Abtreibungsumfrage

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Gesetzeslage: Abtreibung

Abtreibung sollte komplett verboten werden
34
8%
Die gesetzlichen Schranken für Abtreibung sollten verstärkt werden
52
13%
Die staatliche Finanzierung von Abtreibung ist pervers
63
16%
Spätabtreibung sollte verboten werden
47
12%
Die Gesetzeslage bei Abtreibung ist vollkommen ausreichend
103
25%
Die gesetzlichen Hürden müssen abgeschafft werden
38
9%
Der Staat sollte Abtreibung komplett fördern
25
6%
Weitere Verfahren zur pränatalen Kindstötung müssen erforscht werden
28
7%
Enthaltung
16
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 406
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Ein Terraner
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Ein Terraner » Do 15. Aug 2019, 23:31

Liegestuhl hat geschrieben:(15 Aug 2019, 23:28)

Bei der Abtreibung wird Leben vernichtet.


Das aus einer Zygote einmal Leben entsteht, steht bei ca. 30%
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Do 15. Aug 2019, 23:32

PeterK hat geschrieben:(15 Aug 2019, 23:23)

Was ist mit Frauen und Männern, die verhüten, weil das Kind nicht in ihre Lebensplanung passt?


Dann trifft sie zwar nicht die Schuld, nicht verhütet zu haben, aber dennoch übernehmen sie keine Verantwortung für "den Unfall". Dass immer etwas passieren kann, ist ja kein Geheimwissen.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon PeterK » Do 15. Aug 2019, 23:36

Liegestuhl hat geschrieben:(15 Aug 2019, 23:28)
Bei der Abtreibung wird Leben vernichtet. Bei der Verhütung wird verhindert, dass Leben entsteht.

Wenn man logisch denkt, ist also Verhütung schlimmer?
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Do 15. Aug 2019, 23:39

PeterK hat geschrieben:(15 Aug 2019, 23:36)

Wenn man logisch denkt, ist also Verhütung schlimmer?


Ich glaube nicht, dass Logik Kategorien wie besser oder schlimmer kennt.

Ist denn Leben logisch besser als Nicht-Leben?
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Do 15. Aug 2019, 23:39

Ein Terraner hat geschrieben:(15 Aug 2019, 23:31)

Das aus einer Zygote einmal Leben entsteht, steht bei ca. 30%


Herzlich Willkommen auf meiner Ignorierliste.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon PeterK » Do 15. Aug 2019, 23:43

Liegestuhl hat geschrieben:(15 Aug 2019, 23:39)
Herzlich Willkommen auf meiner Ignorierliste.

Ich freute mich - angesichts dessen, was Du hier so verzapfst - wenn Du mich auch in Deine Ignorierliste aufnähmest. Thx.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Ein Terraner » Do 15. Aug 2019, 23:47

Liegestuhl hat geschrieben:(15 Aug 2019, 23:39)

Herzlich Willkommen auf meiner Ignorierliste.

Da stehst du bei mir schon seit dem du mir erklären wolltest das sich der Mensch von Tier durch eine Seele unterscheidet.

Aber wenn du schlichte Tatsachen ignorieren willst, kann ich dich nicht davon abhalten.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Billie Holiday » Fr 16. Aug 2019, 07:08

Liegestuhl hat geschrieben:(15 Aug 2019, 22:54)

Wer auf so eine Frage antwortet, hat bereits verloren.


Schon gut, ich hatte keine Antwort erwartet. Meist verliert sich das Interesse, sobald das Kind geboren ist.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Fr 16. Aug 2019, 07:34

Billie Holiday hat geschrieben:(16 Aug 2019, 07:08)

Meist verliert sich das Interesse, sobald das Kind geboren ist.


Sehe ich anders. Hier tun sich viele als große Kinderfreunde auf, die es aber für akzeptabel halten, wenn das werdende Kind im Mutterleib abgeschlachtet wird und ihm somit jede Chance auf ein eigenes Leben genommen wird.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Billie Holiday » Fr 16. Aug 2019, 07:44

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Aug 2019, 07:34)

Sehe ich anders. Hier tun sich viele als große Kinderfreunde auf, die es aber für akzeptabel halten, wenn das werdende Kind im Mutterleib abgeschlachtet wird und ihm somit jede Chance auf ein eigenes Leben genommen wird.


Das kleine Noch-nicht-Kind weiß nichts von seiner Existenz. Der Begriff Abschlachten sei dir gegönnt, klingt sehr dramatisch und moralisierend.

Das geborene Kind merkt deutlich, dass es nicht willkommen ist. Leider scharen sich keine Abtreibungsgegner mehr um das Kind, um der Mutter in irgendeiner Form zu helfen. Ich befürchte, das Kind ist als Strafe gedacht. Wer ordentlich Sex hatte und dabei seinen Spaß, hat zu büßen und zur Strafe das Kind zu bekommen - egal, was aus dem Kind wird.

Im übrigen finde ich es äußerst inkonsequent, im Falle von Vergewaltigung oder Schwrbehinderung plötzlich Ausnahmen zu gestatten. Auch diese Kinder hätten jedes Lebensrecht.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon USA TOMORROW » Fr 16. Aug 2019, 07:47

Alexyessin hat geschrieben:(15 Aug 2019, 17:24)

Dazu hast DU jetzt aber wirklich eine seriöse Quelle. Danke.


The zygote and early embryo are living human organisms.

Keith L. Moore & T.V.N. Persaud Before We Are Born – Essentials of Embryology and Birth Defects (W.B. Saunders Company, 1998. Fifth edition.) Page 500
"It is incorrect to say that biological data cannot be decisive. It is scientifically correct to say that an individual human life begins at conception."

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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon USA TOMORROW » Fr 16. Aug 2019, 08:01

Alana4 hat geschrieben:(15 Aug 2019, 18:14)

Entschuldigung- aber die Sache mit den "Gefühlten Wahrheiten" sind doch ehewr so dein Ding.


Wie kommen Sie auf diese Idee? Abgesehen von der Prämisse, dass es falsch ist vorsätzlich einen unschuldigen Menschen zu töten, basiert meine Sichtweise ausschließlich auf wissenschaftlichen Fakten.

Alana4 hat geschrieben:(15 Aug 2019, 18:14)


Es sind unbestreitbare Tatsachen- keine "gefühlten" sondern echte, dass die Schwangerschaft IM Körper der Frau stattffindet, dass es funktionelle, organische Verbindungengen und Wechselwirkungen gibt, die die Entwicklung des Ungeborenen erst möglich machen. Es ist Fakt, dass nichts davon ohne den Organismus der Frau möglich ist- Verbindungen, die weit über "Nabelschnur" hinaus gehen, ermöglichen die Entwicklung der Frucht.


Niemand bestreitet, dass das Kind mit dem Körper seiner Mutter verbunden ist. Es geht um die Frage, ob es ein Teil des Körpers seiner Mutter ist. Und diese Frage ist nun einmal ganz klar zu verneinen.

Alana4 hat geschrieben:(15 Aug 2019, 18:14)

Ja, dann halte dich doch dran.
Wenn du eine Zygote "Mensch" oder "Kind" nennst, dann ist das deine persönlich Ansicht, die du auch haben darfst. Aber es ist eben gerade kein unumstößlicher "Fakt". Das, was da gerade erst entstanden ist KANN ein Mensch WERDEN. Ist es aber noch nicht.


Ich habe hier zahlreiche wissenschaftliche Quellen geliefert, die meine Aussage belegen. Sie sind bisher jegliche Quelle schuldig geblieben.

Alana4 hat geschrieben:(15 Aug 2019, 18:14)

Nein. Beides falsch. Aus biologischer Sicht: eine Schwangerschaft wird nicht fortgeführt. Passiert millionenfach tagtäglich überall in der Natur, ist ein ganz normaler, ganz natürlicher Vorgang.


Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, inwiefern die Tatsache, dass ungeborene Kinder auf natürliche Weise sterben, belegen soll, dass eine Abtreibung nicht die Tötung eines Menschen sei.

Alana4 hat geschrieben:(15 Aug 2019, 18:14)

Ich versuche gar nichts. Ich gehe da relativ nüchtern heran. Und ich spreche einer so frühen Frucht, wo noch gar nicht sicher ist, dass sie überhaupt irgendetwas wird, nicht etwas zu, was sie noch gar nicht hat.


Erst bestreiten Sie, dass Sie versuchen ungeborene Menschen zu entmenschlichen, um zwei Sätze später erneut ungeborenen Menschen das Menschsein abzusprechen. :rolleyes:

Alana4 hat geschrieben:(15 Aug 2019, 18:14)

Ah, kennen wir schon: die halbe Welt, Gesetzgeber aller Herren Länder.und Frauen sowieso...alle doof!


Ein Unrecht wird nicht zum Recht, weil viele sich daran beteiligen.

Sklaverei war beispielsweise für lange Zeit weltweit eine nicht wegzudenkende Institution. Zum Glück gab und gibt es Menschen, die auch gegen weit verbreitetes Unrecht kämpfen.


Alana4 hat geschrieben:(15 Aug 2019, 18:14)

Es gibt keine "100.000 getöteten Kinder".
Und- du weißt nichts, gar nichts über die Ursachen dieser Abtreibungen.


Die Ursache der Abtreibung ändert doch nichts am Ergebnis der Abtreibung. Das Kind ist tot.

Alana4 hat geschrieben:(15 Aug 2019, 18:14)

Du brauchst echt ne "wissenschaftliche Quelle" für die ALlerweltskenntnis, dass die Schwangerschaft IM Körper der Frau, MIT dem und durch den Organismus der Frau geschieht?
Junge, dann guck ins Biologiebuch der 5.Klasse!


Ich möchte eine Quelle dafür, dass das Kind ein Teil des Körpers seiner Mutter ist. Wenn es sichd abei um eine Allerweltskenntnis handelt, sollte es ja kein Problem sein, eine Quelle dafür zu liefern.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon USA TOMORROW » Fr 16. Aug 2019, 08:03

Fliege hat geschrieben:(15 Aug 2019, 19:12)

So stelle ich mir eine von mehreren, miteinander kombinierten Maßnahmen vor, um die Anzahl der Abtreibungen in Deutschland zu verringern.


Was hielten Sie von einer Verpflichtung, vor einer Abtreibung der Mutter Ultraschallaufnahmen ihres Kindes zu zeigen und sie den Herzschlag des Kindes anhören zu lassen?

Eventuell auch in Kombination mit einer Verpflichtung, der Mutter vor der Abtreibung ein Video einer realen Abtreibung in der entsprechenden Schwangerschaftswoche zu zeigen?
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon USA TOMORROW » Fr 16. Aug 2019, 08:04

Dark Angel hat geschrieben:(15 Aug 2019, 20:18)

Und menschliche dilpoide Zellen sind immer noch menschliche Zellen und keine Menschen!
"Menschlich" ist ein Adjektiv und beschreibt eine Eigenschaft - nämlich vom Menschen stammend bzw zum Menschen gehörend/für Menschen charakterisierend.


Und wenn Du das noch tausendmal wiederholst, wird es nicht richtiger. Eine Zygote ist eine menschliche Zelle ist eine menschliche Zelle ist KEIN Mensch!


The zygote and early embryo are living human organisms.

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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Liegestuhl » Fr 16. Aug 2019, 08:16

Billie Holiday hat geschrieben:(16 Aug 2019, 07:44)

Das kleine Noch-nicht-Kind weiß nichts von seiner Existenz. Der Begriff Abschlachten sei dir gegönnt, klingt sehr dramatisch und moralisierend.

Welche wissenschaftlichen Methoden will man denn angewandt haben, um herauszubekommen, ob ein Kind ein Bewusstsein hat oder nicht?

Zum Thema Abschlachten: Schau dir doch mal Bilder von den Kleinen an, wenn sie zerhackt und abgesaugt wurden! Google hilft dabei.
Das geborene Kind merkt deutlich, dass es nicht willkommen ist.

In eine Adoptivfamilie abgegeben zu werden, ist meiner Meinung nach eine bessere Option als abgetrieben worden zu sein,
Im übrigen finde ich es äußerst inkonsequent, im Falle von Vergewaltigung oder Schwrbehinderung plötzlich Ausnahmen zu gestatten. Auch diese Kinder hätten jedes Lebensrecht.

Sehe ich auch so.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 16. Aug 2019, 08:40

Selina hat geschrieben:(15 Aug 2019, 14:31)

Es hat sehr viel mit purer Frauenfeindlichkeit zu tun. Ich kann nur immer wieder sagen: In die Angelegenheiten, was den Körper der Frau anbelangt, hat sich niemand, aber auch gar niemand von außen einzumischen. Und wenn, dann nur auf befreiende und nicht auf immer weiter einengende Weise. Eine Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruches ist die größte Frauenfeindlichkeit, die man sich überhaupt nur vorstellen kann. Wohin soll die Reise denn wieder gehen? Zurück ins Mittelalter? Zurück zu den Engelmacherinnen? Und ich weiß ja, dass du zur übergroßen Mehrheit der User gehörst, die an der DDR keinen einzigen trockenen Faden lassen, aber in der Schwangerschaftsabbruchs-Praxis war sie um ein Vielfaches fortschrittlicher und den Frauen und ihrer Selbstbestimmung zugewandter, als das heute der Fall ist. Es hat auch auf längere Sicht keine Stagnation und keinen immensen Rückgang der Geburtenzahlen gegeben. Ja, kurz nach Gesetzes-Erlass 1972 ging die Quote etwas zurück und viele machten von der neuen Regelung dankbar Gebrauch. Ein Meilenstein der Emanzipation! Aber danach war die Geburten-Quote wieder hoch. Zurück ging sie erst gravierend mit der Unsicherheit zur Wende. Und noch etwas: Die Frauen wurden vor dem Abbruch auch damals beraten und ich kenne keine Frau, die sich diesen Schritt leicht machte und die keine guten Gründe für einen Abbruch hatte. Da wird heute ziemlich viel rumfantasiert darüber. Trotzdem ist dieser Kompromiss, der nach der Wende gefunden worden ist zwischen West- und Ostrecht, immer noch besser als diese mittelalterlichen Ansichten, die hier - vorwiegend von Männern - geäußert werden. Meine Güte!


Wir haben heute eine vollkommen andere Sicht auf die Einmischung in Familienangelegenheiten als noch vor kurer Zeit. Erst seit dem Jahre 2000, also vor gerade mal 19 Jahren gibt es ein verbrieftes Gesetz zum Recht auf gewaltfreie Erziehung. Das kann man gut und gerne auch als ein Einmischungsgesetz in Familienangelengenheiten werten. Ich frage nur mal (und behaupte wohlweislich nix): GIbt es eine prinzipielle sozusagen philsophische Grenze zwischen diesem Prügelverbot und einem Abtreibungsverbot?
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Skeptiker » Fr 16. Aug 2019, 09:07

Liegestuhl hat geschrieben:(15 Aug 2019, 23:39)

Herzlich Willkommen auf meiner Ignorierliste.

Ich denke er bezieht sich da auf die Aussage von DA, dass 70% der Embryonen aus rein natürlichen Gründen die ersten 12 Wochen nicht überstehen. Vielleicht gab es da ja ein Missverständnis unter euch beiden? Ich sehe die Aussage eher sachlich.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Alana4 » Fr 16. Aug 2019, 09:11

USA TOMORROW hat geschrieben:(16 Aug 2019, 08:03)

Was hielten Sie von einer Verpflichtung, vor einer Abtreibung der Mutter Ultraschallaufnahmen ihres Kindes zu zeigen und sie den Herzschlag des Kindes anhören zu lassen?

Eventuell auch in Kombination mit einer Verpflichtung, der Mutter vor der Abtreibung ein Video einer realen Abtreibung in der entsprechenden Schwangerschaftswoche zu zeigen?


Na klar, Frauen sind ja auch so doof, dass sie solche "Bilder" nicht kennen. :rolleyes:
Und überhaupt: den dussligen Weibern hat man gefälligst zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. Fehlte noch, dass die einen eigenen Willen haben.
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Billie Holiday » Fr 16. Aug 2019, 09:12

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Aug 2019, 08:16)

Welche wissenschaftlichen Methoden will man denn angewandt haben, um herauszubekommen, ob ein Kind ein Bewusstsein hat oder nicht?

Zum Thema Abschlachten: Schau dir doch mal Bilder von den Kleinen an, wenn sie zerhackt und abgesaugt wurden! Google hilft dabei.

In eine Adoptivfamilie abgegeben zu werden, ist meiner Meinung nach eine bessere Option als abgetrieben worden zu sein,

Sehe ich auch so.


Operationen laufen nunmal nicht nervenschonend ab. Auch die Entnahme eines Blinddarmes ist in Großaufnahme sehr unangenehm. Dem Fötus fehlt das Bewußtsein, was da geschieht.

Dass du Frauen zumuten willst, ausnahmslos immer jede Schwangerschaft auszutragen, ob nun nach Vergewaltigung oder es wächst ein schwerbehindertes Kind heran, spricht vielleicht für deine Zuwendung zum Ungeborenen, aber ganz bestimmt nicht von Wertschätzung für Frauen.

Sei' s drum....ich bin froh, dass die Gesetzlage so ist wie sie ist und Frauen Selbstbestimmungsrecht genießen.
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Re: Abtreibungsumfrage

Beitragvon Ein Terraner » Fr 16. Aug 2019, 09:14

Skeptiker hat geschrieben:(16 Aug 2019, 09:07)

Ich denke er bezieht sich da auf die Aussage von DA, dass 70% der Embryonen aus rein natürlichen Gründen die ersten 12 Wochen nicht überstehen. Vielleicht gab es da ja ein Missverständnis unter euch beiden? Ich sehe die Aussage eher sachlich.


Scheint wohl ein zu großer Schock gewesen zu sein, ab dem 45 Lebensjahr wird die Zahl angeblich noch höher.
Zuletzt geändert von Ein Terraner am Fr 16. Aug 2019, 09:15, insgesamt 1-mal geändert.

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