Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Moderator: Moderatoren Forum 2

Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19266
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Teeernte » Sa 11. Mai 2019, 09:50

zollagent hat geschrieben:(11 May 2019, 09:43)

Allein die Tatsache, daß jemand etwas hat, ist KEIN Grund für eine denkbare Enteignung. Ein Mißbrauch des Eigentums ist bei der SPD wo zu sehen? Bei BMW z.B. könnte man es an der Betrugsaffäre festmachen. Auch bei Wohnungsbaugesellschaften, die als Ziel haben, die angestammte Mieterschaft loszuwerden, um finanziell potentere Mieter zu bekommen oder gar aus den bisherigen Mietwohnungen teure Eigentumswohnungen machen wollen, mit dem Ziel der Gewinnmaximierung, wäre solch ein Mißbrauch feststellbar. Reiner Besitzneid ist KEIN Argument.


Viele unterbezahlte Staats- und Betriebsangehörige hatten eine Firmenwohnung oder ein kleines Häuschen zu billigpreisen.

Aber der Staat wollte FETTE Steuereinnahme, den "Geldwerten VORTEIL".

Den hat er nun - auf Klopapier...beiderseits benutzt.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 57847
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 12:21

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon zollagent » Sa 11. Mai 2019, 10:53

Teeernte hat geschrieben:(11 May 2019, 09:50)

Viele unterbezahlte Staats- und Betriebsangehörige hatten eine Firmenwohnung oder ein kleines Häuschen zu billigpreisen.

Aber der Staat wollte FETTE Steuereinnahme, den "Geldwerten VORTEIL".

Den hat er nun - auf Klopapier...beiderseits benutzt.

Bei aller Liebe, trägt das zur Diskussion über Sinn oder Unsinn von Enteignungen bei?
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19266
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Teeernte » Sa 11. Mai 2019, 11:05

zollagent hat geschrieben:(11 May 2019, 10:53)

Bei aller Liebe, trägt das zur Diskussion über Sinn oder Unsinn von Enteignungen bei?


Der Staat "steuert" den Mangel mit seiner Politik.

Zur Wende konnte ich mir ansehen, dass der gute Facharbeiter mit 50 ein ABBEZAHLTES Häuschen - die Ehefrau den Haushalt geführt hat.

Mit einem H4er hatten die "Wohnungsmässig" nie Konkurrenz .

Nachdem nun VIELE auf "BEZAHLBARE" MIETWOHNUNG angewiesen sind - ALLE URSACHEN für den MANGEL beim Staat liegen.... helfen Enteignungen nicht.

Der Politiker hat NUR sein ZIEL - aufbrühen des alten Kaffee "Klassenkampf" erreicht.

Soziale SPALTUNG - das Ergebnis "GUUUTER", jahrelanger SPD Politik ....und wegschauen der CDU.

Die SPD verschärft die sozialen Spannungen .....damit die SPD später mal "wichtig" währe.... Erst die Wohnungen verkaufen - und dann merken das keine mehr da sind.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Mango
Beiträge: 20
Registriert: So 5. Mai 2019, 18:57

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Mango » So 12. Mai 2019, 17:10

Enteignungen für mich der Falsche weg.
Generell sollte es genau so wie bei Privatpersonen geregelt werden.
Bereits erschlossenes Bauland innerhalb 2 Jahre bebauen.
Den Mietspiegel festsetzen ähnlich wie bei Hotelbuchungen je mehr Sterne um so höher die Miete.
Abhängig von Baujahr zustand Energielabel.Die Lage nur bei Gewerbeimobilien.
Immobilienfirmen aus dem Ausland begrenzen.Lehrstand Abbruchreifer Gebäude auf 2 Jahre begrenzen .Mieterhöhungen nicht von Modernisierungen abhängig machen.Meldepflicht bei unsicheren und nicht zumutbaren Bewohnen melden nur ein paar Beispiele.Natürlich auch Erleichterung und kürzere Kündigungszeiten für Vermieter bei nicht Einhaltung der Hausregeln oder Mietnomaden.
Benutzeravatar
Paccon
Beiträge: 33
Registriert: Mo 9. Mai 2016, 10:51
Wohnort: Wien

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Paccon » Mi 15. Mai 2019, 10:00

Für mich schon der falsche Weg, nur hoffe ich, kommt so etwas Bewegung in die Diskussion. Vielmehr ist es bis jetzt ja noch nicht wirklich, Hauptsache man redet viel und lange darüber.
Vielleicht bekommt es ja eine Dynamik, die dann eine Seite versucht aufzuhalten. Dazu gehört es dann eben schnell und viel zu bauen.
Obwohl man hier aber schon seit Jahren die Warnungen gehabt hat, hat man sie einfach ignoriert. Hat halt leider gerade nicht in die Agenda gepackt. Für mich totales Versagen des politischen Systems und die Art wie man heutzutage Politik macht. Kommen die Probleme von außen und sind nicht mal so eben lösbar, dann greift man das Problem lieber nicht an und hofft auf das Beste.
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 57847
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 12:21

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon zollagent » Fr 17. Mai 2019, 16:37

Teeernte hat geschrieben:(11 May 2019, 11:05)

Der Staat "steuert" den Mangel mit seiner Politik.

Zur Wende konnte ich mir ansehen, dass der gute Facharbeiter mit 50 ein ABBEZAHLTES Häuschen - die Ehefrau den Haushalt geführt hat.

Mit einem H4er hatten die "Wohnungsmässig" nie Konkurrenz .

Nachdem nun VIELE auf "BEZAHLBARE" MIETWOHNUNG angewiesen sind - ALLE URSACHEN für den MANGEL beim Staat liegen.... helfen Enteignungen nicht.

Der Politiker hat NUR sein ZIEL - aufbrühen des alten Kaffee "Klassenkampf" erreicht.

Soziale SPALTUNG - das Ergebnis "GUUUTER", jahrelanger SPD Politik ....und wegschauen der CDU.

Die SPD verschärft die sozialen Spannungen .....damit die SPD später mal "wichtig" währe.... Erst die Wohnungen verkaufen - und dann merken das keine mehr da sind.

Quatsch. Wenn ich mir die Höhe der Mieten, die bezahlt werden, so ansehe, dann kann man von Mieten in der Höhe bequem ein Eigenheim abzahlen.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19266
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Teeernte » Fr 17. Mai 2019, 17:53

zollagent hat geschrieben:(17 May 2019, 16:37)

Quatsch. Wenn ich mir die Höhe der Mieten, die bezahlt werden, so ansehe, dann kann man von Mieten in der Höhe bequem ein Eigenheim abzahlen.


Die Höhe der Miete - ist vom MIETER abhängig ?....bei H4 Belegung ist eine andere als bei normaler Vermietung des gleichen Objektes ?
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
blues
Beiträge: 161
Registriert: Mi 10. Okt 2012, 21:59
Benutzertitel: Sozialdemokrat, linksliberal

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon blues » Sa 15. Jun 2019, 00:59

jack000 hat geschrieben:(13 Mar 2019, 19:15)

https://www.focus.de/kultur/kino_tv/foc ... 34924.html

Das generelle Thema ist: "Lösungen für die Wohnungsnot". Da kamen Vorschläge die eine Enteignung von Wohnungseigentümern vorsieht. Das ganze soll hier nicht parteipolitisch diskutiert werden (Es ist ja erstmal egal wer das vorschlägt!), sondern um den Vorschlag an sich!

Ich selbst bin da sehr skeptisch, denn das eigentliche Problem ist ja, dass es nun mal zu wenig Wohnungen in so ziemlich allen Ballungsräumen gibt und jemand, der 20 Wohnungen besitzt wohnt ja nicht in 20 Wohnungen gleichzeitig, sondern hat i.d.R. 1 Zuhause und in den Wohnungen wohnt jemand anderes. Folglich wird kein Quadratzentimeter neuer Wohnraum geschaffen wenn man dem die Wohnungen wegnimmt.

Andersrum gibt es natürlich eine gewisse Marktmacht je mehr Wohnungen man besitzt, aber würde der Preis sinken wenn mehr Teilnehmer am Markt wären? Wenn z.B. jemand 2 Wohnungen besitzt und in 1 davon wohnt, wird er an Miete/Kaufpreis das verlangen was der Markt dafür hergibt.

Meine persönliche Ansicht ist, dass die Wohnungsproblematik nur so gelöst werden kann, in dem mehr Wohnungen gebaut werden und da sollten Hürden für den Neubau spürbar abgebaut werden. Andersrum hätte das natürlich den Nachteil, dass immer mehr Fläche versiegelt wird.

=> Kann die Wohnungsproblematik durch Enteignungen spürbar verbessert werden oder sind andere Lösungen sinnvoller?


Es ist falsch von Enteignung zu sprechen, es ist ja nicht so dass dies entschädigungslos passieren wird, es handelt sich vielmehr um Zwangsverkäufe, hierbei geht es auch nicht darum neue Wohnungen zu schaffen, das sollte in einem umfangreichen sozialen Wohnungsbauplan realisiert werden. Ein gelungenes Beispiel hierbei ist der umfangreiche Wohnungsbau der öffentlichen und genossenschaftlichen Träger in den 20 er Jahren, in Berlin realisiert durch den Stadtbaurat Martin Wagner (SPD).

Es geht darum Mietern ein sorgenfreies Leben zu garantieren um die soziale Schieflache im Lande zu korrigieren.

In Berlin kauften die Immobilienfirmen öffentliches Eigentum für einen unglaublich niedrigen Preis, ein Fehler des Senats und auch aller anderen Länder.
Jetzt bieten wir einen hohen Preis für den Rückkauf, der bei langlaufenden Krediten finanzierbar ist.

Ja. Der Zwangsverkauf ist ein sehr gutes Mittel den Wohnungsmarkt für kleine und mittlere Einkommen wieder attraktiver zu machen.
Die Bürger/innen sind die Profiteure.
So soll das werden für die Bürger/innen.

Ein wirksames Instrument um dem ökonomischen Optimierungswahn entgegenzutreten.

77000 Unterschriften sind gesammelt, der Berliner Senat kann jetzt reagieren, es liegt an der SPD (Grüne und Linke votieren für ja) den freien Markt zu regulieren - der nämlich brachte den Bürgern nichts - ausser Kosten.

Der Art.15 GG wurde geschaffen um ein Garant der sozialen Marktwirtschaft zu sein und um dieser wieder Geltung zu verschaffen ist die Anwendung desselben ein wirksames Mittel.

Wir schaffen das.
le chaim !
Benutzeravatar
blues
Beiträge: 161
Registriert: Mi 10. Okt 2012, 21:59
Benutzertitel: Sozialdemokrat, linksliberal

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon blues » Sa 15. Jun 2019, 02:00

Cobra9 hat geschrieben:(03 May 2019, 14:07)

Mehr Wohnraum durch eine Enteignung ist kaum realistisch. Viele Unternehmen und Bauinitiativen bemühen sich ja jetzt schon um einen Konsens, der wirtschaftliche und soziale Interessen auch vereint.


es geht bei den Zwangsverkäufen nicht darum neuen Wohnraum zu schaffen sondern darum bezahlbaren Wohnraum für die Bürger/innen zu erhalten, besser ihnen wieder zur Verfügung zu stellen;
die privaten Immobilienfirmen verfolgen nur ein Ziel, den größtmöglichen Profit zu erzielen, eine Bemühung einen Konsens zu finden gibt es nicht.

Das Problem der Wohnungsnot und der vieviel zu hohen Mietpreisen, ist weitaus komplexer als das Populismus zu was führt.


Das Problem der Wohnungsnot ist, das es kein sozialmarktwirtschaftliches Regulativ zum freien Markt mehr gibt, dieses wieder zu schaffen ist Ziel der Initiative.

Die Wohnungsnot, mit der sich Deutschland in den letzten Jahren konfrontiert sieht, ist selbstgemacht. Unsere Regierungen durch die Jahre haben Mist gebaut. Durch politische Beschlüsse wurde der Wohnungsbau seit 2000 mehrheitlich privatwirtschaftlich finanziert. Das war ein Kardinalfehler.


Der Kardinalfehler war, öffentliches Eigentum zu verscherbeln und das Prinzip ein Gegengewicht zum Markt zu haben, aufzugeben

Danach wurden Maßnahmen versäumt, dem entgegenzuwirken. Und staatliche Instrumente allein können jetzt auch nicht mehr helfen. Eine öffentliche Förderung des Wohnungsbaus ist notwendig. Gerade der soziale Wohnbau.


die staatlichen Instrumente wurden durch den Verkauf öffentlichen Eigentums abgeschafft, durch das Verscherbeln öffentlichen Eigentums gibts nichts mehr was Instrument hätte sein Können. Diesen Kardinalfehler hier wieder gut zu machen muß das Ziel sein um den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft weder Geltung zu verschaffen.

Natürlich braucht es dann wieder einen Wohnungsbauplan der bezahlbare Wohnungen für Mieter/innen garantiert.

Und nicht jeder Mensch kann in die Stadt ziehen


Gerade die Mischung machte mal den sozialen Frieden aus.

Ist es dir lieber wenn nur noch Notare, Zahnärzte, Banker etc. in der Innenstadt leben können und die Krankenschwester, der Polizist, Feuerwehrmann, Verkäufer etc. einen 2 Std. Weg zum Arbeitsplatz benötigt ... garantiert das dann ganz sicher sozialen Frieden.
le chaim !
Benutzeravatar
firlefanz11
Beiträge: 7531
Registriert: Mo 10. Sep 2012, 13:18

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 17. Jun 2019, 15:40

Der Bund kann sich aktuell zu einem Zinssatz von minus 0,24 Prozent für zehn Jahre verschulden.
Der Staat könnte also ohne Probleme ein Programm zur Schaffung von Wohnraum im hohen zweistelligen Milliardenbereich auflegen und so die Wohnraumnot in den deutschen Ballungsgebieten in den Griff bekommen. Da die Finanzierung ja zu Negativzinsen erfolgen könnte, würde der Staat sogar prächtig daran verdienen. Was fehlt, ist allerdings der politische Wille und der Mut, den fiskalischen Spielraum, der sich dem deutschen Staat angesichts von Negativzinsen aktuell bietet, auch tatsächlich zu nutzen.
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 36711
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon JJazzGold » Mo 17. Jun 2019, 17:56

blues hat geschrieben:(15 Jun 2019, 00:59)

Es ist falsch von Enteignung zu sprechen, es ist ja nicht so dass dies entschädigungslos passieren wird, es handelt sich vielmehr um Zwangsverkäufe, hierbei geht es auch nicht darum neue Wohnungen zu schaffen, das sollte in einem umfangreichen sozialen Wohnungsbauplan realisiert werden. Ein gelungenes Beispiel hierbei ist der umfangreiche Wohnungsbau der öffentlichen und genossenschaftlichen Träger in den 20 er Jahren, in Berlin realisiert durch den Stadtbaurat Martin Wagner (SPD).

Es geht darum Mietern ein sorgenfreies Leben zu garantieren um die soziale Schieflache im Lande zu korrigieren.

In Berlin kauften die Immobilienfirmen öffentliches Eigentum für einen unglaublich niedrigen Preis, ein Fehler des Senats und auch aller anderen Länder.
Jetzt bieten wir einen hohen Preis für den Rückkauf, der bei langlaufenden Krediten finanzierbar ist.

Ja. Der Zwangsverkauf ist ein sehr gutes Mittel den Wohnungsmarkt für kleine und mittlere Einkommen wieder attraktiver zu machen.
Die Bürger/innen sind die Profiteure.
So soll das werden für die Bürger/innen.

Ein wirksames Instrument um dem ökonomischen Optimierungswahn entgegenzutreten.

77000 Unterschriften sind gesammelt, der Berliner Senat kann jetzt reagieren, es liegt an der SPD (Grüne und Linke votieren für ja) den freien Markt zu regulieren - der nämlich brachte den Bürgern nichts - ausser Kosten.

Der Art.15 GG wurde geschaffen um ein Garant der sozialen Marktwirtschaft zu sein und um dieser wieder Geltung zu verschaffen ist die Anwendung desselben ein wirksames Mittel.

Wir schaffen das.



Korrigieren Sie mich, wenn ich das falsch verstanden habe.

Für x Jahre wird die Miete gedeckelt, richtig?
Wer bezahlt dann klimatechnisch und Nebenkosten relevant Renovierungen, wie z.B. Türen und Fenster, Heizungsaustausch, Isolierung, etc.?
Oder bleibt das dann auch diese Jahre im bisherigen Zustand?
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19266
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Teeernte » Mo 17. Jun 2019, 19:01

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jun 2019, 17:56)


Korrigieren Sie mich, wenn ich das falsch verstanden habe.

Für x Jahre wird die Miete gedeckelt, richtig?
Wer bezahlt dann klimatechnisch und Nebenkosten relevant Renovierungen, wie z.B. Türen und Fenster, Heizungsaustausch, Isolierung, etc.?
Oder bleibt das dann auch diese Jahre im bisherigen Zustand?


Man braucht Freitags in Zukunft keine Schule mehr... da kann man sparen - und das Geld dann für die Renovierung der Mietnomadenwohnungen nehmen.

Ansonsten gibt es ein gutes Vorbild, DDR...die verfallenen Städte bilden selbst heute noch eine gut laufende Filmkulisse.

Der Grundbucheintrag ist also an der Wohnungsnot Schuld.... :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 36711
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon JJazzGold » Mo 17. Jun 2019, 19:03

Teeernte hat geschrieben:(17 Jun 2019, 19:01)

Man braucht Freitags in Zukunft keine Schule mehr... da kann man sparen - und das Geld dann für die Renovierung der Mietnomadenwohnungen nehmen.

Ansonsten gibt es ein gutes Vorbild, DDR...die verfallenen Städte bilden selbst heute noch eine gut laufende Filmkulisse.

Der Grundbucheintrag ist also an der Wohnungsnot Schuld.... :D :D :D


Sie haben begriffen, worauf ich hinaus will. :)
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19266
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Teeernte » Mo 17. Jun 2019, 19:29

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jun 2019, 19:03)

Sie haben begriffen, worauf ich hinaus will. :)


Enteigner lesen die Renditetexte nicht....

Bei fast 25 Prozent der Immobilienanlagen beträgt die Rendite null Prozent, den Vermietern bringt ihr Wohneigentum gar nichts, hat das Wirtschaftsforschungsinstitut herausgefunden. Bei 8,5 Prozent ist die Bruttorendite sogar negativ. Von den etwa sieben Millionen Haus- und Wohnungseigentümern, die ihre Immobilie als Kapitalanlage nutzen, verdienen damit rund drei Millionen am Ende des Tages kein Geld. Fast 21 Prozent der Vermieter bringt ihre Immobilie gerade einmal null bis zwei Prozent ein. Zieht man die Inflation ab, bleibt nicht allzu viel übrig. Nur 18 Prozent der Eigentümer können mit einer Verzinsung von 5 Prozent und mehr eine ordentliche Rendite erzielen.

„Geht man von einer durchschnittlichen Inflation von jährlich zwei Prozent aus, liegen die Renditen von mehr als 50 Prozent der Immobilieninvestitionen unterhalb der Inflationsgrenze“,

„Gemessen an den Renditen, die man in der Vergangenheit für relativ sichere Finanzanlagen erzielen konnte, sind die hier ermittelten Renditen privater Immobilieninvestitionen relativ gering“, so das Wirtschaftsforschungsinstitut. Dies gelte besonders, wenn man das höhere Risiko und den individuellen Bewirtschaftungsaufwand mit berücksichtige. Auch der Auftraggeber der Studie bewertet die Hoffnung der Deutschen, ihr Anlageglück in einer Immobilie zu finden, kritisch: „Häufig wird ein Großteil der Ersparnisse in eine vermietete Eigentumswohnung investiert. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn die Rendite durch eine falsche Verwaltung gedrückt wird..


Ich mein aber - was ändert sich an der Wohnungsnot - wenn die bewohnte Wohnung einen anderen Eigentümer hat ?

(Der Mieter zieht nicht mehr aus der billigen Wohnung ...sondern VERKAUFT den Schlüssel der Wohnung meistbietend. )
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 40776
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 17. Jun 2019, 20:17

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jun 2019, 17:56)

Wer bezahlt dann klimatechnisch und Nebenkosten relevant Renovierungen, wie z.B. Türen und Fenster, Heizungsaustausch, Isolierung, etc.?

Na die Idioten, die dann noch arbeiten gehen und Steuern zahlen müssen ;)
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 30485
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon jack000 » Mo 17. Jun 2019, 20:22

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Jun 2019, 20:17)

Na die Idioten, die dann noch arbeiten gehen und Steuern zahlen müssen ;)

Wie jetzt? Geld was verteilt wird muss irgendwer vorher erarbeitet haben :?:
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
aleph
Moderator
Beiträge: 8630
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 18:25
Benutzertitel: Hat den Überblick
Wohnort: ប្រទេសអាល្លឺម៉ង់

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon aleph » Mo 17. Jun 2019, 20:25

jack000 hat geschrieben:(17 Jun 2019, 20:22)

Wie jetzt? Geld was verteilt wird muss irgendwer vorher erarbeitet haben :?:

Da ja beliebig viele ressourcen da sind, kann man beliebig viel geld drucken. Man müsste die noch nicht gefundenen ressourcen verkaufen, indem man anteilsscheine dafür ausstellt und vermeidet somit inflation.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein. Walter Jens
Economic Left/Right: -2.5 Social Libertarian/Authoritarian: -3.54
Benutzeravatar
Weltregierung
Beiträge: 4467
Registriert: So 1. Jun 2008, 00:57
Benutzertitel: Wirr ist das Volk

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon Weltregierung » Mo 17. Jun 2019, 20:33

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Jun 2019, 20:17)

Na die Idioten, die dann noch arbeiten gehen und Steuern zahlen müssen ;)


Der Steuerzahler bezahlt also demnächst die Modernisierung meiner Wohnung?
Stir us from our wanton slumber
Mitigate our ruin
Call us all to arms and order
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 36711
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon JJazzGold » Mo 17. Jun 2019, 20:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Jun 2019, 20:17)

Na die Idioten, die dann noch arbeiten gehen und Steuern zahlen müssen ;)


Das kann ich mir jetzt schwer vorstellen, dass der Berliner Senat diese Kosten übernimmt, nachdem er die Mieten für x Jahre gedeckelt hat. Diese Kosten wird wohl niemand übernehmen.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 30485
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Wohnungsnot - Sind Enteignungen eine Lösung?

Beitragvon jack000 » Mo 17. Jun 2019, 20:36

Teeernte hat geschrieben:(17 Jun 2019, 19:01)

Man braucht Freitags in Zukunft keine Schule mehr... da kann man sparen - und das Geld dann für die Renovierung der Mietnomadenwohnungen nehmen.

Ansonsten gibt es ein gutes Vorbild, DDR...die verfallenen Städte bilden selbst heute noch eine gut laufende Filmkulisse.

Der Grundbucheintrag ist also an der Wohnungsnot Schuld.... :D :D :D

Ich bin in Grenznähe aufgewachsen und konnte mich 1989 somit selbst von dem Erfolg der DDR-Wohnungspolitik überzeugen.
=> Schade, dass es damals nicht die Kameras/Smartphones gab wie heute, denn sonst hätte ich die Aufnahmen dessen was ich gesehen habe an Google Street-View verschenkt und als Link in meiner Signatur!
DU30
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)

Zurück zu „2. Innenpolitik - Verfassung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste