Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

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relativ
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon relativ » Fr 12. Jul 2019, 10:34

Quatschki hat geschrieben:(12 Jul 2019, 09:44)

In der DDR war es ja genauso.
Mit fortschreitendem Realitätsverlust steigerte sich die Arroganz und Paranoia der Macht, während Andersdenke mit immer absurderen Begründungen überwacht und verfolgt wurden.

Niemand wird verfolgt, sondern nur überwacht und die Begründung dafür kann wohl jeder Demokrat gut nachvollziehen. Evtl. solltest du dein DDR Komplex mal ablegen, dann erkennst du evtl. die Realitäten auch besser.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 12. Jul 2019, 10:36

Quatschki hat geschrieben:(12 Jul 2019, 09:44)

In der DDR war es ja genauso.
Mit fortschreitendem Realitätsverlust steigerte sich die Arroganz und Paranoia der Macht, während Andersdenke mit immer absurderen Begründungen überwacht und verfolgt wurden.

Die Realität der Reichsbürger ist bekanntlich etwas speziell.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Haegar » Fr 12. Jul 2019, 10:58

Julian hat geschrieben:(12 Jul 2019, 09:04)

Für mich eher ein weiterer Hinweis, dass es mit diesem Staat abwärts geht. Er entwickelt sich zu einem Gesinnungs- und Schnüffelstaat, in dem gewisse Dinge nicht mehr ausgesprochen werden dürfen, etwa die Probleme durch Masseneinwanderung.

Es reicht nicht, auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu stehen, nein, man muss die Ideologie der herrschenden Parteien teilen. Sonst macht man sich verdächtig.

Die meisten Deutschen sind wohl noch immer so obrigkeitshörig, dass sie dies akzeptieren, ohne es zu hinterfragen. Sie hoffen, dass die Schnüffelei und Diskriminierung andere trifft und der Kelch an ihnen vorüberzieht.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt meine persönliche Meinung wieder.


Für mich ist das ein Hinweis, dass es dieser Staat endlich, nach den NSU-Terrormorden, geschafft hat zu erkennen, dass Gefahr für ein friedliches Zusammenleben der Menschen hier, nicht nur von den Linksextremisten und Islamisten ausgeht, sondern besonders auch von den Rechtsextremisten.
Dabei hat man sich nun den "ideologischen Bodensatz" mal vorgenommen, der sich bisher immer, wenn es zu Morden und Anschläge kam, distanziert hat (Einzeltäter), um im gleichen Satz mit einem "selber schuld" weiter zu hetzen und unter dem Schutz der Meinungsfreiheit weiter zu hetzen.
Was hier als "Probleme durch Masseneinwanderung" angesprochen wird, hat meiner Meinung nach in der Aussage des euphemischen Wortes "Ethnopluralismus" nur die verfassungsfeindliche "Endlösung" vorgegeben und keine Diskussion der tatsächlichen Probleme im Auge. Das ist für mich keine Basis die noch auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht und von der Meinungsfreiheit gedeckt.
Solche Gedanken abzulehnen ist daher selbstverständlich die Ideologie aller nichtverfassungsfeindlichen und teilweise herrschenden Parteien. Wo im weiteren Verlauf sich vor allem eine Partei aufstellt, die sich in der ideologischen Nähe dieser "Nazi-Hipster" befindet, wird sich zeigen und spielt hier in dieser Diskussion keine weitere Rolle.
Nachdem Du die Frage gestellt hast in diesem Thread, hast Du zumindest die Antwort der Schützer unserer Verfassung erhalten. Das bei Dir diese Antwort zu den obigen Sätzen führt finde ich mehr als befremdlich, da Du offenbar vergessen hast, dass die Demokratie in Deutschland bereits einmal von einer rechten Partei im Rahmen der Meinungsfreiheit missbraucht wurde und ich finde diese "Nazi-Hipster" befinden sich in unmittelbarer Nähe zu diesen, nur diesmal unter dem Label "europäisch" statt "arisch".
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon zollagent » Fr 12. Jul 2019, 14:37

watisdatdenn? hat geschrieben:(12 Jul 2019, 02:58)

Korrekt. So lautete die Anklage, bei der die IB dann in allen Anklagepunkten freigesprochen wurde.

Witzigerweise bestätigt ja auch der Chef des Verfassungsschutzes selbst, dass die IB friedlich und gewaltfrei ist.
Seiner Meinung nach ist die "geistige Brandstiftung" das verfassungswidrige..
Wahrscheinlich weil sich die IB klar gegen den großen Austausch (dessen Existenz ein statistischer Fakt ist) stellt.
Offiziell aber mit der seltsamen Begründung dass die Forderung dass ausländische Staatsbürger nicht die selben demokratischen Rechte haben angeblich verfassungsfeindlich wären.
Dabei ist auch das einfach nur die aktuelle Gesetzeslage. Ja! Ausländische Bürger dürfen in Deutschland nicht wählen. Was daran aber verfassungswidrig ist, muss mir der Herr Haldewang erklären..

Es ist absurd..

In der Tat, dieses Mimimimi wegen der Feststellung der Verfassungsfeindlichkeit der identitären Brunnenvergifter ist in der Tat absurd. Und der Rückgriff auf Verschwörungstheorien, bei denen auch immer auf angebliche Beweise abgestellt wird, die seltsamerweise nie kommen, zeigt schon, daß hier weniger politisches als vielmehr geistiger Wirrwarr im Spiel ist.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Fr 12. Jul 2019, 16:07

Haegar hat geschrieben:(12 Jul 2019, 10:58)

Für mich ist das ein Hinweis, dass es dieser Staat endlich, nach den NSU-Terrormorden, geschafft hat zu erkennen, dass Gefahr für ein friedliches Zusammenleben der Menschen hier, nicht nur von den Linksextremisten und Islamisten ausgeht, sondern besonders auch von den Rechtsextremisten.
Dabei hat man sich nun den "ideologischen Bodensatz" mal vorgenommen, der sich bisher immer, wenn es zu Morden und Anschläge kam, distanziert hat (Einzeltäter), um im gleichen Satz mit einem "selber schuld" weiter zu hetzen und unter dem Schutz der Meinungsfreiheit weiter zu hetzen.
Was hier als "Probleme durch Masseneinwanderung" angesprochen wird, hat meiner Meinung nach in der Aussage des euphemischen Wortes "Ethnopluralismus" nur die verfassungsfeindliche "Endlösung" vorgegeben und keine Diskussion der tatsächlichen Probleme im Auge. Das ist für mich keine Basis die noch auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht und von der Meinungsfreiheit gedeckt.
Solche Gedanken abzulehnen ist daher selbstverständlich die Ideologie aller nichtverfassungsfeindlichen und teilweise herrschenden Parteien. Wo im weiteren Verlauf sich vor allem eine Partei aufstellt, die sich in der ideologischen Nähe dieser "Nazi-Hipster" befindet, wird sich zeigen und spielt hier in dieser Diskussion keine weitere Rolle.
Nachdem Du die Frage gestellt hast in diesem Thread, hast Du zumindest die Antwort der Schützer unserer Verfassung erhalten. Das bei Dir diese Antwort zu den obigen Sätzen führt finde ich mehr als befremdlich, da Du offenbar vergessen hast, dass die Demokratie in Deutschland bereits einmal von einer rechten Partei im Rahmen der Meinungsfreiheit missbraucht wurde und ich finde diese "Nazi-Hipster" befinden sich in unmittelbarer Nähe zu diesen, nur diesmal unter dem Label "europäisch" statt "arisch".


Wissen Sie, ich gehe eben nach Fakten. Und da schaut's sehr dünn aus, was die Verfassungsschützer zu bieten haben. Die Identitären lehnen nun einmal Gewalt ab und bekennen sich zum demokratischen Rechtsstaat. Mit den NSU-Morden und anderen Gewalttaten haben sie nichts zu tun.

Ich habe eher den Eindruck, dass die Ideologie der herrschenden Parteien geschützt werden soll. Dazu werden Zusammenhänge insinuiert, für die es keine Faktenlage gibt. Aber: Es bleibt immer etwas hängen. Darum geht es wohl.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Fr 12. Jul 2019, 16:12

relativ hat geschrieben:(12 Jul 2019, 09:23)

Diese Meinung ist ja weit verbreitet unter den Rechten in Deutschland, die sich einen bürgerlichen Anstrich geben wollen. Leider, oder besser Gott sei Dank, verrät ihre Rhetorik und Verhalten was wirklich dahinter steckt.


Was steckt denn dahinter?

Reicht es nicht aus, wenn man sich zu Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat bekennt und Gewalt ablehnt? Muss man die Auffassung von Grünen oder CDU zu Einwanderung und kultureller Identität teilen, um nicht der Überwachung und Schnüffelei ausgeliefert zu sein?

Ich verstehe nicht, wie dieses Land immer weiter in Überwachungs-, Obrigkeits- und Gesinnungsstaat abrutscht. Mit Freiheit und liberalem Denken hat das alles nichts mehr zu tun.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Schnitter » Fr 12. Jul 2019, 16:14

Julian hat geschrieben:(12 Jul 2019, 16:07)
.... bekennen sich zum demokratischen Rechtsstaat. .....


Das ist sicher der Grund warum sich die halbe Führungsriege aus den Jung-Nationalen der NPD und der Rest aus rechtsextremen Burschenschaften rekrutiert.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 12. Jul 2019, 18:27

Julian hat geschrieben:(12 Jul 2019, 16:12)
Reicht es nicht aus, wenn man sich zu Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat bekennt und Gewalt ablehnt? Muss man die Auffassung von Grünen oder CDU zu Einwanderung und kultureller Identität teilen, um nicht der Überwachung und Schnüffelei ausgeliefert zu sein?

Ich verstehe nicht, wie dieses Land immer weiter in Überwachungs-, Obrigkeits- und Gesinnungsstaat abrutscht. Mit Freiheit und liberalem Denken hat das alles nichts mehr zu tun.

Ja.. Schwere Zeiten für "rechts"liberale Menschen :(

Hier ist übrigens das Statement und der Appell von Martin Sellner zu der Beobachtung durch den deutschen Verfassungsschutz:

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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon relativ » Sa 13. Jul 2019, 03:37

Julian hat geschrieben:(12 Jul 2019, 16:12)

Was steckt denn dahinter?

Reicht es nicht aus, wenn man sich zu Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat bekennt und Gewalt ablehnt? Muss man die Auffassung von Grünen oder CDU zu Einwanderung und kultureller Identität teilen, um nicht der Überwachung und Schnüffelei ausgeliefert zu sein?

Ich verstehe nicht, wie dieses Land immer weiter in Überwachungs-, Obrigkeits- und Gesinnungsstaat abrutscht. Mit Freiheit und liberalem Denken hat das alles nichts mehr zu tun.

Dieses falsche Feigenblatt bringt dir nix, wenn das was man hier lesen kann eine ganz andere Sprache spricht. Zum Überwachungsstaat wird es nur für die Recht/Links Knaller und islamistisches Gesocks und genau die sind es auch, die dem Staat diesbezüglich zum handeln zwingen.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Alexyessin » Sa 13. Jul 2019, 04:11

Julian hat geschrieben:(12 Jul 2019, 16:12)

Was steckt denn dahinter?

Reicht es nicht aus, wenn man sich zu Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat bekennt und Gewalt ablehnt? Muss man die Auffassung von Grünen oder CDU zu Einwanderung und kultureller Identität teilen, um nicht der Überwachung und Schnüffelei ausgeliefert zu sein?

Ich verstehe nicht, wie dieses Land immer weiter in Überwachungs-, Obrigkeits- und Gesinnungsstaat abrutscht. Mit Freiheit und liberalem Denken hat das alles nichts mehr zu tun.


Das Problem bei deiner Betrachtung ist, das du nicht erkennen magst, oder erkennen willst, das es hier nicht um kulturelle Identität geht sondern das unter dem Begriff der Ethnopluralität nunmal Rassismus steht. Und DAS, mein lieber Julian, ist halt nicht im Sinne des GG und der FDGO.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Sa 13. Jul 2019, 10:11

Alexyessin hat geschrieben:(13 Jul 2019, 04:11)

Das Problem bei deiner Betrachtung ist, das du nicht erkennen magst, oder erkennen willst, das es hier nicht um kulturelle Identität geht sondern das unter dem Begriff der Ethnopluralität nunmal Rassismus steht. Und DAS, mein lieber Julian, ist halt nicht im Sinne des GG und der FDGO.


Jetzt mal ernsthaft: Glauben Sie das wirklich?

Versetzen Sie sich doch einmal in die Leute hinein, die das Grundgesetz erschaffen haben. Die hatten meiner Meinung nach eine ethnopluralistische Vorstellung. Für sie war meiner Meinung nach klar, dass Deutschland das Land der Deutschen ist. So wie auch heute in Japan und Polen noch klar ist, dass Japan das Land der Japaner, und Polen das Land der Polen ist.

Es ist aus meiner Sicht vollkommen mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar, Masseneinwanderung abzulehnen. Sind Länder wie Polen und Japan für Sie keine freiheitlichen Demokratien?
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 13. Jul 2019, 10:30

Julian hat geschrieben:(13 Jul 2019, 10:11)
Versetzen Sie sich doch einmal in die Leute hinein, die das Grundgesetz erschaffen haben. Die hatten meiner Meinung nach eine ethnopluralistische Vorstellung. Für sie war meiner Meinung nach klar, dass Deutschland das Land der Deutschen ist. So wie auch heute in Japan und Polen noch klar ist, dass Japan das Land der Japaner, und Polen das Land der Polen ist.

So weit muss man gar nicht zurückgehen.
Hat nicht der Bundestag vor einigen Jahren beschlossen den ethnischen Austausch von Tibetern in Tibet zu kritisieren?

Das war eine absolut angebrachte Kritik!
Und diese Kritik ist nur aus einem ethnopluralistischen Weltbild heraus zu erklären.

Heute müsste der Bundestag (bis auf die AfD) konsequenterweise das verstärkte Multikulti in Tibet (z.B. Durch Han Chinesen) bejubeln.

Ethnie definiert sich übrigens nicht nur durch Biologie sondern auch durch Kultur.
Gerade wir als ethnische Bayern (biologisch kräftig durchgemischt) definieren unsere Ethnie doch vorwiegend über Kultur!

Bei Kurden z.B. Spielt die biologisch Komponente da eine deutlich stärkere Rolle (warum auch nicht? Solange man sich nicht über andere erhebt).
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 13. Jul 2019, 10:49

Sellner und Höcke sind nunmal Extremisten, die unsere demokratische Kultur verneinen und durch Appelle an niedere Instinkte zu ersetzen gedenken.
Das mag für anfällige Mitläufer interessant sein, für einen Großteil unseres Volkes ist es das nicht.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Julian » Sa 13. Jul 2019, 11:10

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Jul 2019, 10:49)

Sellner und Höcke sind nunmal Extremisten, die unsere demokratische Kultur verneinen und durch Appelle an niedere Instinkte zu ersetzen gedenken.
Das mag für anfällige Mitläufer interessant sein, für einen Großteil unseres Volkes ist es das nicht.


Tut mir leid, ich kann Ihnen nicht folgen. Mir sind keine Aussagen von Sellner oder Höcke bekannt, die in diese Richtung gehen. Ich gehe davon aus, dass sich beide zu Freiheit und Demokratie bekennen.

Ich bin mir aber sicher, dass Sie das, was Sie hier äußern, auch äußern dürfen, denn letztlich behaupten Sie ja genau das, was die Regierung und ihre nachgeordneten Behörden sagen. Und was die Regierung sagt, darf auch der einzelne Bürger sagen, selbst in Fällen, wo eine solche Aussage nicht unbedingt mit der Wahrheit übereinstimmen dürfte.

Kurz: Die Regierung hat die "Jagd" (übertragen gesprochen) eröffnet, nun dürfen sich mindere Geister daran beteiligen.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Schnitter » Sa 13. Jul 2019, 11:26

Haegar hat geschrieben:(12 Jul 2019, 10:58)

Für mich ist das ein Hinweis, dass es dieser Staat endlich, nach den NSU-Terrormorden, geschafft hat zu erkennen, dass Gefahr für ein friedliches Zusammenleben der Menschen hier, nicht nur von den Linksextremisten und Islamisten ausgeht, sondern besonders auch von den Rechtsextremisten.
Dabei hat man sich nun den "ideologischen Bodensatz" mal vorgenommen, der sich bisher immer, wenn es zu Morden und Anschläge kam, distanziert hat (Einzeltäter), um im gleichen Satz mit einem "selber schuld" weiter zu hetzen und unter dem Schutz der Meinungsfreiheit weiter zu hetzen.
Was hier als "Probleme durch Masseneinwanderung" angesprochen wird, hat meiner Meinung nach in der Aussage des euphemischen Wortes "Ethnopluralismus" nur die verfassungsfeindliche "Endlösung" vorgegeben und keine Diskussion der tatsächlichen Probleme im Auge. Das ist für mich keine Basis die noch auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht und von der Meinungsfreiheit gedeckt.
Solche Gedanken abzulehnen ist daher selbstverständlich die Ideologie aller nichtverfassungsfeindlichen und teilweise herrschenden Parteien. Wo im weiteren Verlauf sich vor allem eine Partei aufstellt, die sich in der ideologischen Nähe dieser "Nazi-Hipster" befindet, wird sich zeigen und spielt hier in dieser Diskussion keine weitere Rolle.
Nachdem Du die Frage gestellt hast in diesem Thread, hast Du zumindest die Antwort der Schützer unserer Verfassung erhalten. Das bei Dir diese Antwort zu den obigen Sätzen führt finde ich mehr als befremdlich, da Du offenbar vergessen hast, dass die Demokratie in Deutschland bereits einmal von einer rechten Partei im Rahmen der Meinungsfreiheit missbraucht wurde und ich finde diese "Nazi-Hipster" befinden sich in unmittelbarer Nähe zu diesen, nur diesmal unter dem Label "europäisch" statt "arisch".


Sehr guter Kommentar.

Inzwischen sind ja auch die Backgrounds der Bürschchen offengelegt.

Mehrheitlich NPD Nachwuchskader.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon JFK » Sa 13. Jul 2019, 11:53

Julian hat geschrieben:(13 Jul 2019, 11:10)

Tut mir leid, ich kann Ihnen nicht folgen. Mir sind keine Aussagen von Sellner oder Höcke bekannt, die in diese Richtung gehen. Ich gehe davon aus, dass sich beide zu Freiheit und Demokratie bekennen.


Ja ziemlich Naiv von dir.
Auch das mit der Gewaltfreiheit von diesen Neonazis, die reinste Lachnummer.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 13. Jul 2019, 12:15

Julian hat geschrieben:(13 Jul 2019, 11:10)

Tut mir leid, ich kann Ihnen nicht folgen. Mir sind keine Aussagen von Sellner oder Höcke bekannt, die in diese Richtung gehen. Ich gehe davon aus, dass sich beide zu Freiheit und Demokratie bekennen.

Ich bin mir aber sicher, dass Sie das, was Sie hier äußern, auch äußern dürfen, denn letztlich behaupten Sie ja genau das, was die Regierung und ihre nachgeordneten Behörden sagen. Und was die Regierung sagt, darf auch der einzelne Bürger sagen, selbst in Fällen, wo eine solche Aussage nicht unbedingt mit der Wahrheit übereinstimmen dürfte.

Kurz: Die Regierung hat die "Jagd" (übertragen gesprochen) eröffnet, nun dürfen sich mindere Geister daran beteiligen.

Natürlich weiß man nichts, die alte Masche. ;)
Eine ehemalige Pressesprecherin der AfD weiß dafür darüber zu berichten, dass Höcke die Reden von Goebbels studiert.
Höcke ist kein ganz so begnadeter Redner und der modernisierte Text geht zuweilen ins Alberne, aber man merkt schon ungefähr, worauf er hinaus möchte.

Und natürlich dürfen sich Regierung und Bürger äußern, wie sie wollen. Es ändert sich erstmal nichts, nur eben, dass der Verfassungsschutz sich bessere Informationen verschaffen wird.
Ein Feld, auf dem Rasen wächst, ist auch bespielbar. Tauchende U-Boote können gejagt werden, harmlos tummelnde Fische nicht, blubbelndes Wasser auch nicht.

Anders gesagt, der Jäger gönnt sich ein Sonargerät, um Objekte im trüben Wasser orten zu können.

Durchlässige Mitläufer haben nichts zu befürchten, Aktive mit Hang zur Straftat möglicherweise aber schon.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Quatschki » Sa 13. Jul 2019, 13:24

relativ hat geschrieben:(12 Jul 2019, 10:34)

Niemand wird verfolgt, sondern nur überwacht und die Begründung dafür kann wohl jeder Demokrat gut nachvollziehen. Evtl. solltest du dein DDR Komplex mal ablegen, dann erkennst du evtl. die Realitäten auch besser.

Repressalien sind Repressalien.
In der DDR wurden auch die meisten nur überwacht und nicht verfolgt.
Die "Verfolgung" erfolgte indirekt, indem man den als "politisch unzuverlässig" stigmatisierten Leuten bestimmte Arbeitsplätze und Karrieremöglichkeiten vorenthielt, sie bei der Wohnungsvermietung überging oder bei der Beantragung eines Telefons. Oder bei genehmigungspflichtigen Auslandsreisen, oder ihre Kinder kein Abi machen durften.
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Alexyessin » Sa 13. Jul 2019, 14:17

Julian hat geschrieben:(13 Jul 2019, 10:11)

Jetzt mal ernsthaft: Glauben Sie das wirklich?


Ja, Julian, das ist Fakt. Keine Schwurbelei von dir hierzu nötig
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Identitäre Bewegung in Europa: Legitime Aktivisten oder Nazi-Hipster?

Beitragvon Alexyessin » Sa 13. Jul 2019, 14:19

watisdatdenn? hat geschrieben:(13 Jul 2019, 10:30)

So weit muss man gar nicht zurückgehen.
Hat nicht der Bundestag vor einigen Jahren beschlossen den ethnischen Austausch von Tibetern in Tibet zu kritisieren?


Und weiter?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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