anschläge/aktivitäten von terroristen

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CaptainJack

Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon CaptainJack » Mo 21. Aug 2017, 13:04

Nomen Nescio hat geschrieben:(21 Aug 2017, 12:50)

denke an »die leiden des jungen werther«. damals gab es europaweit eine selbstmordwelle. für frustrierten - von ziemlich unschuldig bis bigott - gilt dies vermutlich auch.
Ich gehe davon aus, dass das ein Scherz ist!?? :x
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Julian
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Julian » Mo 21. Aug 2017, 13:12

Dieter Winter hat geschrieben:(21 Aug 2017, 13:00)

Nicht alle Sunniten sind islamistische Extremisten und schon gar nicht Terroristen. Das nur zur Klarstellung. Salafisten etc. zählen aber eben zu den Sunniten.


Ein Satz ohne Aussagekraft. Eine Gesellschaft ist nie homogen; es wird immer Fanatiker und Desinteressierte geben, Täter, Mitläufer und Gegner; so ist es beim sunnitischen Islam, so war es im Deutschland des Nationalsozialismus. Wie viele Deutsche waren denn Soldaten? Eine Minderheit. Wie viele Deutsche waren denn in der NSDAP? Eine noch deutlich kleinere Minderheit? Wie viele haben gemordet? Noch einmal viel weniger. Trotzdem war das nationalsozialistische Deutschland eine Bedrohung für die Welt, unabhängig davon, dass eine Mehrheit der Deutschen wohl eher harmlos war.

Die Frage ist eben, was eine bestimmte Gesellschaft, eine Religion, ein Land dominiert. Und da muss man doch einfach zugeben, dass der sunnitische Islam die derzeit größte Herausforderung für den Westen und allgemeiner für jedwede aufgeklärte, liberale Gesellschaft darstellt. Er bietet den Nährboden, auf dem Hass, Kriminalität und Terror wachsen; sunnitische Moscheen sind Brennpunkte des Terrors, wie nach fast jedem Anschlag erneut deutlich wird.
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schelm
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon schelm » Mo 21. Aug 2017, 13:23

CaptainJack hat geschrieben:(21 Aug 2017, 12:37)

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... Toter.html
Sicher wieder einer der inzwischen ungezählten Einzelfälle mit psychiatrischem Hintergrund.
Vielleicht sollten wir den Thread inzwischen in "Alltagsgeschehen in Europa - gemeinsame Hintergründe" umtaufen? :s Auf jeden Fall lässt das alles, auch auf Deutschland bezogen, nichts Gutes ahnen - wenn ich an die schiere Anzahl dieser pot. Gefährder bei uns denke (und da meine ich nicht nur die, die auf dem Schirm sind) :rolleyes:

Das Ganze erscheint mir zunehmend surreal. Üblich war es bisher nicht das Menschen mit psychischen Problem sich ein Auto schnappen und Menschen überfahren. Liegt das vielleicht daran, weil dies untypisch für solche Patienten wäre oder die Hannibal Lecter normalerweise in der Psychiatrie einsitzen ?

Andererseits frag ich mich gerade ernsthaft, muss man nicht voraussetzend einen an der Waffel haben, um so etwas überhaupt zu tun und bekommt es lediglich nicht attestiert, wird es mit politisch / religiösen Zielen verknüpft ?
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon yogi61 » Mo 21. Aug 2017, 13:38

schelm hat geschrieben:(21 Aug 2017, 13:23)

Das Ganze erscheint mir zunehmend surreal. Üblich war es bisher nicht das Menschen mit psychischen Problem sich ein Auto schnappen und Menschen überfahren. Liegt das vielleicht daran, weil dies untypisch für solche Patienten wäre oder die Hannibal Lecter normalerweise in der Psychiatrie einsitzen ?

Andererseits frag ich mich gerade ernsthaft, muss man nicht voraussetzend einen an der Waffel haben, um so etwas überhaupt zu tun und bekommt es lediglich nicht attestiert, wird es mit politisch / religiösen Zielen verknüpft ?


So untypisch ist das nicht, mit Autos wird nur im Moment alles stark thematisiert, weil es sich ja um einen Terroranschlag handeln könnte. Wenn der geneigte Vater, wie in Deutschland nicht unüblich das Kinderzimmer mit einer Axt besucht, ist so etwas höchstens eine Randnotiz.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon CaptainJack » Mo 21. Aug 2017, 13:54

schelm hat geschrieben:(21 Aug 2017, 13:23)

Das Ganze erscheint mir zunehmend surreal. Üblich war es bisher nicht das Menschen mit psychischen Problem sich ein Auto schnappen und Menschen überfahren. Liegt das vielleicht daran, weil dies untypisch für solche Patienten wäre oder die Hannibal Lecter normalerweise in der Psychiatrie einsitzen ?

Andererseits frag ich mich gerade ernsthaft, muss man nicht voraussetzend einen an der Waffel haben, um so etwas überhaupt zu tun und bekommt es lediglich nicht attestiert, wird es mit politisch / religiösen Zielen verknüpft ?
Das ist eine fließende Angelegenheit zwischen religiösem Fanatismus und Psychodefekten. Den Psychodefekt erkennen natürlich nur Außenstehende als solchen, die Tatausführenden natürlich nicht.
Im Prinzip kann man alle dieser Taten auch in den Bereich "Psychodefekt" einordnen (und das machen die auch perfiderweise). Das Problem .. es lässt die Toten und Verletzten nicht wieder auferstehen bzw. gesunden und führt schon gar nicht dazu, dass wir solche Gestalten besser ertragen werden.
Deshalb können die Medien und die Politiker etwaige Erklärungen, die in diese Richtung gehen, absolut vergessen .. sie erzeugen nur noch Unverständnis, Kopfschütteln und sogar Wut.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Keoma » Mo 21. Aug 2017, 14:17

yogi61 hat geschrieben:(21 Aug 2017, 13:38)

So untypisch ist das nicht, mit Autos wird nur im Moment alles stark thematisiert, weil es sich ja um einen Terroranschlag handeln könnte. Wenn der geneigte Vater, wie in Deutschland nicht unüblich das Kinderzimmer mit einer Axt besucht, ist so etwas höchstens eine Randnotiz.

Das ist in Deutschland nicht unüblich?
Was macht denn der geneigte Vater dann so üblicherweise?
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon gödelchen » Mo 21. Aug 2017, 14:41

CaptainJack hat geschrieben:(21 Aug 2017, 13:54)

Das ist eine fließende Angelegenheit zwischen religiösem Fanatismus und Psychodefekten. Den Psychodefekt erkennen natürlich nur Außenstehende als solchen, die Tatausführenden natürlich nicht.
Im Prinzip kann man alle dieser Taten auch in den Bereich "Psychodefekt" einordnen (und das machen die auch perfiderweise). Das Problem .. es lässt die Toten und Verletzten nicht wieder auferstehen bzw. gesunden und führt schon gar nicht dazu, dass wir solche Gestalten besser ertragen werden.
Deshalb können die Medien und die Politiker etwaige Erklärungen, die in diese Richtung gehen, absolut vergessen .. sie erzeugen nur noch Unverständnis, Kopfschütteln und sogar Wut.


Das ist nicht richtig Captain. Erst der psychische Knacks macht die Typen zu Fanatisten. Sie sind noch nicht mal Fanatiker, weil sie das Rüstzeug sich nie aneignen können um fanatisch also mit tiefer Bestimmtheit etwas zu vertreten. Sie sind kaputte Typen, die sich an eine rückständige, ihnen Halt versprechende Ideologie klammern. Sie ganz einfach Mörder.

Anzumerken bleibt, dass der Islam es nicht schafft seine Friedfertigkeit so ausgeprägt in die Welt zu bringen, dass diesen Fanatisten schon von vornherein die Grundlage genommen wird, sich auf so eine Quelle berufen zu können. Das ist Fakt bei aller Laberei um das, was Islam ist oder nicht ist.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon CaptainJack » Mo 21. Aug 2017, 15:01

gödelchen hat geschrieben:(21 Aug 2017, 14:41)

Das ist nicht richtig Captain. Erst der psychische Knacks macht die Typen zu Fanatisten. Sie sind noch nicht mal Fanatiker, weil sie das Rüstzeug sich nie aneignen können um fanatisch also mit tiefer Bestimmtheit etwas zu vertreten. Sie sind kaputte Typen, die sich an eine rückständige, ihnen Halt versprechende Ideologie klammern. Sie ganz einfach Mörder.

Anzumerken bleibt, dass der Islam es nicht schafft seine Friedfertigkeit so ausgeprägt in die Welt zu bringen, dass diesen Fanatisten schon von vornherein die Grundlage genommen wird, sich auf so eine Quelle berufen zu können. Das ist Fakt bei aller Laberei um das, was Islam ist oder nicht ist.
Da machst du es dir zu leicht! Wer gewissen Fanatismus über die Religon quasi mit der Muttermilch aufsaugt, hat logischerweise ein wesentlich geringere Hemmschwelle, um letztlich dafür bereit zu sein, z.B. "Ungläubige" zu töten. Das sind keine "normalen" Morde!
Deine Anmerkung ist etwas verwirrend. Ich lese daraus, dass "der Islam es nicht schafft, seine Friedfertigkeit ausgeprägt in die Welt zu bringen" .... aber wenn ich deine Worten folge ("es nicht schafft"), dann bleibt doch als Fazit nur übrig, dass er nicht friedfertig ist? :rolleyes: Ich meine allerdings, überwiegend bleibt er friedfertig, einige aber nicht.
Zuletzt geändert von CaptainJack am Mo 21. Aug 2017, 15:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 21. Aug 2017, 15:06

CaptainJack hat geschrieben:(21 Aug 2017, 13:04)

Ich gehe davon aus, dass das ein Scherz ist!?? :x

falsch. ich meine es seriös. es gibt immer dafür anfällige leute.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Olympus » Mo 21. Aug 2017, 15:10

CaptainJack hat geschrieben:(21 Aug 2017, 15:01)

Da machst du es dir zu leicht! Wer gewissen Fanatismus über die Religon quasi mit der Muttermilch aufsaugt, hat logischerweise ein wesentlich geringere Hemmschwelle, um letztlich dafür bereit zu sein, z.B. "Ungläubige" zu töten. Das sind keine "normalen" Morde!
Deine Anmerkung ist etwas verwirrend. Ich lese daraus, dass "der Islam es nicht schafft, seine Friedfertigkeit ausgeprägt in die Welt zu bringen" .... aber wenn ich deine Worten folge ("es nicht schafft"), dann bleibt doch als Fazit nur übrig, dass er nicht friedfertig ist? :rolleyes: Ich meine allerdings, überwiegend bleibt er friedfertig, einige aber nicht.

Wie es halt in allen Religionen seit jeher ist. Warum sollte es im Islam anders sein.
Das hat mit Muttermilch nichts zu tun.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 21. Aug 2017, 15:13

Dieter Winter hat geschrieben:(21 Aug 2017, 08:00)

Die verübt Terroranschläge in Europa?

Wann und wo genau?

Europa gilt als Ruheraum für entsprechende Depedanzen. Die Hisbollah hat sich auch formell darüber beschwert, überhaupt als Terrorvereinigung eingestuft zu werden. Der legale Teil befasst sich mit sozialen Tätigkeiten und trägt zur Meinungsbildung bei. Offiziell.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon CaptainJack » Mo 21. Aug 2017, 15:17

yogi61 hat geschrieben:(21 Aug 2017, 13:38)

So untypisch ist das nicht, mit Autos wird nur im Moment alles stark thematisiert, weil es sich ja um einen Terroranschlag handeln könnte. Wenn der geneigte Vater, wie in Deutschland nicht unüblich das Kinderzimmer mit einer Axt besucht, ist so etwas höchstens eine Randnotiz.
Gut, wenn du recherchierte Erkenntnisse hast, dass die geneigten Väter inzwischen fast täglich die Kinderzimmer mit der Axt besucht, will ich dir nicht widersprechen.
"Autos" und Messerangriffe halten sich übrigens derzeit locker die Waage.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon yogi61 » Mo 21. Aug 2017, 15:18

Keoma hat geschrieben:(21 Aug 2017, 14:17)

Das ist in Deutschland nicht unüblich?
Was macht denn der geneigte Vater dann so üblicherweise?


Er sollte das üblicherweise eigentlich nicht tun. Ich will das auch nicht weiter thematisieren, aber ungefähr hundert Kinder werden jedes Jahr in Deutschland von ihren Eltern getötet, in etwa jedem dritten Fall nehmen sich Mutter oder Vater nach dem Mord an ihren Kindern selbst das Leben. "Mitnahmesuizid" oder "erweiterter Suizid" nennt man das und unser Land ist da in dieser Beziehung ganz vorne. Hat sehr viel mit falsch verstandener Ehre im sogenannten bürgerlichen Milieu zu tun, wenn bestimmte gplante Lebensabläufe den Bach heruntergehen.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon yogi61 » Mo 21. Aug 2017, 15:19

CaptainJack hat geschrieben:(21 Aug 2017, 15:17)

Gut, wenn du recherchierte Erkenntnisse hast, dass die geneigten Väter inzwischen fast täglich die Kinderzimmer mit der Axt besucht, will ich dir nicht widersprechen.
"Autos" und Messerangriffe halten sich übrigens derzeit locker die Waage.


Immerhin 100 tote Kinder im Jahr,ist aber meistens wie gesagt nur eine Randnotiz, weil nicht terroristisch motiviert.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon CaptainJack » Mo 21. Aug 2017, 15:23

Nomen Nescio hat geschrieben:(21 Aug 2017, 12:50)

denke an »die leiden des jungen werther«. damals gab es europaweit eine selbstmordwelle. für frustrierten - von ziemlich unschuldig bis bigott - gilt dies vermutlich auch.
Du willst jetzt also die inzwischen fast täglichen Messer-, Macheten-, FZ-Angriffe mit dieser Selbstmordwelle vergleichen und damit diese fanatisierten, religiösen Täter mit diesen armen Suizidalen vergleichen? :rolleyes: Ganz schön keck, Moderator!
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon CaptainJack » Mo 21. Aug 2017, 15:25

yogi61 hat geschrieben:(21 Aug 2017, 15:19)

Immerhin 100 tote Kinder im Jahr,ist aber meistens wie gesagt nur eine Randnotiz, weil nicht terroristisch motiviert.
Zeig mal! ... und wer macht das?
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Keoma » Mo 21. Aug 2017, 15:29

yogi61 hat geschrieben:(21 Aug 2017, 15:18)

Er sollte das üblicherweise eigentlich nicht tun. Ich will das auch nicht weiter thematisieren, aber ungefähr hundert Kinder werden jedes Jahr in Deutschland von ihren Eltern getötet, in etwa jedem dritten Fall nehmen sich Mutter oder Vater nach dem Mord an ihren Kindern selbst das Leben. "Mitnahmesuizid" oder "erweiterter Suizid" nennt man das und unser Land ist da in dieser Beziehung ganz vorne. Hat sehr viel mit falsch verstandener Ehre im sogenannten bürgerlichen Milieu zu tun, wenn bestimmte gplante Lebensabläufe den Bach heruntergehen.


Das heißt, das Risiko, vom Vater in einen erweiterten Suizid hineingezogen zu werden, ist -zig mal größer, als einem Terroranschlag zu Opfer zu fallen.
Daher sollte über verhaltensauffällige Autofahrer kein solcher Bohei aufgeführt werden.
Richtig?
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Dieter Winter » Mo 21. Aug 2017, 15:36

Julian hat geschrieben:(21 Aug 2017, 13:12)

Ein Satz ohne Aussagekraft. Eine Gesellschaft ist nie homogen; es wird immer Fanatiker und Desinteressierte geben, Täter, Mitläufer und Gegner; so ist es beim sunnitischen Islam, so war es im Deutschland des Nationalsozialismus. Wie viele Deutsche waren denn Soldaten? Eine Minderheit. Wie viele Deutsche waren denn in der NSDAP? Eine noch deutlich kleinere Minderheit? Wie viele haben gemordet? Noch einmal viel weniger. Trotzdem war das nationalsozialistische Deutschland eine Bedrohung für die Welt, unabhängig davon, dass eine Mehrheit der Deutschen wohl eher harmlos war.


Der Vergleich zwischen den islamistischen Terroristen und NS Deutschland hinkt nicht nur, der fährt schon im Rollstuhl. Es ist mir schlicht zu blöde die gravierenden Unterschiede hier aufzuzählen.

Julian hat geschrieben:(21 Aug 2017, 13:12)
Die Frage ist eben, was eine bestimmte Gesellschaft, eine Religion, ein Land dominiert. Und da muss man doch einfach zugeben, dass der sunnitische Islam die derzeit größte Herausforderung für den Westen und allgemeiner für jedwede aufgeklärte, liberale Gesellschaft darstellt. Er bietet den Nährboden, auf dem Hass, Kriminalität und Terror wachsen; sunnitische Moscheen sind Brennpunkte des Terrors, wie nach fast jedem Anschlag erneut deutlich wird.


Es geht um den politisch, fundamentalistischen Islam, nicht um die Sunnah als solches. Die meisten Sunniten lehnen den Islamismus vehement ab. Auch das ist übrigens einer der eheblichen Unterschiede zu Nazideutschland.
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Dieter Winter » Mo 21. Aug 2017, 15:40

DarkLightbringer hat geschrieben:(21 Aug 2017, 15:13)

Europa gilt als Ruheraum für entsprechende Depedanzen. Die Hisbollah hat sich auch formell darüber beschwert, überhaupt als Terrorvereinigung eingestuft zu werden. Der legale Teil befasst sich mit sozialen Tätigkeiten und trägt zur Meinungsbildung bei. Offiziell.


Aktuell verhält sich die Hizbollah verhältnismäßig ruhig, aus den Anschlägen in Europa hält sie sich gänzlich raus. So pervers das klingen mag, gegen den IS ist sie sogar so was wie ein Verbündeter....
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Re: Terroranschläge in Europa - gemeinsame Hintergründe

Beitragvon Keoma » Mo 21. Aug 2017, 15:42

Dieter Winter hat geschrieben:(21 Aug 2017, 15:40)

Aktuell verhält sich die Hizbollah verhältnismäßig ruhig, aus den Anschlägen in Europa hält sie sich gänzlich raus. So pervers das klingen mag, gegen den IS ist sie sogar so was wie ein Verbündeter....

Ist ja nicht unlogisch,die Hezb-Allah ist ja schiitisch.
Brauch sie trotzdem nicht.
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