Abtreibungsumfrage

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Gesetzeslage: Abtreibung

Abtreibung sollte komplett verboten werden
34
8%
Die gesetzlichen Schranken für Abtreibung sollten verstärkt werden
52
13%
Die staatliche Finanzierung von Abtreibung ist pervers
63
16%
Spätabtreibung sollte verboten werden
47
12%
Die Gesetzeslage bei Abtreibung ist vollkommen ausreichend
103
25%
Die gesetzlichen Hürden müssen abgeschafft werden
38
9%
Der Staat sollte Abtreibung komplett fördern
25
6%
Weitere Verfahren zur pränatalen Kindstötung müssen erforscht werden
28
7%
Enthaltung
16
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 406
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Liegestuhl
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Fr 16. Aug 2019, 10:44

Dark Angel hat geschrieben:(16 Aug 2019, 10:37)
Ein Embyro der keine funktionierenden Organe und somit auch KEIN Gehirn hat, (sondern nur das so genannte Neuralohr, aus dem sich das Gehirn und das Zentralnervensystem erst entwickeln) kann gar kein Bewusstsein haben.


Die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem beginnt beim Embryo mit der 3. Schwangerschaftswoche. Bis zum Ende der 8. Woche sind Gehirn und Rückenmark fast vollständig angelegt. In den folgenden Wochen und Monaten wird im Gehirn eine Unmenge von Nervenzellen durch Zellteilung gebildet.

https://www.neurologen-und-psychiater-i ... twicklung/
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Dark Angel » Fr 16. Aug 2019, 10:47

Skeptiker hat geschrieben:(16 Aug 2019, 09:19)

Ich weiss nicht wo diese Zahl herkommt (70%), aber sie erscheint mir sehr hoch angesetzt. Das hieße ja, dass weniger als ein Drittel der feststellbaren Schwangerschaften überhaupt erfolgreich sein können.

Mir ist klar, dass die ersten 12 Wochen ein hohes Risiko in sich tragen, aber DAS erscheint mir zu hoch gegriffen.

"Rund zwei Drittel der Schwangerschaften enden vorzeitig, meist zwei bis drei Wochen nach der Empfängnis. Ist die Menstruation bereits ausgeblieben, liegt die Abortrate bis zum dritten Monat bei etwas mehr als sieben Prozent. ...
Zu 60 Prozent der Fehlgeburten kommt es wegen schwerer Chromosomenstörungen (Fehler in der Erbanlage) des Kindes, oder im komplizierten Ablauf der Embryonalentwicklung ist etwas schiefgegangen, oder der Embryo wurde in der empfindlichsten Zeit, der Organbildungsphase (etwa bis zur zehnten Woche), durch äußere Einflüsse geschädigt"
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Dark Angel » Fr 16. Aug 2019, 11:00

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Aug 2019, 10:44)

Die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem beginnt beim Embryo mit der 3. Schwangerschaftswoche. Bis zum Ende der 8. Woche sind Gehirn und Rückenmark fast vollständig angelegt. In den folgenden Wochen und Monaten wird im Gehirn eine Unmenge von Nervenzellen durch Zellteilung gebildet.

https://www.neurologen-und-psychiater-i ... twicklung/

Richtig angelgt. Darum heißt das auch Organanlage!
Nur ist eine Organanlage noch lange kein funktionierendes Organ.
Die Organanlage aus der sich Gehirn und Zentralnervensystem entwickeln wird als Neuralohr bezeichnet.

"Nach sechs Wochen entstehen die Anlagen zu Hirnstrukturen wie Brücke und Kleinhirn, Thalamus, Basalganglien und Großhirnrinde.
Erst um die 24. Woche bilden sich die ersten Furchen, wie sie für das menschliche Gehirn typisch sind. Dieser Prozess setzt sich auch nach der Geburt fort – bis etwa zum ersten Geburtstag des Kindes. ...
Die jungen Neuronen entstehen aus Stammzellen in einer Gewebeschicht des Neuralrohrs. Um sich eine grobe Vorstellung von diesem Prozess zu machen, kann man die Anzahl der Neuronen im Gehirn durch die Monate der Schwangerschaft teilen: dann erhält man einen durchschnittlichen Wert von 250.000 neuen Neuronen pro Minute. Von dort wandern sie an ihre Zielorte im Gehirn und beginnen bereits während dieser Wanderung, sich für ihre Aufgabe zu spezialisieren: in Sehzellen etwa oder Riechzellen. Was ihre Aufgabe sein wird, hängt von ihrer Entstehungszeit und von chemischen Faktoren in ihrer Umgebung ab. Zuerst entstehen die inneren Schichten des Großhirns, die jüngeren Zellen wandern an den älteren vorbei und bilden die weiter außenliegende Schicht."
Quelle
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Selina » Fr 16. Aug 2019, 11:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(16 Aug 2019, 08:40)

Wir haben heute eine vollkommen andere Sicht auf die Einmischung in Familienangelegenheiten als noch vor kurer Zeit. Erst seit dem Jahre 2000, also vor gerade mal 19 Jahren gibt es ein verbrieftes Gesetz zum Recht auf gewaltfreie Erziehung. Das kann man gut und gerne auch als ein Einmischungsgesetz in Familienangelengenheiten werten. Ich frage nur mal (und behaupte wohlweislich nix): GIbt es eine prinzipielle sozusagen philsophische Grenze zwischen diesem Prügelverbot und einem Abtreibungsverbot?


Naja, was im Körper der Frau vorgeht, ist keine Familienangelegenheit. Darüber befindet die Frau ganz alleine. Wenn sie etwa den (liebenden) Partner in solche Entscheidungen einbeziehen möchte, ist das ebenfalls ganz alleine ihre Angelegenheit. Außenstehende, einschließlich Staat, haben sich da nicht einzumischen. Bereits geborene Kinder vor Prügel zu schützen, ist dagegen schon auch eine Angelegenheit der Gesellschaft, sobald es die Familie selbst nicht schafft mit ihrer eigenen "Konflikt-Bewältigungs-Strategie". Beim Schwangerschafts-Abbruch steht das Selbstbestimmungsrecht der Frau an erster Stelle. Das aber ist vor allem in streng religiösen Kreisen strittig.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Fr 16. Aug 2019, 11:06

Selina hat geschrieben:(16 Aug 2019, 11:01)

Naja, was im Körper der Frau vorgeht, ist keine Familienangelegenheit. Darüber befindet die Frau ganz alleine.


Schon die Tatsache, dass der Gesetzgeber einen Zeitrahmen für Schwangerschaftsabbrüche vorgibt, zeigt, dass die Frau keineswegs alleine darüber entscheidet.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Selina » Fr 16. Aug 2019, 11:10

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Aug 2019, 11:06)

Schon die Tatsache, dass der Gesetzgeber einen Zeitrahmen für Schwangerschaftsabbrüche vorgibt, zeigt, dass die Frau keineswegs alleine darüber entscheidet.


Ja. Die jetzige gesetzliche Regelung ist nur der kleinste gemeinsame Nenner. Das muss alles weiter liberalisiert werden. Vor allem gehört das Ganze selbstverständlich raus aus dem Strafgesetzbuch.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Ein Terraner » Fr 16. Aug 2019, 11:11

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Aug 2019, 11:06)

Schon die Tatsache, dass der Gesetzgeber einen Zeitrahmen für Schwangerschaftsabbrüche vorgibt, zeigt, dass die Frau keineswegs alleine darüber entscheidet.


Welch bestechende Logik.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 16. Aug 2019, 11:21

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Aug 2019, 11:06)

Schon die Tatsache, dass der Gesetzgeber einen Zeitrahmen für Schwangerschaftsabbrüche vorgibt, zeigt, dass die Frau keineswegs alleine darüber entscheidet.

Ja. ABer "Der Gesetzgeber" ... das ist ja kein Abstraktum. Die gesetzlichen Vorgaben sind in der Regel das Ergebnis von Kompromissen zwischen verschiedenen Seiten und sowas wie eine "am wenigsten schlechte Lösung". Noch dürfte bei den Gesetzen für Schwangerschaftsabbrüche in der Bundesrepublik der Einfluss der Kirchen und politisch konservativer Kreise eine Rolle spielen und solange das so ist, kann ich die Wertung als "unzulässige Einmischung" schon verstehen.

Setzt man "Leben" an sich als Wert, ganz ohne religiöse Bezüge, spielt es auch keine Rolle, ob da ein "Zellfhaufen" ein bewusstsein hat oder nicht.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Alana4 » Fr 16. Aug 2019, 11:22

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Aug 2019, 10:29)

Da diese Fristen willkürlich im Gesetzgebungsverfahren festgelegt wurden, können sie für eine moralisch-ethische Betrachtung von Schwangerschaftsabbrüchen nicht herhalten.


Die Fristen sind ganz und gar nicht "willkürlich" festgelegt. Im Gegenteil! Insbesondere die 12-Wochenfrist deckt sich geradezu mit der natürlichen "Alles-oder-Nichts-Grenze".
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Fr 16. Aug 2019, 11:35

Alana4 hat geschrieben:(16 Aug 2019, 11:22)

Die Fristen sind ganz und gar nicht "willkürlich" festgelegt. Im Gegenteil! Insbesondere die 12-Wochenfrist deckt sich geradezu mit der natürlichen "Alles-oder-Nichts-Grenze".


Natürlich. Sie sind lediglich ein Kompromiss.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Fr 16. Aug 2019, 11:37

Selina hat geschrieben:(16 Aug 2019, 11:10)

Ja. Die jetzige gesetzliche Regelung ist nur der kleinste gemeinsame Nenner. Das muss alles weiter liberalisiert werden. Vor allem gehört das Ganze selbstverständlich raus aus dem Strafgesetzbuch.


Das ist dann aber eine Wunschvorstellung deinerseits. Zwischen "Darüber befindet die Frau ganz alleine" und dem Wunsch, dass die Frau alleine darüber befindet, gibt es schon einen Unterschied.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Selina » Fr 16. Aug 2019, 12:21

Bigotterie und Doppelmoral in der Schwangerschaftsabbruchs-Diskussion zeigen sich vor allem darin, dass vorwiegend Männer, zumeist religiös, Krodilstränen weinen, wenn es ums ungeborene Leben geht. Ihr Mitleid aber mit den bereits geborenen Kindern dieser Welt, die im Vorschulalter schwerste körperliche Arbeit verrichten müssen, die in die Zwangsprostitution geschickt werden und als Kindersoldaten ihr Dasein fristen, das hält sich in Grenzen. Solange noch Kinder auf die Welt kommen, die nicht willkommen sind oder nur, um Geld ranzuschaffen oder schlimmste Misshandlungen zu erleiden, kann ich so eine Diskussion, die hier einzelne führen, nur verlogen nennen.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Skeptiker » Fr 16. Aug 2019, 13:13

Dark Angel hat geschrieben:(16 Aug 2019, 10:47)

"Rund zwei Drittel der Schwangerschaften enden vorzeitig, meist zwei bis drei Wochen nach der Empfängnis. Ist die Menstruation bereits ausgeblieben, liegt die Abortrate bis zum dritten Monat bei etwas mehr als sieben Prozent. ...
Zu 60 Prozent der Fehlgeburten kommt es wegen schwerer Chromosomenstörungen (Fehler in der Erbanlage) des Kindes, oder im komplizierten Ablauf der Embryonalentwicklung ist etwas schiefgegangen, oder der Embryo wurde in der empfindlichsten Zeit, der Organbildungsphase (etwa bis zur zehnten Woche), durch äußere Einflüsse geschädigt"
Quelle

Ja, das entspricht auch eher meiner Wahrnehmung. Du hattest aber vorab geschrieben, dass innerhalb der ersten 12 Wochen die Quote bei 70% liegt - dass der Löwenanteil bei den ersten 2-3 Wochen liegt, ist da schon relevant. Immerhin reden wie ja von der Legitimation eines Schwangerschaftsabbruches der typischerweise zwischen Woche 8-12 stattfinden wird (reine Annahme). Dann ist die Prognose für den Embryo aber schon relativ gut.

Somit würde ich die 30% Erfolgswahrscheinlichkeit nicht als Legitimation für einen Schwangerschaftsabbruch kurz vor Ende der Frist von 12 Wochen nutzen. Da hat der Embryo sich schon lange als "gut" herausgestellt.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Fr 16. Aug 2019, 13:27

Selina hat geschrieben:(16 Aug 2019, 12:21)
Solange noch Kinder auf die Welt kommen, die nicht willkommen sind oder nur, um Geld ranzuschaffen oder schlimmste Misshandlungen zu erleiden, kann ich so eine Diskussion, die hier einzelne führen, nur verlogen nennen.


Warum bist du dann nicht für Adoption und hältst stattdessen Schwangerschaftsabbrüche für akzeptabel? Du nimmst dem werdenden Kind damit die Möglichkeit auf ein Leben.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Fr 16. Aug 2019, 13:32

Ich halte es übrigens für fraglich, wenn man seine eigene Meinung zu Schwangerschaftsabbrüchen von der unterstellten Bigotterie anderer Leute abhängig macht.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Dark Angel » Fr 16. Aug 2019, 13:38

Skeptiker hat geschrieben:(16 Aug 2019, 13:13)

Ja, das entspricht auch eher meiner Wahrnehmung. Du hattest aber vorab geschrieben, dass innerhalb der ersten 12 Wochen die Quote bei 70% liegt - dass der Löwenanteil bei den ersten 2-3 Wochen liegt, ist da schon relevant. Immerhin reden wie ja von der Legitimation eines Schwangerschaftsabbruches der typischerweise zwischen Woche 8-12 stattfinden wird (reine Annahme). Dann ist die Prognose für den Embryo aber schon relativ gut.

Somit würde ich die 30% Erfolgswahrscheinlichkeit nicht als Legitimation für einen Schwangerschaftsabbruch kurz vor Ende der Frist von 12 Wochen nutzen. Da hat der Embryo sich schon lange als "gut" herausgestellt.

Nun - die ersten 2 bis 3 Wochen liegen innerhalb der ersten 12 SSW.
Die meisten Abtreibungen finden zwischen der 6. und 10. SSW statt, heißt die Entscheidung fällt relativ früh nach "Bekanntwerden" der Schwangerschaft. (Stabilen/regelmäßigen Zyklus voraus gesetzt) Finde leider die Quelle nicht (mehr).
Nachtrag: gesetzliche Regelung lässt eine eine Abtreibung bis zur 14. SSW (gerechnet vom ersten Tag der letzten Regel) zu heißt 12.SSW nach Befruchtung.
Innerhalb dieser Zeit steht der Frau das Recht auf freie Entscheidung über Fortführung oder Abbruch der Schwangerschaft zu, unabhängig davon, wie hoch die natürliche "Abortrate" ist.
Zuletzt geändert von Dark Angel am Fr 16. Aug 2019, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Fr 16. Aug 2019, 13:44

Skeptiker hat geschrieben:(16 Aug 2019, 13:13)

Ja, das entspricht auch eher meiner Wahrnehmung. Du hattest aber vorab geschrieben, dass innerhalb der ersten 12 Wochen die Quote bei 70% liegt - dass der Löwenanteil bei den ersten 2-3 Wochen liegt, ist da schon relevant. Immerhin reden wie ja von der Legitimation eines Schwangerschaftsabbruches der typischerweise zwischen Woche 8-12 stattfinden wird (reine Annahme). Dann ist die Prognose für den Embryo aber schon relativ gut.

Somit würde ich die 30% Erfolgswahrscheinlichkeit nicht als Legitimation für einen Schwangerschaftsabbruch kurz vor Ende der Frist von 12 Wochen nutzen. Da hat der Embryo sich schon lange als "gut" herausgestellt.


Genau deshalb befindet sich der Kollege Terraner jetzt bei mir auf der Ignorierliste.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Ein Terraner » Fr 16. Aug 2019, 13:48

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Aug 2019, 13:44)

Genau deshalb befindet sich der Kollege Terraner jetzt bei mir auf der Ignorierliste.


Die Chance das eine Zygote sich zu einem Baby entwickelt ist sehr gering, nicht anderes habe ich geschrieben und nichts anderes steht in dem Text den du zitiert hast. Die Chance steht bei ca. 30 % das sich aus einer Zygote ein Lebewesen entwickelt.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon USA TOMORROW » Fr 16. Aug 2019, 13:52

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Aug 2019, 08:16)

Zum Thema Abschlachten: Schau dir doch mal Bilder von den Kleinen an, wenn sie zerhackt und abgesaugt wurden! Google hilft dabei.


Ich würde jedem Abtreibungsbefürworter auch empfehlen, sich mal ein Video einer echten Abtreibung anzusehen.
"It is incorrect to say that biological data cannot be decisive. It is scientifically correct to say that an individual human life begins at conception."

Professor Micheline Matthews-Roth
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon USA TOMORROW » Fr 16. Aug 2019, 13:53

Billie Holiday hat geschrieben:(16 Aug 2019, 07:44)

Im übrigen finde ich es äußerst inkonsequent, im Falle von Vergewaltigung oder Schwrbehinderung plötzlich Ausnahmen zu gestatten. Auch diese Kinder hätten jedes Lebensrecht.


Da gebe ich dir Recht.
"It is incorrect to say that biological data cannot be decisive. It is scientifically correct to say that an individual human life begins at conception."

Professor Micheline Matthews-Roth

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