Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Do 14. Mär 2019, 09:14

Sybilla hat geschrieben:(14 Mar 2019, 09:03)

Wenn der Kredit zurückbezahlt ist gehören die 100.000 € nicht mehr der Bank sondern
dem Käufer der Eigentumswohnung.
diese sind nicht weg. Das Geld gehört einen anderen.

Es ist ganz einfach in dem Moment in dem das Geld für den Kredit geschöpft
wurde ist ein Geldwert von 100.000 entstandenen.

Die Kreditsumme von 100.000 € geht an den Hausbesitzer der die Summe in Gold anlegt,
das Gold ist nicht weg wenn der Kredit bezahlt ist.

Wenn der Kredit zurückbezahlt ist, gehören die 100.000 NICHT derm Käufer der Eigentumswohnung.
Der hat DANN weder einen Kredit, noch Geld. Der hat ja jetzt eine Eigentumswohnung. :D

Desweiteren benötigt die Bank bei Auszahlung des Kredites Geld, um den Kreditbetrag auszahlen zu können.
Eine Buchung Kredit an Sichtguthaben führt erstmal zu ... nichts.

Es geht auch nicht die Kreditsumme von 100.000 auf den Käufer des Goldes über.
Der braucht GELD, um über das Sichtguthaben des Immobilienkäufers zu verfügen zu können. ;)

Und was das Gold des einen mit der Kreditrückzahkung des anderen zu tun haben soll, weisst auch nur Du.
Und das dazwischen (erhebliche) Zeitdifferenzen liegen, soll man auch erwähnen.




Ich denke, da muss Du Lehrerin ... noch ein bißchen Nachhilfe nehmen.

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Orbiter1 » Do 14. Mär 2019, 09:17

Skull hat geschrieben:(14 Mar 2019, 09:14)

Wenn der Kredit zurückbezahlt ist, gehören die 100.000 NICHT derm Käufer der Eigentumswohnung.
Der hat DANN weder einen Kredit, noch Geld. Der hat ja jetzt eine Eigentumswohnung. :D

Desweiteren benötigt die Bank bei Auszahlung des Kredites Geld, um den Kreditbetrag auszahlen zu können.
Eine Buchung Kredit an Sichtguthaben führt erstmal zu ... nichts.

Es geht auch nicht die Kreditsumme von 100.000 auf den Käufer des Goldes über.
Der braucht GELD, um über das Sichtguthaben des Immobilienkäufers zu verfügen zu können. ;)

Und was das Gold des einen mit der Kreditrückzahkung des anderen zu tun haben soll, weisst auch nur Du.
Und das dazwischen (erhebliche) Zeitdifferenzen liegen, soll man auch erwähnen.




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Das kapiert die vermeintliche Oberlehrerin nie.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Do 14. Mär 2019, 09:21

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Mar 2019, 09:17)

Das kapiert die vermeintliche Oberlehrerin nie.

Ich finde es immer nur witzig,
das SELBSTernannte Lehrer meinen, sie könnten Menschen,
die sich jahrzehntelang mit Dingen beschäftigen, die Welt DORT erklären.

Und sich riesig aus imaginären Fenstern lehnen.

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Sybilla » Do 14. Mär 2019, 09:24

Skull hat geschrieben:(14 Mar 2019, 08:32)

Hier geht es doch in erster Linie um die Geldmengenausweitung der EZB.

Und da sind die Beispiele der Geldschöpfung durch Kreditvergabe der Banken wenig zielführend.

Die EZB und alle anderen Notenbanken haben den Banken Unmengen in den letzten Jahren
an „Geld“ zur Verfügung gestellt, um deren Liquidität aufrechtzuerhalten.
Gegen (z.T. bonitätsschlechtere) Sicherheiten in Form von Wertpapieren und Staatsanleihen.

Dieses Geld ist weder nachfragewirksam, noch realwirtschaftlich wirksam.
Allenfalls aus in den Zeiten ZUVOR, woraus die entsprechenden Kredite in der Privatwirtschaft resultierten.

Und ich denke, das die meisten -hier- sehr wohl die Geldschöpfung verstanden haben.

Auch ohne „Lehrerin“ Sybilla. :D

mfg


Ja danke für die Blumen schön das das die meisten -hier- sehr wohl die Geldschöpfung verstanden haben.

Dann ist es ja klar, das Immobilien und Produktionsmittel die mit Krediten von Banken finanziert wurden die jetzt von der EZB zur Stützung der Banken aufgekauft wurden einen realwirtschaftlichen Wert darstellen der realwirtschaftlich wirksam ist. Anders als bei Optionspapieren und Zockerpapieren wie Aktien-wetten in diesem Fall hat es nie einen realen Wert gegeben die EZB hat diese Bilanzbelastung der Banken aufgekauft um systemrelevante Banken zu retten. Die Hoffnung war nun das durch die wieder ermöglichte Kreditvergabe zu 0 % der Banken die sich verzockt hatten wieder Wirtschaftswachstum generiert werden kann, was aber nicht gelingen möchte. Nun holt die EZB abermals die "dicke Berta" aus dem Depot und schießt noch mehr Geld in den Markt mit dem Zeil das die Banken die Wirtschaft mit billigen Geld versorgen können. In der Vergangenheit führte das immer zu Kurssprüngen an den Börsen aber nur zu sehr dürftigen Wirtschaftswachstum, Aufgrund dessen verstärkt sich nun die Diskussion zum Einsatz des Helikoptergeld durch die EZB.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Do 14. Mär 2019, 09:27

Sybilla hat geschrieben:(14 Mar 2019, 09:24)

Dann ist es ja klar, das Immobilien und Produktionsmittel die mit Krediten von Banken finanziert wurden
die jetzt von der EZB zur Stützung der Banken aufgekauft wurden einen realwirtschaftlichen Wert
darstellen der realwirtschaftlich wirksam ist.

In der Vergangenheit. VOR der extremen Geldmengenausweitung der letzten 10 Jahre.

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Sybilla » Do 14. Mär 2019, 09:39

Skull hat geschrieben:(14 Mar 2019, 09:14)

Wenn der Kredit zurückbezahlt ist, gehören die 100.000 NICHT derm Käufer der Eigentumswohnung.
Der hat DANN weder einen Kredit, noch Geld. Der hat ja jetzt eine Eigentumswohnung. :D

Desweiteren benötigt die Bank bei Auszahlung des Kredites Geld, um den Kreditbetrag auszahlen zu können.
Eine Buchung Kredit an Sichtguthaben führt erstmal zu ... nichts.

Es geht auch nicht die Kreditsumme von 100.000 auf den Käufer des Goldes über.
Der braucht GELD, um über das Sichtguthaben des Immobilienkäufers zu verfügen zu können. ;)

Und was das Gold des einen mit der Kreditrückzahkung des anderen zu tun haben soll, weisst auch nur Du.
Und das dazwischen (erhebliche) Zeitdifferenzen liegen, soll man auch erwähnen.




Ich denke, da muss Du Lehrerin ... noch ein bißchen Nachhilfe nehmen.

mfg


Na ja der Wert der Wohnung schon ebenso gehört dem Vorbesitzer der Wohnung der Wert des Goldes und das haben jetzt auch 90 % begriffen 100 % erreicht man nie, weil es immer jemand gibt der es nicht begreifen möchte. Der sagt dann nein die Wohnung sind doch keine 100,000 € sondern eine Wohnung ebenso ist das Gold eben Gold und nicht 100.000 € also ist das Geld doch weg. Ich denke weitere Erklärungen sind in diesen Fall sinnlos. Ja das Geld ist weg es gibt nur den Wert von Gold und Wohnung - was allerdings in Geld 200.000 € eingetauscht werden kann. Natürlich verschwindet geschöpftes Geld nicht, es gehört immer einen anderen.

Gerne überlasse ich einen der hier anwesenden "Finanzexperten" dazu, das letzte Wort-
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Do 14. Mär 2019, 10:01

Sybilla hat geschrieben:(14 Mar 2019, 09:39)

Na ja der Wert der Wohnung schon ebenso gehört dem Vorbesitzer der Wohnung der Wert des Goldes

Tanze und winde Dich nicht raus. Es geht um GELD.

Nicht um Werte, Vermögenswerte oder auch selbst geschaffene Werte.

Und eine VIELZAHL Deiner KONKRETEN Aussagen sind und waren ja falsch.
Wie man auf der letzten Seite umgehend feststellen konnte.

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon firlefanz11 » Do 14. Mär 2019, 10:13

Wähler hat geschrieben:(13 Mar 2019, 17:00)

Bei dem Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB geht es darum, Überschuldung von Staaten zu verhindern.

Und da fängt der Wahnsinn schon an denn im ursprünglichen EU Vertrag stand, dass KEIN Land sich über einen gewissen Prozentsatz des BIP hinweg verschulden darf ohne Strafzahlungen oder Ausschluss zu erleiden Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie auf Deutschland eingeprügelt wurde als es nur minimal über die Grenze hinaus ging...
Heute: Ach Scheiß drauf! Dann kaufen wir eben Eure Staatsanleihen...! YEAH! :rolleyes:
Der Euro war die dämlichste Idee ever u. die EU in der aktuellen Form ist spätestens dann so richtig am Arsch wenn die Rezession voll zupackt denn da die EZB den richtigen Zeitpunkt verpennt hat den Leitzins wieder auf ein brauchbares Niveau zu heben, hat sie dann keinerlei Spielraum mehr nach unten. Die Folge: Negative Zinsen auch aufs Girokonto oder die vom IWF geplante E-Geld zu Bargeld Wechselkurse über die Bargeld dann einfach abgewertet wird um u. A. eine Flucht ins Bargeld zu verhindern.
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Do 14. Mär 2019, 10:29

Sybilla hat geschrieben:(14 Mar 2019, 09:39)

Natürlich verschwindet geschöpftes Geld nicht, es gehört immer einen anderen.

Gerne überlasse ich einen der hier anwesenden "Finanzexperten" dazu, das letzte Wort-

https://www.bundesbank.de/resource/blob ... wnload.pdf

Seite zwei. Das zu Deinen Worten nie...und...immer. :D

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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 14. Mär 2019, 12:29

Sybilla hat geschrieben:(14 Mar 2019, 09:24)

Ja danke für die Blumen schön das das die meisten -hier- sehr wohl die Geldschöpfung verstanden haben.

Dann ist es ja klar, das Immobilien und Produktionsmittel die mit Krediten von Banken finanziert wurden die jetzt von der EZB zur Stützung der Banken aufgekauft wurden einen realwirtschaftlichen Wert darstellen der realwirtschaftlich wirksam ist. Anders als bei Optionspapieren und Zockerpapieren wie Aktien-wetten in diesem Fall hat es nie einen realen Wert gegeben die EZB hat diese Bilanzbelastung der Banken aufgekauft um systemrelevante Banken zu retten. Die Hoffnung war nun das durch die wieder ermöglichte Kreditvergabe zu 0 % der Banken die sich verzockt hatten wieder Wirtschaftswachstum generiert werden kann, was aber nicht gelingen möchte. Nun holt die EZB abermals die "dicke Berta" aus dem Depot und schießt noch mehr Geld in den Markt mit dem Zeil das die Banken die Wirtschaft mit billigen Geld versorgen können. In der Vergangenheit führte das immer zu Kurssprüngen an den Börsen aber nur zu sehr dürftigen Wirtschaftswachstum, Aufgrund dessen verstärkt sich nun die Diskussion zum Einsatz des Helikoptergeld durch die EZB.


Jetzt geht's weiter mit typischem Whataboutism. :rolleyes:

Wichtig für die weitere Diskussion wäre erstmal, dass du verinnerlichst, dass die Rückzahlung eines Kredits natürlich zu Geldvernichtung führt. Denn dadurch wird der Prozess der Geldschöpfung durch Kredit umgekehrt. Wir reden also über einen ständigen Prozess der Geldschöpfung (durch Kredit) und Geldvernichtung (durch Rückzahlung des Kredits).
Lediglich bei einem Ausfall eines Kredites wird das Geld nicht vernichtet, da hier der Kreditnehmer seinen Verbindlichkeiten nicht nachkommen kann und damit eine erfolgsneutrale Ausbuchung der Forderung aus dem Kredit gegen eine Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditnehmer (das was wer auf dem Konto hat) nicht möglich ist. Die Gegenbuchung findet sich nach "Abschreiben" des Kredits letztendlich im Eigenkapital der Bank. Denn die haftet letztendlich ja auch für das Geld, dass sie durch Kredit erzeugt.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon z4ubi » Do 14. Mär 2019, 13:39

firlefanz11 hat geschrieben:(14 Mar 2019, 10:13)

Und da fängt der Wahnsinn schon an denn im ursprünglichen EU Vertrag stand, dass KEIN Land sich über einen gewissen Prozentsatz des BIP hinweg verschulden darf ohne Strafzahlungen oder Ausschluss zu erleiden Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie auf Deutschland eingeprügelt wurde als es nur minimal über die Grenze hinaus ging...


Damals dachte man wohl noch, dass diese Regeln für eine funktionierende Gemeinschaftswährung ausreichen würden.

firlefanz11 hat geschrieben:(14 Mar 2019, 10:13)

Der Euro war die dämlichste Idee ever u. die EU in der aktuellen Form ist spätestens dann so richtig am Arsch wenn die Rezession voll zupackt denn da die EZB den richtigen Zeitpunkt verpennt hat den Leitzins wieder auf ein brauchbares Niveau zu heben, hat sie dann keinerlei Spielraum mehr nach unten.


Welchen Zeitpunkt soll sie denn verpasst haben?
Kann mich nicht erinnern, dass die Eurozone letztens ein einheitlich gutes Bild abgegeben hat.

firlefanz11 hat geschrieben:(14 Mar 2019, 10:13)
Die Folge: Negative Zinsen auch aufs Girokonto oder die vom IWF geplante E-Geld zu Bargeld Wechselkurse über die Bargeld dann einfach abgewertet wird um u. A. eine Flucht ins Bargeld zu verhindern.


Sollte sie sich zu solchen Maßnahmen gezwungen sehen, kann sie es auch mit Helikoptergeld versuchen.
Weniger umständlich und fürs Volk sicher verträglicher ;)
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon BlueMonday » Fr 15. Mär 2019, 13:41

Die Verwirrung kommt auch durch diesen Begriff des "Giralgeldes". Die Geschäfsbanken "schöpfen" kein Geld, nur die Zentralbank darf in einem Zentralbankensystem wie dem heutigen Geld erzeugen. Geschäftsbanken oder Kreditinstitute räumen allenfalls Guthaben auf ihren Kundenkonten ein. Ein Guthaben ist nicht Geld, sondern eine Geldforderung des Kunden. Und die muss die betreffende Bank bedienen, etwa wenn der Kunde bar abhebt. Womit? Mit dem Geld der Zentralbank.

Wenn nun ein Kunde seinen Kredit zurückbezahlt, dann in der Regel wohl wieder durch sein Konto. Sein Guthaben (=Verbindlichkeit der Bank) verringert sich dann um den geschuldeten Betrag. That's it. Eine Forderung wird mit einer Forderung beglichen und beide sind dann aus der Welt.

Das Problem nun mit Threads wie diesem hier ist für mich, dass im Grunde nur wild hyperventiliert wird, wie schlimm alles derzeit wäre, aber man kann keine klare Idee für ein alternatives System erkennen. Was darf es sein? Sollen die Helikopter fliegen und Geld über jeden abschütten? Oder soll man zu einem konservativeren System zurückkehren(Goldstandard)? Oder zu einem richtigen Warengeld bzw. zum vollständig gedeckten Geld? Oder träumt die Threaderstellerin vom geldlosen Kommunismus? Oder von noch mehr zentraler Geldplanwirtschaft (Zentralbank soll in die Hand des Staates)? Oder reicht der Threaderstellerin schon eine konservativere Zentralbankgeldpolitik? Wohin soll die Reise gehen? Das könnte man dann diskutieren.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Wähler » Fr 15. Mär 2019, 17:13

BlueMonday hat geschrieben:(15 Mar 2019, 13:41)
Das Problem nun mit Threads wie diesem hier ist für mich, dass im Grunde nur wild hyperventiliert wird, wie schlimm alles derzeit wäre, aber man kann keine klare Idee für ein alternatives System erkennen. Was darf es sein? Sollen die Helikopter fliegen und Geld über jeden abschütten? Oder soll man zu einem konservativeren System zurückkehren(Goldstandard)? Oder zu einem richtigen Warengeld bzw. zum vollständig gedeckten Geld? Oder träumt die Threaderstellerin vom geldlosen Kommunismus? Oder von noch mehr zentraler Geldplanwirtschaft (Zentralbank soll in die Hand des Staates)? Oder reicht der Threaderstellerin schon eine konservativere Zentralbankgeldpolitik? Wohin soll die Reise gehen? Das könnte man dann diskutieren.

Natürlich gibt es Giralgeldschöpfung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Giralgeldsch%C3%B6pfung
https://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung
Bitte das Thema "Neues Geldsystem" hier diskutieren:
viewtopic.php?f=4&t=49095
Hier in diesem Thread geht es um die Geldpolitik der EZB und den Zentralbankgeldkreislauf, zu dem auch das Bargeld gehört. Es ist schon sinnvoll, diese beiden Geldkreisläufe auseinanderzuhalten, zumal sie sich auch in der ehemaligen Geldmenge M0 und der noch ausgewiesenen Geldmenge M1 der EZB widerspiegeln. Die Geldpolitik der EZB hat auch erhebliche Auswirkungen auf die private Vermögensbildung.
Zuletzt geändert von Wähler am Fr 15. Mär 2019, 17:56, insgesamt 2-mal geändert.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Skull » Fr 15. Mär 2019, 23:26

Wähler hat geschrieben:(15 Mar 2019, 17:13)

Bitte das Thema "Neues Geldsystem" hier diskutieren:
viewtopic.php?f=4&t=49095

Hier in diesem Thread geht es um die Geldpolitik der EZB

Guten Abend,

ich habe Deine Bitte befolgt.

Und die letzten Beiträge aus diesem Thread dorthin verschoben.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Sybilla » Mi 27. Mär 2019, 22:20

Die EZB zieht wieder einmal die "Spendierhosen" an EZB will Banken im Zinstief entlasten weiter so .... :rolleyes:
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon rain353 » Mi 27. Mär 2019, 23:47

Sybilla hat geschrieben:(27 Mar 2019, 22:20)

Die EZB zieht wieder einmal die "Spendierhosen" an EZB will Banken im Zinstief entlasten weiter so .... :rolleyes:



Wird das klappen?? Klingt mir zu einfach gedacht.
"Es ist nichts so klein und wenig, woran man sich nicht begeistern könnte." - Friedrich Hölderlin
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Sybilla » Mo 6. Mai 2019, 10:12

EZB Geldpolitik in der Sackgasse? Hat Mario Draghi die "dicke Berta" einmal zu oft abgefeuert - Die Geldflut der letzten Jahren zeigt zwar Wirkung aber eine andere als erwünscht.

Niedrigster Euro-Kurs seit 2017 Die Welt misstraut Europas Wirtschaft – und verkauft den Euro massenhaft

Interview Experte warnt Anleger: Euro-Währungsreform kommt "zu 100 Prozent"

Wie geht es nach einer Euro-Währungsreform weiter? Hat Frau Merkel in der Merkel-Ära den Euro zerstört? Viele Fragen ohne Antworten?
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Dampflok94 » Mo 6. Mai 2019, 11:17

Sybilla hat geschrieben:(06 May 2019, 10:12)
Interview Experte warnt Anleger: Euro-Währungsreform kommt "zu 100 Prozent"

Wie geht es nach einer Euro-Währungsreform weiter? Hat Frau Merkel in der Merkel-Ära den Euro zerstört? Viele Fragen ohne Antworten?

Na wenn der Geschäftsführer der Ersten Finanz- und Vermögensberatung efv das sagt, dann muß es ja stimmen. :D

Der Typ ist Anlageberater. Da kann auch jeder zur Sparkasse gehen und den dortigen Berater fragen (der ist auch nicht mehr oder weniger Experte als dieser Geschäftsführer), wie er denn die Wahrscheinlichkeit einer EURO-Währungsreform einschätzt. Na gut, die liegt bei 100%. Irgendwann in den nächsten Jahrhunderten wird es sie erwischen. Denn langfristig sind wir ja bekanntlich auch alle tot. Gilt auch für Währungen. :cool:
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Sybilla » Mo 6. Mai 2019, 11:57

Angesichts der Euro Geldschwemme, ist das aber keine hohe Kunst sondern logisch.
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Re: Die EZB und die wunderbare Geldvermehrung zur Rettung von systemrelevanten Banken

Beitragvon Wähler » Mo 6. Mai 2019, 17:25

Sybilla hat geschrieben:(06 May 2019, 10:12)
EZB Geldpolitik in der Sackgasse? Hat Mario Draghi die "dicke Berta" einmal zu oft abgefeuert - Die Geldflut der letzten Jahren zeigt zwar Wirkung aber eine andere als erwünscht.
Wie geht es nach einer Euro-Währungsreform weiter? Hat Frau Merkel in der Merkel-Ära den Euro zerstört? Viele Fragen ohne Antworten?

Wenn der Außenwert des Euro sinkt, hat das auch mit der Geldpolitik der EZB zu tun. Zu einer Währungsreform kommt es erst dann, wenn die Zentralbank die Inflation, ob nun von innen oder außen entstanden, nicht mehr in den Griff bekommt. Problematischer könnte es werden, wenn die Baby-Boomer in Rente gehen und ihre Geldvermögen in Sachwerte umtauschen wollen. Ein solcher Prozess verläuft aber in jedem Fall in Stufen und erst am Ende mit höherer Dynamik. Jetzt schon der Merkel-Ära die Zerstörung des Euro zuzuschreiben, ist reine Glaskugel-Guckerei.
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