Europawahl 2019

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Alpha Centauri
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 3. Jul 2019, 10:49

Senexx hat geschrieben:(03 Jul 2019, 00:11)

Das zeigt, dass sie Französisch bestenfalls radebrechen.

Ich spreche perfekt Französisch. Ich liebe Französisch.

Aber ihre Aussage ist Müll.


Kein Müll sondern persönlicher Geschmack. ;)
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Klopfer » Mi 3. Jul 2019, 11:54

JJazzGold hat geschrieben:(03 Jul 2019, 07:18)

Was wäre denn der Wählerwille gewesen?

Vielleicht einer der Spitzenkandidaten für die man an der Europawahl um Stimmen geworben hat? Auf alle Fälle keine aus dem Hut gezauberte drittklassige Versagerin die nicht den geringsten Erfolg vorzuweisen hat. Auch wenn dir das nicht passt.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Klopfer » Mi 3. Jul 2019, 11:59

JJazzGold hat geschrieben:(03 Jul 2019, 09:22)


Deine persönliche Meinung über vdL und die über mich als Yellowpresstante sei dir unbenommen.

Mich würde interessieren, wer Deiner Meinung nach als Junckernachfolger hätte dem Willen des EU Volkes gemäß hätte nominiert und durch das EU Parlament etabliert werden müssen?

Und wie kommt man drauf VdL als "den Willen des Volkes" verkaufen zu wollen?
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon JJazzGold » Mi 3. Jul 2019, 12:23

Klopfer hat geschrieben:(03 Jul 2019, 11:54)

Vielleicht einer der Spitzenkandidaten für die man an der Europawahl um Stimmen geworben hat? Auf alle Fälle keine aus dem Hut gezauberte drittklassige Versagerin die nicht den geringsten Erfolg vorzuweisen hat. Auch wenn dir das nicht passt.


Also wären Sie für Weber gewesen, da die EVP nach der Wahl die stärkste Fraktion ist?
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Klopfer » Mi 3. Jul 2019, 12:35

JJazzGold hat geschrieben:(03 Jul 2019, 12:23)

Also wären Sie für Weber gewesen, da die EVP nach der Wahl die stärkste Fraktion ist?

Du hast nach "Volkes Willen" gefragt, nicht nach meinem. Und da, so viel steht fest, stand diese "Notlösung" gar nicht zur Debatte. Warum wohl?
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon JJazzGold » Mi 3. Jul 2019, 13:36

Klopfer hat geschrieben:(03 Jul 2019, 12:35)

Du hast nach "Volkes Willen" gefragt, nicht nach meinem. Und da, so viel steht fest, stand diese "Notlösung" gar nicht zur Debatte. Warum wohl?


Weil man sich weder auf eine Nominierung Webers, noch Timmermanns einigen konnte?
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Klopfer » Mi 3. Jul 2019, 13:44

JJazzGold hat geschrieben:(03 Jul 2019, 13:36)

Weil man sich weder auf eine Nominierung Webers, noch Timmermanns einigen konnte?

Irgendwie passt deine "Antwort" nicht zu meiner Frage. Also noch mal, vielleicht verstehtst du es dann.
Die Notlösung VdL stand bei der Europawahl als Spitzenkandidat gar nicht zur Wahl, wie kommst du also darauf sie könnte "Volkes Wille" sein?
Vielmehr hätte vielleicht eine Spitzenkandidatin VdL ein ganz anderes Wahlergebnis bewirkt. Ihre Symphatien bei den Wählern sind nicht sonderlich gross, berechtigterweise.
Wer weiss, vielleicht wäre die EVP nicht die stärkste Gruppe geworden? Darum bezeichne ich das Ganze als Schmierentheater und werde der nächsten Europawahl fernbleiben.
Man hat Europa einen Bärendienst erwiesen, so meine ich.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon JJazzGold » Mi 3. Jul 2019, 14:04

Klopfer hat geschrieben:(03 Jul 2019, 13:44)

Irgendwie passt deine "Antwort" nicht zu meiner Frage. Also noch mal, vielleicht verstehtst du es dann.
Die Notlösung VdL stand bei der Europawahl als Spitzenkandidat gar nicht zur Wahl, wie kommst du also darauf sie könnte "Volkes Wille" sein?
Vielmehr hätte vielleicht eine Spitzenkandidatin VdL ein ganz anderes Wahlergebnis bewirkt. Ihre Symphatien bei den Wählern sind nicht sonderlich gross, berechtigterweise.
Wer weiss, vielleicht wäre die EVP nicht die stärkste Gruppe geworden? Darum bezeichne ich das Ganze als Schmierentheater und werde der nächsten Europawahl fernbleiben.
Man hat Europa einen Bärendienst erwiesen, so meine ich.


Da ist mir zu sehr hat'i, dat'i, war'i, für Nichtbayern “vielleicht“. Vielleicht auch nicht.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Klopfer » Mi 3. Jul 2019, 14:19

JJazzGold hat geschrieben:(03 Jul 2019, 14:04)

Da ist mir zu sehr hat'i, dat'i, war'i, für Nichtbayern “vielleicht“. Vielleicht auch nicht.

Warum frägst du dann?
Zit.:"..Mich würde interessieren, wer Deiner Meinung nach als Junckernachfolger hätte dem Willen des EU Volkes gemäß hätte nominiert und durch das EU Parlament etabliert werden müssen?.."

So sehen die Wahrheit und die Fakten nun mal aus. Ein Vertrauensverlust, ein Demokratieverlust, eine 3-klassige Kandidatin, na da soll doch noch einer Sagen es geht nicht voran mit Europa. Ich bin wirklich neugierig wie sich das nicht-europäische Ausland dazu äussert, Trump i.e..
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon H2O » Mi 3. Jul 2019, 14:46

Klopfer hat geschrieben:(03 Jul 2019, 14:19)

Warum frägst du dann?
Zit.:"..Mich würde interessieren, wer Deiner Meinung nach als Junckernachfolger hätte dem Willen des EU Volkes gemäß hätte nominiert und durch das EU Parlament etabliert werden müssen?.."

So sehen die Wahrheit und die Fakten nun mal aus. Ein Vertrauensverlust, ein Demokratieverlust, eine 3-klassige Kandidatin, na da soll doch noch einer Sagen es geht nicht voran mit Europa. Ich bin wirklich neugierig wie sich das nicht-europäische Ausland dazu äussert, Trump i.e..


Na, hochzufrieden, denn alles was in der EU daneben gelingt, ist Balsam für die Seelen der EU-Gegner.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 3. Jul 2019, 17:21

JJazzGold hat geschrieben:(03 Jul 2019, 09:22)


Deine persönliche Meinung über vdL und die über mich als Yellowpresstante sei dir unbenommen.

Mich würde interessieren, wer Deiner Meinung nach als Junckernachfolger hätte dem Willen des EU Volkes gemäß hätte nominiert und durch das EU Parlament etabliert werden müssen?


Ich habe nicht geschrieben, du seist eine Yellowpresstante. *please see the difference.

Sondern ich habe allgemein festgestellt, dass die VdL-fama (der siebenfachen Mutter), dieser Politkarrieristin einfach eine
gute Story ist, die mit der Lebensrealität einer "normalen" siebenfachen Mutter (= nicht höchstpriveligierten (finanziellen) Existenz ...und durch sieben Kinder eingeschränkten
persönlichen Gestaltungsfreiräumen) nichts, aber auch gar nichts, gemein hat. Und der unter solchen Umständen möglichen (politischen) Karrierewirklichkeit...

Zu deiner Frage:
Einen EU-Volkswillen als solches, im Sinne eines transnationalen Wählervotums (etwa mit europäischen Wahllisten) und nicht national getünchten und ausgekungelten
Parteilisten, die sich dann hinter einem Pseudolabel wie etwa EVP, vernebelnd versammeln, sehe ich bei der jüngsten Europawahl nirgends.

Es ist doch für Wähler so, dass beispielsweise ein CDU/CSU-Wähler nicht so ohne weiteres einen Viktor Orban, einen PíS-Bruder oder ein willigen Kaczynski-Helfer
wählen würde, oder gewählt hat. Sondern nationale Kandidatinnen/Kandidaten seiner Partei, mit denen er sich auch von vorgenannten Anti-EU-Gestalten abgrenzen will und wollte.
Was soll also dieses EVP-Fraktionsgehabe und dieses Beharren auf dem Spitzenkandidaten einer solchen Liste?

Orban war ja einer der ersten, der meinte, man müsse den Herrn Weber (bekannt als Orban-Versteher) nehmen. Dabei gab es im Vorfeld erhebliche Bewegungen,
genau Orban und seine antidemokratische, fremdenfeindliche und EU-unsolidarische Egoisten-und Nationalisten-Partei ("Fidel" :D ) aus der EVP - Gemeinschaft auszuschließen.

Wie auch immer, jetzt, innerhalb des Pöstchengerangels sind er und die anderen Vizegaard-Fredls wieder wer. Man braucht sie für die VdL als Kommissionsmatrone...

Diese Europawahl - auch wenn ich gewählt habe - hielt und halte ich nicht für eine Wahl, die - wie eine nationale Wahl, z.B. Bundestagswahl -
auch tatsächlich "den" oder "einen" Wählerwillen abbildet. Der zudem nicht - einem eher erfundenem, demokratischen Automatismus - folgend dazu führen "muss", dass die Partei mit den meisten Stimmen bzw. deren Spitzenkandidat, auch in die Regierungsverantwortung kommen "MUSS".

Von daher wäre mir am liebsten - wenn man schon an diesem komischen Spitzenkanidatenprinzip festkleben will wie Bärenscheisse am Baumstumpf - Frau Vestager gewesen.
Die hat nachweislich Statur und Prinzipien bewiesen und auch einiges -erfolgreich!!- abgearbeitet und geleistet. Nicht nur schön geredet wie VdL auf nationaler Ministerebene seit Jahren...

Meine Bestbesetzung wäre also: Vestager als Kommissionspräsidentin. Von mir aus die Lagarde als EZB-Häuptling, wenn sie schon sonst nirgends mehr ein warmes Plätzchen finden kann. Weidemann wäre mir allerdings lieber. Barnier weiterhin als Antijohnson-King Kong :D und die neue Slowakische Präsidentin Suzanna Čaputová hätte ich gerne statt der Mogherini als EU-Aussenbeauftragte ("EU Aussenministerin"). "Christiane" Lindner ginge auch. Dafür habe ich sie eigentlich gewählt. :D

Reicht dat? :D Oder muss ich noch mehr Stellen - konform mit meinem demokratischen Wählerwillen - dem EU-Parlament zur hurtigen Zustimmung vorlegen?

Für VdL können's ja meinetwegen den Elefantenfriedhof erweitern und ein Europäisches Verteidigungsministerium ins Leben rufen. Der siebenfachen Mutter Ursula, der EU-"Bärin",
den neu zu schaffenden, höchsten EU-Orden, das eiserne Mutterkreuz in Putin...ähm...Platin natürlich, an die siebenfach gestählte Mutterbrust (an die Bluse über derselben) stecken und sie zeitgleich zur EU-Generalfeldmarschällin ernennen.
Damit die Jungs in der EU-Verteidigungstruppe auch den Hintern stramm bekommen und ordentlich salutieren, statt komische Frontex-"Rituale" hinter der Hecke zu veranstalten, bis der Iwan kommt.
Oder gefährliche Wirtschaftsgefährder... oder andere-Haare-vom-Kopf-fressende Nager... aus Astrid Lindgrens Reich des Südsee-Nagerkönigs.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Maikel » Mi 3. Jul 2019, 18:31

Klopfer hat geschrieben:(03 Jul 2019, 13:44)

Vielmehr hätte vielleicht eine Spitzenkandidatin VdL ein ganz anderes Wahlergebnis bewirkt. Ihre Symphatien bei den Wählern sind nicht sonderlich gross, berechtigterweise.

Da drängt sich immer wieder der Vergleich mit der aktuellen Wahl in Bremen auf:
Dort ist die SPD mit dem amtierenden Bürgermeister, Sieling, als Spitzenkandidat angetreten.
Obwohl die CDU die meisten Stimmen holte, konnte deren Spitzenkandidat nicht Bürgermeister werden.
Und nach den erfolgreichen Koalitionsverhandlungen sagt Herr Sieling plötzlich "Tschüss, das wars"; jetzt wird stattdessen ein "Kleinstadt-Bürgermeister" von der SPD Bremen regieren, von der SPD "im Hinterzimmer" ausgewählt.

So etwas kommt also "in den besten Demokratien" vor.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon JJazzGold » Mi 3. Jul 2019, 18:52

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(03 Jul 2019, 17:21)

Ich habe nicht geschrieben, du seist eine Yellowpresstante. *please see the difference.

Sondern ich habe allgemein festgestellt, dass die VdL-fama (der siebenfachen Mutter), dieser Politkarrieristin einfach eine
gute Story ist, die mit der Lebensrealität einer "normalen" siebenfachen Mutter (= nicht höchstpriveligierten (finanziellen) Existenz ...und durch sieben Kinder eingeschränkten
persönlichen Gestaltungsfreiräumen) nichts, aber auch gar nichts, gemein hat. Und der unter solchen Umständen möglichen (politischen) Karrierewirklichkeit...

Zu deiner Frage:
Einen EU-Volkswillen als solches, im Sinne eines transnationalen Wählervotums (etwa mit europäischen Wahllisten) und nicht national getünchten und ausgekungelten
Parteilisten, die sich dann hinter einem Pseudolabel wie etwa EVP, vernebelnd versammeln, sehe ich bei der jüngsten Europawahl nirgends.

Es ist doch für Wähler so, dass beispielsweise ein CDU/CSU-Wähler nicht so ohne weiteres einen Viktor Orban, einen PíS-Bruder oder ein willigen Kaczynski-Helfer
wählen würde, oder gewählt hat. Sondern nationale Kandidatinnen/Kandidaten seiner Partei, mit denen er sich auch von vorgenannten Anti-EU-Gestalten abgrenzen will und wollte.
Was soll also dieses EVP-Fraktionsgehabe und dieses Beharren auf dem Spitzenkandidaten einer solchen Liste?

Orban war ja einer der ersten, der meinte, man müsse den Herrn Weber (bekannt als Orban-Versteher) nehmen. Dabei gab es im Vorfeld erhebliche Bewegungen,
genau Orban und seine antidemokratische, fremdenfeindliche und EU-unsolidarische Egoisten-und Nationalisten-Partei ("Fidel" :D ) aus der EVP - Gemeinschaft auszuschließen.

Wie auch immer, jetzt, innerhalb des Pöstchengerangels sind er und die anderen Vizegaard-Fredls wieder wer. Man braucht sie für die VdL als Kommissionsmatrone...

Diese Europawahl - auch wenn ich gewählt habe - hielt und halte ich nicht für eine Wahl, die - wie eine nationale Wahl, z.B. Bundestagswahl -
auch tatsächlich "den" oder "einen" Wählerwillen abbildet. Der zudem nicht - einem eher erfundenem, demokratischen Automatismus - folgend dazu führen "muss", dass die Partei mit den meisten Stimmen bzw. deren Spitzenkandidat, auch in die Regierungsverantwortung kommen "MUSS".

Von daher wäre mir am liebsten - wenn man schon an diesem komischen Spitzenkanidatenprinzip festkleben will wie Bärenscheisse am Baumstumpf - Frau Vestager gewesen.
Die hat nachweislich Statur und Prinzipien bewiesen und auch einiges -erfolgreich!!- abgearbeitet und geleistet. Nicht nur schön geredet wie VdL auf nationaler Ministerebene seit Jahren...

Meine Bestbesetzung wäre also: Vestager als Kommissionspräsidentin. Von mir aus die Lagarde als EZB-Häuptling, wenn sie schon sonst nirgends mehr ein warmes Plätzchen finden kann. Weidemann wäre mir allerdings lieber. Barnier weiterhin als Antijohnson-King Kong :D und die neue Slowakische Präsidentin Suzanna Čaputová hätte ich gerne statt der Mogherini als EU-Aussenbeauftragte ("EU Aussenministerin"). "Christiane" Lindner ginge auch. Dafür habe ich sie eigentlich gewählt. :D

Reicht dat? :D Oder muss ich noch mehr Stellen - konform mit meinem demokratischen Wählerwillen - dem EU-Parlament zur hurtigen Zustimmung vorlegen?

Für VdL können's ja meinetwegen den Elefantenfriedhof erweitern und ein Europäisches Verteidigungsministerium ins Leben rufen. Der siebenfachen Mutter Ursula, der EU-"Bärin",
den neu zu schaffenden, höchsten EU-Orden, das eiserne Mutterkreuz in Putin...ähm...Platin natürlich, an die siebenfach gestählte Mutterbrust (an die Bluse über derselben) stecken und sie zeitgleich zur EU-Generalfeldmarschällin ernennen.
Damit die Jungs in der EU-Verteidigungstruppe auch den Hintern stramm bekommen und ordentlich salutieren, statt komische Frontex-"Rituale" hinter der Hecke zu veranstalten, bis der Iwan kommt.
Oder gefährliche Wirtschaftsgefährder... oder andere-Haare-vom-Kopf-fressende Nager... aus Astrid Lindgrens Reich des Südsee-Nagerkönigs.



Danke, das reicht. :)

In den meisten Punkten stimmen wir ohnehin überein. Ich hatte in der Tat gehofft, dass sich aus dem Konflikt Weber - Timmermanns eine Vestager als ideale Kompromisslösung für alle anbieten würde und kann offen gestanden nicht nachvollziehen, weshalb Frau Merkel von Weber auf Timmermanns umschwenkte. Diese Taktik, bei der letztendlich von der Leyen herauskam, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben und erklären wird sie sie mir wohl kaum. ;) Es muss etwas damit zu tun haben, dass sich nicht nur Macron darauf einließ, dass der Kommissionspräsident*in zumindest deutsch sein musste.

Zu vdLeyen habe ich eine andere Einstellung als du, was sicherlich zum Teil auf persönlicher Berufserfahrung beruht, aber ich habe mir offen gestanden nie darüber Gedanken gemacht, sie als Kommissionspräsidenten zu sehen. Weshalb ich dann doch reichlich perplex war, als die Meldung gestern Abend reinkam. Aber Jeder/m seine Chance oder doch zumindest die Gnade der ersten hundert Tage. Wenn es denn überhaupt soweit kommt.

Momentan sieht es eher danach aus, als könnte die SPD in Verbindung mit anderen Hyperventilierenden im Parlament den Aufstand proben. Von den peinlichen Brexiteers ganz zu schweigen. Ich wünschte, von denen hätte man schon vor der Wahl nur noch den Rücken gesehen.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 3. Jul 2019, 22:21

JJazzGold hat geschrieben:(03 Jul 2019, 18:52)

Danke, das reicht. :)

In den meisten Punkten stimmen wir ohnehin überein. Ich hatte in der Tat gehofft, dass sich aus dem Konflikt Weber - Timmermanns eine Vestager als ideale Kompromisslösung für alle anbieten würde und kann offen gestanden nicht nachvollziehen, weshalb Frau Merkel von Weber auf Timmermanns umschwenkte. Diese Taktik, bei der letztendlich von der Leyen herauskam, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben und erklären wird sie sie mir wohl kaum. ;) Es muss etwas damit zu tun haben, dass sich nicht nur Macron darauf einließ, dass der Kommissionspräsident*in zumindest deutsch sein musste.

Zu vdLeyen habe ich eine andere Einstellung als du, was sicherlich zum Teil auf persönlicher Berufserfahrung beruht, aber ich habe mir offen gestanden nie darüber Gedanken gemacht, sie als Kommissionspräsidenten zu sehen. Weshalb ich dann doch reichlich perplex war, als die Meldung gestern Abend reinkam. Aber Jeder/m seine Chance oder doch zumindest die Gnade der ersten hundert Tage. Wenn es denn überhaupt soweit kommt.

Momentan sieht es eher danach aus, als könnte die SPD in Verbindung mit anderen Hyperventilierenden im Parlament den Aufstand proben. Von den peinlichen Brexiteers ganz zu schweigen. Ich wünschte, von denen hätte man schon vor der Wahl nur noch den Rücken gesehen.


Naja Timmermanns hat sowieso nie eine Chance auf den Posten gehabt und mit Weber hatten viele noch alte Rechnungen offen ( Griechenland,Italien wegen seiner strikten Haltung in der Schulden -- Finanzkrise, Orban und die Wishegrad Staaten ebenfalls und Macron hatte Weber als möglichen Kommissionspräsident bereits vorder Wahl kategorisch abgelehnt was auch der EVP klar gewesen sein muss) da war mir klar Weber hat ebenfalls null Chancen auf den Posten und nun hat den Salat Namens Von der Leyen möglicherweise
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Eiskalt » Mi 3. Jul 2019, 23:12

Was war das für eine Aufbruchstimmung, als zur Europawahl vornehmlich junge Wähler das gewohnte Machtgefüge erschütterten. Was für ein Potenzial! Doch alte EU-Politiker begraben das Momentum – mit gefährlichen Folgen.

https://www.wiwo.de/politik/europa/von-der-leyen-als-kommissionspraesidentin-ein-schlag-ins-gesicht-der-waehler/24519938.html

Ein sehr guter Artikel
Memento mori
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon H2O » Mi 3. Jul 2019, 23:46

Alpha Centauri hat geschrieben:(03 Jul 2019, 22:21)

Naja Timmermanns hat sowieso nie eine Chance auf den Posten gehabt und mit Weber hatten viele noch alte Rechnungen offen ( Griechenland,Italien wegen seiner strikten Haltung in der Schulden -- Finanzkrise, Orban und die Wishegrad Staaten ebenfalls und Macron hatte Weber als möglichen Kommissionspräsident bereits vorder Wahl kategorisch abgelehnt was auch der EVP klar gewesen sein muss) da war mir klar Weber hat ebenfalls null Chancen auf den Posten und nun hat den Salat Namens Von der Leyen möglicherweise


Nein, die helleren Kerzen auf der Torte "EU-Parlament" waren immer noch nicht helle genug, ihre vom Wähler bestätigte Macht aus zu üben und dem Rat ihren oder Ihre Bewerber zur Wahl an zu dienen. Da hat der eine Hund dem anderen den Knochen geneidet. Und nun hat der EU-Ministerrat zugegriffen und seinen Vorschlag gemacht.

Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte, Zu spät, die Partie ist vergeigt!
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 4. Jul 2019, 04:23

JJazzGold hat geschrieben:(03 Jul 2019, 18:52)

...und kann offen gestanden nicht nachvollziehen, weshalb Frau Merkel von Weber auf Timmermanns umschwenkte. Diese Taktik, bei der letztendlich von der Leyen herauskam, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben und erklären wird sie sie mir wohl kaum. ;) Es muss etwas damit zu tun haben, dass sich nicht nur Macron darauf einließ, dass der Kommissionspräsident*in zumindest deutsch sein musste. [/color]


Man sollte nicht vergessen, Angela Merkel ist eine gewiefte Strategin und antizipierende Strippenzieherin im Hintergrund. Die scheinbar keine Logik hat oder ihr machtpolitisches Kalkül und Handeln erklären kann. Selbst kurz vor Ihrem Ruhestand...Was nicht heisst, dass sie bis dahin nicht an ihrem geliebten Hobby, Machtstrukturen zu stricken, festhält. Und ebenso jenen, die ihr quer liegen oder lagen, noch gerne eins auswischt.

Und dazu gehört(e) auch Manfred Weber (CSU), der Horst-und Söder-Zögling, der zugunsten eines fetten EU-Postens auf einen Aufstieg in der Partei verzichtete und dafür - beide Streithähne, Horstl und Markus - natürlich und nur allzugerne einen CSU-ler (Bayern) an der Spitzenposition der EU gesehen hätten. Welch ein Prestigegewinn und wenn man so will, welch eine weitere Watschn für Angela Merkel.

Die wiederum hat(te) noch mehrere Rechnungen mit Seehofer, Söder und der CSU offen. Die Gelegenheit war günstig. Eine davon zu begleichen, und nicht ein Horstl/Söder-Ziehkind als EU-Größe zu installieren, sondern ein eigenes "Pferdchen". Welches Zeit seines - politisch öffentlich bemerkten - Karrierelebens als treue und eng verbündete Lobhudlerin ihrer politischen Patronin Angela Merkel auffiel: Eben Ursula (voll der Merkel) Leyden. Die unbeliebteste
und unerwünschteste Ministerin Deutschlands. Gerade gut genug für die EU-Wünsche der genauso unerwünschten Wünsche des EU-Rats der 28 EU-Häuptlinge und -innen.

Dass Merkel entsprechend ihrem ihr eigenen Taktikgeschick damit nicht sofort mit der Tür ins EU-Haus fiel, ist normal für diese wendige Machtfrau ohne Visionen. Folgerichtig unterstützte sie Weber nur nach Dienstvorschrift. Wohl auch, weil sie im Hintergrund wohl schon länger (vielleicht schon vor der EU-Wahl) Zeichen sah und erhielt, dass dieser CSU-Grünschnabel und Schönwetter-EU-ler Weber ohne jede Amts- oder Führungserfahrung in politisch hochrangigen Ämtern durchfallen wird. Und zwar dort, wo die tatsächlichen Entscheider und -innen sitzen.

Was liegt da näher, als scheinbar um eine Kompromisslösung bemüht, dann einen Sozl wie Timmermanns vorzuschlagen. Von dem sie ebenso wusste, dass der von der EVP und anderen Macronisten nie und nimmer akzeptiert würde. Nimmt man jetzt noch innerhalb des gesamten Postengeschachers den sehr wichtigen Aspekt der Position hinzu, wer Draghi-Nachfolger werden soll, also ein Franzose/in oder ein Deutsche/r (Weidemann, den nicht nur Macron noch mehr als Weber verhindern wollte und will), und dafür längst im Hinterstübchen die Lagarde gehandelt wurde, war der Weg frei für eine Deutsche Kommissionspräsidentin von Merkels Gnaden. Als Entschädigung auch dafür, dass VdL 2010 von ihrer Gesinnungsschwester Angela so derb bei der Bundespräsidentenwahl ausgebremst wurde, und ihr Christian Wulff als Bundespräsident vor die oberehrgeizige, und karriereaffine Prestigenase gesetzt wurde.

btw: Dass die beiden wichtigsten EU-Positionen - Kommissionspräsident und EZB-Häuptling - deutsch und französisch besetzt werden, war sowieso klar. Vor der EU-Wahl und auch danach.

Zu Lagarde gäbe es noch zu sagen, dass sie als IWF-Chefin die ehemalige Anti-Schäuble Antipode war und ist, die einen klaren und umfassenden Schuldenerlass für Griechenland forderte und umfassende Haftungsverpflichtungen innerhalb des Eurogefüges vor allem auch von D einforderte und befürwortete. Also nun eine EZB-Präsidentin wird, die gerne den Kurs Frankreichs und anderer bedient. Ein Land, das ja bis vor kurzem noch durch satte und fortdauernde Überschreitungen der Defizitgrenzen auffiel und sich einen Dreck drum scherte. Vive la France. L'EURO c'est moi... Eine Finanz-und Schuldenerlaßfummlerin an der EZB-Spitze...die Schäuble aus gutem Grund nicht mochte.
Aber sie passt natürlich all jenen Schuldenmacher-Ländern, die den Euro mehr als franz. Franc, ital. Lira, span. Pesete oder griechische Drachme verstehen (wollen). Keinesfalls aber als D-Mark.

So, jetzt geh ich wieder gucken, ob mein Berglöwe schon wieder eine Maus für mich bei der Terrassentüre reinschafft. Er ist ja so fürsorglich. Und enorm fleißig und erfolgreich. Und lieb. Er will nicht, dass ich hungerleide...und meint, von dem Hasenfutter im Hochbeet und so, wird man kein Tiger, sondern ein Rehlein. Was aber meinem scheuen und einfühlsamen Wesen weitgehend entspricht.

Wünsche dir eine gute Nacht oder einen guten Morgen! :D
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Klopfer » Do 4. Jul 2019, 06:00

Die Bevölkerung weiss die Entscheidung hoffentlich zu honorieren.
https://civey.com/umfragen/5575/wie-bew ... iert-wurde
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon H2O » Do 4. Jul 2019, 07:00

Klopfer hat geschrieben:(04 Jul 2019, 06:00)

Die Bevölkerung weiss die Entscheidung hoffentlich zu honorieren.
https://civey.com/umfragen/5575/wie-bew ... iert-wurde


Die Abläufe sind weitgehend gelaufen; das Volk hat seine Meinung geäußert... und es hat die Kakophonie im Parlament selbst herbei gewählt... die Orbans, die LePens, die Salvinis, die Kaczyńskis und wie sie alle heißen. Deren Vertreter finden wir zahlreich im EU-Parlament und natürlich sie selbst im EU-Ministerrat. Ich empfinde es als kindlich, an die Unschuld des überraschten Wählers zu glauben!
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon peterkneter » Do 4. Jul 2019, 08:12

Maikel hat geschrieben:(03 Jul 2019, 18:31)

Da drängt sich immer wieder der Vergleich mit der aktuellen Wahl in Bremen auf:
Dort ist die SPD mit dem amtierenden Bürgermeister, Sieling, als Spitzenkandidat angetreten.
Obwohl die CDU die meisten Stimmen holte, konnte deren Spitzenkandidat nicht Bürgermeister werden.
Und nach den erfolgreichen Koalitionsverhandlungen sagt Herr Sieling plötzlich "Tschüss, das wars"; jetzt wird stattdessen ein "Kleinstadt-Bürgermeister" von der SPD Bremen regieren, von der SPD "im Hinterzimmer" ausgewählt.

So etwas kommt also "in den besten Demokratien" vor.


Sehr gut beobachtet. Genau so ist es. Hier wird von der SPD mit zweierlei Maß gemessen. Natürlich ist Europa eine etwas andere Liga als Bremen aber recht haben Sie!

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