USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

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Cat with a whip
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Cat with a whip » Di 19. Feb 2019, 13:47

Bernie Sanders gibt bekannt seine Nomination für 2020 anzustreben. Er schiesst sich schonmal kräftig auf Trump ein, an dem er jedes seiner Teufelshaare aufzählt. Mit Sanders werden die ganzen jungen Anwärter wohl ihre Chancen schwinden sehen. Insbesondere die weiblichen Anwärter, die mit dem gesellschaftlich verbreiteten Sexismus zu kämpfen haben.

https://www.washingtonpost.com/powerpos ... 358da5065d

A Lot of People Want Bernie Sanders to Run in 2020
Including the Republicans who believe there's no way he can beat Donald Trump.


https://www.theatlantic.com/politics/ar ... ce/576331/
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Tom Bombadil
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Tom Bombadil » Di 19. Feb 2019, 14:00

So ein Unsinn, die Demokraten machen sich mal wieder das Leben selber schwer.
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Cat with a whip
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Cat with a whip » Di 19. Feb 2019, 14:46

Sanders ist zwar in seiner Partei in der MInderheit, aber national gesehen derjenige der Trump (der vielleicht ja 2020 gar nicht mehr antritt) locker schlagen würde.

Das Worst Case Scenario von 2016 wird sich warscheinlich nicht wiederholen, dass die sektiererische Parteilinke in den Vorwahlen eingeschnappt ist wenn Sanders wieder strauchelt und die Superdelegierten jemanden anders bevorzugen. Interessant wird es zweifellos ob Sanders in den Vorwahlen die Minderheiten und Frauen an die Urne bringt und einen starken Vormarsch hinlegt. Warren wird ihm vermutlich das Mittelfeld und die Frauen wegnehmen. Booker und Harris die Farbigen. Sieht also nicht so gut aus für Sanders. Aber die linken Sektierer haben ja diesmal noch genug Alternativen. Hoffe dass 2020 die verblödeten Irren nicht wieder die Grüne Stein wählen.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Tom Bombadil » Di 19. Feb 2019, 15:09

Selbst wenn Sanders gewinnen würde, wäre er zum Zeitpunkt der "presidential inauguration" dann schon 79 Jahre alt, damit ist er mMn. einfach zu alt für so ein Amt. Gilt mMn. auch für Trump.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon DarkLightbringer » Di 19. Feb 2019, 15:35

Wie wär´s mit Beto O´Rourke, ein Kennedy-Obama-Verschnitt, 47 Jahre jung, Vater von drei Kindern, besuchte zeitweise eine Militärschule und spricht fließend spanisch, entstammt aber einer irischen Familie und heißt eigentlich Robert F. O´Rourke.

O´Rourke gilt als authentisch, anfassbar und erfrischend.
Sein Wahlkampfstil und Auftreten wird mit dem von Robert F. Kennedy verglichen. Die Positionen sind liberal.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Cat with a whip » Di 19. Feb 2019, 16:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Feb 2019, 15:09)

Selbst wenn Sanders gewinnen würde, wäre er zum Zeitpunkt der "presidential inauguration" dann schon 79 Jahre alt, damit ist er mMn. einfach zu alt für so ein Amt. Gilt mMn. auch für Trump.

Wenn der Altersstarrsinn dazu kommt kann man nix machen.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon peterkneter » Mi 20. Feb 2019, 15:21

Ich denke, dass die Chancen für Trump wieder steigen. Nachdem schon Howard Schulz bekanntgegeben hat, dass er antritt, werden die Dems wieder wichtige Stimmen verlieren. Wenn Trump jetzt geschickt die Karten ausspielt und einen Anti-Sozialisten Wahlkampf macht, wird er wieder genügend Stimmen bekommen. Wenn er dann auch noch Venezuela befreit und mit Kim Frieden schließt winkt noch der Fridensnobelpreis und ein Erdrutschsieg bei der Wahl!
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 22. Feb 2019, 09:38

Bernie Sanders ist zurück der selbst ernannte Sozialist tritt 2020 wieder an gegen Trump und gegen andere Mitbewerber der Demokraten ums Präsidentenamt.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Cat with a whip » Fr 22. Feb 2019, 13:49

NY Bürgermeister Bill De Blasio hat jüngst auch erwähnt dass er für die Präsidentschaftswahl bereit stünde. Zumindest würde er sie jetzt noch nicht ausschließen. De Blasio ist auch eher der Parteilinken zuzurechnen. Ein schöner New Yorker Kontrast zum orangen Möchtegern-Mussolini.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 22. Feb 2019, 14:58

Cat with a whip hat geschrieben:(22 Feb 2019, 13:49)

NY Bürgermeister Bill De Blasio hat jüngst auch erwähnt dass er für die Präsidentschaftswahl bereit stünde. Zumindest würde er sie jetzt noch nicht ausschließen. De Blasio ist auch eher der Parteilinken zuzurechnen. Ein schöner New Yorker Kontrast zum orangen Möchtegern-Mussolini.

das möchtegern kannst du ruhig weglassen, er ist genau wie mussolini. auch seine maßnahmen sind m.e. meistens fiaskos.
na ja, unter mussolini liefen die züge pünktlich...
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Liberty » Fr 22. Feb 2019, 23:14

peterkneter hat geschrieben:(20 Feb 2019, 15:21)
Nachdem schon Howard Schulz bekanntgegeben hat, dass er antritt, werden die Dems wieder wichtige Stimmen verlieren.


Das wird davon abhängen, ob Biden oder Bloomberg noch in das Rennen einsteigen. Schultz vertritt eigentlich die Positionen des zentristischen Teils der Demokraten. Die Pläne von Sanders, Harris, Warren und Booker Medicare für alle einzuführen, lehnt er strikt ab und bezeichnet sie als "unamerikanischen" Irrsinn. Ich glaube auch nicht, dass Schultz seine Kandidatur am Ende zurückziehen würde, um damit einen Präsidenten Sanders zu ermöglichen.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon streicher » Sa 23. Feb 2019, 20:08

Alpha Centauri hat geschrieben:(22 Feb 2019, 09:38)

Bernie Sanders ist zurück der selbst ernannte Sozialist tritt 2020 wieder an gegen Trump und gegen andere Mitbewerber der Demokraten ums Präsidentenamt.
Ist er von allen Bewerbern derjenige, der am weitesten links steht - oder steht er nicht mehr so "allein" wie in seinem ersten Versuch?
Die Zukunft ist Geschichte.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Liberty » Sa 23. Feb 2019, 21:21

Sanders wird es nicht leicht haben. Es gibt inzwischen viele linke Kandidaten, die sein Programm in weiten Teilen übernommen haben. Und die werden versuchen ihn als "alten weissen Mann" darzustellen, der nicht für Minderheiten und Frauen steht.

Pocahontas und Harrin versuchen sich gerade in den Südstaaten zu profilieren und fordern Reparationszahlungen an die Schwarzen wegen der Sklaverei. Sanders hat bereits seine Ablehnung zu solchen Reparationen geäussert.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon peterkneter » Di 19. Mär 2019, 08:53

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Feb 2019, 15:35)

Wie wär´s mit Beto O´Rourke, ein Kennedy-Obama-Verschnitt, 47 Jahre jung, Vater von drei Kindern, besuchte zeitweise eine Militärschule und spricht fließend spanisch, entstammt aber einer irischen Familie und heißt eigentlich Robert F. O´Rourke.

O´Rourke gilt als authentisch, anfassbar und erfrischend.
Sein Wahlkampfstil und Auftreten wird mit dem von Robert F. Kennedy verglichen. Die Positionen sind liberal.


OˋRourke hat sich ja jetzt offiziell zur Wahl gestellt. Offen gesagt, teile ich den Hype nicht ganz. Er kommt leider auch immer mehr
wie ein verwöhnter Sohn eines previligierten Hauses rüber. Mit seiner Äußerung, er sei dazu geboren Präsident der USA zu sein diskreditiert er sich für mich komplett. Das ist die Art von negativem elitären Gehabe, die auch viele in den USA nicht mögen.
Ich denke es braucht da tatsächlich jemanden der authentisch ist und es nicht vorspielt zu sein.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Cat with a whip » Di 19. Mär 2019, 12:52

Nomen Nescio hat geschrieben:(22 Feb 2019, 14:58)

das möchtegern kannst du ruhig weglassen, er ist genau wie mussolini. auch seine maßnahmen sind m.e. meistens fiaskos.
na ja, unter mussolini liefen die züge pünktlich...


Ah ja. Aber sonst ist alles klar?
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Cat with a whip » Di 19. Mär 2019, 13:02

streicher hat geschrieben:(23 Feb 2019, 20:08)

Ist er von allen Bewerbern derjenige, der am weitesten links steht - oder steht er nicht mehr so "allein" wie in seinem ersten Versuch?


Sanders ist immer noch der linkeste, wenn der sich durchsetzt wird das wohl ein Kantersieg, weil Sanders auch viele Wähler anzieht die ansonsten mit den progressiven der Partei nichts zu tun haben.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Nomen Nescio » Di 19. Mär 2019, 13:04

Cat with a whip hat geschrieben:(19 Mar 2019, 12:52)

Ah ja. Aber sonst ist alles klar?

selbstverständlich
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon Liberty » Di 19. Mär 2019, 18:35

Cat with a whip hat geschrieben:(19 Mar 2019, 13:02)
Sanders ist immer noch der linkeste, wenn der sich durchsetzt wird das wohl ein Kantersieg, weil Sanders auch viele Wähler anzieht die ansonsten mit den progressiven der Partei nichts zu tun haben.


Glaube ich kaum. Gegen Sanders würde Trump einen "Rettet die USA vor dem Sozialismus"-Wahlkampf machen. Selbst für viele Independents, die eigentlich gar nicht für Trump sind, wäre ein Linksradikaler wie Sanders unvermittelbar. Ausserdem würde Howard Schultz als gemässigter Demokrat seine Kandidatur als Unabhängiger dann mit Sicherheit bis zum Schluss weiterführen.
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon DarkLightbringer » Di 19. Mär 2019, 19:10

peterkneter hat geschrieben:(19 Mar 2019, 08:53)

OˋRourke hat sich ja jetzt offiziell zur Wahl gestellt. Offen gesagt, teile ich den Hype nicht ganz. Er kommt leider auch immer mehr
wie ein verwöhnter Sohn eines previligierten Hauses rüber. Mit seiner Äußerung, er sei dazu geboren Präsident der USA zu sein diskreditiert er sich für mich komplett. Das ist die Art von negativem elitären Gehabe, die auch viele in den USA nicht mögen.
Ich denke es braucht da tatsächlich jemanden der authentisch ist und es nicht vorspielt zu sein.

So authentisch und unterprivilegiert wie Trump kann man ja kaum sein. ;)

Amerika braucht einen Präsidenten, der das Land wieder einigen kann und den Verbündeten freundlich erklärt, wieso Verantwortungsteilhabe nicht böse gemeint ist. O´Rourke hat erzählerisches Talent, in einem epischen Wahlkampf wäre er in der Rolle von Luke Skywalker - und Trump Darth Vader.
Er hat bislang nur eine Schwäche - er ist zu nett.

Er ist nicht dazu geboren, Präsident zu sein, er meinte, er sei dazu geboren, dabei zu sein, wenn es um den Kampf der Amerikaner geht, um das alles oder nichts - er meint das episch, erzählerisch.
„Das ist der Kampf unseres Lebens als Amerikaner, ich würde sogar sagen als Menschen.“ Und dann fügte er hinzu: „Ich will daran teilnehmen, Mann, ich bin einfach dafür geboren, dabei zu sein, und ich will alles für dieses Land tun, was im Moment in meiner Macht steht.“
https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 92290.html
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Re: USA: Präsidentschaftskandidaten 2020

Beitragvon streicher » Di 19. Mär 2019, 20:04

Cat with a whip hat geschrieben:(19 Mar 2019, 13:02)

Sanders ist immer noch der linkeste, wenn der sich durchsetzt wird das wohl ein Kantersieg, weil Sanders auch viele Wähler anzieht die ansonsten mit den progressiven der Partei nichts zu tun haben.
Ist ja auch noch immer die These, dass Sanders den Wahlsieg gegen Trump wohl errungen hätte.
Die Zukunft ist Geschichte.

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