Retouren im Onlinehandel

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Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Mi 12. Jun 2019, 19:14

Die Grünen wollen Onlinehändlern verbieten, Retouren zu vernichten. Doch wie groß ist das Problem überhaupt? Der Überblick in Grafiken.

Rund ein Prozent der zurückgeschickten Waren spenden Händler laut Untersuchung der Bamberger Forscher, etwa an soziale Einrichtungen. Das deutsche Steuerrecht könnte Schuld daran sein, dass dieser Wert nicht höher liegt. Denn die Finanzbehörden bewerten Sachspenden häufig wie Umsatz, auf den damit auch Umsatzsteuer anfällt. Ein vernichtetes Produkt ist hingegen wertlos, damit ist Wegwerfen betriebswirtschaftlich günstiger.

https://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/amazon-zalando-otto-die-retouren-republik-deutschland-a-1271975.html

Ich bin ja selber Onlinehändler aber mich wundert die Verwunderung der Politik nicht. Von 12- Mittag weiter reicht es mit dem Denken nicht.
Die Kosten von Retouren muss ja der Verkäufer tragen abgesehen von den Rücksendekosten theoretisch. Es ist so einfach also warum sich als Kunde Mühe machen.

Ich sehe es jeden Tag: Fehlbestellungen wären vermeidbar würde der Kunde nur die Beschreibung lesen aber nein es wird nur grob das Bild angesehen und der Titel. Klick klick gekauft und dann wundert man sich. Zu faul oder zu blöd eine kleine Beschreibung komplett zu lesen.

Solange der Käufer nicht für den Aufwand aufkommen muss wird sich auch nichts ändern. Das muss im Portemonnaie weh tun. Vorher passiert nichts.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Nudelholz » Mi 12. Jun 2019, 19:20

Dieser Post war nicht WiFo geegnet, hab ihn daher entfernt. :x
Zuletzt geändert von Nudelholz am Mi 12. Jun 2019, 20:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Misterfritz » Mi 12. Jun 2019, 19:26

Ich schicke fast nie was zurück, es sei denn, der Artikel ist defekt.

Es ist schon richtig, durch die kostenlose Retoure gucken die Leute anscheinend nicht mehr genau hin, was sie bestellen.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Mi 12. Jun 2019, 19:33

Dazu lese ich hier:

Wie lassen sich Retouren vermeiden?

Präventives Retourenmanagement ist ein wichtiger Baustein für Händler. Dazu gehören bessere Produktbeschreibungen, 360-Grad-Ansichten, Kundenbewertungen und Testberichte. All das hilft, dass sich Kunden vorab ein möglichst realistisches Bild vom Artikel machen können.

Aber auch Zahlungsmodalitäten und Versandkosten könnten das Kaufverhalten steuern. "Im Online-Handel ist der Kunde daran gewöhnt, dass die Versand- und Rücksendekosten nicht in Rechnung gestellt werden", sagt Marco Atzberger vom EHI. Und wer auf Rechnung zahlen kann, neige eher dazu, mehr Ware zu bestellen, als benötigt. "Doch das kann nur die gesamte Branche ändern, nicht der einzelne Händler. Der hätte dann einen Wettbewerbsnachteil."

https://www1.wdr.de/verbraucher/retouren-faq-100.html

Wo kann man dem Herrn für sein Halbwissen eine Nackenschelle geben?

Hin-und Rücksendekosten nicht in Rechnung gestellt:

Rücksendekosten kann man auf den Käufer abwälzen.
Hinsendekosten nicht. Nur weil ein Versand „kostenfrei“ ist heisst das nicht das die nicht berechnet wurden sondern sind im Preis inkludiert sofern der Händler kein Idiot ist.
Ob ich 10 € für nen Artikel und 4,90 € Versand nehme oder 14,90 € inkl kostenlosem Versand bleibt gleich.
Naja fasst wenn jemand dann z.B den Artikel 10 x kauft zahlt er bei Variante a) 114,90 €.
Bei Variante b) 149,90 €.
Lustigerweise bemerkt das fast kein Käufer. Wollen alle so schlau sein und sind doch so doof. :D
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Mi 12. Jun 2019, 19:47

Die Grünen wollen verbieten, dass Konzerne Retouren wegschmeißen. Warum nicht die Kunden zur Kasse bitten? Wer Ware zurücksendet, soll die Kosten übernehmen.

Natürlich ist es nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch ein Wahnsinn, dass Onlinehändler neuwertige Ware einfach vernichten, nur weil sie vom Kunden zurückgeschickt wurde. Herstellung, Transport und Vernichtung belasten die Umwelt, und den Händler kostet die Retoure Geld. Aber mit dem Verbot, zurückgeschickte Ware zu entsorgen, wie es Grünen-Politikerin Göring-Eckardt fordert, ist dem Irrsinn kaum beizukommen.

Global agierende Konzerne wie Amazon könnten die Entsorgung einfach ins Ausland verlagern. Oder sie schenken dem Kunden die Ware, so wie sie es heute schon tun, mit dem Ergebnis, dass der Kunde die Entsorgung im Zweifel selber übernimmt. Der Umwelt ist damit nicht geholfen. Um dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten, müssen die Kunden einbezogen und die Unternehmen umweltpolitisch stärker in die Pflicht genommen werden. Dafür wäre die Politik zuständig.

Wenn Kunden an den Kosten beteiligt werden, schicken sie weniger zurück
Im Grund handelt es sich um einen Missbrauch des Widerrufsrechts, das der Gesetzgeber großzügig zugunsten der Verbraucher ausgelegt hat. Wenn die Kosten einer Retoure aber wenigstens zum Teil auf diese umgelegt werden müssten, ließe sich das hohe Aufkommen der Rücksendungen reduzieren. Jeder dächte dann genauer darüber nach, ob er die Ware auch wirklich braucht. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Weil Retouren jedoch kostenlos sind, ist das bei vielen Kunden nicht so. Bei Kleidung geht mehr als jeder zweite Artikel wieder zurück. Manche Kunden lassen sich Pakete kommen und diese wieder zurückgehen, als stünden sie in der Umkleidekabine und ließen sie sich Kleidungstücke hin- und hertragen. Diesem Missbrauch können Gesetzgeber und Unternehmen mit Aufklärung und eben einer Bepreisung entgegenwirken.

Nur ein geringer Teil der Retouren wird allerdings tatsächlich entsorgt. Die meisten Produkte kommen als B-Ware wieder in den Verkehr. Kleidung wird oft wieder aufbereitet. Manche Retouren sind jedoch unverkäuflich und sollten im Interesse des Verbrauchers besser im Müll landen. Bei Lebensmitteln etwa kann das der Fall sein, und fast verwelkte Blumen oder Pflanzen will auch keiner haben. Und bei manchen Produkten, etwa retournierten, aber neuwertigen Matratzen, sind die Händler sogar gesetzlich verpflichtet, diese auf die Müllhalde zu befördern, weil Hygienevorschriften sie dazu zwingen.

https://www.sueddeutsche.de/politik/retouren-versand-amazon-gruene-kommentar-1.4480924

Da ist jemand der es verstanden hat. :eek:
Offenbar kein Politiker..... :|
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Teeernte » Mi 12. Jun 2019, 19:48

Es ist der Kunde, der zurückschickt.... und nicht das Unternehmen. Es sind nur einige wenige Kunden die so "arbeiten". Das Gerät NUR mal probieren, oder nur einmal was messen...einmal auf die Kacke hauen... Beim Verleih muss man gebühren zahlen. Beim Onlinehandel zahlt man NICHTS.

Da sollte man dem Handel erlauben - solche Rücksender aus der eigenen Bank zu löschen und zu sperren.

Beim Völkner (Elektronikversand) gab es einen Betriebsverkauf - die Stecker wurden abgeschnitten - ...Geräte als Baugruppe verkauft. Bei Pearl ist das so ähnlich....

Das Problem begann jedoch in Haldensleben (ich nenn das Unternehmen extra nicht) - da haben Mitarbeiter Dinge an nicht existierende Adressen bestellt , um dann die "bestellten" Retouren aufzukaufen//an den "Besteller" weiterzugeben.... es gab auch Paketüberkleber , Rücksender ,die die Ware gegen Müll//defekte Geräte tauschen -

Geht die Retoure direkt in den Schacht - hat man keinen Ärger.....und braucht nicht gross kontrollieren.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon jack000 » Mi 12. Jun 2019, 21:21

Eiskalt hat geschrieben:(12 Jun 2019, 19:14)

Die Grünen wollen Onlinehändlern verbieten, Retouren zu vernichten. Doch wie groß ist das Problem überhaupt? Der Überblick in Grafiken.

Rund ein Prozent der zurückgeschickten Waren spenden Händler laut Untersuchung der Bamberger Forscher, etwa an soziale Einrichtungen. Das deutsche Steuerrecht könnte Schuld daran sein, dass dieser Wert nicht höher liegt. Denn die Finanzbehörden bewerten Sachspenden häufig wie Umsatz, auf den damit auch Umsatzsteuer anfällt. Ein vernichtetes Produkt ist hingegen wertlos, damit ist Wegwerfen betriebswirtschaftlich günstiger.

https://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/amazon-zalando-otto-die-retouren-republik-deutschland-a-1271975.html

Ich bin ja selber Onlinehändler aber mich wundert die Verwunderung der Politik nicht. Von 12- Mittag weiter reicht es mit dem Denken nicht.
Die Kosten von Retouren muss ja der Verkäufer tragen abgesehen von den Rücksendekosten theoretisch. Es ist so einfach also warum sich als Kunde Mühe machen.

Ich sehe es jeden Tag: Fehlbestellungen wären vermeidbar würde der Kunde nur die Beschreibung lesen aber nein es wird nur grob das Bild angesehen und der Titel. Klick klick gekauft und dann wundert man sich. Zu faul oder zu blöd eine kleine Beschreibung komplett zu lesen.

Solange der Käufer nicht für den Aufwand aufkommen muss wird sich auch nichts ändern. Das muss im Portemonnaie weh tun. Vorher passiert nichts.

Die Sache sollte differenziert betrachtet werden. Das der Käufer die Kosten für die Rücksendung trägt ist erstmal ja nicht falsch. Aber meine Erfahrung ist auch, dass nicht selten falsche Produkte gesendet werden und da würde ich es nicht einsehen, die Kosten dafür zu übernehmen.
=> In der Tat aber würde bei korrekten Bestellungen die Kosten für die Retour durch den Käufer zu übernehmen dafür sorgen, dass diesen Spassbestellern ein Riegel vorgeschoben wird dessen Kosten ja schließlich auch alle Kunden abgewälzt werden!
=> Es könnte auch ein Geschäftsmodell werden, wenn der Anbieter die AGBs dahin gehend anpassen kann das die Kosten der Retour bei korrekt gelieferten Produkten vom Käufer zu tragen sind (Dafür kann man aber dann günstigere Preise anbieten)
=> Es ist aber auch so, dass die Vernichtung von Retouren eher gering ist, sondern die Waren dann als "B-Ware" weiter verkauft werden
=> Steuerlich sollte es dahingehend angepasst werden, die Spende der Produkte an gemeinnützige Einrichtungen steuerlich besser zu stellen als deren Vernichtung
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Mi 12. Jun 2019, 21:40

jack000 hat geschrieben:(12 Jun 2019, 21:21)

Die Sache sollte differenziert betrachtet werden. Das der Käufer die Kosten für die Rücksendung trägt ist erstmal ja nicht falsch. Aber meine Erfahrung ist auch, dass nicht selten falsche Produkte gesendet werden und da würde ich es nicht einsehen, die Kosten dafür zu übernehmen.
=> In der Tat aber würde bei korrekten Bestellungen die Kosten für die Retour durch den Käufer zu übernehmen dafür sorgen, dass diesen Spassbestellern ein Riegel vorgeschoben wird dessen Kosten ja schließlich auch alle Kunden abgewälzt werden!
=> Es könnte auch ein Geschäftsmodell werden, wenn der Anbieter die AGBs dahin gehend anpassen kann das die Kosten der Retour bei korrekt gelieferten Produkten vom Käufer zu tragen sind (Dafür kann man aber dann günstigere Preise anbieten)
=> Es ist aber auch so, dass die Vernichtung von Retouren eher gering ist, sondern die Waren dann als "B-Ware" weiter verkauft werden
=> Steuerlich sollte es dahingehend angepasst werden, die Spende der Produkte an gemeinnützige Einrichtungen steuerlich besser zu stellen als deren Vernichtung


Die Frage ist selbstverständlich. Wenn der Verkäufer falsch liefert ist es dessen Aufgabe die Retourekosten zu übernehmen.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon jack000 » Mi 12. Jun 2019, 22:12

Teeernte hat geschrieben:(12 Jun 2019, 19:48)
Da sollte man dem Handel erlauben - solche Rücksender aus der eigenen Bank zu löschen und zu sperren.

Das können die bereits tun. M.E. macht da eine Datenbank a´la Schufa Sinn, in der Spassbesteller aufgeführt werden, so das man als Verkäufer denen nichts mehr liefert.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Skull » Mi 12. Jun 2019, 22:17

jack000 hat geschrieben:(12 Jun 2019, 22:12)

Das können die bereits tun. M.E. macht da eine Datenbank a´la Schufa Sinn,
in der Spassbesteller aufgeführt werden,
so das man als Verkäufer denen nichts mehr liefert.

Thread gibt es ... hier:

viewtopic.php?f=4&t=67742

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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Ein Terraner » Mi 12. Jun 2019, 22:22

Ich hab regelmäßig Retouren, einfach aus den Gründen weil die Ware qualitativer Schrott ist oder für den Zweck ungeeignet dank mangelnder Beschreibung. Bei Bestellungen aus China hab ich es jetzt schon öfters erlebt das mir statt der Retoure einfach ein ordentlicher Nachlass von 50% angeboten wurde, was ich dann auch meistens annehme wenn das Produkt ansatzweise verwendbar ist.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Mi 12. Jun 2019, 22:29

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2019, 22:22)

Ich hab regelmäßig Retouren, einfach aus den Gründen weil die Ware qualitativer Schrott ist oder für den Zweck ungeeignet dank mangelnder Beschreibung. Bei Bestellungen aus China hab ich es jetzt schon öfters erlebt das mir statt der Retoure einfach ein ordentlicher Nachlass von 50% angeboten wurde, was ich dann auch meistens annehme wenn das Produkt ansatzweise verwendbar ist.


Das setzt voraus das du die Beschreibung korrekt liest.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Ein Terraner » Mi 12. Jun 2019, 22:32

Eiskalt hat geschrieben:(12 Jun 2019, 22:29)

Das setzt voraus das du die Beschreibung korrekt liest.


Sicher, nur ist diese teilweise einfach nur schlecht, da bringen dann auch entsprechende Produktvergleiche nichts mehr weil man nur noch über den Preis schätzen kann was jetzt das bessere Produkt ist.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Mi 12. Jun 2019, 22:35

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2019, 22:32)

Sicher, nur ist diese teilweise einfach nur schlecht, da bringen dann auch entsprechende Produktvergleiche nichts mehr weil man nur noch über den Preis schätzen kann was jetzt das bessere Produkt ist.


Ich verkaufe technische Produkte und ich erlebe ständig das die Beschreibungen eben nicht gelesen werden.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Ein Terraner » Mi 12. Jun 2019, 22:39

Eiskalt hat geschrieben:(12 Jun 2019, 22:35)

Ich verkaufe technische Produkte und ich erlebe ständig das die Beschreibungen eben nicht gelesen werden.

Ich kaufe technische Produkte und die meisten Beschreibungen sind quasi nicht existent. Z.b. die Haptik, schon mal irgendwo eine Beschreibung gewesen wie sich etwas anfühlt?
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon jack000 » Mi 12. Jun 2019, 22:53

Eiskalt hat geschrieben:(12 Jun 2019, 22:35)

Ich verkaufe technische Produkte und ich erlebe ständig das die Beschreibungen eben nicht gelesen werden.

Ja, das sind immer die 2 Seiten der Medaille. Ich suche derzeit eine neue Powerbank, aber Informationen (Außerhalb der Kapazität) zur Größe (Breite/Höhe/Dicke) und Gewicht sind eher selten vorhanden.
=> M.E. machen da zentrale Auslieferungslager einen Sinn, bei denen sich der Kunde selbst die Ware abholt und bestätigt, das die Ware korrekt geliefert wurde ... (Um so sinnlose Umtauschorgien zu vermeiden)
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon jack000 » Mi 12. Jun 2019, 22:55

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2019, 22:39)

Ich kaufe technische Produkte und die meisten Beschreibungen sind quasi nicht existent. Z.b. die Haptik, schon mal irgendwo eine Beschreibung gewesen wie sich etwas anfühlt?

Die Haptik wäre etwas, was nur subjektiv beschrieben werden kann. Es müssen erstmal die Rahmendaten stimmen!
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Mi 12. Jun 2019, 22:55

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2019, 22:39)

Ich kaufe technische Produkte und die meisten Beschreibungen sind quasi nicht existent. Z.b. die Haptik, schon mal irgendwo eine Beschreibung gewesen wie sich etwas anfühlt?


Es kommt drauf an. Meine sind Ersatzteile.
Beispiel Zündspule. Die eines bestimmten Herstelles sehen auf Bildern alle gleich aus. Sind es aber nicht denn was innen ist sieht man nicht.

Im Titel taucht der Hersteller auf, die Teilenummer, was es ist. Das Bild ist auch da.
Um sicherzugehen steht in der Beschreibung welche Modelle diese Spule verwenden unter Vorbehalt.
Dazu die Teilenummer als Referenz und dazu in fett und rot, dass das Aussehen etc nicht entscheidend ist da diese sich ähnlich sehen sondern die Teilenummer passend sein muss.

Aber das lesen viele nicht. Die lesen im Titel den Hersteller, Spule sieht auf dem Bild so aus: Gekauft.

Dann bauen die das Teil auf stellen fest es passt nicht richtig oder so nicht weil falsches Teil und schicken es zurück dabei werden die Schrauben aber fest angezogen und man sieht die Abdrücke also das die schon aufgebaut wurden.

Würde man lesen und danach handeln würde das nicht passieren. Aber warum soll man auf es ist doch alles so einfach. Kostet ja nichts zurück zuschicken und die Abdrücke ach egal ist ja nicht das Problem das Käufers.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Ein Terraner » Mi 12. Jun 2019, 23:13

Eiskalt hat geschrieben:(12 Jun 2019, 22:55)

Es kommt drauf an. Meine sind Ersatzteile.
Beispiel Zündspule. Die eines bestimmten Herstelles sehen auf Bildern alle gleich aus. Sind es aber nicht denn was innen ist sieht man nicht.

Im Titel taucht der Hersteller auf, die Teilenummer, was es ist. Das Bild ist auch da.
Um sicherzugehen steht in der Beschreibung welche Modelle diese Spule verwenden unter Vorbehalt.
Dazu die Teilenummer als Referenz und dazu in fett und rot, dass das Aussehen etc nicht entscheidend ist da diese sich ähnlich sehen sondern die Teilenummer passend sein muss.

Aber das lesen viele nicht. Die lesen im Titel den Hersteller, Spule sieht auf dem Bild so aus: Gekauft.

Dann bauen die das Teil auf stellen fest es passt nicht richtig oder so nicht weil falsches Teil und schicken es zurück dabei werden die Schrauben aber fest angezogen und man sieht die Abdrücke also das die schon aufgebaut wurden.

Würde man lesen und danach handeln würde das nicht passieren. Aber warum soll man auf es ist doch alles so einfach. Kostet ja nichts zurück zuschicken und die Abdrücke ach egal ist ja nicht das Problem das Käufers.

Also KFZ Ersatzteile musste ich noch nie zurücksenden, das prüfe ich zehnfach bevor ich da was bestelle. Ich hab da eher Probleme mit billigen Schrott auf Amazon. Aber alles in allem ist das ein winziger Bruchteil der wieder zurück geht. So 1 von 30.
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Re: Retouren im Onlinehandel

Beitragvon Eiskalt » Mi 12. Jun 2019, 23:33

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2019, 23:13)

Also KFZ Ersatzteile musste ich noch nie zurücksenden, das prüfe ich zehnfach bevor ich da was bestelle. Ich hab da eher Probleme mit billigen Schrott auf Amazon. Aber alles in allem ist das ein winziger Bruchteil der wieder zurück geht. So 1 von 50.


Mag bei dir sein kann ich nicht beurteilen. Die meisten machen es ja richtig aber oft denkst du nur:....
Ich mache öffentlich keine Details hier was genau ich mache egal echter Fall Anlasser für Maschine ich sage einfach KFZ aber war eine andere nehm aber eine bekannte Automarke als Verständnis.

Kunde kauft Anlasser.
Beschrieben als: Anlasser für VW Golf 2 Teilenummer xxxxxxxx Bild zeigt das Teil ein Anlasser wie er aussieht eigenes Foto des tatsächlichen Artikels.
Das Prinzip ist bei anderen Modellen gleich ein Ritzel das durch Strom ausfährt und den Motor startet.
Aber Bauart, Höhe, Ritzel etc sind von Marke und Modell immer anders.

Dann schickt er es zurück mit Rückgabegrund:
Passt nicht auf meinen BMW X5.
Auf Nachfrage warum er das kauft wenn es doch ein Anlasser für einen Golf 2 von VW ist:
Sieht ja ähnlich aus und war günstiger ich dachte den kann man trotzdem anbauen.

Ich hatte auch mal Kolben für einen bestimmten Motor super Qualität aber direkt vom Hersteller könnte ich 30 % günstiger anbieten. Der Motor hatte immer die gleiche Grundbezeichnung aber ab bestimmen Seriennummer gab es zwei Änderungen es gibt als 3 Kolben. Für den richtigen muss man die Teileliste prüfen. Es gab zu mehreren Retouren und ich habe deny Text erweitert in Fett und rot das es 3 Varianten gibt und man die Teilenummer unenbedingt vergleichen muss. Das dann in rot und fett und mit „Achtung ganzen Text unbedingt lesen ganz oben in der Beschreibung“.
Als dann noch Käufe aus Europa mit teuren Retouren kamen habe ich die alle zum EK an einen Fachhändler verkauft.

Der Artikel ist noch heute auf der Webseite als nicht verfügbar und man fragt manchmal wann der wiederkommt weil ja viel günstiger. Ich sage dann nie wegen den Retouren und den Kosten zur Sensibilisierung. Ob ich den noch bestellen könnte für Sie nein weil ich mir den nicht auf das Lager legen will falls die den dann doch wieder zurücksenden weil die den doch nicht mehr wollen und das Widerufsrecht nutzen. Das würden die dann ja nicht machen und Sie würden ja freiwillig auf ihr Recht auch verzichten schriftlich.
Darauf sage ich dann das Sie das nicht können was manche wundert den Verträge könne man doch aushandeln und Sie könnten das doch für sich entscheiden.
Dann sage ich immer das dem nicht so ist, auf dieses Recht können Sie nicht verzichten dafür sind sie nach dem Willen des Gesetzgebers nicht mündig genug.
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