CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

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CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon jack000 » Do 8. Aug 2019, 18:14

Die grundsätzliche Idee ist ja, dass CO2 Einsparungen Geld bringen und CO2-Verschwendung Geld kosten soll. Soweit so gut, ist ja auch erstmal plausibel und in Summe soll das Ganze keine Mehrbelastung sein.
=> Die Frage, die sich aber doch stellt ist: Wo hat der Otto-Normalverbraucher die Möglichkeit denn noch CO2 einzusparen? Genannt werden immer SUV-Fahrer die ihre Kinder zur Schule fahren oder zum Zigarettenautomaten um die Ecke. Aber ist das denn auch der Otto-Normalverbraucher/Otto-Nomaluser hier im Forum?
=> Wird denn im großen Maßstab CO2 völlig unnötig erzeugt?
=> Welche Möglichkeiten seht ihr in eurem privaten Bereich an Einsparungen an CO2?
=> Wo erzeugt ihr unnötig CO2 und könnt das problemlos abstellen?
=> Ab welchem Verhalten soll sich das Ganze für einen Bürger kostenneutral auswirken, bzw. sogar Geld bei herauskommen?

@ MODs: Ich habe diesen Strang von den anderen Diskussionen über CO2 bewusst abgetrennt, denn es geht hier um die konkreten CO2-Einsparmöglichkeiten die in den anderen Strängen dazu nur oberflächlich genannt werden. Daher bitte ich den Strang nicht mit anderen CO2-Strängen zusammenzuführen.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon jack000 » Do 8. Aug 2019, 18:19

Um die Frage mal als erster zu beantworten: Ich sehe da für mich privat keine Möglichkeiten signifikant CO2 weniger zu verursachen, da persönliches Verhalten und technische Ausstattung weitestgehend dem entspricht was als Einsparvorschläge genannt werden.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon frems » Do 8. Aug 2019, 18:29

Nicht mehr schneller als 120 auf der Autobahn fahren. Unorte verlassen und in die Nähe zur Arbeitsstätte ziehen. Sich in der Pampa niederlassen, weil man dann "ÖPNV ist hier so doof und mit dem Rad ist mir das viel zu weit *schnief*"-Ausrede zur Rechtfertigung der wilden Raserei hat, ist unverantwortlich.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon VaterMutterKind » Do 8. Aug 2019, 18:30

Weniger Internet zum Beispiel. https://www.welt.de/kultur/kino/plus197 ... sflug.html

Keinen Trockner benutzen

Weniger Fleisch essen

Kurzstrecken mit dem Rad fahren

Weniger Klamotten kaufen --> Textilherstellung produziert eine Menge Co2

Urlaub im Heimatland

Lebensmittel kaufen, die keine langen Transportwege benötigen. Zum Beispiel vom ortsansässigen Bauern

Keine Billigprodukte aus China bestellen

Das fällt mir jetzt nur auf die Schnelle ein.

Aber ich bin ganz ehrlich. Ich scheisse da drauf. Ich mache das, was mir Spaß macht und was ich für richtig halte. Das bedeutet nicht, das ich nicht einiges von meiner Liste mache. Das mache ich aber nicht aus Umweltschutzgründen, sondern weil es mir selbst gut tut und weil es mir Spaß macht.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon jack000 » Do 8. Aug 2019, 18:54

VaterMutterKind hat geschrieben:(08 Aug 2019, 18:30)
Aber ich bin ganz ehrlich. Ich scheisse da drauf.

Beim Durchlesen deiner Aufzählung wollte ich dann die Frage stellen, ob das Dinge sind die du für dich ändern wirst oder ob das Aufforderungen an andere sind, aber die Antwort habe ich ja nun ;)

Ich mache das, was mir Spaß macht und was ich für richtig halte. Das bedeutet nicht, das ich nicht einiges von meiner Liste mache. Das mache ich aber nicht aus Umweltschutzgründen, sondern weil es mir selbst gut tut und weil es mir Spaß macht.

In der Tat ist es ein gutes Gefühl nicht verschwenderisch zu leben. Aber m.E. sind die Rahmenbedingungen weitestgehend bereits so gegeben, dass sich CO2-Einsparung finanziell lohnt.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon JJazzGold » Do 8. Aug 2019, 18:58

jack000 hat geschrieben:(08 Aug 2019, 18:19)

Um die Frage mal als erster zu beantworten: Ich sehe da für mich privat keine Möglichkeiten signifikant CO2 weniger zu verursachen, da persönliches Verhalten und technische Ausstattung weitestgehend dem entspricht was als Einsparvorschläge genannt werden.



Nachdem ich darüber nachgedacht habe, fällt mir nichts ein, welche Möglichkeit in unserem Haushalt tagtäglich noch bestünde, um CO2 einzusparen. Ok, vielleicht die süße, saftige Ananas vorletzte Woche, die hätte ich liegen lassen können, aber die war schon geflogen.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon VaterMutterKind » Do 8. Aug 2019, 18:58

jack000 hat geschrieben:(08 Aug 2019, 18:54)

Beim Durchlesen deiner Aufzählung wollte ich dann die Frage stellen, ob das Dinge sind die du für dich ändern wirst oder ob das Aufforderungen an andere sind, aber die Antwort habe ich ja nun ;)


Jahrzehntelang wurde die Globalisierung forciert. Jetzt ist sie da und jetzt soll ich die Möglichkeiten nicht nutzen? Sehe ich gar nicht ein.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Liberty » Do 8. Aug 2019, 19:12

Was ist eigentlich mit Produkten wie Butter, Käse, Quark etc.? Wird doch aus Kuhmilch hergestellt, also Rinderhaltung, die wegen des Methan-Ausstosses kritisiert wird.

Also müsste man doch nicht nur auf Fleisch verzichten, sondern am besten gleich Veganer werden.

Und dann aber auch nur regional angebaute Obst- und Gemüsesorten essen, keine Südfrüchte wie Bananen, Ananas, Orangen, Grapefruit, Mango Avocado, Zitronen etc., die aus Südamerika, Afrika und Asien importiert werden müssen.

Und wenn man dann auch noch Rohkost-Veganer wird, spart man auch noch die Energie fürs Kochen.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon jack000 » Do 8. Aug 2019, 19:13

frems hat geschrieben:(08 Aug 2019, 18:29)

Nicht mehr schneller als 120 auf der Autobahn fahren.


Bringt nix, wurde bereits in diesem Strang ausführlich geklärt:
https://politik-forum.eu/viewtopic.php?f=14&t=24667

Unorte verlassen und in die Nähe zur Arbeitsstätte ziehen.

Ich wohne im Speckgürtel von Stuttgart und im Ort nebenan gibt es einen S-Bahn Anschluss. Nur hilft mir das nicht weiter.
=> Somit taucht dann aber die nächste Frage auf: Die Leute ziehen also alle von den "Unorten" in die Großstädte ... wo aber sollen die wohnen? Freier Wohnraum in den Städten ist doch i.d.R. quasi gar nicht mehr existent?

Aber beim Thema "In die Nähe zur Arbeitstelle ziehen" stimme ich dir schon zu und das strebe ich auch an (Inkl. Senkung Bruttogehalt, ich komme mit weniger auch aus). Aber wenn ich mir den Berufsstau in entgegengesetzter Richtung (Ich fahre antizyklisch) jeden Tag anschaue, gehe ich nicht davon aus dass die sich aus Spaß an der Freude dort befinden während ein leerer Zug an denen vorbeifährt.
=> Das ist der Grund für diesen Strang, da bisher immer einfache und oberflächliche Lösungen präsentiert werden und es geht darum diese mal konkret auf die Umsetzbarkeit zu beleuchten!


Sich in der Pampa niederlassen, weil man dann "ÖPNV ist hier so doof und mit dem Rad ist mir das viel zu weit *schnief*"-Ausrede zur Rechtfertigung der wilden Raserei hat, ist unverantwortlich.

ÖPNV/P&R nutze ich grundsätzlich in der Stadt, aber auf dem Weg zu meiner Arbeitsstelle ist es derzeit nicht zumutbar die derzeitige Zeit auf dem Weg zur Arbeit zu vervierfachen.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon frems » Do 8. Aug 2019, 19:23

jack000 hat geschrieben:(08 Aug 2019, 19:13)

Bringt nix, wurde bereits in diesem Strang ausführlich geklärt:
https://politik-forum.eu/viewtopic.php?f=14&t=24667

Ach, wieder der Strang, wo Raser sämtliche wissenschaftliche Fakten als "Meinung" abtun und selbst nichts liefern.

Ich wohne im Speckgürtel von Stuttgart und im Ort nebenan gibt es einen S-Bahn Anschluss. Nur hilft mir das nicht weiter.
=> Somit taucht dann aber die nächste Frage auf: Die Leute ziehen also alle von den "Unorten" in die Großstädte ... wo aber sollen die wohnen? Freier Wohnraum in den Städten ist doch i.d.R. quasi gar nicht mehr existent?

Steigt die Nachfrage, steigt der Preis und mittelfristig auch das Angebot. Zudem muss man ja nicht zwingend zentral wohnen, selbst wenn der Arbeitsplatz zentral liegt. Da muss man schon mal den Bregen nutzen und die Augen aufmachen.

Aber beim Thema "In die Nähe zur Arbeitstelle ziehen" stimme ich dir schon zu und das strebe ich auch an (Inkl. Senkung Bruttogehalt, ich komme mit weniger auch aus). Aber wenn ich mir den Berufsstau in entgegengesetzter Richtung (Ich fahre antizyklisch) jeden Tag anschaue, gehe ich nicht davon aus dass die sich aus Spaß an der Freude dort befinden während ein leerer Zug an denen vorbeifährt.
=> Das ist der Grund für diesen Strang, da bisher immer einfache und oberflächliche Lösungen präsentiert werden und es geht darum diese mal konkret auf die Umsetzbarkeit zu beleuchten!

Viele Leute sind halt bequem und faul, um mal umzuziehen. Oder zu rechnen. Die sollten mal ihre wahren Mobilitätskosten pro Monat bedenken und sich fragen, ob ihr prekärer Wohnort tatsächlich so "billig" ist wie sie gedacht haben. Ich vermute: das wissen tatsächlich viele. Aber sie brauchen eine Ausrede für ihre albernen Kisten. Wie Autoposer, die noch bei Mami wohnen.


ÖPNV/P&R nutze ich grundsätzlich in der Stadt, aber auf dem Weg zu meiner Arbeitsstelle ist es derzeit nicht zumutbar die derzeitige Zeit auf dem Weg zur Arbeit zu vervierfachen.

Nach der Verkehrskette frage ich lieber nicht. Vermutlich auch schöngerechnet.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon jack000 » Do 8. Aug 2019, 19:28

JJazzGold hat geschrieben:(08 Aug 2019, 18:58)
Nachdem ich darüber nachgedacht habe, fällt mir nichts ein, welche Möglichkeit in unserem Haushalt tagtäglich noch bestünde, um CO2 einzusparen.

Genau das ist der Punkt! Es wird pauschal unterstellt, dass der Otto-Normalhaushalt sinnlos CO2 erzeugt, bzw. durch minimale Änderungen im Verhalten immens da noch was einsparen kann.

Ok, vielleicht die süße, saftige Ananas vorletzte Woche, die hätte ich liegen lassen können, aber die war schon geflogen.

Und das ist die Frage => Was werden dann die Forderungen nach Verzicht sein? Ist eine Ananas dann überhaupt noch vertretbar?
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Teeernte » Do 8. Aug 2019, 19:38

frems hat geschrieben:(08 Aug 2019, 19:23)


Viele Leute sind halt bequem und faul, um mal umzuziehen. Oder zu rechnen. Die sollten mal ihre wahren Mobilitätskosten pro Monat bedenken und sich fragen, ob ihr prekärer Wohnort tatsächlich so "billig" ist wie sie gedacht haben. Ich vermute: das wissen tatsächlich viele. Aber sie brauchen eine Ausrede für ihre albernen Kisten. Wie Autoposer, die noch bei Mami wohnen.



Nach der Verkehrskette frage ich lieber nicht. Vermutlich auch schöngerechnet.


50% wohnt in den eigenen 4 Wänden. Man nennt das Immobilie. die ist immobil. Seit dem die "Rente" vom Staat einfach nur noch Betrug am arbeitenden Volk ist...versuchen viele den Lebensabend in der eigenen Immobile abzusichern.

Nun will man die letzten 30 Jahre (Rente) nicht am Alex oder am Ostbahnhof geniessen.

Andererseits sollte der ÖPNV Organisator doch auf NACHFRAGE fahren ----und nicht auf persönlich WUNST.... dann wenn grad "Bus" übrig ist - in Ziele - die einem LIEB sind.

Die Bahn - in Kurzstrecke hat eine Pünktlichkeit von 50% - wenn man die gestrichenen Bahnen mitrechnet (hier- im Osten) ...ohne die Ausfälle ist man bei 70 % Pünktlichkeit.

Also MUSS man eine Bahn früher nehmen - damit man seinen Anschluss (Fernbahn) bekommt. Eine Bahn eher - macht 30 Min. - man kommt auch 30 Min später nach hause - wenn der Zug nur Verspätung hat - wird der gestrichen - sind es 1:30 Stunden.

Laut Fahrplan 10 Minuten Fahrt. die kann man mit Auto fahren - weil man ja zum Bahnhof auch laufen muss.

NAtürlich ist im Hauptbahnhof KEIN Parkplatz für Fernzugnutzer ---- oder die Parkkarte kostet 25 Eu.


Aber das kannst Du ja alles... Das Auto ist eben - bequemer. kein Umstieg - kein Lärm .....

Ehhh....schlafen geht ja im Zug auch nicht - man muss auf seine Sachen aufpassen ...und dauernd Fahrkartenkontrolle ....Laute Durchsagen...schreiende Kinder.

Co2 ? Wayn interessierts.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Teeernte » Do 8. Aug 2019, 19:41

jack000 hat geschrieben:(08 Aug 2019, 19:28)

Genau das ist der Punkt! Es wird pauschal unterstellt, dass der Otto-Normalhaushalt sinnlos CO2 erzeugt, bzw. durch minimale Änderungen im Verhalten immens da noch was einsparen kann.


Und das ist die Frage => Was werden dann die Forderungen nach Verzicht sein? Ist eine Ananas dann überhaupt noch vertretbar?


:thumbup:

Der Staat organisiert die Umherfahrerei.

NAtürlich nimmt man - aus regionalem Anbau..... nur der existiert doch garnicht mehr ! (Vielleicht im Bayern regional...hier im Osten ...NICHT !)
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon VaterMutterKind » Do 8. Aug 2019, 19:43

frems hat geschrieben:(08 Aug 2019, 19:23)
Viele Leute sind halt bequem und faul, um mal umzuziehen. Oder zu rechnen. Die sollten mal ihre wahren Mobilitätskosten pro Monat bedenken und sich fragen, ob ihr prekärer Wohnort tatsächlich so "billig" ist wie sie gedacht haben. Ich vermute: das wissen tatsächlich viele. Aber sie brauchen eine Ausrede für ihre albernen Kisten. Wie Autoposer, die noch bei Mami wohnen.



Grundgesetz Artikel 11 und Artikel 12
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon frems » Do 8. Aug 2019, 19:44

Teeernte hat geschrieben:(08 Aug 2019, 19:38)

50% wohnt in den eigenen 4 Wänden. Man nennt das Immobilie. die ist immobil. Seit dem die "Rente" vom Staat einfach nur noch Betrug am arbeitenden Volk ist...versuchen viele den Lebensabend in der eigenen Immobile abzusichern.

Es ist in der Tat erschreckend, wie viel die arbeitende Bevölkerung jeden Monat in die RV pumpt. Und über Steuern kommen nochmal rund 100 Mrd. EUR jedes Jahr dazu. Da könnte man im Bahnwesen eine Menge mit anstellen. Aber selbst kleine Anreize, z.B. die Reduzierung der MwSt bei Bahnfahrten, ist mit 0,4 Mrd. EUR an Einnahmeausfällen viel zu hoch und daher nicht gewünscht.

Also MUSS man eine Bahn früher nehmen - damit man seinen Anschluss (Fernbahn) bekommt. Eine Bahn eher - macht 30 Min. - man kommt auch 30 Min später nach hause - wenn der Zug nur Verspätung hat - wird der gestrichen - sind es 1:30 Stunden.

Eine Bahn alle 30 Minuten? Lol.

weil man ja zum Bahnhof auch laufen muss.

Nee, muss man nicht.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon jack000 » Do 8. Aug 2019, 19:52

frems hat geschrieben:(08 Aug 2019, 19:23)
Ach, wieder der Strang, wo Raser sämtliche wissenschaftliche Fakten als "Meinung" abtun und selbst nichts liefern.

Das ist in dem entsprechenden Strang thematisiert und nicht Thema hier.

Steigt die Nachfrage, steigt der Preis und mittelfristig auch das Angebot.

Wo ist denn in Hamburg noch so viel Platz um die Leute aus den umliegenden Gemeinden aufzunehmen und die entsprechenden Wohnungen zu bauen?

Zudem muss man ja nicht zwingend zentral wohnen, selbst wenn der Arbeitsplatz zentral liegt. Da muss man schon mal den Bregen nutzen und die Augen aufmachen.

Und wo ist der ÖPNV der dann die Massen zusätzlich aufnehmen kann?

Viele Leute sind halt bequem und faul, um mal umzuziehen. Oder zu rechnen. Die sollten mal ihre wahren Mobilitätskosten pro Monat bedenken und sich fragen, ob ihr prekärer Wohnort tatsächlich so "billig" ist wie sie gedacht haben. Ich vermute: das wissen tatsächlich viele. Aber sie brauchen eine Ausrede für ihre albernen Kisten. Wie Autoposer, die noch bei Mami wohnen.

Nun, du gehst von dir als Single in der 1-Zimmer Wohnung oder WG-Zimmer aus. Natürlich ist da viel Flexibilität vorhanden. Aber auch Hamburg ist ebenso eine Mega-Staustadt und ich behaupte mal, die tun sich das nicht freiwillig an während leere Züge an denen vorbeifahren und problemlos Wohnraum vor Ort vorhanden ist.
=> Deswegen der Strang hier! Mich würde halt mal interessieren wie diese (sicherlich gut gemeinten Ideen) real in die Umsetzung kommen sollen?

Nach der Verkehrskette frage ich lieber nicht. Vermutlich auch schöngerechnet.

30 Minuten im Vergleich zu 01:41 - 01:49 lt. Google Maps und vvs.de . Das ist natürlich nicht repräsentativ für alle, aber das Motiv im Stau zu stehen während eine Bahn mit freien Plätzen vorbeifährt ist mir nicht plausibel ...
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon JJazzGold » Do 8. Aug 2019, 19:58

jack000 hat geschrieben:(08 Aug 2019, 19:28)

Genau das ist der Punkt! Es wird pauschal unterstellt, dass der Otto-Normalhaushalt sinnlos CO2 erzeugt, bzw. durch minimale Änderungen im Verhalten immens da noch was einsparen kann.


Und das ist die Frage => Was werden dann die Forderungen nach Verzicht sein? Ist eine Ananas dann überhaupt noch vertretbar?


Mit ist ja sogar schleierhaft, wie “Peinlichkeit, Flugscham, etc.“erzeugt werden soll, wie soll das dann bei der vereinzelt genossenen Ananas funktionieren? An der Debatte über eine Fleischsondersteuer ist ausser Hilflosigkeit nichts erkennbar.

Wir haben hier auf dem Land einen Metzger, der in Kombination mit seinem Bruder, Fleisch erzeugt und verkauft. Beide Betriebe sind jederzeit einsehbar. Wer das nicht vor Ort hat, der muss Bio kaufen und hoffen, dass es auch Bio ist, oder sich aufs Fahrrad, oder in S-Bahn oder Zug schwingen und aufs Land fahren und dort die Produkte kaufen. Das Problem liegt nämlich meines Erachtens nicht auf dem Land, sondern in den Städten -> Massenware für Massen.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon PeterK » Do 8. Aug 2019, 20:02

jack000 hat geschrieben:(08 Aug 2019, 18:14)
=> Welche Möglichkeiten seht ihr in eurem privaten Bereich an Einsparungen an CO2?

In Catalunya lasse ich den Lufti meistens stehen und fahre Hybrid oder Motorrad. Ich heize CO2-neutral (fast).

In D fahre ich eigentlich nur noch Fahrrad oder mit dem ÖPNV. Es gibt aber "Schietwetter"-Ausnahmen.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon frems » Do 8. Aug 2019, 20:11

jack000 hat geschrieben:(08 Aug 2019, 19:52)

Das ist in dem entsprechenden Strang thematisiert und nicht Thema hier.

Schon klar. :D

Wo ist denn in Hamburg noch so viel Platz um die Leute aus den umliegenden Gemeinden aufzunehmen und die entsprechenden Wohnungen zu bauen?

Das Umland ist ja kein Problem, da alle größeren Städte über S- und U-Bahnanschlüsse verfügen. Damit kommt man bis nach Stade hoch, wo die Fahrgastzahlen sämtliche Prognosen sprengten und der Standort massiv aufgewertet wurde.

Und wo ist der ÖPNV der dann die Massen zusätzlich aufnehmen kann?

Der wächst ja mit.

Nun, du gehst von dir als Single in der 1-Zimmer Wohnung oder WG-Zimmer aus.

Weder bin ich Single, noch lebe ich in einer kleinen Wohnung oder einer WG. Tatsächlich ist das Segment in der Vergangenheit vernachlässigt worden. Aber wir bauen ja über 10.000 Wohnungen im Jahr.

Natürlich ist da viel Flexibilität vorhanden. Aber auch Hamburg ist ebenso eine Mega-Staustadt und ich behaupte mal, die tun sich das nicht freiwillig an während leere Züge an denen vorbeifahren und problemlos Wohnraum vor Ort vorhanden ist.

So schlimm kann der Stau ja nicht sein, wenn die Pkw-Zahlen weiter zunehmen. Wer erwartet, im Zug alleine zu sitzen, hat vermutlich ganz andere Probleme und Sorgen.

30 Minuten im Vergleich zu 01:41 - 01:49 lt. Google Maps und vvs.de . Das ist natürlich nicht repräsentativ für alle, aber das Motiv im Stau zu stehen während eine Bahn mit freien Plätzen vorbeifährt ist mir nicht plausibel ...

Kannst Du mal aufschlüsseln, wie sich das zusammensetzt? Also nicht die Stationen, sondern Wartezeiten, Fußwege etc. pp.

Aber mal ehrlich: selbst 30 Minuten Arbeitsweg, egal wie, ist doch eine absurd hohe Zeitverschwendung.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Quatschki » Do 8. Aug 2019, 20:27

Idealismus ist meist gepaart mit einer erhöhten Zahlungsbereitschaft.
Und das heißt im Kapitalismus: Hier können wir abzocken!

CO2-Vermeidung? - Im Grunde sind das alles die selben Regeln für eine bewußte, umweltschonende Lebensweise, die schon immer gelten. Wer sie bisher beherzigt hat, muß überhaupt nichts verändern.
Der fährt ja schon Fahrrad und ÖPNV, meidet Auto oder Flugzeug, kauft keine Wegwerfprodukte, isst wenig Fleisch und heizt und klimatisiert seine nicht unnötig große Bude nur so viel, wie unbedingt nötig.
Nur mehr Geld hat er deshalb nicht übrig
Und das wird auch diesmal nicht anders, egal, was sie auskaspern werden.

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