Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 15. Jul 2019, 18:43

watisdatdenn? hat geschrieben:(15 Jul 2019, 18:37)

Nach meiner Kenntnis, doch.. Bis zu einem Jahr :
https://www.n-tv.de/politik/V-Leute-koe ... 97191.html

Die Bezahlung scheint mit 6000-10000€ im Monat sogar ganz Ok zu sein.
Da würde es sich als Nebenjob dann doch tatsächlich anbieten.. Würde sich sogar für mich lohnen..

In diesem Bericht von 2015 heißt es unter Berufung auf die "Mitteldeutsche Zeitung", der V-Mann dürfe keine größere Vorstrafe haben und auch nicht abhängig vom Zubrot.

Wofür willst du denn 6 bis 10.000 Euro kassieren - für eine Meinung? Das dürfte träumerisch sein.
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Alexyessin
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Alexyessin » Sa 20. Jul 2019, 01:56

watisdatdenn? hat geschrieben:(15 Jul 2019, 07:18)

Was ist denn der fundamentale Unterschied zwischen der Umsiedlungspolitik in Deutschland (welche als gefordertes "Resettlement" und "Relocation" sogar ganz offen im Wahlprogramm der CDU zu finden war. Dummerweise lesen wohl die meisten CDU Wähler nicht das Wahlprogramm der CDU..) und der Umsiedlungspolitik in Tibet?


Das es in Deutschland keine Umsiedlungspolitik gibt. Kein Berliner wird aufgefordert sich in Bayern anzusiedeln um die bayrische Kultur und die bairische Sprache zu vernichten.
DAS aber macht die KPC bzgl. Tibet seit gut sechzig Jahen.

watisdatdenn? hat geschrieben:(15 Jul 2019, 07:18)
Den einzigen Unterschied den ich erkenne, ist dass die Repression in China beim Ansprechen der Umsiedlungspolitik direkt durch den Staat erfolgt und nicht indirekt wie in Deutschland.


Da es keine Umsiedlungspolitik in Deutschland gibt, sind die Unterschiede natürlich viel größer.

watisdatdenn? hat geschrieben:(15 Jul 2019, 07:18)
In Deutschland führt es "nur" zur Sperrung von Konten, zum Verlust der Arbeit und zur sozialen Ächtung..
Und bei einer friedlichen und gewaltfreien Organisation die dieses Thema in die Öffentlichkeit bringen will führt es zur Überwachung durch den Verfassungsschutz..


Opferrollengeschwafel...…...
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 20. Jul 2019, 05:16

Alexyessin hat geschrieben:(20 Jul 2019, 01:56)
Das es in Deutschland keine Umsiedlungspolitik gibt.

Selbstverständlich gibt es die: https://resettlement.de/aktuelle-aufnahmen/

Für die Leute die in der Schule in Englisch nicht gut aufgepasst haben:
Resettlement = Umsiedlung


Kann mir mittlerweile jemand erklären, was an "Grundgesetz statt/über Scharia" verfassungsfeindlich sein soll?
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon JFK » Sa 20. Jul 2019, 10:39

watisdatdenn? hat geschrieben:(20 Jul 2019, 05:16)


Kann mir mittlerweile jemand erklären, was an "Grundgesetz statt/über Scharia" verfassungsfeindlich sein soll?


Bist du les- behindert oder was?
Die letzten 2 Seiten erklären dir den Scheissdreck
»Menschen, weigert euch, Feinde zu sein« (Römer 12)
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 20. Jul 2019, 18:04

JFK hat geschrieben:(20 Jul 2019, 10:39)
Bist du les- behindert oder was?
Die letzten 2 Seiten erklären dir den Scheissdreck

Ich hab es jetzt nochmal Revue passieren lassen.

Ich habe keine Erklärung gefunden warum die Aussage "Grundgesetz über Scharia" verfassungswidrig sein soll.

Verlinke doch mal bitte wo du meinst, dass das erklärt wird..

P.s.: Der persönliche Angriff musste doch nicht sein..
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 20. Jul 2019, 23:11

watisdatdenn? hat geschrieben:(20 Jul 2019, 18:04)

Ich hab es jetzt nochmal Revue passieren lassen.

Ich habe keine Erklärung gefunden warum die Aussage "Grundgesetz über Scharia" verfassungswidrig sein soll.

Verlinke doch mal bitte wo du meinst, dass das erklärt wird..

P.s.: Der persönliche Angriff musste doch nicht sein..

Darüber steht doch gar nichts im Verfassungsschutzbericht, oder?
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 22. Jul 2019, 14:59

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Jul 2019, 23:11)
Darüber steht doch gar nichts im Verfassungsschutzbericht, oder?

Doch? Anscheinend sogar als zentrale Begründung:
Der Verfassungsschutz führt als Beispiel die Kampagnen unter dem Motto „Der große Austausch“ an. Auch die Aktion „Stop Fatih“ wird genannt. Dabei hatten Aktivisten Banner mit dem Slogan aufgehängt und mit einem Transparent mit der Aufschrift „Grundgesetz statt Scharia“ vor einer Moschee posiert.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... h-ein.html
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 22. Jul 2019, 15:10


Die "Welt" ist nicht der Verfassungsschutz, wenngleich in der gebotenen Kürze die eine oder andere Taktik der IBD Erwähnung findet.

Extremisten sind auch dann Extremisten, wenn sie sagen, die Sonne sei gelb.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 22. Jul 2019, 15:19

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Jul 2019, 15:10)
Die "Welt" ist nicht der Verfassungsschutz, wenngleich in der gebotenen Kürze die eine oder andere Taktik der IBD Erwähnung findet.

Es wird sich doch explizit auf die Aktion „Stop Fatih“ bezogen.

Ich muss aber auch ehrlich sagen, der Internetauftritt des Verfassungsschutzes ist unter aller Sau! Ich habe den originalen Verfassungsschutzbericht zur IBD dort nicht gefunden!
Haben sie da eine originale Quelle für mich?
Ich habe bisher nur Artikel darüber gelesen..
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 22. Jul 2019, 15:20

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Jul 2019, 15:10)
Extremisten sind auch dann Extremisten, wenn sie sagen, die Sonne sei gelb.

Die Aussage, dass die Sonne "gelb ist" ist aber nicht verfassungsfeindlich und führt normalerweise in einer funktionalen Demokratie nicht zu einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz inklusive Scharfmacher in Form von V-Männern..

Sie verstehen?
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 22. Jul 2019, 15:33

watisdatdenn? hat geschrieben:(22 Jul 2019, 15:19)

Es wird sich doch explizit auf die Aktion „Stop Fatih“ bezogen.

Ich muss aber auch ehrlich sagen, der Internetauftritt des Verfassungsschutzes ist unter aller Sau! Ich habe den originalen Verfassungsschutzbericht zur IBD dort nicht gefunden!
Haben sie da eine originale Quelle für mich?
Ich habe bisher nur Artikel darüber gelesen..

Seite -> https://www.verfassungsschutz.de/de/oef ... richt-2018, dann runter scrollen bis "Download", dann noch auswählen, ob gespeichert oder im Browser angezeigt werden soll.

Den "Welt"-Bericht zu interpretieren ist sehr speziell.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Vongole » Mo 22. Jul 2019, 15:38

watisdatdenn? hat geschrieben:(22 Jul 2019, 14:59)

Doch? Anscheinend sogar als zentrale Begründung:

https://www.welt.de/politik/deutschland ... h-ein.html


Der Verfassungsschutz stuft nicht die Aussage "Grundgesetz über Scharia" als verfassungsfeindlich ein, sondern die Kampagne vom "großen Austausch", und das zu Recht.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 22. Jul 2019, 15:39

watisdatdenn? hat geschrieben:(22 Jul 2019, 15:20)

Die Aussage, dass die Sonne "gelb ist" ist aber nicht verfassungsfeindlich und führt normalerweise in einer funktionalen Demokratie nicht zu einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz inklusive Scharfmacher in Form von V-Männern..

Sie verstehen?

Natürlich. Gleichwohl spricht diese Gruppierung eben nicht nur von der Sonne.

Ein anderes, historisches Beispiel wäre die britische Gruppierung namens "Right Club". Sie war gegen den Krieg, weil ihrer Auffassung nach Hitler lediglich etwas gegen Juden hatte.
Strafbar war diese Auffassung nicht, aber man wußte, der Club würde gegen die nationalen Sicherheitsinteressen des Königreichs vorgehen.
Also schleuste man die MI-5-Agentin Joan Miller ein und siehe da, ein konkreter Fall von Landesverrat konnte aufgedeckt werden. Die Mitglieder wurden verhaftet.

Denken Sie darüber mal nach, wenn Sie mögen.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon zollagent » Mo 22. Jul 2019, 19:04

watisdatdenn? hat geschrieben:(22 Jul 2019, 15:20)

Die Aussage, dass die Sonne "gelb ist" ist aber nicht verfassungsfeindlich und führt normalerweise in einer funktionalen Demokratie nicht zu einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz inklusive Scharfmacher in Form von V-Männern..

Sie verstehen?

Wie kommst du bei V-Leuten, die ja eher so was wie Berichtserstatter über die inneren Aktivitäten verdächtiger Gruppen sein sollen, auf "Scharfmacher"? Das klingt so, als seist du überzeugt davon, daß die Radikalisierung solcher Gruppen durch unsere Behörden initiiert sei.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Mo 22. Jul 2019, 20:37

Vongole hat geschrieben:(22 Jul 2019, 15:38)

Der Verfassungsschutz stuft nicht die Aussage "Grundgesetz über Scharia" als verfassungsfeindlich ein, sondern die Kampagne vom "großen Austausch", und das zu Recht.


Offenbar soll also die Meinungsfreiheit noch weiter eingeschränkt werden - wirklich erschreckend.

Dabei ist es doch nicht von der Hand zu weisen, dass ein massiver und historisch gesehen äußerst schneller demographischer Wandel vor sich geht. Das muss man doch konstatieren dürfen, ja muss es sogar, wenn man noch halbwegs auf Fakten reagiert.

Und zwar unabhängig davon, ob man diesen Wandel eher positiv oder eher negativ sieht, ob man ihn für gesteuert hält oder nicht, ob man denkt, er sei aufzuhalten oder nicht, und ob man solch ein Aufhalten für ethisch geboten oder im Gegenteil für verwerflich hält.

Und weiter: Selbst wenn der demographische Wandel nicht existent wäre, warum sollte es verboten sein, eine abseitige Meinung darüber zu haben, dass er doch existiert?
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 23. Jul 2019, 02:01

Extremismus ist nicht verboten, auch nicht abseitiger. Wenn man aber erhebliche Straftaten findet, wird es auch Festnahmen geben.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon zollagent » Di 23. Jul 2019, 04:00

Julian hat geschrieben:(22 Jul 2019, 20:37)

Offenbar soll also die Meinungsfreiheit noch weiter eingeschränkt werden - wirklich erschreckend.

Dabei ist es doch nicht von der Hand zu weisen, dass ein massiver und historisch gesehen äußerst schneller demographischer Wandel vor sich geht. Das muss man doch konstatieren dürfen, ja muss es sogar, wenn man noch halbwegs auf Fakten reagiert.

Und zwar unabhängig davon, ob man diesen Wandel eher positiv oder eher negativ sieht, ob man ihn für gesteuert hält oder nicht, ob man denkt, er sei aufzuhalten oder nicht, und ob man solch ein Aufhalten für ethisch geboten oder im Gegenteil für verwerflich hält.

Und weiter: Selbst wenn der demographische Wandel nicht existent wäre, warum sollte es verboten sein, eine abseitige Meinung darüber zu haben, dass er doch existiert?

Erschreckend ist, daß immer wieder von den Gleichen Protagonisten versucht wird, die Meinungsfreiheit immer weiter in Richtung Hetze zu verschieben. Und solche Relativierungen dienen exakt diesem Zweck.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon watisdatdenn? » Di 23. Jul 2019, 04:33

zollagent hat geschrieben:(23 Jul 2019, 04:00)
Erschreckend ist, daß immer wieder von den Gleichen Protagonisten versucht wird, die Meinungsfreiheit immer weiter in Richtung Hetze zu verschieben. Und solche Relativierungen dienen exakt diesem Zweck.

Wo sehen Sie bitte Hetze?

Beim Ansprechen des statistischen Faktes, dass ein Bevölkerungsaustausch im Gange ist?

Wenn Fakten aus ihrer Sicht schon Hetze sind, ist es das Ansprechen des Faktes dass 2+2=4 ebenfalls? (Ja die Anspielung auf Orwell war hier bewusst und notwendig)


Erschreckend finde ich, dass die Anhänger der Zensur "a la Türkei" hier in Deutschland immer mehr Zulauf hat..
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Senexx » Di 23. Jul 2019, 04:35

Julian hat geschrieben:(22 Jul 2019, 20:37)

Offenbar soll also die Meinungsfreiheit noch weiter eingeschränkt werden - wirklich erschreckend.

Dabei ist es doch nicht von der Hand zu weisen, dass ein massiver und historisch gesehen äußerst schneller demographischer Wandel vor sich geht. Das muss man doch konstatieren dürfen, ja muss es sogar, wenn man noch halbwegs auf Fakten reagiert.

Und zwar unabhängig davon, ob man diesen Wandel eher positiv oder eher negativ sieht, ob man ihn für gesteuert hält oder nicht, ob man denkt, er sei aufzuhalten oder nicht, und ob man solch ein Aufhalten für ethisch geboten oder im Gegenteil für verwerflich hält.

Und weiter: Selbst wenn der demographische Wandel nicht existent wäre, warum sollte es verboten sein, eine abseitige Meinung darüber zu haben, dass er doch existiert?

In den Schulen hat sich der Wandel schon durchgesetzt. In den Grundschulen überwiegen vielerorts bereits die Migranten.

Der Türken-Lokativ ("Ich geh McDonalds') wird bald zu unserer Sprache gehören. Die Jugend spricht nur noch ein verarmtes Deutsch.
Ich verwende niemals "copy+paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Nieder mit dem Extremismus: Wider SED, AfD und Grüne!
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon watisdatdenn? » Di 23. Jul 2019, 04:42

DarkLightbringer hat geschrieben:(22 Jul 2019, 15:33)
Seite -> https://www.verfassungsschutz.de/de/oef ... richt-2018, dann runter scrollen bis "Download", dann noch auswählen, ob gespeichert oder im Browser angezeigt werden soll.

Den "Welt"-Bericht zu interpretieren ist sehr speziell.

Danke für den Link.
Hier der Absatz über die IBD:

Ideologie
V. Verdachtsfall „Identitäre Bewegung Deutschland“ (IBD)
Im Oktober 2012 wurde die „Identitäre Bewegung Deutschland“ (IBD) zunächst als rein virtuelles Phänomen im Internet bezie- hungsweise auf Facebook bekannt. Mit verschiedenen Aktions- formen, wie etwa Flashmobs oder Transparent-Aktionen, hat die IBD mittlerweile den Sprung in die reale Welt vollzogen und ist mit regionalen Untergruppen bundesweit aktiv. Die IBD nutzt in- tensiv soziale Netzwerke wie Twitter oder Instagram, um Berichte und Bilder ihrer Aktionen zu verbreiten und Vernetzungs- und Kommunikationsmittel für ihre Mitglieder zur Verfügung zu stel- len. In einer konzertierten Aktion Ende Mai 2018 löschten sowohl Facebook als auch Instagram zahlreiche Profile der IBD und deren Aktivisten. Als Reaktion hierauf wurde die Entwicklung eines eige- nen Informationsportals unter dem Namen „Okzident Media“ ins Leben gerufen, welches neben einer Website auch eine App um- fasst. Dem Zweck der Vernetzung und Kommunikation soll auch die noch in der Entwicklung befindliche App „Patriot Peer“ dienen. Zurzeit verfügt die IBD in Deutschland über etwa 600 Mitglieder (2017: 500).
Die Werte Heimat, Freiheit und Tradition spielen im Selbstver- ständnis der IBD als Teil einer europaweiten patriotischen Ju- gendbewegung eine große Rolle. Die IBD verfolgt das Ziel, mit gemeinschaftlichen Aktivitäten und kulturellen sowie politischen Bildungsangeboten für diese Werte einzutreten.
Die IBD bekennt sich zum Konzept des Ethnopluralismus, nach dem die Idealvorstellung einer staatlichen beziehungsweise gesell- schaftlichen Ordnung in einem ethnisch und kulturell homoge- nen Staat besteht. Diese ethno-kulturelle Identität sieht die IBD durch den sogenannten Multikulturalismus bedroht, der durch eine – behauptete – unkontrollierte Massenzuwanderung zu einer Heterogenisierung der Gesellschaft führe. Daher fordert sie im Rahmen ihrer Kampagnen unter dem Schlagwort „Remigration“ Maßnahmen zur Umkehrung der Flüchtlingsströme und die Rückführung von Migranten in deren Heimatländer. Sie kritisiert die aktuelle Asylpolitik in der Bundesrepublik als Förderung des „Großen Austauschs“, der den Austausch der einheimischen Bevöl- kerung gegen Migranten zum Ziel habe, und warnt vor einer „Isla- misierung“ Deutschlands.
RECHTSEXTREMISMUS

RECHTSEXTREMISMUS
Die IBD nutzt vielfältige Aktionsformen, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Mit „Mission Alpes“ fand die Kampagne „Defend Europe“ im Frühjahr 2018 ihre Fortsetzung. Am Pass Col de l’Échelle im französisch-italienischen Grenzgebiet errichtete eine europäisch zusammengesetzte Gruppe von Aktivisten der „Identitären Bewe- gung“ unter Beteiligung der IBD eine provisorische Grenze, um Migranten an der Reise nach Mitteleuropa zu hindern. Erstmals trat die IBD im Berichtsjahr mit einem Festival in Erscheinung: Am 25. August 2018 fand auf der Cockerwiese in Dresden (Sachsen) das „Europa Nostra“-Festival statt. Dieses diente als Ersatzveranstal- tung für die in den Vorjahren organisierte und in diesem Jahr nicht durchgeführte Demonstration in Berlin und zog Identitäre aus mehreren europäischen Ländern an. Das Programm umfasste ne- ben Reden und Vorstellungen verschiedener, der IBD nahestehen- der Organisationen auch Verkaufs- und Ausstellungsstände sowie ein Konzert als Abschluss des Festivals.
Der Schwerpunkt der Aktivitäten im zweiten Halbjahr lag auf Ak- tionen im Rahmen der im September 2018 initiierten Kampagne „Migrationspakt stoppen“, deren Ziel die Verhinderung der Unter- zeichnung des „Global Compact for Safe, Orderly and Regular Mi- gration“ im Dezember 2018 in Marokko war. So veranstaltete die IBD unter anderem eine Flashmob-Aktion in Berlin am 13. Okto- ber 2018, zeigte in Bautzen (Sachsen) am Abend des 3. November 2018 während einer öffentlichen Veranstaltung ein Transparent mit der Aufschrift „UN-MIGRATIONSPAKT STOPPEN“ und führ- te am 18. November 2018 eine öffentliche Kundgebung in Bonn (Nordrhein-Westfalen) zu diesem Thema durch.
Die IBD nimmt eine auf ethnischen, völkisch-abstammungsmäßi- gen Kriterien fußende einwanderungskritische und islamfeindli- che Haltung ein. Sie fordert eine „identitäre“ – im Gegensatz zur bestehenden repräsentativen – Demokratie. Insbesondere die Fi- xierung der IBD auf eine ethnische Homogenität als zentralem Wert für Gesellschaft und Demokratie stellt einen deutlichen An- haltspunkt dafür dar, dass die Ideologie der IBD die grundgesetz- lich geschützte Menschenwürde und das Demokratieprinzip ver- letzen könnte. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der vorherigen Betätigung einiger Führungsaktivisten in rechtsextre- mistischen Organisationen liegen tatsächliche Anhaltspunkte für
Aktionen
Verdachtsfall
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RECHTSEXTREMISMUS
eine rechtsextremistische Bestrebung vor, die eine Bearbeitung der IBD im Rahmen eines Verdachtsfalls durch das BfV begründen.22


Hier wird vor allem auf die Kritik der IBD auf den unverbindlichen UN Migrationspakt eingegangen.

Frage an die Haldewang-fanboys:
Warum soll die Kritik an einem unverbindlichen Schriftstück verfassungsfeindlich sein?
Auch Länder wie Israel haben diesen Pakt (völlig zurecht) abgelehnt!
Wird jetzt Israel und dessen Sympathisanten (wie z.B. Ich) auch vom Verfassungsschutz beobachtet?

Dass die IBD eine "Identitäre Demokratie" fordert höre ich auch zum ersten mal.

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