Neuwahlen oder was?

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Was würdet ihr präferieren ud warum?

Umfrage endete am Mi 10. Jul 2019, 19:30

Neuwahlen
19
56%
Neue Jamaika-Sondierungen
4
12%
Eine unionsgeführte Minderheitsregierung.
6
18%
Die SPD soll sich besinnen und weiter so.
5
15%
 
Abstimmungen insgesamt: 34
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon imp » So 10. Feb 2019, 19:40

unity in diversity hat geschrieben:(10 Feb 2019, 19:38)

Wenn die SPD der Beriebsrat der Republik werden will, muß sie sich mit Union und FDP anlegen. Das wäre nur der Kampf um ein sinnvolles Gleichgewicht.
Das dürfen die nicht, weil ansonsten das universelle Mundzukleb-Argument greift, die seien kommunistischer Umtriebe verdächtig.

Eine SPD, die man irgendwelcher Lebenszeichen verdächtig, könnte glatt aus Versehen ein paar Wähler gewinnen. Glaub ich aber eher nicht mehr dran.
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon sünnerklaas » So 10. Feb 2019, 20:52

imp hat geschrieben:(10 Feb 2019, 19:40)

Eine SPD, die man irgendwelcher Lebenszeichen verdächtig, könnte glatt aus Versehen ein paar Wähler gewinnen. Glaub ich aber eher nicht mehr dran.


Mit dem Thema Rente könnte die SPD punkten. Es geht ja unter anderem darum, dass Leute, die trotz 35 Jahren Erwerbstätigkeit nur eine geringe Rente erhalten und aufstocken müssen, der regelmässige Gang zum Sozialamt und die regelmässige Bedürftigkeitsprüfung erspart bleibt. Und es heisst ja nicht nur bei ihnen "Hosen-Runter", sondern auch bei Ehepartnern und Lebensgefährten. die mit ihnen zusammen leben.
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon imp » So 10. Feb 2019, 20:56

sünnerklaas hat geschrieben:(10 Feb 2019, 20:52)

Mit dem Thema Rente könnte die SPD punkten. Es geht ja unter anderem darum, dass Leute, die trotz 35 Jahren Erwerbstätigkeit nur eine geringe Rente erhalten und aufstocken müssen, der regelmässige Gang zum Sozialamt und die regelmässige Bedürftigkeitsprüfung erspart bleibt. Und es heisst ja nicht nur bei ihnen "Hosen-Runter", sondern auch bei Ehepartnern und Lebensgefährten. die mit ihnen zusammen leben.

Der typische SPD-Wähler ist eher kein Sozialfall sondern knapp drüber und eher von Aufstiegshoffnungen geprägt. Der kennt Schicksalsfälle und Industriewandel nur so, dass sowas anderen Leuten passiert. Solche Menschen lehnen "Rentengeschenke" eher ab. Tatsächlich ist es überwiegend ein Schiebespiel zwischen den Töpfen. Ob sie nun ALG II auf Steuer bekommen oder "Rente höher als der Beitrag es rechtfertigt".
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon sünnerklaas » So 10. Feb 2019, 21:02

imp hat geschrieben:(10 Feb 2019, 20:56)

Der typische SPD-Wähler ist eher kein Sozialfall sondern knapp drüber und eher von Aufstiegshoffnungen geprägt. Der kennt Schicksalsfälle und Industriewandel nur so, dass sowas anderen Leuten passiert. Solche Menschen lehnen "Rentengeschenke" eher ab. Tatsächlich ist es überwiegend ein Schiebespiel zwischen den Töpfen. Ob sie nun ALG II auf Steuer bekommen oder "Rente höher als der Beitrag es rechtfertigt".


Nein, so einfach ist es nicht: beim SPD-Konzept fällt die Bedürftigkeitsprüfung weg, auch das Einkommen des Ehegatten oder Lebenspartners zählt nicht. Es geht also nicht ums Geld. Das Geld zum Aufstocken müsste sowieso aus Steuermitteln aufgebracht werden.
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon imp » So 10. Feb 2019, 21:05

sünnerklaas hat geschrieben:(10 Feb 2019, 21:02)

Nein, so einfach ist es nicht: beim SPD-Konzept fällt die Bedürftigkeitsprüfung weg, auch das Einkommen des Ehegatten oder Lebenspartners zählt nicht. Es geht also nicht ums Geld. Das Geld zum Aufstocken müsste sowieso aus Steuermitteln aufgebracht werden.

Ich denke eben, dass das heute kein SPD-Thema mehr ist. Wer sowas im Kopf hat, denkt wahrscheinlich eher über Linke nach oder wählt gar nicht.
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon sünnerklaas » So 10. Feb 2019, 21:09

imp hat geschrieben:(10 Feb 2019, 21:05)

Ich denke eben, dass das heute kein SPD-Thema mehr ist. Wer sowas im Kopf hat, denkt wahrscheinlich eher über Linke nach oder wählt gar nicht.


Die Linke braucht einen Koalitionspartner. CDU/CSU, AfD und FDP werden den Vorschlag ablehnen.
Übrigens auch so ein Thema, was dann entfällt: die Wohnraumkontrollen, die auch für Rentenaufstocker gelten. So etwas ist entwürdigend und missachtend- vor allem, wenn es Leute trifft, die gearbeitet und Kinder erzogen haben.
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon Tomaner » So 10. Feb 2019, 21:36

imp hat geschrieben:(10 Feb 2019, 20:56)

Der typische SPD-Wähler ist eher kein Sozialfall sondern knapp drüber und eher von Aufstiegshoffnungen geprägt. Der kennt Schicksalsfälle und Industriewandel nur so, dass sowas anderen Leuten passiert. Solche Menschen lehnen "Rentengeschenke" eher ab. Tatsächlich ist es überwiegend ein Schiebespiel zwischen den Töpfen. Ob sie nun ALG II auf Steuer bekommen oder "Rente höher als der Beitrag es rechtfertigt".

Eine Rente von der man einigermaßen leben kann ist kein Geschenk, sondern Menschwürde wenn man sein lebenlang gearbeitet hat. Es is die Entscheidung der Wähler was sie wollen. Wenn Leute die jetzt 500 Euro Rente haben oder Harz4 haben können darauf pfeiffen und AfD wählen. Lieber keine Flüchtlinge als gerechtfertigt mehr Geld. Wenn AfD ein Konzept hat, dann hört man ja was, oder? Oder kommen dann jetzt die wahren Dinge zum Vorschein, wie AfD zum kleinen Mann steht?
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon imp » So 10. Feb 2019, 21:45

Tomaner hat geschrieben:(10 Feb 2019, 21:36)

Eine Rente von der man einigermaßen leben kann ist kein Geschenk, sondern Menschwürde wenn man sein lebenlang gearbeitet hat.

Jeder hat ein Recht, einigermaßen auszukommen, wenn er keine Mittel hat, sich das selbst zu verschaffen. Dafür gibt es Sozialleistungen - u.a. auf Betreiben der SPD skandalös niedrige mit allerlei Schikane drumherum. Daran will die SPD nichts ändern. Stattdessen will sie sich mal wieder am Rentensystem vergehen. Die Idee hinter dem Rentensystem ist eine Umlage aus Einzahlern. Man erwirbt über das lebenslange Einzahlen je nach Dauer und Höhe mehr oder minder viele Punkte im Vergleich zu anderen. Wenn man dann alt ist, darf man im Verhältnis der Punkte Rente haben. Was ein Punkt genau wert ist, liegt an den dann aktuellen Einzahlern. Ein gutes System, bewährt und krisenfest, bis alle möglichen Ingenieure meinten dran rumzuschnippeln. So sehr ich dafür bin, dass jeder, ob alt oder jung, bekommt, was er zum Leben grundlegend braucht und nicht hat, so sehr bin ich gegen Experimente am staatlichen Rentensystem.

Es is die Entscheidung der Wähler was sie wollen. Wenn Leute die jetzt 500 Euro Rente haben oder Harz4 haben können darauf pfeiffen und AfD wählen. Lieber keine Flüchtlinge als gerechtfertigt mehr Geld. Wenn AfD ein Konzept hat, dann hört man ja was, oder? Oder kommen dann jetzt die wahren Dinge zum Vorschein, wie AfD zum kleinen Mann steht?

Als ob die AfD für irgendwas Konzepte hätte.
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon sünnerklaas » So 10. Feb 2019, 22:19

imp hat geschrieben:(10 Feb 2019, 21:45)

Jeder hat ein Recht, einigermaßen auszukommen, wenn er keine Mittel hat, sich das selbst zu verschaffen. Dafür gibt es Sozialleistungen - u.a. auf Betreiben der SPD skandalös niedrige mit allerlei Schikane drumherum. Daran will die SPD nichts ändern. Stattdessen will sie sich mal wieder am Rentensystem vergehen.


Am Rentensystem vergangen hat sich in erster Linie die UNION unter dem Dicken aus Oggersheim. Da erhielten Leute Renten aus der Gesetzlichen Rentenversicherung, die niemals dort eingezahlt und nie Rentenpunkte erworben hatten. Kohl ist sogar durch Osteuropa und die damalige Sowjetunion gereist und hat vollmundige Einladungen ausgesprochen.

Als ob die AfD für irgendwas Konzepte hätte.



In der AfD gibt es zwei Ideen, die absolut unvereinbar sind: die marktradikale, die de facto die Abschaffung der Sozialversichung vorsieht - und die von Höcke.
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon Misterfritz » So 10. Feb 2019, 22:22

sünnerklaas hat geschrieben:(10 Feb 2019, 22:19)

Am Rentensystem vergangen hat sich in erster Linie die UNION unter dem Dicken aus Oggersheim. Da erhielten Leute Renten aus der Gesetzlichen Rentenversicherung, die niemals dort eingezahlt und nie Rentenpunkte erworben hatten. Kohl ist sogar durch Osteuropa und die damalige Sowjetunion gereist und hat vollmundige Einladungen ausgesprochen.
So ist es - resp. war es.
Das wird aber komischerweise nie der CDU angekreidet, sondern die Folgen dessen der SPD. Das ist aber ein Problem, wenn man sich ins Koalitionsboot mit der CDU setzen will ...
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon Iwan der Liebe » So 10. Feb 2019, 23:04

yogi61 hat geschrieben:(10 Feb 2019, 18:49)

Die SPD verabschiedet sich von dem umstrittenen Hartz-IV-System. Der Parteivorstand beschloss am Sonntag auf seiner Klausurtagung in Berlin einstimmig das von SPD-Chefin Andrea Nahles vorgelegte Konzept für eine Reform des Sozialstaats.

Das 17-seitige Konzept ist mit dem Titel „Arbeit-Solidarität-Menschlichkeit. Ein neuer Sozialstaat für eine neue Zeit“ überschrieben. Damit, so betonte SPD-Parteichefin Andrea Nahles, will ihre Partei Hartz IV hinter sich lassen. Verbunden mit der Hoffnung, auch aus dem Umfragetief herauszukommen. „Sozialstaatsreform 2025“ statt „Agenda 2010“, so könnte man es auf eine Kurzformel bringen.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... assen.html

Jetzt geht es in die Verhandlungen mit der Union. :D



Das machen die Sozen nur, weil sie wissen, dass sie es sowieso nicht durchsetzen können. Die erkennen immer, wenn sie schwach sind, ihre "soziale Ader".
van Kessel

Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon van Kessel » Mo 11. Feb 2019, 00:00

Sozis wollen immer irgend etwas regulieren. Christen wollen immer führen und Liberale möchten immer Gesetze. Ein Lob der Partei, welche all dies vereinigt. Dann müsste sich keine Partei mehr den Ar... aufreißen, um wankelmütigen Zeitgenossen von ihren Träumen zu erzählen.

Da fällt mir auf, dass ich ja das Profil einer Einheitspartei darstellte; so war es aber nicht gemeint!
DonTav

Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon DonTav » Mo 11. Feb 2019, 00:28

Wir haben leider an zu viele Punkte in unserem jetzigen System Fehler. Ich denke, jede Parteiführung der jetzigen Politik versucht für sich das beste herraus zu holen. Egal wie es dem einfachen Bürger geht. Hauptsache mir geht es am Ende gut. Ein gutes Zeichen, wäre mal eine Nullrunde bei der Diäten Erhöhung oder sowas... was haben die Bürgerinnen und Bürger??

Wir haben Harz IV, es taugt nichts. Das Rentensystem wird immer weiter gekürzt. Die Mieten explodieren. Der Rechtsapparat hat zu viele Lücken und Schlupflöcher. Das Schulsystem fährt gegen die Wand und und und...

Aber hey aber lasst uns irgendwelche Dinge beschließen, die wir gerade nicht in der Hand haben..
Die SPD sollte echt in gesamtes Konzept überarbeiten und nicht nur dran um Doktoren..
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon Gen_Y » Mo 11. Feb 2019, 00:30

yogi61 hat geschrieben:Das 17-seitige Konzept ist mit dem Titel „Arbeit-Solidarität-Menschlichkeit. Ein neuer Sozialstaat für eine neue Zeit“ überschrieben. Damit, so betonte SPD-Parteichefin Andrea Nahles, will ihre Partei Hartz IV hinter sich lassen. Verbunden mit der Hoffnung, auch aus dem Umfragetief herauszukommen.

Fordern kann man immer viel. Auch schöne Konzepte schreiben.
Am 24.09.2017 wurde der 19. Bundestag für vier Jahre gewählt. Bei den Koalitionsverhandlungen war von Hartz-IV-Abschaffung und 12 Euro Mindestlohn nicht die Rede.

Demokratie ist kein Wunschkonzert.
Merkel wird die Vertrauensfrage nicht stellen.
Genosse Steinmeier hat auch keinen Grund, den Bundestag aufzulösen.
Also bis Oktober 2021 zurücklehnen und genießen.
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon Nightrain » Mo 11. Feb 2019, 01:37

Bei solch einer krassen Abkehr vom Koalitionsvertrag müssten bei der SPD doch eigentlich alle zurücktreten, die den Koalitionsvertrag mit der Union ausgehandelt haben.
"Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen." (Michael Wolffsohn)
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon Tomaner » Mo 11. Feb 2019, 05:24

Iwan der Liebe hat geschrieben:(10 Feb 2019, 23:04)

Das machen die Sozen nur, weil sie wissen, dass sie es sowieso nicht durchsetzen können. Die erkennen immer, wenn sie schwach sind, ihre "soziale Ader".

Erstens muß man mal erkennen, in der SPD gibt es einen wirtschaftlichen Flügel und einen linken. Auch um etwas innerhalb der SPD durchzusetzen, braucht man da Mehrheit. Die die in SPD wirtschaftlich gedacht haben, sind im moment auf Rückzug und Nales wurde eher den linken Flügel zugeschrieben. Vergleicht man was Parteien in den letzten Jahren im Bundestag so eingebracht haben, war dies sozialer als beispielsweise bei CDU. Mindeslohn und schon mal Nachbesserung bei Rente. Ohne SPD wären wir längst bei 70 oder 75 Jahre Renteneintritt, denn FDP und Union haben da kein anderes Konzept. Dies würde die lage extrem verschärfen, weil viele Berufsstände gar nicht so lange arbeiten können. Wohl kaum Dachdecker und in der Industrie würde man sich am liebsten schon Leute entledigen mit 57 Jahren herum. Da werden inzwischen Millionen ausgegeben, wie bei Altersteilzeit und bestimmt nicht wegen der großen sozialen Ader der Arbeitgeberverbände. Mag ja sein das die SPD Fehler gemacht hat, auch das dieser Schritt spät kommt, aber was ist wirklich im Interesse der Arbeitnehmer? SPD jetzt für diesen Schritt abzustrafen und Union, FDP oder gar AfD zu belohnen?
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon sünnerklaas » Mo 11. Feb 2019, 09:48

Tomaner hat geschrieben:(11 Feb 2019, 05:24)

Erstens muß man mal erkennen, in der SPD gibt es einen wirtschaftlichen Flügel und einen linken. Auch um etwas innerhalb der SPD durchzusetzen, braucht man da Mehrheit. Die die in SPD wirtschaftlich gedacht haben, sind im moment auf Rückzug und Nales wurde eher den linken Flügel zugeschrieben. Vergleicht man was Parteien in den letzten Jahren im Bundestag so eingebracht haben, war dies sozialer als beispielsweise bei CDU. Mindeslohn und schon mal Nachbesserung bei Rente. Ohne SPD wären wir längst bei 70 oder 75 Jahre Renteneintritt, denn FDP und Union haben da kein anderes Konzept. Dies würde die lage extrem verschärfen, weil viele Berufsstände gar nicht so lange arbeiten können. Wohl kaum Dachdecker und in der Industrie würde man sich am liebsten schon Leute entledigen mit 57 Jahren herum. Da werden inzwischen Millionen ausgegeben, wie bei Altersteilzeit und bestimmt nicht wegen der großen sozialen Ader der Arbeitgeberverbände. Mag ja sein das die SPD Fehler gemacht hat, auch das dieser Schritt spät kommt, aber was ist wirklich im Interesse der Arbeitnehmer? SPD jetzt für diesen Schritt abzustrafen und Union, FDP oder gar AfD zu belohnen?


Inzwischen merken viele, dass die hoch gepriesene Marktwirtschaft nicht überall funktioniert. Im Verkehrswesen funktioniert sie nicht, im Bereich Versorgungsinfrastruktur nicht, auf dem Arbeitsmarkt funktioniert sie auch nicht.
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon Jo33 » Mo 11. Feb 2019, 12:23

Nightrain hat geschrieben:(11 Feb 2019, 01:37)

Bei solch einer krassen Abkehr vom Koalitionsvertrag müssten bei der SPD doch eigentlich alle zurücktreten, die den Koalitionsvertrag mit der Union ausgehandelt haben.

Das Problem die SPD pfeifft aus den letzten Löchern und gebommt halt grad Riesenpanik, nach dem neuesten Umfragen: In Bayern wäre sie aktuell in diesem Bundesland nur noch mit 6 % vertretten. Die Spd hat Angst in der Versenkung, in der Vergangenheit zu verschwinden, von Volkspartei keine Spur mehr.
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon yogi61 » Mo 11. Feb 2019, 12:32

Jo33 hat geschrieben:(11 Feb 2019, 12:23)

Das Problem die SPD pfeifft aus den letzten Löchern und gebommt halt grad Riesenpanik, nach dem neuesten Umfragen: In Bayern wäre sie aktuell in diesem Bundesland nur noch mit 6 % vertretten. Die Spd hat Angst in der Versenkung, in der Vergangenheit zu verschwinden, von Volkspartei keine Spur mehr.


Ja, ist ja richtig und deswegen muss man einen neuen Kurs einschlagen.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Neuwahlen oder was?

Beitragvon aleph » Mo 11. Feb 2019, 14:08

Neuwahlen sind schwierig zu erreichen. Ich denke, es läuft auf eine Kanzlerin AKK hinaus mit einer Jamaikakoalition.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein. Walter Jens
Economic Left/Right: -2.5 Social Libertarian/Authoritarian: -3.54

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