Iran & USA - Ende der Feindschaft?

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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Di 16. Jul 2019, 11:44

Audi hat geschrieben:(16 Jul 2019, 09:35)

So wird es der Iran auch sehen. Islamisten Gruppen von Saudis gnaden treiben in Syrien ihr Unwesen und Iran hält dagegen. BEIDE müssen aufhören.



Wenn Du etwas in die Historik blickst war die iranische Politik gegenüber Saudi-Arabien und Israel eigentlich schuld an der Schaffung der heutigen Situation.

Der Iran hat Israel ohne Grundlagen zum Feinbild gemacht und in Saudi-Arabien versucht schiitische Minderheiten gegen das Königshaus aufzubringen. Fehler 1. Der zweite Fehler war die Religion in Konflikt zu bringen.

Was dann zut heutigen Situation führt. Wenn der Iran sowie Saudi-Arabien eine Möglichkeit finden würde den Konflikt zu beenden wäre das natürlich für die Stabilität in der Region wünschenswert
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon imp » Di 16. Jul 2019, 11:47

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Jul 2019, 08:08)

Boris will kein Pudel sein?



(sagt der Richtige...)



Dabei heißt es doch seit Jahrzehnten "der Iran könnte in einem halben Jahr/einem Jahr..." ;)
Stimmt, dann hätte der Iran vor vielen Jahren auch die Bombe gebaut.

Die mögliche iranische Atombombe galt lange Zeit als Vorwand für die Raketenrüstung in Osteuropa. Wirklich glaubhaft war das nie. Warum sollte der Iran Polen oder Lettland mit Atombomben beschießen, wenn seine dringenderen Gegner woanders sitzen?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Di 16. Jul 2019, 11:52

King Kong 2006 hat geschrieben:(15 Jul 2019, 19:18)

Deine Antwort ist schon ziemlich merkwürdig. ;)

Ich hoffe du merkst jetzt exemplarisch, wie unsinnig das ist. Und genau deshalb haben die USA und der Iran nach Jahren gesagt, man muß das jetzt mal beenden. Kröte schlucken Iran, Kröte schlucken USA. Ernsthaft und hart diskutieren. Danach folgten jahrelange Verhandlungen und kein Gelabere. Das Ergebnis war das Abkommen an das sich der Iran punktgenau gehalten hat. Von der IAEO bestätigt. Keine Atombombe, kein militärisches Programm. Da kannst du fabulieren was du willst. Am Abkommen punktgenau festhalten, heißt kein militärisches Programm. Verstehst du? Das war kein Abkommen für den Bau einer Bombe, sondern eine verschärfte Kontrolle eines übergenau festgeschriebenen zivilen Nuklearprogramms. Wenn man sich daran hält bedeutet das KEIN militärisches Programm. Ist das verständlich?

Trump hat das torpediert. Beraten von John "Irak-Desaster-Veteran" Bolton und Kushner und Netanjahu.

Jetzt haben wir alle den Salat.

Wenn der Iran jetzt - da Trump ja scheinbar nicht zur Vernunft kommt - sukzessiv AUCH wie Trump da rausgeht, bleibt er immer noch im NPT. Keine Atombomben. Aber eben ein wesentlich voluminöseres ziviles Nuklearprogramm. Legal.


Du kannst weiterhin mit rhetorischen Spielen versuchen deine Behauptungen zu konstruieren. Das fängt eventuell bei anderen Menschen. Nicht bei Mir.

Die IAEA bestätigt das der sich an das Atomabkommen hält. Kein Wort allerdings zu verdeckten Programmen oder das Iran wie von Dir behauptet auf was verzichtet.

Ich beteilige mich nicht weiter an solcher Zeitverschwendung
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Di 16. Jul 2019, 12:05

King Kong 2006 hat geschrieben:(15 Jul 2019, 19:42)

An dir scheint ja tatsächlich alles vorbeigegangen sein. Oder was hat das zu bedeuten?

Indien, China, Südkorea, Japan, die Europäer (Instex) uva.. Meinst du, die machen das alles aus Langeweile?

Hier mal exemplarisch für dich:



Google mal was Indien für Probleme wegen den Sanktionen von Trump hat. Es geht nur um diese Sanktionen.

Es ist eine Sache, wenn Trump beschließt, das der Iran keine US-Waffen oder AKWs made in US kaufen kann. Kann er ja machen. Wenn aber Sanktionen aktiviert werden, die andere Firmen in anderen Staaten bestrafen, wenn sie mit dem Iran Handel treiben, ist das Erpressung.



Instex oder andere Kanäle werden kaum genutzt. Weil quasi kein Unternehmen mit dem Iran handeln will. Oder der Schweiz Kanal. Die Hauptgründe liegen bei westlichen Unternehmen in den bereits genannten Punkten. Das die Sanktionen ein Grund zusätzlich darstellen können hab Ich erwähnt. Aber bisher ist aktuell nicht bekannt das eine Firma tatsächlich sanktioniert wurde. Außerdem fehlt dem Iran auch Geld.

Was soll einem Unternehmen es bringen mit dem Iran zu handeln ? Es lohnt sich nicht.

Die Usa sind berechtigt gegen andere Staaten jederzeit Sanktionen zu verhängen. Das ist legetim. Russland, Deutschland , die EU usw. verhängen auch regelmäßig Sanktionen. Ist dann wohl jeweils nicht rechtmäßig sondern Erpressung :rolleyes:

Es reicht momentan volkommen aus das die Sanktionen im Raum stehen. Mehr ist gar nicht nötig. Der Iran wird diese Sanktionen noch eine Weile an der Backe haben
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Di 16. Jul 2019, 13:25

imp hat geschrieben:(16 Jul 2019, 11:47)

Die mögliche iranische Atombombe galt lange Zeit als Vorwand für die Raketenrüstung in Osteuropa. Wirklich glaubhaft war das nie. Warum sollte der Iran Polen oder Lettland mit Atombomben beschießen, wenn seine dringenderen Gegner woanders sitzen?


In der Tat war die Diskussion um die Stationierung von Radar- und Raketensystemen von US-Seite mit dem Iran begründet. War bequemer als das konfrontativ mit Moskau zu diskutieren. Den Iran hat das natürlich nicht tangiert oder aufgeregt. Aufgeregt hat das Russland. Weil es gegen Russland war und ist. Logisch.

United States missile defense complex in Poland

https://en.wikipedia.org/wiki/United_St ... _in_Poland
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Di 16. Jul 2019, 13:31

@Cobra

Man kann der legitimen Meinung sein, das einem die Politik Irans missfällt.

Man kann der legitimen Meinung sein, das man das militärisch oder mit Sanktionen, einem Handelskrieg lösen muss.

Darüber kann man verschiedener Meinung sein.

Aber das ist mir entschieden zu trollig.

Zu behaupten, die aktivierten Sanktionen von Trump, die Firmen bestrafen, die mit Iran Handel treiben nichts mit den Problemen zu tun haben, ist kindisch. Vorher klappte das ja komischerweise. Und wie die Europäer, Chinesen, Russen, Inder, Südkoreaner, Japaner uvm. jetzt Verrenkungen machen oder wie im Falle Indiens auf einen anderen US-Präsidenten hoffen spricht für sich selbst. Ursache der Probleme sind die Trump-Sanktionen. Das stellt wirklich keiner in Frage. Lese ich jetzt tatsächlich das erste mal, das die Sanktionen damit nichts zu tun hätten. Bizarr.

Und das das zivile iranische Atomprogramm von der IAEO im Ablauf stets bestätigt, doch militärisch sein soll ist krudes Fabulieren. Die IAEO hat bestätigt, das das zivile Programm auf Kurs ist. Wenn der Iran jetzt völlig im Rahmen des NPT davon Abstand nimmt haben wir Trump und Konsorten zu verdanken. Der fand es ja nicht Erhaltungswert. Dann nicht.

Schönen Tag. :)
Zuletzt geändert von King Kong 2006 am Di 16. Jul 2019, 14:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Di 16. Jul 2019, 13:56

Unter Bush lief das schon einmal ähnlich.

Damals schickte Bush und Co. die sogenannten EU3 vor. Dann wurde jahrelang verhandelt mit dem Iran. Das war kompliziert, denn die EU3 waren nicht wirklich authorisiert ohne Absprache mit den USA dem Iran irgendetwas zu versprechen. Teheran forderte damals dann irgendwann man wolle mit "dem Boss" direkt verhandeln. Auf dem kurzen Dienstweg. Das klappte dann auch und erst dann kam etwas dabei heraus. Das viel gerühmte Atomabkommen. Die EU3 sollte man nicht gänzlich als Laufburschen bezeichnen, denn ohne die Vorarbeit dieser wäre die Annäherung der USA und Irans nicht geschehen.

Dabei flankiert waren stets Kriegsdrohungen. Irgendwann als Bush nicht mehr glaubhaft machen konnte einen Krieg mit dem Iran zu beginnen sprang Israel zur Seite. Vorher waren es good cop EU3 und bad cop USA. Als die USA und Iran sich annäherten mußte die militärische Keule Israel übernehmen. Good cop USA und bad cop Israel hieß es dann. Israel hat sich da ganz nach method acting (oder der Maxime von General Dayan) so reingesteigert, daß sogar Bush Waffenlieferungen an Israel gestoppt hat. Weil man irgendwann nicht mehr wußte, ob Israel das ernst meint.

No Bunker-Buster Bomb in Israel’s Weapons Deal With U.S.

but Israeli officials said it still left them without the weapons they would need if they decided to attack Iran’s deepest and best-protected nuclear sites.

https://www.nytimes.com/2013/04/23/worl ... -iran.html


Desweiteren war der Libanonkrieg 2006 auch als Testlauf für einen Krieg mit dem Iran. Das verlief suboptimal. Als Olmert dann auch noch sagte, "ich muß mal die Wahrheit sagen..." ließ Israel das dann bleiben. Schließlich kamen die USA und Iran überein. Ein Jahrhundertabkommen, wie es hieß.

Jetzt dank Trump im Eimer. Auch hier wieder dasselbe. Macron voran will für die EU retten was zu retten ist. Trump der bad cop, nachdem Trump offenbar nicht in der Lage und Willens ist einen Krieg mit dem Iran zu beginnen und diesmal selbst engste Verbündete wie GB abwinken kommt, muß der neu/alte bad cop kommen. Es gibt immer noch einen der austeilen kann!

NETANYAHU: IDF THE ONLY ARMY READY TO FIGHT IRAN

Netanyahu's comments come as Iran says it is open for talks with the United States as long as it lifts its punishing sanctions on the country.

https://www.jpost.com/Middle-East/Netan ... ran-595649


Dann mal zu. Ich glaube allerdings, das wie damals unter Bush die USA nicht begeistert sind, das da etwas ins Rollen kommt, was dann unkontrollierbar alles (US-Interessen) wegkegelt.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Di 16. Jul 2019, 19:18

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Jul 2019, 13:31)

@Cobra

Man kann der legitimen Meinung sein, das einem die Politik Irans missfällt.

Man kann der legitimen Meinung sein, das man das militärisch oder mit Sanktionen, einem Handelskrieg lösen muss.

Darüber kann man verschiedener Meinung sein.

Aber das ist mir entschieden zu trollig.

Zu behaupten, die aktivierten Sanktionen von Trump, die Firmen bestrafen, die mit Iran Handel treiben nichts mit den Problemen zu tun haben, ist kindisch. Vorher klappte das ja komischerweise. Und wie die Europäer, Chinesen, Russen, Inder, Südkoreaner, Japaner uvm. jetzt Verrenkungen machen oder wie im Falle Indiens auf einen anderen US-Präsidenten hoffen spricht für sich selbst. Ursache der Probleme sind die Trump-Sanktionen. Das stellt wirklich keiner in Frage. Lese ich jetzt tatsächlich das erste mal, das die Sanktionen damit nichts zu tun hätten. Bizarr.

Und das das zivile iranische Atomprogramm von der IAEO im Ablauf stets bestätigt, doch militärisch sein soll ist krudes Fabulieren. Die IAEO hat bestätigt, das das zivile Programm auf Kurs ist. Wenn der Iran jetzt völlig im Rahmen des NPT davon Abstand nimmt haben wir Trump und Konsorten zu verdanken. Der fand es ja nicht Erhaltungswert. Dann nicht.

Schönen Tag. :)



Soll ich dein Zitat nochmal wiederholen inklusive Ursprung ?

Die Aussage wurde nicht getätigt in der Form. Das weiter tu behaupten kannst Du machen, aber Ich werde dann mit Dir nicht mehr darüber reden. Die IAEA bestätigt lediglich das der Iran sich bisher an das Atomabkommen gehalten hat.

Was Du daraus generell ableiten willst ist deine Sache. Aber auf solchen Quatsch geh ich nicht mehr ein. Ist so sinnvoll wie mit gewissen Menschen über das Tageslicht zu streiten
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Iwan der Liebe » Di 16. Jul 2019, 23:24

Cobra9 hat geschrieben:(16 Jul 2019, 19:18)

Soll ich dein Zitat nochmal wiederholen inklusive Ursprung ?

Die Aussage wurde nicht getätigt in der Form. Das weiter tu behaupten kannst Du machen, aber Ich werde dann mit Dir nicht mehr darüber reden. Die IAEA bestätigt lediglich das der Iran sich bisher an das Atomabkommen gehalten hat.

Was Du daraus generell ableiten willst ist deine Sache. Aber auf solchen Quatsch geh ich nicht mehr ein. Ist so sinnvoll wie mit gewissen Menschen über das Tageslicht zu streiten



Hier die Fakten:
- Iran hielt sich an das Atomabkommen
- Trump gefiel das nicht, weil es ein Erfolg Obamas war
- Trump kündigte das Abkommen und setzt alles daran, dass im Iran radikale Kräfte an die Macht kommen, indem er eine Sanktion nach der anderen verhängt
- die USA erpressen auch ausländische Unternehmen, kein Handel mit Iran zu treiben

-> Ich schließe daraus, dass der US-Präsident nicht "nur" an einer neuerlichen Destabilisierung im Mittleren Osten und daran interessiert ist, dass Iran Atomwaffen baut, sondern er will auch seinen Vasallen -Verzeihung, "Verbündeten"- zeigen, wer der oberste Demokrator ist, indem er praktisch die ganze Welt erpresst. Es vergeht keine Woche, in der er nicht irgendeinem "Freund" mit neuen Strafzöllen oder Sanktionen droht.

Nebenbei, früher war man ein "Verschwörungstheoretiker" und "Antiamerikaner", wenn man behauptete, beim Angriffskrieg gegen Irak ginge es den USA um's Öl. Kannst Dich ja mal, nur so zum Spaß, kundig machen, in wessen Besitz sich heute die irakische Ölfelder befinden. :thumbup: Die Verschwörungstheoretiker und Antiamerikaner hatten also mal wieder recht, oder meinst Du, die US-Ölkonzerne seien rein zufällig in den Besitz gekommen, und weil das irakische Volk das unbedingt wollte?? :?:
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 16. Jul 2019, 23:27

Iwan der Liebe hat geschrieben:(16 Jul 2019, 23:24)

Hier die Fakten:
- Iran hielt sich an das Atomabkommen
- Trump gefiel das nicht, weil es ein Erfolg Obamas war
- Trump kündigte das Abkommen und setzt alles daran, dass im Iran radikale Kräfte an die Macht kommen, indem er eine Sanktion nach der anderen verhängt
- die USA erpressen auch ausländische Unternehmen, kein Handel mit Iran zu treiben

-> Ich schließe daraus, dass der US-Präsident nicht "nur" an einer neuerlichen Destabilisierung im Mittleren Osten und daran interessiert ist, dass Iran Atomwaffen baut, sondern er will auch seinen Vasallen -Verzeihung, "Verbündeten"- zeigen, wer der oberste Demokrator ist, indem er praktisch die ganze Welt erpresst. Es vergeht keine Woche, in der er nicht irgendeinem "Freund" mit neuen Strafzöllen oder Sanktionen droht.

Nebenbei, früher war man ein "Verschwörungstheoretiker" und "Antiamerikaner", wenn man behauptete, beim Angriffskrieg gegen Irak ginge es den USA um's Öl. Kannst Dich ja mal, nur so zum Spaß, kundig machen, in wessen Besitz sich heute die irakische Ölfelder befinden. :thumbup: Die Verschwörungstheoretiker und Antiamerikaner hatten also mal wieder recht, oder meinst Du, die US-Ölkonzerne seien rein zufällig in den Besitz gekommen, und weil das irakische Volk das unbedingt wollte?? :?:

Das spielt den iranischen Einfluss und dessen kriegerisches Treiben im Nahen Osten herunter.

Der Verhandlungsdruck mag ja groß sein, aber das muss er auch, wenn etwas erreicht werden soll.
Terrorismus und Atombomben sind keine Lösung.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Iwan der Liebe » Mi 17. Jul 2019, 00:16

DarkLightbringer hat geschrieben:(16 Jul 2019, 23:27)

...

Terrorismus und Atombomben sind keine Lösung.



Wenn Du das dem US-Präsidenten sagst, er es versteht und entsprechend handelt, dann hast DU UND DER WEISSHÄUSSLER DEN FRIEDENSNOBELPREIS VERDIENT! :thumbup:
Kannst ihm das ja mal zwitschern, einen Versuch wäre es wert!
Die Welt braucht keine Massenvernichtungswaffen, in dem Punkt sind wir uns wohl mal einig.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 17. Jul 2019, 00:20

Iwan der Liebe hat geschrieben:(17 Jul 2019, 00:16)

Wenn Du das dem US-Präsidenten sagst, er es versteht und entsprechend handelt, dann hast DU UND DER WEISSHÄUSSLER DEN FRIEDENSNOBELPREIS VERDIENT! :thumbup:
Kannst ihm das ja mal zwitschern, einen Versuch wäre es wert!
Die Welt braucht keine Massenvernichtungswaffen, in dem Punkt sind wir uns wohl mal einig.

Wer will denn im Nahen Osten Terrorismus und Atombomben, wenn nicht die Mullahs?
Teile der iranischen Bevölkerung sehen das übrigens durchaus kritisch.

Letzteres könnte man dem Obersten Führer Chamenei mal zwitschern.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Iwan der Liebe » Mi 17. Jul 2019, 00:32

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Jul 2019, 00:20)

Wer will denn im Nahen Osten Terrorismus und Atombomben, wenn nicht die Mullahs?
Teile der iranischen Bevölkerung sehen das übrigens durchaus kritisch.

Letzteres könnte man dem Obersten Führer Chamenei mal zwitschern.



Wenn Iran Atomwaffen wollte, wäre das Land niemals auf den Vertrag eingegangen, oder? Der Lohn für die Verhandlungsbereitschaft sind allerdings Erpressung und Sanktionen, da gibt es wohl jemanden, der an einer friedlichen und einvernehmlichen Lösung weniger interessiert ist und stattdessen mal wieder einen Regime Change anstrebt. :(

Es gibt einige Länder, die im Nahen Osten Terrorismus unterstützen. Das ist kein Geheimnis. Einige davon sind unsere "besten Freunde". Außerdem hat das Eine mit dem Anderen herzlich wenig zu tun. Wenn ich ein Auto kaufe und feststelle, dass der Händler seine Frau schlägt, kann ich auch nicht aus diesem Grunde vom Vertrag zurücktreten, oder?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 17. Jul 2019, 01:18

Iwan der Liebe hat geschrieben:(17 Jul 2019, 00:32)

Wenn Iran Atomwaffen wollte, wäre das Land niemals auf den Vertrag eingegangen, oder? Der Lohn für die Verhandlungsbereitschaft sind allerdings Erpressung und Sanktionen, da gibt es wohl jemanden, der an einer friedlichen und einvernehmlichen Lösung weniger interessiert ist und stattdessen mal wieder einen Regime Change anstrebt. :(

Da gibt es auch kritischere Einschätzungen - mit dem Deal haben sich die Mullahs die nötige Zeit erkauft, um den schwierigeren Teil der Atombewaffnung zu bewerkstelligen.
Der Vertrag sah und sieht ohnehin eine Sunset Option vor und in der Zwischenzeit betreibt man auf andere Art Expansion.

Es gibt einige Länder, die im Nahen Osten Terrorismus unterstützen. Das ist kein Geheimnis. Einige davon sind unsere "besten Freunde". Außerdem hat das Eine mit dem Anderen herzlich wenig zu tun. Wenn ich ein Auto kaufe und feststelle, dass der Händler seine Frau schlägt, kann ich auch nicht aus diesem Grunde vom Vertrag zurücktreten, oder?

Die Hisbollah ist kein großes Geheimnis, in der Tat. Der Oberste Führer weiß mit Sicherheit Bescheid.

Einen Vertrag kann man kündigen. Insbesondere dann, wenn die Willenserklärung nicht mehr übereinstimmend ist. Vergleiche Vertragsrecht.
Zur Vertragsfreiheit gehört auch, einen Willen ändern zu können. Ansonsten wäre es ja ein Sklavenvertrag.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Iwan der Liebe » Mi 17. Jul 2019, 01:27

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Jul 2019, 01:18)

Da gibt es auch kritischere Einschätzungen - mit dem Deal haben sich die Mullahs die nötige Zeit erkauft, um den schwierigeren Teil der Atombewaffnung zu bewerkstelligen.
Der Vertrag sah und sieht ohnehin eine Sunset Option vor und in der Zwischenzeit betreibt man auf andere Art Expansion.


Die Hisbollah ist kein großes Geheimnis, in der Tat. Der Oberste Führer weiß mit Sicherheit Bescheid.

Einen Vertrag kann man kündigen. Insbesondere dann, wenn die Willenserklärung nicht mehr übereinstimmend ist. Vergleiche Vertragsrecht.
Zur Vertragsfreiheit gehört auch, einen Willen ändern zu können. Ansonsten wäre es ja ein Sklavenvertrag.



Nochmal, die USA sind aus dem Vertrag ausgestiegen und haben damit eindrucksvoll bewiesen, nicht daran interessiert zu sein.

Auf der anderen Seite wollen sie Iran erpressen, sich trotzdem an den Vertrag zu halten. Als Gegenleistung wird überhaupt nichts geboten, es gibt nur Drohungen, denen sich kein Land der Welt beugen kann. Das ist von Seiten der USA wieder einmal ein Lehrbeispiel für imperialistisches Verhalten. Sie sind die Weltmacht, die es sich leisten kann, alle anderen zu tyrannisieren.

Allerdings vermute ich, dass sich Trump da gewaltig verrechnet hat, er hat schon jetzt den USA massiv geschadet, das Ansehen ist im Keller. Aber das ist ihm scheißegal, dem geht es doch nur um sein Ego und seine Wiederwahl. Säbelrasseln ist bei Bestachslern sehr beliebt. :thumbup:

Ich hätte auch nicht gedacht, dass man ein Land, in dem ein einzelner Machthaber je nach Tageslaune Sanktionen und Zölle verhängen kann, "Demokratie" nennt. Aber der Begriff ist wohl äußerst dehnbar.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 17. Jul 2019, 01:44

Iwan der Liebe hat geschrieben:(17 Jul 2019, 01:27)

Nochmal, die USA sind aus dem Vertrag ausgestiegen und haben damit eindrucksvoll bewiesen, nicht daran interessiert zu sein.

Verträge, die gekündigt werden, drücken die Willensveränderung des Partners aus. Das ist legitim.
Man ist nicht daran geknebelt, auf ewige Zeiten das für gut zu halten, was irgendwann mal jemand für gut befand.
Beispiel Handy-Vertrag. Wenn man nach 2 Jahren den Anbieter wechseln möchte, warum auch immer, dann ist das doch legitim. Da kommt dann auch kein Oberster Führer und sagt, nein, nein, das geht so nicht, du hast meinem Willen auf ewig zu dienen.

Auf der anderen Seite wollen sie Iran erpressen, sich trotzdem an den Vertrag zu halten. Als Gegenleistung wird überhaupt nichts geboten, es gibt nur Drohungen, denen sich kein Land der Welt beugen kann. Das ist von Seiten der USA wieder einmal ein Lehrbeispiel für imperialistisches Verhalten. Sie sind die Weltmacht, die es sich leisten kann, alle anderen zu tyrannisieren.
Die Willensbildung diverser Länder sagt aus, dass Terrorismus und Atombomben nicht gut wären.

Und natürlich gibt es ein attraktives Angebot, wenn der Iran zu einem friedlichen Miteinander in der Region bereit wäre. Ein blühender Handel zugunsten der iranischen Bevölkerung wäre doch attraktiv. Den Terroristen kann man indes kein günstiges Angebot unterbreiten, das ist halt so.

Allerdings vermute ich, dass sich Trump da gewaltig verrechnet hat, er hat schon jetzt den USA massiv geschadet, das Ansehen ist im Keller. Aber das ist ihm scheißegal, dem geht es doch nur um sein Ego und seine Wiederwahl. Säbelrasseln ist bei Bestachslern sehr beliebt. :thumbup:
Ich hätte auch nicht gedacht, dass man ein Land, in dem ein einzelner Machthaber je nach Tageslaune Sanktionen und Zölle verhängen kann, "Demokratie" nennt. Aber der Begriff ist wohl äußerst dehnbar.
Du kannst ja auf einen "Regime Change" setzen, steht dir frei.
Mir persönlich wäre indes wichtiger, im Nahen Osten führten Bausteine zum Jahrhundertfrieden. Einer dieser Bausteine ist die Eindämmung des Terrorismus. Wer das dann im einzelnen befürwortet, ist mir egal - meinetwegen der belgische Premier. Hauptsache, es kommt voran.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Mi 17. Jul 2019, 09:43

Iwan der Liebe hat geschrieben:(16 Jul 2019, 23:24)

Hier die Fakten:
- Iran hielt sich an das Atomabkommen
- Trump gefiel das nicht, weil es ein Erfolg Obamas war
- Trump kündigte das Abkommen und setzt alles daran, dass im Iran radikale Kräfte an die Macht kommen, indem er eine Sanktion nach der anderen verhängt
- die USA erpressen auch ausländische Unternehmen, kein Handel mit Iran zu treiben

-> Ich schließe daraus, dass der US-Präsident nicht "nur" an einer neuerlichen Destabilisierung im Mittleren Osten und daran interessiert ist, dass Iran Atomwaffen baut, sondern er will auch seinen Vasallen -Verzeihung, "Verbündeten"- zeigen, wer der oberste Demokrator ist, indem er praktisch die ganze Welt erpresst. Es vergeht keine Woche, in der er nicht irgendeinem "Freund" mit neuen Strafzöllen oder Sanktionen droht.

Nebenbei, früher war man ein "Verschwörungstheoretiker" und "Antiamerikaner", wenn man behauptete, beim Angriffskrieg gegen Irak ginge es den USA um's Öl. Kannst Dich ja mal, nur so zum Spaß, kundig machen, in wessen Besitz sich heute die irakische Ölfelder befinden. :thumbup: Die Verschwörungstheoretiker und Antiamerikaner hatten also mal wieder recht, oder meinst Du, die US-Ölkonzerne seien rein zufällig in den Besitz gekommen, und weil das irakische Volk das unbedingt wollte?? :?:


In meiner Antwort an den User ging es um eine Aussage der IAEA und ob die Aussage so gemacht wurde. Da gibt's unterschiedliche Standpunkte.

Was hat das jetzt mit deinem Beitrag zu tun :rolleyes:
Die Punkte haben wir größtenteils nicht besprochen.

Übrigens erzähl keine Märchen trotzdem. Im Irak haben nicht die Usa die Nase vorn beim Öl. China, Asien, Europa usw. haben sich die Förderrechte mehrheitlich gesichert.

Bevor Du andere bittest sich zu informieren sollte man selbst die Lage kennen. Ich liefer gerne die Grundlage


Bisher profitieren vor allem Asiaten im Irak: Die erste Lizenz der Post-Saddam-Ära ging an die staatliche chinesische CNPC (China National Petroleum Corporation), die malaysische Gesellschaft Petronas führt mit drei Lizenzen die Liste der ausländischen Firmen im irakischen Ölgeschäft an. Auch koreanische Firmen sind mit von der Partie. British Petroleum gewann zusammen mit CNPC die Rechte zur Entwicklung eines der gigantischsten Felder – Rumaila. Lediglich zwei amerikanische Firmen sind bisher involviert: Exxon Mobil hat den Zuschlag für ein Projekt bekommen, Occidental ist innerhalb eines Konsortiums an der Entwicklung eines anderen Feldes beteiligt.


https://www.welt.de/politik/ausland/art ... k-Oel.html

https://www.zeit.de/2010/12/Irak-China-USA
https://m.focus.de/finanzen/news/griff- ... 04255.html

Die Behauptung das die Usa sich irakisches Öl gekrallt hätten ist also falsch. Zum Rest kannst Du gerne gesondert was tippen
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Audi » Mi 17. Jul 2019, 09:51

Cobra9 hat geschrieben:(17 Jul 2019, 09:43)

In meiner Antwort an den User ging es um eine Aussage der IAEA und ob die Aussage so gemacht wurde. Da gibt's unterschiedliche Standpunkte.

Was hat das jetzt mit deinem Beitrag zu tun :rolleyes:
Die Punkte haben wir größtenteils nicht besprochen.

Übrigens erzähl keine Märchen trotzdem. Im Irak haben nicht die Usa die Nase vorn beim Öl. China, Asien, Europa usw. haben sich die Förderrechte mehrheitlich gesichert.

Bevor Du andere bittest sich zu informieren sollte man selbst die Lage kennen. Ich liefer gerne die Grundlage


Bisher profitieren vor allem Asiaten im Irak: Die erste Lizenz der Post-Saddam-Ära ging an die staatliche chinesische CNPC (China National Petroleum Corporation), die malaysische Gesellschaft Petronas führt mit drei Lizenzen die Liste der ausländischen Firmen im irakischen Ölgeschäft an. Auch koreanische Firmen sind mit von der Partie. British Petroleum gewann zusammen mit CNPC die Rechte zur Entwicklung eines der gigantischsten Felder – Rumaila. Lediglich zwei amerikanische Firmen sind bisher involviert: Exxon Mobil hat den Zuschlag für ein Projekt bekommen, Occidental ist innerhalb eines Konsortiums an der Entwicklung eines anderen Feldes beteiligt.


https://www.welt.de/politik/ausland/art ... k-Oel.html

https://www.zeit.de/2010/12/Irak-China-USA
https://m.focus.de/finanzen/news/griff- ... 04255.html

Die Behauptung das die Usa sich irakisches Öl gekrallt hätten ist also falsch. Zum Rest kannst Du gerne gesondert was tippen

Für mich bleibt der sinnlose Angriff gegen den Irak ein Rätsel. USA hätte damals ordentlich eine auf die Finger bekommen sollen.

Zum Thema Iran glaube ich nicht, dass er Atomwaffen bauen will. Die EU steht immer noch zu dem Abkommen wie man gestern auf B5 hören konnte. Ich kann die bedenken der Israelis verstehen nur muss man Verhandeln.

Saudi und co ziehen ihre Proxys ab und Iran macht das selbe.
Syrien geht komplett an die Regierung. Ich denke damit sollte jeder einverstanden sein. So lange die Saudis und Iran die Finger drin haben werden alle Seiten dagegen halten wollen. Wo soll das enden? Idlib wird früher oder später fallen, es werden viele Menschen sinnlos sterben. Ich verstehe nicht wieso man da kein Abkommen schließen kann wenn alle intessen gewahrt werden
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Cobra9
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Mi 17. Jul 2019, 10:11

Audi hat geschrieben:(17 Jul 2019, 09:51)

Für mich bleibt der sinnlose Angriff gegen den Irak ein Rätsel. USA hätte damals ordentlich eine auf die Finger bekommen sollen.

Zum Thema Iran glaube ich nicht, dass er Atomwaffen bauen will. Die EU steht immer noch zu dem Abkommen wie man gestern auf B5 hören konnte. Ich kann die bedenken der Israelis verstehen nur muss man Verhandeln.

Saudi und co ziehen ihre Proxys ab und Iran macht das selbe.
Syrien geht komplett an die Regierung. Ich denke damit sollte jeder einverstanden sein. So lange die Saudis und Iran die Finger drin haben werden alle Seiten dagegen halten wollen. Wo soll das enden? Idlib wird früher oder später fallen, es werden viele Menschen sinnlos sterben. Ich verstehe nicht wieso man da kein Abkommen schließen kann wenn alle intessen gewahrt werden



Der Irak war für Mich ein Sündenbock oder ein Feind den man schnell besiegen konnte ohne größere Verluste. Einen Sieg benötigten die Usa damals dringend aus moralischen Gründen. Ich glaube nicht das Bush damit gerechnet hat das es so ein Debakel wird.

Der Sieg war ja easy. Aber die Besetzung des Irak plus Aufbau war ein Debakel ohne Sinn. Wer hätte den bitte den Usa kräftig eine auf die Finger geben sollen ?

Ist das gleiche wie heute. China eventuell, Russland in Teilen. Aber auch nicht wirklich solange es nicht unbedingt die Interessen tangiert. Seien wir ehrlich. Wenn hat der Irak interessiert ?

Niemand. Beim Iran ist das etwas anderes. Aber in den Krieg ziehen für den Iran würde niemad. Ich seh das anders was die Atomwaffen angeht. Dafür gibt's nicht wenige Indizien und Indikatoren. Aber wir müssen da ba nicht unbedingt einer Meinung sein.

Die Kündigung des Abkommen kann ich mittragen da die Argumente für Mich stimmen. Das die Usa alle Forderungen durchsetzen können glaube ich nicht.

Aber den Verzicht auf Atomwaffen dauerhaft und den Stop der Terroristen wird der Iran zusammen müssen. Denke ich. Was tatsächlich fehlt ist das der Punkt das wenn der Iran keine Terroristen usw. mehr fördert auch Saudi-Arabien bzw. andere Staaten ihre Unterstützung zurückfahren. Und der Verzicht von Saudi-Arabien was Atomwaffen angeht. Oder anderen Staaten am Golf.

Weil vom Iran das verlangen und andere Staaten dürfen das wäre unfair.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 17. Jul 2019, 19:15

Aus alt mach neu? Exit-Strategie möglich?

Bei NAFTA war es ähnlich.

But, ironically, the intensifying debate over the renegotiated NAFTA that President Trump is seeking to rebrand as the United States-Mexico-Canada Agreement (USMCA) suggests that the president’s trade policy is not so different from those of his predecessors.

https://www.washingtonpost.com/opinions ... d3a8bea781


Warum nicht beim Iran?

Trump’s better deal with Iran looks a lot like Obama’s

Trump has repeatedly urged Iran to negotiate, saying that Tehran’s nuclear ambitions are his chief concern, talking points that experts say echo the 2015 deal.


In recent weeks, however, the president has indicated that the Barack Obama-era deal might not be so bad after all.


His aides and allies, meanwhile, have recently suggested that Iran and other countries should follow the guidelines of a deal they themselves have shunned as worthless.

At times, analysts and former officials say, it sounds like Trump wants to strike a deal that essentially mirrors the agreement that his White House predecessor inked — even if he’d never be willing to admit it. Iranian officials seem willing to egg him on, saying they’ll talk so long as Trump lifts the sanctions he’s imposed on them and returns to the 2015 Iran deal. And as European ministers warn that the existing deal is nearly extinct, Trump may feel like he is backed into a corner and running out of options.


Wenn der Iran mitspielt, kann man dem einen neuen Namen oder Zusatz geben. Dasselbe in Grün. Wäre nicht das erste Mal. Trump, der Schwadroneur kann das sicher locker verkaufen. Das wäre allerdings ein weiterer Tiefpunkt bei diesem Präsidenten. Da hätte man sich eine Menge sparen können...

“Trump got rid of the Iran nuclear deal because it was Barack Obama’s agreement,” said Jarrett Blanc, a former State Department official who helped oversee the 2015 deal’s implementation. “If you were to present to Trump the same deal and call it Trump’s deal, he’d be thrilled.”
:?

Europeans “know that the original sin causing the current escalation in the Gulf is the U.S. violation of the Iran nuclear deal,” said Nathalie Tocci, an adviser to European Union foreign policy chief Federica Mogherini. “At the same time, they are terribly concerned about the escalation and the threat it poses to the Middle East and to Europe itself.”


Teheran bezeichnet die Fraktion in Washington, die für das Abkommen und Dialog stehen als A-Team. Bolton und Co. als B-Team.

And Iranian Foreign Minister Javad Zarif even uses Twitter to taunt the Trump team over these disagreements, lambasting the president’s top aides as the “B-Team.”

“As it becomes increasingly clear that there won’t be a better deal, they’re bizarrely urging Iran’s full compliance," Zarif tweeted on July 8. "There’s a way out, but not with #B_Team in charge.”

The way out Zarif mentions? Presumably a U.S. return to the 2015 nuclear deal.

https://www.politico.com/story/2019/07/ ... ma-1417801


Gibts die Mogelpackung? Für beide Seiten riskant, denn beide Seiten wollen das Gesicht wahren. Für Trump muß das neu sein, es mu0 sein Deal sein. Für den Iran darf es nicht so aussehen, als hätte Trump den Iran zum Verhandeln mit ihm gezwungen. Wenn das gewährleistet ist, gibt dasselbe in anderen Kleidern?
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten

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