38 Grad und seit Monaten kein Regen

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Tom Bombadil
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 10. Jan 2019, 10:23

Otto.F. hat geschrieben:(10 Jan 2019, 00:23)

In ihrem steht lediglich man solle einfach weiter machen, weil es eh nichts bringt.

Das ist lediglich dein logischer Kurzschluss, ebi.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Do 10. Jan 2019, 10:29

Bitte mich (sachlich) korrigieren, wenn ich falsch liege. Nach meinem Verständnis treffen Begriffe wie "Erwärmung" und "Temperaturerhöhung" nicht den ganzen Kern des Problems. Man könnte ja argumentieren: Schön, dann verbleibt ja sogar mehr Energie im Erdsystem. Nutzen wir die doch. Oder auch das Argument mit der schön wieder aufgetauten sibirischen Festlandmasse, die man nun nutzen könne.

Das Problem ist die Energie-Entwertung. Wir haben es mit einem Überhandnehmen entwerteter Energie zu tun. Entropiezuwachs. Zunehemend chaotisches Verhalten. Mit einem Verbrennungsmotor Auto fahren kann man auch so auffassen, dass die verwertbare Energie im Treibstoff als entwertete Wärme-Energie in die Umgebung abgegeben wird.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 10. Jan 2019, 11:02

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Jan 2019, 10:29)

Wir haben es mit einem Überhandnehmen entwerteter Energie zu tun.

Warum ist mehr Energie in der Atmosphäre entwertete Energie?
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Do 10. Jan 2019, 11:08

Im Fach Thermodynamik habe ich nicht so gut aufgepaßt, hatte auch nie eine Anwendung damit zu gestalten. Das also vorweg.

Das Geheimnis scheint mir im Unterschied zu liegen, wo also Energie von einem höheren Energieniveau zu einem niedrigeren abfließt. Die Sonne heizt unseren Planeten auf, und die "Klimagase" verhindern, daß diese Energie ins Weltall abgestrahlt wird. Wir sind leider so beschaffen, daß unser Eiweiß ab >50 °C gerinnt. Das war's dann unsererseits.

In Dauerfrostböden gespeicherte Klimagase werden freigesetzt, bis sie aufgebraucht sind. Dann werden einige -zigtausend Jahre vergehen, in denen die Klimagase fortgetragen werden und die Erde wieder abkühlt, weil Wärmestrahlung von der Erde wieder ins Weltall gelangen kann. Am Ende wird es wieder ein Gleichgewicht von eintreffender Strahlungsenergie von der Sonne und abgesandter Strahlungsenergie von der Erde in den Weltraum.

Praktisch können Sie diese Abläufe in einem Glashaus erleben. Darin steigen Temperaturen im Sonnenschein ins Unerträgliche, bis Sie endlich Türen und Fenster aufreißen und die heiße Luft in die kühlere Umwelt entweicht.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 10. Jan 2019, 11:09

H2O hat geschrieben:(10 Jan 2019, 11:08)

Wir sind leider so beschaffen, daß unser Eiweiß ab >50 °C gerinnt. Das war's dann unsererseits.

Warst du schonmal in der Sauna oder in der Wüste? Ich habe beides überlebt :cool:
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Do 10. Jan 2019, 11:12

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Jan 2019, 11:02)

Warum ist mehr Energie in der Atmosphäre entwertete Energie?


Es ist ja eben nicht einfach irgendwelche Energie mehr in der Atmosphäre sondern eben Wärmeenergie. Und dieses "mehr" auch noch diffus verteilt. "Entwertet" bedeutet. soweit ich es verstanden habe, hier "nicht mehr (ohne Aufwand) in einen früheren Zustand zurückführbar".

Und das setzt sich eben fort. Wenn Gletscher oder Polkappen schmelzen, dann gleichen sich Temperaturunterschiede aus. Auch das ist erstmal ein Entwertungsprozess in dem Sinne, dass dieser Vorgang von ganz allein nicht mehr wieder in der Rückrichtung abläuft. Die Meere steigen an und überfluten Land. Auch hier wirds durch Ausgleich diffus.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Do 10. Jan 2019, 11:18

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Jan 2019, 11:09)

Warst du schonmal in der Sauna oder in der Wüste? Ich habe beides überlebt :cool:

Weil der Mensch schwitzen kann. Die Sauna, Wärme, Verdunstung ist übrigens eins der Lehrbuchbeispiele für die Grund-Gesetze der Thermodynamik. Mit dem Schwitzen führt der Mensch Entropie, entwertete Energie an die Umgebung ab.

Deswegen: Einfach so zu sagen, es wird heiß, die Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt an, bringt immer nur einen Einzelaspekt und jeder Klimaskeptiker weiß sofort eine Gegenantwort. Wenn man aber sagt: Die Entropie des Gesamtsystems Erde nimmt beschleunigt zu, sieht das schon anders aus.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Do 10. Jan 2019, 11:34

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Jan 2019, 11:09)

Warst du schonmal in der Sauna oder in der Wüste? Ich habe beides überlebt :cool:


Ja, bei über 70 °C. Aber irgendwie wollte ich nach ~10 min nicht mehr. Leute sollen in Ihrer Sauna zu Tode gekommen sein, weil der Türmechanismus nicht nachgeben wollte. Anwärter für den Darwin Award.

Und die hier auch:
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/maen ... gsam-78988
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 10. Jan 2019, 11:40

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Jan 2019, 11:12)

"Entwertet" bedeutet. soweit ich es verstanden habe, hier "nicht mehr (ohne Aufwand) in einen früheren Zustand zurückführbar".

Energie gilt imho als entwertet, wenn sie nicht mehr nutzbar ist. In jedem Auto entsteht auch entwertete Energie, durch die Reibung der Teile im Motor und Antrieb und durch die Reibung der Reifen auf der Straße, diese Energie ist nur zum Teil nutzbar, zB. als Autoheizung, der Rest ist zwar Energie, aber nicht nutzbar.

Wenn man aber sagt: Die Entropie des Gesamtsystems Erde nimmt beschleunigt zu, sieht das schon anders aus.

Der physikalische Begriff Entropie ist an die Wärme gekoppelt, mehr Wärme bedeutet mehr Entropie und vice versa, aber was soll das aussagen? Entropie ist ja nicht grundsätzlich schlecht.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Gruwe » Do 10. Jan 2019, 18:33

Teeernte hat geschrieben:(10 Jan 2019, 10:38)

Du hattest widersprochen...

Danke für den Link...

Zitat..


Du solltest vielleicht zumindest die gesamte Zusammenfassung lesen, nicht nur den ersten Satz!

Dass die privaten Kosten der EEG-Anlagen pauschal niedriger seien als die der konventionellen hat genau wer bestritten? Genau, Niemand!

Zitat:
Den Kosten der
EEG-Umlage von ca. 20,4 Mrd. Euro stehen also in 2013 Einsparungen für
konventionell erzeugten Strom von ca. 31,6 Mrd. Euro gegenüber. Dies sparte für die
deutschen Letztverbraucher 2013 insgesamt ca. 11,2 Mrd. Euro ein.


Was genau ist daran für dich unverständlich?
Zuletzt geändert von Gruwe am Do 10. Jan 2019, 18:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Gruwe » Do 10. Jan 2019, 18:35

Senexx hat geschrieben:(10 Jan 2019, 06:07)

Die Argumentation der Klimahysteriker wird immer kurzatmiger und verzweifelter. Kürzlich konnte man lesen, dass die Häufung von kalten und schneereichen Wintern der 60er und 70er Jahre Azsnahmeerscheinungen waren. Jetzt seien wie eher wieder beim Normalzustand.


Also wer bezweifeln will, dass es in Deutschland im Winter immer weniger Schnee gibt, der läuft in der Tat mit Scheuklappen durch die Gegend!

In den 90ern konnte ich im Winter bei uns hier ums Eck noch häufig im Winter rodeln...mit meinem kleinen Sohn muss ich heute wegfahren!
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Senexx » Do 10. Jan 2019, 18:46

Gruwe hat geschrieben:(10 Jan 2019, 18:35)

Also wer bezweifeln will, dass es in Deutschland im Winter immer weniger Schnee gibt, der läuft in der Tat mit Scheuklappen durch die Gegend!

In den 90ern konnte ich im Winter bei uns hier ums Eck noch häufig im Winter rodeln...mit meinem kleinen Sohn muss ich heute wegfahren!

Tja des einen Leid, des anderen Freud.

Ich bin ganz froh drum, dass wieder Normalität eingekehrt ist und wir wenig Schnee haben.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Gruwe » Do 10. Jan 2019, 18:48

Senexx hat geschrieben:(10 Jan 2019, 18:46)

Tja des einen Leid, des anderen Freud.

Ich bin ganz froh drum, dass wieder Normalität eingekehrt ist und wir wenig Schnee haben.


Ja, super...stattdessen haben wir graue Matschepampe! Das ist natürlich um Längen besser!

Was auch immer das mit der Argumentation der "Klimahysteriker" zu tun hat, weißt nun auch nur du.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Senexx » Do 10. Jan 2019, 18:53

Gruwe hat geschrieben:(10 Jan 2019, 18:48)

Ja, super...stattdessen haben wir graue Matschepampe! Das ist natürlich um Längen besser!

Was auch immer das mit der Argumentation der "Klimahysteriker" zu tun hat, weißt nun auch nur du.


Weniger alltagslebensfeindlich als Schnee. Und wir haben auch keinen Schneematsch. Und ich hoffe, dass bald der Frühling kommt. Und dann ein heißer Sommer.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Gruwe » Do 10. Jan 2019, 19:02

Senexx hat geschrieben:(10 Jan 2019, 18:53)

Weniger alltagslebensfeindlich als Schnee. Und wir haben auch keinen Schneematsch. Und ich hoffe, dass bald der Frühling kommt. Und dann ein heißer Sommer.


Ich deute das jetzt mal so, dass die Aussage also nur von Dir so dahin gesagt war! Hätte ich mir aber auch gleich denken können.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Do 10. Jan 2019, 19:24

@ Gruwe:

Der Rettungsanker vieler Leugner der Erderwärmung besteht darin, daß die Erwärmung offenbar einem Rauschvorgang gleicht. Solche Kurven liefert die Wissenschaft. Wenn die Ausschläge der Rauschwerte breiter verteilt sind als der über einen Zeitraum gebildete Mittelwert, dann läßt sich dieser Mittelwert mit einigem Recht anzweifeln. Dann enthält die Meßreihe keine aufregende Botschaft.

Über diese Zappelei der Meßwerte sind wir inzwischen leider doch deutlich hinaus, unser vernickeltes Augenmaß erkennt einen deutlichen Aufwärtstrend. Die Wissenschaft hat Modelle entwickelt aus Einflußgrößen aller Art (Strahlungsleistung der Sonne, Rückstrahlung von der Erde ins All, Einfangen der Rückstrahlung in der Gasschicht der Erde), und das scheint zu passen, mit CO2 aus fossilen Brennstoffen freigesetzt, für die der Mensch mit seiner industriellen Tätigkeit als Verursacher erkannt wurde.

Natürlich gibt es Interessenvertreter der Industrie, die dann ausweichen in frühere Erdzeitalter zwischen Eiszeit und Warmzeiten und Heißzeiten... also alles Quatsch. Aber die wissenschaftlichen Modelle passen zu gut zu den heutigen Meßwerten, um diesen Ausflug durchgehen zu lassen.

Mein Gerede hier soll nur sagen, daß es erneut zu Schnee in Ihrer Gegend kommen kann, Sie also mit Ihrem Kind dort rodeln können; aber das werden immer seltenere Rauschspitzen im Wetter sein... am Erdklima ändert sich nur wenig: Es wird wärmer.

Klar ist aber auch, daß es für die Wissenschaft immer noch sehr schwierig ist, die Zukunft treffsicher voraus zu bestimmen. die künftigen Einflußgrößen sind nicht vollständig vorher zu sagen. Die können Ihnen also nicht sagen: "Kaufe heute einen Rodelschlitten, in 5 Jahren gibt es hier einen schneereichen Winter." Oder: "Das laß' 'mal sein, in den kommenden 30 Jahren gibt es mit Sicherheit keinen Winter mit Schnee in Deiner Gegend." Tja, da schöpfen die Leugner neue Hoffnung... Unbrauchbare Modelle! Ok, man weiß inzwischen, wer das warum sagt, und gut ist's.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon BlueMonday » Do 10. Jan 2019, 21:59

H2O hat geschrieben:(10 Jan 2019, 19:24)

@ Gruwe:

Der Rettungsanker vieler Leugner der Erderwärmung besteht darin,


Leugner ist so ein überkandidelter Begriff eher aus dem religiösen Bereich. Jemand, der sich gegen irgendein kirchliches Dogma der einzig gültigen Wahrheit stellt und eben leugnet. Im wissenschaftlichen Bereich sollte es allenfalls Thesen, Hypothesen, Theorien etc. geben und Raum für Skepsis und Kritik. Der dümmste Begriff dabei ist der des "Klimaleugners". Niemand leugnet, dass es "Klima" gibt. Klima ist schlicht Wetterstatistik über größere Zeiträume.
Dass sich das Klima wandelt, bestreiten wohl auch die wenigsten. Der Streitpunkt ist der Anteil des Menschen am Klimawandel.
Und die Frage, ob man diesen Anteil einfach zurückdrehen könne, indem man aufhört mit dem, was man bisher getan hat, und was dieses Aufhören und Zurückdrehen kosten würde.

Dazu kann man bspw. so etwas lesen:

" Der Mensch ist nur für drei Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich, sagen Klimaskeptiker.

Aber: Wer das sagt, vergleicht Äpfel mit Birnen. Die 97 Prozent CO2-Emissionen, für die angeblich die Natur zuständig ist, gehören zu einem geschlossenen Kreislauf: Menschen, Tiere und Pflanzen atmen Milliarden von Tonnen CO2 aus. Allerdings stehen auf der anderen Seite Pflanzen, die das CO2 (zusammen mit anderen Stoffen) durch die Photosynthese wieder in Blätter und Holz umwandeln. Der biologische Kohlenstoffkreislauf ist geschlossen. „Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre war jahrtausendelang praktisch konstant und steigt erst an, seit wir dem System riesige Mengen an zusätzlichem Kohlenstoff aus fossilen Lagerstätten zuführen“, erklärt Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung."

Q: https://www.focus.de/wissen/klima/tid-8 ... 34329.html

Ja nun, wo kommen denn die "fossilen Lagerstätten" her? Der Mensch hat die ja nun nicht aus dem Nichts erzeugt. Das ist verrottete untergegangene Biomasse (als Teil der Erdmaterie, Kohlenstoff), die dem "natürlichen Kreislauf" längerfristig entzogen war. Und wenn diese Masse irgendwann verbrannt und zur Neige gegangen ist, erst dann ist der "Kreislauf" wieder geschlossen.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Fr 11. Jan 2019, 01:37

Leugner ist so ein überkandidelter Begriff eher aus dem religiösen Bereich

Jeder weiß, was in Verbindung mit der Erderwärmung gemeint ist. Warum nehmen Sie daran Anstoß?

Ja nun, wo kommen denn die "fossilen Lagerstätten" her? Der Mensch hat die ja nun nicht aus dem Nichts erzeugt. Das ist verrottete untergegangene Biomasse (als Teil der Erdmaterie, Kohlenstoff), die dem "natürlichen Kreislauf" längerfristig entzogen war. Und wenn diese Masse irgendwann verbrannt und zur Neige gegangen ist, erst dann ist der "Kreislauf" wieder geschlossen.

Das ist alles ganz richtig und dennoch ein ziemlicher Unfug in Verbindung mit unserer Diskussion über die derzeitige Erderwärmung. Fast habe ich das Gefühl, daß Ihnen das auch bewußt ist. Wenn nicht, dann will ich Ihnen gern die Sache erklären.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tick|Trick|und Track » Fr 11. Jan 2019, 08:50

Die Weltmeere heizen sich einer neuen Studie zufolge immer schneller auf.

Im Fachmagazin „Science“ widersprechen chinesische Forscher der These, dass die Erderwärmung in den vergangenen Jahren eine Pause eingelegt habe ...


Mehr auf https://www.deutschlandfunk.de/studie-w ... _id=965174
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon BlueMonday » Fr 11. Jan 2019, 14:14

H2O hat geschrieben:(11 Jan 2019, 01:37)

Jeder weiß, was in Verbindung mit der Erderwärmung gemeint ist. Warum nehmen Sie daran Anstoß?


Sie wollen wissen, warum ich an Dümmlichkeiten Anstoß nehme? Woran, wenn nicht daran, sollte ein denkender Mensch Anstoß nehmen? Ich habe jedenfalls den Anspruch ein solcher zu sein. Ich hoffe, Sie auch.
Letztlich soll mit dieser Bezeichnung wohl ein ähnlicher Missklang wie beim "Holocaustleugner" hergestellt werden. Das hat alles nichts mehr mit einem sachlichen fairen Diskurs zu tun, wenn man mit diesem Tonfall auftritt. Da soll eben nicht mehr offen diskutiert werden, sondern man ist schon lange - fertig und erleuchtet und der Rest sind Leugner und Häretiker.

Das ist alles ganz richtig und dennoch ein ziemlicher Unfug in Verbindung mit unserer Diskussion über die derzeitige Erderwärmung. Fast habe ich das Gefühl, daß Ihnen das auch bewußt ist. Wenn nicht, dann will ich Ihnen gern die Sache erklären.

Richtig aber Unfug? Was denn nun?

Also noch mal: fossile Brennstoffe sind ja nun offenbar dem "Kreislauf" entzogen, und wenn man der Treibhausgastheorie folgt, hat das ja dann auch Effekte, es fehlt dann CO2 in der Atmosphäre, das sonst "da" wäre. Durch das Verbrennen dieser "fossilen Brennstoffe" wird der gebundene Kohlenstoff wieder in Form von CO2 freigesetzt.
Was wollen Sie mir nun noch dazu erklären?

Es besteht doch wohl die verbreitete Ansicht, dass das Verbrennen von nachwachsenden Bäume ("Holz") im Gegensatz dazu "klimaneutral" wäre. Dabei ist nur der Zeitablauf wesentlich kürzer als beim Verbrennen fossiler Biomasse.
Ein Teil der fossilien Brennstoffe ist nun auch längst verbraucht. Laut der "peak oil"-Hysterie vergangener Tage, müssten die Menschen eigentlich schon auf dem Trockenen sitzen. Jedenfalls, was an fossilem Material verbrannt ist, ist nun mal unwiederbringlich verbrannt. Da ist nichts zurückzudrehen. Es geht nur noch um die verfügbaren Reste. Ob man die nun schlummern lassen sollte bis sie von selbst wieder ihren Kohlenstoff freigeben (Respiration) oder ob man sie früher verwerten sollte.

Wer meint, dass es besser wäre, diese Brennstoffe nicht zu verbrennen, kann das ja bleiben lassen. Man könnte fossile Reservoirs erwerben und dann eben die Kohle, das Öl etc. einfach im Boden belassen. Dafür dürfte doch kein Dollar, kein Euro zu schade sein, schließlich geht es um die "Klimarettung". "Put your money where your mouth is", sagt der Amerikaner bei solchen Gelegenheiten gern. Ok, da droht dann wieder die "Enteignung". Aber dieses Denken wohnt ja im selben Haus des gewaltsamen Interventionismus.
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