38 Grad und seit Monaten kein Regen

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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Mo 10. Jun 2019, 07:10

unity in diversity hat geschrieben:(10 Jun 2019, 05:39)

Kachelmensch warnt vor Tornados. Der heutige Montag habe es horrorwettertechnisch in sich:
https://mobile.twitter.com/Kachelmann/s ... frame.html
Sturzhelme bereithalten.


Die Sachsen sind betroffen, wenn sie Pech haben. Die AfD beginnt allmählich an den überwiegend menschgemachten Klimawandel zu glauben. :)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Ebiker » Mo 10. Jun 2019, 07:58

Ein Starkwindereignis ist Wetter, kein Klima.
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Cat with a whip
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Cat with a whip » Mo 10. Jun 2019, 12:31

Mittlerweile lohnt ja ein Resümee über das bisherige Jahreswetter. Wir können froh sein dass der katastrophale Regenmangel von 2018 sich nicht wiederholte, stellenweise hat es geregnet. Nur wie man feststellen muss leider wieder nicht genug, so das die Niederschlagbilanz immer noch negativ ist. Vor allem konnte der Grundwasserspiegel kaum regeneriert werden. Wissenschaftler sprechen daher auch beim aktuellen Wetter von einer Dürre.

Die Folgen des Sommers 2018 sind noch nicht überwunden – und könnten sich durch ein neuerlich trockenes Jahr verstärken. „Dann könnten noch massivere Schäden auftreten als 2018“, sagt Reimund Schwarze, Klimaökonom am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Aktuelle Zahlen des Instituts zeigen, dass der Boden noch vom vergangenen Jahr viel zu wenig Wasser enthält. Zwar ist in den meisten Regionen die oberste Erdschicht nun etwas angefeuchtet, aber darunter hat sich noch nicht viel getan. Vor allem im Norden und im Osten Deutschlands registriert das Helmholtz-Zentrum zum Teil noch „außergewöhnliche Dürre“.

Auch der Grundwasserpegel steht weiterhin viel zu niedrig. „Wir tragen immer noch die Folgen des vergangenen Jahres vor uns her“, sagt Schwarze. Wie im Vorjahr könnten Futtermittel wie Heu und Mais knapp werden, wenn es jetzt nicht bald regnet. Es wäre im Jahr zwei der aktuellen Trockenphase also umso schwerer, das Vieh zu füttern.


https://www.fr.de/wissen/duerre-trotz-r ... 61447.html
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Mo 10. Jun 2019, 22:43

Es wäre im Jahr zwei der aktuellen Trockenphase also umso schwerer, das Vieh zu füttern.


Vielleicht sollte man daran denken, die Kopfzahl für Nutzvieh an die hier mögliche Futtermittelerzeugung an zu passen. Dann verringert sich auch das Gülleaufkommen, mit dem wir unser Grundwasser verseuchen.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Mo 10. Jun 2019, 22:46

Ebiker hat geschrieben:(10 Jun 2019, 07:58)

Ein Starkwindereignis ist Wetter, kein Klima.


Jein; die Häufung solcher Ereignisse halte ich schon für "Klima" und "Klimaveränderung". Wir müssen natürlich aufpassen, daß uns unsere gestiegene Informationsdichte bei dieser Bewertung keinen Streich spielt.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 10. Jun 2019, 22:50

"Trockenphase" ist extrem abhängig vom Standort.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Di 11. Jun 2019, 16:21

H2O hat geschrieben:(10 Jun 2019, 22:43)

Vielleicht sollte man daran denken, die Kopfzahl für Nutzvieh an die hier mögliche Futtermittelerzeugung an zu passen. Dann verringert sich auch das Gülleaufkommen, mit dem wir unser Grundwasser verseuchen.

Vor allem verschlechtert sich die Versorgungslage der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln.
Nutztiere liefern nicht nur Fleisch, auch Milch als Grundnahrungsmittel und Grundstoff für Butter-, Quark- und Käseherstellung.
Und was das Gülleaukommen anbelangt, das ist bei intensiver Landwirtschaft dringend benötigtes Düngemittel.
Mit Drei-Felder-Wirtschaft ist bei der Bevölkerungsdichte in Europa kein Blumentopf mehr zu gewinnen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Cat with a whip » Di 11. Jun 2019, 16:21

H2O hat geschrieben:(10 Jun 2019, 22:43)

Vielleicht sollte man daran denken, die Kopfzahl für Nutzvieh an die hier mögliche Futtermittelerzeugung an zu passen. Dann verringert sich auch das Gülleaufkommen, mit dem wir unser Grundwasser verseuchen.

Und der Emnergiebedarf, aber so ist das mit Ursache und Wirkung. Mit dem Kopf gegen die Wand.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Di 11. Jun 2019, 16:22

H2O hat geschrieben:(10 Jun 2019, 22:46)

Jein; die Häufung solcher Ereignisse halte ich schon für "Klima" und "Klimaveränderung". Wir müssen natürlich aufpassen, daß uns unsere gestiegene Informationsdichte bei dieser Bewertung keinen Streich spielt.

Auch bei Häufung der Ereignisse handelt es sich immer noch um Wetterphänomene.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Teeernte » Di 11. Jun 2019, 17:29

Dark Angel hat geschrieben:(11 Jun 2019, 16:22)

Auch bei Häufung der Ereignisse handelt es sich immer noch um Wetterphänomene.


Man spricht ab einen Zeitraum von 30 Jahre von Klima.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Di 11. Jun 2019, 19:05

Dark Angel hat geschrieben:(11 Jun 2019, 16:21)

Vor allem verschlechtert sich die Versorgungslage der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln.
Nutztiere liefern nicht nur Fleisch, auch Milch als Grundnahrungsmittel und Grundstoff für Butter-, Quark- und Käseherstellung.
Und was das Gülleaukommen anbelangt, das ist bei intensiver Landwirtschaft dringend benötigtes Düngemittel.
Mit Drei-Felder-Wirtschaft ist bei der Bevölkerungsdichte in Europa kein Blumentopf mehr zu gewinnen.


Da erzählen Sie aber etwas aus dem Werbekatalog der industrialisierten Landwirtschaft. Und weil das alles so erfreulich läuft, exportiert die Bundesrepublik schiffsladungsweise Milchpulver nach China und "Zuchtvieh" (natürlich lebend!) in tagelangen Transporten in den Orient. Da sind ganz sicher einige Maßstäbe völlig verrutscht!
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Di 11. Jun 2019, 19:08

Dark Angel hat geschrieben:(11 Jun 2019, 16:22)

Auch bei Häufung der Ereignisse handelt es sich immer noch um Wetterphänomene.


Dann sind das eben gehäufte Wetterphänomene, die uns allmählich in Panik versetzen. Zur Entwarnung besteht gar keine Ursache.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Di 11. Jun 2019, 19:11

Teeernte hat geschrieben:(11 Jun 2019, 17:29)

Man spricht ab einen Zeitraum von 30 Jahre von Klima.

Wem helfen solche Definitionen, wenn wir eine Dürre erleben, wie im vergangenen Jahr, und wenn sich ähnliche Wetterlagen in immer kürzeren Abständen wiederholen? Ich rate da zu erhöhter Alarmbereitschaft und Vorsorge in der Wasserwirtschaft.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Teeernte » Di 11. Jun 2019, 19:26

H2O hat geschrieben:(11 Jun 2019, 19:11)

Wem helfen solche Definitionen, wenn wir eine Dürre erleben, wie im vergangenen Jahr, und wenn sich ähnliche Wetterlagen in immer kürzeren Abständen wiederholen? Ich rate da zu erhöhter Alarmbereitschaft und Vorsorge in der Wasserwirtschaft.


Die Feuerwacht im Wald nicht zu vergessen....

Klimawandel...>>> Wem helfen solche Definitionen, :D :D :D
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Di 11. Jun 2019, 19:41

H2O hat geschrieben:(11 Jun 2019, 19:11)

Ich rate da zu erhöhter Alarmbereitschaft und Vorsorge in der Wasserwirtschaft.

Geht nicht, das Geld wird schon mit der EE-Umlage verpulvert.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Sören74 » Di 11. Jun 2019, 20:13

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jun 2019, 19:41)

Geht nicht, das Geld wird schon mit der EE-Umlage verpulvert.


Die EEG-Umlage ist zweckgebunden. Wie kann man also eine Umlage für die Wasserwirtschaft verpulvern, wenn das Geld dafür gar nicht vorgesehen ist?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Di 11. Jun 2019, 20:18

H2O hat geschrieben:(11 Jun 2019, 19:08)

Dann sind das eben gehäufte Wetterphänomene, die uns allmählich in Panik versetzen. Zur Entwarnung besteht gar keine Ursache.

"...die uns allmählich in Panik versetzen"? Wer ist uns?
Der DWD konnte keine Zunahme von Wetterextremen (Starkregen etc) nachweisen (Stand 2016), was hingegen nachweisbar ist, ist eine Zunahme der Schäden bzw Schadenssummen, die Versicherungen zu zahlen haben.

Klimawandel hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben - mit oder ohne menschlichen Einfluss.
Das eigentliche Problem ist auch weniger der gegenwärtige Klimawandel, als die immer größer werdende Weltbevölkerung (Überbevölkerung). Je mehr Menschen auf der Erde leben, um so höher der Ressourcenverbrauch, um so geringer die Ausweichmöglichkeiten und damit die Anpassungsfähigkeit.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Teeernte » Di 11. Jun 2019, 20:23

Dark Angel hat geschrieben:(11 Jun 2019, 20:18)

"...die uns allmählich in Panik versetzen"? Wer ist uns?
Der DWD konnte keine Zunahme von Wetterextremen (Starkregen etc) nachweisen (Stand 2016), was hingegen nachweisbar ist, ist eine Zunahme der Schäden bzw Schadenssummen, die Versicherungen zu zahlen haben.

Klimawandel hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben - mit oder ohne menschlichen Einfluss.
Das eigentliche Problem ist auch weniger der gegenwärtige Klimawandel, als die immer größer werdende Weltbevölkerung (Überbevölkerung). Je mehr Menschen auf der Erde leben, um so höher der Ressourcenverbrauch, um so geringer die Ausweichmöglichkeiten und damit die Anpassungsfähigkeit.


Kräht der Hahn auf dem Mist..... ->> es ist klar dass es wegen des Klimawandels IST.... :D :D :D
Zuletzt geändert von Teeernte am Di 11. Jun 2019, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Di 11. Jun 2019, 20:24

H2O hat geschrieben:(11 Jun 2019, 19:11)

Wem helfen solche Definitionen, wenn wir eine Dürre erleben, wie im vergangenen Jahr, und wenn sich ähnliche Wetterlagen in immer kürzeren Abständen wiederholen? Ich rate da zu erhöhter Alarmbereitschaft und Vorsorge in der Wasserwirtschaft.

Dürren hat es früher schon gegeben - z.B. 1904 war der Pegelstand der Elbe in/bei Dresden genauso niedrig wie 2018.
Ob sich solche/ähnliche Wetterlagen in immer kürzeren Abständen wiederholen, ist nicht vorhersagbar.

"Hitzewellen, Hochwasser, Orkane: Ob der Klimawandel extreme und daher seltene Wetterphänomene verstärkt, lässt sich nur schwer belegen. Doch Wissenschaftler haben auf diesem Gebiet in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Die Meteorologin Daniela Jacob gibt einen Überblick über den Stand der Forschung."
Quelle
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Di 11. Jun 2019, 20:50

H2O hat geschrieben:(11 Jun 2019, 19:05)

Da erzählen Sie aber etwas aus dem Werbekatalog der industrialisierten Landwirtschaft. Und weil das alles so erfreulich läuft, exportiert die Bundesrepublik schiffsladungsweise Milchpulver nach China und "Zuchtvieh" (natürlich lebend!) in tagelangen Transporten in den Orient. Da sind ganz sicher einige Maßstäbe völlig verrutscht!

Hast du dafür irgend eine seriöse Quelle?
Du würdest dich gewaltig umgucken, wenn es unsere industrialisierte Landwirtschaft nicht gäbe.
Informiere dich doch mal, wieviele Bauern 1950 wieviele Menschen ernährten und wieviele es heute sind.
Dann unterhalten wir uns weiter.
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