Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon Misterfritz » Sa 27. Apr 2019, 12:21

Alana4 hat geschrieben:(27 Apr 2019, 12:15)

Man kann weder "Brutto" miteinander vergleichen noch das "Netto". Denn es IST nicht vergleichbar, wenn wesentliche Unterscheidungsmerkmale völlig ignoriert werden. Und das tust du.

Bei Brutto hast Du recht, aber bei netto ist das halt nun mal der Betrag, den der AN, egal ab angestellt oder beamtet, am Ende des Monats zur Verfügung hat.
Soll dann der angestellte AN von seinem Netto auch noch für's Alter selbst vorsorgen, um auf beamtenähnliche Bezüge zu kommen, dann wird die Benachteiligung eben noch deutlicher.
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 27. Apr 2019, 12:36

Misterfritz hat geschrieben:(27 Apr 2019, 12:05)

Du redest von Brutto-Gehalt? Das mag sein, aber netto hat man als Angestellter dann eben doch nicht sooo wesentlich mehr, dass da eine erheblich geringere Rentenzahlung rechtfertigen wäre.


Um beim Staatsanwaltsbeispiel zu bleiben. Ein Staatsanwalt, der schon etwas Karriere gemacht also z.B. Staatsanwalt am Bundesgerichtshof oder Oberstaatsanwalt an einem Landgericht hat nach 10 Jahren Berufserfahrung etwa 6.300 € Brutto (Besoldung nach R2). Das sind etwa 4.300 Netto. Da geht dann noch die Krankenversicherung ab, das dürften so 200 bis 300 € sein. Damit du überhaupt Staatsanwalt werden kannst brauchst aber schon mal ein vernünftiges Examen, sonst schaut man sich deine Bewerbung erst gar nicht an. Mit so einem Examen hast du allerdings auch in der freien Wirtschaft gute Chancen, als Fachanwalt in einer regionalen größeren Kanzlei sollte das kein Problem sein. Da wirst du nach 10 Jahren Brutto und auch Netto deutlich mehr haben.
Klar, ein Wald-und Wiesenanwalt mit mittelmäßigem bis schlechtem Examen mag als Freiberufler weniger verdienen. Für den stellt sich aber die Frage nach dem Staatsdienst sowieso nicht.

Wir können es aber auch anders aufzäumen. Spitzenbeamte lassen wir mal außen vor, da wir der Unterschied zur freien Wirtschaft noch krasser. Aber stell dir mal so einen Behördenleiter vor der nach der höchsten Stufe im höheren Dienst besoldet wird. Das ist A16 und das betrifft z.B. den Vorsitzenden der Geschäftsführung einer Agentur für Arbeit. Der kriegt nach 25 Berufsjahren knapp 7.800 € brutto, das sind gut 5.200 € netto (abzgl. Krankenversicherung). Mit dem kann man durchaus einen Geschäftsführer eine mittelständischen Unternehmens mit vielleicht 300 Leuten und noch deutlich unter 100 Mio. € vergleichen. Der würde für so ein Gehalt wohl nicht mal aufstehen. Da dürfte das Fixum wohl eher bei 12.000 bis 15.000 € liegen. Dazu kommt in der Regel ein Firmenwagen in der Klasse eine 5er BMW oder Audi A6 und noch eine Bonusvereinbarung, die schon mal 50% des Fixums erreichen kann.
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon Alana4 » Sa 27. Apr 2019, 12:45

Misterfritz hat geschrieben:(27 Apr 2019, 12:21)

Bei Brutto hast Du recht, aber bei netto ist das halt nun mal der Betrag, den der AN, egal ab angestellt oder beamtet, am Ende des Monats zur Verfügung hat.
Soll dann der angestellte AN von seinem Netto auch noch für's Alter selbst vorsorgen, um auf beamtenähnliche Bezüge zu kommen, dann wird die Benachteiligung eben noch deutlicher.


nicht ganz, der Beamte muss von seinem Netto noch KV zahlen. Und wenn der auch Familie hat, für jeden extra. Beim Angestellten ist das beim Netto schon erledigt. und für
seine Kinder zahlt der : genau: Nix!
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon Julian » Sa 27. Apr 2019, 12:57

Alana4 hat geschrieben:(27 Apr 2019, 12:45)

nicht ganz, der Beamte muss von seinem Netto noch KV zahlen. Und wenn der auch Familie hat, für jeden extra. Beim Angestellten ist das beim Netto schon erledigt. und für
seine Kinder zahlt der : genau: Nix!


Der Beamte bekommt aber für seine Kinder bis zu 80% Beihilfe, von daher wird es günstig mit der Krankenversicherung. Außerdem erhält er Familienzuschlag (für den Ehegatten und jedes Kind, zusätzlich zum Kindergeld).

Es ist auch dieses Wirrwarr an Vergünstigungen und Privilegien, die eine Neiddebatte befeuern; dies umso mehr, als sich einige Beamte mit Händen und Füßen dagegen wehren, diese auch nur zu thematisieren - wie auch in diesem Strang ersichtlich.
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon McKnee » Sa 27. Apr 2019, 12:58

Misterfritz hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:31)
zumal Beamte auch mal gerne kurz vor der Pension befördert werden.


mindestens 2 Jahre vorher, sonst ist die Beförderung nicht pensionsfähig.

Es ist aber nicht so, dass dies ein Privileg wäre. Die Beförderungsstellen sind rar gesät und es wird nur befördert, wer eh befördert werden kann, nicht die Mehrheit, um die Pesnion zu erhöhen.
Zuletzt geändert von McKnee am Sa 27. Apr 2019, 13:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon McKnee » Sa 27. Apr 2019, 13:02

Kölner1302 hat geschrieben:(27 Apr 2019, 10:39)

Auch Angestellte des öffentlichen Dienstes sind nur kündbar, wenn sie ...


Noch dazu ist der Angestellte nicht felxibel einsetz- und belastbar. Dies richtet sich strikt nach seinem Arbeitsvertrag. Ganz schnell hört man, das ist nicht Bestandteil meines Vertrages. Darauf kann ein Beamter sich nicht zurückziehen.
Zuletzt geändert von McKnee am Sa 27. Apr 2019, 13:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon McKnee » Sa 27. Apr 2019, 13:04

Misterfritz hat geschrieben:(27 Apr 2019, 11:46)

Es macht für mich aber einen Unterschied, ob ich 43% des Durchschnittsverdienstes meines ganzen Arbeitslebens bekomme, oder aber 70% meines letzten Gehaltes, das ich evtl. dann auch nur für ein Jahr bekommen habe.
Und wenn man bedenkt, dass der Beamte selbst keine Beiträge zur RV zahlt ...

Es wäre Zeit, genau diese Ungerechtigkeiten zu ändern. Die Unkündbarkeit von Beamten dürfte eigentlich Absicherung genug sein.


Warum schreibe ich hier eigentlich, wenn diese unzutreffenden Behauptungen weiter aufgestellt werden?

Dem ist nicht so und die Unkündbarkeit ist nicht nur mit Vorteilen verbunden.
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon McKnee » Sa 27. Apr 2019, 13:09

Julian hat geschrieben:(27 Apr 2019, 12:57)

Der Beamte bekommt aber für seine Kinder bis zu 80% Beihilfe, von daher wird es günstig mit der Krankenversicherung. Außerdem erhält er Familienzuschlag (für den Ehegatten und jedes Kind, zusätzlich zum Kindergeld).

Es ist auch dieses Wirrwarr an Vergünstigungen und Privilegien, die eine Neiddebatte befeuern; dies umso mehr, als sich einige Beamte mit Händen und Füßen dagegen wehren, diese auch nur zu thematisieren - wie auch in diesem Strang ersichtlich.


Der Familienzuschlag ist nichts weiter als eine Gerechtigkeitsklausel innerhalb des Besoldungssystems. Sie kann nicht ernsthaft als Zulage gewertet werden. Das gilt übrigens auch für andere "Zulagen"

Zur Beihilfe kommt der Eigenanteil und der Fakt, dass viel Leistungen nicht von ihr übernommen werden. Es bleibt aber, dass die Restversicherung nicht zum Discounterpreis zu bekommen ist. Hinzu kommt, dass es Beamte gibt, die einen Beitrag zur eigenen Heilfürsorge zahlen und darüber hinaus die Familie versichern müssen.

Es ist nicht das Wirrwarr, es ist der pure Neid und die gewollte Unwissenheit, die diese Debatte befeuern ....die Ignoranz springt einem bei der Diskussion hier direkt ins Gesicht.
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon Julian » Sa 27. Apr 2019, 13:09

McKnee hat geschrieben:(26 Apr 2019, 22:09)

Hältst du Ignoranz für vernünftig?

Ich weise dich auf einen notwendigen Fakt hin und du erklärst, dass er dir egal ist. Wir lassen das an dieser Stelle einfach, bevor du noch weiter auf eine persönliche Ebene gehen musst, um dich zu rechtfertigen. Mir geht es schlichtweg darum, dass ich meine Zeit nicht verplemper und das ist bei dieser beispiellosen Ignoranz nun mal der Fall.


Genau, lassen wir es am besten sein. Ich kann mich auch mit anderen über die sehr naheliegende Frage, welches Bruttogehalt welchem Nettogehalt bei Angestellten versus Beamten entspricht, austauschen, wenn dies für Sie ein Tabu darstellt.
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon McKnee » Sa 27. Apr 2019, 13:10

Julian hat geschrieben:(27 Apr 2019, 13:09)

Genau, lassen wir es am besten sein.


Siehst du. Du willst deine Neiddebatte führen und ich Fakten klarstellen. Das passt halt nicht zusammen.
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon Alana4 » Sa 27. Apr 2019, 13:12

Julian hat geschrieben:(27 Apr 2019, 12:57)

Der Beamte bekommt aber für seine Kinder bis zu 80% Beihilfe, von daher wird es günstig mit der Krankenversicherung. Außerdem erhält er Familienzuschlag (für den Ehegatten und jedes Kind, zusätzlich zum Kindergeld).

Es ist auch dieses Wirrwarr an Vergünstigungen und Privilegien, die eine Neiddebatte befeuern; dies umso mehr, als sich einige Beamte mit Händen und Füßen dagegen wehren, diese auch nur zu thematisieren - wie auch in diesem Strang ersichtlich.


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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon Julian » Sa 27. Apr 2019, 13:15

Alana4 hat geschrieben:(27 Apr 2019, 13:12)

Kein Beamter "bekommt" Beihilfe. Nicht für sich und nicht für seine Angehörigen.

Beihilfe (Beamtenrecht)

Die Beihilfe ist eine finanzielle Unterstützung in Krankheits-, Geburts-, Pflege- und Todesfällen für deutsche Beamte, Soldaten und Berufsrichter, deren Kinder sowie deren Ehepartner, soweit diese nicht selbst sozialversicherungspflichtig sind. Die Beihilfe ist Teil der Alimentation und damit der hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beihilfe_(Beamtenrecht)
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon Misterfritz » Sa 27. Apr 2019, 13:18

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(27 Apr 2019, 12:36)

Um beim Staatsanwaltsbeispiel zu bleiben. Ein Staatsanwalt, der schon etwas Karriere gemacht also z.B. Staatsanwalt am Bundesgerichtshof oder Oberstaatsanwalt an einem Landgericht hat nach 10 Jahren Berufserfahrung etwa 6.300 € Brutto (Besoldung nach R2). Das sind etwa 4.300 Netto. Da geht dann noch die Krankenversicherung ab, das dürften so 200 bis 300 € sein. Damit du überhaupt Staatsanwalt werden kannst brauchst aber schon mal ein vernünftiges Examen, sonst schaut man sich deine Bewerbung erst gar nicht an. Mit so einem Examen hast du allerdings auch in der freien Wirtschaft gute Chancen, als Fachanwalt in einer regionalen größeren Kanzlei sollte das kein Problem sein. Da wirst du nach 10 Jahren Brutto und auch Netto deutlich mehr haben.
Klar, ein Wald-und Wiesenanwalt mit mittelmäßigem bis schlechtem Examen mag als Freiberufler weniger verdienen. Für den stellt sich aber die Frage nach dem Staatsdienst sowieso nicht.

Wir können es aber auch anders aufzäumen. Spitzenbeamte lassen wir mal außen vor, da wir der Unterschied zur freien Wirtschaft noch krasser. Aber stell dir mal so einen Behördenleiter vor der nach der höchsten Stufe im höheren Dienst besoldet wird. Das ist A16 und das betrifft z.B. den Vorsitzenden der Geschäftsführung einer Agentur für Arbeit. Der kriegt nach 25 Berufsjahren knapp 7.800 € brutto, das sind gut 5.200 € netto (abzgl. Krankenversicherung). Mit dem kann man durchaus einen Geschäftsführer eine mittelständischen Unternehmens mit vielleicht 300 Leuten und noch deutlich unter 100 Mio. € vergleichen. Der würde für so ein Gehalt wohl nicht mal aufstehen. Da dürfte das Fixum wohl eher bei 12.000 bis 15.000 € liegen. Dazu kommt in der Regel ein Firmenwagen in der Klasse eine 5er BMW oder Audi A6 und noch eine Bonusvereinbarung, die schon mal 50% des Fixums erreichen kann.
Wir sollten vor Allem die rauslassen, die dann eh' nicht mehr in die Rentenversicherung einzahlen, da sie über die Beitragsbemessungsgrenze liegen ;)

Aber nehmen wir doch mal einen Justizvollzugsbeamten und einen Krankenpfleger als Vergleichsobjekte, beide 35 Jahre alt, beide gleich lange Ausbildung, beide gleich lange in ihrem "Betrieb" arbeitend. Was bekommen die jeweils netto auf die Hand, was bekommen sie später als Rente?
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon McKnee » Sa 27. Apr 2019, 13:21

Alana4 hat geschrieben:(27 Apr 2019, 13:12)

Kein Beamter "bekommt" Beihilfe. Nicht für sich und nicht für seine Angehörigen.


Es wird hier doch immer behauptet, der Beamte würde die Haushalte über die Maße belasten. Gerade das System der Beihilfe/Heilfürsorge und die eigenen Rücklagen für die Pension entlasten doch die Haushalte. Was also als imaginäre Wohltat für Beamte und gleichzeitige Belastung der öffentlichen Haushalte dargestellt wird, ist doch tatsächlich eine Entlastung.

Gleichzeit ergeben sich auch Nachteile für die Beamten daraus, die mit der Berechnung von Nachzahlungen in die Sozialkassen zu tun haben.

Ich bin als Beamter letztendlich an meinen Dienstherrn gebunden. Ich kann gar nicht aussteigen, ohne unausgleichbare Nachteile in Kauf zu nehmen und unter das Existenzminimum zu fallen. Ich habe heute ein gutes Auskommen, aber nur so lange mein Status bestehen bleibt. Verliere ich ihn, aus welchen Gründen auch immer, kann ich die Verluste nicht mehr ausgleichen.
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 27. Apr 2019, 13:21

Misterfritz hat geschrieben:(27 Apr 2019, 13:18)


Aber nehmen wir doch mal einen Justizvollzugsbeamten und einen Krankenpfleger als Vergleichsobjekte, beide 35 Jahre alt, beide gleich lange Ausbildung, beide gleich lange in ihrem "Betrieb" arbeitend. Was bekommen die jeweils netto auf die Hand, was bekommen sie später als Rente?


Das ist aber nicht die Regel, mittlerer Dienst ist ja eher die Ausnahme.
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon Misterfritz » Sa 27. Apr 2019, 13:22

McKnee hat geschrieben:(27 Apr 2019, 13:09)

Der Familienzuschlag ist nichts weiter als eine Gerechtigkeitsklausel innerhalb des Besoldungssystems. Sie kann nicht ernsthaft als Zulage gewertet werden. Das gilt übrigens auch für andere "Zulagen".
Ach? :D
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Re: Angestellte, wehrt Euch endlich gegen das Beamtentum

Beitragvon Alana4 » Sa 27. Apr 2019, 13:23



Ist mir nur zu gut bekannt.
Aber das bekommt nicht der Beamte, sondern es wird nur bezahlt, wenn konkrete Kosten anfallen. Bekommen tut es der Arzt, das Krankenhaus, die Apotheke. Ach ja, der Beamte muss oft genug in Vorleistung gehen, weil die Beihilfe beantragt werden muss nach Erhalt der Rechnung und selbstverständlich erst geprüft- ALLES gibt es nämlich nicht erstattet.

Und wenn du schon so lustvoll auf der "Beihilfe" herumreitest: dann bitte auch den AG-Anteil an der gesetzl. Krankenkasse hübsch dem Gehalt der Angestellten drauflegen. Denn schließlich bekommt der das auch. Und bitte auch für jedes Kind, für das der Angestellte selbst keinen Cent zahlen muss. Der Beamte muss das sehr wohl für jedes seiner Kleinen extra! aber das ist dir sicher bekannt?
also, schlag mal die AG-Anteile zur GKV drauf auf die Angestellten-Einkommen, da sieht die Welt gleich ein wenig gerechter aus ;)
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Beitragvon McKnee » Sa 27. Apr 2019, 13:23



Die Beihilfe ist der AN-Anteil der Krankenversicherung. Wir können jetzt trefflich über die 50% streiten und darüber, dass die Beihilfe vom Beamten bezuschußt wird.
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Beitragvon Misterfritz » Sa 27. Apr 2019, 13:23

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Das ist aber nicht die Regel, mittlerer Dienst ist ja eher die Ausnahme.
Aber der mittlere Verdienst ist in der Breite der Bevölkerung nun mal die Normalität und nicht die Ausnahme.
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Beitragvon Misterfritz » Sa 27. Apr 2019, 13:25

McKnee hat geschrieben:(27 Apr 2019, 13:23)

Die Beihilfe ist der AN-Anteil der Krankenversicherung. Wir können jetzt trefflich über die 50% streiten und darüber, dass die Beihilfe vom Beamten bezuschußt wird.
Sehr schön, Du weisst aber, was ein normal angestellter AN für seine KV bezahlt und dann noch schlechteren Service beim Arzt bekommt, da gesetzlich versichert?

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