Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Sa 27. Jul 2019, 22:18

Corella hat geschrieben:(27 Jul 2019, 21:58)

Da beneide ich Dich etwas! Berufsbedingt sehe ich in 80% + unserer "Wälder" bloß Forstäcker. Ich seh ja ein, dass wir Forstwirtschaft brauchen, aber die Qualität des Handwerklichen? Diese sogenannte naturnahe Waldwirtschaft? Grad wird ordentlich gestorben, in unseren Forstäckern. Wer vor 30 Jahren noch Fichten gepflanzt hat, soll meiner Meinung nach auf den unternehmerischen Risiken sitzen bleiben. Da muss Klöckner kein gutes Geld schlechtem hinterher werfen. Der Rest ist subtiler...


Ja, da bin ich auf gleicher Wellenlänge; wen jemand oberschlau seinen Gewinn maximieren möchte, gegen alles andere Geunke, dann soll er durchaus auch mit seinem Vermögen dafür einstehen. Trotzdem kann ich mich über einen gelungenen Park, eine gewerbliche Teichwirtschaft freuen, wenn sie mit Verstand angelegt wurden und auch zur Freude aller irgendwie Beteiligten funktionieren. So erinnere ich mich fast 65 Jahre später an Wanderungen mit meinem Großvater durch den Hochwald im Soonwald zur Hirschbrunft. Um so mehr, als ich vor einigen Jahren auf einer Reise in die Vergangenheit erleben konnte, daß es diesen Hochwald immer noch gibt! Davon hätte ich systematisch gern viel mehr!
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Tom Bombadil
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 28. Jul 2019, 10:34

Stromkunden in Deutschland geben ca. 25 Mrd. € pro Jahr für die EEG-Unlage aus. Was passiert eigentlich mit diesem Geld? Wie viel davon wird in "Klimaschutz" investiert? Was macht der Bauer, der seine Scheunen und Ställe mit geförderten PV-Anklagen gepflastert und vllt. noch ein paar subventionierte Windräder auf seinem Land laufen hat, mit der Einspeisevergütung? Was machen die "big player" mit dem Geld? Man muss wohl davon ausgehen, dass der Bauer damit seinen Lebensunterhalt bestreitet, bei Kapitalgesellschaften landet das Geld bei den Anteilseignern. Klimaschutz? Fehlanzeige. Das EEG taugt nicht zum Klimaschutz, es ist ein pures Geldumverteilungssystem.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 28. Jul 2019, 10:39

Corella hat geschrieben:(27 Jul 2019, 21:13)

Wie vielfach eingebracht: ich verstehe Lobbyisten und Großteile der Ökonomen nicht.

Die denken nur noch quartalsweise und die dann anstehenden Veröffentlichungen, in denen mehr Umsatz und mehr Gewinn präsentiert werden muss, weil sonst der Aktienkurs fällt. Langfristiges, strategisches Denken und Nachhaltigkeit gibt es nicht mehr, es geht nur noch um den kurzfristigen "Erfolg". Deswegen werden die Produkte auch immer schlechter, damit schneller Ersatz gekauft wird.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » So 28. Jul 2019, 12:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Jul 2019, 10:34)

Man muss wohl davon ausgehen, dass der Bauer damit seinen Lebensunterhalt bestreitet, bei Kapitalgesellschaften landet das Geld bei den Anteilseignern. Klimaschutz? Fehlanzeige. Das EEG taugt nicht zum Klimaschutz, es ist ein pures Geldumverteilungssystem.


Naja, in einem kapitalistischen System muss man davon ausgehen, dass die Wirtschaftsakteure nichts umsonst machen werden. Das ist jetzt keine große Überraschung. Trotzdem hilft ihr Handeln CO2-Emissionen einzusparen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 28. Jul 2019, 12:26

Sören74 hat geschrieben:(28 Jul 2019, 12:20)

Naja, in einem kapitalistischen System muss man davon ausgehen, dass die Wirtschaftsakteure nichts umsonst machen werden.


Nicht nur in einem kapitalistischen
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 28. Jul 2019, 16:41

Sören74 hat geschrieben:(28 Jul 2019, 12:20)

Naja, in einem kapitalistischen System muss man davon ausgehen, dass die Wirtschaftsakteure nichts umsonst machen werden.

Da stellt sich mir die Frage, warum man Klimaschutz "Wirtschaftsakteuren" überlassen sollte. Das hat gleich zwei Nachteile: wenn es sich nicht mehr lohnt, ist der Klimaschutz gestorben und der Klimaschutz wird teurer, als er eigentlich sein müsste, weil ja Gewinn damit gemacht werden muss. Es bleibt beim Umverteilungsmechanismus, "Klimaschutz" ist nur das Deckmäntelchen. Ginge es wirklich darum, würde man das Geld auch in entsprechende Maßnahmen stecken.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » So 28. Jul 2019, 17:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Jul 2019, 16:41)

Da stellt sich mir die Frage, warum man Klimaschutz "Wirtschaftsakteuren" überlassen sollte. Das hat gleich zwei Nachteile: wenn es sich nicht mehr lohnt, ist der Klimaschutz gestorben und der Klimaschutz wird teurer, als er eigentlich sein müsste, weil ja Gewinn damit gemacht werden muss. Es bleibt beim Umverteilungsmechanismus, "Klimaschutz" ist nur das Deckmäntelchen.


Unseren jetzigen Wohlstand haben wir auch weitgehend unseren Wirtschaftsakteuren überlassen. Das Erreichen des Klimaschutzes kann man auch einen Preis zu ordnen, den wir bereit sind zu zahlen, ähnlich wie es uns erst, ein teures Gesundheitssystem zu unterhalten.

Tom Bombadil hat geschrieben:Ginge es wirklich darum, würde man das Geld auch in entsprechende Maßnahmen stecken.


In welche Maßnahmen?
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 30. Jul 2019, 06:25

Corella hat geschrieben:(27 Jul 2019, 21:13)

Schon die konservative Australische Regierung würde nicht oder nicht rechtzeitig mitziehen. Entmutigende Utopien erwarten uns überall.
.


Du liegst falsch. Irgenwelchen links/gruenen Fabrikationen aufgesessen?

https://www.environment.gov.au/land/20-million-trees


he Australian Government will work with the community to plant 20 million trees by 2020, to re-establish green corridors and urban forests.
The Programme has four strategic objectives:
20 million trees – 20 million trees and associated understorey planted by 2020.
Environmental conservation – support local environmental outcomes by improving the extent, connectivity and condition of native vegetation that supports native species
Community engagement – work cooperatively with the community
Carbon reduction – contribute to Australia reducing its greenhouse gas emissions.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon streicher » Di 30. Jul 2019, 21:59

Nachricht aus Äthiopien: in einer Mammutaktion wurden 350 Millionen Bäume gepflanzt. Äthiopien hatte wohl mal 30% Waldfläche, die aber auf 4% reduziert wurde. Nun lässt die Regierung gegensteuern: Rekord: Äthiopien pflanzt an einem Tag mehr als 350 Millionen Bäume.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Orbiter1 » Di 30. Jul 2019, 22:22

streicher hat geschrieben:(30 Jul 2019, 21:59)

Nachricht aus Äthiopien: in einer Mammutaktion wurden 350 Millionen Bäume gepflanzt. Äthiopien hatte wohl mal 30% Waldfläche, die aber auf 4% reduziert wurde. Nun lässt die Regierung gegensteuern: Rekord: Äthiopien pflanzt an einem Tag mehr als 350 Millionen Bäume.
Es sollen ja in Summe 4 Mrd Bäume in den kommenden Wochen gepflanzt werden. Wo bekommt man 4 Mrd Setzlinge her? Oder vergraben die nur Samen?
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon streicher » Fr 2. Aug 2019, 21:18

Orbiter1 hat geschrieben:(30 Jul 2019, 22:22)

Es sollen ja in Summe 4 Mrd Bäume in den kommenden Wochen gepflanzt werden. Wo bekommt man 4 Mrd Setzlinge her? Oder vergraben die nur Samen?
Die pflanzen tatsächlich Setzlinge. Dafür braucht es allerdings einen großen Haufen Baumschulen, allerdings. Die Organisation "Menschen für Menschen" hat allein schon bald 600 Baumschulen eingerichtet und in der Vergangenheit schon reichlich Setzlinge an Bauern verteilt.
Die groß angelegte Aktion wird auch kritisiert: die Setzlinge würden nicht gehegt und zum großen Teil eingehen. Zudem sei es eher Aktionismus und eher dem Gemeinschaftsgefühl zuträglich als der Ökologie - besonders wenn man lokale Gegebenheiten nicht beachtet.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Sa 3. Aug 2019, 10:32

streicher hat geschrieben:(02 Aug 2019, 21:18)

Die pflanzen tatsächlich Setzlinge. Dafür braucht es allerdings einen großen Haufen Baumschulen, allerdings. Die Organisation "Menschen für Menschen" hat allein schon bald 600 Baumschulen eingerichtet und in der Vergangenheit schon reichlich Setzlinge an Bauern verteilt.
Die groß angelegte Aktion wird auch kritisiert: die Setzlinge würden nicht gehegt und zum großen Teil eingehen. Zudem sei es eher Aktionismus und eher dem Gemeinschaftsgefühl zuträglich als der Ökologie - besonders wenn man lokale Gegebenheiten nicht beachtet.


Ohne fachliche Anleitung und Pflege kann man das Gelingen einer so umfangreichen Anpflanzaktion nur als Glücksfall bewerten. Das wäre in Mitteleuropa doch auch nicht anders.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Teeernte » Sa 3. Aug 2019, 13:42

streicher hat geschrieben:(30 Jul 2019, 21:59)

Nachricht aus Äthiopien: in einer Mammutaktion wurden 350 Millionen Bäume gepflanzt. Äthiopien hatte wohl mal 30% Waldfläche, die aber auf 4% reduziert wurde. Nun lässt die Regierung gegensteuern: Rekord: Äthiopien pflanzt an einem Tag mehr als 350 Millionen Bäume.


Die verheizen am Tag mehr als im Jahr gepflanzt werden....

https://www.nesdis.noaa.gov/content/fir ... ran-africa

Wenn der Wunsch besteht schau ich nach den Echtzeitdaten ...>> Noaa fire africa...

Aber gern.....>>> Hier dieECHTZEIT-DATEN.... >>> https://eumetview.eumetsat.int/static-i ... ERNAFRICA/

----und die "frischen" Bäume fressen die Ziegen wieder ab.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon BlueMonday » Sa 3. Aug 2019, 14:15

Auch ein Ansatz:

"Fighting Climate Change with Dance | KQED Arts"

"We worry that overemphasis on science may hamper the design of effective climate solutions."

https://www.youtube.com/watch?v=1N41d7BjShY
Greif niemals in ein Wespennest, doch wenn du greifst, dann greife fest.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon streicher » Sa 3. Aug 2019, 21:46

Teeernte hat geschrieben:(03 Aug 2019, 13:42)
----und die "frischen" Bäume fressen die Ziegen wieder ab.
Und Ziegen sind gründlich. Vielleicht wäre ein Umstellung anzudenken, wenn man von seinen Pflanzen noch etwas haben will. Zur Verwüstung können diese Nutztiere erheblich beitragen. Es sei denn, man zäunt sie schlauerweise ein.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » So 4. Aug 2019, 00:26

streicher hat geschrieben:(03 Aug 2019, 21:46)

Und Ziegen sind gründlich. Vielleicht wäre ein Umstellung anzudenken, wenn man von seinen Pflanzen noch etwas haben will. Zur Verwüstung können diese Nutztiere erheblich beitragen. Es sei denn, man zäunt sie schlauerweise ein.


Erinnert mich an eine meiner ersten Reisen in die Türkei und Erzählungen von Freunden dort. Dort hatte Atatürk verboten, Ziegen in Anpflanzungen weiden zu lassen, wie das wohl seit "ewigen Zeiten" üblich war... und die Landschaft verkarstete. Schließlich hat das Militär die Anpflanzungen geschützt und erbarmungslos alle Ziegen abgeschossen, die gesetzwidrig dort hinein getrieben worden waren. Ob heute dort so strenge Bräuche noch an der Tagesordnung sind?
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon BlueMonday » So 4. Aug 2019, 19:37

Hier mal wieder ein vernünftiger Beitrag, ein Auszug:

In summary, CO2 levels of 1500 ppm are hugely beneficial and CO2 levels up to 200 times higher than today’s levels won’t harm us. So where exactly is the problem?

It is all about the greenhouse effect. But there are many proofs that the impact of this effect is grossly exaggerated. First, plants evolved to love 1500 ppm of CO2, which means the Earth did not burn up at that stage since we are all happily here today. Second, there is conclusive geological evidence of far higher CO2 levels in the past, even as the Earth was much hotter (the Earth has been cooling down since its creation). There was never any runaway greenhouse effect even at those much higher CO2 levels.

Climate change alarmists call those who question their false claims, “climate deniers” but they are the real climate deniers since they deny all proven biological and geological evidence. They rely, instead, on an entirely speculative impact.

The nature of the greenhouse effect is such that its “power” or “sensitivity” cannot be measured inside a lab. There are only two ways to do so: first, through geological studies which have already declared CO2 to be perfectly harmless even at much higher levels. The second is through climate models. So far, within just 30 years, the models have dramatically overshot reality. I expect them to even more badly overshoot reality by 2050.

https://timesofindia.indiatimes.com/blo ... s-in-2050/



Letztlich geht's auch gar nicht um "das Klima", sondern das ist nur der Aufhänger einer sozialistischen oder interventionistischen Attitüde, die unermüdlich nach Themen und Hebeln sucht, um top-down "einzugreifen".
2050 wird die Menschheit jedenfalls immer noch nicht untergangen sein. Es werden mehr Menschen auf der Welt leben. Die Menschen werden reicher sein als heute. Und es wird immer noch Alarmisten geben, die über sich scheinbar "schließende Zeitfenster" fabulieren und die Welt sonst untergehen sehen.
Greif niemals in ein Wespennest, doch wenn du greifst, dann greife fest.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » So 4. Aug 2019, 19:43

BlueMonday hat geschrieben:(04 Aug 2019, 19:37)

2050 wird die Menschheit jedenfalls immer noch nicht untergangen sein.


Das ist ja keine große Kunst. Aber vielleicht sollten die Parteien das in ihre Wahlprogramme schreiben: "Nicht bis 2050 untergehen".
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon streicher » So 4. Aug 2019, 19:53

H2O hat geschrieben:(04 Aug 2019, 00:26)

Erinnert mich an eine meiner ersten Reisen in die Türkei und Erzählungen von Freunden dort. Dort hatte Atatürk verboten, Ziegen in Anpflanzungen weiden zu lassen, wie das wohl seit "ewigen Zeiten" üblich war... und die Landschaft verkarstete. Schließlich hat das Militär die Anpflanzungen geschützt und erbarmungslos alle Ziegen abgeschossen, die gesetzwidrig dort hinein getrieben worden waren. Ob heute dort so strenge Bräuche noch an der Tagesordnung sind?
Ziegen essen "gründlicher" als Schafe. Sie schädigen die Grasnarbe, so dass es zur Erosion kommt. Und was Blätter angeht, essen sie alles zusammen was nur geht. Die halten sich die Schafe eher zurück.
Es fehlt auch das Umherziehen von Herden. Ob gehaltene Tiere oder Wildtiere: sie würden bei der Erhaltung und Düngung des Erdreichs durchaus eine positive Rolle spielen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » So 4. Aug 2019, 20:30

streicher hat geschrieben:(04 Aug 2019, 19:53)

Ziegen essen "gründlicher" als Schafe. Sie schädigen die Grasnarbe, so dass es zur Erosion kommt. Und was Blätter angeht, essen sie alles zusammen was nur geht. Die halten sich die Schafe eher zurück.
Es fehlt auch das Umherziehen von Herden. Ob gehaltene Tiere oder Wildtiere: sie würden bei der Erhaltung und Düngung des Erdreichs durchaus eine positive Rolle spielen.


Schwer zu beurteilen für einen Laien auf dem Gebiet der Schafherdenhaltung. In Südfrankreich wurden die Causses früher von einer Flut von Schafherden als Weide genutzt. Entsprechend verkarstet war auch dort die Landschaft. War sie das nun durch Überweidung oder durch Nutzung durch Schafsherden und Ziegenherden? Schwer zu sagen. Heute lohnen sich diese Herdenwanderungen wohl nicht mehr. Folglich würde ich jetzt eine Verbuschung und allmähliche Bewaldung mit Steineichen erwarten. Vielleicht ist es im Winter dort aber schon zu kalt! (Sommer > 40°C, Winter bis -30 °C)

Ich habe einmal unter "Causses de Quercy" nachgesehen; Schafzucht gibt es noch, aber die großen Herden wohl doch nicht mehr. Ich erinnere mich noch, wie in den 60er Jahren eine riesige Ziegenherde die Straße überflutete und uns die neugierigen Tiere noch in den Kofferraum unseres Autos sprangen. Die waren auf dem Heimweg zum Melken.

Im Sommer dürften aufgrund des Klimawandels dort die Temperaturen dafür sorgen, daß dort niemand mehr leben kann.

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