Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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jorikke
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon jorikke » Sa 9. Feb 2019, 14:34

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:59)

Eben, das meine ich ja. Warum ist das bei der Witwenrente okay, dass sie eine Leistung erhält, die sie nicht erwirtschaftet hat?


Weil für jedermann offensichtlich ist, das Witwen einer Rente bedürfen, während man Einkommen für Lau bei Gutsituierten, begründet in Frage stellen kann.
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Sören74
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 14:42

jorikke hat geschrieben:(09 Feb 2019, 14:34)

Weil für jedermann offensichtlich ist, das Witwen einer Rente bedürfen


Ja wohl eben nicht. Wie ich gelernt habe, wird das sonstige Einkommen mit in der Rentenauszahlung verrechnet.
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jorikke
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon jorikke » Sa 9. Feb 2019, 15:17

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 14:42)

Ja wohl eben nicht. Wie ich gelernt habe, wird das sonstige Einkommen mit in der Rentenauszahlung verrechnet.


So, nun ist es mal gut.
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Maltrino
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Maltrino » Sa 9. Feb 2019, 15:18

jorikke hat geschrieben:(09 Feb 2019, 14:34)

Weil für jedermann offensichtlich ist, das Witwen einer Rente bedürfen, während man Einkommen für Lau bei Gutsituierten, begründet in Frage stellen kann.


Diese Logik ist ja auch jedem hier klar. Aber nun geht es eben darum, dass Herr Heil erkannt hat, dass das bisherige System, wo die Rente von Bedürftigen nach oben aufgefüllt wird, dazu führt, dass Leute die 40 Jahre gearbeitet haben keinen Vorteil haben gegenüber Leuten die nicht gearbeitet haben.

Stilisiertes Beispiel:

Person A hat 40 Melonen gesammelt und ist "nicht bedürftig".
Person B hat 0 Melonen gesammelt und bekommt, da sie bedürftig ist, vom Staat 40 Melonen.

Nun ist Person A aber neidisch weil das Sammeln sich eigentlich nicht gelohnt hat.

Ich glaube wir alle haben die Logik verstanden, dass es laut Meinung vieler hier im Forum "gerecht" ist wenn nur "Bedürftige" Sozialhilfe (oder eben steuerfinanzierte "Grundrente") bekommen. Aber der Preis den man dann dafür zahlt ist halt, dass es sich nicht mehr lohnt eigenes Einkommen zu erzielen oder Vermögen zu erwerben oder zu bekommen. Die Frage die man sich stellen muss ist also: Was ist einem wichtiger? Dass alle das gleiche haben? Oder dass es einen Unterschied macht ob jemand selber verdient oder selber Vermögen hat?

Die fehlende Bedürftigkeitsprüfung sorgt dafür, dass es einen Unterschied macht. Eine Bedürftigkeitsprüfung würde mehr in die Richtung Gleichmacherei gehen, da die Vermögenden von ihrem Vermögen leben müssen während die Bedürftigen Zusatzleistungen bekommen, was langfristig dazu führt, dass sich die Lebensverhältnisse der unterschiedlichen Leute angleichen. Also eigentlich eine sehr linke Forderung. Umso absurder, dass ausgerechnet die FDP das will. Ich will das auch gar nicht werten, vielleicht hat die FDP ja erkannt, dass mit sozialistischen Forderungen, wo reiche Leute enteignet werden, mehr Stimmen zu kriegen sind. Ich wunder mich halt nur...
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » Sa 9. Feb 2019, 15:27

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 14:18)

Okay, das habe ich wirklich nicht gewusst. Wieder was dazu gelernt. :)

Daher mein Tipp:

BEVOR man vorschnell antwortet...wissen was ist...oder informieren.

Und nicht ... vorschnell falsche Dinge äussern. :)

mfg
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Nightrain » Sa 9. Feb 2019, 16:54

Maltrino hat geschrieben:(09 Feb 2019, 15:18)
Diese Logik ist ja auch jedem hier klar. Aber nun geht es eben darum, dass Herr Heil erkannt hat, dass das bisherige System, wo die Rente von Bedürftigen nach oben aufgefüllt wird, dazu führt, dass Leute die 40 Jahre gearbeitet haben keinen Vorteil haben gegenüber Leuten die nicht gearbeitet haben.
Stilisiertes Beispiel:

Person A hat 40 Melonen gesammelt und ist "nicht bedürftig".
Person B hat 0 Melonen gesammelt und bekommt, da sie bedürftig ist, vom Staat 40 Melonen.

Nun ist Person A aber neidisch weil das Sammeln sich eigentlich nicht gelohnt hat.


Eigentlich müsste man doch für alle eine Grundrente auf Sozialhilfeniveau festlegen und darauf dann die selbst erworbenen Ansprüche daraufrechnen. Fehlt nur noch eine passende Formel, die nicht wie jetzt Rentenansprüche zu 100% verfallen lässt, wenn diese unter dem Sozialhilfeniveau liegen. Den gleichen Mist hat man den Bürgern ja auch noch bei der privaten Rente eingebrockt. Da spart einer zusätzlich auch noch z.B. Riester an und bekommt dann nichts davon heraus, weil erst mal die Differenz zur Sozialhilfe aufgefüllt wird.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 9. Feb 2019, 17:52

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 12:20)

Und genau diese Aussage stimmt nicht. Die Erziehung von Kindern wird bei den Rentenansprüchen mit angerechnet, obwohl keine Beitragszahlungen erfolgt sind.

Diese Ansprüche kommen allen Müttern zu Gute . Die Aufstockung der Rente nach Heils Muster nicht .
Dafür hat auch niemand Beiträge abgeführt .
Das man Frauen pro Geburt einen Rentenpunkt anrechnet ist ok .
Wie bist du eigentlich drauf ? einmal beklagts du angeblich zu geringe Renten dann kritisierst du die Mütterrente ?
Es wird glücklicher Weise bei der Mütterrente nicht unterschieden ob eine Frau viel wenig oder nichts verdient hat .
Die Geburt von Kindern hat nichts mit dem Einkommen zu tun .Nochmals für dich, wie die Höhe der Rente berechnet wird.
Pro Beitragsjahr ermittelter Rentenpunkt x Rentenwert z.Zt. 32 ,03 € .Hinzu kommt der KV Anteil der von der
Deutschen Rentenversicherung übernommen wird.
Mütter bekommen pro geborenem Kind zusätzlich einen Rentenpunkt .
Niemanden dem man die Rente aufstockt hat dafür Beiträge entrichtet .
Man kann über die Höhe der Renten streiten nur dann muss man alle Renten einbeziehen ,nicht nur die von AN
die 35 Jahre lediglich Teilzeit oder Stundenweise gearbeitet haben .
Sicher hast du inzwischen bemerkt das dein Hinweis zur Mütterrente einem Eigentor gleichkommt .
Noch ein Hinweis ,weil es Menschen gibt Renten steigen nicht .Ich habe in den Letzten 12 Jahren 12 Rentenerhöhungen erhalten .
Die letzte betrug 3,22 % ,Tat ncht nötig aber davon haben alle Rentner profitiert .
Sinnvoller wäre gewesen die Renten nicht jährlich zu erhöhen sondern die Beitragshöhe zu senken . Das würde heutige AN und Betriebe entlasten .Den Rentner geht es eh besser als jede Rentnergeneration zuvor . Kannst du natürlich,
auf Grund, dass du mit Rentnern wenig in Berührung kommst, nicht wissen .Frage mal deinen Opa oder Ur Opa
was die sich in den ersten 4o Nachkriegsjahren als Rentner leisten konnten .
Rentner hatten 40-45 Jahre oder länger Zeit für`s Rentenalter vorzusorgen Mehr als 97 % der heutigen Rentner haben das
auch in Eigenverantwortung gut gemacht .Deshalb haben wir ja heute die materiell und finanziell am besten versorgteste
Rentnergeneration aller Zeiten .
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon jorikke » Sa 9. Feb 2019, 18:07

Maltrino hat geschrieben:(09 Feb 2019, 15:18)

Diese Logik ist ja auch jedem hier klar. Aber nun geht es eben darum, dass Herr Heil erkannt hat, dass das bisherige System, wo die Rente von Bedürftigen nach oben aufgefüllt wird, dazu führt, dass Leute die 40 Jahre gearbeitet haben keinen Vorteil haben gegenüber Leuten die nicht gearbeitet haben.

Stilisiertes Beispiel:

Person A hat 40 Melonen gesammelt und ist "nicht bedürftig".
Person B hat 0 Melonen gesammelt und bekommt, da sie bedürftig ist, vom Staat 40 Melonen.

Nun ist Person A aber neidisch weil das Sammeln sich eigentlich nicht gelohnt hat.

Ich habe dich verstanden. Herr A beschließt also auf die Lebensleistung von 40 Melonen zu verzichten weil man seiner Frau den nicht Beitrags-erwirtschafteten Bonus von einer tausendstel Melone verweigert.
… und wegen dieser eingebildeten Ungerechtigkeit entleibt er sich womöglich.

Ich glaube wir alle haben die Logik verstanden, dass es laut Meinung vieler hier im Forum "gerecht" ist wenn nur "Bedürftige" Sozialhilfe (oder eben steuerfinanzierte "Grundrente") bekommen. Aber der Preis den man dann dafür zahlt ist halt, dass es sich nicht mehr lohnt eigenes Einkommen zu erzielen oder Vermögen zu erwerben oder zu bekommen. Die Frage die man sich stellen muss ist also: Was ist einem wichtiger? Dass alle das gleiche haben? Oder dass es einen Unterschied macht ob jemand selber verdient oder selber Vermögen hat?

… und vergiss nicht bei einem ganz schlichten Randproblem der Rentenaufstockung das Elbehochwasser zu berücksichtigen.

Die fehlende Bedürftigkeitsprüfung sorgt dafür, dass es einen Unterschied macht. Eine Bedürftigkeitsprüfung würde mehr in die Richtung Gleichmacherei gehen, da die Vermögenden von ihrem Vermögen leben müssen während die Bedürftigen Zusatzleistungen bekommen, was langfristig dazu führt, dass sich die Lebensverhältnisse der unterschiedlichen Leute angleichen. Also eigentlich eine sehr linke Forderung. Umso absurder, dass ausgerechnet die FDP das will. Ich will das auch gar nicht werten, vielleicht hat die FDP ja erkannt, dass mit sozialistischen Forderungen, wo reiche Leute enteignet werden, mehr Stimmen zu kriegen sind. Ich wunder mich halt nur...


Bei dem, was du hier so zusammenschreibst, hoffe ich zu deinen Gunsten, dass du die Fragestellung nicht begriffen hast.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Sören74 » Sa 9. Feb 2019, 18:29

Positiv Denkender hat geschrieben:(09 Feb 2019, 17:52)

Diese Ansprüche kommen allen Müttern zu Gute .


Sie kommen natürlich auch den Vätern zugute, wenn sie an der Kindererziehungszeit beteiligt waren. Nur warum wird ihnen das zur Rentenberechnung gutgeschrieben, wo Sie doch noch vorher geschrieben haben: "Erworben wurden Rentenansprüche durch Höhe und Länge von Beitragszahlungen"?

Positiv Denkender hat geschrieben:Das man Frauen pro Geburt einen Rentenpunkt anrechnet ist ok .


Einfach mal so?

Wenn wir hier Rentenpunkte einfach so aus dem hohlen Bauch heraus verteilen, dann kommen wir bei der Diskussion auf keinen grünen Zweig. Aus subjektiven Gründen kann man jede Form von Rentenzahlung gut finden. Ich möchte wissen, ob diese Gründe auch objektivierbar sind.

Positiv Denkender hat geschrieben:Wie bist du eigentlich drauf ? einmal beklagts du angeblich zu geringe Renten dann kritisierst du die Mütterrente ?


Bitte nicht alles in einen Topf werfen. Mütterrente und die Anrechnung der Kindererziehungszeit für die Rente, die es schon vorher gab, sind nicht dasselbe. Zudem habe in keinem einzigen Wort eine der beiden Regelungen kritisiert. Ich weise hier nur mehrfach auf den Widerspruch von Leuten hin, die gleichzeitig meinen, dass Rentenansprüche nur durch Höhe und Länge von Beitragszahlungen festgelegt sein sollten und gleichzeitig beitragslose Anrechnungszeiten für die Kindererziehung gut finden.

Positiv Denkender hat geschrieben:Es wird glücklicher Weise bei der Mütterrente nicht unterschieden ob eine Frau viel wenig oder nichts verdient hat .


Interessant, da finden Sie es in Ordnung, dass nicht nach Bedürftigkeit gegangen werden soll, aber bei der Grundrente fordern Sie das.

Positiv Denkender hat geschrieben:Die Geburt von Kindern hat nichts mit dem Einkommen zu tun .Nochmals für dich


Seit wann duzen wir uns? ;)

Positiv Denkender hat geschrieben:Pro Beitragsjahr ermittelter Rentenpunkt x Rentenwert z.Zt. 32 ,03 € .Hinzu kommt der KV Anteil der von der
Deutschen Rentenversicherung übernommen wird.
Mütter bekommen pro geborenem Kind zusätzlich einen Rentenpunkt .
Niemanden dem man die Rente aufstockt hat dafür Beiträge entrichtet .


Schön, dass Sie wenigstens das offensichtliche nicht abstreiten.

Positiv Denkender hat geschrieben:Sinnvoller wäre gewesen die Renten nicht jährlich zu erhöhen sondern die Beitragshöhe zu senken . Das würde heutige AN und Betriebe entlasten .Den Rentner geht es eh besser als jede Rentnergeneration zuvor . Kannst du natürlich,
auf Grund, dass du mit Rentnern wenig in Berührung kommst, nicht wissen .Frage mal deinen Opa oder Ur Opa
was die sich in den ersten 4o Nachkriegsjahren als Rentner leisten konnten .


Ist zwar nett, dass Sie mir erklären wollen, mit wem ich wenig oder viel in Berührung komme, aber zurück zum Thema, das Problem ist, dass relativ wohlhabende Rentner mit einer realen Rentenkürzung noch gut zurechtkommen, aber für ärmere Rentner es immer kritischer wird, je mehr man die Höhe eingrenzt. Ich frage mich eher, ob Sie Berührungen, um mal bei den Wort zu bleiben, mit Rentnern haben, die alleine leben und mit 500 Euro oder weniger auskommen müssen?
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Positiv Denkender » So 10. Feb 2019, 00:41

Sören74 hat geschrieben:(09 Feb 2019, 18:29)

Sie kommen natürlich auch den Vätern zugute, wenn sie an der Kindererziehungszeit beteiligt waren. Nur warum wird ihnen das zur Rentenberechnung gutgeschrieben, wo Sie doch noch vorher geschrieben haben: "Erworben wurden Rentenansprüche durch Höhe und Länge von Beitragszahlungen"?



Einfach mal so?

Wenn wir hier Rentenpunkte einfach so aus dem hohlen Bauch heraus verteilen, dann kommen wir bei der Diskussion auf keinen grünen Zweig. Aus subjektiven Gründen kann man jede Form von Rentenzahlung gut finden. Ich möchte wissen, ob diese Gründe auch objektivierbar sind.



Bitte nicht alles in einen Topf werfen. Mütterrente und die Anrechnung der Kindererziehungszeit für die Rente, die es schon vorher gab, sind nicht dasselbe. Zudem habe in keinem einzigen Wort eine der beiden Regelungen kritisiert. Ich weise hier nur mehrfach auf den Widerspruch von Leuten hin, die gleichzeitig meinen, dass Rentenansprüche nur durch Höhe und Länge von Beitragszahlungen festgelegt sein sollten und gleichzeitig beitragslose Anrechnungszeiten für die Kindererziehung gut finden.



Interessant, da finden Sie es in Ordnung, dass nicht nach Bedürftigkeit gegangen werden soll, aber bei der Grundrente fordern Sie das.



Seit wann duzen wir uns? ;)



Schön, dass Sie wenigstens das offensichtliche nicht abstreiten.



Ist zwar nett, dass Sie mir erklären wollen, mit wem ich wenig oder viel in Berührung komme, aber zurück zum Thema, das Problem ist, dass relativ wohlhabende Rentner mit einer realen Rentenkürzung noch gut zurechtkommen, aber für ärmere Rentner es immer kritischer wird, je mehr man die Höhe eingrenzt. Ich frage mich eher, ob Sie Berührungen, um mal bei den Wort zu bleiben, mit Rentnern haben, die alleine leben und mit 500 Euro oder weniger auskommen müssen?

Mit 500,-€ muss niemand auskommen .Dafür tritt die Grundsicherung in Kraft .Nun zu den wohlhabenden Rentnern
[Mod: editiert]
Warum soll einem Rentner/in ,der/die zwar 35 Jahre Beiträge abgeführt hat, aber nur Teilzeit oder stundenweise tätig war
die Rente aufgestockt werden, obwohl der andere Ehepartner eine gute Altersversorgung bekommt Wohneigentum
Geldvermögen oder sonstige Vermögen besitzt . ?
Uns war es immer klar das die Rente meiner Frau nicht üppig ausfallen wird . Das haben wir, wie Zig Millionen andere
Rentnerhaushalte selbst, entschieden .
[Mod: editiert] Nennen sie mir einen alleinstehenden Rentner der vom Berufseintritt bis zum Renteneintrittsalter in Vollzeit tätig
war und nur 500,-€ Rente bekommt . Es geht um Rentenaufstockung nach Vorgaben des Herrn Heil.
Um M
Wer Alleinstehend ist hat sicher die letzten 60 Jahre auch Zeit genug gehabt Geld zu verdienen und Rücklagen zu bilden .
Wenn nicht hat der auch nicht Vollzeit gearbeitet . Rentnern [Mod: editiert]
Was soll eigentlich die ständigen Einspielungen von der Redaktion editiert ?
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am So 10. Feb 2019, 13:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Raskolnikof » So 10. Feb 2019, 12:27

Positiv Denkender hat geschrieben:(10 Feb 2019, 00:41)
Warum soll einem Rentner/in ,der/die zwar 35 Jahre Beiträge abgeführt hat, aber nur Teilzeit oder stundenweise tätig war
die Rente aufgestockt werden, obwohl der andere Ehepartner eine gute Altersversorgung bekommt Wohneigentum
Geldvermögen oder sonstige Vermögen besitzt . ?

Weil bei der Berechnung der gesetzlichen Rente das Einkommen und Vermögen des Ehepartners bzw. der Ehepartnerin unberücksichtigt bleibt. Selbst wenn einer von beiden über eine Villa am Starnberger See verfügen würde mit einem Rolls Royce vor der Tür hat das der Rentenversicherung nichts anzugehen. Und das ist auch richtig so. Wer da neben seiner niedrigen Rente zusätzlich auf Grundsicherung angewiesen ist muss sich die Anrechnung von Vermögenswerten wie bei Hartz IV/Sozialhilfe gefallen lassen. Auch das ist richtig so.
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Positiv Denkender » So 10. Feb 2019, 12:45

Raskolnikof hat geschrieben:(10 Feb 2019, 12:27)

Weil bei der Berechnung der gesetzlichen Rente das Einkommen und Vermögen des Ehepartners bzw. der Ehepartnerin unberücksichtigt bleibt. Selbst wenn einer von beiden über eine Villa am Starnberger See verfügen würde mit einem Rolls Royce vor der Tür hat das der Rentenversicherung nichts anzugehen. Und das ist auch richtig so. Wer da neben seiner niedrigen Rente zusätzlich auf Grundsicherung angewiesen ist muss sich die Anrechnung von Vermögenswerten wie bei Hartz IV/Sozialhilfe gefallen lassen. Auch das ist richtig so.

Die Aufstockung von Renten hat aber nichts mit erworbenen Rentenansprüche zu tun .
Natürlich ist es wurscht wie hoch das Vermögen eines Rentnerhaushalts ist .Die im Berufsleben erworbenen Rentenansprüche
haben nichts mit der privaten finanziellen Situation zu tun .Wäre noch schöner . Es geht um die geplante aufgestockte Rente .
Die hat niemand erworben .
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Raskolnikof » So 10. Feb 2019, 13:01

Ich bin gegen jede Rentenaufstockung. Das wäre ein Schlag ins Gesicht für viele Rentner, die sich die Rente hart erarbeitet haben und gerade so viel Rente erhalten, dass sie keinen Anspruch auf Aufstockung haben.
Sie hierzu auch den ersten Beitrag des Strangs:
viewtopic.php?f=46&t=67741#p4394358
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » So 10. Feb 2019, 13:07

Raskolnikof hat geschrieben:(10 Feb 2019, 13:01)

Ich bin gegen jede Rentenaufstockung.

Ich wäre dagegen durchaus dafür. :)

Bei Bedarf und aus Steuermitteln...

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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Positiv Denkender » So 10. Feb 2019, 13:25

Skull hat geschrieben:(10 Feb 2019, 13:07)

Ich wäre dagegen durchaus dafür. :)

Bei Bedarf und aus Steuermitteln...

mfg

Die Rentenkassen werden eh schon aus Steuergeldern bezuschusst .
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon yogi61 » So 10. Feb 2019, 13:35

Positiv Denkender hat geschrieben:(10 Feb 2019, 13:25)

Die Rentenkassen werden eh schon aus Steuergeldern bezuschusst .


Ja, warum auch nicht? :?:
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Raskolnikof » So 10. Feb 2019, 13:45

Dann kann man auch gleich alles so lassen wie es ist. Rentenaufstockung einzig aus Steuermitteln wäre ok. Aus Steuermitteln wird ja ohnehin die Rente aufgestockt wenn sie nicht reicht. Aber bitte keinesfalls aus der Rentenkasse.
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Skull » So 10. Feb 2019, 14:03

Positiv Denkender hat geschrieben:(10 Feb 2019, 13:25)

Die Rentenkassen werden eh schon aus Steuergeldern bezuschusst .

Das weiss ich doch. :)

Der Staat bezuschusst die, das auch DEINE Rente weiter fliesst. :D

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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Raskolnikof » So 10. Feb 2019, 14:04

Noch besser fände ich ein Sozialsystem wie in Dänemark. Da wird jeder Bürger automatisch vom staatlichen Sozialsystem erfasst. Da gibt es nicht zig Krankenversicherungspaläste und teure Vorstände. Ebenso sieht es bei der Volksrente aus, die aus Steuermitteln finanziert wird.
Ein derartiges System wäre aber wohl für Deutschland zu einfach...
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Re: Die Rentenerhöhungsvorschläge der SPD

Beitragvon Positiv Denkender » So 10. Feb 2019, 16:12

Raskolnikof hat geschrieben:(10 Feb 2019, 14:04)

Noch besser fände ich ein Sozialsystem wie in Dänemark. Da wird jeder Bürger automatisch vom staatlichen Sozialsystem erfasst. Da gibt es nicht zig Krankenversicherungspaläste und teure Vorstände. Ebenso sieht es bei der Volksrente aus, die aus Steuermitteln finanziert wird.
Ein derartiges System wäre aber wohl für Deutschland zu einfach...

Du findest alles besser in Dänemark . Ich nicht . Unsere Sozialsysteme haben sich eigentlich seit über 70 Jahren bewährt .
Wettbewerb fördert Leistung . Ein solches System wäre nicht einfach sondern würde als Einheitsbrei jede Art von Wettbewerb
ausschließen . Zum Glück stehen hier im Lande alle KK im Wettbewerb untereinander . Monopolunternehmen verteuern Waren und Leistungen.

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