Boykotte und Blockaden

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King Kong 2006
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon King Kong 2006 » Di 11. Sep 2018, 17:44

Sind für mich alles keine stichhaltigen Argumente. ;)

Bobo hat geschrieben:(11 Sep 2018, 09:54)

Aber warum denn? Ist doch nur der Name der Veranstaltung. Laufen beim Hamburg-Marathon oder Berlin- Marathon nur Hamburger und Berliner? :D


Dann soll man es eben Musikvision nennen. Manchmal ist weniger mehr. Gilt nicht nur für die Europäische Union (Türkei? Israel?), sondern auch für den Eurovision. In Hamburg kann jeder rumlaufen, sprichwörtlich, wie er mag. Oder in Berlin. Ich finde, das ist etwas anderes.

Liegestuhl hat geschrieben:(11 Sep 2018, 10:51)

Weil es beim EUROVision um Musik geht und nicht um einen Geographiewettbewerb für Nationalisten.


Wenn bei einer südamerikanischen Meisterschaft nicht Südkorea antritt hat das für mich rein gar nichts mit südamerikanischen Nationalismus zu tun... In der Tat ist das aber Geografie! Nicht Nationalismus. Das doch der Spaß am Sport vorrangig sein sollte ist ja metaphysisch vielleicht richtig, aber...
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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imp
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon imp » Do 13. Sep 2018, 22:41

King Kong 2006 hat geschrieben:(11 Sep 2018, 17:44)

Sind für mich alles keine stichhaltigen Argumente. ;)



Dann soll man es eben Musikvision nennen. Manchmal ist weniger mehr. Gilt nicht nur für die Europäische Union (Türkei? Israel?), sondern auch für den Eurovision. In Hamburg kann jeder rumlaufen, sprichwörtlich, wie er mag. Oder in Berlin. Ich finde, das ist etwas anderes.



Wenn bei einer südamerikanischen Meisterschaft nicht Südkorea antritt hat das für mich rein gar nichts mit südamerikanischen Nationalismus zu tun... In der Tat ist das aber Geografie! Nicht Nationalismus. Das doch der Spaß am Sport vorrangig sein sollte ist ja metaphysisch vielleicht richtig, aber...

Komm, sieh es ein: Dieser Wettbewerb ist eine halbpolitische Resterampe für was der nationale Markt sonst ignoriert hätte. Die Punktevergabe ist seit Jahrzehnten immer mehr am politischen Zeitgeschehen als am Musikmarkt orientiert, 2/3 des Mülls, der da den Abend füllt, käme übers Jahr sonst nicht in deine Playlist und wenn man es nicht anschaut und bloß am nächsten Tag Zeitung oder Ticker liest, hat man nichts verpasst und ist noch nicht mal überrascht.
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Eulenwoelfchen
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 14. Sep 2018, 03:14

Bobo hat geschrieben:(06 Sep 2018, 11:52)

Die BDS als bloße Nichtregierungsorganisation zu verharmlosen, obwohl bekanntermaßen palästinensische Terrorgruppen und deren Sympathiesanten zu den Gründungsvätern gehören, halte ich gelinde gesagt für grob fahrlässig und einen offensichtlichen Täuschungsversuch, der bei dir erkennbar verfing. Die Urväter des BDS sind palästinensische Terrorgruppen! Ich täte mich als Verbraucher sehr wohl an Boykotte beteiligen, wenn sie mir gerecht und sinnvoll erscheinen. Mit der BDS jedoch haben die Palästinenser eine zweite eindeutig antisemitische Front gegen Israel eröffnet. Terror über Europa auszuweiten, hat sich als Bumerang erwiesen.

...

Wenn Hamas und Fatah antisemitisch ist, ist es die BDS auch.


Ich hoffe, Sie haben nichts dagegen, wenn ich Ihrem sehr guten Beitrag noch ein paar Ergänzungen hinzufüge, und aus Focussierungsgründen auf BDS und dessen
glasklaren und strategischen Antisemitismus verkürzt zitierte.

Boykott gegen Juden und die damit verbundenen Ziele, Juden aus Nahost und speziell jenen Gebieten und Lebensräumen zu vertreiben, sprich diese judendfrei zu machen,
die z.B. das vormalige brit, Mandatsgebiet umfassten, das man einfach "Palästina" bezeichnete, und auf dem auch das Gebiet des heutigen Staates Israel liegt, dieser Boykott als
eine mehrerer Kampfformen gegen Juden entstand bereits Ende des 19, Jahrhunderts. Eine antisemitisch attackierende Strategieform - die damals wie heute ihrem tatsächlichen Wesen nach keineswegs GEWALTFREI zu nennen
nennen ist. Eine Boykottidee, deren tatsächliches Ziel auch heute unverändert die Auslöschung des Staates Israel und mindestens die Unterwerfung der Juden bzw. ihre Vertreibung ist. Diese Ziele sind elementarer Kern und Daseinszweck des BDS und auch von dieser Seite bis heute unwidersprochen bzw, fehlt jedwede Distanzierung von diesen Zielen. Die heutige BDS-Bewegung geht auf die nach Ende von WWII neu gegründete Arabische Liga zurück, die noch deutlich vor der Gründung des Staates Israel diese Boykottidee als Kampfform gegen Juden wiederbelebte und als Mastermind organisierte. Einer jener Mitgestalter der Boykottidee, die von der Arabischen Liga zur offiziellen politischen Leitlinie erhoben wurde (und bis heute formal besteht), war auch ein gewisser ägyptischer Rechtswissenschaftler namens Boutros Boutrous-Ghali, später auch "honoriger" UN-Generalsekretär. Dieser stellte 1954 fest: "Das Ziel des Boykotts ist der wirtschaftliche Zusammenbruch Israels". Später, etwa zu Beginn der 2. Intifada wurde vom damaligen "Friedensengel" Yassir Arafat die Gründung eines sog. Boykott-Councils autorisiert, das auch heutigen BDS-Gruppen und mit diesen gemeinsam gegen Israel gerichtete NGOs zu mehr Effizienz und Unterstützung im Boykott gegen den Judenstaat verhelfen sollte. Damalige und bis heute bestehende Gründungsmitglieder dieses BDS-nahen "Council of National and Islamic Forces in Palestine", das gerne unter dem Deckmantel der sog. liberalen, palästen. "Zivilgesellschaft" antritt, und sich wie auch BDS, gerne als Interessenvertretung für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte darstellt, gegen Unterdrückung und Rassismus auftritt ...und natürlich auch den unermüdlichen Kampf für Frieden und Freiheit aller Menschen - ausser Juden - auf seine Demo-Fahnen schmiert, sind u.a. DFLP, PFLP, Palästinensisch-Islamischer Jihad, Fatah und ...HAMAS usw. - Bei Propaganda-Veranstaltungen von BDS-Gruppen auch in Deutschland werden dann diese selbst von der propalästinensich gepolten EU als Terrorgruppen eingestufte Gruppen wie PFLP, deren Verbrechenskerbholz ebenso tief wie mies ist, gerne zu linksgerichteten Parteien oder Menschenrechtsgruppen umdeklariert. Offenkundige, militante, bis heute jeden Frieden mit Juden oder Israel ablehnende Gruppen, die gemeinsam mit BDS jedes Mittel für legitim und angebracht halten, solange es dem gemeinsamen Ziel der Vernichtung des Staates Israel dient.
Soviel zur sog. irrigen Einbildung, BDS vertrete oder unterstütze nur gewaltfreie politische Aktionen und Ziele.

Jawohl, werter Herr (oder werte Frau?) Bobo,
sie stellen das alles richtig dar. BDS ist antisemitisch bis ins Mark, wie auch Fatah, PFLP oder Hezbollah und wer noch so alles unter dem hinterhältigen Deckmantel des BDS herumläuft und die Welt politisch gegen Juden und Israel vergiftet.
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Bobo » Fr 14. Sep 2018, 12:06

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(14 Sep 2018, 03:14)

Ich hoffe, Sie haben nichts dagegen, wenn ich Ihrem sehr guten Beitrag noch ein paar Ergänzungen hinzufüge, und aus Focussierungsgründen auf BDS und dessen
glasklaren und strategischen Antisemitismus verkürzt zitierte.



Wie könnte ich was dagegen haben, wo wir in einer Zeit leben, in der rechte Spinner durch Chemnitz laufen und "frei, sozial, national" brüllen und vorwiegend linke Spinner und Naivlinge sich von arabisch palästinensischen Terrorpaten instrumentalisieren lassen und sich unter den Banner der BDS versammeln, auf denen für jeden Grundschüler erkennbar "kauft nicht beim Juden" steht. Die kläglichen Unterschiede zu damals, liebe BDS- Sympathisanten, liegn im Schriftbild und Verbrämung.

Leider bin ich zu blöd, eines der unvergesslichen Bilder von SA-Schergen mit den Schildern vor dem Wanst hier einzustellen.

(Herr Bobo)
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Eulenwoelfchen
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 14. Sep 2018, 15:10

Bobo hat geschrieben:(14 Sep 2018, 12:06)

Leider bin ich zu blöd, eines der unvergesslichen Bilder von SA-Schergen mit den Schildern vor dem Wanst hier einzustellen.

(Herr Bobo)


Sehr wertgeschätzter Herr Bobo,
es tut mir fast schon körperlich weh, wenn Sie sich als zu blöd bezeichnen. Denn das sind Sie ganz und gar nicht.

Beim Bilderwunsch kann ich vielleicht helfen:
Quelle: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland/ Deutsches Historisches Museum / Bundesarchiv der Bundesrepublik Deutschland

https://www.dhm.de/fileadmin/medien/lemo/images/613_1.jpg
Deutsches Reich, April 1933
Fotografie
13 x 18 cm
© Deutsches Historisches Museum, Berlin
Inv.-Nr.: F 78/266 (BA104366)
Nach nationalsozialistischer Auffassung war auch der Bolschewismus ein von Juden gesteuertes Werkzeug zur Zerstörung der europäischen Völker. Jede Unterstützung von Juden - wie etwa ein Kauf in jüdischen Geschäften - war für sie "Volksverrat". Schon durch ihre Anwesenheit verlieh die SA dem Boykott spürbaren Nachdruck. Den gesamten Boykott stellte die deutsche Propaganda als Reaktion auf die "jüdische Gräuelpropaganda" der westlichen Staaten gegen das nationalsozialistische Deutschland dar.



https://www.dhm.de/fileadmin/medien/lemo/images/612_2.jpg
Joseph Schorer
Hamburg, 1. April 1933
Fotografie
18 x 24 cm
© Deutsches Historisches Museum, Berlin
Inv.-Nr.: Schorer 39/12
Nach Januar 1933 machte die neue nationalsozialistische Reichsregierung die Juden für den wirtschaftlichen Verfall und die hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich. Am 1. April 1933 folgte ein staatlich organisierter Boykott von jüdischen Geschäften, Anwaltskanzleien und Arztpraxen. Schon durch ihre Anwesenheit verlieh die SA dem Boykott spürbaren Nachdruck.
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Vongole
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Vongole » Sa 22. Sep 2018, 17:25

Es regt sich weiterer öffentlicher Widerstand gegen die antisemitische BDS-Bewegung: :thumbup:

Der nordrhein-westfälische Landtag hat angekündigt, die israelfeindliche BDS-Bewegung zu verurteilen. Am Nachmittag soll im Plenum ein fraktionsübergreifender Antrag verabschiedet werden.

»Die BDS-Bewegung ist in ihren Methoden und Zielen nicht nur antiisraelisch, sondern klar antisemitisch«, heißt es in dem entsprechenden Entwurf von CDU, FDP, SPD und Grünen. Der Aufruf zum Boykott von israelischen Waren, Unternehmen sowie von israelischen Wissenschaftlern oder Künstlern sei klar und deutlich zu verurteilen.

Aufruf Aus diesem Grund sollen Einrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen der BDS-Kampagne künftig keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung stellen und keine ihrer Veranstaltungen oder von Gruppierungen, welche die Ziele des BDS verfolgen, unterstützen. Zugleich ruft der nordrhein-westfälische Landtag alle Städte, Gemeinden, Landkreise und alle öffentlichen Akteure dazu auf, sich dieser Haltung anzuschließen.

https://www.juedische-allgemeine.de/art ... w/id/32803

Auch Paypal reagiert:
The US online payment service PayPal has closed the account of the Germany-based NGO International Alliance – an organization that sympathizes with the Popular Front for the Liberation of Palestine terrorist organization and supports boycotting Israel.

https://www.jpost.com/International/EXC ... sts-567647
bennyh

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon bennyh » So 23. Sep 2018, 14:39

Vongole hat geschrieben:(22 Sep 2018, 17:25)

Es regt sich weiterer öffentlicher Widerstand gegen die antisemitische BDS-Bewegung: :thumbup:


https://www.juedische-allgemeine.de/art ... w/id/32803

Auch Paypal reagiert:

https://www.jpost.com/International/EXC ... sts-567647

Sehr gute Entscheidung :thumbup:

.......,Provo Spam entfernt
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Lady Madonna » So 23. Sep 2018, 23:04

Die ganze BDS Mischpoke ist ein Sammelsurium der verschiedensten Antisemiten. Die schlimmsten Antisemiten in Deutschland bekleiden Ämter in der Regierung und in der SPD.
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Lady Madonna » So 23. Sep 2018, 23:05

bennyh hat geschrieben:(23 Sep 2018, 14:39)

Sehr gute Entscheidung :thumbup:
Hier noch einmal der Hinweis, dass es sich bei BSD keineswegs um eine "gewaltfreie" Form des Widerstandes handelt, da jegliche Art von Boykott oder Sanktion nachweislich aus völkerrechlicher Sicht eine Kriegserklärung darstellt. Sämtlich Duldung dieser Organisation, auch in Form einer unterbliebenen öffentlichen Verurteilung dieser genozidären Organisation, kann nur als Evidenz übelster antisemitischer Gesinnung gewertet werden. Das betrifft im Übrigen auch die User dieses Forums, bzw. den Teil, der das Subforum 35 frequentiert.

Bist Du sicher, dass Du nicht krank bist? :s
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King Kong 2006
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon King Kong 2006 » Di 16. Okt 2018, 21:03

Propagandaschlacht im Anmarsch?

The Ban on Lara Alqasem Is a Gift for BDS, and a Disaster for Israel

What exactly is the threat posed by allowing a 22 year-old American student to study at Hebrew University? How will she harm the economy? Damage the Mideast's strongest military? What's so frightening about someone who wants to learn more about Israelis and Palestinians?

https://www.haaretz.com/israel-news/.pr ... -1.6567298


Eigentlich müsste Lara Alqasem, 22, gerade an der Uni sein. Am Montag startete ihr Semester im Masterprogramm "Menschenrechte und Übergangsjustiz" an der Hebrew University in Jerusalem. Alqasem ist US-Staatsbürgerin, besitzt ein gültiges Studentenvisum vom israelischen Konsulat in Miami. Doch seit zwei Wochen sitzt sie am Flughafen von Tel Aviv fest. Der Vorwurf: Die Studentin soll eine Gefahr für Israel sein.


Über Alqasem heißt es dort, dass sie an der University Florida zwischen 2014 und 2017 an Veranstaltungen der "Studenten für Gerechtigkeit in Palästina" teilgenommen habe, eine mit BDS verbundene Gruppe, und ihr 2016 bis 2017 vorstand. Der Gruppe wird vorgeworfen, Terroristen zu unterstützen, Israel zu verteufeln und Gewaltaufrufe zu teilen.

Drei Professoren widersprechen

Ihre Lehrkräfte aus der Heimat zeichnen ein ganz anderes Bild: "Sie ist eine der talentiertesten und vielversprechendsten Studenten, die ich je unterrichtet habe", sagt Eric Kligerman. Lara Alqasem hatte bei ihm unter anderem einen Kurs über den Holocaust belegt. "Ich kann mir keine Studentin vorstellen, die besser qualifiziert wäre als Lara, um Brücken des Verständnisses und des Austausches zu bauen zwischen verschiedenen Gruppen." Alqasems Großeltern waren als palästinensische Flüchtlinge aus Haifa in die USA gezogen.


Die Uni würde sie gern im Hörsaal haben

Nach langem Zögern habe sich die 22-Jährige entschieden, ihren Master in Israel zu machen, um vor Ort noch mehr über Land und Leute zu lernen. Dafür sei sie von manchen BDS-Aktivisten in ihrem Umfeld kritisiert worden, sagt Sorek.

"Ich bin schockiert darüber, was passiert ist. Das ist nicht das Israel, das ich kenne", sagt Jack Kugelmass, der das "Center for Jewish Studies" an der University Florida leitet, an dem Lara Alqasem studierte. Auch Israel hat in den vergangenen Jahren einen zunehmenden Rechtsruck erlebt; und auch dort denken nicht alle gleich: Während die Regierung die 22-Jährige abschieben will, spricht sich die Hebrew University für Alqasems Einreise aus. Andere israelische Universitäten unterstützen sie ebenfalls.

Alqasem will weiterhin möglichst schnell ihr Studium antreten, sagt Yotam Ben-Hillel, einer ihrer beiden Anwälte

http://www.spiegel.de/politik/ausland/i ... 33496.html


Ich kann mir nicht vorstellen, das man nach dem Theater sie ihrem Wunsch entsprechend an einer israelischen Uni studieren lässt. Aber abwarten. Ob TV-Komiker Trump sie da auch aus der Zelle rausholt? ;)
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Wolverine » Do 18. Okt 2018, 13:30

Julian hat geschrieben:(13 Aug 2018, 13:13)

Mir ist derweil aufgefallen, dass manche gerne in dritter Person von anderen sprechen, durchaus auch verbunden mit dem Einstreuen von Beleidigungen. Möglicherweise trauen sich manche nicht, eine offene, auf Argumenten basierende Diskussion zu führen und ziehen es vor, andere indirekt hinter deren Rücken zu diskreditieren.


"Israelkritiker" (bewusst in Anführungszeichen gesetzt) haben keine Argumente. Sie leben von nicht nachweisbaren Behauptungen und wenn man sie dann stellt, können sie in der Regel nicht auf die Frage antworten, wie sie die ständigen Angriffe der verschiedenen palästinensischen Terrorgruppen bewerten sollen. Dann fängt das große Stammeln an und man behauptet tatsächlich, es wäre Widerstand gegen einen Besatzer. Israel ist kein Besatzer. Es gibt im ehemaligen Mandatsgebiet noch umstrittene Gebiete, deren Fortbestand noch geklärt werden muss. Ein palästinensischer Staat ist nicht mehr möglich. Zu oft hat die PA alle Möglichkeiten ausgelassen, einen Staat zu bekommen, immer vor dem Hintergrund, dass die im Mandatsgebiet lebenden Araber "Palästina befreien müssen. D.h. im tatsächlichen Wortlaut, dass die Araber die Juden ins Meer treiben und geht es nach der Hamas, so sollen alle Juden, egal wo sie leben, umgebracht werden. Diese Fakten werden von "Israelkritikern" immer ausgeblendet und deshalb sind für mich diese "Kritiker" keine Menschen, die ich ernst nehmen muss.
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Eulenwoelfchen
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 16. Aug 2019, 06:22

https://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/israel-will-rashida-tlaib-und-ilhan-omar-die-einreise-verweigern-16335229.html

Israel will muslimischen amerikanischen Abgeordneten Einreise verweigern
Israel verwehrt zwei muslimischen Abgeordneten des amerikanischen Kongresses die Einreise. Die israelische Regierung begründete die Entscheidung am Donnerstag mit der Unterstützung der Parlamentarierinnen Rashida Tlaib und Ilhan Omar für eine internationale Boykottkampagne gegen ihr Land.

Die beiden Abgeordneten der Demokraten hatten für das Wochenende Besuche in Israel und den Palästinensergebieten geplant. Sie unterstützen die internationale Kampagne BDS („Boycott, Divestment and Sanctions“) gegen Israel. Anhängern der Kampagne kann seit 2017 aufgrund eines Gesetzes die Einreise nach Israel untersagt werden. Von dieser Möglichkeit machte die israelische Regierung nun Gebrauch. „Diese Abgeordneten nutzen die internationale Bühne, um die BDS-Verbände zu unterstützen, die zum Boykott Israels aufrufen“, erklärte das Innenministerium. Die Entscheidung sei „in Übereinstimmung“ mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen worden.


----------------------------------------------
Leider gibt es - besonders in der Demokratischen Partei der USA - politische Vertreterinnen wie Elizabeth Warren oder Nancy Pelosi, die vor lauter Trump-Wut den Blick dafür verlieren oder verdrängen,
was da diverse Abgeordnete ihrer eigenen Partei wie beide im Artikel genannten Vertreterinnen den lieben, langen Tag veranstalten und dafür auch noch mit politisch fadenscheinigen Begründungen unterstützt werden:
In ihrer klaren antisemitischen und antiisraelischen Haltung, die beide Jungpolitikerinnen nicht nur einmal, sondern nachhaltig an den Tag legten und weiterhin legen.

Wer die klar antisemitische und israelfeindliche BDS-Kampagne offen unterstützt und so wie diese beiden, eine Reise nach Israel nur dazu benutzt, um antiisraelische BDS-Propaganda zu streuen, neben Freiheitskampfpropaganda für die das vom "Apartheids- und Besatzungsstaat Israel" unterdrückte palästinensische "Volk", der muss nicht auch noch in einem Land willkommen geheissen werden, dem er bzw. sie sowieso feindlich und existenzruinierend gegenübersteht.
Schließlich hat die BDS-Kampagne nichts anderes im Sinn, als langfristig die wirtschaftlichen Existenzgrundlagen des Staates Israel und seiner Menschen zu schwächen oder sogar soweit zu ruinieren, um diesen Staat auf dem Wege eines "sanften" Wirtschaftsterrorismus auszulöschen.

All das wird aber von Warren, Pelosi & Co. offenkundig ausgeblendet ... Hauptsache man kann Trump eines auswischen. Weil dieser genau diese beiden Politgestalten als israelfeindlich - zurecht - bezeichnete und entsprechend Israel auch bestärkte, diesen beiden Israelfeindinnen die Einreise zu verweigern. Was per israel. Gesetzgebung möglich ist.

Ich finde die Entscheidung genauso richtig wie damals das klare Statement, den Judenfeind Günther Grass nach seinem unsäglichen antisemitischen Gedichtsausfall zur unerwünschten Person zu erklären.

Trump mag ja vieles sein und dafür auch massiv kritisiert werden, zurecht. Aber seine Haltung zu Israel ist bemerkenswert und lobend hervorzuheben. Und im Sinne einer Bedienung seines rechten Wählerklientels eher kontraproduktiv. Rechte US-Nazis und Rassisten sind bestimmt nicht als ausgesprochen judenfreundlich einzustufen. Was Trump aber von seiner proisraelischen Haltung nicht abhält und ihn, man möchte es nicht glauben oder wahrhaben, zuweilen richtig gute politische Haltung zu zeigen.

Ich finde es als Signal gut, diese beiden antisemitischen BDS-Propagandistinnen nicht einreisen zu lassen.
Bobo
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Bobo » Fr 16. Aug 2019, 11:18

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(16 Aug 2019, 06:22)

https://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/israel-will-rashida-tlaib-und-ilhan-omar-die-einreise-verweigern-16335229.html

Israel will muslimischen amerikanischen Abgeordneten Einreise verweigern
Israel verwehrt zwei muslimischen Abgeordneten des amerikanischen Kongresses die Einreise. Die israelische Regierung begründete die Entscheidung am Donnerstag mit der Unterstützung der Parlamentarierinnen Rashida Tlaib und Ilhan Omar für eine internationale Boykottkampagne gegen ihr Land.

Die beiden Abgeordneten der Demokraten hatten für das Wochenende Besuche in Israel und den Palästinensergebieten geplant. Sie unterstützen die internationale Kampagne BDS („Boycott, Divestment and Sanctions“) gegen Israel. Anhängern der Kampagne kann seit 2017 aufgrund eines Gesetzes die Einreise nach Israel untersagt werden. Von dieser Möglichkeit machte die israelische Regierung nun Gebrauch. „Diese Abgeordneten nutzen die internationale Bühne, um die BDS-Verbände zu unterstützen, die zum Boykott Israels aufrufen“, erklärte das Innenministerium. Die Entscheidung sei „in Übereinstimmung“ mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen worden.


----------------------------------------------
Leider gibt es - besonders in der Demokratischen Partei der USA - politische Vertreterinnen wie Elizabeth Warren oder Nancy Pelosi, die vor lauter Trump-Wut den Blick dafür verlieren oder verdrängen,
was da diverse Abgeordnete ihrer eigenen Partei wie beide im Artikel genannten Vertreterinnen den lieben, langen Tag veranstalten und dafür auch noch mit politisch fadenscheinigen Begründungen unterstützt werden:
In ihrer klaren antisemitischen und antiisraelischen Haltung, die beide Jungpolitikerinnen nicht nur einmal, sondern nachhaltig an den Tag legten und weiterhin legen.

Wer die klar antisemitische und israelfeindliche BDS-Kampagne offen unterstützt und so wie diese beiden, eine Reise nach Israel nur dazu benutzt, um antiisraelische BDS-Propaganda zu streuen, neben Freiheitskampfpropaganda für die das vom "Apartheids- und Besatzungsstaat Israel" unterdrückte palästinensische "Volk", der muss nicht auch noch in einem Land willkommen geheissen werden, dem er bzw. sie sowieso feindlich und existenzruinierend gegenübersteht.
Schließlich hat die BDS-Kampagne nichts anderes im Sinn, als langfristig die wirtschaftlichen Existenzgrundlagen des Staates Israel und seiner Menschen zu schwächen oder sogar soweit zu ruinieren, um diesen Staat auf dem Wege eines "sanften" Wirtschaftsterrorismus auszulöschen.

All das wird aber von Warren, Pelosi & Co. offenkundig ausgeblendet ... Hauptsache man kann Trump eines auswischen. Weil dieser genau diese beiden Politgestalten als israelfeindlich - zurecht - bezeichnete und entsprechend Israel auch bestärkte, diesen beiden Israelfeindinnen die Einreise zu verweigern. Was per israel. Gesetzgebung möglich ist.

Ich finde die Entscheidung genauso richtig wie damals das klare Statement, den Judenfeind Günther Grass nach seinem unsäglichen antisemitischen Gedichtsausfall zur unerwünschten Person zu erklären.

Trump mag ja vieles sein und dafür auch massiv kritisiert werden, zurecht. Aber seine Haltung zu Israel ist bemerkenswert und lobend hervorzuheben. Und im Sinne einer Bedienung seines rechten Wählerklientels eher kontraproduktiv. Rechte US-Nazis und Rassisten sind bestimmt nicht als ausgesprochen judenfreundlich einzustufen. Was Trump aber von seiner proisraelischen Haltung nicht abhält und ihn, man möchte es nicht glauben oder wahrhaben, zuweilen richtig gute politische Haltung zu zeigen.

Ich finde es als Signal gut, diese beiden antisemitischen BDS-Propagandistinnen nicht einreisen zu lassen.



So handelt eine starke Demokratie. Die beiden scheinen ziemlich naiv zu sein. Reisen nach ihrem Gebaren nach Israel, rotzen metaphorisch auf deren Fahne und beanspruchen womöglich noch diplomatische Immunität. Ich hoffe, die frohe Kunde erreichte sie erst am Ankunftsflughafen. :D Dann ist der Ärger am größten.
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 16. Aug 2019, 12:59

Bobo hat geschrieben:(16 Aug 2019, 11:18)

... :D Dann ist der Ärger am größten.


Es gäbe noch eine Steigerung, wenn Ihnen die Trumpregierung unter irgendeiner fadenscheinigen Twitter-Begründung die Ausreise aus den USA verweigern würde.
Beispielsweise wg. Gefährdung der nationalen Sicherheit eines befreundeten Staates. :D

Okay, mein Käs' beiseite. Allein das politische Signal ist schon etwas... Und ggf. auch die tatsächliche Einreiseverweigerung durch Israel.

Es ist ja nicht so, dass eine vorbildliche Demokratie wie Israel und die darin gewährten maximalen Freiheiten und Rechte bedeuten, dass man diese jedermann uneingeschränkt zukommen lassen muss.
Auch denen, die diese einzige Demokratie in Nahost ruinieren wollen oder antisemitische, wirtschaftsterroristische (BDS-)Aktivitäten unterstützen, die diesen Staat Israel vernichten wollen.
Diese unerfreulichen politischen Propagandistinnen auch noch fröhlich winkend einlädt, auf und in diesen demokratischen und freiheitlichen Rechtsstaat propagandistisch zu exkrementieren...

Demokratie heisst auch, sich verwehren zu dürfen ... und zu können. Yep. ;)
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon imp » Fr 16. Aug 2019, 14:41

https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... chen-.html

Eines der Einreise-Verbote wurde aufgehoben. Auch jüdische Verbände aus USA waren teilweise nicht glücklich mit dem Verbot.
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Vongole » Fr 16. Aug 2019, 14:53

imp hat geschrieben:(16 Aug 2019, 14:41)

https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... chen-.html

Eines der Einreise-Verbote wurde aufgehoben. Auch jüdische Verbände aus USA waren teilweise nicht glücklich mit dem Verbot.


Das ist natürlich das alles schlagende Argument.
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 16. Aug 2019, 15:03

"Ich werde jegliche Beschränkungen respektieren und werde während meines Besuchs nicht für Boykotte Israels werben."

Wie generös von dieser demokratischen US-Abgeordneten... Das sagt diese antisemitische BDS-Krähe auch noch ohne Skrupel.
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Vongole » Fr 16. Aug 2019, 17:20

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(16 Aug 2019, 15:03)

"Ich werde jegliche Beschränkungen respektieren und werde während meines Besuchs nicht für Boykotte Israels werben."

Wie generös von dieser demokratischen US-Abgeordneten... Das sagt diese antisemitische BDS-Krähe auch noch ohne Skrupel.

Was für Beschränkungen meint sie eigentlich? Solange sie nicht etwa eine Abordnung von Juden zum Beten auf den Tempelberg anführen wollen, werden Besuchern in Israel keinerlei
Beschränkungen auferlegt, und gerade so eine Aktion ist von ihr wohl kaum zu erwarten.
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 16. Aug 2019, 23:39

Sie meint wohl die Beschränkung, die der Israelische Staat für den Besuch der Oma als Bedingung für die Einreiseerlaubnis verlangte= nicht für BDS zu werben...
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Vongole » Sa 17. Aug 2019, 16:49

Rashida Tlaib hat sich's anders überlegt:

US Democratic congresswoman Rashida Tlaib changed her mind after requesting and receiving Israel’s permission to visit her 90-year old Palestinian grandmother on the West Bank. She tweeted that the visit “under these oppressive conditions stand against everything I believe in.”
Interior Minister Aryeh Deri commented: “I agreed to this humanitarian request but it turns out that it was just a provocation for embarrassing Israel. Her hatred for Israel is greater than her love for her grandmother.”

https://www.debka.com/mivzak/rashida-tl ... andmother/

In der naiven Annahme, man hätte den beiden Damen ein anderes Israel vermitteln können als das von Hanan Aschrawi kolportierte, war ich in dieser Angelegenheit etwas zwiegespalten.
Aber wer in der erklärten Absicht nach "Palästina" fliegt, um vor Ort dafür zu werben, den Staat Israel wirtschftlich zu zerstören, hat offensichtlich nicht Kritik, sondern nur Hass im Gepäck, wie
Rashida Tlaib nun bewies.

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