Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmahnverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

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frems
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon frems » Mi 21. Nov 2018, 21:58

Raul71 hat geschrieben:(21 Nov 2018, 19:26)

Haben sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie entscheidend die Lage der Messstationen und die willkürlich festgesetzten Messwerte sind?
Selbstverständlich akzeptiere ich ihre Auffassung, aber wenn ich lese, dass man eine Straße sperrt und den Verkehr in eine andere umleitet, was wesentlich mehr Km bedeutet, dann kommt mir die Galle hoch.
Bitte sehen sie es mir nach. Ich finde reine Symbolmaßnahmen, die den normalen Ablauf ins Chaos stürzen, nicht prickelnd.

Naja, das mit den Messstationen ist so eine Sache, klar. Dank Druck der Autolobby hat man sie selbst bei Blockrandbebauung möglichst von Kreuzungen ferngehalten, obwohl dort aufgrund mehrerer Verflechtungen sowie Beschleunigungs- bzw. Abbremsprozessen mit deutlich höheren Werten zu rechnen ist. Ebenso misst man teilweise in 3 Metern Höhe, um die Zahlen noch etwas zu drücken.

Nun gab's einen Aufschrei, weil irgendwo herauskam, dass von tausenden Stationen in Deutschland eine Handvoll doch zwei, drei Meter "zu nah" an Kreuzungen stand, aber die wurden ja vor den aktuellen Normen aufgestellt und dienen nicht der Frage nach Überschreitung der Grenzwerte, sondern der langfristigen Beobachtung der Entwicklung, um den Trend abzusehen. Alles nicht so spektakulär.

Die Galle muss Dir auch nicht hochkommen, wenn einzelne Verkehrsprozesse umgeleitet werden. Die Hutschnur muss auch nicht platzen. Das Problem ist ja nicht die Gesamtmenge der Stickoxiden, sondern eine Konzentration an einzelnen Straßenabschnitten. Daher ist eine Verteilung an sich erstmal nachvollziehbar, um kurzfristige Verbesserungen zu erreichen. Das muss aber natürlich auch überprüft werden, ob sich der Mob dran hält. Bei uns in der Stadt rotieren die Stammtische auch wieder, weil bei zwei Vergleichsmonaten nur bei einer Sperrung eine Reduzierung erreicht wurde, aber bei einer anderen nicht. Monokausale Rückschlüsse sind da wirklich für jeden Statistiker ein Graus, wenn noch nicht einmal banale Daten wie Witterung, Verkehrsmengen, Baustellen, besondere Ereignisse, Fahrzeugtypen usw. berücksichtigt werden. Aber nun denn, eigentlich auch egal, ob gewisse Personengruppen, die berufsempört immer gegen alles sind, nun vor Wut toben.
Labskaus!

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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 22. Nov 2018, 12:05

Raul71 hat geschrieben:Das mache ich. Aber man muss gegen solche weltfremden Urteile durch alle Instanzen gehen.
Aha - und das wären dann welche :?:
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 22. Nov 2018, 13:31

Typisch Politiker - statt sich zur Abwechslung mal an die eigenen Nase zu fassen - labern sie "volksnahe Sprüche" und stellen so mal ganz nebenbei den Rechtsstaat auf den Kopf.

Erfolgreich - "das Volk" sabbert selbst nur dummes Zeug. Statt sich mit Ursache - Wirkung zu befassen, wird stattdessen über die Wirkung lamentiert.

Ein Rechtsstaat - das ist Deutschland zum Glück noch - besteht aus nur drei wichtigen Voraussetzungen :

Die Legislative - das sind Berufspolitiker und Politiker auf Zeit - eine Gutteil davon sind - Die größte im Bundestag vertretene Berufsgruppe stellen mit Abstand die Juristen: 152 Abgeordnete haben das entsprechende Studium ...

Da sollte man eigentlich meinen, das wenigsten die verstehen wie unser aller Rechtsstaat funktioniert - ist das nun Vorsatz oder Dummheit :?:

Nun macht die Legislative schlicht all die schönen Gesetze, die dann von der :

Exekutive mit mehr oder weniger Druck beim "Volk" durchgesetzt werden müssen.

Klappt das nicht so ganz - dann kommt die Jurisdiktion ins Spiel.

Wenn sich also dann später, wenn sich herausstellt - sie, die Legislative hat es vergeigt, die Exekutive den angerichteten Schaden nicht mehr in den Griff bekommt, dann muss die Jurisdiktion ran !

Gleichgültig was so ein Richter privat von den "maßgeschneiderten Gesetzen" hält, er / gern auch sie, kann nix daran verändern und muss schlicht Urteile fällen, die ganz und gar dem Gesetz und alles was daraus folgt basieren. Da ist kein Platz für die vergrätzte Volksseele - da sind lediglich Fakten die es zu beurteilen gilt. Es gibt zwar einen "Rechtsrahmen" nur darf der nicht verlassen werden, nur um der Volksmeinung zu folgen. Wer das nicht kapiert, hat entweder in der Schule nicht aufgepasst oder ist halt unfähig rational zu denken.

Wenn das allerdings nicht nur irgendein Politiker ist der so dumm daherlabert, sondern der zuständige Minister - Hauptverantwortlicher für das was die Legislative verkackt hat, dann ist das Rechtssystem vollends auf den Kopf gestellt.

Da gefährdet gleich einen ganze Folge von Verkehrsministern durch ihr Handeln - eigentlich dessen Abwesenheit - die Mobilität Hunderttausender Bürger - durch eine Gesetzgebung, wie sie dümmer und schlechter nicht sein könnte, um dann "volksnah" über die letzte Instanz, über die Gerichte herzufallen. Ja da gewinnt der Satz "Dümmer geht immer" eine sehr zielgerichtete Bedeutung :mad2:

Die amtierende Justizministerin Katarina Barley (SPD) meint dazu befragt : Was unabhängige Gerichte entscheiden, muss gelten“. Das ist die Grundlage unseres Rechtsstaates. „Es ist die Aufgabe der Politik, Entscheidungen zu treffen, die vor unserer Verfassung Bestand haben“ :thumbup:

Wurde doch bereits 2008 im Bundesumweltministerium festgestellt, das Testverfahren sei ungeeignet - insbesonders im Falle manipulierter Abgaswerte. Diese Erkenntnis verschwand sofort in der Versenkung - politisch zu "brisant". Eigentlich hätten genau die heute Urteilsschelte betreiben, dafür sorgen müssen, dass diese Machenschaften unterbunden werden.

Das "Grauzonen" zwischen Legalität und Illegalität wie eine Einladung wirken, statt korrekt ein gutes Ergebnis zu erzielen, Ergebnisse die nur knapp an der Illegalität vorbeigehen, zu produzieren, ist alleinige Schuld aller der an der Gesetzgebung Beteiligten. Das ist nun die Seite der potentiellen Emittenten - die gesamte in- und ausländische Autoindustrie.

Die Kommunen, die entweder über widerrechtliche Zustände hinweggesehen haben oder schlicht untätig blieben - Teil der Exekutive - beschweren sich nun - Gipfel der Dummheit - ebenfalls über die Gerichtsentscheidungen. Auch sie haben ihre Pflichten zum Teil aufs Gröbste verletzt :dead:

Das muss man alles fein säuberlich ignorieren, um dann "folgerichtig" über den Kläger mit der üblichen dummen Volkswut herzufallen.

Da ich nicht gerne nur inhaltslos herumlabere, habe ich mich mal intensiv diesem "Prüfkomplex" zugewandt. Was man da erfährt (ein elektronisches) Büchlein für 19 €, war mir der "Spas" wert - ist schlicht hanebüchen...

Nur ein Beispiel wie alles zusammenhängt - der Verbrauch - meist niemals der, welcher auf den Prospekten UND der Typengenehmigung entspricht. Das ist recht simpel - 27 von 28 EU-Mitgliedern haben Geschwindigkeitsbegrenzungen um die 110 ... 120 km/h D hat "frei Fahrt" - nur das dort 130 km/h und höher eher eine "normale" und vielfach auch gefahrenen Geschwindigkeit darstellt "fließt" in die Prüfvorschriften und Auswertung überhaupt nicht ein. Klar, doch sonst müssten die Hersteller in den anderen 27 unangenehm höher Verbräuche - inkl. CO2 und alle Schademissionen ausweisen - die dort einfach nicht stimmen. Da ist es eher "opportun" das eben dann für D ebenso zu halten und schlicht "nicht die richtigen Werte" auszuweisen. Das war nur einer von vielen Punkten, wie man sich das Gefährt zurechtlügen kann - völlig legal - weil der Gesetzgeber das ganz genau so wollte.

Nun jetzt, wo diese "Strategie" (der kausale Zusammenhang zwischen Emittenten und gemessener Immission ist unbestreitbar) krachend gescheitert ist, weil man in wenigstens 10 ! langen Jahren praktisch nichts unternommen hat das positiv zu verändern, beschuldigt man wahlweise den berechtigten Kläger und gleich weil man so schön dumm und wütend ist, auch die Justiz :mad2:
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon jack000 » Mi 5. Dez 2018, 16:59

DUH und seine Einnahmen:
Die DUH erhält fast 5 Millionen Euro vom Bund

Der Verein „Deutsche Umwelthilfe“ (DUH) treibt die Autobranche in der Diesel-Debatte vor sich her. Ihren vorerst größten Erfolg feierte die DUH kürzlich in Leipzig, als das Bundesverwaltungsgericht Diesel-Fahrverbote in Städten grundsätzlich möglich machte. Doch wie finanziert sich eigentlich jener Verein, der nicht einmal 300 Mitglieder zählt?

Nicht selten nennen Unternehmen, die mit der DUH in Berührung kommen, diese nur noch den „Abmahnverein“. Und tatsächlich erstreitet sich die Umwelthilfe mit zweifelhaften Klagen gegen Auto- oder Möbelhäuser Millionenbeträge. Dabei ist es der DUH nicht zu perfide, selbst dann zu klagen, wenn auf einer Ausweisung der Energiebilanz allein die Schriftgröße nicht den offiziellen Vorgaben entspricht. Im Jahr 2016 hat die Umwelthilfe auf diesem Weg nach eigenem Jahresbericht über 2,5 Millionen Euro eingesackt. Nannte die DUH jene Posten bislang doch recht dreist „Einnahmen aus Verbraucherschutz“, spricht sie in ihrer jüngsten Ausweisung von „Erträgen aus ökologischer Marktüberwachung“. Knapp ein Drittel des DUH-Etats machten die Einnahmen aus den Abmahnwellen zuletzt aus.

Thema öffentliche Fördergelder
Doch damit ist jener Block nur die zweitgrößte Einnahmequelle der DUH. Noch einmal deutlich mehr kassiert der Verein an öffentlichen Fördergeldern. 2016 waren es 4 244 730 Euro. Offizielle Zahlen für 2017 weist die DUH noch nicht aus. Doch der fraktionslose Bundestagsabgeordnete Mario Mieruch wollte es neulich genauer wissen und stellte im Parlament die Anfrage, in welcher Form und in welchen Projekten die Bundesregierung oder ihre Ministerien mit der Deutschen Umwelthilfe zusammenarbeiten. Die Antwort darauf lieferte die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) am 7. Februar 2018.

Aus der offiziellen Drucksache des Bundestags geht hervor, dass die DUH bei den Bundesministerien für Bildung und Forschung, Verkehr und digitale Infrastruktur, Umwelt sowie Wirtschaft und Energie Projektfördertöpfe angezapft hat. Eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums sagte auf Anfrage von „kfz-betrieb“, dass es sich dabei „um zweckgebundene Vorhaben im Rahmen spezifischer Förderprogramme“ handle. Von einer „Zusammenarbeit“ könne aber keine Rede sein, da die DUH keine Leistung im Auftrag des Ministeriums erbringe.

4,9 Millionen Euro durch den Bund
In einem zweiten Schritt listete Schwarzelühr-Sutter alle Projekte auf, für die die DUH aktuell Fördermittel kassiert. Insgesamt ergibt sich eine Summe von rund 4,9 Millionen Euro. Die Projekttitel lesen sich dabei teils äußerst nebulös. Beispielsweise bekommt der Verein für Aktivitäten rund um das Thema „Grün- und Freiflächen in der Sozialen Stadt“ 182 672 Euro. Was kann man sich darunter vorstellen? „kfz-betrieb“ fragte bei der DUH nach und bekam folgende Antwort: „Im Projekt „Grün- und Freiflächen in der Sozialen Stadt“ sollen Anwohnerinnen und Anwohner in benachteiligten Quartieren die Chance haben, die Entwicklung im eigenen Stadtteil mitzubestimmen und Projekte umzusetzen.“ Ziel sei es unter anderem, damit zur „Gesundheit, Bildung, Integration und dem sozialen Zusammenhalt der Beteiligten“ beizutragen.

Ein anderes Projekt ist die sogenannte „Informationskampagne Stickstoff“. Dafür fließen 149 934 Euro in die DUH-Kassen. Sie soll dem Verein zufolge „die Entwicklung einer nationalen Strategie zur Minderung von umwelt- und gesundheitsschädlichen Stickstoffemissionen kritisch unterstützend begleiten und dazu beitragen, dass diese Strategie der Zielsetzung einer wirksamen Emissionsminderung gerecht wird und im Hinblick auf die größten Verursacher – Landwirtschaft, Verkehr, Energieerzeugung und Industrie – zu konkreten Maßnahmen führt.“ Die vollständige Liste der geförderten Projekte zeigt das angehängte offizielle Bundestags-Dokument.

Projekte sollen „Meinungsbildungsprozess“ unterstützen
Doch wie kommt die DUH überhaupt an derart lukrative Projekte heran? Grundsätzlich vergeben die Ministerien ihre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in einem offen ausgeschriebenen Wettbewerbsverfahren. Laut Bundesumweltministerium gilt die Umwelthilfe als „eine anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigung“, die sich als solche um Förderung bewerben kann. Jede Projektförderung von Verbänden diene dem Zweck, „den Meinungsbildungsprozess der Zivilgesellschaft in seiner gesamten Pluralität zu unterstützen. Es handelt sich also um die Förderung von Projektvorschlägen von Nichtregierungsorganisationen.“
Heißt konkret: Die DUH kann selbst Vorschläge machen, wofür sie gerne Fördergelder hätte. „Falls ein Antragsteller förderberechtigt ist, der Antrag dem Förderzweck entspricht und die Förderziele erreichen kann, spricht zunächst einmal nichts gegen eine Förderung“, so eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums.

Gerechtfertigte Förderung oder Selbstbedienungsladen?
Bei Summen von insgesamt knapp 5 Millionen Euro sollte eine strikte Zielkontrolle selbstverständlich sein. Das Bundesumweltministerium sagt dazu: „Die Verwendung der Fördermittel muss nachgewiesen werden: Zum Projektende und, bei längeren Laufzeiten, teilweise auch in Zwischenschritten.“ Dabei gehe es um den buchhalterischen Nachweis sowie um „einen dokumentierenden Nachweis durchgeführter Maßnahmen und begleitender Öffentlichkeitsarbeit“.

Die Meinungen darüber, ob diese Kontrolle ausreicht, gehen auseinander. Mario Mieruch, der den Antrag im Bundestag gestellt hatte, äußerte auf Anfrage von »kfz-betrieb« seine Zweifel. „Bei mir ist der Eindruck entstanden, dass viele kleine Vereine und Organisationen mit hochtrabend wissenschaftlichen Projekttiteln irgendwie das Gleiche machen, aber jeder für sich Fördergelder einstreicht. Vieles mutet wie ein riesiger Selbstbedienungsladen an“, so der fraktionslose Politiker. Oft habe das aus seiner Sicht nichts mit wissenschaftlicher Arbeit zu tun. „Am Ende zahlt der Verbraucher die Zeche, mit Förder-Steuergeldern, mit Gerichtskosten für Umweltklagen, mit möglicherweise höheren Mineralölsteuern bzw. dem drohenden Wegfall der Diesel-Subventionierung – wenn man das überhaupt so bezeichnen kann –, Fahrverboten oder heftigen Wertverlusten“, so Mieruch.

Anders sehen das die Grünen
Ein Sprecher der Bundestagsfraktion der Partei sagte im Gespräch mit „kfz-betrieb“: „Die DUH ist ein verlässlicher Partner. Wir haben keine Zweifel daran, dass die Förderung ihrer Projekte gerechtfertigt ist.“ Dabei verwies der Sprecher darauf, dass der Bundesrechnungshof jede Art der Förderung prüfe. Diese These stützt auch Professor Stefan Baumgärtner, der an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg den Lehrstuhl für Umweltökonomie und Ressourcenmanagement leitet. „Die bei den Ministerien eingereichten Projektvorhaben werden normalerweise von unabhängigen Fachgutachtern bewertet. Eine Förderung erfolgt nur nach positiver fachlicher Begutachtung. In so einem Verfahren ist es nahezu unmöglich, eine Förderung zu erhalten, wenn man keine fachlich überzeugende Leistung erbringt“, erklärte der Wissenschaftler auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Ihm erscheinen die Projekte der DUH als „seriös und im Sinne der Umwelt.“

Eine genaue Beurteilung der Arbeit der Deutschen Umwelthilfe trauen sich aber beide Lager nicht zu, sowohl Mieruch als auch die Grünen und Professor Baumgärtner gaben an, dafür die einzelnen Details nicht genau genug zu kennen.

[...]
Was genau die DUH mit all dem Geld anstellt, lässt sich im Detail kaum nachverfolgen. In ihrem Jahresbericht für 2016 weist die Organisation aus, dass sie exakt die 8 115 674 Euro ausgegeben hat, die sie auch eingenommen hat. Der Anschein des gemeinnützigen Vereins will schließlich gewahrt sein. Als „Ausgabe“ bezeichnet die DUH aber beispielsweise auch ihren eigenen Jahresüberschuss von 72 273 Euro. Dieser sei in die eigenen Rücklagen geflossen. Die Eigenkapitalquote der Deutschen Umwelthilfe liegt nach eigenen Angaben bei etwa 15 Prozent des Jahresbudgets.

Wie in einem Wirtschaftunternehmen: gute Mitarbeiter werden ebenso bezahlt
Mit 12 Prozent gab die DUH 2016 übrigens einen nicht unerheblichen Teil ihres Budgets für „allgemeine Geschäftskosten“, sprich vor allem Gehälter aus. Aktuell beschäftigt der Verein insgesamt 100 Personen, sechs davon außertariflich. Die Bezahlung für die tariflich angestellten Vollzeit-Mitarbeiter orientiert sich am öffentlichen Dienst, das Durchschnittsgehalt jener Gruppe lag zuletzt bei 49 303 Euro. Wesentlich mehr erhalten die sechs außertariflich Beschäftigten: Ihr Durchschnittsgehalt betrug zuletzt 110 334 Euro. Angaben zu einzelnen Gehältern macht die DUH „aus Gründen des Datenschutzes“ nicht.

http://www.auto.de/magazin/fuer-diese-p ... HR4k7w6vKU
Nun, gegen die Einnahmen aus der Tätigkeit als Abmahnverein kann man rechtlich nichts machen aber aus welchem Grund bekommt so ein Laden Geld vom Steuerzahler???
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon jack000 » Mi 5. Dez 2018, 17:05

Aber auch die Einnahmen bröckeln:
Den Diesel-Klägern von der Umwelthilfe laufen die Geldgeber weg

Die Umwelthilfe steht im Zentrum der Dieselfahrverbote. Nun springen ihr reihenweise die Sponsoren ab. Nach Krombacher jetzt Toyota. Und auch Daimler ist nicht mehr dabei – was der DUH-Chef offenbar gar nicht wusste.

Krombacher wollte nicht mehr, jetzt zieht Toyota nach: Wie die Brauerei beendet zum Jahresende auch der japanische Automobilhersteller die Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die derzeit durch ihre Klagen vor diversen Verwaltungsgerichten ein Dieselfahrverbot nach dem anderen durchsetzt.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... -W_WLemjwY
Nun, die Masse der Einnahmen kommt ja vom Staat und Abmahnungsabzocke. Aber trotzdem eine gute Entwicklung, denn jetzt liegt dieser "Verein" im Focus und auch die Gemeinnützigkeit steht ja auf dem Spiel => Dann fallen doch die Steuergelder für die auch weg?
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 5. Dez 2018, 19:26

Dann müssen sie (falls das passiert - was eher unwahrscheinlich ist) ihre Einnahmen wie ein Unternehmen versteuern. Unternehmen haben, wie wir alle wissen, reichlich Gelegenheiten völlig legal ihre Steuerlast zu "gestalten".

Um sie komplett "auszuschalten", den Boten mit der schlechten Nachricht wie üblich zu enthaupten (ohne das dies an der Ursache nur das geringste ändern würde) müssten die DUH ihr Verbandsklagerecht verlieren. Falls das nicht einen größeren Aufstand auslöst (was sehr wahrscheinlich wäre), springt einfach einer der übrigen Verbände ein.

Wie man sich nur so kleinlich über etwas freuen kann - verlieren die Gegner doch nun tatsächlich eines ihrer gern genommen Argumente DUH würde die Autoindustrie schonen oder was da sonst noch für Blödsinn grassiert.

Das ganze zeigt welche Kräfte da am Werk sind. Denen geht das was eine völlig aus dem Ruder gelaufene Politik und Umgang mit geltenden Gesetzen völlig am "Allerwertesten" vorbei und der dumme P.... applaudiert noch dazu. Nach dem Motto "seht wie weh mir der Schuss ins Knie doch tut - ich schieße mir nun gleich noch ins andere Knie - das wird euch zeigen wie weh mir das tut".

Ach ja ich hätte da mal eine Frage - wie viel Geld bekommt die DUH eigentlich vom Staat - ich möchte mich auch aufregen können.... ;)
HIER sehe ich jedenfalls keine Steuergelder ...
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon imp » Do 6. Dez 2018, 08:35

immernoch_ratlos hat geschrieben:(05 Dec 2018, 19:26)

Dann müssen sie (falls das passiert - was eher unwahrscheinlich ist) ihre Einnahmen wie ein Unternehmen versteuern. Unternehmen haben, wie wir alle wissen, reichlich Gelegenheiten völlig legal ihre Steuerlast zu "gestalten".

Um sie komplett "auszuschalten", den Boten mit der schlechten Nachricht wie üblich zu enthaupten (ohne das dies an der Ursache nur das geringste ändern würde) müssten die DUH ihr Verbandsklagerecht verlieren. Falls das nicht einen größeren Aufstand auslöst (was sehr wahrscheinlich wäre), springt einfach einer der übrigen Verbände ein.

Das sind eben kleinkarierte Rache-Reflexe. Die DUH hat immer wieder auch Firmen kritisiert und verklagt, mit denen sie eine Projektzusammenarbeit oder einen Sponsoring-Vertrag hat. Die Struktur der Sponsoren hat sich immer wieder verändert.

Übrigens sind auch sogenannte gemeinnützige steuerbegünstigte Vereine, Stiftungen und Firmen (zB gGmbH) nicht pauschal von Steuern befreit. Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb über einer Bagatellgrenze sind in jedem Fall zu versteuern. Sie können, anders als steuerbegünstigte Zuwendungen (Spenden, Beiträge) ohne Zweckbindung frei verwendet werden.

Ach ja ich hätte da mal eine Frage - wie viel Geld bekommt die DUH eigentlich vom Staat - ich möchte mich auch aufregen können.... ;)
HIER sehe ich jedenfalls keine Steuergelder ...

Die Zuweisungen aus Geldauflagen kann man im weitesten Sinne dem staatlichen Handeln zuordnen.

Dieser ganze Enteignungs-Populismus ist einfach nur lächerlich.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Russin93 » Do 6. Dez 2018, 23:11

Wollte hier nur mal anmerken, dass Stickoxide nicht gesund sein sollen.

https://www.mdr.de/wissen/umwelt/diesel ... en100.html
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Raul71 » Fr 7. Dez 2018, 01:41

Russin93 hat geschrieben:(06 Dec 2018, 23:11)

Wollte hier nur mal anmerken, dass Stickoxide nicht gesund sein sollen.

https://www.mdr.de/wissen/umwelt/diesel ... en100.html

Man kann den Unsinn nicht mehr hören und lesen. Im Vergleich zu den Zigaretten ist die Gefahr lächerlich. Schauen sie auch mal den Stickoxyd-Ausstoß der Schifffahrt an.
https://www.swr.de/swraktuell/Stickoxid ... l-100.html
Ich würde die willkürlich festgesetzten Grenzwerte, die durch entsprechende Aufstellungen der Messgeräte zu entsprechenden Ergebnissen führen, leicht erhöhen und alle Probleme wären erledigt. Reine Abzocke. Maßnahmen wie Fahrverbote völlig sinnlos. Sie führen dazu, dass Raucher aus Frust noch mehr rauchen. Dadurch gibt es natürlich entsprechend mehr Todesfälle. :(
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon imp » Fr 7. Dez 2018, 07:37

Russin93 hat geschrieben:(06 Dec 2018, 23:11)

Wollte hier nur mal anmerken, dass Stickoxide nicht gesund sein sollen.

https://www.mdr.de/wissen/umwelt/diesel ... en100.html

In ausreichender Menge ist vieles tödlich. Geringe Mengen über lange Zeiträume bringen es aber manchmal auch.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon jack000 » Sa 8. Dez 2018, 18:24

Nach dem Abspringen der Autofirmen - Die Schlinge zieht sich weiter zu:
CDU will Gemeinnützigkeit der Deutschen Umwelthilfe prüfen lassen

Geht es nach den Delegierten des CDU-Parteitags soll die Deutsche Umwelthilfe keine Mittel mehr aus dem Bundeshaushalt bekommen. Auch die Gemeinnützigkeit des Vereins stellt die CDU infrage. Die Umwelthilfe reagiert empört.

ie CDU stellt die Gemeinnützigkeit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) infrage. Es solle geprüft werden, ob die DUH „noch die Kriterien für die Gemeinnützigkeit erfüllt“, heißt es in einem am Samstag auf dem CDU-Parteitag in Hamburg beschlossenen Antrag.

Die Partei will sich zudem dafür einsetzen, dass der Verein keine Mittel mehr aus dem Bundeshaushalt bekommt. In der Bundesregierung solle die CDU ebenso wie die Unionsfraktion im Bundestag darauf hinwirken, „dass bereits etatisierte Mittel, die noch nicht verbindlich zugesagt wurden, mit einem Sperrvermerk versehen werden und in künftigen Haushalten keine Mittel mehr für die DUH etatisiert werden“. Die Deutsche Umwelthilfe kritisierte den Beschluss der Partei als „erschreckend und bedenklich“.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... erden.html
Tja, warum sind die denn so empört wenn deren Gemeinnützigkeit geprüft werden soll? Haben die vor irgendwas Angst?
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Alexyessin » So 9. Dez 2018, 17:56

jack000 hat geschrieben:(08 Dec 2018, 18:24)

Nach dem Abspringen der Autofirmen - Die Schlinge zieht sich weiter zu:

https://www.welt.de/politik/deutschland ... erden.html
Tja, warum sind die denn so empört wenn deren Gemeinnützigkeit geprüft werden soll? Haben die vor irgendwas Angst?


Um die Gemeinnützigkeit entscheiden keine Parteien sondern Finanzämter. Und das sich bei der DUH gegen diese Einflussnahme zur Wehr gesetzt wird ist verständlich. Vor allem wenn erkennbar ist aus welcher Ecke das kommt.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon jack000 » So 9. Dez 2018, 19:31

Alexyessin hat geschrieben:(09 Dec 2018, 17:56)

Um die Gemeinnützigkeit entscheiden keine Parteien sondern Finanzämter.

So ist es, daher wurde es auch an die entsprechend richtige Adresse adressiert.

Und das sich bei der DUH gegen diese Einflussnahme zur Wehr gesetzt wird ist verständlich.

Ja, schrieb ich ja auch, das es offensichtlich verständlich ist. Wenn man nix zu verbergen hat, hat man auch nichts zu befürchten.

Vor allem wenn erkennbar ist aus welcher Ecke das kommt.

Aus welcher Ecke kommt es denn?
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Flaschengeist » So 9. Dez 2018, 19:43

Zinnamon hat geschrieben:(21 Nov 2018, 15:07)

Der Dieselskandal - ein Schauspiel mit einer unendlich erscheinenden Anzahl von Akten, bei denen die Akteure aus Wirtschaft und Politik uns nachhaltig und in allen Facetten seit Jahren vorführen, dass sie auf die Gesundheit und Zukunft des Volkes, von dem sie Leben, sch.. nicht so viel Wert legen.

Während es Deutschland trefflich verstand, sich das Image eines Vorreiters in Sachen Umweltschutz zu verleihen, waren wir es, die ein ums andere Mal entsprechende Vorstösse aus Brüssel blockierten. Es waren unsere Politiker, die sich durch ihr bis heute währendes laissez faire eine Autoindustrie herangemästet haben, die sich nicht nur jeden Betrug am Kunden und Wähler leisten kann, sondern auch keinerlei Dringlichkeit darin sehen muss, den anstehenden Strukturwandel der Antriebssysteme anzugehen. Hier haben uns andere schon abgehängt.

Die einzige Reaktion auf den Betrug am Kunden und die illegal hohe Verpestung unserer Umwelt war ein erneutes Konjunkturpaket für die Verursacher zu Lasten der Betrogenen. Mehr ist da nicht zu erwarten. Ausser dem Anheben der Grenzwerte vielleicht.

Und genau hier setzt die Daseinsberechtigung der Deutschen Umwelthilfe an. Weil von Wirtschaft und Politik nicht mehr zu erwarten ist, als das, was wir in den letzten Jahren vorgeführt bekamen. Sie hilft dort, wo Wirtschaft und Politk unsere Gesundheit und Zukunft ebenso nachhaltig ignorieren wie die Gesetzeslage. Einer muss es ja tun.

Die alten Grünen lösen die AfD als neue Protestpartei ab. Möglicherweise, weil man diese ungeerdeten Raffgeier ohne jeden Bodenkontakt und jedes Gewissen einfach nicht mehr unkontrolliert gewähren lassen kann. Auswüchse der Grünen würden ja ohnehin durch den Koalitionspartner zurechtgestutzt, genauso wie umgekehrt.

;)


Das erstaunliche ist doch. Je sauberer die Luft wird, umso hysterischer reagieren die Umweltverbände.

Ich war dieses Jahr im EU Land Bulgarien. Man könnte meinen dort gelten die selben Standarts. Dort scheint es aber andere oder keine Messstationen in den Städten zu geben.



Weihnachtsbeleuchtung mit Kerzen wird vermutlich von der EU auch bald verboten.
„Nur in Deutschland wird mir vorgeworfen, ich wäre deutschfreundlich“ :)

Christopher Clark
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon frems » So 9. Dez 2018, 20:23

Flaschengeist hat geschrieben:(09 Dec 2018, 19:43)
Ich war dieses Jahr im EU Land Bulgarien. Man könnte meinen dort gelten die selben Standarts. Dort scheint es aber andere oder keine Messstationen in den Städten zu geben.

Wie willst Du denn dies beurteilen können? Mit dem Blick aus dem Fenster bei einer willkürlichen Straße? :D

Gegen zahlreiche EU-Mitgliedern laufen Vertragsverletzungsverfahren. Bulgarien gehört aufgrund der Feinstaubwerte dazu: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-18-3450_en.htm

Stickoxide sind dort offensichtlich kein so großes Problem wie im Dieselland Deutschland, zumal der Anteil des Straßenverkehrs an den NOx-Emissionen dort nicht einmal 25% betragen. Das ergaben nämlich Messungen: https://www.eea.europa.eu/themes/air/ai ... -factsheet

Aber klar, vermutlich alles erfunden. Schließlich warst Du dort als Laie und hattest den Eindruck, in ganz Bulgarien gäbe es keine Messstationen. War wohl eine sehr ausführliche Expedition, um zu diesem Schluss zu kommen.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Alexyessin » So 9. Dez 2018, 20:28

jack000 hat geschrieben:(09 Dec 2018, 19:31)

Ja, schrieb ich ja auch, das es offensichtlich verständlich ist. Wenn man nix zu verbergen hat, hat man auch nichts zu befürchten.


Aus welcher Ecke kommt es denn?


Bist du wirklich uninformiert? Eingereicht wurde der Antrag von Nord-Württemberg und deren Vorsitzender ist.....Mathias Wissmann.
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon jack000 » So 9. Dez 2018, 22:51

Alexyessin hat geschrieben:(09 Dec 2018, 20:28)

Bist du wirklich uninformiert? Eingereicht wurde der Antrag von Nord-Württemberg und deren Vorsitzender ist.....Mathias Wissmann.

Es wurde also ein Antrag eingereicht ...
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Audi » Mo 10. Dez 2018, 10:20

JunkerPhil hat geschrieben:(09 Dec 2018, 20:02)

Die Menschen entwickeln eben eine höhere Sensibilität für solche Themen. Und sie ist bei diesem Sachverhalt auch angebracht. Das Klimasystem interessiert keine Hysterie oder höheres Umweltbewusstsein. Das Klima braucht Handlungsmaßnahmen sonst läuft das Fass über. Außerdem ist Deutschland global gesehen kein Problem. Wie gesagt : In Deutschland wird die Luft immer sauberer. Aber global gesehen stimmt dies nicht einmal, obwohl es eigentlich auf diversen Klimagipfeln vorgesehen war. Aber selbst wenn die Treibhausgase sinken würden, wäre es wohlmöglich schon zu spät.

Es muss bald eine Vollbremsung eingeleitet werden, um langfristige Folgen zu vermeiden. Bulgarien kann uns eigentlich auch egal sein ! Vorallem die Chinesen und die USA müssen bei ihren bisherigen Emissionen Umdenken. Oder beziehst du dich einzig auf die gesundheitlichen Auswirkungen von Umweltschadstoffen ?

Also in Deutschland wird die Luft immer sauberer. In anderen Ländern nicht und deswegen soll es in Deutschland mehr Fahrverbote geben? Hä
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Audi » Mo 10. Dez 2018, 10:21

jack000 hat geschrieben:(08 Dec 2018, 18:24)

Nach dem Abspringen der Autofirmen - Die Schlinge zieht sich weiter zu:

https://www.welt.de/politik/deutschland ... erden.html
Tja, warum sind die denn so empört wenn deren Gemeinnützigkeit geprüft werden soll? Haben die vor irgendwas Angst?

Natürlich ist man sauer. Da wird sich jemand die Taschen weniger Vollstopfen können und keine sinnlosen anklagen führen
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Re: Die "Deutsche Umwelthilfe" - Ein Abmanverein dem bald der Status der Gemeinnützigkeit entzogen wird?

Beitragvon Alexyessin » Mo 10. Dez 2018, 11:24

jack000 hat geschrieben:(09 Dec 2018, 22:51)

Es wurde also ein Antrag eingereicht ...


Es wurde beim Bundesparteittag der CDU an diesem Wochenende ein Antrag gestellt und abgelehnt. Das du dich hier nicht wunderst, das das agrad mit Kollege Auto-Lobbyist zusammenhängt gibt zu denken.
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