Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Maltrino
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Maltrino » Sa 16. Feb 2019, 22:22

Musterdemokrat hat geschrieben:(16 Feb 2019, 20:46)

Nein, nur Ausgaben kosten was. Einnahmen sind keine Ausgaben, daher kosten weniger davon null komma null. Liegt in der Natur der Sache.

...


Sehr gut! :thumbup: Das erzähle ich mal den Hartz4 Empfängern. Und wenn die einen Job ablehnen und das Jobcenter aufschreit, dann können die dann sagen "Wieso soll ich denn mehr einnehmen? Wenn ich weniger einnehme, dann kostet mich das Null Komma Null! Habe ich im Politik EU Forum gelernt!" Und der Jobcenter Mitarbeiter dann "Ach so!". Ja siehste mal... :|





Tick|Trick|und Track hat geschrieben:
Das bedeutet, dass Du gemäß § 82 Ab.s 4 SGB XII im Jahr 2019 obendrauf auf die Grundsicherung im Alter mindestens 100 € und maximal 212 € aus Deiner Altersvorsorge bekommen kannst. Alles, was Du mehr an monatlicher Altersvorsorge bekommst, wird vom Sozialamt abgezogen von der Grundsicherung, also angerechnet.
...


Was mir noch interessantes dazu einfällt: Eigentlich ist diese Logik völlig schräg, denn: Wenn jemand mehr verdient hat und dementsprechend mehr Geld in private Altersvorsorge stecken konnte, und wohl auch mehr Steuern bezahlt hat, dann hat der Staat ja durch ihn eigentlich mehr eingenommen. Und ich gehe mal davon aus, dass mehr wirklich mehr ist und nicht null komme null... Aber gerade dann kürzt der Staat die Sozialhilfe (Grundrente).

Das ist eigentlich total schräg wenn ich es mir so überlege.

Extrembeispiel:

Fall A: Alle Bundesbürger haben nichts verdient, keine Steuern gezahlt und nichts für die Rente zurückgelegt oder angelegt. Nun haben 80 Millionen Leute Anspruch auf Grundrente aber es ist kein Geld da.

Fall B: Alle Bundesbürger haben viel verdient, viel Steuern gezahlt und viel für die Rente zurückgelegt oder angelegt. Nun haben 80 Millionen Leute keinen Anspruch auf Grundrente aber es ist viel Geld da.

Fazit: Je schlechter die Konjuktur, desto weniger Steuereinnahmen, aber desto mehr Sozialhilfeempfänger.Das passt doch alles hinten und vorne nicht.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Dampflok94
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Dampflok94 » So 17. Feb 2019, 18:19

Musterdemokrat hat geschrieben:(16 Feb 2019, 20:46)

Nein, nur Ausgaben kosten was. Einnahmen sind keine Ausgaben, daher kosten weniger davon null komma null. Liegt in der Natur der Sache.

Das ist doch Murks. Relevant ist das Verhältnis von Einnahmen zu Ausgaben, sprich der Saldo. Ob die Ausgaben nun steigen oder die Einnahmen sinken, der Effekt ist der gleiche.

Zu behaupten die Vorschläger der SPD sind nicht zu finanzieren wäre Mumpitz. Natürlich könnte man die finanzieren. Durch Ausgabensenkung an anderer Stelle durch Steuermehreinnahmen oder durch mehr Schulden. Da hat dann jeder so die Dinge, die er von diesen Möglichkeiten ablehnt. Aber das ändert nichts an der grundsätzlichen Finanzierbarkeit.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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franktoast
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon franktoast » Mo 18. Feb 2019, 08:13

Sören74 hat geschrieben:(15 Feb 2019, 18:48)

Nur mal aus Neugier, wie ist man als Postbote in der Lage, so viel Rentenbeiträge zu bezahlen, dass man am Ende 2000 Euro Rente rausbekommt?

Das waren Beispielzahlen.
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franktoast
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon franktoast » Mo 18. Feb 2019, 08:15

Wähler hat geschrieben:(15 Feb 2019, 16:44)

SZ 4. Februar 2019 Keines der europäischen Nachbarländer tut sich leicht mit der Grundsicherung im Alter
https://www.sueddeutsche.de/politik/bli ... -1.4316163
Die private Vorsorge kann nur eine Säule der Altersvorsorge sein. In vielen anderen europäischen Ländern gibt es Grundrenten. Betriebsrenten bekommen in Deutschland immer weniger Arbeitnehmer. Weiter oben sprach ich von Wohnungsbaugenossenschaftsanteilen. Ich würde nie meine private Altersvorsorge allein auf Aktien stützen. Auf den richtigen Mix kommt es an, sowohl beim Individuum, als auch im staatlichen Sozialwesen. Niedriglöhner können nun einmal kaum private Altersvorsorge finanzieren. Daher sind sie stärker auf ein staatliches Sozialsystem angewiesen. Daran ändert auch Dein Aktienfondssparplan von monatlich mindestens 50 Euro nur teilweise etwas.

Jeder kann ja nach seinem Geschmack eine Rente aufbauen. Da die gesetzliche Rente Pflicht ist, wären Aktien maximal die zweite Säule. Eine betriebliche Altersvorsorge bekommt auch nur der, der sich freiwillig dafür entscheidet.
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Andreas50
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Andreas50 » Mo 18. Feb 2019, 18:57

relativ hat geschrieben:(15 Feb 2019, 12:59)

Nochmal in einen Sozialstaat wie unseren geht es nicht ums Bestrafen, sondern darum wie man den Erfolg unseres Systems so verteilt, daß jeder etwas davon hat (der eine logischerweise mehr der andere weniger) und der soziale Zusammenhalt erhalten bleibt. Dafür braucht man aber die Akzeptanz und das Gerechtigkeitsempfinden von min. 2/3 der Bevölkerung für unser System.

Bleiben Sie bei der Wahrheit. Nicht das System hat Erfolg sondern die Feudalherren, die Grossunternehmen. Es ist auch nicht Deutschland reich, sondern die Reichen sind reich.
"E. normaler Staat ist, die Regierung hat ihre eigene Bank, die Regierungsbank, die das Geld druckt das unter der Bevölkerung verteilt wird. E. falsches System ist, die Regierung leiht das Geld bei Banken.
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relativ
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Di 19. Feb 2019, 08:59

Andreas50 hat geschrieben:(18 Feb 2019, 18:57)

Bleiben Sie bei der Wahrheit. Nicht das System hat Erfolg sondern die Feudalherren, die Grossunternehmen. Es ist auch nicht Deutschland reich, sondern die Reichen sind reich.

Wie? Die Wahrheit habe ich doch gar nicht negiert.
Aber wenn wir doch eins wissen dann das, daß der Mensch für eine "Gleichmacherei" noch nicht bereit ist und es vermutlich auch nie sein wird. Der Mensch braucht wohl diese Unterschiede um sowohl Wirtschaftlich, Kulturell als auch Wissenschaftlich voranzukommen.
Die bessere Frage lautet daher, Wie verteilt man das was rauskommt so, daß ein jeder die Chance hat, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Klopfer » Di 19. Feb 2019, 09:26

relativ hat geschrieben:(19 Feb 2019, 08:59)

Wie? Die Wahrheit habe ich doch gar nicht negiert.
Aber wenn wir doch eins wissen dann das, daß der Mensch für eine "Gleichmacherei" noch nicht bereit ist und es vermutlich auch nie sein wird. Der Mensch braucht wohl diese Unterschiede um sowohl Wirtschaftlich, Kulturell als auch Wissenschaftlich voranzukommen.
Die bessere Frage lautet daher, Wie verteilt man das was rauskommt so, daß ein jeder die Chance am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Die von Lobbyisten der Reichen gesteuerten Politiker wissen das anscheindend schon. Der normale Bürger kommt darin allerdings nur als dummer Zahler vor, also nicht mit "jeder". Beispiele gibts genügend:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 53048.html
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Di 19. Feb 2019, 09:34

Klopfer hat geschrieben:(19 Feb 2019, 09:26)

Die von Lobbyisten der Reichen gesteuerten Politiker wissen das anscheindend schon.
Was wissen die?
Der normale Bürger kommt darin allerdings nur als dummer Zahler vor, also nicht mit "jeder". Beispiele gibts genügend:
Ich weiss nicht für wie dumm du dich hälst, ich mach fast jeden Morgen 3 Kreuze , weil in in dieses Land ,mit diesem System hineingeboren wurde. Das es immer etwas zu verbessern gibt und es auch diejenigen gibt, die ein System ausnutzen, ist noch völlig normal für den Menschen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Klopfer » Di 19. Feb 2019, 10:19

relativ hat geschrieben:(19 Feb 2019, 09:34)

Was wissen die?
Ich weiss nicht für wie dumm du dich hälst, ich mach fast jeden Morgen 3 Kreuze , weil in in dieses Land ,mit diesem System hineingeboren wurde. Das es immer etwas zu verbessern gibt und es auch diejenigen gibt, die ein System ausnutzen, ist noch völlig normal für den Menschen.

Wie man verteilt was rauskommt, aber ohne dass jeder die Chance auf Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bekommt sondern dass alles so bleibt wie es ist oder zu Gunsten der Reichen und Wohlhabenden weiter ausgebaut wird.
Wo und wann wird was verbessert? Weck mich wenns so weit ist...Seit geraumer Zeit ist man dabei dir dieses System zu vermiesen, das wirst du noch bald genug merken.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Di 19. Feb 2019, 10:54

Klopfer hat geschrieben:(19 Feb 2019, 10:19)

Wie man verteilt was rauskommt, aber ohne dass jeder die Chance auf Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bekommt sondern dass alles so bleibt wie es ist oder zu Gunsten der Reichen und Wohlhabenden weiter ausgebaut wird.
Wo und wann wird was verbessert? Weck mich wenns so weit ist...Seit geraumer Zeit ist man dabei dir dieses System zu vermiesen, das wirst du noch bald genug merken.
Kneif mich, aber gerade jetzt gibt es zwischen den Parteien eine lebhafte Konkurrenz gerade was Teilhabe betrifft. Du hast also als Wähler durchaus die Wahl da etwas zu bewegen , evtl. mom. mehr als in den Jahren davor, wo der Druck zu sparen und der Mainstream zur radikalen Liberalisierung der Wirtschaft um sich gegriffen hat.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon franktoast » Di 19. Feb 2019, 16:01

Andreas50 hat geschrieben:(18 Feb 2019, 18:57)
Es ist auch nicht Deutschland reich, sondern die Reichen sind reich.

Wie viele Deutsche würdest du nicht zu den reichsten 10% der Welt zählen?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Klopfer » Di 19. Feb 2019, 17:20

relativ hat geschrieben:(19 Feb 2019, 10:54)

Kneif mich, aber gerade jetzt gibt es zwischen den Parteien eine lebhafte Konkurrenz gerade was Teilhabe betrifft. Du hast also als Wähler durchaus die Wahl da etwas zu bewegen , evtl. mom. mehr als in den Jahren davor, wo der Druck zu sparen und der Mainstream zur radikalen Liberalisierung der Wirtschaft um sich gegriffen hat.

Traust du etwa diesen "Versprechungen"? Nein, die SPD hat mich zu oft verraten und von anderen Parteien (die evtl. eine Chance auf eine Regierungsbeteiligung haben) ist in der Richtung Soziales nichts zu hören. Da habe ich anscheinend nichts mitbekommen. :?:
Im Gegenteil, das Sprachrohr der CDU und der Arbeitgeber, der Springer, hetzt gegen bestehende Regelungen. Mit falschen Vorzeichen auch noch, die Rente mit 63 ist längst durch, die die jetzt kommen gehen immer später. https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... artet.html
Die Wirtschaft jammert ihnen gingen die erfahrenen Arbeitskräfte zu früh in Rente. Dann sollte man die Leute vielleicht besser behandeln. Aber nein, lieber versucht man die Leute mit Hilfe der Politik zu nötigen!
Keine Sekunde länger als nötig werde ich arbeiten! Jahrzehntelang Löhne drücken und Billiglohn ausbauen und jetzt verblüfft feststellen dass die Fachkräfte ausgehen. Dann sollen sie halt selber ran! Aber das kann halt von den gelernten Raffzähnen keiner! Pech, dann gehts halt abwärts! Vielleicht begreift man dann den Irrweg der radikalen Marktliberalität.
Warum denkst du dass gerade hier zu Lande z. B. Reiche so unbeliebt sind? Neid alleine ist das nicht, den gibts anderswo auch.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon franktoast » Di 19. Feb 2019, 17:42

Klopfer hat geschrieben:(19 Feb 2019, 17:20)

Traust du etwa diesen "Versprechungen"? Nein, die SPD hat mich zu oft verraten und von anderen Parteien (die evtl. eine Chance auf eine Regierungsbeteiligung haben) ist in der Richtung Soziales nichts zu hören. Da habe ich anscheinend nichts mitbekommen. :?:
Im Gegenteil, das Sprachrohr der CDU und der Arbeitgeber, der Springer, hetzt gegen bestehende Regelungen. Mit falschen Vorzeichen auch noch, die Rente mit 63 ist längst durch, die die jetzt kommen gehen immer später. https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... artet.html
Die Wirtschaft jammert ihnen gingen die erfahrenen Arbeitskräfte zu früh in Rente. Dann sollte man die Leute vielleicht besser behandeln. Aber nein, lieber versucht man die Leute mit Hilfe der Politik zu nötigen!
Keine Sekunde länger als nötig werde ich arbeiten! Jahrzehntelang Löhne drücken und Billiglohn ausbauen und jetzt verblüfft feststellen dass die Fachkräfte ausgehen. Dann sollen sie halt selber ran! Aber das kann halt von den gelernten Raffzähnen keiner! Pech, dann gehts halt abwärts! Vielleicht begreift man dann den Irrweg der radikalen Marktliberalität.
Warum denkst du dass gerade hier zu Lande z. B. Reiche so unbeliebt sind? Neid alleine ist das nicht, den gibts anderswo auch.

Du meinst also, in Deutschland gibt es keine Partei mit Chance auf Regierungsbeteiligung, die deine pinke Wunderwelt umsetzen kann? Hey, wie wärs denn, wenn wir von den Reichen nehmen und den Armen geben. Und wenn die Reichen nix mehr haben, nehmen wir wir Öleinnahmen. Und 10 Jahre später müssen alle hungern.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Klopfer » Di 19. Feb 2019, 18:13

franktoast hat geschrieben:(19 Feb 2019, 17:42)

Du meinst also, in Deutschland gibt es keine Partei mit Chance auf Regierungsbeteiligung, die deine pinke Wunderwelt umsetzen kann? Hey, wie wärs denn, wenn wir von den Reichen nehmen und den Armen geben. Und wenn die Reichen nix mehr haben, nehmen wir wir Öleinnahmen. Und 10 Jahre später müssen alle hungern.

Wo habe ich das geschrieben was du hier vermutest. Und nein, ich habe nicht das geringste Interesse an dir und deinen Einlassungen, da sinnfrei. So nun kann die sogenannte Moderation das wieder löschen. Recht einseitige Geschichte das hier. Wird langweilig. Man stelle sich vor ich hätte solch einen Blödsinn geschrieben, der Beitrag wäre längst entsorgt, und zwar komplett.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Occham » Fr 22. Feb 2019, 09:59

Letztlich hat hier in Deutschland doch eh jeder ein recht auf existenzminimum. Wer also im Alter nicht mehr arbeiten kann und zu wenig Rente hat, kann sich das Geld von Sozialleistungen auszahlen lassen...

Was die Bedürftigkeitsprüfung betrifft, wenn es unrecht ist, das nur die Bedürftigen Zuschlag bekommen... Wie wärs damit das man den Zuschlag an alle bezahlt???
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Fr 22. Feb 2019, 10:04

Occham hat geschrieben:(22 Feb 2019, 09:59)

Letztlich hat hier in Deutschland doch eh jeder ein recht auf existenzminimum. Wer also im Alter nicht mehr arbeiten kann und zu wenig Rente hat, kann sich das Geld von Sozialleistungen auszahlen lassen...

Was die Bedürftigkeitsprüfung betrifft, wenn es unrecht ist, das nur die Bedürftigen Zuschlag bekommen... Wie wärs damit das man den Zuschlag an alle bezahlt???

Wie an alle?
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Occham » Fr 22. Feb 2019, 10:16

relativ hat geschrieben:(22 Feb 2019, 10:04)

Wie an alle?

An alle die rente bekommen, die Rentenerhöhung auszahlen, dann ist es auch Gerecht.
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon relativ » Fr 22. Feb 2019, 10:27

Occham hat geschrieben:(22 Feb 2019, 10:16)

An alle die rente bekommen, die Rentenerhöhung auszahlen, dann ist es auch Gerecht.

Klar kann man tun wenn man die Finanzierung hin bekommt. Dann braucht man eigentlich nur das Rentenniveau wieder anzuheben.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon JJazzGold » Fr 22. Feb 2019, 10:39

jorikke hat geschrieben:(06 Feb 2019, 11:21)


Genug gemeckert, jetzt mal ein Vorschlag, wie es auch ginge. (?)
Es wird einfach ein Mindestbeitrag der Rentenversicherung festgelegt, der in der Höhe so bemessen ist, das eine Rente in der ober angestrebten Höhe erreicht wird. Die Differenz des Beitrags, der in der Höhe den des Beitrags des Mindestlohnes übersteigt, wird vom Arbeitgeber getragen. Der wiederum kann die Mehrkosten als Betriebskosten ( oder wie auch immer ) geltend machen.
Das würde nicht teurer sein als die vom Sozialminister Heil vorgeschlagene Lösung.
Allerdings wesentlich einsichtiger für alle Arbeitnehmer.


Ich fürchte, ich bin zu blond, um deinen Vorschlag nachfragsfrei nachvollziehen zu können.

Wenn für alle AN ein Mindestbeitrag etabliert wird, der eine Höhe der Rente von ca. EUR 900.- garantiert, dann wird im Fall der gering Gehalt beziehenden Teilzeitkaft der AG den höheren Teil der Rentenzahlung leisten müssen, richtig? Den kann er dann als Betriebskosten o. Ä. steuerlich anteilig geltend machen. Ja nach Höhe der zusätzlichen Leistung könnte der Beitrag des AG dadurch nicht ausgeglichen werden, sondern nach wie vor eine Zusatzbelastung darstellen? Richtig? Kann sich das ein kleiner oder mittelständischer Betrieb leisten, oder will er sich das leisten? Vor die Qual der Wahl gestellt, würde ich an deren Stelle hart kalkulieren, ob sich angesichts der gestiegenen Kosten, nicht doch besser die Anstellung einer Vollzeitkraft lohnt, oder sich die anfallende Arbeit auf kurzfristige saisonale Beschäftigung verteilen lässt. Wie sieht das eigentlich bei EUR 400.- Jobs aus? Da dürfte die Zusatzleistung, wenn auch zeitlich limitiert, des AGs eine beachtliche Höhe erreichen, um letztendlich auf 900.- Rente zu gelangen.

Nehmen wir Selbstständige. Nach deinem Modell ist der Selbstständige sein eigener AG, sprich sie/er muss für die Rentenleistung komplett selbst aufkommen.
Oder wird in dem Fall der Staat im Bereich Rentenleistung quasi zum AG und übernimmt anteilig die Kosten, um die garantierte Rente auf diese fiktiven EUR 900.- aufzustocken?

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Wähler » Mi 27. Feb 2019, 08:02

SZ 23. Februar 2019 Bundesfinanzminister Olaf Scholz lehnt eine Bedürftigkeitsprüfung bei der geplanten Grundrente für Geringverdiener ab
https://www.sueddeutsche.de/news/politi ... -99-104296
"..,sagte der Sozialdemokrat der "Rheinischen Post". "Im Streit mit CDU und CSU, die auf der Bedürftigkeitsprüfung bestehen, geht es doch um die Frage: Bekommen nur 100.000 Menschen die Grundrente - oder drei bis vier Millionen?""
Die SPD macht einen auf Quote. ;)
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)

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