Antisemitismus

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Re: Antisemitismus

Beitragvon Senexx » So 21. Jul 2019, 12:04

Bremer hat geschrieben:(21 Jul 2019, 11:59)

Und? Sind schon Köpfe gerollt oder sprechen die Menschen miteinander?

Aneinander vorbei. Bisher hat noch niemand eine Namensänderung verlangt.

Vermutlich wissen die meisten Beteiligten noch nicht einmal von der Provokation.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Bremer » So 21. Jul 2019, 12:06

Senexx hat geschrieben:(21 Jul 2019, 12:04)

Aneinander vorbei. Bisher hat noch niemand eine Namensänderung verlangt.

Auf Ihre Kommentare wartet die Welt, sie tragen wesentlich zur Verständigung bei.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Senexx » So 21. Jul 2019, 12:14

Bremer hat geschrieben:(21 Jul 2019, 12:06)

Auf Ihre Kommentare wartet die Welt, sie tragen wesentlich zur Verständigung bei.

Es geht nicht um mich.

Wer mit solchen Voraussetzungen in einen "Dialog" geht, ist nicht glaubwürdig.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon JFK » So 21. Jul 2019, 12:27

Senexx hat geschrieben:(21 Jul 2019, 12:14)

Es geht nicht um mich.

Wer mit solchen Voraussetzungen in einen "Dialog" geht, ist nicht glaubwürdig.


Dem Muslem, genau so wie schon dem Jude seinerzeit, ist nicht zu trauen.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Senexx » So 21. Jul 2019, 12:34

JFK hat geschrieben:(21 Jul 2019, 12:27)

Dem Muslem, genau so wie schon dem Jude seinerzeit, ist nicht zu trauen.

Schwacher Versuch der Unterstellung.

Ich habe nicht von Muslimen gesprochen. Sondern von einer Ditib-Moschee. Mit anderen, u. a. Alewiten sind durchaus Dialoge möglich.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon JFK » So 21. Jul 2019, 12:38

Senexx hat geschrieben:(21 Jul 2019, 12:34)

Schwacher Versuch der Unterstellung.

Ich habe nicht von Muslimen gesprochen. Sondern von einer Ditib-Moschee. Mit anderen, u. a. Alewiten sind durchaus Dialoge möglich.


Wieso denkst du, fühlen sich die (Normalen) Menschen vom Osmanischen Namen Provoziert? Und wieso denkst du, die Ditib will provozieren?

Oder ist das alles nur in deinem Kopf?
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Senexx » So 21. Jul 2019, 12:42

JFK hat geschrieben:(21 Jul 2019, 12:38)

Wieso denkst du, fühlen sich die (Normalen) Menschen vom Osmanischen Namen Provoziert? Und wieso denkst du, die Ditib will provozieren?

Oder ist das alles nur in deinem Kopf?

Man hat den Namen ausgesucht, nicht zufällig aus einer Lostrommel gezogen. Man hat sich dabei etwas gedacht.

Wir benennen Kirchen auch nicht nach Kreuzzugpäpsten.

Davon unabhängig ist DITIB inzwischen der verlängerte Arm Erdogans.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » So 21. Jul 2019, 12:51

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(21 Jul 2019, 09:38)

Was Sie sich zusammendenken, ist ihre Sache. Ich kann und will das nicht beeinflussen.
Kurz gesag: Es ist mir wurst, was Sie sich über mich aus dem Daumen lutschen! ;) :D

Ich wollte Sie mit meiner Aussage nicht provozieren - ich wundere mich nur, dass Sie die generelle Existenz von Antisemitismus so leichtfertig abtun und ihn auf einen (selbstgewählten) niedrigen, prozentuellen Gegenwert reduzieren.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon JFK » So 21. Jul 2019, 13:01

Senexx hat geschrieben:(21 Jul 2019, 12:42)

Man hat den Namen ausgesucht, nicht zufällig aus einer Lostrommel gezogen. Man hat sich dabei etwas gedacht.

Wir benennen Kirchen auch nicht nach Kreuzzugpäpsten.

Davon unabhängig ist DITIB inzwischen der verlängerte Arm Erdogans.


Es kommen Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen zusammen, und du als madigmacher sucht hier das Haar in der Suppe.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Senexx » So 21. Jul 2019, 13:05

Erdogan ist nicht lediglich ein Haar.

Und jener Namenspatron auch nicht.

Es gibt bei uns im Übrigen ein türkisches Gymnasium, das von den DITIB-Leuten inzwischen massiv eingeschüchtert wird.
Ich verwende niemals "copy+paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 21. Jul 2019, 13:16

Bremer hat geschrieben:(21 Jul 2019, 10:18)

Mit härteren strafrechtlichen Konsequenzen bekommt man Antisemitismus auch nicht aus den Köpfen, wie Sie selbst erkannt haben.

Das habe ich auch nicht behauptet. Es geht speziell bei diesem Aspekt um die Unbelehrbaren, die man weder mit Dialog oder sonstwie erreichen kann.
Sie, diese spezielle Gruppe, Aktivisten und braune, verbal auffallende Sympathisanten bleiben weitestgehend unbehelligt in Ihrem braunen Treiben und lachen sich halbtot über mögliche
strafrechtliche Konsequenzen, falls es je zu Anklagen vor Gericht kommt.

Bremer hat geschrieben:(21 Jul 2019, 10:18)
Ich befürworte den Dialog. So wie die muslimisch-jüdischen Kulturtage in Heidelberg.


Schön, ich habe nirgends geschrieben, dass ich dagegen etwas einzuwenden hätte.
Allerdings, wie ihrem Beitrag zu entnehmen ist, sprechen sie fast ausschließlich über den Dialog muslimisch geprägter Menschen mit jüdischen Bürgern und Bürgerinnen.
So, als ob der Antisemitismus speziell und weitgehend nur dort zu bekämpfen oder darüber aufzuklären sei.

Das weitaus großflächigere Problem in Deutschland bezüglich Antisemitismus sehe ich aber in der urdeutschen, einheimischen Bevölkerung und dem
latenten, über Generationen weitergegebenen deutschen(!) Antisemitismus, der mittlerweile sogar wieder "ziemlich normal" wurde, und zwar nicht nur an den
radikalen Rändern links und rechs, sondern in der Mitte der Gesellschaft.

Und bezüglich der "Juden ins Gas-Brüller und Krakeelerinnen" auf Al Quds-"Demos" wage ich zu bezweifeln, dass diese propalästinensischen und proiransichen
Propagandaaktivisten/innen UND Antisemitismus-Kolonnen an den muslimisch-jüdischen Kulturtagen oder anderen Dialogveranstaltungen teilnehmen werden ... um Juden und Jüdinnen
besser kennen- und verstehen zu lernen... :rolleyes:
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 21. Jul 2019, 13:26

Uffhausen hat geschrieben:(21 Jul 2019, 12:51)

Ich wollte Sie mit meiner Aussage nicht provozieren - ich wundere mich nur, dass Sie die generelle Existenz von Antisemitismus so leichtfertig abtun und ihn auf einen (selbstgewählten) niedrigen, prozentuellen Gegenwert reduzieren.


Auch hierzu kann ich nichts sagen, sondern mich nur wiederholen: Es steht Ihnen frei, mich "uffhausenerisch" zu interpretieren...oder über mich zu fantasieren ...oder in kontexteingeengter Ofenrohrsichtweise
bezüglich meiner Aussagen nur das sehen (und begreifen) zu wollen, was ihnen gefällt und guttut. Bitt'schön. Gerne!
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » So 21. Jul 2019, 13:36

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(21 Jul 2019, 13:26)

Auch hierzu kann ich nichts sagen, sondern mich nur wiederholen: Es steht Ihnen frei, mich "uffhausenerisch" zu interpretieren...oder über mich zu fantasieren ...oder in kontexteingeengter Ofenrohrsichtweise
bezüglich meiner Aussagen nur das sehen (und begreifen) zu wollen, was ihnen gefällt und guttut. Bitt'schön. Gerne!

Was wollen Sie denn - bitt'schön - das ich statt "uffhausenerischem" sehen und begreifen wollen soll?

Dass Sie bei der Politik Handlungsbedarf sehen, habe ich längst verstanden - deswegen bin ich ja schon einen Schritt weitergegangen und habe versucht, Ihnen mittzuteilen, dass die Übertragung jedweder Aufklärung und jedwedem Vorlebens seitens der Politik auf die Gesellschaften u. a. durch das Internet reichlich schwer werden wird.

Gehen Sie doch mal explizit dazu ein - anstatt mir "eulenwölflerisch" zu gestatten, dass ich denken und finden kann, was immer ich will! :rolleyes:

Meine Güte! :s
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 21. Jul 2019, 13:40

JFK hat geschrieben:(21 Jul 2019, 12:27)

Dem Muslem, genau so wie schon dem Jude seinerzeit, ist nicht zu trauen.


Ich glaube, einem Muslim oder einem muslimischen Staat wurde und wird hier in Deutschland nicht annähernd so
aufmerksam nicht nur verbal nachgestellt wie Juden und besonders auch dem demokratische Staat Israel.


Was ich damit meine? - Die Muslime sind nicht die neuen Juden in Deutschland.
Das hätten wohl einige gerne.

Im übrigen: Das Thema des Threads ist Antisemitismus. Hass und Hetze gegen Juden und alles,
was man mit Ihnen und der jüdischen Demkratie als stellvertretendes Zielobjekt dafür -negativ- hervorzerren und in
noch so abstruse Zusammenhänge bringen kann.

Je nach Geisteszustand mal hinterhältig intelligent ...oder dumpfbackig fakten- und wissensignorant, dass selbst ein Mehlsack auf die Idee kommen könnte, sich für einen Intelektuellen zu halten.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Bremer » So 21. Jul 2019, 13:44

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(21 Jul 2019, 13:16)

Das habe ich auch nicht behauptet. Es geht speziell bei diesem Aspekt um die Unbelehrbaren, die man weder mit Dialog oder sonstwie erreichen kann.
Sie, diese spezielle Gruppe, Aktivisten und braune, verbal auffallende Sympathisanten bleiben weitestgehend unbehelligt in Ihrem braunen Treiben und lachen sich halbtot über mögliche
strafrechtliche Konsequenzen, falls es je zu Anklagen vor Gericht kommt.



Schön, ich habe nirgends geschrieben, dass ich dagegen etwas einzuwenden hätte.
Allerdings, wie ihrem Beitrag zu entnehmen ist, sprechen sie fast ausschließlich über den Dialog muslimisch geprägter Menschen mit jüdischen Bürgern und Bürgerinnen.
So, als ob der Antisemitismus speziell und weitgehend nur dort zu bekämpfen oder darüber aufzuklären sei.

Das weitaus großflächigere Problem in Deutschland bezüglich Antisemitismus sehe ich aber in der urdeutschen, einheimischen Bevölkerung und dem
latenten, über Generationen weitergegebenen deutschen(!) Antisemitismus, der mittlerweile sogar wieder "ziemlich normal" wurde, und zwar nicht nur an den
radikalen Rändern links und rechs, sondern in der Mitte der Gesellschaft.

Und bezüglich der "Juden ins Gas-Brüller und Krakeelerinnen" auf Al Quds-"Demos" wage ich zu bezweifeln, dass diese propalästinensischen und proiransichen
Propagandaaktivisten/innen UND Antisemitismus-Kolonnen an den muslimisch-jüdischen Kulturtagen oder anderen Dialogveranstaltungen teilnehmen werden ... um Juden und Jüdinnen
besser kennen- und verstehen zu lernen... :rolleyes:

Mit den Hardlinern jeglicher Fraktion wird man nicht reden können, da gebe ich Ihnen recht. Mir geht es eher um die, die garkeine Muslime oder Juden kennen und einfach ihren Vorurteilen frönen. Da denke ich, man könnte sie erreichen, wenn sie miteinander sprechen.
Ob nun Deutsche mit Juden, Muslime mit Deutschen, Juden mit Muslimen.
Jeder Weg beginnt mit kleinen Schritten.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 21. Jul 2019, 13:48

Uffhausen hat geschrieben:(21 Jul 2019, 13:36)

Was wollen Sie denn - bitt'schön - das ich statt "uffhausenerischem" sehen und begreifen wollen soll?

Dass Sie bei der Politik Handlungsbedarf sehen, habe ich längst verstanden - deswegen bin ich ja schon einen Schritt weitergegangen und habe versucht, Ihnen mittzuteilen, dass die Übertragung jedweder Aufklärung und jedwedem Vorlebens seitens der Politik auf die Gesellschaften u. a. durch das Internet reichlich schwer werden wird.

Gehen Sie doch mal explizit dazu ein - anstatt mir "eulenwölflerisch" zu gestatten, dass ich denken und finden kann, was immer ich will! :rolleyes:

Meine Güte! :s


Ich gestatte Ihnen gar nichts, sondern Sie nehmen sich die Freiheit. Das ist ihr gutes Recht und hat mit "gestatten meinerseits" nichts zu tun. Ich stellte nur fest, wenn Sie den Unterschied
zu gestatten erkennen wollen.

Zu Ihrer freundlichen Forderung: Lesen Sie halt nochmal nach, was ich dazu schrieb. Auch und gerade in Bezug auf das Internet oder die Vorbildfunktion der Politik im allgemeinen,
die Sie, da ja wirkungslos gegenüber dem Internet, als sinnlos und aussichtslos beschreiben. Denn, das Böse (Internet) ist immer und überall, wie ja abgewandelt schon die EAV wusste.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Uffhausen » So 21. Jul 2019, 13:56

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(21 Jul 2019, 13:48)
Zu Ihrer freundlichen Forderung: Lesen Sie halt nochmal nach, was ich dazu schrieb. Auch und gerade in Bezug auf das Internet oder die Vorbildfunktion der Politik im allgemeinen, die Sie, da ja wirkungslos gegenüber dem Internet, als sinnlos und aussichtslos beschreiben.

Vielleicht lesen Sie nochmal durch, was ich Ihnen jeweils dazu geantwortet habe - und antworten mir entsprechend dazu. Den Faden haben Sie unterbrochen, nicht ich.

Das Thema hier ist immer noch Antisemitismus und nicht unser beider persönliche Meinung voneinander.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon JFK » So 21. Jul 2019, 14:27

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(21 Jul 2019, 13:40)

Ich glaube, einem Muslim oder einem muslimischen Staat wurde und wird hier in Deutschland nicht annähernd so
aufmerksam nicht nur verbal nachgestellt wie Juden und besonders auch dem demokratische Staat Israel. .


Historisch sicherlich nicht, aber gegenwärtig ist das meiner Meinung nach schon zu vergleichen, insbesondere die Sache mit dem hinterhältigen fremden, der zum Vorteil seiner "Volksgruppe" gegenüber den "Ungläubigen" Lügen darf, auch schon hier im Forum von "Isreaelfreundlichen" Moderatoren umgesetzt

Aus WIKI
Wie das Beispiel Hasan as-Saffārs deutlich machte, sehen sich schiitische Minderheiten im Nahen Osten mit Verweis auf Taqīya noch immer schnell der Lüge bezichtigt. Skovgaard-Petersen schreibt deshalb, dass dieser Vorwurf in Europa nun auf einmal auf die Sunniten zurückkommt: Denn Islamfeinde werfen Muslimen oft vor, stets zu lügen.[25]

Dies konstituiert für Skovgaard-Petersen eine Strategie, mit welcher das islamfeindliche Milieu Muslime außerhalb des demokratischen Dialogs stellen und in Anspruch nehmen, erklären zu können, was die wahre Absicht von Muslimen sei. Damit würden Islamfeinde die Stimmen von Muslimen in einer demokratischen Gesellschaft ersticken und die Macht über Muslime an sich reißen. Denn der Vorwurf von Taqīya zeuge davon, dass überhaupt kein Interesse besteht, Muslime anzuhören.[26]

Skovgaard-Petersen betont, dass ein individueller Politiker eine "geheime Agenda" haben könne oder selektiv ist in dem, was er sagt. Das Prinzip von Taqīya aber in diesem Kontext anzuwenden, sei falsch. Er ruft deshalb dazu auf, im Namen der Demokratie gegen diejenigen vorzugehen, die Muslimen die Stimme nehmen und behaupten, sie könnten an ihrer Stelle sprechen.[27]

Der Orientalist Stefan Jakob Wimmer betont, dass Muslime nur in äußersten Notsituationen ihren Glauben verheimlichen dürfen. Als Beispiel führt er die Reconquista auf, im Zuge derer Muslime unter Zwang das Christentum annahmen, Schweinefleisch aßen oder – wenn überhaupt – im Geheimen ihre Rituale durchführten, um ihr Leben zu retten. Taqīya ist laut Wimmer also keine Strategie, um Andersgläubige hinters Licht zu führen, damit beispielsweise der Islam verbreitet wird. Dieser Vorwurf des islamfeindlichen Milieus sei falsch.[28]

Wimmer sieht in dem Vorwurf der Taqīya gegen Muslime eine Parallele zum Antisemitismus. Auch im 19. Jahrhundert haben sich Antisemiten "als aufrechte Verteidiger des christlichen Abendlandes" dargestellt und Lüge als jüdischen Wesenszug definiert. Auf dieselbe Strategie würden nun Islamfeinde zurückgreifen: Da ihrer Meinung nach der Islam in Deutschland keinen Platz habe, werfen sie jedem Muslim, der dem widerspricht oder den Islam nicht extremistisch auslebt, vor, Taqīya zu betreiben. Die Tatsache, dass diese gezielte Missinterpretation von Taqīya Einzug in die Mehrheitsgesellschaft hält, alarmiert Wimmer. Eine demokratische Gesellschaft müsse sich gegen die "Diffamierung" einer religiösen Minderheit genauso wehren, wie sie sich gegen fundamentalistische Feinde wehrt.


Überhaupt das Konzept des Antisemitismus auf Muslime angewendet, als irgendwas komplett anderes darzustellen, entzieht dem Antisemitismus seine ernsthaftigkeit durch diese Mystifizierung, es kommt nicht von ungefähr, das noch im Jahr um 2000 zu meiner Jugend "Jude" eine Beleidigung war, und damit hinterhältigkeit und verlogenheit zum Ausdruck brachte, und das mitten in der Aufgeklärten Urbane.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Senexx » So 21. Jul 2019, 14:49

vielleicht mal wieder zurück zum Thema?

Mich hat jetzt einmal interessiert, wie verbreitet Antisemitismus in D ist und wie er sich entwickelt hat. Ich werde dazu in nächster Zeit rechechieren und meine Ergebnisse von Mal zu Mal hier posten.

Das aktuellste, welches ich finden konnte, ist das hier

https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/

Leider kann man dort ohne Premiumaccount keine Angaben zur Umfragenquelle erhalten.

Ca. 10% stimmen den dort abgebildeten Items zu, die Vorurteile über Juden beinhalten.
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Re: Antisemitismus

Beitragvon Vongole » So 21. Jul 2019, 15:05

Bremer hat geschrieben:(21 Jul 2019, 13:44)

Mit den Hardlinern jeglicher Fraktion wird man nicht reden können, da gebe ich Ihnen recht. Mir geht es eher um die, die garkeine Muslime oder Juden kennen und einfach ihren Vorurteilen frönen. Da denke ich, man könnte sie erreichen, wenn sie miteinander sprechen.
Ob nun Deutsche mit Juden, Muslime mit Deutschen, Juden mit Muslimen.
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Eine Frage, mit welchen Juden sollen denn Deutsche sprechen? Mit denen In Frankreich, GB, Schweden z.B.?
Ist Ihnen irgendwie entgangen, dass es in Deutschland jüdische Deutsche gibt?
Diese jüdischen Deutschen versuchen sich gerade im Dialog mit Muslimen:
https://www.zentralratderjuden.de/angeb ... m-aleikum/

Allerdings nehme ich an, dass man damit nur die ohnehin Gesprächsbereiten erreichen wird, oder auch diejenigen, die sehr selten antisemitisch eingestellt sind, wie z.B. die Kurden.

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