Der Konflikt USA versus Iran

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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 15. Jun 2019, 00:48

Ger9374 hat geschrieben:(15 Jun 2019, 00:40)

Mir scheint das die USA nachdem der Irak
als Stellvertreter ihrer Interessen ja wegfiel,
dankbar Saudi-Arabien als Ersatz heranzieht. Täusche ich mich oder ist da was dran!?

Keine ganz schlechte Frage.
Welche Interessen könnte die USA in der Region wohl haben?
Auch und besonders in den Gewässern?
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Ger9374 » Sa 15. Jun 2019, 08:40

Das Saudis und Amis ebenso Israel den Iran als aufkommende Regionalmacht schwächen wollen wäre klar .
Das Spiel mit dem Öl würde auch die Saudis wirtschaftlich treffen . Obwohl deren Reserven noch respektabel wären .
Doch Not oder gar Einschränkungen kennen die Saudis kaum, die Bevölkerung könnte negativer reagieren wie das Königshaus erwartet!Die Iraner sind da erprobter, mit der richtigen politischen Motivation ist es das Land das am längsten mit wirtschaftlichen Einschränkungen Erfahrungen hat!
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Cobra9 » Sa 15. Jun 2019, 10:23

Großbritannien sieht auch den Iran als Täter


https://www.tagesschau.de/ausland/tanker-oman-113.html

Die Usa werfen viel Öl auf den Markt, was den Ölpreis drücken wird
https://www.google.de/url?q=https://www ... o_52I3pwb6
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Orbiter1 » Sa 15. Jun 2019, 10:43

Cobra9 hat geschrieben:(15 Jun 2019, 10:23)

Großbritannien sieht auch den Iran als Täter
Nö, nicht Großbritannien sondern der britische Außenminister, der gerne Premierminister werden möchte, sieht den Iran als Täter. Und so sieht es laut dem Guardian der britische Oppositionsführer Corbyn.

"Corbyn: no 'credible evidence' of Iran role in tanker attacks" https://t.co/gjXgUSU03r

Mal sehen ob die Speichelleckerei des britischen Außenministers seine Chancen bei der Wahl zum Tory-Vorsitzenden und Premierminister auch verbessert. Nicht alle Brexit-Befürworter sehen sich als Pudel der USA, der brav alle Befehle des Herrchens ausführt.
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Ger9374 » Sa 15. Jun 2019, 10:49

Momentan ist alles was aus der Downing Street nr.10 kommt , oder allgemein von der britische Regierung kaum als ernsthaft anzusehen. Profilierung/Wahlkampf sind angesagt.
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Cobra9 » Sa 15. Jun 2019, 10:53

Ger9374 hat geschrieben:(15 Jun 2019, 08:40)

Das Saudis und Amis ebenso Israel den Iran als aufkommende Regionalmacht schwächen wollen wäre klar .
Das Spiel mit dem Öl würde auch die Saudis wirtschaftlich treffen . Obwohl deren Reserven noch respektabel wären .
Doch Not oder gar Einschränkungen kennen die Saudis kaum, die Bevölkerung könnte negativer reagieren wie das Königshaus erwartet!Die Iraner sind da erprobter, mit der richtigen politischen Motivation ist es das Land das am längsten mit wirtschaftlichen Einschränkungen Erfahrungen hat!



Die Öl Tanker werden notfalls militärisch geschützt und dann ist wieder mehr Ruhe drin. Ich glaube fest daran das der Iran, die Usa, Israel usw. genau wissen wer dahinter steckt bei den Angriffen aktuell.

Denkbar ist, dass die entsprechenden Informationen aus strategischen Gründen zurückgehalten und bei Bedarf aus dem Hut gezaubert werden. Bei einem möglichen Motiv fällt mir der Iran und die VAE ein als Angreifer.

Wahrscheinlicher ist daher, dass Iran es vorzieht, mit heimlichen, ableugbaren Nadelstichen im Stil der jüngsten Attacken sein Drohpotenzial zu demonstrieren.
Wird Ihm wenig nützen und es wird reagiert werden.

Beim Ölpreis als Motiv würde dee Effekt nur kurzfristig zur Erhöhung des Ölpreis führen
https://www.nzz.ch/finanzen/der-erdoelm ... ld.1489110



Ich bin gespannt was passiert wenn der Iran tatsächlich innerhalb 60 Tagen die Anreicherrung auf ein illegales Level anfährt
http://english.alarabiya.net/en/News/mi ... ments.html
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Cobra9 » Sa 15. Jun 2019, 11:08

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Jun 2019, 10:43)

Nö, nicht Großbritannien sondern der britische Außenminister, der gerne Premierminister werden möchte, sieht den Iran als Täter. Und so sieht es laut dem Guardian der britische Oppositionsführer Corbyn.

"Corbyn: no 'credible evidence' of Iran role in tanker attacks" https://t.co/gjXgUSU03r

Mal sehen ob die Speichelleckerei des britischen Außenministers seine Chancen bei der Wahl zum Tory-Vorsitzenden und Premierminister auch verbessert. Nicht alle Brexit-Befürworter sehen sich als Pudel der USA, der brav alle Befehle des Herrchens ausführt.


Wenn Ich die britischen Medien verfolge kommt kein Widerspruch von der Regierung zu Äußerungen des Außenministeriums und ein Außenminister vertritt eigentlich die Regierung bei solchen Statements.

Ich kenn wenig Fälle wo der Umweltminister sich zu sowas geäußert hat ;)

Logisch ist die Täterschaft für die Angriffe umstritten
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Audi » Sa 15. Jun 2019, 11:15

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Jun 2019, 16:19)

Ist doch klar, dass die Menschenfeinde den Schulterschluss üben.

Na dann sind ja USA und Saudi Arabien Menschenfreunde :D
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Audi » Sa 15. Jun 2019, 11:35

Außenminister Mohammed Dschawad Sarif wies die Anschuldigungen der USA als "gegenstandslos" zurück. Sarif schrieb bei Twitter, die US-Regierung habe "sofort" den Iran beschuldigt, ohne einen "Schnipsel" Beweise oder Indizien vorzulegen. Damit sei "mehr als klar", dass die US-Regierung nun zu einem "Plan B" und "Sabotage-Diplomatie" übergehe, um ihren "Wirtschaftsterrorismus" gegen den Iran zu verschleiern. Sarif nannte es äußerst "verdächtig", dass sich die Vorfälle während "freundschaftlicher Gespräche" des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe mit Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei ereigneten.


Gibt es irgendwelche Beweise?

Die Vereinigten Staaten haben dem UN-Sicherheitsrat trotz öffentlicher Schuldzuweisungen an Teheran offensichtlich keine Belege für die Verantwortung des Irans für die Angriffe auf Öltanker am Golf vorgelegt. "Wir haben keinerlei Beweise diskutiert", sagte der kuwaitische UN-Botschafter Mansur al-Otaibi nach einem Treffen des Gremiums am Donnerstag. Kuwait steht dem Gremium momentan vor.


web.de/amp/33788810

Abwarten was da raus kommt. Ich traue es beiden Seiten zu oder gar Israel.
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Der Erwin » Sa 15. Jun 2019, 11:42

Audi hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:35)

Außenminister Mohammed Dschawad Sarif wies die Anschuldigungen der USA als "gegenstandslos" zurück. Sarif schrieb bei Twitter, die US-Regierung habe "sofort" den Iran beschuldigt, ohne einen "Schnipsel" Beweise oder Indizien vorzulegen. Damit sei "mehr als klar", dass die US-Regierung nun zu einem "Plan B" und "Sabotage-Diplomatie" übergehe, um ihren "Wirtschaftsterrorismus" gegen den Iran zu verschleiern. Sarif nannte es äußerst "verdächtig", dass sich die Vorfälle während "freundschaftlicher Gespräche" des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe mit Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei ereigneten.


Gibt es irgendwelche Beweise?

Die Vereinigten Staaten haben dem UN-Sicherheitsrat trotz öffentlicher Schuldzuweisungen an Teheran offensichtlich keine Belege für die Verantwortung des Irans für die Angriffe auf Öltanker am Golf vorgelegt. "Wir haben keinerlei Beweise diskutiert", sagte der kuwaitische UN-Botschafter Mansur al-Otaibi nach einem Treffen des Gremiums am Donnerstag. Kuwait steht dem Gremium momentan vor.


web.de/amp/33788810

Abwarten was da raus kommt. Ich traue es beiden Seiten zu oder gar Israel.


Die USA haben die Sanktionen gegen den Iran in keinster Weise verschleiert, dass wird ganz offen kommuniziert und das schon vor den Anschlägen, was bist du den für einer?!

Es wurden keine Beweise diskutiert weil es nicht Gegenstand des Treffens war, es waren auch keine US Tanker die angegriffen wurden! Wäre dies der Fall gewesen hätte man noch nicht einmal vor der UN gesprochen sondern reagiert!
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Audi » Sa 15. Jun 2019, 11:58

Der Erwin hat geschrieben:(15 Jun 2019, 11:42)

Die USA haben die Sanktionen gegen den Iran in keinster Weise verschleiert, dass wird ganz offen kommuniziert und das schon vor den Anschlägen, was bist du den für einer?!

Es wurden keine Beweise diskutiert weil es nicht Gegenstand des Treffens war, es waren auch keine US Tanker die angegriffen wurden! Wäre dies der Fall gewesen hätte man noch nicht einmal vor der UN gesprochen sondern reagiert!


USA beschuldigen den Iran ohne Beweise. Ich bin "so einer" dem das nicht egal ist.
Wenn Lemminge dann treu hinterher laufen und einen Konflikt beginnen ist es deren Problem.
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 15. Jun 2019, 12:52

Fakt ist zunächst, dass es offensichtlich Anschläge und Attacken gab. Die Frage, die essentiell ist, drängt sich da auf:
"Wem nützt diese gefährliche und gezielte Erhöhung der Eskalation tatsächlich? Und im Sinne eigener Interessens- und Unschuldspropaganda - am meisten?
Und zwar aus zweierlei Betrachtungswinkeln: Innenpolitisch und aussenpolitisch (=unter wirtschaftlichen als auch sicherheitspolitischen Aspekten).

Was die Frage angeht, weshalb hier Israel nicht logischer Hintergrundplaner genannt (oder gar verschweigen) wird:

Man sollte den Zusammenhang bzw. den Ausgangsgrund des aktuellen Konflikts im Blick behalten: Diesen (nunmehr) gescheiterten Atomdeal.
Ein Abkommen, das Israel hinsichtlich einer atomaren Bedrohung durch Iran - damals auch im Gegensatz zu den USA - schon immer als unzureichend und untauglich ablehnte.
Und dafür gute und plausible Gründe anführte, die beim Abschluss des Deals und den von Anfang an bestehenden Defiziten schlicht ignoriert wurden.

Die USA haben mittlerweile diese Defizite erkannt und wollen/wollten entsprechend neue und erweiterte Vertragsverhandlungen, die auch die Problematik
der Raketenentwicklung des Iran miteinschließen und eine tatsächliche, umfassende Kontrolle aller Forschungstätigkeiten des Iran. Die im bestehenden Vertrag
ja seitens Iran verwässert bzw. jederzeit blockiert werden kann. Mit der Begründung, etwaige Kontrollen betreffen nationale Sicherheitsbereiche des Iran
und seien im Sinne einer umfassenden Sicherheitskontrolle existenzbedrohend für den Staat Iran. Folglich kann man so - und regelkonform zum bisher bestehenden
Vertrag dieses Atomdeals - alles vor Kontrollen schützen, das man vielleicht nicht nur aus Gründen der nationalen Sicherheit verheimlichen will.

Diese Schwäche des Atomdeals kritisierte Israel von Anfang an als unzureichend und grob fahrlässig...Besonders in Hinblick auf die eigene, von Iran - damals wie heute -
aggressive Bedrohung- und Vernichtungspolitik gegenüber Israel.

Für Israel hat sich - mit dem Ausstieg der USA - nicht wesentlich etwas geändert. Das Land musste beim damaligen Abschluss des Atomdeals ohnehin seinen eigenen
sicherheitspolitischen Kurs gehen, indem es sich vor allem auf sich selbst und seine Wehrhaftigkeit konzentriert, statt sich der EU und damals auch der
wegsehenden Obama-Administration auszuliefern. Und einem Iran, der durch den Atomdeal zu Geldmitteln und erweiterten Möglichkeiten kommt, um seine
direkt gegen den Staat Israel gerichtete Terror- und Vernichtungspolitik noch weiter auszubauen und zu verstärken.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Zu anderen Akteuren:
Die USA (und Saudi Arabien):
Diese haben wirtschaftspolitisch - anders als die EU - kaum Vorteile oder gar gesteigerte, profitorientierte Interessen an einem wirtschaftlich prosperierendem Iran.
Die brauchen diese Profitaussichten nicht. Anders sieht es sicherheitspolitisch aus, wenn man den verbündeten und immer noch entscheidenden Ölfaktor miteinbeziehen
und damit Saudi-Arabien. Würden die USA Iran einfach machen lassen und diesen Atomdeal akzeptieren, würde das früher oder später zu einer Atommacht Iran führen.
Und erhöhten Terrorunterstützungsaktivitäten und Bestrebungen des Iran, seinem Hegemonialanspruch im Nahen und Mittleren Osten näher zu kommen oder diesen
zu verwirklichen. Das wiederum wäre für Saudi Arabien untragbar und als Folge einer künftigen Atommacht Iran wäre die Konsequenz eine ebensolche Bewaffnung
Saudi Arabiens. Was die USA natürlich in ein breites Dilemma stürzen würde. Im Falle einer Verweigerung oder ebensolchen stringenten Verhinderungspolitik für den Fall,
dass Saudi Arabien darauf bestehen würde, aus Sicht der USA (und der EU) aber nicht zur Atommacht werden dürfe, steht dann gewaltiges Konfliktpotenzial ins Haus.

Also geht man seitens der USA den "einfacheren" Weg, generell gegen neue Atommächte zu sein. Einem Iran das genausowenig zuzugestehen wie Nordkorea.
Im Falle des generellen konfliktrichtigen Raums Naher bzw. Mittlerer Osten kommt noch die existenzbedrohende Komponente für Israel hinzu.
Kein Staat der Erde wird so offen, aktiv und aggressiv in seiner Existenz bedroht wie Israel (vor allem durch Iran).

Der Iran:
Die fundamentalistische, radikal-religiöse Theokratie des dortigen Mullahregimes hat sowohl innenpolitisch (im Sinne eines nationbildenden Schulterschlusses gegen den "Satan USA" und seinen
"zionistischen Bocksfuß Israel") durchaus Gründe und Interessen, mit allen Mitteln, auch verdeckten und anonymisierten Anschlägen dosiert "Benzin", nicht nur Öl ins Feuer zu gießen.
Die USA sind ja schon raus. Die Sanktionen treffen die Zivilgesellschaft des Iran hart. Die wirtschaftlich und finanziell immer negativer wirkende Situation für das Mullahregime (und im Gefolge immer unzufriedenere Iraner und Iranerinnen) können für die Mullahdiktatur gefährlich werden. Da tut Ablenkung Not und die Verschiebung für die missliche Lage im eigenen Land in die Verantwortung der USA (Und natürlich Israels. Das sowieso immer Schuld ist).

Aussenpolitisch (sowohl wirtschaftlich/finanziell als auch in Bezug auf eine Erweiterung der eigenen Machtsphäre als bestimmende Regionalmacht in Nahost) sind die Interessen sonnenklar. Man wird entsprechend versuchen,
den Westen (besonders die EU, aber auch China und Russland) gegen die USA in Stellung zu bringen. Als tatsächlichen Eskalation- und Friedensgefährdungsfaktor. Da passt es gut ins Bild, obskure Anschläge zu inszenieren, die man dann propagandistisch dem Westen als Lüge (über den wahren Verursacher) ans Bein bindet. Das dürfte auch auf fruchtbaren Boden fallen...Man muss nur an die "Golf von-Tonkin Lüge" oder das Powell-Blair-Märchen in Sachen Irak und seiner Massenvernichtungswaffen erinnern...und zackbumm, schon ist klar, wer hier lügt und betrügt, um einen Krieg vom Zaun zu brechen. Für Manche und Bot-Maschinen zumindest. Nicht für alle.
Es soll auch noch Leute geben, die den aktuellen Iran und sein diktatorisches Mullahregime klar als das sehen, was er ist. Eine dauerhafte und vielfach belegte Gefahr für den Frieden allgemein. Besonders für den in Nahost.
Und noch mehr, für die Existenz und Sicherheit des demokratischen und jüdischen Rechtsstaats Israel.

Da es aus meiner - rein persönlichen Einschätzung heraus - aber nicht nach einer innenpolitischen Entmachtung der Mullahdiktatur im Iran aussieht, das Regime im Innern notfalls eisern durchgreift und das iranische Volk in seine Schariaketten der Unfreiheit und existenziellen Not (ohne Not) legt, wäre es auch für Iran besser, die Forderungen der USA, an den Verhandlungstisch zu kommen, um den Deal neu und umfassend auszuhandeln. Und einzusehen, dass der bestehende Deal einfach keine zuverlässige und vertrauenswürdige Grundlage sein kann. Das wäre für alle besser. Friedlicher und zukunftsfähiger im Sinne einer positiven Änderung der aktuellen Situation für die betroffenen Menschen. In Iran. In Nahost. In Europa. Und auf der ganzen Welt. Auch als positiv wirkendes Beispiel.

Aber wer weiss, wie piepegal das radikalen Mullahgehirnen ist...oder vielleicht doch nicht? Wir werden sehen...und hoffentlich nicht inzwischen eine unvorhergesehene Eskalation erleben, die in einem offenen, militärischen Konflikt ausartet. DAS wäre ganz schlimm.
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon ThorsHamar » Sa 15. Jun 2019, 13:56

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(15 Jun 2019, 12:52)

Fakt ist zunächst, dass es offensichtlich Anschläge und Attacken gab. Die Frage, die essentiell ist, drängt sich da auf:
"Wem nützt diese gefährliche und gezielte Erhöhung der Eskalation tatsächlich? Und im Sinne eigener Interessens- und Unschuldspropaganda - am meisten?
Und zwar aus zweierlei Betrachtungswinkeln: Innenpolitisch und aussenpolitisch (=unter wirtschaftlichen als auch sicherheitspolitischen Aspekten).

Was die Frage angeht, weshalb hier Israel nicht logischer Hintergrundplaner genannt (oder gar verschweigen) wird:

Man sollte den Zusammenhang bzw. den Ausgangsgrund des aktuellen Konflikts im Blick behalten: Diesen (nunmehr) gescheiterten Atomdeal.
Ein Abkommen, das Israel hinsichtlich einer atomaren Bedrohung durch Iran - damals auch im Gegensatz zu den USA - schon immer als unzureichend und untauglich ablehnte.
Und dafür gute und plausible Gründe anführte, die beim Abschluss des Deals und den von Anfang an bestehenden Defiziten schlicht ignoriert wurden.

Die USA haben mittlerweile diese Defizite erkannt und wollen/wollten entsprechend neue und erweiterte Vertragsverhandlungen, die auch die Problematik
der Raketenentwicklung des Iran miteinschließen und eine tatsächliche, umfassende Kontrolle aller Forschungstätigkeiten des Iran. Die im bestehenden Vertrag
ja seitens Iran verwässert bzw. jederzeit blockiert werden kann. Mit der Begründung, etwaige Kontrollen betreffen nationale Sicherheitsbereiche des Iran
und seien im Sinne einer umfassenden Sicherheitskontrolle existenzbedrohend für den Staat Iran. Folglich kann man so - und regelkonform zum bisher bestehenden
Vertrag dieses Atomdeals - alles vor Kontrollen schützen, das man vielleicht nicht nur aus Gründen der nationalen Sicherheit verheimlichen will.

Diese Schwäche des Atomdeals kritisierte Israel von Anfang an als unzureichend und grob fahrlässig...Besonders in Hinblick auf die eigene, von Iran - damals wie heute -
aggressive Bedrohung- und Vernichtungspolitik gegenüber Israel.

Für Israel hat sich - mit dem Ausstieg der USA - nicht wesentlich etwas geändert. Das Land musste beim damaligen Abschluss des Atomdeals ohnehin seinen eigenen
sicherheitspolitischen Kurs gehen, indem es sich vor allem auf sich selbst und seine Wehrhaftigkeit konzentriert, statt sich der EU und damals auch der
wegsehenden Obama-Administration auszuliefern. Und einem Iran, der durch den Atomdeal zu Geldmitteln und erweiterten Möglichkeiten kommt, um seine
direkt gegen den Staat Israel gerichtete Terror- und Vernichtungspolitik noch weiter auszubauen und zu verstärken.

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Zu anderen Akteuren:
Die USA (und Saudi Arabien):
Diese haben wirtschaftspolitisch - anders als die EU - kaum Vorteile oder gar gesteigerte, profitorientierte Interessen an einem wirtschaftlich prosperierendem Iran.
Die brauchen diese Profitaussichten nicht. Anders sieht es sicherheitspolitisch aus, wenn man den verbündeten und immer noch entscheidenden Ölfaktor miteinbeziehen
und damit Saudi-Arabien. Würden die USA Iran einfach machen lassen und diesen Atomdeal akzeptieren, würde das früher oder später zu einer Atommacht Iran führen.
Und erhöhten Terrorunterstützungsaktivitäten und Bestrebungen des Iran, seinem Hegemonialanspruch im Nahen und Mittleren Osten näher zu kommen oder diesen
zu verwirklichen. Das wiederum wäre für Saudi Arabien untragbar und als Folge einer künftigen Atommacht Iran wäre die Konsequenz eine ebensolche Bewaffnung
Saudi Arabiens. Was die USA natürlich in ein breites Dilemma stürzen würde. Im Falle einer Verweigerung oder ebensolchen stringenten Verhinderungspolitik für den Fall,
dass Saudi Arabien darauf bestehen würde, aus Sicht der USA (und der EU) aber nicht zur Atommacht werden dürfe, steht dann gewaltiges Konfliktpotenzial ins Haus.

Also geht man seitens der USA den "einfacheren" Weg, generell gegen neue Atommächte zu sein. Einem Iran das genausowenig zuzugestehen wie Nordkorea.
Im Falle des generellen konfliktrichtigen Raums Naher bzw. Mittlerer Osten kommt noch die existenzbedrohende Komponente für Israel hinzu.
Kein Staat der Erde wird so offen, aktiv und aggressiv in seiner Existenz bedroht wie Israel (vor allem durch Iran).

Der Iran:
Die fundamentalistische, radikal-religiöse Theokratie des dortigen Mullahregimes hat sowohl innenpolitisch (im Sinne eines nationbildenden Schulterschlusses gegen den "Satan USA" und seinen
"zionistischen Bocksfuß Israel") durchaus Gründe und Interessen, mit allen Mitteln, auch verdeckten und anonymisierten Anschlägen dosiert "Benzin", nicht nur Öl ins Feuer zu gießen.
Die USA sind ja schon raus. Die Sanktionen treffen die Zivilgesellschaft des Iran hart. Die wirtschaftlich und finanziell immer negativer wirkende Situation für das Mullahregime (und im Gefolge immer unzufriedenere Iraner und Iranerinnen) können für die Mullahdiktatur gefährlich werden. Da tut Ablenkung Not und die Verschiebung für die missliche Lage im eigenen Land in die Verantwortung der USA (Und natürlich Israels. Das sowieso immer Schuld ist).

Aussenpolitisch (sowohl wirtschaftlich/finanziell als auch in Bezug auf eine Erweiterung der eigenen Machtsphäre als bestimmende Regionalmacht in Nahost) sind die Interessen sonnenklar. Man wird entsprechend versuchen,
den Westen (besonders die EU, aber auch China und Russland) gegen die USA in Stellung zu bringen. Als tatsächlichen Eskalation- und Friedensgefährdungsfaktor. Da passt es gut ins Bild, obskure Anschläge zu inszenieren, die man dann propagandistisch dem Westen als Lüge (über den wahren Verursacher) ans Bein bindet. Das dürfte auch auf fruchtbaren Boden fallen...Man muss nur an die "Golf von-Tonkin Lüge" oder das Powell-Blair-Märchen in Sachen Irak und seiner Massenvernichtungswaffen erinnern...und zackbumm, schon ist klar, wer hier lügt und betrügt, um einen Krieg vom Zaun zu brechen. Für Manche und Bot-Maschinen zumindest. Nicht für alle.
Es soll auch noch Leute geben, die den aktuellen Iran und sein diktatorisches Mullahregime klar als das sehen, was er ist. Eine dauerhafte und vielfach belegte Gefahr für den Frieden allgemein. Besonders für den in Nahost.
Und noch mehr, für die Existenz und Sicherheit des demokratischen und jüdischen Rechtsstaats Israel.

Da es aus meiner - rein persönlichen Einschätzung heraus - aber nicht nach einer innenpolitischen Entmachtung der Mullahdiktatur im Iran aussieht, das Regime im Innern notfalls eisern durchgreift und das iranische Volk in seine Schariaketten der Unfreiheit und existenziellen Not (ohne Not) legt, wäre es auch für Iran besser, die Forderungen der USA, an den Verhandlungstisch zu kommen, um den Deal neu und umfassend auszuhandeln. Und einzusehen, dass der bestehende Deal einfach keine zuverlässige und vertrauenswürdige Grundlage sein kann. Das wäre für alle besser. Friedlicher und zukunftsfähiger im Sinne einer positiven Änderung der aktuellen Situation für die betroffenen Menschen. In Iran. In Nahost. In Europa. Und auf der ganzen Welt. Auch als positiv wirkendes Beispiel.

Aber wer weiss, wie piepegal das radikalen Mullahgehirnen ist...oder vielleicht doch nicht? Wir werden sehen...und hoffentlich nicht inzwischen eine unvorhergesehene Eskalation erleben, die in einem offenen, militärischen Konflikt ausartet. DAS wäre ganz schlimm.


Das ist imho eine gute Zusammenfassung, bis auf einen Satz vielleicht. Du schreibst "Die USA haben mittlerweile diese Defizite erkannt und wollen/wollten entsprechend neue und erweiterte Vertragsverhandlungen,..." und ich meine, dass nicht "die US" ein Defizit erkannt hat, sondern die Israellobby in den US das für Israel relevante Defizit in die US Politik eingebracht hat.
Das Ergebnis ist zwar gleich, aber so erscheinen auf einmal die Intentionen stimmig.
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Orbiter1 » Sa 15. Jun 2019, 13:58

Der iranische Präsident Rohani bekräftigt die iranische Position.

"Iran will sich ungeachtet der Sanktionen der Vereinigten Staaten vorerst weiter im Grundsatz an das Atomabkommen halten, erwartet aber „positive Signale“. Andernfalls werde sich Teheran weiter von einigen der Verpflichtungen verabschieden, sagte Irans Präsident Hassan Rohani. ... Iran hält nach den Worten von Rohani an seinem Ultimatum fest. Demnach sollen die Vertragspartner bis zum 7. Juli die Vereinbarungen umsetzen. „Daher sind wir gezwungen unsere Verpflichtungen im Atomdeal noch weiter zu reduzieren ... falls von der Gegenseite keine geeignete Maßnahmen zur Umsetzung erfolgen“, sagte Ruhani. Iran sei aber weiterhin zu diplomatischen Verhandlungen bereit und begrüße eine „Win-win-Situation für alle Seiten“.

Auch Russland steht weiterhin hinter dem getroffenen Abkommen.

"Russlands Präsident Wladimir Putin sagte in Duschanbe, es gebe keine Alternative zu dem Abkommen für eine Lösung des Konflikts um das iranische Atomprogramm. „Der Ausstieg der USA aus diesen Vereinbarungen hat die Umsetzung erheblich erschwert. Das wirkt sich negativ auf die allgemeine Situation hinsichtlich einer Nichtverbreitung von Atomwaffen aus“, sagte Putin." Quelle: https://m.faz.net/aktuell/politik/ausla ... 7.amp.html
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon ThorsHamar » Sa 15. Jun 2019, 14:04

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Jun 2019, 13:58)

Der iranische Präsident Rohani bekräftigt die iranische Position.

"Iran will sich ungeachtet der Sanktionen der Vereinigten Staaten vorerst weiter im Grundsatz an das Atomabkommen halten, erwartet aber „positive Signale“. Andernfalls werde sich Teheran weiter von einigen der Verpflichtungen verabschieden, sagte Irans Präsident Hassan Rohani. ... Iran hält nach den Worten von Rohani an seinem Ultimatum fest. Demnach sollen die Vertragspartner bis zum 7. Juli die Vereinbarungen umsetzen. „Daher sind wir gezwungen unsere Verpflichtungen im Atomdeal noch weiter zu reduzieren ... falls von der Gegenseite keine geeignete Maßnahmen zur Umsetzung erfolgen“, sagte Ruhani. Iran sei aber weiterhin zu diplomatischen Verhandlungen bereit und begrüße eine „Win-win-Situation für alle Seiten“.

Auch Russland steht weiterhin hinter dem getroffenen Abkommen.

"Russlands Präsident Wladimir Putin sagte in Duschanbe, es gebe keine Alternative zu dem Abkommen für eine Lösung des Konflikts um das iranische Atomprogramm. „Der Ausstieg der USA aus diesen Vereinbarungen hat die Umsetzung erheblich erschwert. Das wirkt sich negativ auf die allgemeine Situation hinsichtlich einer Nichtverbreitung von Atomwaffen aus“, sagte Putin." Quelle: https://m.faz.net/aktuell/politik/ausla ... 7.amp.html


Irgendwie ist es schon absurd, dass hier mit Krieg gespielt wird, weil ein Staat einen Vertrag zur Nutzung von Kernenergie unterschrieben hat, mit Kontrolle und mit dem Wohlwollen fast der gesamten modernen Zivilisation.
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 15. Jun 2019, 14:12

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Jun 2019, 13:58)

Der iranische Präsident Rohani bekräftigt die iranische Position.

"Iran will sich ungeachtet der Sanktionen der Vereinigten Staaten vorerst weiter im Grundsatz an das Atomabkommen halten, erwartet aber „positive Signale“. Andernfalls werde sich Teheran weiter von einigen der Verpflichtungen verabschieden, sagte Irans Präsident Hassan Rohani. ... Iran hält nach den Worten von Rohani an seinem Ultimatum fest. Demnach sollen die Vertragspartner bis zum 7. Juli die Vereinbarungen umsetzen. „Daher sind wir gezwungen unsere Verpflichtungen im Atomdeal noch weiter zu reduzieren ... falls von der Gegenseite keine geeignete Maßnahmen zur Umsetzung erfolgen“, sagte Ruhani. Iran sei aber weiterhin zu diplomatischen Verhandlungen bereit und begrüße eine „Win-win-Situation für alle Seiten“.

Auch Russland steht weiterhin hinter dem getroffenen Abkommen.

"Russlands Präsident Wladimir Putin sagte in Duschanbe, es gebe keine Alternative zu dem Abkommen für eine Lösung des Konflikts um das iranische Atomprogramm. „Der Ausstieg der USA aus diesen Vereinbarungen hat die Umsetzung erheblich erschwert. Das wirkt sich negativ auf die allgemeine Situation hinsichtlich einer Nichtverbreitung von Atomwaffen aus“, sagte Putin." Quelle: https://m.faz.net/aktuell/politik/ausla ... 7.amp.html

Oh, die Mullahs stimmen sich zu, wie überraschend.

Es bedeutet, sie steigen faktisch aus dem Atomdeal aus, verleihen aber der Hoffnung Ausdruck, die Europäer mögen sich noch bis zum 7. Juli erpressen lassen.
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 15. Jun 2019, 14:14

ThorsHamar hat geschrieben:(15 Jun 2019, 14:04)

Irgendwie ist es schon absurd, dass hier mit Krieg gespielt wird, weil ein Staat einen Vertrag zur Nutzung von Kernenergie unterschrieben hat, mit Kontrolle und mit dem Wohlwollen fast der gesamten modernen Zivilisation.

Die West-Alliierten, Europäer und die Arabische Liga sehen die destruktive Rolle des Irans in der Region übereinstimmend kritisch.
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon Audi » Sa 15. Jun 2019, 14:21

Ich sehe alle Beteiligten destruktiv in der Region. Auch USA und natürlich Saudi Arabien. Der Iran ist einer davon. Da muss man sich an den Tisch setzen und Verträge aushandeln und keine Islamisten unterstützen seien es saudischen Proxys oder iranische.
Alle Verträge zu kündigen ist kurzsichtig und gefährlich wie es auch die Europäer sehen
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon ThorsHamar » Sa 15. Jun 2019, 14:25

DarkLightbringer hat geschrieben:(15 Jun 2019, 14:14)

Die West-Alliierten, Europäer und die Arabische Liga sehen die destruktive Rolle des Irans in der Region übereinstimmend kritisch.


Ja, berechtigt, finde ich. Trotzdem ist der Iran auf das Abkommen eingegangen, incl. aller Kontrollen. Und das ist natürlich sehr ärgerlich für bestimmte politische Kräfte.
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Re: Der Konflikt USA versus Iran

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 15. Jun 2019, 14:32

ThorsHamar hat geschrieben:(15 Jun 2019, 14:25)

Ja, berechtigt, finde ich. Trotzdem ist der Iran auf das Abkommen eingegangen, incl. aller Kontrollen. Und das ist natürlich sehr ärgerlich für bestimmte politische Kräfte.

Ja, aber was nützt mir eine Putzfrau, die sich zwar an ihre Arbeitszeiten hält, gleichzeitig aber einen Terroranschlag vorbereitet?
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[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]

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