Kerosinsteuer

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Keoma
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon Keoma » Mi 12. Jun 2019, 15:30

Sören74 hat geschrieben:(12 Jun 2019, 15:25)

Stimme ich Dir absolut zu. Auch das muss geändert werden. Ist ja weniger ein technologisches Problem, sondern eher das der fehlenden Regulierungen und eine Kostenfrage.


Tja, es ist leider so, dass für Regulierungen diejenigen Länder zuständig sind, unter deren Flagge die meisten Schiffe fahren.
Den Rest kann man sich denken.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon Keoma » Mi 12. Jun 2019, 15:31

H2O hat geschrieben:(12 Jun 2019, 15:29)

Das ist natürlich eine Riesenschweinerei, die sich durch Organisation abstellen ließe.

Nehmen wir an, man könnte diese Schiffe mit erneuerbaren Energien betreiben, und die Abfallfrage wäre sinnvoll gelöst... könnte man dann mit dieser Form des Reisens leben? Oder zerstört das Reisen mit Kreuzfahrtschiffen dennoch Reisewege und Reiseziele?


Jetzt sind wir wieder bei diesem Problem:
Seit Kreuzfahrten fast für jeden erschwinglich geworden sind, breiten sie sich quasi aus wie die Pest.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon H2O » Mi 12. Jun 2019, 15:35

Keoma hat geschrieben:(12 Jun 2019, 15:31)

Jetzt sind wir wieder bei diesem Problem:
Seit Kreuzfahrten fast für jeden erschwinglich geworden sind, breiten sie sich quasi aus wie die Pest.


Ja, das war im Grunde schon meine Vorspannung: Alles, was zum massenhaften Auftreten unserer Art führt, wird schon dadurch die Natur zerstören. Dafür gibt es leider keine vertretbare Lösung.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon Sören74 » Mi 12. Jun 2019, 15:41

Keoma hat geschrieben:(12 Jun 2019, 15:30)

Tja, es ist leider so, dass für Regulierungen diejenigen Länder zuständig sind, unter deren Flagge die meisten Schiffe fahren.
Den Rest kann man sich denken.


Nunja, das ist wie mit der Besteuerung von Internet-Unternehmen, man wird um eine internationale Vereinbarung nicht umhinkommen. :)
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon Teeernte » Mi 12. Jun 2019, 15:43

H2O hat geschrieben:(12 Jun 2019, 15:35)

Ja, das war im Grunde schon meine Vorspannung: Alles, was zum massenhaften Auftreten unserer Art führt, wird schon dadurch die Natur zerstören. Dafür gibt es leider keine vertretbare Lösung.


DOCH - es MUSS eine Lösung generiert werden, man kann den Leuten nicht alles wegnehmen....und dann sagen seht zu wie ihr eure ZEIT//GEld totschlagt.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon Sören74 » Mi 12. Jun 2019, 15:44

Keoma hat geschrieben:(12 Jun 2019, 15:31)

Jetzt sind wir wieder bei diesem Problem:
Seit Kreuzfahrten fast für jeden erschwinglich geworden sind, breiten sie sich quasi aus wie die Pest.


Als ich mich Anfang des Jahres persönlich mit dem Thema beschäftigt habe, musste ich feststellen, dass die Preise für Kreuzfahrten auf den Meeren alles andere als für alle erschwinglich sind. Entsprechend findet man dort auch eine typische soziale Schichtung an Board vor, wie ich erfahren habe. Kreuzfahrten muss man sich echt leisten können.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon H2O » Mi 12. Jun 2019, 16:02

Teeernte hat geschrieben:(12 Jun 2019, 15:43)

DOCH - es MUSS eine Lösung generiert werden, man kann den Leuten nicht alles wegnehmen....und dann sagen seht zu wie ihr eure ZEIT//GEld totschlagt.


Tja, mir will da gar nichts einfallen. Außer der Erkenntnis, daß die Menschheit einer vermeidbaren (?) Katastrophe entgegen geht, die sie im wesentlichen ihrer wachsenden Anzahl verdankt. Gegenmaßnahmen müssen ergriffen werden, wenn sie wirksam erscheinen. Wenn das nicht möglich oder nicht ausreichend möglich ist, dann nimmt das Schicksal seinen Lauf.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon Keoma » Mi 12. Jun 2019, 16:05

Sören74 hat geschrieben:(12 Jun 2019, 15:44)

Als ich mich Anfang des Jahres persönlich mit dem Thema beschäftigt habe, musste ich feststellen, dass die Preise für Kreuzfahrten auf den Meeren alles andere als für alle erschwinglich sind. Entsprechend findet man dort auch eine typische soziale Schichtung an Board vor, wie ich erfahren habe. Kreuzfahrten muss man sich echt leisten können.


Also, 1.500,-- finde ich nicht gerade unerschwinglich.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 12. Jun 2019, 16:07

Sören74 hat geschrieben:(12 Jun 2019, 15:24)

Da sind Photovoltaik und Wasserkraft preiswerte Alternativen.

Wie viel kostet denn so ein Photovoltaikkraftwerk mit 4GW Leistung?

Und wenn das alles doch so schön und einfach und preiswert ist, warum verschlingt das dann in Deutschland solche Unsummen und kommt trotzdem nicht richtig in die Pötte?
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon JJazzGold » Mi 12. Jun 2019, 16:12

H2O hat geschrieben:(12 Jun 2019, 15:29)

Das ist natürlich eine Riesenschweinerei, die sich durch Organisation abstellen ließe.

Nehmen wir an, man könnte diese Schiffe mit erneuerbaren Energien betreiben, und die Abfallfrage wäre sinnvoll gelöst... könnte man dann mit dieser Form des Reisens leben? Oder zerstört das Reisen mit Kreuzfahrtschiffen dennoch Reisewege und Reiseziele?



Ein wenig Information

https://www.hurtigruten.de/monatsthema/nachhaltigkeit/

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... bfall.html

https://m.tagesspiegel.de/gesellschaft/ ... ogle.de%2F
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon odiug » Mi 12. Jun 2019, 16:19

Teeernte hat geschrieben:(12 Jun 2019, 13:30)

Du willst meinen Fortschritt einholen ?

Das Elektroauto ist von 2004...eins der Ersten der Serie. Beim HAus ist die Isolierung 10 cm...Heizkosten u, WW unter 1000 Eu im Jahr auf 200 quadrat m... Dach Sturmsicher... Blitzableitersystem.

Deichsystem ringsum ist neu - mit Platz für mehr.

....und ich kann die GEGENSTRAHLUNG messen. :D :D :D

Wer den Zaun schafft bekommt den A.... abgebissen.

So ist' recht ... brav ... dann überspringen wir dein Haus und gehen gleich zum Man from down under :thumbup:
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon relativ » Mi 12. Jun 2019, 16:27

Keoma hat geschrieben:(12 Jun 2019, 15:16)

Es sind vor allem die Abfälle, die einfach ins Meer geschüttet werden.
Die sind nicht immer ganz koscher.

Das ist aber nicht so daß Problem der Kreuzfahrindustrie, wie ich gelesen habe , habne die sehr strenge auflagen und sie würden sich auch das Geschäft kaputt mache würden sie sich nicht daran halten und es käme raus.
Allerdings ist der Abfall von etlichen anderen Schiffen schon ein Teil des Problems, der weit aus Größere ist aber der, bei dem die Menschen am Land ihren Müll achtlos in die Gewässen und Umwelt schmeißen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon relativ » Mi 12. Jun 2019, 16:29

Keoma hat geschrieben:(12 Jun 2019, 16:05)

Also, 1.500,-- finde ich nicht gerade unerschwinglich.

Vor allem machmal sogar plus Flug zum Startort. :(
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon Sören74 » Mi 12. Jun 2019, 16:51

Keoma hat geschrieben:(12 Jun 2019, 16:05)

Also, 1.500,-- finde ich nicht gerade unerschwinglich.


Also mit 1.500 Euro kommst Du auf einem Kreuzfahrtschiff für eine Person nicht sonderlich weit. Du musst mindestens mit einer weiteren Person gemeinsam reisen, denn für Einzelpersonen gibt es Aufschläge von 80 bis 100 Prozent. Und da es eher ein langsames Reisen ist, würde ich eher mit 2 Wochen kalkulieren, um wenigstens ein paar verschiedene Städte und Landschaften zu sehen, dann kommt man schnell bei 3.000-5.000 Euro pro Person an.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon Sören74 » Mi 12. Jun 2019, 16:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Jun 2019, 16:07)

Wie viel kostet denn so ein Photovoltaikkraftwerk mit 4GW Leistung?


Aussagekräftiger sind hier die Stromgestehungskosten. D.h. wie viel Aufwand habe ich im Schnitt, um 1 kWh mit PV zu erzeugen. In Afrika sind durch die geographische Lage Preise (>2500 kWh/m² pro Jahr) von 8 bis 14 ct möglich (Stand 2012(!): https://www.ise.fraunhofer.de/content/d ... ergien.pdf).

Tom Bombadil hat geschrieben:Und wenn das alles doch so schön und einfach und preiswert ist, warum verschlingt das dann in Deutschland solche Unsummen und kommt trotzdem nicht richtig in die Pötte?


Hmm, habe ich in Bezug auf Deutschland irgendwas von schön, einfach und preiswert gesprochen? Ich denke nicht. :)
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon H2O » Mi 12. Jun 2019, 17:32


Bis 2021 werden bis zu neun Hurtigruten Schiffe auf hybriden Antrieb mit Flüssiggas (LNG „Liquefied Natural Gas“) und Batteriesystemen umgerüstet.


Das halte ich für eine bärenstarke Ansage. Wie weit dieses Unternehmen die hier auch angesprochende preiswerte Urlaubslösung anbieten kann... keine Ahnung. Aber immerhin: Weniger Dreck an Küsten und im Meer wäre möglich. Leider bleibt das Unternehmen auf Erdgas stehen. Das bedeutet, daß doch erhebliche Mengen CO2 aus fossilen Brennstoffen in die Luft geblasen werden. Nicht verwunderlich, weil Norwegen als Ausfuhrland für Erdgas eines der ganz großen Lieferländer ist.


Dieser Lösungsweg für den Schiffsantrieb ähnelt unserer Biogas-Erzeugung, hier nun aus Fischabfällen der zahlreichen Lachsfarmen gewonnen. Löblich, aber wohl eine sehr norwegische Lösung!
https://m.tagesspiegel.de/gesellschaft/ ... ogle.de%2F[/quote]

Solche Nachrichten machen Mut, daß zumindest in Norwegen Regierung und Unternehmen sich bemühen, von der Vernichtung ihrer Naturschönheiten ab zu kommen, und sie sogar aktive Strandreinigung in ihrem Programm haben.

Bleiben die Kosten für den Reisenden, der aber immerhin nicht als "Umweltferkel" verunglimpft werden kann.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon JJazzGold » Mi 12. Jun 2019, 18:43

H2O hat geschrieben:(12 Jun 2019, 17:32)

Das halte ich für eine bärenstarke Ansage. Wie weit dieses Unternehmen die hier auch angesprochende preiswerte Urlaubslösung anbieten kann... keine Ahnung. Aber immerhin: Weniger Dreck an Küsten und im Meer wäre möglich. Leider bleibt das Unternehmen auf Erdgas stehen. Das bedeutet, daß doch erhebliche Mengen CO2 aus fossilen Brennstoffen in die Luft geblasen werden. Nicht verwunderlich, weil Norwegen als Ausfuhrland für Erdgas eines der ganz großen Lieferländer ist.


Dieser Lösungsweg für den Schiffsantrieb ähnelt unserer Biogas-Erzeugung, hier nun aus Fischabfällen der zahlreichen Lachsfarmen gewonnen. Löblich, aber wohl eine sehr norwegische Lösung!
https://m.tagesspiegel.de/gesellschaft/ ... ogle.de%2F

Solche Nachrichten machen Mut, daß zumindest in Norwegen Regierung und Unternehmen sich bemühen, von der Vernichtung ihrer Naturschönheiten ab zu kommen, und sie sogar aktive Strandreinigung in ihrem Programm haben.

Bleiben die Kosten für den Reisenden, der aber immerhin nicht als "Umweltferkel" verunglimpft werden kann.


Günstig war Hurtigrouten noch nie. Nageln Sie mich nicht auf den Cent fest, aber wir haben vor zwei Jahren um die EUR 4000.-,/Person, allerdings für die längste Tour und in einer komfortablen Aussenkabine, gezahlt und bekamen auch damals schon einen Vortrag, auf was Hurtigrouten aus Umweltgründen achtet und was von uns als Passagiere dementsprechend erwartet wurde. Wir fanden das gut. Auch, dass auf regionale Produkte beim Essensangebot zugegriffen wird, statt auf Flugpapaya. ;)

Die Schiffahrt bastelt meines Erachtens schon ebenso lang an kostengünstigen und umweltverträglichen Konzepten, wie die Flugzeugbranche. Nur wenn man nicht im Geschäft selbst tätig ist, bekommt man davon wenig mit.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon H2O » Mi 12. Jun 2019, 19:00

JJazzGold hat geschrieben:(12 Jun 2019, 18:43)

Günstig war Hurtigrouten noch nie. Nageln Sie mich nicht auf den Cent fest, aber wir haben vor zwei Jahren um die EUR 4000.-,/Person, allerdings für die längste Tour und in einer komfortablen Aussenkabine, gezahlt und bekamen auch damals schon einen Vortrag, auf was Hurtigrouten aus Umweltgründen achtet und was von uns als Passagiere dementsprechend erwartet wurde. Wir fanden das gut. Auch, dass auf regionale Produkte beim Essensangebot zugegriffen wird, statt auf Flugpapaya. ;)

Die Schiffahrt bastelt meines Erachtens schon ebenso lang an kostengünstigen und umweltverträglichen Konzepten, wie die Flugzeugbranche. Nur wenn man nicht im Geschäft selbst tätig ist, bekommt man davon wenig mit.


Im Grunde müßte die UNO das Heft in die Hand nehmen und den umweltgerechten Schiffsverkehr erzwingen. Ersatzweise die EU mit "keine Einfahrt in Gewässer der EU". Aber so weit ist weder die UNO noch die EU voran gekommen.

Leider ist dann wegen der angedeuteten Kosten eine solche Schiffsreise sicher einmalig schön und lehrreich, aber wohl doch kein Angebot für Ferienreisende, die von einem Billigflug ins Mittelmeerbecken auf eine andere Form des Reisens überwechseln sollen. Und da sehe ich eben gesellschaftlichen Knatsch ähnlich dem Aufstand der Gelbwesten vorher. Franzosen sind kein Hungerleider, aber die Belastung der kleinen Leute mit einer Steuer, die Gutverdiener eben einmal so wegstecken, zwingt den Gelbwesten eine Verhaltensänderung auf, die nur sie ertragen sollen. Und dann fliegen schon einmal die Brocken.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 12. Jun 2019, 19:10

Sören74 hat geschrieben:(12 Jun 2019, 16:58)

Aussagekräftiger...

Kannst du die Frage beantworten: wie viel kostet denn so ein Photovoltaikkraftwerk mit 4GW Leistung?

Hmm, habe ich in Bezug auf Deutschland irgendwas von schön, einfach und preiswert gesprochen?

Weil es prinzipiell Quark ist. Wäre Strom mit EE günstiger als mit anderen Energieträgern zu erzeugen, würden gerade Entwicklungsländer das nutzen. Tun sie aber nicht, sie bauen Kohlekraftwerke.
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Re: Kerosinsteuer

Beitragvon JJazzGold » Mi 12. Jun 2019, 19:11

H2O hat geschrieben:(12 Jun 2019, 19:00)

Im Grunde müßte die UNO das Heft in die Hand nehmen und den umweltgerechten Schiffsverkehr erzwingen. Ersatzweise die EU mit "keine Einfahrt in Gewässer der EU". Aber so weit ist weder die UNO noch die EU voran gekommen.

Leider ist dann wegen der angedeuteten Kosten eine solche Schiffsreise sicher einmalig schön und lehrreich, aber wohl doch kein Angebot für Ferienreisende, die von einem Billigflug ins Mittelmeerbecken auf eine andere Form des Reisens überwechseln sollen. Und da sehe ich eben gesellschaftlichen Knatsch ähnlich dem Aufstand der Gelbwesten vorher. Franzosen sind kein Hungerleider, aber die Belastung der kleinen Leute mit einer Steuer, die Gutverdiener eben einmal so wegstecken, zwingt den Gelbwesten eine Verhaltensänderung auf, die nur sie ertragen sollen. Und dann fliegen schon einmal die Brocken.


Sie meinen wahrscheinlich die IMO, eine Sektion der UNO, die für die internationale Schifffahrt zuständig ist. Ich bin überfragt, inwieweit diese ihre einst gesetzten Ziele erfolgreich und nachhaltig verfolgt.

Gesellschaftlicher Unmut ist vorprogrammiert, wenn die Mobilität verteuert wird. Immerhin sind Reisen ein Aspekt, bei dem man sich dem Mittelstand zurechnen kann, egal, ob das tatsächlich so ist. Wer verliert schon gern diesen erstrebenswerten Status?
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