Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

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Eiskalt
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Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon Eiskalt » Mi 12. Jun 2019, 18:42

sagt die Blöd-Zeitung:

Hauptursache für den Bevölkerungsschwund ist dem Institut zufolge die Massenflucht aus Ostdeutschland von 1949 bis zum Mauerbau im Jahr 1961. Darüber hinaus fehlte in der damaligen DDR auch die Zuwanderung junger Gastarbeiter in den 60er und frühen 70er Jahren. Schließlich habe die Abwanderung nach der Wende vor 30 Jahren zur unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung beigetragen.
„Nach dem Fall der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung im Jahr 1990 setzte sich in Ostdeutschland fort, was durch den Mauerbau im Jahr 1961 scheinbar nur unterbrochen wurde. Wie bereits in der direkten Nachkriegszeit verließen noch einmal Millionen Ostdeutsche ihre Heimat, diesmal ge­trieben von Massenarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit“, erklärt Ifo-Experte Rösel.

https://m.bild.de/politik/inland/politik-inland/einwohnerzahl-in-ostdeutschland-sinkt-dramatisch-bewohner-fluechten-nach-westen-62571550.bildMobile.html

Könnte man doch gut mit den Neubürgern aus dem Nahen Osten auffüllen. :)
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon frems » Mi 12. Jun 2019, 20:43

Eiskalt hat geschrieben:(12 Jun 2019, 18:42)
Könnte man doch gut mit den Neubürgern aus dem Nahen Osten auffüllen. :)

Oder es wird einfach ein Volk ohne Raum, wenn Kohls Goldstücke weiterhin rübermachen. Da haben die Bananenwerfer und Mauerklatscher ganze Arbeit geleistet.

Spaß beiseite: der Unterschied wird in den nächsten Jahren ja noch größer. Die "ältesten" (im Sinne des Durchschnittsalters der Bevölkerung) Kommunen sind ja primär im Osten zu finden. Muss ja nicht per se schlecht sein. Mehr Platz für Naturschutz und EE-Anlagen. Sonderlich nachhaltig ist diese -- leider staatlich geförderte -- Zersiedelung eh nicht. Und ein paar Großstädte drüben werden sich erstmal halten können aufgrund des Zuzugs aus dem Umland.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon Eiskalt » Mi 12. Jun 2019, 20:49

frems hat geschrieben:(12 Jun 2019, 20:43)

Oder es wird einfach ein Volk ohne Raum, wenn Kohls Goldstücke weiterhin rübermachen. Da haben die Bananenwerfer und Mauerklatscher ganze Arbeit geleistet.

Spaß beiseite: der Unterschied wird in den nächsten Jahren ja noch größer. Die "ältesten" (im Sinne des Durchschnittsalters der Bevölkerung) Kommunen sind ja primär im Osten zu finden. Muss ja nicht per se schlecht sein. Mehr Platz für Naturschutz und EE-Anlagen. Sonderlich nachhaltig ist diese -- leider staatlich geförderte -- Zersiedelung eh nicht. Und ein paar Großstädte drüben werden sich erstmal halten können aufgrund des Zuzugs aus dem Umland.


Schön das du wieder da bist fremserich
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 12. Jun 2019, 20:55

Vllt. wird der Osten das neue Rentnerparadies? Billiges Wohnen dürfte garantiert sein, dazu himmlische Ruhe, es müsste nur ein paar Supermärkte, Ärzte und Krankenhäuser geben, damit die alten Herrschaften auch versorgt sind.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon jack000 » Mi 12. Jun 2019, 20:57

Eiskalt hat geschrieben:(12 Jun 2019, 18:42)

sagt die Blöd-Zeitung:

Hauptursache für den Bevölkerungsschwund ist dem Institut zufolge die Massenflucht aus Ostdeutschland von 1949 bis zum Mauerbau im Jahr 1961. Darüber hinaus fehlte in der damaligen DDR auch die Zuwanderung junger Gastarbeiter in den 60er und frühen 70er Jahren. Schließlich habe die Abwanderung nach der Wende vor 30 Jahren zur unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung beigetragen.
„Nach dem Fall der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung im Jahr 1990 setzte sich in Ostdeutschland fort, was durch den Mauerbau im Jahr 1961 scheinbar nur unterbrochen wurde. Wie bereits in der direkten Nachkriegszeit verließen noch einmal Millionen Ostdeutsche ihre Heimat, diesmal ge­trieben von Massenarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit“, erklärt Ifo-Experte Rösel.

https://m.bild.de/politik/inland/politik-inland/einwohnerzahl-in-ostdeutschland-sinkt-dramatisch-bewohner-fluechten-nach-westen-62571550.bildMobile.html

Könnte man doch gut mit den Neubürgern aus dem Nahen Osten auffüllen. :)

Das macht gar nix. Wie in Ost und West gibt es immer genug Wohnraum, der wegen Hässlichkeit abgerissen werden kann. In den Einwohnerboomregionen bleiben die stehen:
https://www.google.com/search?q=Stadtum ... 48&bih=738
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon jack000 » Mi 12. Jun 2019, 20:59

Übrigens:
Erstmals ziehen mehr Menschen von West nach Ost
Der Wanderungstrend von Ost nach West ist gestoppt. 2017 zogen erstmals seit der Wiedervereinigung mehr Menschen von West nach Ost als umgekehrt. In den 26 Jahren davor war es stets anders herum.

https://www.mdr.de/nachrichten/vermisch ... n-100.html
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon jack000 » Mi 12. Jun 2019, 21:01

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jun 2019, 20:55)

Vllt. wird der Osten das neue Rentnerparadies?

Das ist nicht abwegig. In den Boomregionen zu bleiben als Rentner macht keinen Sinn: Hohe Lebenshaltungskosten + Verkehrsdesaster obwohl man gar nicht arbeitet.
=> In der Tat aber kann die Infrastruktur ein Problem sein. Andersrum hat man als Rentner Zeit zum Arzt oder zur Arbeit zu fahren.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon Wätätä » Do 13. Jun 2019, 12:02

Eiskalt hat geschrieben:(12 Jun 2019, 18:42)

sagt die Blöd-Zeitung:

Hauptursache für den Bevölkerungsschwund ist dem Institut zufolge die Massenflucht aus Ostdeutschland von 1949 bis zum Mauerbau im Jahr 1961. Darüber hinaus fehlte in der damaligen DDR auch die Zuwanderung junger Gastarbeiter in den 60er und frühen 70er Jahren. Schließlich habe die Abwanderung nach der Wende vor 30 Jahren zur unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung beigetragen.
„Nach dem Fall der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung im Jahr 1990 setzte sich in Ostdeutschland fort, was durch den Mauerbau im Jahr 1961 scheinbar nur unterbrochen wurde. Wie bereits in der direkten Nachkriegszeit verließen noch einmal Millionen Ostdeutsche ihre Heimat, diesmal ge­trieben von Massenarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit“, erklärt Ifo-Experte Rösel.

https://m.bild.de/politik/inland/politik-inland/einwohnerzahl-in-ostdeutschland-sinkt-dramatisch-bewohner-fluechten-nach-westen-62571550.bildMobile.html

Könnte man doch gut mit den Neubürgern aus dem Nahen Osten auffüllen. :)

Na, es gab ja schon immer ´mal Zeiten, wo die Bevölkerungszahl in einzelnen Gebieten stark zurückging, Da wurden Ortschaften aufgegeben, es entstanden sog. Wüstungen.

Inzwischen hat man im Gebiet der ehem. DDR wieder den Bevölkerungsstand von 1905 erreicht! Wenn man aber bedenkt, dass die Produktivität trotzdem angestiegen ist und auch wegen Digitalisierung, neuer Technik... und damit verbesserter Arbeitsorganisation weiter ansteigen wird, sollte das doch allein kein Problem sein. Da aber (in Mitteldeutschland) die Produktivitätsentwicklung nicht mit der Einkommensentwicklung einhergeht, fehlt es dann natürlich an Kaufkraft... Das lässt sich zwar eine Weile durch Subventionierung von Billigarbeit und der "Wohnungsfüllmasse" aus aller Herren Länder vermindern, bringt aber langfristig keine Lösung.

Bis jetzt jedenfalls haben sich die selbstreguliernden Mechanismen der Marktwirtschaft in Mitteldeutschland in Summa nicht als nachhaltig erwiesen.
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Quatschki
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon Quatschki » Do 13. Jun 2019, 12:41

Man hat halt einen permanenten Kaufkraftabfluß über die Mieten.
Das ist die Schattenseite der schön sanierten Städte, dass man mit der steuerlichen Förderung Fremdkapital angeworben und Fremdeigentum geschaffen hat, dessen Erträge nun permanent aus der Region abgeschöpft werden.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon Inspyration » Do 13. Jun 2019, 19:56

Ehrlich gesagt macht die Einwohnerzahl von 13,3 Mio Ostdeutschland noch sympathischer. Ursprünglich, naturbelassen, nicht überlaufen -- danach werden sich viele Westdeutsche in ihren Legebatterien namens Köln oder Bremen, wo ich nicht mal tot überm Zaun hängen wollte, noch sehnen.

Ostdeutschland wäre aber auch gut beraten, Autonomie von den Westdeutschen zu suchen, auf dass es dort niemals so übel und multikriminell aussehen möge wie beispielsweise in nrw.

Was auch könnte schöner sein, im entschleunigten im Denken freien Ostdeutschland leben zu dürfen?

Man schlendere einmal durch Göttingen und dann durch Heiligenstadt (25km entfernt in Thüringen), dann weiss man, was ich meine.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon Teeernte » Do 13. Jun 2019, 20:03

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jun 2019, 20:55)

Vllt. wird der Osten das neue Rentnerparadies? Billiges Wohnen dürfte garantiert sein, dazu himmlische Ruhe, es müsste nur ein paar Supermärkte, Ärzte und Krankenhäuser geben, damit die alten Herrschaften auch versorgt sind.


Freies Schussfeld zur Selbstverteidigung inbegriffen. Denn man spart ja mit ALLEM - Beispiel ? ICE der Bahn - als Transit - (nur) nach Berlin.

Ja - der Rentnermercedes fährt die Stufen beim Bus nicht hoch.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon NB3 » Fr 14. Jun 2019, 06:50

Quatschki hat geschrieben:(13 Jun 2019, 12:41)

Man hat halt einen permanenten Kaufkraftabfluß über die Mieten.
Das ist die Schattenseite der schön sanierten Städte, dass man mit der steuerlichen Förderung Fremdkapital angeworben und Fremdeigentum geschaffen hat, dessen Erträge nun permanent aus der Region abgeschöpft werden.


Nicht nur die Mieten. Der Lebensmitteleinzelhandel ist fest in der Hand (inter)nationaler Ketten, davon bleibt nichts in der Region. Textilien im unteren und mittleren Preissegment, Unterhaltungselektronik, Kraftstoffe, so ziemlich alles, was die Einkommensschwachen verkonsumieren, zieht Geld ab. Die Billig-Gastronomie hält sich mit Spielautomaten über Wasser, das Geld geht auch weg.
Gegensteuern lässt sich nur, indem man selbst Industrie und Handel zur Bedienung überregionaler Bedarfe ansiedelt, Exporteinkommen erwirtschaftet. Funktioniert aber wiederum nur, wenn die Verkehrsanbindungen passen. Autobahnauffahrt und Flughafen in nächster Nähe. Seehafen ist am besten, aber in Dunkeldeutschland keine Option.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon H2O » Fr 14. Jun 2019, 11:34

Vielleicht hätte die Bundesregierung verstärkt staatliche Verwaltungen und Dienstleister in den Osten verlegen müssen, zumindest Bundesverwaltungen und Behörden. Das ist sicher geschehen, aber offenbar doch nicht im notwendigen Ausmaß. Solche Stellen ziehen Geld aus allen Regionen über Steuermittel an, sorgen für bodenständige Fachkräfte und deren Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen aus dem Umland.

Daran könnte man immer noch denken, wenn über zu hohe Mieten in westlichen Ballungsräumen geklagt wird. Daß dann bei den von Umzügen Betroffenen der große Jammer ausbricht, wird durch bombensichere Arbeitsplätze und gute Einkommen aufgewogen.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon NB3 » Fr 14. Jun 2019, 13:06

Das müsste dann aber auch sehr breit verteilt sein. Sachsen zum Beispiel hat seine "Leuchtturmpolitik". Dresden, Leipzig, Chemnitz können anständige Zahlen vorweisen. Auf Kosten der Regionen weiter östlich, die taugen vielfach nur noch als Quelle von Arbeitsmigranten und als Experimentierfeld für EU-Förderprojekte.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon Orbiter1 » Fr 14. Jun 2019, 14:41

Endlich mal positive Nachrichten aus Ostdeutschland. Dann erledigen sich ja hoffentlich eine Reihe von Problemen mit der Zeit von selbst. Eine Zukunft als Rentnerparadies würde gut passen. Aus den Rest kann man einen großen Nationalpark machen. Das ist dann richtig Öko, positiv fürs CO2 und man verplempert nicht sinnlos Geld in Infrastruktur die niemand braucht.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 14. Jun 2019, 14:57

frems hat geschrieben:(12 Jun 2019, 20:43)

Oder es wird einfach ein Volk ohne Raum, wenn Kohls Goldstücke weiterhin rübermachen. Da haben die Bananenwerfer und Mauerklatscher ganze Arbeit geleistet.

Spaß beiseite: der Unterschied wird in den nächsten Jahren ja noch größer. Die "ältesten" (im Sinne des Durchschnittsalters der Bevölkerung) Kommunen sind ja primär im Osten zu finden. Muss ja nicht per se schlecht sein. Mehr Platz für Naturschutz und EE-Anlagen. Sonderlich nachhaltig ist diese -- leider staatlich geförderte -- Zersiedelung eh nicht. Und ein paar Großstädte drüben werden sich erstmal halten können aufgrund des Zuzugs aus dem Umland.


Also Leipzig oder Berlin wachsen keineswegs aus dem "Umland", Das "Umland" sind Kleinstädte wie Werneuchen oder Neuenhagen. Ich weiß gar nicht so recht, was da passiert, Vermutlich wenig bis gar nix. Die Zuzügler kommen von überall aus der Welt.

Das grundsätzliche Phänomen der Verstädterung, Urbanisierung, der wachsenden Attraktivität des Lebensmodells "Stadt" anstelle von etwa "Reihenhaus", "Doppelhaushälfte mit Garage am Rande der Stadt" ... ob und wenn ja wie das mit dem Osten Deutschlands zusammenhängt?
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon Teeernte » Fr 14. Jun 2019, 15:11

schokoschendrezki hat geschrieben:(14 Jun 2019, 14:57)

Also Leipzig oder Berlin wachsen keineswegs aus dem "Umland",


Eine Frage der Sichtweise...die Umlandbewohner (Speckgürtelbewohner) fahren zum arbeiten in die Stadt ...und die Städter ins Umland..

Aus der Arbeit wachsen die Städte...sieht man an Hamburg, München....Berlin und Leipzig.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon Quatschki » Fr 14. Jun 2019, 16:16

NB3 hat geschrieben:(14 Jun 2019, 06:50)

Nicht nur die Mieten. Der Lebensmitteleinzelhandel ist fest in der Hand (inter)nationaler Ketten, davon bleibt nichts in der Region. Textilien im unteren und mittleren Preissegment, Unterhaltungselektronik, Kraftstoffe, so ziemlich alles, was die Einkommensschwachen verkonsumieren, zieht Geld ab. Die Billig-Gastronomie hält sich mit Spielautomaten über Wasser, das Geld geht auch weg.
Gegensteuern lässt sich nur, indem man selbst Industrie und Handel zur Bedienung überregionaler Bedarfe ansiedelt, Exporteinkommen erwirtschaftet. Funktioniert aber wiederum nur, wenn die Verkehrsanbindungen passen. Autobahnauffahrt und Flughafen in nächster Nähe. Seehafen ist am besten, aber in Dunkeldeutschland keine Option.

Gestern war in der "Welt" ein Artikel über den sogenannten "Bomber-Baedeker", ein Verzeichnis der Städte und ihrer kriegsrelevanten Wirtschaftsunternehmen (was praktisch alle großen Firmen waren). Und ich hab da mal ein bißchen geschmökert, was da so für Firmen gab und es fiel mir auf, dass die fast alle irgendwie den Krieg überstanden und in der einen oder anderen Form fortexistiert haben.
Tatsächlich ausradiert wurden sie erst mit der "Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion" 1990.
Totaler und radikaler, als es tausende Bomber oder Demontagekommandos der Russen jemals hätten fertigbringen können.
Was da in den 90ern übrigblieb an Wirtschaft, lag da ja schon weit unter dem Niveau von 1905 und war zudem kaum mehr untereinander vernetzt, sondern stattdessen in westlichen Abhängigkeiten gefangen.
Die Einwohnerentwicklung ist dem lediglich gefolgt.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon unity in diversity » Fr 14. Jun 2019, 20:25

Teeernte hat geschrieben:(13 Jun 2019, 20:03)

Freies Schussfeld zur Selbstverteidigung inbegriffen. Denn man spart ja mit ALLEM - Beispiel ? ICE der Bahn - als Transit - (nur) nach Berlin.

Ja - der Rentnermercedes fährt die Stufen beim Bus nicht hoch.

Ostdeutsche Restbewohner suchen Kontakt zu örtlichen Schützenvereinen:
https://www.sueddeutsche.de/news/leben/ ... -99-958026
Gute Werbung sei die Ursache.
Wer sind die erfolgreichsten Werbestrategen, mal in die Runde gefragt?
Zuletzt geändert von unity in diversity am Fr 14. Jun 2019, 20:32, insgesamt 1-mal geändert.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Ostdeutschland: Einwohnerzahl sinkt dramatisch

Beitragvon Teeernte » Fr 14. Jun 2019, 20:32

unity in diversity hat geschrieben:(14 Jun 2019, 20:25)

Ostdeutsche suchen Kontakt zu örtlichen Schützenvereinen:
https://www.sueddeutsche.de/news/leben/ ... -99-958026
Gute Werbung sei die Ursache.
Wer sind die erfolgreichsten Werbestrategen, mal in die Runde gefragt?


Linke und GRÜNE sind ja bekanntlich sehr selten in Schützenvereinen...

Die Aufrüstung an der Heimatfront läuft also.
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