LeistungsGedanke

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VaterMutterKind

Re: LeistungsGedanke

Beitragvon VaterMutterKind » Mi 17. Jul 2019, 22:36

lili hat geschrieben:(17 Jul 2019, 22:35)

Aha alles Klar....


Bald kommt bestimmt das BGE. Dann kann jeder unbehelligt schmarotzen.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Mi 17. Jul 2019, 22:37

VaterMutterKind hat geschrieben:(17 Jul 2019, 22:36)

Bald kommt bestimmt das BGE. Dann kann jeder unbehelligt schmarotzen.



Macht doch bestimmt Spaß. Dir ist schon klar, dass es bestimmte Unternehmen bzw Unternehmer befürworten?
,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon VaterMutterKind » Mi 17. Jul 2019, 22:38

lili hat geschrieben:(17 Jul 2019, 22:37)

Macht doch bestimmt Spaß. Dir ist schon klar, dass es bestimmte Unternehmen bzw Unternehmer befürworten?


Ich befürworte es auch.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Mi 17. Jul 2019, 22:39

VaterMutterKind hat geschrieben:(17 Jul 2019, 22:38)

Ich befürworte es auch.


und wieso sagst du dann Schmarotzer?
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Dark Angel » Mi 17. Jul 2019, 22:54

lili hat geschrieben:(17 Jul 2019, 22:27)

Doch weil du ja nicht weißt ob das was du verkaufst Erfolg hat. Du gehst quasi ins Risiko. Verlangt ihr dass denn nicht, dass er drauflos wurschelt? Wenn nicht jeder diese ,,Leistung" erbringen kann, wieso wird dass dann von jedem verlangt?

Auch bei zigfacher Wiederholung wird aus Schufterei und Wurschtelei ohne Sinn und Verstand, keine Leistung.

Darum schrieb ich es braucht Wissen - nämlich Wissen wie Märkte funktionieren, es braucht Marktanalysen, weil ohne Merktanalysen keine Bedürfnisse ermittelt werden können und ohne Kenntnis von Bedürfnissen keine Verkauf von Produkten.
Man muss VORHER wissen, ob die Produkte überhaupt nachgefragt werden.

Nur wenn all das bekannt ist, können Leistungen in Form von zielgerichteter (Ziel=Produkte verkaufen) und ergebnisorientierter (Ergebnis = Bedürfnisbefriedigung) Arbeit gebracht werden.

Wer allerdings nach dem Motto verfährt "Wissen ist Macht, nichts wissen, macht auch nüscht" der kapiert nicht einmal dass der Leistungsgedanke etwas mit Leistungsbereitschaft zu tun hat.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Mi 17. Jul 2019, 23:01

Dark Angel hat geschrieben:(17 Jul 2019, 22:54)

Auch bei zigfacher Wiederholung wird aus Schufterei und Wurschtelei ohne Sinn und Verstand, keine Leistung.



Darum schrieb ich es braucht Wissen - nämlich Wissen wie Märkte funktionieren, es braucht Marktanalysen, weil ohne Merktanalysen keine Bedürfnisse ermittelt werden können und ohne Kenntnis von Bedürfnissen keine Verkauf von Produkten.
Man muss VORHER wissen, ob die Produkte überhaupt nachgefragt werden.

Nur wenn all das bekannt ist, können Leistungen in Form von zielgerichteter (Ziel=Produkte verkaufen) und ergebnisorientierter (Ergebnis = Bedürfnisbefriedigung) Arbeit gebracht werden.

Wer allerdings nach dem Motto verfährt "Wissen ist Macht, nichts wissen, macht auch nüscht" der kapiert nicht einmal dass der Leistungsgedanke etwas mit Leistungsbereitschaft zu tun hat.


1) Du beantwortest meine Frage nicht: Was sollen sie nach deiner Meinung tun?

2) Nein weil der der die Idee hat und damit erfolgreich ist auch den meisten Erfolg erhält. Er hat aber nicht viel geleistet. Sondern die dieses Produkt hergestellt haben, aber die bekommen nicht viel ab. Der kreative der weiß wie man die Idee nutzbringend umsetzt und er ist sozusagen der Gewinner.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon VaterMutterKind » Mi 17. Jul 2019, 23:36

lili hat geschrieben:(17 Jul 2019, 23:01)

1) Du beantwortest meine Frage nicht: Was sollen sie nach deiner Meinung tun?

2) Nein weil der der die Idee hat und damit erfolgreich ist auch den meisten Erfolg erhält. Er hat aber nicht viel geleistet. Sondern die dieses Produkt hergestellt haben, aber die bekommen nicht viel ab. Der kreative der weiß wie man die Idee nutzbringend umsetzt und er ist sozusagen der Gewinner.


Die Arbeitnehmer gewinnen auch. Sie verhungern nicht und leben nicht unter der Brücke.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Mi 17. Jul 2019, 23:39

VaterMutterKind hat geschrieben:(17 Jul 2019, 23:36)

Die Arbeitnehmer gewinnen auch. Sie verhungern nicht und leben nicht unter der Brücke.


Meistens auf niedrigem Niveau. Ein BGE wäre doch eine klasse Idee. ;)
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon VaterMutterKind » Mi 17. Jul 2019, 23:40

lili hat geschrieben:(17 Jul 2019, 23:39)

Meistens auf niedrigem Niveau. Ein BGE wäre doch eine klasse Idee. ;)


Klar. Würde ich auch nutzen. Im Moment muss ich noch 14 Tage im Monat arbeiten. Das nervt manchmal. Aber die Kohle stimmt.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Troh.Klaus » Mi 17. Jul 2019, 23:45

VaterMutterKind hat geschrieben:(17 Jul 2019, 23:40)
Klar. Würde ich auch nutzen. Im Moment muss ich noch 14 Tage im Monat arbeiten. Das nervt manchmal. Aber die Kohle stimmt.

2.500 Euro BGE im Monat auf die Kralle. Sollte für 80% der Leute reichen. Wer damit nicht aus kommt, muss halt weiter malochen.
In varietate concordia.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Mi 17. Jul 2019, 23:51

VaterMutterKind hat geschrieben:(17 Jul 2019, 23:40)

Klar. Würde ich auch nutzen. Im Moment muss ich noch 14 Tage im Monat arbeiten. Das nervt manchmal. Aber die Kohle stimmt.


Ich freue mich, dass du dafür bist. :thumbup:
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon schokoschendrezki » Do 18. Jul 2019, 09:03

Dark Angel hat geschrieben:(17 Jul 2019, 22:54)
Darum schrieb ich es braucht Wissen - nämlich Wissen wie Märkte funktionieren, es braucht Marktanalysen, weil ohne Merktanalysen keine Bedürfnisse ermittelt werden können und ohne Kenntnis von Bedürfnissen keine Verkauf von Produkten.
Man muss VORHER wissen, ob die Produkte überhaupt nachgefragt werden.

Bedürfnis. Bedarf. Begehren. Nachfrage. Was darf es sein?

Du must damit rechen, dass, wenn du ein Thema wie "Leistungsgedanke" aufwirst, es immer Leute gibt, die wissen, dass kritische Begriffshinterfragung eine der nicht nur legitimen sondern auch besonders nützlichen Methoden ist, sich einem Thema zu nähern. Häufig gehen dabei anfänglich als selbstverständlich scheinende Annahmen erstmal zu Bruch. Was dann von nicht wenigen als "Threadschredderung" wahrgenommen wird.

Wer die Märkte in modernen Industriegesellschaften wirklich versteht, weiß, dass wahrnehmbare "Leistung" stets nur noch über dem Niveau materiell eigentlich abgesicherter Konsumkreisläufe von Grundbedürfnissen stattfindet. Leistung ist dann Begehrenserzeugung durch Bedeutungsbereitstellung. Erfolgreich ist der, der die Psychologie dieser Begehrenserzeugung durchschaut. Und damit ist er dann aber auch eigentlich zurückgeworfen auf die Sinnhinterfragung seiner eigenen Leistungsideologie. Wenn ich am Ende genau weiß wie ich künstliches Begehren erzeuge, müsste an diesem Punkt meine eigene Selbsthinterfragung beginnen. Tut sie in den allermeisten Fällen natürlich nicht. Der "Leistungsgedanke" besteht darin, weiterzumachen und diese Selbsthinterfragung einfach zu unterlassen. In den meisten Fällen allerdings bleibt es bei den einfachen und normalen Reproduktionszyklen. Die meisten halten einfach ihr Leben aufrecht. Verdienen Geld. Ziehen Kinder groß. Manche machen nebenbei Musik oder schreiben Gedichte.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon schokoschendrezki » Do 18. Jul 2019, 09:29

Eine wirklich wichtige Frage für mich ist, ob die zutage tretenden Widersprüchlichkeiten der Idee "Leistungsgesellschaft" in der postmodernen Welt etwas mit der weltweiten Renaissance der Religionen zu tun hat. Die sich in Westmitteleuropa nur in etwas anderer Form als woanders entfaltet.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Selina » Do 18. Jul 2019, 10:03

Mit dem "Leistungsgedanken" werden gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme individualisiert und psychologisiert. Alles hängt angeblich nur vom Einzelnen ab, was er aus seinem Leben macht, als was und wie er arbeitet und ob er überhaupt arbeitet. Das bedeutet, einer Art Fatalismus in Bezug auf die gesellschaftlichen Möglichkeiten anzuhängen. Die Anhänger des "Leistungsgedankens" sagen somit gleichzeitig, es ist sinnlos, politisch zu denken und zu handeln, sich um mehr Wirtschaftsdemokratie und um eine gerechtere Arbeitswelt zu bemühen, da sowieso alles ausschließlich vom Einzelnen, seiner "Leistungsbereitschaft" und seinem "Leistungswillen" abhängt. Völlig apolitische fragwürdige Sicht.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Alpha Centauri » Do 18. Jul 2019, 11:11

schokoschendrezki hat geschrieben:(18 Jul 2019, 09:03)

Bedürfnis. Bedarf. Begehren. Nachfrage. Was darf es sein?

Du must damit rechen, dass, wenn du ein Thema wie "Leistungsgedanke" aufwirst, es immer Leute gibt, die wissen, dass kritische Begriffshinterfragung eine der nicht nur legitimen sondern auch besonders nützlichen Methoden ist, sich einem Thema zu nähern. Häufig gehen dabei anfänglich als selbstverständlich scheinende Annahmen erstmal zu Bruch. Was dann von nicht wenigen als "Threadschredderung" wahrgenommen wird.

Wer die Märkte in modernen Industriegesellschaften wirklich versteht, weiß, dass wahrnehmbare "Leistung" stets nur noch über dem Niveau materiell eigentlich abgesicherter Konsumkreisläufe von Grundbedürfnissen stattfindet. Leistung ist dann Begehrenserzeugung durch Bedeutungsbereitstellung. Erfolgreich ist der, der die Psychologie dieser Begehrenserzeugung durchschaut. Und damit ist er dann aber auch eigentlich zurückgeworfen auf die Sinnhinterfragung seiner eigenen Leistungsideologie. Wenn ich am Ende genau weiß wie ich künstliches Begehren erzeuge, müsste an diesem Punkt meine eigene Selbsthinterfragung beginnen. Tut sie in den allermeisten Fällen natürlich nicht. Der "Leistungsgedanke" besteht darin, weiterzumachen und diese Selbsthinterfragung einfach zu unterlassen. In den meisten Fällen allerdings bleibt es bei den einfachen und normalen Reproduktionszyklen. Die meisten halten einfach ihr Leben aufrecht. Verdienen Geld. Ziehen Kinder groß. Manche machen nebenbei Musik oder schreiben Gedichte.


Dee Kern der Leistungsideologie Schaffung bzw. Erzeugung künstlicher Bedürfnisse, die durchaus einen manipulativen Charakter auf das Individuum selbst haben ( man brauch sich nur mal die Werbung und das Marketing anschauen wie dass läuft) wie letztlich sinnvoll dieses ganze Konzert ist muss jeder letztendlich selbst für sich entscheiden , es gibt ja genug "Aussteiger"die mit der oberflächlichen um sinn entleerten Konsum geilen Leistungsgesellschaft nicht viel anfangen können und ihrer persönliche Freiheit bevorzugen.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Alpha Centauri » Do 18. Jul 2019, 11:14

Trifels hat geschrieben:(17 Jul 2019, 13:57)

Der Post und der Post :



zeigen, dass bei den Erzähler dort von Leistung und Leistungserbringen keine Ahnung vorherrscht.

Erben = Leistung wurde von Erblasser erbracht. Leistungsgedanke dahinter -> Weitergabe des Ertrag aus Leistung an Nachfolger/Erbe

Spekulation = Leitungserbringung durch Schaffung notwendiges Kapital als Grundlage und Einsatz von geistiger Leitung zu dessen Mehrung

Lottogewinner = Glück/Wagnis. Wer Leistung und Glück in einen Topf wirft ist in der Leistungsdebatte = ein Tropf.



Deine Ausführungen ändern allesamt rein gar nichts daran, dass ein Erbe,Spekulant oder Lottogewinner für sein leistungsloses Einkommen im klassischen Sinne keine Arbeisleistung erbringen muss Punkt.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Dark Angel » Do 18. Jul 2019, 12:10

lili hat geschrieben:(17 Jul 2019, 23:01)

1) Du beantwortest meine Frage nicht: Was sollen sie nach deiner Meinung tun?

2) Nein weil der der die Idee hat und damit erfolgreich ist auch den meisten Erfolg erhält. Er hat aber nicht viel geleistet. Sondern die dieses Produkt hergestellt haben, aber die bekommen nicht viel ab. Der kreative der weiß wie man die Idee nutzbringend umsetzt und er ist sozusagen der Gewinner.

Die Idee alleine nützt überhaupt nichts, wenn a) nicht bekannt ist, ob damit irgendwelche Bedürfnisse befriedigt werden können, c) kein Wissen über Marktmechanismen vorhanden ist und c) das Produkt nicht beworben wird.

Das gilt in allen Bereichen!
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Do 18. Jul 2019, 12:33

Dark Angel hat geschrieben:(18 Jul 2019, 12:10)

Die Idee alleine nützt überhaupt nichts, wenn a) nicht bekannt ist, ob damit irgendwelche Bedürfnisse befriedigt werden können, c) kein Wissen über Marktmechanismen vorhanden ist und c) das Produkt nicht beworben wird.

Das gilt in allen Bereichen!


Natürlich musst die Idee gut sein und du brauchst Leute die diese Sache kaufen. Das Wissen kann man sich doch leicht holen und es reicht wenn man die passenden Leute dazu hat die gewisse Ahnung davon haben.
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon Agesilaos Megas » Do 18. Jul 2019, 12:33

lili hat geschrieben:(16 Jul 2019, 20:25)

Aber gut ausgebildete Leute können auch in den Niedriglohnsektor fallen.


Der letzte Armutsbericht (2018) hat genau das noch einmal bestätigt...
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Re: LeistungsGedanke

Beitragvon lili » Do 18. Jul 2019, 12:34

Agesilaos Megas hat geschrieben:(18 Jul 2019, 12:33)

Der letzte Armutsbericht (2018) hat genau das noch einmal bestätigt...


Na Bitte war braucht man mehr. :rolleyes:
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