Das Jahr im Garten

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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Mi 17. Jul 2019, 19:07

Vongole hat geschrieben:(17 Jul 2019, 19:00)

Im Original nimmt man Hühnerfett (Schmalz), ich würde Rapsöl nehmen, das schmeckt nicht so vor.


Bekommt man denn hier Hühnerfett? Ich habe das noch nie gesehen. An Rapsöl hatte ich zuerst auch gedacht, aber Walnussöl müsste doch eigentlich geschmacklich auch gut zur Leberpaté passen? Vielleicht sollte ich die Menge teilen und halb so, halb so experimentieren?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Vongole » Mi 17. Jul 2019, 19:24

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jul 2019, 19:07)

Bekommt man denn hier Hühnerfett? Ich habe das noch nie gesehen. An Rapsöl hatte ich zuerst auch gedacht, aber Walnussöl müsste doch eigentlich geschmacklich auch gut zur Leberpaté passen? Vielleicht sollte ich die Menge teilen und halb so, halb so experimentieren?


Nee, fertig nicht, dass müssest Du auslassen, so wie Gänseschmalz. Vielleicht gibt's das aber auch beim Geflügelhändler Deines Vertrauens auf Nachfrage.
Halb und halb ist eine gute Idee, das Ergebnis würde mich sehr interessieren!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Mi 17. Jul 2019, 19:34

Vongole hat geschrieben:(17 Jul 2019, 19:24)

Nee, fertig nicht, dass müssest Du auslassen, so wie Gänseschmalz. Vielleicht gibt's das aber auch beim Geflügelhändler Deines Vertrauens auf Nachfrage.
Halb und halb ist eine gute Idee, das Ergebnis würde mich sehr interessieren!


60g sind nicht viel, aber ob ich soviel aus einem Huhn bekomme? Die Hühner meines Geflügelhändlers scheinen mir soviel Fett nicht zu haben, die sind schön fleischig. Vielleicht würden knapp 60g zusammenkommen, wenn ich ein Suppenhuhn koche und es von der erkalteten Brühe abschöpfe?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Vongole » Mi 17. Jul 2019, 19:47

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jul 2019, 19:34)

60g sind nicht viel, aber ob ich soviel aus einem Huhn bekomme? Die Hühner meines Geflügelhändlers scheinen mir soviel Fett nicht zu haben, die sind schön fleischig. Vielleicht würden knapp 60g zusammenkommen, wenn ich ein Suppenhuhn koche und es von der erkalteten Brühe abschöpfe?


Mach Dir doch nicht so viel Arbeit, Jazz, Du musst ja nicht koscher leben. ;)
Durch abschöpfen bekommst Du wahrscheinlich die Menge zusammen, aber das ist dann bestimmt ein bisserl "verwässert"?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Dark Angel » Mi 17. Jul 2019, 20:22

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(17 Jul 2019, 14:11)

Was ist eigentlich der Grund in der jüdischen Küche, dass sie Milchiges und Fleischiges trennt? - Hat das mit hygienischen Gründen zu tun, die vor Urzeiten mal Sinn machten? -(Wie etwa das Schweinefleisch-Tabu, weil Schweinefleisch
damals sehr trichinös war und diese Tabuisierung gerade in heissen Regionen hinsichtlich der Gesundheits- oder Nahrungsmittelhygiene sehr wohl Sinn machte). Ausser der eher pilosophischen Begründung für Schweinefleisch-Verzicht: Du sollst deine Brüder und Schwestern nicht verspeisen. :D

Ähem - mit Hygiene hat das Schweinefleisch-Tabu bei den Juden rein gar nichts zu tun.
Es ist fraglich, ob es sich überhaupt um ein Tabu handelt.
Archäologische Befunde - die bis zur Sesshaftwerdung (5500 bis 5000 Jahre bp) zurückreichen - haben ergeben, dass einige Gruppen, die im Gebiet Kanaan siedelten niemals Schweine in irgend einer Art verwendet haben. Es wurden keine Schweineknochen gefunden, Knochen anderer Tiere hingegen schon. Bei andere Gruppen, die teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft siedelten wurden hingegen Schweineknochen gefunden. Für die Gründe, warum benachbarte Gruppen Schweine verwendeten, andere hingegen nicht, gibt es bisher keine Erklärung. Religiöse oder hygienische Gründe können nicht als Erklärung dienen, da die religiösen Glaubensvorstellungen der frühen Siedler unbekannt sind.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon JJazzGold » Mi 17. Jul 2019, 20:56

Vongole hat geschrieben:(17 Jul 2019, 19:47)

Mach Dir doch nicht so viel Arbeit, Jazz, Du musst ja nicht koscher leben. ;)
Durch abschöpfen bekommst Du wahrscheinlich die Menge zusammen, aber das ist dann bestimmt ein bisserl "verwässert"?


Nein, muss ich nicht, aber es macht mir einfach Spass, durch experimentieren dem vermeintlichen Originalrezept auf die Spur zu kommen. ;) Kochen ist meine Leidenschaft, mein Hobby. Es entspannt mich. Wenn früher ein Arbeitstag besonders mit Stress gefüllt war, dann bin ich danach entweder in den Garten arbeiten gegangen, oder auf dem Weg nach Hause einkaufen gegangen, habe zuhause angekommen Freunde angerufen und zum Abendessen eingeladen, mich kurz umgezogen und mich in die Küche begeben. Bis die Gäste kamen war das Essen fertig und ich geduscht und völlig entspannt. Betrachte mich, aber nicht figürlich!, als Peter Altmaier dieses Forums. :D ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Vongole » Mi 17. Jul 2019, 22:03

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jul 2019, 20:56)

Nein, muss ich nicht, aber es macht mir einfach Spass, durch experimentieren dem vermeintlichen Originalrezept auf die Spur zu kommen. ;) Kochen ist meine Leidenschaft, mein Hobby. Es entspannt mich. Wenn früher ein Arbeitstag besonders mit Stress gefüllt war, dann bin ich danach entweder in den Garten arbeiten gegangen, oder auf dem Weg nach Hause einkaufen gegangen, habe zuhause angekommen Freunde angerufen und zum Abendessen eingeladen, mich kurz umgezogen und mich in die Küche begeben. Bis die Gäste kamen war das Essen fertig und ich geduscht und völlig entspannt. Betrachte mich, aber nicht figürlich!, als Peter Altmaier dieses Forums. :D ;)


Geht mir sehr ähnlich, hast Post. :)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 18. Jul 2019, 23:37

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jul 2019, 18:21)

Also Olivenöl würde ich auf keinen Fall nehmen. Das passt meines Erachtens nicht dazu, obwohl das in der Gegend sicherlich das gebräuchlichere Öl war. Aber es könnte auch ein Ashkenasim Rezept sein. Nimm lieber erst einmal Butter und geh auf Nummer sicher. Die Variante mit Öl probiere ich aus, wenn nur die Familie die Paté isst, essen muss. ;) Könnte ja sein, dass eine schlechte Idee von mir war. Ich bin mir auch noch nicht sicher, welches Öl ich dazu nehme, vielleicht Walnussöl?



Okay, dann werde ich es erstmal bei Butter bleiben. *Nochmals danke für das Rezept!
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 19. Jul 2019, 00:12

Dark Angel hat geschrieben:(17 Jul 2019, 20:22)

Ähem - mit Hygiene hat das Schweinefleisch-Tabu bei den Juden rein gar nichts zu tun.
Es ist fraglich, ob es sich überhaupt um ein Tabu handelt.
Archäologische Befunde - die bis zur Sesshaftwerdung (5500 bis 5000 Jahre bp) zurückreichen - haben ergeben, dass einige Gruppen, die im Gebiet Kanaan siedelten niemals Schweine in irgend einer Art verwendet haben. Es wurden keine Schweineknochen gefunden, Knochen anderer Tiere hingegen schon. Bei andere Gruppen, die teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft siedelten wurden hingegen Schweineknochen gefunden. Für die Gründe, warum benachbarte Gruppen Schweine verwendeten, andere hingegen nicht, gibt es bisher keine Erklärung. Religiöse oder hygienische Gründe können nicht als Erklärung dienen, da die religiösen Glaubensvorstellungen der frühen Siedler unbekannt sind.


Ich habe mit dem Schweinefleischhinweis nicht explizit und ausschließlich die jüdische Küche/Essens"Vorschriften" gemeint. Und auch mehr den Zeitraum, als z.B. das jüdische Glaubensmodell als Urmodell des Monotheismus
bereits unter den Menschen war. Und später natürlich auch in muslimischen geprägten und dominierten Lebensräumen.

Mir wurde mal - von jemand VIEL Schlauerem als mir - erklärt, dass dieses Schweinefleischtabu im muslimischen und möglicherweise auch jüdischen Kulturkreis zwar über ein religiös begründetes Tabu zustande kam, der Hintergrund aber weit weniger religiös war, sondern eben mit der Gefährlichkeit von Schweinefleisch zu tun hatte, weil dieses eben - neben anderen Nachteilen* - sehr leicht trichinös wurde.

*Schweinefleisch ist ja teuflisch auch in anderer Hinsicht. Schweinefleisch lagert sich, besonders das Fett desselben, genau dort an, wo es auch beim Tier war. *oink, oink... :D :D - Ich mag es jedenfalls nicht. Schweinsbraten, Schweinshaxe, panierte Schweineschnitzel ( :dead: )...pfui Spinne! ...wenngleich ich diesem Fleisch nicht völlig entkommen kann. Weil es als billiges Massenfleisch in vielen Würsten / Schinken etc.vorkommt. Oder Schincken fast immer vom Schwein ist. Rinderschinken muss man schon suchen. Egal...e tanti grazie per la tua gentilezza (der Aufklärung).
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Dark Angel » Fr 19. Jul 2019, 20:23

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(19 Jul 2019, 00:12)

Ich habe mit dem Schweinefleischhinweis nicht explizit und ausschließlich die jüdische Küche/Essens"Vorschriften" gemeint. Und auch mehr den Zeitraum, als z.B. das jüdische Glaubensmodell als Urmodell des Monotheismus
bereits unter den Menschen war. Und später natürlich auch in muslimischen geprägten und dominierten Lebensräumen.

Mir wurde mal - von jemand VIEL Schlauerem als mir - erklärt, dass dieses Schweinefleischtabu im muslimischen und möglicherweise auch jüdischen Kulturkreis zwar über ein religiös begründetes Tabu zustande kam, der Hintergrund aber weit weniger religiös war, sondern eben mit der Gefährlichkeit von Schweinefleisch zu tun hatte, weil dieses eben - neben anderen Nachteilen* - sehr leicht trichinös wurde.

*Schweinefleisch ist ja teuflisch auch in anderer Hinsicht. Schweinefleisch lagert sich, besonders das Fett desselben, genau dort an, wo es auch beim Tier war. *oink, oink... :D :D - Ich mag es jedenfalls nicht. Schweinsbraten, Schweinshaxe, panierte Schweineschnitzel ( :dead: )...pfui Spinne! ...wenngleich ich diesem Fleisch nicht völlig entkommen kann. Weil es als billiges Massenfleisch in vielen Würsten / Schinken etc.vorkommt. Oder Schincken fast immer vom Schwein ist. Rinderschinken muss man schon suchen. Egal...e tanti grazie per la tua gentilezza (der Aufklärung).

Ich bezweifle, dass detaillierte Kenntnisse im Altertum oder der Antike bereits vorhanden waren. Vor allem, weil bei benachbart lebende/siedelnde Menschengruppen einmal das Schweinefleisch-Tabu galt und ein anderes Mal nicht.
Ich denke, dass es eher mit den Ansprüchen an Nahrung und Wasser zu tun hat/haben könnte. Schweine sind Allesfresser und sie brauchen viel Wasser bzw Schlamm für ihr "tägliches Bad"
Beides ist in Wüstenrandgebieten - in denen frühe Siedler, die später das Volk von Israel/Judäa bildeten, lebten - knapp, was Schweinezucht unmöglich machte.
Dennoch schafften es die Menschen, das Gebiet (Königreich) Judäa zu einem Hauptanbaugebiet von Oliven und Wein in der Region zumachen und Oliven, Olivenöl und Wein zu "exportieren".

Zurück zum Schweinfleisch - das ist besser als sein Ruf, heißt auch nicht fettiger als anderes Fleisch. Es wird nur von vielen so genannten Ernährungs"experten" schlecht geredet und verteufelt.
Es ist auch hier, wie bei allem anderen "die Dosis macht das Gift".
Wem Schweinefleisch nicht schmeckt - eine ganz andere Sache - über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. ;)
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Nudelholz » Sa 20. Jul 2019, 14:22

Hier in Paraguay, dem Land der Rinder, ist Schweinefleisch etwas besonderes. Es ist weich, mild und leicht im Hinterhof auf engem Raum herzustellen und erfreut sich großer Beliebtheit. Man versucht, in den Medien, den Fisch als Nahrungsmittel zu bewerben weil gesünder aber der Aufwand bei Zucht und v.a. der Weiterverarbeitung und damit der Preis lassen ihn ein Nischendasein fristen. Schweinefleisch dagegen boomt, Herz- Kreislauferkrankungen auch. Das interessiert aber nur wenige, Genuss ist wichtiger.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 20. Jul 2019, 14:27

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jul 2019, 20:23)

Ich bezweifle, dass detaillierte Kenntnisse im Altertum oder der Antike bereits vorhanden waren. Vor allem, weil bei benachbart lebende/siedelnde Menschengruppen einmal das Schweinefleisch-Tabu galt und ein anderes Mal nicht.
Ich denke, dass es eher mit den Ansprüchen an Nahrung und Wasser zu tun hat/haben könnte. Schweine sind Allesfresser und sie brauchen viel Wasser bzw Schlamm für ihr "tägliches Bad"
Beides ist in Wüstenrandgebieten - in denen frühe Siedler, die später das Volk von Israel/Judäa bildeten, lebten - knapp, was Schweinezucht unmöglich machte.
Dennoch schafften es die Menschen, das Gebiet (Königreich) Judäa zu einem Hauptanbaugebiet von Oliven und Wein in der Region zumachen und Oliven, Olivenöl und Wein zu "exportieren".

Gut, ich werde Ihre plausiblen Erklärungen vollumfänglich annehmen und zu meiner - geänderten - machen. Danke für die Gratis-Nachhilfe! :)

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jul 2019, 20:23)

Zurück zum Schweinfleisch - das ist besser als sein Ruf, heißt auch nicht fettiger als anderes Fleisch.

Das es fettiger als anderes Fleisch wäre, hatte ich - glaube ich - auch nicht gesagt?

Ich wage sogar zu behaupten, Schweinefleisch ist das Lieblingsfleisch der deutschen Fleischkonumenten und -innen. Auch dasam meisten bevorzugte und gekaufte Fleisch
in Deutschland. Nicht nur des massenhaften Superbilligpreisangebots wegen. Das kann unmöglich daran liegen, dass es einen schlechteren Ruf hat, als es eigentlich verdient,
wie sie sagen. Ich denke eher, dass das Gegenteil in den meisten Köpfen der Schweinefleisch-Liebhaberfraktionen der Fall ist.

Auch wenn ich darüber ein wenig untröstlich bin: Pro Schweinefleisch werden Sie mich nicht überzeugen können. Nicht nur des Geschmacks wegen.
Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Schwein bei bestimmten Krankheitsbildern absolut tabu ist aus medizinischer Sicht.
Und über dem lieben Huziferkel nicht unähnliche menschliche Erscheinungsformen, zuweilen auch frappante Ähnlichkeiten am Kopf, rede ich nicht. Nie und nimmer! :D
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 20. Jul 2019, 15:00

Nudelholz hat geschrieben:(20 Jul 2019, 14:22)

Hier in Paraguay, dem Land der Rinder, ist Schweinefleisch etwas besonderes. Es ist weich, mild und leicht im Hinterhof auf engem Raum herzustellen und erfreut sich großer Beliebtheit. Man versucht, in den Medien, den Fisch als Nahrungsmittel zu bewerben weil gesünder aber der Aufwand bei Zucht und v.a. der Weiterverarbeitung und damit der Preis lassen ihn ein Nischendasein fristen. Schweinefleisch dagegen boomt, Herz- Kreislauferkrankungen auch. Das interessiert aber nur wenige, Genuss ist wichtiger.


Welcher Fisch ist das hauptsächlich? Reiner Meeresfisch oder solcher aus im Meer befindlichen Aquakulturen oder Fisch aus einheimnischen Süßwassergewässern? So wie bei mir hier im Chiemgau/Bayern, wo man fangfrisch eben
nur Süßwasserfische bekommt, Forelle, Bachsaibling, Hecht, Karpfen usw. - Aber leider keinen Meeresfisch. Also rel. fangfrisch zumindes nicht so leicht...

Ich esse - jetzt gerade im Sommer - aber auch generell nicht so viel Fleisch. Bevorzugt bunt gemischte Salate mit Gurken, Paprika, Tomaten, Karotten, Champignons, Äpfeln, Orangenfilets, Radieschen, und Blattsalaten, Emmentalerstücken und Morzarellahalbkugeln, vielenKräutern, bevorzugt Petersilie, Schnittlauch, Knoblauchschnittlauch und vielleicht einer gepressten (frischen) Knofizehe. Und natürlich gut gewürzt (Priserl scharfer Paprika, Priserl Ras el Hanout, Chili rot und grün aus der Mühle, Meersalz und schwarzem pepe. Nur mit Oliöl und weissem "Balsamicoessig" angemacht- usw. - Solchen Salat könnte ich jeden Tag in Massen essen und mir würde kein Fleisch abgehen. Aber wenn schon Fleisch, dann aber qualitativ gutes aus der Region. Meist Rind, Geflügel oder Lamm *hechel. Wild mag ich ja auch nicht...igitt.

Mein Kater ist übrigens ein hervorrgender Fleischtester. Ich habe ihm mal argentinisches Rindersteak, das zwar (teure) Tiefkühlware war, angeboten. Das schlug er rundweg aus. Kurz geschnuppert und dann "nä!".
Ich habe es dann in der Pfanne gebraten und gegessen, als er wieder auf Jagd war und nichts mitbekam.

Gulaschfleisch von Jungbullen aus der Region dagegen mag er schon. Oder Lammsteak, da wird er richtig zum Tier! :D

So und nun muss ich zu einer ganz traurigen Tat schreiten: Mit hat vor kurzen ein Terrorgewittter von einem geliebten, dreigabelige Ahornbaum einen dicken Stamm abgerissen, in etwa einem halben Meter Höhe (von der Graskante aus gesehen), wo sich die drei Hauptstämme bildeten. Das war auch noch der dickste Ast, der den kurzen Hauptstamm auch noch leicht spaltete und jetzt noch an einem Splintzipfel dranhängt und sich an einem Nachbarbaum anlehnt. Muss ich absägen, das schöne grüne Laub und die vielen Äste, die dieser Stamm hatte. Das schmerzt. Und ich kann nur hoffen, dass die beiden anderen Stämme, die jetzt kein Gegengewicht mehr haben, weil sie beide in die andere (entgegengesetzte) Richtung hängen als der gespaltene, nicht auch noch kaputt gehen ... der Baum das generell übersteht.

Dann werde ich halt die Motorsäge anschmeissen müssen...kruzefixzakrament...ähm...also: nützt ja nix. :(
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Dark Angel » Sa 20. Jul 2019, 18:36

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(20 Jul 2019, 14:27)

Gut, ich werde Ihre plausiblen Erklärungen vollumfänglich annehmen und zu meiner - geänderten - machen. Danke für die Gratis-Nachhilfe! :)


Das es fettiger als anderes Fleisch wäre, hatte ich - glaube ich - auch nicht gesagt?

Ich wage sogar zu behaupten, Schweinefleisch ist das Lieblingsfleisch der deutschen Fleischkonumenten und -innen. Auch dasam meisten bevorzugte und gekaufte Fleisch
in Deutschland. Nicht nur des massenhaften Superbilligpreisangebots wegen. Das kann unmöglich daran liegen, dass es einen schlechteren Ruf hat, als es eigentlich verdient,
wie sie sagen. Ich denke eher, dass das Gegenteil in den meisten Köpfen der Schweinefleisch-Liebhaberfraktionen der Fall ist.

Auch wenn ich darüber ein wenig untröstlich bin: Pro Schweinefleisch werden Sie mich nicht überzeugen können. Nicht nur des Geschmacks wegen.
Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Schwein bei bestimmten Krankheitsbildern absolut tabu ist aus medizinischer Sicht.
Und über dem lieben Huziferkel nicht unähnliche menschliche Erscheinungsformen, zuweilen auch frappante Ähnlichkeiten am Kopf, rede ich nicht. Nie und nimmer! :D

Ooh, das will ich gar nicht.
Ich mag auch nicht alles und daran ändert sich auch nix, wenn mir jemand noch so sehr davon vorschwärmt.
Schweinefleisch esse ich zwar recht gerne, aber bei weitem nicht alles und für einen frischen Fisch - egal ob Meeres- oder Süßwasserfisch, lasse ich jedes Fleisch stehen.
Bunter Salat - süß oder deftig, mit oder ohne Fleisch-, Fisch- oder Meeresfruchtbeilage - steht ganz oben auf dem Speisezettel und ich bin froh, dass meine Kurzen Obst und Gemüse jeder Süßigkeit vorziehen.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 21. Jul 2019, 21:32

Dark Angel hat geschrieben:(20 Jul 2019, 18:36)
... und für einen frischen Fisch - egal ob Meeres- oder Süßwasserfisch, lasse ich jedes Fleisch stehen.
Bunter Salat - süß oder deftig, mit oder ohne Fleisch-, Fisch- oder Meeresfruchtbeilage - steht ganz oben auf dem Speisezettel und ich bin froh, dass meine Kurzen Obst und Gemüse jeder Süßigkeit vorziehen.


Fisch und frutti di mare, mag ich auch. Sehr. Und es ist schön zu lesen, dass Ihre Kinder so löbliche Ernährungsvorlieben zeigen. Da steckt bestimmt jemand dahinter? Womöglich eine sehr umsichtige, und ihre Kinder liebende Mutter. ;) :thumbup:
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Senexx » So 21. Jul 2019, 21:50

Ich finde es despektierlich bei Kindern von "Kurzen" zu sprechen.

Unmengen von Salat zu essen, ist wohl nötig, wenn man keinen Pansen hat. Kann man machen. Jeder wie er will.
Ich verwende niemals "copy+paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Misterfritz » So 21. Jul 2019, 22:02

Senexx hat geschrieben:(21 Jul 2019, 21:50)

Ich finde es despektierlich bei Kindern von "Kurzen" zu sprechen.

Unmengen von Salat zu essen, ist wohl nötig, wenn man keinen Pansen hat. Kann man machen. Jeder wie er will.
Gibt es eigentlich irgendwas, woran Du nicht rummäkelst?
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Dark Angel » So 21. Jul 2019, 22:05

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(21 Jul 2019, 21:32)

Fisch und frutti di mare, mag ich auch. Sehr. Und es ist schön zu lesen, dass Ihre Kinder so löbliche Ernährungsvorlieben zeigen. Da steckt bestimmt jemand dahinter? Womöglich eine sehr umsichtige, und ihre Kinder liebende Mutter. ;) :thumbup:

Meine Kurzen sind meine Enkel - zwei Jungs im Alter von 10 und 7 Jahren. :) ;)
Ich habe da eigentlich nicht viel dazu getan und die Eltern auch nicht.
Mag daran liegen, dass immer frisches Obst und Gemüse im Haus ist und dass wir alle gerne "Grünfutter" essen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Kindern sind die auch nicht mäklich, haben zwar gewisse Vorlieben, essen jedoch "was auf den Tisch kommt". Nur bei selbst gemachten Tsaziki kennen die keine Verwandten. :D
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mo 22. Jul 2019, 06:56

Dark Angel hat geschrieben:(21 Jul 2019, 22:05)
... Nur bei selbst gemachten Tsaziki kennen die keine Verwandten. :D


Brav sind's! :D :thumbup:
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Re: Das Jahr im Garten

Beitragvon Misterfritz » So 11. Aug 2019, 13:18

Ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Was ist das für ein Strauch, mit diesen Blüten?
https://www.directupload.net/file/d/554 ... x9_jpg.htm

Hätte ich gerne in meinem Garten, müsste aber wissen, was es ist ;)

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