Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

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Tom Bombadil
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Jun 2019, 13:09

H2O hat geschrieben:(09 Jun 2019, 12:54)

Das ist schon wahr; aber Bremen hat als Werftstandort mehrerer Großwerften (AG Weser, Vulkan AG) und nach der Pleite von Borgward sehr heftige Rückschläge in den Häfen zu verkraften gehabt.

Wie lange ist das her? 25, 35, 55 und mehr Jahre, es kamen ja auch neue Unternehmen nach Bremen, zB. Mercedes oder Airbus. Und wollen die Grünen nicht weg von der Industrie? Dann kann man doch nicht jammern, dass es zu wenig Industrie gibt, das ist paradox.
Öffentliche Universitäten und Hochschulen müssen immer von "Staatsknete" gestemmt werden. Aber schon klar, Linke finden immer wieder irgendwelche Gründe, warum sie Schulden machen und vom Geld (Finanzausgleich), das andere Menschen erwirtschaftet haben, leben müssen. Das hat ja schon seit dem Urvater Marx allerbeste Tradition.

Will sagen, daß die Schulden für riesige Investitionen in eine bessere Zukunft gemacht wurden.

Und wann bricht diese bessere Zukunft an, die seit über 20 Jahren nicht anbrechen wollte? Wann wird Bremen zum Schuldentilger und Nettozahler?

Wer lästert über Bremen oder die Bremer? Hier wird die Bremer Regierung kritisiert.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Teeernte » So 9. Jun 2019, 13:14

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jun 2019, 13:09)

Wie lange ist das her? 25, 35, 55 und mehr Jahre, es kamen ja auch neue Unternehmen nach Bremen, zB. Mercedes oder Airbus. Und wollen die Grünen nicht weg von der Industrie? Dann kann man doch nicht jammern, dass es zu wenig Industrie gibt, das ist paradox.
Öffentliche Universitäten und Hochschulen müssen immer von "Staatsknete" gestemmt werden. Aber schon klar, Linke finden immer wieder irgendwelche Gründe, warum sie Schulden machen und vom Geld (Finanzausgleich), das andere Menschen erwirtschaftet haben, leben müssen. Das hat ja schon seit dem Urvater Marx allerbeste Tradition.


Und wann bricht diese bessere Zukunft an, die seit über 20 Jahren nicht anbrechen wollte? Wann wird Bremen zum Schuldentilger und Nettozahler?


Die wollen doch nicht arbeiten....die neuen Jobs in Bremen ziehen Arbeitskräfte nach Bremen ....und führen zu Wohnungsmangel.

Fast ALLE Baukräfte sind von FERN.

Verdammter Matsch diese Mercedesbaustelle !!!
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon H2O » So 9. Jun 2019, 13:15

...schreibe auch immer wieder, dass jedes Volk die Regierung bekommt, die es verdient. Und wenn die Deutschen nach 30 Jahren schon wieder vergessen haben, was der Sozialismus in Deutschland angerichtet hat und die entsprechenden Parteien wählen, dann müssen sie es anscheinend wieder auf die harte Tour lernen. Man darf auch nicht die ideologischen Anfänge der Grünen vergessen, da ist durch die sog. K-Gruppen auch jede Menge Kommunismus/Sozialismus eingeflossen.


Aus meiner Sicht sind viele gesellschaftliche Fragen in Europa gar nicht anders zu lösen als zeitweise mit Anleihen beim Sozialismus. Da muß man natürlich sehr genau hinsehen und auch ein geplantes Ende des Verfahrens fest verankern. Der derzeitige Jammer mit "bezahlbaren Wohnungen" kann nur mit dirigistischen Planmaßnahmen in wenigen Jahren beseitigt werden. Wird ja auch gemacht unter Mitwirkung der Volksparteien. Man kann das aber auch unterlassen und abwarten, bis wir die Regierung haben, die wir verdienen.

Bin ich deshalb ein Anhänge des Sozialismus? Das glaube ich eher nicht. Manchmal mit Sinn für straffe Ordnung, aber meist doch so vorgespannt, daß ich im Zweifel für freiheitliche Verfahrensweisen in der sozialen Marktwirtschaft eintrete.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Alpha Centauri » So 9. Jun 2019, 13:22

Iwan der Liebe hat geschrieben:(08 Jun 2019, 17:44)

Na und? Erstmal hat Bayern Entwicklungshilfe benötigt.



So ist es, da braucht man sich auch nichts künstlich schön zu reden.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Jun 2019, 13:26

Soziale Marktwirtschaft ist etwas anderes als Sozialismus. Der Staat könnte relativ einfach für sozialen Wohnraum sorgen: in dem er entweder selber solchen Wohnraum schafft oder günstige Kredite vergibt, die Bürokratie ausmistet und die Vorschriften lockert. Das dauert natürlich seine Zeit, man büsst jetzt für den Fehler, solche schon bestehenden Wohnungen privatisiert zu haben. Mit sozialistischen Methoden wie entschädigungslose Enteignung wird es jedenfalls nicht funktionieren.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon H2O » So 9. Jun 2019, 13:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jun 2019, 13:09)

Wie lange ist das her? 25, 35, 55 und mehr Jahre, es kamen ja auch neue Unternehmen nach Bremen, zB. Mercedes oder Airbus. Und wollen die Grünen nicht weg von der Industrie? Dann kann man doch nicht jammern, dass es zu wenig Industrie gibt, das ist paradox.

Grüne wollen weg von "der Industrie". Das müssen ja ganz dumme Menschen sein, dann in Bremen für den Erhalt der Arbeitsplätze in der Industrie an zu treten. Daß es grüne Spinner gibt...wer wollte das anzweifeln. Sie aber dann als Repräsentanten dieser politischen Gemeinschaft zu verkaufen, das wirkt irgendwie komisch.
Öffentliche Universitäten und Hochschulen müssen immer von "Staatsknete" gestemmt werden. Aber schon klar, Linke finden immer wieder irgendwelche Gründe, warum sie Schulden machen und vom Geld (Finanzausgleich), das andere Menschen erwirtschaftet haben, leben müssen. Das hat ja schon seit dem Urvater Marx allerbeste Tradition.

Bremen erfüllt als Oberenztrum einer Region infrastrukturelle Aufgaben... das geht schon los mit den Universitäten. Aber auch mit den Arbeitsplätzen bei Airbus, Mercedes, im Handel. Dafür erhält Bremen zu Recht Mittel aus dem Finanzausgleich der Länder, die vor Gericht erstritten wurden. Die Bremer leben nicht von anderer Leute Geld,sondern von ihren Einkünften bei der Herstellung von Gütern und Dienstleistungen.


Und wann bricht diese bessere Zukunft an, die seit über 20 Jahren nicht anbrechen wollte? Wann wird Bremen zum Schuldentilger und Nettozahler?
Die bessere Zukunft hat längst begonnen. Bremen zieht Arbeitskräfte an. Die wirtschaftlichen Aktivitäten wachsen in den Speckgürtel hinein mit Bremen in einer mitgestaltenden Rolle. Das Ende der Schulden ist längst politisch festgelegt. Was die Zukunft bringt... wer will das verbindlich sagen?

Wer lästert über Bremen oder die Bremer? Hier wird die Bremer Regierung kritisiert.
Diese bremische Regierung besteht aber aus Bremern; die können das nun einmal nicht besser; nicht rot-grün, rot-schwarz und wohl auch nicht rot-grün-rot.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Jun 2019, 13:52

H2O hat geschrieben:(09 Jun 2019, 13:35)

Grüne wollen weg von "der Industrie".

Nicht?

Dafür erhält Bremen zu Recht Mittel aus dem Finanzausgleich der Länder, die vor Gericht erstritten wurden.

Bekommen alle Oberzentren mit infrastrukturellen Aufgaben und Universitäten Geld aus dem Finanzausgleich oder wo ist da der Zusammenhang?

Die Bremer leben nicht von anderer Leute Geld,sondern von ihren Einkünften bei der Herstellung von Gütern und Dienstleistungen.

Warum ist Bremen dann am höchsten verschuldet und bekommt Geld aus dem Finanzausgleich?

Die bessere Zukunft hat längst begonnen.

Da bin ich ja mal gespannt.

Das Ende der Schulden ist längst politisch festgelegt.

:D

Diese bremische Regierung besteht aber aus Bremern

Also verbietet sich jedwede Kritik an jedweder Politik?
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon H2O » So 9. Jun 2019, 13:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jun 2019, 13:26)

Soziale Marktwirtschaft ist etwas anderes als Sozialismus. Der Staat könnte relativ einfach für sozialen Wohnraum sorgen: in dem er entweder selber solchen Wohnraum schafft oder günstige Kredite vergibt, die Bürokratie ausmistet und die Vorschriften lockert. Das dauert natürlich seine Zeit, man büsst jetzt für den Fehler, solche schon bestehenden Wohnungen privatisiert zu haben. Mit sozialistischen Methoden wie entschädigungslose Enteignung wird es jedenfalls nicht funktionieren.


Diese Dinge stellen Sie sich viel zu einfach vor. Wenn der Staat solchen sozialen Wohnraum schafft, dann ist er Eigentümer eines begehrten Guts. An die Folgen davon kann ich mich noch gut erinnern, als meine junge Familie eine Wohnung brauchte. Dieses begehrte Gut wird sofort zur Handelsware derer, die darüber verfügen dürfen.

Die Bürokratie hat durchaus ihren Wert; niemandem ist damit gedient, wenn Wohnraum nicht vernünftig bewohnbar ist, mit fehlender Wärmedämmung etwa, oder wenn die zugelassenen Wohnstandards so sind, das das Gemeckere nicht enden will.

Die Privatisierung von Wohnraum zur Kapitalanlage großer Kapitalgesellschaften halte ich für einen Schildbürgerstreich der ganz besonders dämlichen Art. Dafür büßen nun die Mieter solcher Wohnungen. Aus meiner Sicht hätte der Staat diese Wohnungen nur zur privaten Nutzung freigeben dürfen, etwa als Altersssicherung für den Bewohner. Und ich würde Familien unterstützen, die sich in eine solche Wohnung einkaufen möchten.Auch die bezahlen ja dafür, wenn auch nicht auf der Grundlage der Spekulation mit Wohnraum.

Na ja, es hat auch Kommunen gegeben,die ihre Versorgungsnetze verscherbelt haben. Aus meiner Sicht waren da Leute am Werk, die Gesetze zur Bereicherung von Reichen geschaffen haben. Ich glaube nicht, daß Grüne daran mitgewirkt haben.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Misterfritz » So 9. Jun 2019, 14:02

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jun 2019, 13:52)
Bekommen alle Oberzentren mit infrastrukturellen Aufgaben und Universitäten Geld aus dem Finanzausgleich oder wo ist da der Zusammenhang?
Ja,
nehmen wir z.B. Landkreise (oder Kreise, je nach Bundesland). Dort halten die Oberzentren Berufsschulen, etc. vor und die Gemeinden im Kreis müssen Kreiumlagen zahlen, um solche Infrastruktur mit zu bezahlen.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Jun 2019, 14:09

H2O hat geschrieben:(09 Jun 2019, 13:55)

Dieses begehrte Gut wird sofort zur Handelsware derer, die darüber verfügen dürfen.

Dem kann man mit strengen Antikorruptionsgesetzen entgegen wirken.

niemandem ist damit gedient, wenn Wohnraum nicht vernünftig bewohnbar ist, mit fehlender Wärmedämmung etwa, oder wenn die zugelassenen Wohnstandards so sind, das das Gemeckere nicht enden will.

Unter der Brücke ist es sicherlich ungemütlich.

Ich glaube nicht, daß Grüne daran mitgewirkt haben.

Die wirken eben an anderen Dingen mit, da sind sich alle Krähen ähnlich.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon H2O » So 9. Jun 2019, 14:15

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jun 2019, 13:52)

Nicht?


Bekommen alle Oberzentren mit infrastrukturellen Aufgaben und Universitäten Geld aus dem Finanzausgleich oder wo ist da der Zusammenhang?

Der Zusammenhand ist recht einfach her zu stellen. Bremen ist ein Oberzentrum, das an den Steuern seines Speckgürtels nicht beteiligt ist. Das ist bei Städten in großen Bundesländern anders. Dort sind infrastrukturelle Einrichtungen Landessache, die mit Landessteuern am Leben gehalten werden. Im Fall Bremen sorgt dafür der Länderfinanzausgleich. Das ist aber nichts Neues. Bremen ist in Schwierigkeiten geraten, seitdem Einkommenssteuern am Wohnort und nicht am Ort der Leistungserbringung zu bezahlen sind. [Hinweis: kommt Ihnen der Streit mit den Internetriesen um gerechte Steuer vor dem Hintergrund bekannt vor?]

Warum ist Bremen dann am höchsten verschuldet und bekommt Geld aus dem Finanzausgleich?
Habe ich Ihnen gerade zuvor erklärt.


Da bin ich ja mal gespannt.
Wir Bremer erleben unser Stadt als liebenswerten und lebenswerten Ort. Wir finden unsere Umgangsweise miteinander als angenehm und wenig aufdringlich. Wer eine Familie hat und fleißig und anstellig ist, der wird gern dort leben. Ist mir als Zugereistem 45 Jahre so ergangen.

Also verbietet sich jedwede Kritik an jedweder Politik?


Welche Bremer Politik kritisieren Sie denn? Das meine ich ernst, weil ich natürlich darauf dringen werde, daß politischer Unfug abgestellt wird. Wenn Sie der Bremer Regierung Mißwirtschaft vorhalten können, dann nur zu! Aber flächendeckend einfach drauflos meckern, das halte ich für nicht sachdienlich.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon yogi61 » So 9. Jun 2019, 14:23

Senexx hat geschrieben:(08 Jun 2019, 17:22)

Inflationsbereinigt hat Bayern über 40 Mrd. mehr gezahlt als erhalten. Bremen über 15 Mrd. netto erhalten.

Sie haben ja nicht freiwillig an Bremen gezahlt,sondern weil das Verfassungsgericht immer wieder Nachhilfe in Sachen Föderalismus geben musste und weil BMW ihre Autos nicht über die Alpen transportieren konnte.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon H2O » So 9. Jun 2019, 14:29

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jun 2019, 14:09)

Dem kann man mit strengen Antikorruptionsgesetzen entgegen wirken.

Tja, das habe ich als junger Mann damals auch gedacht. Aber die Verhältnisse, sie waren nicht so. Und ich war ein ganz kleines Kirchenlicht. Die Kirche, übrigens die einzige Institution, die geholfen hat, aus Nächstenliebe, zumindest das Personal, das sich dazu bereit fand. Deshalb bezahle ich auch ganz brav seit 55 Jahren Kirchensteuer und meckere darüber überhaupt nicht.

Unter der Brücke ist es sicherlich ungemütlich.

Wird als Wohnraum auch nicht gefördert!

Die wirken eben an anderen Dingen mit, da sind sich alle Krähen ähnlich.

Sicher werden unter Grünen auch genügend viele Mistkerle herum wuseln... wer wollte das bestreiten? Aber die Gesamtheit der DIE GRÜNEN ist heute unverbraucht, und sie stellt die beste politische Kraft, die unser Land derzeit zu bieten hat. Das wird derzeit an der wachsenden Zustimmung zu dieser politischen Kraft sichtbar.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Ammianus » So 9. Jun 2019, 16:24

H2O hat geschrieben:(09 Jun 2019, 14:29)

...

Sicher werden unter Grünen auch genügend viele Mistkerle herum wuseln... wer wollte das bestreiten? Aber die Gesamtheit der DIE GRÜNEN ist heute unverbraucht, und sie stellt die beste politische Kraft, die unser Land derzeit zu bieten hat. Das wird derzeit an der wachsenden Zustimmung zu dieser politischen Kraft sichtbar.


Tja, bisher und auch bei der Europawahl habe ich - obwohl Antikommunist - fast immer DIE LINKE gewählt. Taktisch, damit von links Druck auf die SPD ausgeübt wird, damit die soziale Komponente erhalten bleibt. Aber im Moment wären es genau aus den Gründen dann vielleicht doch die Grünen. Trotz des demokratiefeindlichen Parité-Gesetzes in Brandenburg. Bloß fällt mir keine Alternative ein. Und nicht wählen gehen oder eine ungültige Stimme abzugeben, dass war zu DDR-Zeiten das Richtige. Jetzt jedoch nicht.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Teeernte » So 9. Jun 2019, 16:34

H2O hat geschrieben:(09 Jun 2019, 14:15)

Der Zusammenhand ist recht einfach her zu stellen. Bremen ist ein Oberzentrum, das an den Steuern seines Speckgürtels nicht beteiligt ist. .


Ein Teil der Bremer Bürger sitzt und jobt nicht, bereitet den Boden für Korruption, Kriminalität und Clanwirtschaft .

....und Dorf ringsum soll ausgleichen ? Mit FahrVerbot wird sich das geregelt haben...dann muss Bremen sehen - wie es ohne Umland geht.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Jun 2019, 16:46

H2O hat geschrieben:(09 Jun 2019, 14:15)

Bremen ist ein Oberzentrum, das an den Steuern seines Speckgürtels nicht beteiligt ist.

Dann sollen sie sich halt zu Niedersachsen eingemeinden lassen, diese Mini-Bundesländer sind sowieso ein Anachronismus.

Bremen ist in Schwierigkeiten geraten, seitdem Einkommenssteuern am Wohnort und nicht am Ort der Leistungserbringung zu bezahlen sind.

Das scheint lange vor meiner Geburt passiert zu sein. Irgendwann muss man solche Nachteile auch mal kompensieren können. Oder halt die Konsequenzen ziehen.

Habe ich Ihnen gerade zuvor erklärt.

Du hast folgendes erzählt: "Die Bremer leben nicht von anderer Leute Geld,sondern von ihren Einkünften bei der Herstellung von Gütern und Dienstleistungen." Wäre das so, dann wäre Bremen nicht hoch verschuldet und bräuchte kein Geld aus dem Länderfinanzausgleich.

Wir Bremer...

Dieser Lokalpatriotismus ist ja nett und wird überall ähnlich ausgeprägt sein, ändert nur auch nichts an der schlechten Lage Bremens.

Welche Bremer Politik kritisieren Sie denn?

Dass man nach zig Jahren der finanziellen Hilfe und der höchsten Verschuldung immer noch nicht auf eigenen Füßen stehen kann. Ich habe ja nichts gegen Hilfe, wenn mal Not am Mann ist, aber das darf - ähnlich wie in Berlin - nicht zum Dauerzustand werden, irgendwann muss die "Entwicklungshilfe" dann auch mal Früchte tragen.

Weitere Kritikpunkte:
Armutsgefährdung: https://www.butenunbinnen.de/nachrichte ... n-100.html
Bildung: https://www.weser-kurier.de/bremen/buer ... nfy-reload
Klimaziele: https://www.weser-kurier.de/bremen/brem ... 89997.html
Innere Sicherheit: https://www.sueddeutsche.de/news/politi ... -99-940483
Verkehr: https://www.weser-kurier.de/bremen/brem ... 36073.html
Wohnungsnot: http://www.taz.de/Wohnungsnot-in-Bremen/!5579929/
Arbeitslosigkeit: https://www.weser-kurier.de/bremen/brem ... 87820.html
Juhu, nur noch 9,4%, aber immer noch der letzte Platz unter den Bundesländern: https://www.statistik-bw.de/Arbeit/Arbe ... nQuote.jsp

Also eine Erfolgsgeschichte sieht anders aus.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Jun 2019, 16:47

H2O hat geschrieben:(09 Jun 2019, 14:29)

Aber die Gesamtheit der DIE GRÜNEN ist heute unverbraucht, und sie stellt die beste politische Kraft, die unser Land derzeit zu bieten hat.

Tja, armes Deutschland.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon H2O » So 9. Jun 2019, 17:01

Teeernte hat geschrieben:(09 Jun 2019, 16:34)

Ein Teil der Bremer Bürger sitzt und jobt nicht, bereitet den Boden für Korruption, Kriminalität und Clanwirtschaft .

....und Dorf ringsum soll ausgleichen ? Mit FahrVerbot wird sich das geregelt haben...dann muss Bremen sehen - wie es ohne Umland geht.


Liest sich etwas verwirrend. Gut, kommt am Feiertag schon einmal vor! :)
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon H2O » So 9. Jun 2019, 17:05

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jun 2019, 16:47)

Tja, armes Deutschland.


Kann man sicher so sagen; das Traumziel von Millionen Menschen, die ihrem Leben eine Wende geben möchten.
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Re: Bürgerschaftswahl in Bremen 2019

Beitragvon Tom Bombadil » So 9. Jun 2019, 17:40

H2O hat geschrieben:(09 Jun 2019, 17:05)

Kann man sicher so sagen; das Traumziel von Millionen Menschen, die ihrem Leben eine Wende geben möchten.

Ja, weil es für Glücksritter leicht ist, reinzukommen, es für sie fast unmöglich ist, wieder rausgeworfen zu werden und weil es aus Sicht dieser Menschen unglaublich viel Geld ohne Pflicht zu einer Gegenleistung gibt. Würde ich irgendwo in der Dritten Welt hocken, dann würde ich mich bei solchen Geschichten aus dem Schlaraffenland auch auf die Socken machen.
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