zu einem gewissen Level die CO2-Emissionen komplett runterfahren? Wie viel kostet es, einen Teil der Emissionen runterzufahren und Anpassung zu betreiben, mit allen möglichen Gewichtungen? Und dann muss man miteinander vergleichen. Der Stern-Report war ein allererster Versuch, generell die Kosten einer Klimaerwärmung zu schätzen und wie viel man investieren müsste, um das bis zu einem gewissen Grad zu verhindern.

Eulenwoelfchen hat geschrieben:Wie gesagt, in der gebotenen Umsetzungseile von Forderungsmissionaren, wie beispielsweise Ihnen, oder anderen grün-wissenschaftlichen Apologeten.


Nur mal aus Neugier, was fordere ich denn? :)

Eulenwoelfchen hat geschrieben:Er, der neu ins Amt gehobene, grüne Bürgermeister erklärte mir, als ich ihm den unangemessenen Verbrauch von wertvollen Landwirtschaftsboden für eine
örtliche PV-Bodenanlage vorhielt, die mit politischen Tricks (zusammen mit der CSU-dominierten Reg. von Obb.) zu einer Konversionsfläche umdeklariert wurde, um an die nur so Rentabilität sichernde Subvention dieser
Anlage zu kommen. Statt diesen wertvollen Grund und Boden für Nahrungsmittelproduktion zu erhalten...Auf der anderen Seite beklagte er leise und hinter vorgehaltener Hand die drastische Zunahme
von maisbepflanzten Flächen und die bereits nachweisbare Bodenverschlechterung und Erosion der wertvollen Humuskrume für den Betrieb im Gemeindegebiet aus dem Boden schiessender, meist überdimensionierter,
Biogasanlagen... Egal.


Tja, wie soll man es konkret machen? Für was sollen die Böden nun genutzt werden? Nahrungserzeugung für den Menschen? Nahrungserzeugung für Nutztiere? Und CO2-freien Strom wollen wir auch noch haben. Ich sage gleich, dafür gibt es keine einfache Lösung. Man kann den Zustand gerne kritisieren, sollte sich aber auch bewusst sein, dass Bedürfnisse für Nahrung und Energie weiterhin vorhanden sind. Und wenn man meint, man kann alles so lassen, wie es früher einmal war, der soll auch dazu sagen, woher man das Geld für Anpassungsmaßnahmen nehmen will. Und nicht nur für die Anpassung in Deutschland, sondern wie sich auch andere Länder diese Anpassung leisten sollen. Denn sonst haben wir nicht mal 2 Millionen Menschen, die nach Europa wollen, sondern gleich mal 200 Millionen. Und das sage ich jetzt nicht, um Ängste zu wecken, sondern das für realistisch halte und solche Entwicklungen endlich mal zur Kenntnis nehmen sollte.

Eulenwoelfchen hat geschrieben:Ausserdem meinte er:
Es gäbe noch viel zu wenig PV-Stromproduktion im Ort, und ganz allgemein. Das Speicherproblem (anno 2012) werde durch die großartige, neue Methanspeicher-Lösung spätestens in 3-5 Jahren
das Speicherproblem von PV-Stromerzeugung gelöst haben. Sie können ja selbst mal nachsehen, wo der Stand der Speicherproblematik von PV-Strom heutzutage
steht, realistisch umsetzbar in den notwendigen, republikweiten, oder sogar globalen Dimensionen.


Um Speichermöglichkeiten im globalen Maßstab zu besitzen, muss man mal anfangen, sie in regionaler Dimension zu bauen. Man wird das Thema nicht mit einem Schlag erledigen. Eine komplett neue Infrastruktur aufzubauen, dauert nun mal einige Jahrzehnte. Der Vorteil von Methan wäre, dass man einen Teil der bestehenden Infrastruktur wie Gaskraftwerke und Gas-Speicher samt Leitungen schon nutzen könnte.

Eulenwoelfchen hat geschrieben:Auch nicht die enormen Probleme des Batterierecyclings und all die damit verbundenen, nicht nur positiven Aspekte, die mit Massen-Batterieherstellung einhergehen.
Bis hin zu möglicherweise erst noch verstärkt auftretenden Antinachhaltigkeits-Trends, die es einfach finanziell lukrativer machen, einen fünf Jahre alten Smart auf den Müll zu kippen, weil man das
gebrauchte Teil, das eine neue Batterie für 17000 Euro benötigt, gebraucht nicht verkaufen kann. Bei einem Neupreis von sagen wir mal 35.000 Euro.


Der Neupreis für einen E-Smart liegt mittlerweile bei 22.000 Euro, entsprechend preiswerter ist auch der Akku (https://www.stromschnell.de/elektroauto ... 93780.html). Und die Preise werden dank Massenproduktion auch weiter sinken.
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Teeernte
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Teeernte » So 18. Aug 2019, 15:48

Corella hat geschrieben:(18 Aug 2019, 12:20)

da du offenbar von ernstzunehmenden Teilnehmern ernst genommen wirst, worüber ich staune:
Warum sagst du das? Glaubst du ernsthaft, dass Sören, X, relativ, cat, Schoko und viele mehr das nicht wissen und in ihren Beiträgen berücksichtigen? Du weißt selber ganz genau, dass der Treibhauseffekt maßgeblich von CO2 getriggert ist und maßgeblich durch H2O verstärkt. Die Verstärkung hat dabei deutliche höhere Absoluteffekte, als die triggernden Größen. Was soll also solch Einwurf von dir? Es ist gezielte Desinformation! Warum machst du das?


Der Treibhauseffekt beruht VORRANGIG/Überwiegend/Hauptsächlich auf H2O ---- da brauch man keine Debatte zu.

Beim MANMADE Anteil kannst Du da herumzetern....wie es Dir passt. Da geh ich nicht drauf ein. :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon Dark Angel » So 18. Aug 2019, 22:34

X3Q hat geschrieben:(17 Aug 2019, 09:47)

Hast du den Artikel überhaupt gelesen? Zharkova propagiert in diesem Paper eine von der Sonne unbeeinflußte Bewegung der Erde ums Baryzentrum :D Und wie sich Prof. Zharkova argumentativ selbst zerlegt, kann man schön hier nachlesen; mir hat diese Lektüre die ganze letzte Woche versüßt.

--X

Ja ich habe den Artikel gelesen. Ich bin aber kein Physiker, (sondern Archäologe) kann also nicht einschätzen ob und was da falsch ist.
Anderfalls hätte ich nicht gefragt, warum der Artikel für die Tonne ist.
Aber gut, jetzt bin ich genau so schlau wie vorher. :s
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 19. Aug 2019, 09:10

Eine Neun-Stunden-Arbeitswoche könnte dem Klima helfen

Laut einer neuen Studie wäre es am nachhaltigsten, wenn wir alle nur neun Stunden pro Woche arbeiten würden. Doch was hieße das für unsere Gesellschaft?

https://www.derstandard.at/story/200010 ... ima-helfen


Das wäre sicher auch im Sinne des brit. Philosophen Bertrand Russell.
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Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon BlueMonday » Mo 19. Aug 2019, 14:38

Also so wie ich es verstehe, behauptet Zharkova natürlich keine "von der Sonne unbeeinflusste Bewegung der Erde". Sie sagt hingegen, dass die anderen Planeten (Jupiter, Saturn, Neptune, Uranus..) natürlich auch Einfluss auf die Bewegung der Erde haben und nicht nur die Sonne, und dass dieser Einfluss die Distanz Erde-Sonne (respektive den effektiven Einfluss der Sonne auf die Erde) verändert, was dann natürlich auch Einfluss aufs Erdklima hat.

https://thegrandsolarminimum.com/valent ... barrassed/
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Re: "Globale Erwärmung" vs "Klimawandel"

Beitragvon H2O » Mo 19. Aug 2019, 18:28

BlueMonday hat geschrieben:(19 Aug 2019, 14:38)

Also so wie ich es verstehe, behauptet Zharkova natürlich keine "von der Sonne unbeeinflusste Bewegung der Erde". Sie sagt hingegen, dass die anderen Planeten (Jupiter, Saturn, Neptune, Uranus..) natürlich auch Einfluss auf die Bewegung der Erde haben und nicht nur die Sonne, und dass dieser Einfluss die Distanz Erde-Sonne (respektive den effektiven Einfluss der Sonne auf die Erde) verändert, was dann natürlich auch Einfluss aufs Erdklima hat.

https://thegrandsolarminimum.com/valent ... barrassed/


Das Gesetz 1/R² gilt für die Strahlungsdichte (R = Abstand zum Strahlungszentrum). In welcher Größenordnung ändert sich denn der Abstand der Erde zur Sonne durch die Wirkung anderer Planeten oder der Sonne selbst? Gibt es dazu Daten?
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Mo 19. Aug 2019, 18:48

King Kong 2006 hat geschrieben:(19 Aug 2019, 09:10)

Das wäre sicher auch im Sinne des brit. Philosophen Bertrand Russell.


Die Quelle ist für gewöhnliche Teilnehmer nicht erreichbar. Welcher Grundgedanke führt denn zur Klimarettung durch weniger Arbeitseinsatz?

Mit der Sommerzeit/Winterzeit wollte man zu Beginn auch viel elektrische Energie sparen. Dabei kam wohl nichts Erfreuliches heraus. Am Ende wollte man nur mehr Lebensqualität durch Tageshelligkeit erzielen. Selbst der Gesichtspunkt hat nicht zur Entscheidung geführt, diesen Zeitwechsel 2-mal jährlich bei zu behalten. Deshalb bin ich sehr neugierig, wo jetzt der Vorteil liegen soll.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 19. Aug 2019, 20:27

H2O hat geschrieben:(19 Aug 2019, 18:48)

Die Quelle ist für gewöhnliche Teilnehmer nicht erreichbar. Welcher Grundgedanke führt denn zur Klimarettung durch weniger Arbeitseinsatz?

Mit der Sommerzeit/Winterzeit wollte man zu Beginn auch viel elektrische Energie sparen. Dabei kam wohl nichts Erfreuliches heraus. Am Ende wollte man nur mehr Lebensqualität durch Tageshelligkeit erzielen. Selbst der Gesichtspunkt hat nicht zur Entscheidung geführt, diesen Zeitwechsel 2-mal jährlich bei zu behalten. Deshalb bin ich sehr neugierig, wo jetzt der Vorteil liegen soll.


Komisch. Ich bin auch gewöhnlich dort.

Weniger arbeiten, weniger konsumieren

Dazu komme laut Bergman, dass längere Arbeitstage ab einem gewissen Punkt nicht zu mehr, sondern zu weniger Produktivität und zu mehr Fehlern führen. Und Bregman sieht in weniger Arbeitsstunden auch einen Beitrag gegen die Klimakrise: "Weniger zu konsumieren beginnt damit, weniger zu arbeiten." Ist eine verringerte Arbeitszeit in Anbetracht der Klimakrise also vielleicht sogar eine Notwendigkeit?


Philipp Frey ist genau davon überzeugt. Er forscht am Karlsruher Institut für Technologie zu Technikfolgenabschätzung. Zu seinen Interessen zählen die Digitalisierung von Arbeit und die Frage, wie angesichts derer das Beschäftigungsniveau gehalten werden kann. Die aktuelle Antwort laute meist Kompensation: "Das Argument ist, einfach mehr zu produzieren", so Frey. Keine sehr umweltfreundliche Lösung, wie er findet.

Neun nachhaltige Stunden

Also wollte Frey herausfinden, wie viele Arbeitsstunden ökologisch nachhaltig wären. Und er begann für den unabhängigen britischen Thinktank Autonomy zu rechnen. Die sogenannte Kohlenstoffintensität eines Landes verriet ihm, wie viel Treibhausgasemissionen pro Wirtschaftsleistung anfallen. Anhand dieser Zahl könne man berechnen, wie viele Emissionen in einer Stunde Arbeit enthalten sind, so der Studienautor. Als Frey diese Zahlen mit dem Kohlenstoffbudget verglich, das ein Land für wirksamen Klimaschutz einhalten müsste, zeigte sich, dass die Arbeitsleistung deutlich zu hoch ist: Statt der üblichen 40-Stunden-Woche – Normalarbeitszeit auch in Österreich – wäre etwa in Deutschland eine neunstündige Arbeitswoche nachhaltig.

Das sehen auch andere Forscher so: So zeigte eine schwedische Studie, dass eine Reduktion der Arbeitszeit um ein Prozent den Energieverbrauch und die Emissionen jeweils um 0,7 und 0,8 Prozent herunterfahren würde. Länder mit kürzeren Arbeitswochen haben unabhängig von anderen Faktoren schon heute einen kleineren ökologischen Fußabdruck, so eine Studie der University of Massachusetts.

Sünden in der Freizeit

Dass die Metallindustrie viel Energie verbraucht und dass Menschen, die in einem Kraftwerk Kohle verbrennen, durch ihre Arbeit viel CO2 in die Luft blasen, ist nachvollziehbar. Doch auch simple Büroarbeit ist durchaus klimaschädlich – durch das Kühlen und Heizen von Gebäuden und durch die Verwendung technischer Arbeitsgeräte entstehen Emissionen, sagt Frey. Dazu kommt, dass viele Menschen täglich mit dem Auto zur Arbeit pendeln, klimaschädigende Geschäftsreisen unternehmen und dass Arbeitsgeräte instandgehalten werden müssen.


Mit einer Reduktion der Arbeitszeit sei es in Sachen Klima nicht getan, sagt die Ökonomin Sigrid Stagl, die das Institut für Ökologische Ökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien leitet. Denn wie könne man sicher sein, dass Menschen in der neu gewonnenen Freizeit nicht noch mehr Emissionen produzieren? Hier spielt der sogenannte Rebound-Effekt eine Rolle: Die Rechnung gehe nur auf, wenn Menschen, anstatt zu arbeiten, nicht erst recht klimaschädlich agieren und etwa in den Urlaub fliegen.

Teilzeit-Arbeitnehmer sind klimafreundlicher

Doch Philipp Frey ist überzeugt, dass das Freizeitverhalten der meisten Zeitgenossen weniger CO2-intensiv ist als die Arbeit selbst: "Im Moment sieht man das gut bei Leuten, die nur halbtags arbeiten und deswegen weniger Lohn bekommen. Sie können sich dementsprechend auch weniger Flugreisen leisten." Doch selbst bei gleichem Lohn und täglich mehr Freizeit würden die Menschen unterm Strich weniger emittieren. Denn wer mehr Zeit hat, der würde eher selbst kochen als zur klimatechnisch schlechten Tiefkühlpizza greifen. Er würde eher etwas reparieren, anstatt online gleich ein neues Produkt zu kaufen; eher zu Fuß gehen oder das Rad nehmen anstatt das Auto. Und er würde eher die persönliche Entwicklung und Gemeinschaft vor materiellen Konsum stellen, sagt Frey mit Verweis auf einen weiteren Bericht des Thinktanks Autonomy.

Sigrid Stagl sieht die Lösung in einer generellen Umstrukturierung der Arbeit: "Erwerbsarbeit und Emissionen sind in der momentanen Wirtschaftsstruktur und den verwendeten Energiequellen relativ eng miteinander gekoppelt." Die Problematik durch eine simple Arbeitszeitreduktion zu lösen sei zu kurz gefasst: "Wenn wir es schaffen, einen Strukturwandel weg von emissionsextensiveren Sektoren einzuleiten und eher mit Diensten als mit Gütern auszukommen, könnten wir auch mit einer hohen Arbeitszeit zum gleichen Ziel kommen." Doch es sei Vorsicht geboten: So wäre es ganz und gar nicht hilfreich, klimaschädliche Produktion in andere Länder auszulagern und die Waren dann wieder zu importieren.

WKO: Arbeitszeit kein Instrument der Klimapolitik

Das sieht auch Rolf Gleißner, stellvertretender Leiter der Abteilung für Sozialpolitik der österreichischen Wirtschaftskammer, so: "Klimapolitik muss im globalen Gleichschritt passieren. Es ist sinnlos, wenn Industriearbeitsplätze bei uns verschwinden und dafür in Indien entstehen."


Gleißner sieht in der Arbeitszeit generell kein Instrument der Klimapolitik: Es gehe nicht darum, wie viel gearbeitet wird, sondern um die Arbeitsumstände. "Freys Studie ist eine Milchmädchenrechnung. Ich halte Investitionsanreize im Bereich Klimaschutz oder Innovationen bei nachhaltigen Technologien für wirksam. Das reduziert nicht nur den CO2-Verbrauch des Einzelnen, sondern womöglich den weltweiten."

Nur ein Weckruf

Frey sieht in seiner Studie einen Weckruf: "Zu sagen, eine Sechs-Stunden-Woche müsse morgen eingeführt werden, ist unrealistisch. Es bräuchte einen breiten Umbau der Wirtschaft." Eine Vier-Tage-Woche, wie sie in Großbritannien diskutiert wird, fände er sinnvoll. Damit kann auch Gleißner etwas anfangen: "Wenn ein Pendler sagt, er will vier Tage arbeiten und einen von zu Hause, gewinnt er Zeit und spart sich den Weg. Das kann ein positiver Beitrag sein."

Doch wieso nicht an sich hinterfragen, wie viel wir arbeiten? Nachdem die Arbeitszeit über Jahrhunderte schrittweise reduziert wurde, seien die Forderungen ab den 1980er-Jahren verstummt, so Stagl. Obwohl es neben der Erwerbsarbeit weiterhin jede Menge notwendiger Arbeit gibt – Kinder- und Altenbetreuung, Arbeit im Haushalt oder bei Vereinen. Was wäre, wenn man für einen Teil seiner Lohnarbeit mehr Zeit statt mehr Geld bekäme? Stagl: "Prinzipiell wird das positiv wahrgenommen, aber man muss hier präzise sein." So könne weniger Wochenarbeitszeit sehr wohl zu mehr Zeit für klimafreundliches Verhalten führen. Reduziert man aber die Arbeitszeit aufs Jahr gesehen, führe das wohl eher dazu, dass die Menschen die gewonnene Zeit für Urlaub nützen. Das stärkste Instrument dagegen sei eine sozial-ökologische Steuerreform, die umweltschädliche Produkte und Handlungen teurer mache. Das mit einer Ökosteuer eingenommene Geld könnte wieder an die Haushalte ausgeschüttet werden. "Wodurch Leute mit einem weniger klimaschädlichen Lebensstil profitieren würden. Und genau das ist der gewünschte Effekt." (Katharina Kropshofer, 19.8.2019)
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Mo 19. Aug 2019, 20:35

Gut, das könnten wir ja gleich haben. Wir verzichten auf große Teile unserer Einkommen, und schon geht es der Umwelt besser, weil wir nicht mehr so viele Güter verbrauchen können. Meist war das aber so, daß man auf große Mengen Arbeit verzichten wollte... bei vollem Lohnausgleich.
Ewu
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Ewu » Mi 28. Aug 2019, 08:05

https://www.wnd.com/2019/08/court-rules ... f-creator/
Der Schöpfer der berühmten Hockeyschlägergraphik von 2001 hat das mittelalterliche Klimaoptimum einfach ausgelassen und wollte seine Daten vor Gericht nicht herausrücken....damit der ganze Betrug nicht herauskommt!
“Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Menge getötet.” - Platon

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