Die SPD wird vernünftig.

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Trifels
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Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon Trifels » Sa 3. Aug 2019, 08:43

Meine alte Freundin SPD hat es langsam begriffen -> Es braucht Werte, die prägnant das Profil einer Partei, die Einfluss haben will, nach außen trägt. Das Schwimmen in vielen Gewässern = ermüdet die Partei und bringt nichts -> sie säuft ab ( s. Prognose für die SPD )

Also weg von den Geschwafel der Moralinsüchtigen, Problemzerkauer -> Werte = Leistungsbereitschaft -> echter Sozialstaat ( nix Almosen ) -> Deutschland als Industriestandort und als Wissenschaftsstandort mit entsprechenden Köpfen und kluger Migration fördern

Sigmar geh du voran, da hattest mal die Stiefel an...

Der Fliegenträger mit seiner Meinung kann dann weiter habecken. SPD geht anders -> eigentlich.

Der Kurs der SPD sei in den vergangenen Jahren immer unklarer geworden. „Am Ende werden Formelkompromisse gebastelt, in denen sich jeder wiederfindet.” Das Konzept der SPD, sich „wie eine Holding von Minderheiteninteressen zu organisieren”, sei gescheitert.

Am Freitag war Gabriel der Zeitung zufolge der Bewegung „SPDpur” beigetreten, die den Linkskurs der Partei stoppen will. „Ich unterstütze den Kurs von „SPDpur”, weil sich hier Menschen zusammenfinden, die wieder Klarheit über das schaffen wollen, was Sozialdemokratie eigentlich heißt”, sagte er.

Die Konzentration von Gruppen- und Minderheitenthemen habe dazu geführt, dass die SPD ihre eigentliche Wählerschaft aus den Augen verloren habe, fügte Gabriel hinzu. „Die breite Schicht der leistungsbereiten Arbeitnehmer fühlte sich in der SPD lange gut aufgehoben. Heute erscheint vielen Menschen diese Idee zu einem Sozialhilfestaat degeneriert zu sein, in dem der Einzelne ohne besondere Anstrengung leben kann.” Gabriel sagte zugleich, für eine erneute Kandidatur für den Bundesvorsitz stehe er nicht zu Verfügung. (dpa)


info1 :

https://www.ksta.de/politik/ex-spd-chef ... b-32954778
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon Gen_Y » Sa 3. Aug 2019, 09:22

Trifels hat geschrieben:(03 Aug 2019, 08:43)

Sigmar geh du voran, da hattest mal die Stiefel an.


Sigmar Gabriel war acht Jahre lang SPD-Bundesvorsitzender. (2009 - 2017).
Und gute vier Jahre lang Vizekanzler und CDU-Steigbügelhalter. (2013 - 2018).

Sigmar hat die SPD dahin geführt, wo sie heute ist.
Er ist ein Phrasendrescher, Opportunist und hat den Linkskurs der SPD höchstpersönlich eingeleitet.
Wenn Gabriel im August 2019 seine eigene Politik dermaßen schlechtredet, dann muss er an Demenz erkrankt sein.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon lili » Sa 3. Aug 2019, 11:12

Die SPD wird es nicht schaffen. Der Linkskurs ist unglaubwürdig und wenn sie wirtschaftlich nach rechts blinkt....dann kann man gleich die CDU wählen. Die Partei hat kein Alleinstellungsmerkmal mehr.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon yogi61 » Sa 3. Aug 2019, 12:44

Von welchem Linkskurs wird hier eigentlich geredet? :?:
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon lili » Sa 3. Aug 2019, 12:50

Na vom Pseudo - Links -Kurs. Sigmar Gabriel wirft es seiner Partei vor.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon yogi61 » Sa 3. Aug 2019, 12:54

lili hat geschrieben:(03 Aug 2019, 12:50)

Na vom Pseudo - Links -Kurs. Sigmar Gabriel wirft es seiner Partei vor.


Gabriel ist offenbar äusserst verbittert und ist in meinen Augen auch gar nicht in der Lage zu erklären, was eigentlich ein Linkskurs ist.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon lili » Sa 3. Aug 2019, 13:03

yogi61 hat geschrieben:(03 Aug 2019, 12:54)

Gabriel ist offenbar äusserst verbittert und ist in meinen Augen auch gar nicht in der Lage zu erklären, was eigentlich ein Linkskurs ist.


Das hast du vollkommen recht und auch sein Kurs wird nichts bringen.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon Trifels » Mo 5. Aug 2019, 19:04

Ist doch schön -> SPD Pur -> Werteunion-> Sarahs Aufbruch -> Lindners FDP -> usw = zusammengesehen -> das Konservative ist das , was Mehrheiten ergibt -> wenn genutzt.

Also -> beackern werden will das Feld.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon imp » Mo 5. Aug 2019, 22:13

yogi61 hat geschrieben:(03 Aug 2019, 12:54)

Gabriel ist offenbar äusserst verbittert und ist in meinen Augen auch gar nicht in der Lage zu erklären, was eigentlich ein Linkskurs ist.

Linkskurs ist, wenn der kleine Jusoführer mal unverbindlich was von Verstaatlichung sagt.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon Ger9374 » Mo 5. Aug 2019, 22:37

Links sollte in Opposition zu Mitte-Rechts stehen.Das hat die SPD aber seit Jahren bravorös ignoriert.
Stattdessen Steigbügelhalter und Merkelfans geworden. Nahles, Gabriel ect.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon rollins » Di 6. Aug 2019, 23:17

yogi61 hat geschrieben:(03 Aug 2019, 12:54)

Gabriel ist offenbar äusserst verbittert und ist in meinen Augen auch gar nicht in der Lage zu erklären, was eigentlich ein Linkskurs ist.

Völlig zurecht ist Gabriel verbittert. Seit Gabriel nicht mehr da ist, hat sich die SPD halbiert. Leider mit einer Politik, die nicht nur die Bürger, sondern auch ihr Klientel sprachlos und wütend zurücklässt. Ich finde, Gabriel hats erkannt und wäre so ziemlich der einzige, der von der grünen Partei wieder die ehemaligen SPD-Stimmen zurückholen könnte.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon firlefanz11 » Do 8. Aug 2019, 12:26

Am Freitag war Gabriel der Zeitung zufolge der Bewegung „SPDpur” beigetreten, die den Linkskurs der Partei stoppen will.

Meanwhile back in the jungle:
Dreyer erwägt Bündnis mit Linkspartei
:D :rolleyes:

Gabriel sagte zugleich, für eine erneute Kandidatur für den Bundesvorsitz stehe er nicht zu Verfügung.

Da wäre er auch schön blöd wenn er versuchen würde diesen Haufen visionsloser Holzköppe zu führen... Schon weil er einen weitaus besseren Job hat.
Wenige Monate nach seinem Ausscheiden als Außenminister, hat Sigmar Gabriel (SPD) einen neuen Job. Im Verwaltungsrat von Siemens Alstom mischt er im weltweiten Wettlauf um Bahnaufträge mit.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... t-mit.html
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon Ger9374 » Do 8. Aug 2019, 17:00

firlefanz11 hat geschrieben:(08 Aug 2019, 12:26)

Meanwhile back in the jungle:
:D :rolleyes:


Da wäre er auch schön blöd wenn er versuchen würde diesen Haufen visionsloser Holzköppe zu führen... Schon weil er einen weitaus besseren Job hat.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... t-mit.html




Allmählich versorgen die Bonzen Bei der SPD sich fast so gut mit hoch dotierten jobs, wie sonst Fdp und CDU.
Wenigstens dabei halten die Anschluss;-))
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon Kohlhaas » Do 8. Aug 2019, 17:25

Von einem Linkskurs bei der SPD kann ich auch nichts erkennen. Spätestens seit der Groko sind SPD und CDU doch überhaupt nicht mehr zu unterscheiden - außer wenn es in Sonntagsreden um "heilige Kühe" geht. Hier sehe ich den Grund für den Zusammenbruch dieser Partei. Wenn Gabriel jetzt von einem Linkskurs redet, dann meint er vielleicht die Leute in seiner Partei, die der SPD wieder ein eigenes Profil geben wollen.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon Progressiver » Di 13. Aug 2019, 22:42

Den Titel dieses Threads finde ich verwirrend. Steht denn ein Gabriel für die ganze Partei? Oder nicht doch rechts außen? Die "leistungsbereiten Arbeitnehmer" haben jedenfalls noch nie SPD gewählt. Im Übrigen ist auch dieser Begriff diffamierend. Auch Bezieher von Niedriglöhnen müssen eine gute Arbeitsmoral haben, wenn sie nicht gefeuert werden wollen. Gesamtgesellschaftlich gesehen hat die SPD aber Schuld an ihrem eigenen Untergang. Im Ruhrgebiet und anderen Armenhäusern Deutschlands hat die SPD jahrzehntelang regiert. Die Kohlebergwerke zu schließen, war eine harte, aber letztendlich richtige Entscheidung. Wichtig wäre aber gewesen, den folgenden Generationen durch einen guten Strukturwandel bessere oder gleichwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Die SPD hat aber versagt. Jetzt, wo viele Leute dort Sozialfälle sind, weil dieser Strukturwandel nicht stattgefunden hat, übt sich Gabriel in Wählerbeschimpfung. Da steht er in einer Tradition mit Müntefering, der sich ebenfalls weigerte, für das selbst verschuldete Desaster Verantwortung zu nehmen und den Leuten wieder zu Lohn und Brot zu verhelfen.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon Atue001 » Di 13. Aug 2019, 22:50

Ein Kardinal- und fast schon Geburtsfehler der SPD ist, dass ihre Vordenker regelmäßig aus studentischem Milieu kommen, während ihre Wählerschaft eigentlich aus der Arbeiterschaft und Gewerkschaft kommt. Dies führt immer wieder zu Konflikten zwischen theoretischen Vordenkern, und dem, was das ganz konkret dann für die potentiellen Wähler bedeutet.

Vernünftig würde die SPD also dann, wenn sie eine Politik für "einfache Leute" machen würde - wer dann aber die wirtschaftlichen Zusammenhänge besser versteht, tut sich schwer damit, nicht gleichzeitig auch die Bedeutung einer gesunden Wirtschaft für den Staat zu erkennen. Und schon hat man den Zielkonflikt vorprogrammiert.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon jorikke » Mi 14. Aug 2019, 08:39

Atue001 hat geschrieben:(13 Aug 2019, 22:50)

Ein Kardinal- und fast schon Geburtsfehler der SPD ist, dass ihre Vordenker regelmäßig aus studentischem Milieu kommen, während ihre Wählerschaft eigentlich aus der Arbeiterschaft und Gewerkschaft kommt. Dies führt immer wieder zu Konflikten zwischen theoretischen Vordenkern, und dem, was das ganz konkret dann für die potentiellen Wähler bedeutet.

Vernünftig würde die SPD also dann, wenn sie eine Politik für "einfache Leute" machen würde - wer dann aber die wirtschaftlichen Zusammenhänge besser versteht, tut sich schwer damit, nicht gleichzeitig auch die Bedeutung einer gesunden Wirtschaft für den Staat zu erkennen. Und schon hat man den Zielkonflikt vorprogrammiert.


Im Ansatz ist da was dran.
Aber nur weil bei der SPD das studentische Umfeld nicht warten kann bis sie ihre akademische Ausbildung abgeschlossen hat. Die SPD lässt es halt zu das junge, unfertige Typen das Maul aufreißen und in der Partei überhastet Karriere machen.
Wer soll die denn Ernst nehmen?
Im Übrigen besteht der Bundestag wohl zu 90% aus Mitgliedern mit Hochschulbildung.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon Odin1506 » Mi 14. Aug 2019, 09:29

jorikke hat geschrieben:(14 Aug 2019, 08:39)

Im Ansatz ist da was dran.
Aber nur weil bei der SPD das studentische Umfeld nicht warten kann bis sie ihre akademische Ausbildung abgeschlossen hat. Die SPD lässt es halt zu das junge, unfertige Typen das Maul aufreißen und in der Partei überhastet Karriere machen.
Wer soll die denn Ernst nehmen?
Im Übrigen besteht der Bundestag wohl zu 90% aus Mitgliedern mit Hochschulbildung.


Ach deswegen haben diese Menschen keine Ahnung von "richtiger" Arbeit. Man sollte die MdB dazu verdonnern mindesten 2Jahre als Handwerker oder Pflegehelfer zu dienen.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon jorikke » Mi 14. Aug 2019, 11:59

Odin1506 hat geschrieben:(14 Aug 2019, 09:29)

Ach deswegen haben diese Menschen keine Ahnung von "richtiger" Arbeit. Man sollte die MdB dazu verdonnern mindesten 2Jahre als Handwerker oder Pflegehelfer zu dienen.


Im Gegensatz dazu müsste man jeden Schulabgänger ohne Mittlere Reife oder Abi dazu verpflichten mal zwei Jahre an einer Hochschule zu studieren. Dann wüssten auch die was richtige Arbeit ist und die Vorurteile gegen die "Gebildeteren" wären ein für allemal ausgeräumt.
So Mancher würde darum flehen wieder den Hammer schwingen zu dürfen.
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Re: Die SPD wird vernünftig.

Beitragvon Progressiver » Mi 14. Aug 2019, 16:43

jorikke hat geschrieben:(14 Aug 2019, 11:59)

Im Gegensatz dazu müsste man jeden Schulabgänger ohne Mittlere Reife oder Abi dazu verpflichten mal zwei Jahre an einer Hochschule zu studieren. Dann wüssten auch die was richtige Arbeit ist und die Vorurteile gegen die "Gebildeteren" wären ein für allemal ausgeräumt.
So Mancher würde darum flehen wieder den Hammer schwingen zu dürfen.


Ich halte es nicht für hilfreich, die einen gegen die anderen auszuspielen. Das machen die Mächtigen schon. Dieses System nennt sich "teile und herrsche". Die SPD hatte früher einmal aber wirklich für viele Bevölkerungsgruppen ein Angebot. Die Arbeiter wurden unterstützt, indem man ihnen ein gutes Auskommen bot, von dem sich die Leute selbst ernähren konnten. Sie war ja auch mal mit den Gewerkschaften vernetzt. Wer dagegen aus einer Arbeiterfamilie kam und einen Aufstieg durch Bildung erreichen wollte, wurde ebenfalls unterstützt. Damals gab es noch eine größere Schichtdurchlässigkeit in der Bevölkerung. Das nannte sich die "nivellierte Mittelstandsgesellschaft". Und auch linke Akademiker konnten sich mit der SPD identifizieren. Heute dagegen hat die SPD für keine der drei genannten Gruppen ein Angebot. Und für die Hartz IV-ler, die sie ja selbst mitgeschaffen haben, haben sie auch keine vernünftige Antwort. Und wenn man nur als Steigbügelhalter bzw. Fußabtreter der CDU wahrgenommen wird, dann fliegt man irgendwann aus den Parlamenten. Vielleicht noch nicht 2019. Auch noch nicht 2021. Aber der steile Absturz ist vorprogrammiert.

Was den anderen Aspekt des Beitrags betrifft, so sehe ich das aber durchaus als ein Problem. Die meisten Parlamentarier bei uns sind entweder Selbstständige -also Juristen etc. Oder aber sie sind Beamte, die vom aktiven Dienst freigestellt werden, wenn sie in den Bundestag oder die Länderparlamente einziehen. Sie bilden also keineswegs den Querschnitt der Bevölkerung ab, der die Probleme von "Otto Normalverbraucher" verstehen kann, sondern sind eher in bestimmten Parteien wirklich privilegierte alte, weiße Männer. In der Kommunalpolitik mag das wiederum anders aussehen. Wenn aber ein normaler Arbeitnehmer selbst für sich Wahlkampf für den Bundestag oder eines der Länderparlamente machen würde, dann wäre er wohl bald seinen alten Job los.
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