Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Realist2014
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Realist2014 » Mi 9. Mai 2018, 11:01

Maltrino hat geschrieben:(09 May 2018, 02:04)

Wenn ich durchblicken lasse, dass mir "Amerikanische Verhältnisse", also "totale Freiheit" (die es in den USA nicht gibt, aber egal) ohne soziale Absicherung immer noch besser fände als das was heute in D. stattfindet, und dann irgendwas mit "Internationale" (Kommunismus) mir angedichtet wird... Das ist so absurd, ich erspar mir mal, auch zur Schonung der eigenen Nerven, den Rest der hier wahrscheinlich geschrieben wurde zu lesen oder gar drauf zu antworten.



Du fändest es "besser", die in der Verfassung festgelegten Grundrechte "gekippt" werden , um dann auf "Aufstände zu hoffen", um das "System" zu ändern?


DAS soll die Basis für auch nur eine irgendwie als "sachlich" zu betrachtende Diskussion sein?

das ist grenzwertig "bescheuert" und sonst gar nichts

ja , derartigen NONSENS zu schreiben kannst du dir echt sparen
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 9. Mai 2018, 17:25

Realist2014 hat geschrieben:(05 May 2018, 10:59)

Die sollte man auf Sachleistungen umstellen...

Wohnheime, Sachleistungen und als nächstes kommt was von dir?
Ich diskutiere immer gerne über positive Förderungen.
Und du diskutierst hier rum,
wie man Menschen im Hartz 4 das Leben noch unerträglicher machen kann.
Persönlich werde ich das nicht bewerten,
das wäre möglicherweise Beleidigung,
allerdings eine Frage bleibt!
Warum sollten Zuverdienstmöglichkeiten für Hartz4 Bezieher
zur Überleitung in den ersten Arbeitsmarkt so schwierig sein,
wenn dieser Arbeitsmarkt so attraktiv ist?
Wird da möglicherweise zu wenig gezahlt?
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Maltrino » Do 10. Mai 2018, 02:53

Wähler hat geschrieben:(09 May 2018, 07:00)

Du findest es gut, wenn Millionen Bürger keine Krankenversicherung haben? Welche differenzierbaren Unterschiede im Sozialwesen zwischen USA und Deutschland gefallen Dir denn bei den USA besser?


Soll ich 5 Seiten Text schreiben oder es kurz machen?
Ok, kurz:

1. Wenn ich Freiheit vom Staat statt staatliche Kontrolle fordere, dann ist es absurd mich als Sozialist zu bezeichnen, das wollte ich klar stellen.

2. Ich bin dafür, dass Risikobereitschaft, dass Arbeit belohnt wird. Wenn wir aber hier in Europa nicht wollen, dass arme völlig verhungern, dann kann hier diese Form der "Freiheit" nur bedeuten: Der Staat hält sich möglichst aus der Wirtschaft heraus, macht ein Steuersystem in dem Mehrverdient sich lohnt und eine Grundsicherung wo derjenige aufgefangen wird, der auf dem Markt scheitert.

So, mehr mag ich jetzt hier nicht mehr schreiben.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Wähler » Do 10. Mai 2018, 08:08

Wähler hat geschrieben:(09 May 2018, 07:00)
Du findest es gut, wenn Millionen Bürger keine Krankenversicherung haben? Welche differenzierbaren Unterschiede im Sozialwesen zwischen USA und Deutschland gefallen Dir denn bei den USA besser?

Maltrino hat geschrieben:(10 May 2018, 02:53)
1. Wenn ich Freiheit vom Staat statt staatliche Kontrolle fordere, dann ist es absurd mich als Sozialist zu bezeichnen, das wollte ich klar stellen.
2. Ich bin dafür, dass Risikobereitschaft, dass Arbeit belohnt wird. Wenn wir aber hier in Europa nicht wollen, dass arme völlig verhungern, dann kann hier diese Form der "Freiheit" nur bedeuten: Der Staat hält sich möglichst aus der Wirtschaft heraus, macht ein Steuersystem in dem Mehrverdient sich lohnt und eine Grundsicherung wo derjenige aufgefangen wird, der auf dem Markt scheitert.
.
Danke für die kurze Antwort. Punkt 2 ist doch in den USA gar nicht gegeben, da die Grundsicherung befristet ist. In Deutschland ist der Übergangsbereich von der Grundsicherung in den Niedriglohnsektor umstritten. Höherer Mindestlohn und stärkerer Zuverdienst für Hartz-IV-Empfänger wäre hier eine Lösung. Ein BGE würde in jedem Fall unter der Grundsicherung liegen, weil es ja alle Mitbürger bekämen.
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Realist2014 » Do 10. Mai 2018, 08:45

Bielefeld09 hat geschrieben:(09 May 2018, 17:25)

Wohnheime, Sachleistungen und als nächstes kommt was von dir?
Ich diskutiere immer gerne über positive Förderungen.
Und du diskutierst hier rum,
wie man Menschen im Hartz 4 das Leben noch unerträglicher machen kann.
Persönlich werde ich das nicht bewerten,
das wäre möglicherweise Beleidigung,
allerdings eine Frage bleibt!


Wieder Kontextprobleme? Meine Antwort bezog sich NUR auf die "absolut UNWILLIGEN"


Warum sollten Zuverdienstmöglichkeiten für Hartz4 Bezieher
zur Überleitung in den ersten Arbeitsmarkt so schwierig sein,
wenn dieser Arbeitsmarkt so attraktiv ist?
[b]Wird da möglicherweise zu wenig gezahlt?
[/b]



Den jeweiligen Lohn bezahlt nicht "der Arbeitsmarkt"- sondern jeweils EIN Unternehmen
Und DORT muss der Lohn erwirtschaftet werden
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Realist2014 » Do 10. Mai 2018, 08:47

Maltrino hat geschrieben:(10 May 2018, 02:53)



2. Ich bin dafür, dass Risikobereitschaft, dass Arbeit belohnt wird. Wenn wir aber hier in Europa nicht wollen, dass arme völlig verhungern, dann kann hier diese Form der "Freiheit" nur bedeuten:
Der Staat hält sich möglichst aus der Wirtschaft heraus,


Also Mindestlohen abschaffen?

macht ein Steuersystem in dem Mehrverdient sich lohnt


das HABEN wir

und eine Grundsicherung wo derjenige aufgefangen wird, der auf dem Markt scheitert.


auch DAS HABEN wir. Nennt sich ALG II
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Misterfritz » Do 10. Mai 2018, 09:00

Realist2014 hat geschrieben:(10 May 2018, 08:47)

Also Mindestlohen abschaffen?
Da wären aber dann noch andere Sachen weg, wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub, Mutterschutz, Kündigungsschutz, etc.
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Realist2014 » Do 10. Mai 2018, 09:05

Misterfritz hat geschrieben:(10 May 2018, 09:00)

Da wären aber dann noch andere Sachen weg, wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub, Mutterschutz, Kündigungsschutz, etc.



sicher. Ob das der "Forderer" versteht?
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Teeernte » Do 10. Mai 2018, 11:03

Maltrino hat geschrieben:(10 May 2018, 02:53)

Soll ich 5 Seiten Text schreiben oder es kurz machen?
Ok, kurz:

Der Staat hält sich möglichst aus der Wirtschaft heraus, macht ein Steuersystem in dem Mehrverdient sich lohnt und eine Grundsicherung wo derjenige aufgefangen wird, der auf dem Markt scheitert.

So, mehr mag ich jetzt hier nicht mehr schreiben.


Das kann JEDER unterschreiben.... Die 50.000++ Eu MEHRVERDIENST würde ich auch gern nach hause tragen .

....wer als Selbständiger auf dem Markt scheitert....hat vom System auch erst was zu erwarten - wenn er NICHTS mehr hat....
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Maltrino » Do 10. Mai 2018, 21:03

Wähler hat geschrieben:(10 May 2018, 08:08)

.
Danke für die kurze Antwort. Punkt 2 ist doch in den USA gar nicht gegeben, da die Grundsicherung befristet ist. ....


Tja, das ist der Preis dafür wenn man kurze Antworten bekommt, dass man Nachfragen hat, die sich erübrigt hätten wenn ich gleich 4 Seiten geschrieben hätte. Wenn ich von "Amerikanischen Verhältnissen" schreibe meine ich natürlich ein idealisiertes Bild. Und ja, natürlich gibt es in den USA keine Grundsicherung äh Grundeinkommen, hab ich das gesagt?

Wähler hat geschrieben:(10 May 2018, 08:08)

... In Deutschland ist der Übergangsbereich von der Grundsicherung in den Niedriglohnsektor umstritten. Höherer Mindestlohn und stärkerer Zuverdienst für Hartz-IV-Empfänger wäre hier eine Lösung. Ein BGE würde in jedem Fall unter der Grundsicherung liegen, weil es ja alle Mitbürger bekämen.


Ja, und ich hab hier zur Genüge ausgeführt, dass in im derzeitigen System dann keine Lösung für dieses Problem gibt.Höherer Mindestlohn und stärkerer Zuverdienst ohne große Änderungen am System ist keine Lösung. Das hab ich doch ausführlich dargelegt.

Wähler hat geschrieben:...Ein BGE würde in jedem Fall unter der Grundsicherung liegen, weil es ja alle Mitbürger bekämen.


Siehe dazu folgende Grafik: https://bit.ly/2IyHai0

Ganz vereinfacht die Kurven des Netto und Bruttolohnes, bei einem sinnvollen System, das ähnlich wie die Negative Einkommenssteuer funktionier, aber mit steigendem Steuersatz, je höher der Verdienst, deshalb die "gebogene" Netto Kurve. Ich hoffe ihr seid in der Lage die Grafik einigermaßen zu deuten.

Du deutest an, dass die Armen bei Grundeinkommen generell ärmer sind, da es niedriger sein muss. Das muss nicht sein. Ein Grundeinkommen muss natürlich immer mit einer Steuerreform einhergehen. Es wäre, rein mathematisch, rein von der Logik her, kein Problem ein System einzuführen, dass aus Grundeinkommen besteht und einer progressiv ansteigenden Einkommenssteuer, die das Resultat hat, dass die "Armen" genauso viel Geld haben wie heute (nur ohne Sanktionen), die Niedrigverdiener weit (!!!!!!) mehr Geld haben als heute, die Normalverdiener genauso viel und die gut Verdiener etwas weniger. Sieh dazu auch was in der Grafik angedeutet ist.

Dass das Grundeinkommen an alle ausgezahlt wird, ist nicht das Problem. Wenn gleichzeitig die Steuer angepasst wird, ergibt sich ein Nullsummenspiel. Wenn du zum Beispiel 2500 Euro Netto verdienst, dann würde es bei einem sinnvollen neuen System (meiner Vorstellung nach) so sein, dass du ungefähr genauso viel Geld hast wie heute. Dann kriegst du zwar auf dem Papier 800 Euro Grundeinkomme (oder so), aber dadurch, dass du 800 Euro mehr Steuern zahlst, verrechnet sich das. Das ist aber auch wieder Grundschulniveau und nervig, dass man das immer wieder erklären muss. Das Grundeinkommen, in Kombination mit einer sinnvollen Steuerreform, ist aber trotz diese Verrechnungsorgien sinnvoll, da, wie du zu Recht sagst, der Übergangsbereich von der Grundsicherung in den Niedriglohnsektor ein Problem ist. Und um diesen Übergangsbereich elegant zu gestalten und fair zu gestalten ist es eben NICHT ratsam an Details herumzudoktorn. Die Details in Hartz4 haben dieses Problem verursacht! Deshalb war meine neugierige Frage wie "ihr" das Problem in Hartz4 lösen wollt und "ihr" habt es nicht geschafft, bzw habt gesagt ihr wollt lieber Hartz4 behalten, auch zu dem Preis der Ungerechtigkeiten. Nur eine große Lösung, die ein Grundeinkommen (an alle) beinhaltet, das mit einer (progressiv ansteigenden) Einkommenssteuer (die FDP will Flat Tax, das auch gut, aber nicht optimal, da es keinen Spitzensteuersatz gibt und schon 1 Euro Verdienst hoch versteuert werden müsste) kombiniert, bzw. verrechnet wird, schafft diesen eleganten Übergangsbereich. Das ist wie beim Straßenbau. Wenn du einen eleganten Übergangsbereich zwischen Bordstein und Straße haben willst, damit die Fahrradfahrer elegant rüberfahren ohne 8 in der Felge, dann hilft es wenig wenn du an Details herumdoktorst, die sich 20cm um die Kante abspielen, dann hilft nur ein Gefälle einzubauen, was schon lange bevor die Straße beginnt anfängt.

Es läuft meiner Meinung nach immer wieder auf das selber Problem hinaus: Ihr seid wahrscheinlich Normalverdiener und wollt auf Teufel komm raus nicht Leistungsempfänger werden. Das ist aber notwendig. Jeder in diesem Land muss "Hartzer" werden, muss "Leistungsberechtigt sein (auch wenn es mit der Steuer verrechnet wird. Nur dann ist es möglich diesen Übergang elegant und fair zu gestalten. Das hat die Diskussion hier doch gezeigt.

Du fängst stattdessen wieder mit "höhere Zuverdienstmöglichkeiten" und Mindestlohn an, obwohl ich bereits dargelegt habe, dass das nicht das Problem löst. Hach ja. Ich diskutier hier ja auch nur mit, weil ihr stellvertretend für die Mehrheit im Lande steht, die das nicht begreift... Selbst die FDP begreift es, fordert etwas was einer "negativen Einkommenssteuer" entspricht, die auch ein Grundeinkommen beinhaltet. Und nur weil die FDP ihre Wähler nicht verschrecken will umschifft sie ständig das Wort Grundeinkommen und sagt dass sie "gegen" ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist, obwohl sie auf ihrer Webseite etwas beschreibt was ganz klar eine Variante des BGE ist. Das alles macht diese Diskussion in Deutschland so absurd.

Man könnte sogar schlaue Berechnungen anstellen aus denen hervorgeht, dass heute eigentlich bereits ein Grundeinkommen (mit Sanktionierung bei Arbeitslosen) gezahlt wird, was mit der derzeitigen Einkommenssteuer verrechnet wird. Die einzigen die von diesem Grundeinkommen nicht profitieren, sind die Niedriglöhner. Die "Hartzer" bekommen Grundsicherung und zahlen 0 Steuern, die Normalverdiener zahlen nominell 20% (der so?) Steuern, faktisch bekommen sie aber schon jetzt ein Grundeinkommen (was ca. in Höhe Hartz4 liegt) was mit der Steuer verrechnet wird. Nur die Niedriglöhner haben von dem ganzen nichts, da sie zwar faktisch auch dieses Grundeinkommen bekommen, aber gleichzeitig an die 100% Steuern zahlen.

Oder um es kurz und knapp auszudrücken: Man kann sagen, dass heute die Niedriglöhner die "Hartzer" finanzieren. Das ist natürlich pervers. Aber man kann Berechnungen anstellen, die exakt das ergeben. Man kann Berechnungen anstellen und Grafiken machen die ganz klar zeigen, wir haben heute de Facto schon eine Art Grundeinkommen, dass alle (die nicht sanktioniert werden) bekommen, das mit einer Steuer berechnet wird, dieses "Steuersytem" ist aber so ungerecht, dass de Facto die Niedriglöher 100% Einkommenssteuer bezahlen und damit die Leistungen für Hartz4 alleine finanzieren.

Die Armen finanzieren heute die ganz Armen. Und um Fairness und Eleganz und gute Übergänge in dieses System zu bringen muss man es eben vn Grund auf neu gestalten. Und das müsste dazu führen, siehe Grafik, dass die Steuersätze für hohe Einkommen steigen (die dann verhältnissmäßig immer noch profitieren würden, aber das versteht ihr nicht), so dass wirklich die "Reichen" die "ganz Armen" finanzieren und nicht mehr die "Armen" die "ganz Armen".

So, sorry für die lange Antwort, aber dafür hab ich die Fragen jetzt alle auf einmal beantwortet.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Maltrino » Do 10. Mai 2018, 21:06

Realist2014 hat geschrieben:(10 May 2018, 09:05)

sicher. Ob das der "Forderer" versteht?


Ich "fordere" nichts. Ich fordere eigentlich nur, siehe auch langer Text, dass nicht mehr die Niedrigverdiener die ganz Armen finanzieren,, so wie es heute faktisch ist, sondern die Hochverdiener die ganz Armen finanzieren. Aber das ist vielleicht zu schwer zu verstehen.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Skull » Do 10. Mai 2018, 21:11

Guten Abend,

ich warne davor, hier -wieder- eine BGE-Diskussion zu beginnen.
Dafür gibt es den BGE-Thread.

Die letzten Beiträge lasse ich mal so stehen.
Antworten dazu in Richtung BGE ... nicht HIER.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Realist2014 » Do 10. Mai 2018, 21:39

Maltrino hat geschrieben:(10 May 2018, 21:06)

I Ich fordere eigentlich nur, siehe auch langer Text, dass nicht mehr die Niedrigverdiener die ganz Armen finanzieren,, so wie es heute faktisch ist, n.



diese Aussage ist kompletter NONSENS, weil alle Transferleistungen ( Hartz4 etc.) aus Steuermitteln finanziert werden und die "Niedrigverdiener" praktisch keine Steuern auf ihr Einkommen bezahlen

Dafür bezahlen die top 10% mehr als 50% der gesamten Steuer auf Einkommen
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Realist2014 » Do 10. Mai 2018, 21:42

Maltrino hat geschrieben:(10 May 2018, 21:03)

. Nur die Niedriglöhner haben von dem ganzen nichts, da sie zwar faktisch auch dieses Grundeinkommen bekommen, aber gleichzeitig an die 100% Steuern zahlen.

Oder um es kurz und knapp auszudrücken: Man kann sagen, dass heute die Niedriglöhner die "Hartzer" finanzieren. Das ist natürlich pervers. Aber man kann Berechnungen anstellen, die exakt das ergeben. .



das ist kompletter NONSENS in der Realität

derartige "Berechnungen" haben weder etwas mit Mathematik, noch mit dem tatsächlichen Steuersystem zu tun

Steuererhöhungen, welche DIR und der SED-Nachfolgepartei so "vorschweben" , wird es nicht geben.

Punkt

Hier ist aber das Thema die Zuverdiensthema bei Hartz4

DAS- ist ein reales Thema

weil Hartz4 ganz sicher BLEIBEN wird
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Maltrino » Do 10. Mai 2018, 22:18

Realist2014 hat geschrieben:(10 May 2018, 21:39)

diese Aussage ist kompletter NONSENS, weil alle Transferleistungen ( Hartz4 etc.) aus Steuermitteln finanziert werden und die "Niedrigverdiener" praktisch keine Steuern auf ihr Einkommen bezahlen

Dafür bezahlen die top 10% mehr als 50% der gesamten Steuer auf Einkommen


Eigentlich müsste ich dafür ein eigenes Thema eröffnen, ach scheiß drauf, mach ich einfach da zwangsläufig das Wort BGE fallen muss es aber auch nicht in den BGE Strang passt... Guck mal was ich gleich im Sozialpolitik Unterforum schreibe.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 14. Mai 2018, 11:34

Bielefeld09 hat geschrieben:(04 May 2018, 20:34)

Sorry,
aber diese Diskussion um Zuverdienstmöglichkeiten für Hartz 4 Empfänger,
unter Berücksichtungs des Lohnabstandsgebotes entspringt einer neoliberalen Wirtschaftsbetrachtung.
Wer allerdings über das Fördern und Fordern als Grundgedanken
von Hartz 4 und dessen Scheiterns schreiben will,
der möge doch einmal darüber Nachdenken warum der Satz:
"Leistung soll sich lohnen"
in unserer gesamten Gesellschaft immer weniger gilt!
Am wenigsten für Hartz 4 Bezieher.
Oder für Zeitarbeiter!
Oder für Praktikanten!
Das ist eben kein Problem der Tabellen,
sondern eine permanente Frustration von Menschen durch Wirtschaft und Staat.
Vielleicht nur mal wieder einen Gedanken an die Menschen und deren Motivation verschwenden.
Und wer leistet, der soll auch mehr haben!

Genau so ist das in diesem Land geregelt.
Übrigens Praktikanten sind Praktikanten keine ausgebildeten Fachkräfte . Nach Ende des Praktikums
zahlt es sich dann aus. ( Praktikum = Ausbildungsplatz )
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 16. Mai 2018, 19:51

Realist2014 hat geschrieben:(10 May 2018, 08:45)

Wieder Kontextprobleme? Meine Antwort bezog sich NUR auf die "absolut UNWILLIGEN"




Den jeweiligen Lohn bezahlt nicht "der Arbeitsmarkt"- sondern jeweils EIN Unternehmen
Und DORT muss der Lohn erwirtschaftet werden

Nur Löhne oder auch Gewinne,
an denen Arbeitnehmer nicht beteiligt werden?
Weil sich ja Leistung nur für eine Seite lohnen soll!
Was stört dich eigentlich daran,
wenn man Menschen aus Hartz 4 leistungsbezogen
in den ersten Arbeitsmarkt integriert,
der wiederum entsprechende Löhne bietet?
Und im übrigen sei froh,
das ich mich hier nicht auf absolut"Leistungsunwillige" beziehe.
Darum geht es hier eben nicht!
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Misterfritz » Mi 16. Mai 2018, 19:58

Bielefeld09 hat geschrieben:(16 May 2018, 19:51)

Nur Löhne oder auch Gewinne,
an denen Arbeitnehmer nicht beteiligt werden?
Weil Gewinne z.B. auch dafür genutzt werden, um Zeiten schlechterer Auftragslage zu überbrücken. Oder soll der AG seine Mitarbeiter mal eben für einen Monat kündigen?
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Realist2014 » Mi 16. Mai 2018, 20:03

Bielefeld09 hat geschrieben:(16 May 2018, 19:51)

Nur Löhne oder auch Gewinne,
an denen Arbeitnehmer nicht beteiligt werden?
!


bei 60% der DAX 30 Unternehmen bekommen die Arbeitnehmer eine gewinnabhängigen Bonus...

bist wieder mal völlig uninformiert
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Wie würdet ihr die Zuverdienstmöglichkeiten (bei Hartz4) ändern?

Beitragvon Realist2014 » Mi 16. Mai 2018, 20:04

Bielefeld09 hat geschrieben:(16 May 2018, 19:51)


Was stört dich eigentlich daran,
wenn man Menschen aus Hartz 4 leistungsbezogen
in den ersten Arbeitsmarkt integriert,
!


werden sie ja

daher bekommen sie zuerst eine leistungsgerechten Lohn...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden

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