Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

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Tom Bombadil
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 7. Mär 2019, 21:44

Keoma hat geschrieben:(07 Mar 2019, 17:59)

Keoma.

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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Progressiver » Do 7. Mär 2019, 23:30

BlueMonday hat geschrieben:(07 Mar 2019, 00:42)
Meine Erfahrung ist jedenfalls, dass Menschen, die sich betont atheistisch oder ungläubig, oder "wissend" darstellen, in anderer Weise äußerst fromm und tief gläubig sind, indem sie sich Ersatzgötter geschaffen haben. Der "Anfang" und Lebensgrund rückt dann näher an die eigene Lebenszeit. Besonders beliebt ist da "der Staat" heutzutage oder "die Gesellschaft" oder "die Demokratie". Oder man glaubt irgendwelchen "Autoritäten".


In deiner Aufzählung fehlen noch ein paar scheinbare Heilsbringer. "Wer hat immer Recht?", fragten die Kommunisten. Die Antwort lautete: "Die Partei, die Partei, die Partei." Ähnlich verhält es sich mit den Neoliberalen heutzutage. Auf die Frage, wer denn immer Recht habe, würden sie eindeutig antworten: "Die Märkte, die Märkte, die Märkte." Anstatt sich selbst mal anzustrengen und Lösungen zu entwickeln, wie die Probleme der Gegenwart und der Zukunft gemanaged werden könnten, wird an den absoluten Anspruch der Finanzmärkte geglaubt. Beggleitet wird diese Ersatzreligion auch noch vom Fetisch Wirtschaftswachstum, das in unserer endlichen Welt doch bitte exponentiell zu sein habe. Und die herrschenden Politiker sind sich auch nicht zu schade, den Fetisch Austerität als Allheilmittel anzupreisen.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Der Denkerr » Fr 8. Mär 2019, 17:33

Progressiver hat geschrieben:(07 Mar 2019, 23:30)

In deiner Aufzählung fehlen noch ein paar scheinbare Heilsbringer. "Wer hat immer Recht?", fragten die Kommunisten. Die Antwort lautete: "Die Partei, die Partei, die Partei." Ähnlich verhält es sich mit den Neoliberalen heutzutage. Auf die Frage, wer denn immer Recht habe, würden sie eindeutig antworten: "Die Märkte, die Märkte, die Märkte." Anstatt sich selbst mal anzustrengen und Lösungen zu entwickeln, wie die Probleme der Gegenwart und der Zukunft gemanaged werden könnten, wird an den absoluten Anspruch der Finanzmärkte geglaubt. Beggleitet wird diese Ersatzreligion auch noch vom Fetisch Wirtschaftswachstum, das in unserer endlichen Welt doch bitte exponentiell zu sein habe. Und die herrschenden Politiker sind sich auch nicht zu schade, den Fetisch Austerität als Allheilmittel anzupreisen.


Religion und ein Wirtschafts Fetisch sind zwei Paar Schuhe !

Das Vertrauen in die Religion basiert auf einer unterschiedlichen Glaubensebene als das Vertrauen in Finanzmärkte. Vertrauen in ersteres bezweckt ein immaterielles Streben nach etwas metaphysischem , zweiteres ist eher ein Vertrauen, welches den Erwerb materieller Güter oder Ansehen zum Ziele hat. Beides geht mit verschiedenen Gefühlen einher.

Wenn du dein Brot mit geleisteter Arbeit verdienst, hast du auch ein anderes Gefühl als wenn du dein Brot durch Hartz 4 oder einen Lotto Gewinn verdienst. Der Glaubende im Bereich der Religion ist nicht vom Schicksalglauben abhängig wie jemand der an den Homo oeconomicus glaubt !
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Progressiver » Fr 8. Mär 2019, 18:40

Der Denkerr hat geschrieben:(08 Mar 2019, 17:33)

Religion und ein Wirtschafts Fetisch sind zwei Paar Schuhe !

Das Vertrauen in die Religion basiert auf einer unterschiedlichen Glaubensebene als das Vertrauen in Finanzmärkte. Vertrauen in ersteres bezweckt ein immaterielles Streben nach etwas metaphysischem , zweiteres ist eher ein Vertrauen, welches den Erwerb materieller Güter oder Ansehen zum Ziele hat. Beides geht mit verschiedenen Gefühlen einher.

Wenn du dein Brot mit geleisteter Arbeit verdienst, hast du auch ein anderes Gefühl als wenn du dein Brot durch Hartz 4 oder einen Lotto Gewinn verdienst. Der Glaubende im Bereich der Religion ist nicht vom Schicksalglauben abhängig wie jemand der an den Homo oeconomicus glaubt !


Hast du dich jemals mit dem berühmten Soziologen Max Weber beschäftigt? In einem seiner bahnbrechenden Werke hat er herausgearbeitet, inwiefern der Kapitalismus aus dem Geist der protestantischen Ethik entstanden ist. Zunächst hieß es bei den Protestanten, wer durch Fleiß etc. zu Reichtum gelangt, ist besonders von dem christlichen Gott gesegnet. Wer reich war, sollte demnach auch in einem Jenseits besonders belohnt werden. Ihm würden auch in metaphysischem Sinne "Gewinn in alle Ewigkeit" winken. Später wurde der Kapitalismus von dieser religiösen Wurzel entkernt. Aber auch die Multimilliardäre von heute halten sich für besonders gesegnet. Dies wird ihnen insbesondere in "God´s own country", den christlichen USA zugestanden. Von daher kommt auch der Spruch "Jeder ist seines Glückes Schmied". D.h., jeder sei nur alleine und ohne Einflüsse der Gesellschaft für seinen eigenen Erfolg oder sein Scheitern verantwortlich. In den Gesellschaftswissenschaften ist man da aber heutzutage schlauer.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Umetarek » Sa 9. Mär 2019, 00:04

Naja, die Hände in den Schoß legen, wie das manche Gläubige machen (und ja ich kenne so welche), beten und auf Gott bauen, kanns auch nicht wirklich sein.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 9. Mär 2019, 09:11

Umetarek hat geschrieben:(09 Mar 2019, 00:04)

Naja, die Hände in den Schoß legen, wie das manche Gläubige machen (und ja ich kenne so welche), beten und auf Gott bauen, kanns auch nicht wirklich sein.

Dafür wurde ja der Kommunismus mit Marx als neuem Gott erfunden.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Der Denkerr » Sa 9. Mär 2019, 13:56

Progressiver hat geschrieben:(08 Mar 2019, 18:40)

Hast du dich jemals mit dem berühmten Soziologen Max Weber beschäftigt? In einem seiner bahnbrechenden Werke hat er herausgearbeitet, inwiefern der Kapitalismus aus dem Geist der protestantischen Ethik entstanden ist. Zunächst hieß es bei den Protestanten, wer durch Fleiß etc. zu Reichtum gelangt, ist besonders von dem christlichen Gott gesegnet. Wer reich war, sollte demnach auch in einem Jenseits besonders belohnt werden. Ihm würden auch in metaphysischem Sinne "Gewinn in alle Ewigkeit" winken. Später wurde der Kapitalismus von dieser religiösen Wurzel entkernt. Aber auch die Multimilliardäre von heute halten sich für besonders gesegnet. Dies wird ihnen insbesondere in "God´s own country", den christlichen USA zugestanden. Von daher kommt auch der Spruch "Jeder ist seines Glückes Schmied". D.h., jeder sei nur alleine und ohne Einflüsse der Gesellschaft für seinen eigenen Erfolg oder sein Scheitern verantwortlich. In den Gesellschaftswissenschaften ist man da aber heutzutage schlauer.


Bitte entschuldige meinen deftigen Humor, aber ich habe das Gefühl du hängst der Vernunft zu sehr am stinkenden Rockezipfel und vergisst dabei die tatsächliche christliche Lehre . Es ist zwar wahr, dass manche christliche Konfessionen den Reichtum segnen wie bspw. die Reformierten. Aus Reichtum folgern manche Christen dieser sei eine Segnung Gottes. Dennoch steht dies im Widerspruch zur Lehre des NT.

Hier ein paar Kostproben: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Reich Gottes gelangt“ (Markus 10,25, von Matthäus [19,24] und Lukas [18,25] praktisch wortwörtlich übernommen) und: „Selig sind die Armen (…); ihrer ist das Reich Gottes“ (Matthäus 5,3;

Auch manche Protestanten sind also nicht immer frei davon den tatsächlichen Sinn von Bibelaussagen gewaltvoll umzudeuten .Sie beziehen sich zur Rechtfertigung des "Seligen" Reichtums wohl auf das AT. Hier wird zuweilen Reichtum als Segnung Gottes verstanden. Gegen diese Auffassung könnte aber eingewandt werden die Alten hatten eben diese irdischen Segnungen nötig, da diese noch nicht das NT hatten um sich eine Vorstellung vom Reich Gottes machen zu können.

Deshalb mussten diesen durch irdische Segnungen eine Freude gemacht werden um im Glauben standhaft zu bleiben. So argumentiert zuweilen auch Calvin, wobei auch gemäß dessen Lehre irdischer Wohlstand als Segnung Gottes verstanden werden kann. Aber nur für eine fromme Minderheit, welche christlich mit dem Reichtum umzugehen weiß. Der Spruch " Jeder ist seines Glückes Schmied " steht außerdem im Gegensatz zur Vorsehung Gottes.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon harry52 » Fr 29. Mär 2019, 09:31

Progressiver hat geschrieben:(07 Mar 2019, 23:30)
Ähnlich verhält es sich mit den Neoliberalen heutzutage. Auf die Frage, wer denn immer Recht habe, würden sie eindeutig antworten: "Die Märkte, die Märkte, die Märkte."

Und im religiösen Bible Belt der USA wählt man den Globalisierungsgegner Trump und schreit: "Leute kauft nicht bei Ausländern. Die Ausländer klauen uns die Arbeitsplätze, vergiften uns mit ihren ungechlorten Hähnchen und schimmeligen Käse aus Frankreich ...." Na, da bin ich doch lieber (neo)liberal.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Liegestuhl » Fr 29. Mär 2019, 09:52

Der Denkerr hat geschrieben:(09 Mar 2019, 13:56)
„Selig sind die Armen (…); ihrer ist das Reich Gottes“ (Matthäus 5,3;


Diese Stelle aus der Bergpredigt bezieht sich nicht auf materiellen Reichtum.

Es heißt "Selig sind, die da geistlich arm sind" (Beati pauperes spiritu) und meint etwas völlig anderes.

Das soll aber nicht deinen ganzen Beitrag in Frage stellen.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 29. Mär 2019, 10:28

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Mar 2019, 09:52)

Diese Stelle aus der Bergpredigt bezieht sich nicht auf materiellen Reichtum.

Es heißt "Selig sind, die da geistlich arm sind" (Beati pauperes spiritu) und meint etwas völlig anderes.

Das soll aber nicht deinen ganzen Beitrag in Frage stellen.

Alles in der Bibel meint alles anderes als es da steht, man könnte fast meinen das der Inhalt der Bibel nichts mit den Worten in der Bibel zu tun hat.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Liegestuhl » Fr 29. Mär 2019, 11:35

Ein Terraner hat geschrieben:(29 Mar 2019, 10:28)

Alles in der Bibel meint alles anderes als es da steht, man könnte fast meinen das der Inhalt der Bibel nichts mit den Worten in der Bibel zu tun hat.


Nein, in diesem Fall ist es ziemlich eindeutig.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 29. Mär 2019, 11:37

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Mar 2019, 11:35)

Nein, in diesem Fall ist es ziemlich eindeutig.

Ja das ist es immer.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Liegestuhl » Fr 29. Mär 2019, 11:43

Ein Terraner hat geschrieben:(29 Mar 2019, 11:37)

Ja das ist es immer.


Nein, nicht immer. In diesem Fall ist es aber sehr einfach. Versuche es doch einfach mal!
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 29. Mär 2019, 11:54

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Mar 2019, 11:43)

Nein, nicht immer. In diesem Fall ist es aber sehr einfach. Versuche es doch einfach mal!

Erzähl mal, wie soll ich es denn versuchen, bzw. welches Ergebnis muss denn rauskommen?
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Liegestuhl » Fr 29. Mär 2019, 12:19

Ein Terraner hat geschrieben:(29 Mar 2019, 11:54)

Erzähl mal, wie soll ich es denn versuchen, bzw. welches Ergebnis muss denn rauskommen?


Naja, wenn dort steht, dass in der Bergpredigt die geistlich Armen gesegnet werden, dann braucht man nicht viel Verstand um zu merken, dass damit nicht die materiell/wirtschaftlich Armen gemeint sind. Die Lösung steht dort schon.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 29. Mär 2019, 12:32

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Mar 2019, 12:19)

Naja, wenn dort steht, dass in der Bergpredigt die geistlich Armen gesegnet werden, dann braucht man nicht viel Verstand um zu merken, dass damit nicht die materiell/wirtschaftlich Armen gemeint sind. Die Lösung steht dort schon.


Ja da steht "Selig sind, die da geistlich arm sind", vielleicht könnte man noch streiten geistlich jetzt Spirituell oder Intellektuell geeint ist. Obwohl ja frühere Übersetzungen "Selig die Armen im Geist,"
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Antonio60 » Fr 29. Mär 2019, 17:29

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Mar 2019, 11:35)

Nein, in diesem Fall ist es ziemlich eindeutig.


Passender ist es geistliche Armut nicht als objektive Tatsache zu verstehen, sondern vielmehr als Meinung desjenigen der sich angesprochen fühlt. Somit könnte man auch sagen " Selig sind die, welche sich geistlich arm fühlen". Somit lobt Jesu das Verhalten derer, welche sich darüber bewusst sind, dass ihre scheinbaren Weisheiten und philosophischen Überlegungen unter bestimmten Blickwinklen immer als "geistlich arm " interpretiert werden können und folglich in einen gewissem Sinne auch sind.

Ein Heuchler würde sich erst gar nicht angesprochen fühlen, selbst wenn er tatsächlich " geistlich arm " wäre . Die Aussagen gelten also nur für diejenigen, welche sich subjektiv mit den Eigenschaften versehen fühlen, welche Jesu in der Bergpredigt ausführt, unabhängig von ihrem tatsächliche geistigen Vermögen.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Paulus » Sa 13. Apr 2019, 11:49

Antonio60 hat geschrieben:(29 Mar 2019, 17:29)

Passender ist es geistliche Armut nicht als objektive Tatsache zu verstehen, sondern vielmehr als Meinung desjenigen der sich angesprochen fühlt. Somit könnte man auch sagen " Selig sind die, welche sich geistlich arm fühlen". Somit lobt Jesu das Verhalten derer, welche sich darüber bewusst sind, dass ihre scheinbaren Weisheiten und philosophischen Überlegungen unter bestimmten Blickwinklen immer als "geistlich arm " interpretiert werden können und folglich in einen gewissem Sinne auch sind.

Ein Heuchler würde sich erst gar nicht angesprochen fühlen, selbst wenn er tatsächlich " geistlich arm " wäre . Die Aussagen gelten also nur für diejenigen, welche sich subjektiv mit den Eigenschaften versehen fühlen, welche Jesu in der Bergpredigt ausführt, unabhängig von ihrem tatsächliche geistigen Vermögen.


Religiöse Menschen betrügen sich selbst. Die Gleichnisse Jesu machen die Situation keineswegs besser. Man kann durchaus Glauben, sofern es nützlich ist. Aber in gewisser Weise handelts sich hierbei nur um Selbstbetrug. Bei deinen Ideen handelt es sich um Projektionen die du dir in deinem Gehirn selbst zusammengeschustert hast.

Die Intention dahinter ist lobenswert, mehr aber nicht. Wenn die Menschen glauben sind sie der Überzeugung Gott denke so wie sie denken. Somit passen sie Gott an sich selbst an, im Unterschied, dass Gott Reinheit und Allwissenheit zugesprochen wird. Aber was das Denken an sich betrifft, so meinen sie sich vor Gott gerecht machen zu können, da er die selben Weltanschauungen wie sie hätte.

Was sie schätzen, müsse auch Gott schätzen, wenn sie wütend sind müsse auch Gott wütend sein. So wälzen sie sich in ihren Weisheiten und bleiben genauso einfältig wie vorher und werden subtil immer schlimmer.Es ist absurd etwas philosophisch zu behandeln, was nur subjektiv verstanden werden kann. Die Bibel enthält keine Wahrheiten an sich . Die Leser kreiren sich selbst aus der Bibel eine Welt, die sie je nach Verstandeskräften selbst konstruieren.

Im Mittelalter galt als Dogma die Trinität. Fraglich, ob die Jünger Jesu, Evangelisten oder Jesu selbst mit diesem Begriff etwas anfangen konnte ? Die Schreiber der Bibel waren oft psyschologisch begabte Leute, aber es ist zweifelhaft, ob die mit den Lehren des Christentums die Gelehrte geschustert haben etwas anfangen könnten. Sie meinten es vermutlich so, wie es dasteht. Deine Ideen hatte Matthäus bestimmt nicht im Sinn, als er das Gleichnis niederschrieb, Antonio.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 13. Apr 2019, 14:22

Antonio60 hat geschrieben:(29 Mar 2019, 17:29)

Passender ist es geistliche Armut nicht als objektive Tatsache zu verstehen, sondern vielmehr als Meinung desjenigen der sich angesprochen fühlt. Somit könnte man auch sagen " Selig sind die, welche sich geistlich arm fühlen". Somit lobt Jesu das Verhalten derer, welche sich darüber bewusst sind, dass ihre scheinbaren Weisheiten und philosophischen Überlegungen unter bestimmten Blickwinklen immer als "geistlich arm " interpretiert werden können und folglich in einen gewissem Sinne auch sind.

Ein Heuchler würde sich erst gar nicht angesprochen fühlen, selbst wenn er tatsächlich " geistlich arm " wäre . Die Aussagen gelten also nur für diejenigen, welche sich subjektiv mit den Eigenschaften versehen fühlen, welche Jesu in der Bergpredigt ausführt, unabhängig von ihrem tatsächliche geistigen Vermögen.

Ich mache mir die Welt wiedewie sie mir gefällt.
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Re: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Atheismus und Religiosität ?

Beitragvon Paulus » Sa 13. Apr 2019, 17:06

Ein Terraner hat geschrieben:(13 Apr 2019, 14:22)

Ich mache mir die Welt wiedewie sie mir gefällt.


Jeder macht das so. Aus diesem Grund und wegen der Sündhaftigkeit der Welt ist Gott gezwungen seine Barmherzigkeit und Güte beiseite zu schieben und scheinbar wild zu toben. Um den Rutenhieben zu entkommen hilft nur ein Mittel und dies ist Tugend und Sitte. Sich die Welt zu interpretieren wie man will, führt zu einem bösen Ende.
Zuletzt geändert von Paulus am Sa 13. Apr 2019, 17:12, insgesamt 1-mal geändert.
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