Niedergang der deutschen Automobilindustrie

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John Galt
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Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon John Galt » Di 14. Mai 2019, 06:31

Die deutschen Auto-Dinosaurier haben alle technischen Trends verschlafen und versuchen verzweifelt mit viel Geld die Versäumnisse aufzuholen. Im Bereich E-Mobilität (unprofitabel wie sau), autonomes Fahren, Brennstoffzelle, Akkus und Co. wird man nicht mehr mithalten können. Die Risikoadversität zerstört das Wachstum in die Zukunft.

Die Zuliefererindustrie hat teilweise noch größere Probleme, den Süden wird es wie den Ruhrpott erwischen. Der Strukturwandel 2.0 wird ganze Landstriche verarmen lassen, inklusive der politischen Auswirkungen.

Behäbige Stiftungsstrukturen wie bei Bosch oder Mahle lassen eben kein unternehmerisches Risiko zu.

Bosch rechnet ganz grob damit, dass bis zum Jahr 2030 der jährliche Bedarf an Batteriezellen auf 1000 Gigawattstunden steigen wird. Um in diesem Markt eine führende Position zu erreichen, brauche man einen Marktanteil von 20 Prozent – also Fertigungskapazitäten von 200 Gigawattstunden. Für eine entsprechende Batteriefabrik wäre eine Investition von 20 Milliarden Euro nötig


https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 49-p2.html

Da fehlt auch schlichtweg die Größe für das benötiget Kapital. USA, China hingegen hat kein Problem mit ihren großen Konzernen solche Summen zu stemmen und scheut auch das unternehmerische Risiko nicht.

Daimler, BMW und VW werden enden wie Nokia, Motorola und Co, irgendwann werden die Reste von gigantischen erfolgreichen Mitbewerbern aufgekauft.
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Markus84
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Markus84 » Di 14. Mai 2019, 08:05

Unsere Politik wird die autoindustrie nicht sterben lassen. Auch wenn Autos meiner Meinung nach nicht mehr so viele Jobs bringen wie man ihnen nachsagt. Die autoindustrie hat gegen Ende des letzten Jahrhunderts soviel Jobs gestrichen das die Gesellschaft das verkraften sollte. Außerdem gibt es ja So viele Jobs heißt es immer.
Und wenn die Autos nicht mehr so gekauft werden weil es gerade in den Großstädten eine wachsende Zahl Autokritischer gibt. Einen Niedergang der kompletten Branche kann ich mir nicht vorstellen. Es kommen immer wieder Zeiten in denen eine Konsolidierung notwendig wird
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Quatschki
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Quatschki » Di 14. Mai 2019, 08:17

Viel schlimmer ist doch, was mit Bayer passiert.
Die haben (vermutlich auf Anweisung der Siegermächte) eine üble Firma kaufen müssen, die der Rest der Welt aus guten Gründen nicht mal geschenkt haben wollte.
Und dürfen nun gleich doppelt den Zahlemann machen.
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Orbiter1
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Orbiter1 » Di 14. Mai 2019, 08:46

Markus84 hat geschrieben:(14 May 2019, 08:05)

Unsere Politik wird die autoindustrie nicht sterben lassen.
Die Politik hat sich doch als Teil des Problems herausgestellt. Ein Verkehrsministerium das sich primär als Erfüllungsgehilfe der Automobilindustrie versteht hilft kurzfristig die Gewinne zu maximieren, aber versäumt längerfristig die Weichen ruchtig zu stellen. Im übrigen entscheidet nicht die deutsche Politik über das Wohl und Wehe der deutschen Automobilhersteller, sondern die Kunden auf dem Weltmarkt. Ob sie es schaffen auch in Zukunft die gewünschten Produkte anzubieten und damit auch noch Geld verdienen wird man sehen. Klar ist jedenfalls dass sich die Bereiche der Wertschöpfung bei Autos verschieben. Da haben bei Elektroantrieb, Akkutechnologie, Fahrerassistenzsysteme oder autonomes Fahren aktuell andere Unternehmen die Nase vorn. Wird nicht einfach werden sich da die Marktführerschaft wieder zurückzuholen.
Auch wenn Autos meiner Meinung nach nicht mehr so viele Jobs bringen wie man ihnen nachsagt. Die autoindustrie hat gegen Ende des letzten Jahrhunderts soviel Jobs gestrichen das die Gesellschaft das verkraften sollte. Außerdem gibt es ja So viele Jobs heißt es immer.
Die deutsche Automobilindustrie hat zweifellos eine herausragende Bedeutung für den Wohlstand im Land. Es sind ja nicht nur die Automobilhersteller, es gibt auch jede Menge Zulieferer und viele Dienstleister die da dran hängen.
Und wenn die Autos nicht mehr so gekauft werden weil es gerade in den Großstädten eine wachsende Zahl Autokritischer gibt. Einen Niedergang der kompletten Branche kann ich mir nicht vorstellen. Es kommen immer wieder Zeiten in denen eine Konsolidierung notwendig wird
Die große disrupte Technologie, die das Auto weltweit überflüssig macht, sehe ich noch nicht. In den Städten wird man sicher mit weniger Autos auskommen, aber dafür braucht es dann einen funktionierenden ÖPNV und großzügig ausgebaute Fahrradwege. Der Bedarf an Mobilität wird nicht sinken.
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Alter Stubentiger
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 14. Mai 2019, 09:54

John Galt hat geschrieben:(14 May 2019, 06:31)

Die deutschen Auto-Dinosaurier haben alle technischen Trends verschlafen und versuchen verzweifelt mit viel Geld die Versäumnisse aufzuholen. Im Bereich E-Mobilität (unprofitabel wie sau), autonomes Fahren, Brennstoffzelle, Akkus und Co. wird man nicht mehr mithalten können. Die Risikoadversität zerstört das Wachstum in die Zukunft.

Die Zuliefererindustrie hat teilweise noch größere Probleme, den Süden wird es wie den Ruhrpott erwischen. Der Strukturwandel 2.0 wird ganze Landstriche verarmen lassen, inklusive der politischen Auswirkungen.

Behäbige Stiftungsstrukturen wie bei Bosch oder Mahle lassen eben kein unternehmerisches Risiko zu.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 49-p2.html

Da fehlt auch schlichtweg die Größe für das benötiget Kapital. USA, China hingegen hat kein Problem mit ihren großen Konzernen solche Summen zu stemmen und scheut auch das unternehmerische Risiko nicht.

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Vielleicht sieht man bei den Autoherstellern aber auch einfach nur zu wie man anderswo in der Welt viel Geld verbrennt beim Versuch mit E-Auto und autonomen Fahren. Beides wollen die Kunden nämlich nicht weil es zu teuer ist und nur Nachteile mit sich bringt.

Und wenn du mal weiter guckst als nur bis zu den DAX-Unternehmen dann siehst du auch dass viele neue Unternehmen rund um neue Technologien entstehen. Aber auch für einfachere Geschäftsmodelle entsteht viel neuer Raum weil auch kleine Firmen sich überall digital präsentieren können. Ich arbeite ja in einem Bereich der eigentlich schon totgesagt wurde aber mit neuen Marketingmethoden und personalisierten Produkten wieder bestehen kann am Markt. Dann lohnt auch die Manufaktur vor Ort wieder. Heute muß man sich im Berufsleben eben immer wieder neu erfinden. Nur egal was man macht. Die Kunden müssen begeistert werden. Und dass sind sie vom E-Auto nicht. Darum baut die Autoindustrie keine. Und nicht weil man was "verschläft".
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon yogi61 » Di 14. Mai 2019, 10:00

Markus84 hat geschrieben:(14 May 2019, 08:05)

Unsere Politik wird die autoindustrie nicht sterben lassen. Auch wenn Autos meiner Meinung nach nicht mehr so viele Jobs bringen wie man ihnen nachsagt. Die autoindustrie hat gegen Ende des letzten Jahrhunderts soviel Jobs gestrichen das die Gesellschaft das verkraften sollte. Außerdem gibt es ja So viele Jobs heißt es immer.
Und wenn die Autos nicht mehr so gekauft werden weil es gerade in den Großstädten eine wachsende Zahl Autokritischer gibt. Einen Niedergang der kompletten Branche kann ich mir nicht vorstellen. Es kommen immer wieder Zeiten in denen eine Konsolidierung notwendig wird


Um die deutsche Automobilindustrie zu retten, hat nicht einmal unser Land das Geld. Ich muss dem Strangersteller leider zustimmen. Unsere Autobauer haben derart gepennt, dass eine Zukunft völlig unlogisch erscheint. Wenn neulich grosses Geschrei aufgekommen ist, weil Kühnert eine Vergesellschaftung von BMW als Beispiel zu Diskussion gestellt hat, dann braucht man sich darüber gar nicht aufzuregen, denn man weiss zum gegenwärtigen Zeitpunkt gar nicht, ob sich das noch lohnen würde,oder ob es den Konzern in dieser Form in dreissig Jahren überhaupt noch gibt. Wahrscheinlicher ist es, dass BMW von irgendwem gekauft wird oder den Weg von Opel geht, falls es überhaupt einen Abnehmer gibt.
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Orbiter1 » Di 14. Mai 2019, 10:22

Alter Stubentiger hat geschrieben:(14 May 2019, 09:54)

Nur egal was man macht. Die Kunden müssen begeistert werden. Und dass sind sie vom E-Auto nicht. Darum baut die Autoindustrie keine. Und nicht weil man was "verschläft".
Das Gegenteil ist der Fall. Die E-Auto-Kunden sind von ihren Fahrzeugen stockbegeistert. Sprechen sie mal mit Tesla-Fahrern. Und kein Fahrzeugsegment wächst weltweit so schnell wie die E-Autos. Tesla, aber auch andere Hersteller haben jährliche Wachstumsraten von 40% und mehr. Auch in China geht die Post ab. Über 1,3 Mio E-Autos wurden dort letztes Jahr verkauft. Selbstverständlich nicht von deutschen Herstellern, deswegen ja auch dieser Thread.
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon firlefanz11 » Di 14. Mai 2019, 10:30

John Galt hat geschrieben:(14 May 2019, 06:31)
Behäbige Stiftungsstrukturen wie bei Bosch oder Mahle lassen eben kein unternehmerisches Risiko zu.

Bosch hat gerade erklärt voll auf H2 Zellen zu setzen, und ist diesbezüglich jüngst mit dem schwedischen Unternehmen Powercell eine strategische Partnerschaft eingegangen.
Will sagen: Im Gegensatz zu anderen Firmen, die versuchen das tote Pferd reiner Stomautos zu reiten bis es zusammenbricht orientieren DIE sich schonmal in Richtung Zukunft...

Davon abgesehen geb ich Dir Recht...

Chinesische Firmen können allerdings solche Summen nur aufbringen weil sie sich über Kredite finanzieren, deren Tilgung über weitere Kredite läuft.
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Orbiter1 » Di 14. Mai 2019, 11:14

firlefanz11 hat geschrieben:(14 May 2019, 10:30)

Bosch hat gerade erklärt voll auf H2 Zellen zu setzen, und ist diesbezüglich jüngst mit dem schwedischen Unternehmen Powercell eine strategische Partnerschaft eingegangen.
Will sagen: Im Gegensatz zu anderen Firmen, die versuchen das tote Pferd reiner Stomautos zu reiten bis es zusammenbricht orientieren DIE sich schonmal in Richtung Zukunft...
Klar, wenn Bosch auch noch für 100 Mrd. € die erforderliche Tankinfrastruktur aufbaut bekommt das Thema H2 Zellen vielleicht sogar im PKW noch eine Chance. Was das angeblich tote Pferd der reinen Stromautos betrifft fährt der Zug in Sachen Ladeinfrastruktur europaweit mit zunehmender Geschwindigkeit. Und zumindest VW hat offenbar den europäischen Markt noch nicht aufgegeben. Meldung von heute morgen:

"Volkswagen investiert knapp eine Milliarde Euro in niedersächsische Batteriezellenfertigung." / Quelle: https://news.guidants.com

Chinesische Firmen können allerdings solche Summen nur aufbringen weil sie sich über Kredite finanzieren, deren Tilgung über weitere Kredite läuft.
Tja, nachdem bei der Solarzellenfertigung freundlicherweise die deutschen Stromverbraucher mit 3-stelligen Milliardenbeträgen geholfen haben die chinesische Weltmarktführerschaft aufzubauen und beim Thema E-Auto die Deutschen noch schlafen muß China sich diesmal selbst darum kümmern in diesem Segment Weltmarktführer zu werden. Aber zumindest die deutschen Automobilhersteller die irgendwann auch in China E-Autos bauen werden einen kleinen Teil dazu beitragen.
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 14. Mai 2019, 11:15

Orbiter1 hat geschrieben:(14 May 2019, 10:22)

Das Gegenteil ist der Fall. Die E-Auto-Kunden sind von ihren Fahrzeugen stockbegeistert. Sprechen sie mal mit Tesla-Fahrern. Und kein Fahrzeugsegment wächst weltweit so schnell wie die E-Autos. Tesla, aber auch andere Hersteller haben jährliche Wachstumsraten von 40% und mehr. Auch in China geht die Post ab. Über 1,3 Mio E-Autos wurden dort letztes Jahr verkauft. Selbstverständlich nicht von deutschen Herstellern, deswegen ja auch dieser Thread.


1. Tesla Fahrer sind Fanboys die mit ihrem Luxusschlitten auch angeben wollen und natürlich noch viele andere Autos in der Garage haben.
2. China: China zwingt die Leute zum E-Auto. In den Ballungszentren heißt es E-Auto oder keins. Basta. Die Partei hat gesprochen. Vorbild für Deutschland?
3. Bei Tesla sinkt die Nachfrage. Der Markt der Fans ist abgegrast und der Hype läßt nach.

Der normale Kunde der in ein Autohaus geht hat ein begrenztes Budget und die Vorstellung auch mal eben von Bottrop nach Frankfurt zu fahren. Einfach so. Ohne Vorplanung und stundenlangen Zwischenstops zum Strom tanken, wenn er eine passende Säule findet! So ist der Kunde. Und genau an dieser Stelle ist das E-Auto chancenlos.

Wer den Verbrenner ablösen will muß eine bezahlbare Lösung anbieten in der man ohne nachzudenken losfahren kann. Egal wohin. Vom Kuhstall in der Pfalz bis zum roten Platz in Moskau. Wer das bietet gewinnt. So einfach ist die Welt manchmal.
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon firlefanz11 » Di 14. Mai 2019, 11:28

Orbiter1 hat geschrieben:(14 May 2019, 11:14)
Was das angeblich tote Pferd der reinen Stromautos betrifft fährt der Zug in Sachen Ladeinfrastruktur europaweit mit zunehmender Geschwindigkeit. Und zumindest VW hat offenbar den europäischen Markt noch nicht aufgegeben. Meldung von heute morgen:

"Volkswagen investiert knapp eine Milliarde Euro in niedersächsische Batteriezellenfertigung." / Quelle: https://news.guidants.com

Freilich... weil sie es nicht besser wissen... (wollen...)
Inzwischen laufen in Japan pro Monat 50 Mirai vom Band, und H2 betriebene Busse für den Besuchertransport während der olympischen Spiele, die anschliessend in den ÖPNV überführt werden. Auch im Rhein-Main Gebiet fahren bereits in einer Pilotstudie H2 betriebene Busse u. selbst in den USA wird nach und nach auf H2 betriebene Trucks umgestellt...
Genau diese hier hervorragend zur Schau gestellte Engstirnigkeit u. Scheuklappenmentalität ist es, die D u. ganz Europa technologisch in den nächsten 50 Jahren immer mehr ins Hintertreffen geraten lassen wird... :rolleyes:
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon firlefanz11 » Di 14. Mai 2019, 11:31

Orbiter1 hat geschrieben:(14 May 2019, 11:14)

Klar, wenn Bosch auch noch für 100 Mrd. € die erforderliche Tankinfrastruktur aufbaut bekommt das Thema H2 Zellen vielleicht sogar im PKW noch eine Chance.

Das braucht Bosch nicht alleine zu stemmen. Dazu sind die ja mit u. A. Shell, Air Liquide u. Linde in einem H2 Konsortium, dass dafür sorgt...
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon firlefanz11 » Di 14. Mai 2019, 11:34

Alter Stubentiger hat geschrieben:(14 May 2019, 11:15)
2. China: China zwingt die Leute zum E-Auto. In den Ballungszentren heißt es E-Auto oder keins. Basta. Die Partei hat gesprochen. Vorbild für Deutschland?

Wenn es nach den Grünen geht: JA! :rolleyes:
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Orbiter1 » Di 14. Mai 2019, 11:40

firlefanz11 hat geschrieben:(14 May 2019, 11:31)

Das braucht Bosch nicht alleine zu stemmen. Dazu sind die ja mit u. A. Shell, Air Liquide u. Linde in einem H2 Konsortium, dass dafür sorgt...
Na prima, wann steht die H2 Infrastruktur großflächig für den PKW zur Verfügung? Muß nicht das Jahr sein, Jahrzehnt reicht mir bereits.
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon firlefanz11 » Di 14. Mai 2019, 11:47

Orbiter1 hat geschrieben:(14 May 2019, 11:40)

Na prima, wann steht die H2 Infrastruktur großflächig für den PKW zur Verfügung? Muß nicht das Jahr sein, Jahrzehnt reicht mir bereits.

Musst Du DIE fragen...
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Teeernte » Di 14. Mai 2019, 11:53

Orbiter1 hat geschrieben:(14 May 2019, 11:40)

Na prima, wann steht die H2 Infrastruktur großflächig für den PKW zur Verfügung? Muß nicht das Jahr sein, Jahrzehnt reicht mir bereits.


Genau 3 Tage 4 Stunden und 7 Minuten nach flächendeckender E-Ladepunkteversorgung in D. :D :D :D

Mit den selben "Verlusten" >> Kosten.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Orbiter1 » Di 14. Mai 2019, 12:27

Teeernte hat geschrieben:(14 May 2019, 11:53)

Genau 3 Tage 4 Stunden und 7 Minuten nach flächendeckender E-Ladepunkteversorgung in D. :D :D :D

Mit den selben "Verlusten" >> Kosten.
Da habe ich meine Zweifel ob man sowohl eine Infrastruktur für E-Autos als auch für H2-Autos aufbaut. Wer zuletzt kommt den bestraft das Leben. Selbst bei den Nutzfahrzeugen muß H2 zügig in die Pötte kommen sonst ist das Rennen gelaufen. Der chinesische Hersteller BYD hat weltweit bereits über 50.000 Elektrobusse verkauft. Seit kurzem sind sie auch in Europa aktiv und haben dort die ersten 700 Busse abgesetzt. Würde mich wundern wenn die kommunalen Busbetreiber erst eine Ladeinfrastruktur für E-Busse aufbauen und in einigen Jahren nochmal eine Infrastruktur für H2. Das wird man dem Steuerzahler kaum vermitteln können. Bei LKW ist das Rennen noch offen. Noch!
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 14. Mai 2019, 12:43

Orbiter1 hat geschrieben:(14 May 2019, 12:27)

Da habe ich meine Zweifel ob man sowohl eine Infrastruktur für E-Autos als auch für H2-Autos aufbaut. Wer zuletzt kommt den bestraft das Leben. Selbst bei den Nutzfahrzeugen muß H2 zügig in die Pötte kommen sonst ist das Rennen gelaufen. Der chinesische Hersteller BYD hat weltweit bereits über 50.000 Elektrobusse verkauft. Seit kurzem sind sie auch in Europa aktiv und haben dort die ersten 700 Busse abgesetzt. Würde mich wundern wenn die kommunalen Busbetreiber erst eine Ladeinfrastruktur für E-Busse aufbauen und in einigen Jahren nochmal eine Infrastruktur für H2. Das wird man dem Steuerzahler kaum vermitteln können. Bei LKW ist das Rennen noch offen. Noch!

E-Busse rechnen sich nicht. Zu teuer. Zu unzuverlässig.
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon jack000 » Di 14. Mai 2019, 13:06

firlefanz11 hat geschrieben:(14 May 2019, 11:31)

Das braucht Bosch nicht alleine zu stemmen. Dazu sind die ja mit u. A. Shell, Air Liquide u. Linde in einem H2 Konsortium, dass dafür sorgt...

Abgesehen davon stehen den Ausgaben ja auch Einnahmen gegenüber.
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Re: Niedergang der deutschen Automobilindustrie

Beitragvon Teeernte » Di 14. Mai 2019, 13:09

Orbiter1 hat geschrieben:(14 May 2019, 12:27)

Da habe ich meine Zweifel ob man sowohl eine Infrastruktur für E-Autos als auch für H2-Autos aufbaut. Wer zuletzt kommt den bestraft das Leben. Selbst bei den Nutzfahrzeugen muß H2 zügig in die Pötte kommen sonst ist das Rennen gelaufen. Der chinesische Hersteller BYD hat weltweit bereits über 50.000 Elektrobusse verkauft. Seit kurzem sind sie auch in Europa aktiv und haben dort die ersten 700 Busse abgesetzt. Würde mich wundern wenn die kommunalen Busbetreiber erst eine Ladeinfrastruktur für E-Busse aufbauen und in einigen Jahren nochmal eine Infrastruktur für H2. Das wird man dem Steuerzahler kaum vermitteln können. Bei LKW ist das Rennen noch offen. Noch!


Ferrari zittert ja auch wegen der chinesischen Konkurrenz... :D :D :D

Die Hersteller werden DAS aufbauen - was der Kunde ZAHLT....und KAUFT.

Da lohnt JEDE Investition 30.000 Eu pro PKW Ladestation......damit man am Tag Umsatz von 15 Euro (UMSATZ nichtGEWINN) hat ?

DAS lohnt sich ja !!
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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