Die Undemokratie durchbrechen

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Progressiver
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon Progressiver » Di 18. Jul 2017, 20:34

Kleinlok hat geschrieben:(18 Jul 2017, 19:32)

ich bleibe dabei: In Deutschland gibt es keine realen Mehrheitsentscheidungen,
weil diejenigen, die da wählen gehen, vor den Wahlen belogen und eingeschläfert werden,
so dass sie gar nicht mitbekommen, wie unehrlich und ungerecht die Politik da ist, die sie wählen.
Und auch keine Mehrheit der Welt hat das Recht eine Minderheit mit der von ihr gewählten Politik zu verarschen bzw. arm zu machen.

Was wir hier erleben ist ein mieser Bluff, wo Menschen und Kreise mit viel Geld
eine Art psychologische Kriegsführung gegen Unter- und Mittelschicht betreiben, beide gegeneinander ausspielen
und ein System geschaffen haben, wo sich die Opfer in gegenseitiger Konkurrenz unnötig das Leben schwer machen,
anstatt sich gemeinsam gegen die ungerechte Politik zu solidarisieren.


Der zweite Teil des Postings mag natürlich stimmen. Natürlich gibt es die reichen Einzelpersonen, Zeitungsverlagshausbesitzer usw., die die Stimmung manipulieren. Ebenso müssen viele arbeiten bis zum Burnout, während andere keine Arbeit finden. Aber das ist meines Erachtens nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte ist: Offensichtlich sind viele potentielle Wähler sich nicht bewusst, welche Stimmenmacht sie eigentlich darstellen könnten. Warum wählen beispielsweise die wirklich Abgehängten in unserer Gesellschaft gar nicht mehr? Deren Begründung lautet oftmals: "Die Parteien sind eh alle gleich." Und so bleiben sie dann zu Hause und wundern sich, dass die größten Zyniker an die Regierung kommen. Was aber wäre, wenn sich die Unzufriedenen zusammentun würden oder wenigstens, jeder nur für sich, entscheiden würden, doch zur Wahl zu gehen, um dann eine Partei zu wählen, die ihrer Ansicht nach am ehesten ihre Lage verbessern würde?

Und, was gerne vergessen wird: Viele wählen auch entgegen ihren eigenen Interessen! Was soll also ein deutscher Arbeitsloser mit einer durch und durch neoliberalen AfD, die ein absolut antisoziales Programm fährt? Hier siegt wohl eher das Ressentiment gegenüber der Fähigkeit und dem Willen, selbst zu denken.

Das Spiel besteht also aus zwei Seiten: Auf der einen Seite stehen die Interessen der Reichen, die sich durchzusetzen versuchen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch diejenigen, denen es selbst zu viel ist, alle paar Jahre ein Kreuzchen zu machen. Oder aber sie wählen, wie gesagt -warum auch immer- gegen ihre eigenen Interessen. Ach, wenn diese Leute doch alle nur wüssten, was für einen Stimmungsumschwung sie in der Politik bewirken würden, wenn sie die Zyniker in der Regierung in die Schranken weisen wollten. Aber tatsächlich passiert: nichts! Die einen sind zu bequem, um sich Gedanken über ihre eigenen politischen Interessen zu machen. Andere suhlen sich lieber in ihrem eigenen Leid der empfundenen sozialen Ungerechtigkeit, als dass sie irgendeine Partei wählen würden, die verspricht, diese zu beseitigen.

Eine Fortschreibung dieses Spiels werden wir bei den nächsten Bundestagswahlen sehen: Merkel wird gewinnen, weil alle Unzufriedenen lieber gar nicht wählen gehen oder aber "aus Protest" die AfD.

Und noch eine Frage hätte ich: Wie soll es denn bitte möglich sein, dass scheinbar "echte Mehrheiten" besser entscheiden könnten, was gut für das Land und die Bevölkerung ist? Ein großer Prozentsatz der Wähler geht ja schon nicht zu den normalen Wahlen. Ein weiterer Teil lässt sich von der Schlaftablette einlullen, die uns derzeit regiert. Aber ob sich das wirklich ändern würde, wenn es beispielsweise Volksabstimmungen auf Bundesebene gäbe? Ich bezweifele das.

Ich sehe also nur eine Lösung: Selbst wählen gehen! Alles andere kommt einer freiwilligen Selbstentmündigung gleich.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon jack000 » Di 18. Jul 2017, 21:02

Kleinlok hat geschrieben:(18 Jul 2017, 20:07)

Oh doch, wenn die Bahn nicht der Autolobby im Wege gestanden hätte, wäre sie längst reaktiviert bzw. nie stillgelegt worden
(ich mache da viel in diesem Bereich und erlebe eine weitreichend bahnfeindliche Verkehrspolitik).
Mit dem Autowahnsinn lässt sich viel privater Gewinn erzielen und deshalb wird der auf Teufel komm rauch unterstützt.
Wenn´s ein Straßentunnel wäre hätten die Fledermäuse das nachsehen.

Sorry, aber das ist Unsinn! Ich habe mich mit dem Projekt "Reaktivierung Strecke Calw - Renningen" beschäftigt und da ist alles Mögliche im Weg aber wohl kaum ein Vogelschutzgesetz welches von der Automobilindustrie angeleiert wurde ...
=> Das Problem ist eher das da zuviele mitreden! Als die Bahn damals vom König von Württemberg gebaut wurde ging das Ruck-Zuck da halt nur 1 Person das Sagen hatte (Was kein Vorteil insgesamt ist, aber zumindest solche Projekte schneller realisieren lässt).
Heutzutage reden da mit:
- Landkreis Böblingen (wenig Interesse)
- Landkreis Calw (Hohes Interesse)
- Naturschutzbund
- S-Bahn Stuttgart (Fürchtet das der S-Bahn-Takt in Gefahr gerät)
- Vehrkehrsclub Deutschland
- Anwohner die 40 Meter entfernt wohnen und Angst haben nicht mehr auf dem Balkon grillen zu können weil eine Diesellok zu viele Abgase ausstoßen würde
- Das Land Baden-Württemberg (Gibt Geld dazu)
- Der Bund (Gibt Geld dazu)
- etc...
=> So einfach ist das nun mal nicht ... Meldungen das Mercedes und Porsche sich gegen die Reaktivierung der Bahn eingesetzt haben sind mir nicht bekannt ...
DU30
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon Hieronymus » Di 18. Jul 2017, 21:26

ThorsHamar hat geschrieben:(18 Jul 2017, 20:28)

Es gibt keine Weichspüldemokratie in Deutschland, sondern ein Parteiensystem, welches auf seinen Selbsterhalt fixiert ist.
Parteien funktionieren wie Unternehmen, also auch die internen Strukturen.
Die Demokratie, also der Auftrag des Staatsvolkes an Parteien, in seinem Sinne alle politischen Geschäfte des Staates verantwortlich zu führen, gerät dabei in den Hintergrund.
Die tatsächlichen Prämissen sind die Positionen des eigenen Unternehmens, also der Partei, und nicht die des Staates.


Natürlich darf man den Zustand der Parteien negativ kritisieren. Um etwas zu ändern, braucht es das Engagement des Volkes.

Und das ist auch der Grund, warum die Möglichkeiten eines Wählenden immer geringer werden, die Einflussnahme von Lobbyisten dagegen immer grösser.


Der "Grund" ist die Tatsache, dass sich immer weniger Bürger bereitfinden, nicht nur zu wählen, sondern sich aktiv in der Politik zu engagieren. Das darf nämlich jeder Bürger, der das will.

Die sog. Globalisierung verschärft diesen Effekt noch!


Nein. Die Globalisierung kann ja auch nicht an allem Negativen die Schuld tragen.
MfG

H.
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon harry52 » Di 18. Jul 2017, 22:17

Kleinlok hat geschrieben:Tut gut seine Meinung zu sagen, aber es ist schwer sich Gehör zu verschaffen, weil in Deutschland der Geldadel regiert.

Bla Bla Bla.
Die weltweit rasant ansteigende Anzahl an zugelassenen PKW, ans Netz gegangene Kohlekraftwerke und die gigantische Anzahl an verkauften Kühlschränke, Smartphones, Waschmaschinen ... zeigt, dass keineswegs nur ein kleiner Geldadel die Welt beherrscht und für den Klimawandel verantwortlich ist.

Im Gegenteil. Es sind doch Konzerne
wie Google, Facebook, Apple, Microsoft, Toyota, VW, ALDI, LIDL, Samsung, Wal Mart...., die gleichzeitig einen Rekord an Verkaufszahlen nach dem anderen feieren und das mit Produkten für den kleinen und mittleren Geldbeutel. Du bist einfach nur schlecht informiert. Mein Rat: Tu was für deine Bildung.

PS:Deutschland feiert seit Jahren einen Rekord nach dem anderen an Flugreisen und der durchschnittlichen Entfernung. Auch diesen Sommer werden noch mehr Menschen in den Urlaub fliegen und immer weiter. Millionen und nicht nur eine Handvoll des Geldadels.

Deswegen haben dich die Grünen vermutlich ausgelacht, weil Du dummes Zeug redest.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon ThorsHamar » Di 18. Jul 2017, 23:21

Hieronymus hat geschrieben:(18 Jul 2017, 21:26)

Natürlich darf man den Zustand der Parteien negativ kritisieren. Um etwas zu ändern, braucht es das Engagement des Volkes.

Der "Grund" ist die Tatsache, dass sich immer weniger Bürger bereitfinden, nicht nur zu wählen, sondern sich aktiv in der Politik zu engagieren. Das darf nämlich jeder Bürger, der das will.


Offensichtlich haben Sie nicht verstanden, was die Auswirkungen der Parteienherrschaft sind:
Immer mehr Bürger verstehen, dass sie keinen Einfluss auf Staats-Politik haben können, ohne eine Parteikarriere ins Auge zu fassen. Und selbst dann unterliegen sie nach kurzer zeit dem sog. Sachzwang ...

Nein. Die Globalisierung kann ja auch nicht an allem Negativen die Schuld tragen.


Globalisierung ist eine ökonomisch initiierte Vergrösserung des politischen Verantwortungsbereiches, also noch mehr Entfernung von fassbarer Politik einer Demokratie.
Das hat nichts mit Schuld zu tun, sondern mit logischer Konsequenz!
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon Kleinlok » Di 18. Jul 2017, 23:25

harry52 hat geschrieben:(18 Jul 2017, 22:17)

Bla Bla Bla.
Die weltweit rasant ansteigende Anzahl an zugelassenen PKW, ans Netz gegangene Kohlekraftwerke und die gigantische Anzahl an verkauften Kühlschränke, Smartphones, Waschmaschinen ... zeigt, dass keineswegs nur ein kleiner Geldadel die Welt beherrscht und für den Klimawandel verantwortlich ist.

Im Gegenteil. Es sind doch Konzerne
wie Google, Facebook, Apple, Microsoft, Toyota, VW, ALDI, LIDL, Samsung, Wal Mart...., die gleichzeitig einen Rekord an Verkaufszahlen nach dem anderen feieren und das mit Produkten für den kleinen und mittleren Geldbeutel. Du bist einfach nur schlecht informiert. Mein Rat: Tu was für deine Bildung.

PS:Deutschland feiert seit Jahren einen Rekord nach dem anderen an Flugreisen und der durchschnittlichen Entfernung. Auch diesen Sommer werden noch mehr Menschen in den Urlaub fliegen und immer weiter. Millionen und nicht nur eine Handvoll des Geldadels.

Deswegen haben dich die Grünen vermutlich ausgelacht, weil Du dummes Zeug redest.


Die Armut in Deutschland wächst (die geistige auch) - aber das soll ja unter den Teppich gekehrt werden.
Dein Beitrag weist darauf, dass diese Masche immer noch verfängt.
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon Realist2014 » Di 18. Jul 2017, 23:27

Kleinlok hat geschrieben:(18 Jul 2017, 23:25)

Die Armut in Deutschland wächst t.


wo?

schon mal mit den Definitionen beschäftigt?

auch verstanden?

Fakt ist, jeder Etage in der ökonomischen Pyramide geht es heute besser als früher..
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon Hieronymus » Mi 19. Jul 2017, 13:04

ThorsHamar hat geschrieben:(18 Jul 2017, 23:21)

Offensichtlich haben Sie nicht verstanden, was die Auswirkungen der Parteienherrschaft sind:
Immer mehr Bürger verstehen, dass sie keinen Einfluss auf Staats-Politik haben können, ohne eine Parteikarriere ins Auge zu fassen. Und selbst dann unterliegen sie nach kurzer zeit dem sog. Sachzwang ...


Immer mehr Bürger verstehen offenbar überhaupt nichts, zumindest nichts von Demokratie. Wer politisch mitmischen will, der muss sich engagieren. Dazu braucht er nicht unbedingt in eine Partei einzutreten, denn es gibt weitere Möglichkeiten, die ich bei Mitgliedern eines Politikforums als bekannt voraussetze.

Globalisierung ist eine ökonomisch initiierte Vergrösserung des politischen Verantwortungsbereiches, also noch mehr Entfernung von fassbarer Politik einer Demokratie.
Das hat nichts mit Schuld zu tun, sondern mit logischer Konsequenz!


Im Zuge der Globalisierung ändern sich die außenpolitischen, aber nicht wesentlich die innenpolitischen Konstellationen. Auf lange Sicht wird die Globalisierung neue Formen der Demokratie zeitigen, aber das wird ein sehr langwieriger Prozess sein, wie bereits die Entwicklung der EU, in der nur eine überschaubare Anzahl von Völkern zusammengeschlossen sind, belegt. Gleichwohl gibt es schon heute demokratische Einflussmöglichkeiten, vgl. das Beispiel TTIP.
MfG

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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 19. Jul 2017, 13:16

Hieronymus hat geschrieben:(19 Jul 2017, 13:04)

Immer mehr Bürger verstehen offenbar überhaupt nichts, zumindest nichts von Demokratie. Wer politisch mitmischen will, der muss sich engagieren. Dazu braucht er nicht unbedingt in eine Partei einzutreten, denn es gibt weitere Möglichkeiten, die ich bei Mitgliedern eines Politikforums als bekannt voraussetze.


Ja, wer politisch mitmischen will, muss sich engagieren. Aber wer politisch auch relevant mitbestimmen will, braucht eine Partei.
Und schon wird das Engagement auf eine, eben die von mir genannte, professionelle Ebene gehoben und unterliegt dem Sachzwang!
Dieser Sachzwang, z.B. Staatsräson, wird von Lobbyisten definiert und ggfs. modifiziert, niemals von engagierten Bürgern.

Im Zuge der Globalisierung ändern sich die außenpolitischen, aber nicht wesentlich die innenpolitischen Konstellationen. Auf lange Sicht wird die Globalisierung neue Formen der Demokratie zeitigen, aber das wird ein sehr langwieriger Prozess sein, wie bereits die Entwicklung der EU, in der nur eine überschaubare Anzahl von Völkern zusammengeschlossen sind, belegt. Gleichwohl gibt es schon heute demokratische Einflussmöglichkeiten, vgl. das Beispiel TTIP.


Die Globalisierung ist ein ökonomischer Vorgang und alle politischen Entscheidungen unterliegen dem Diktat von global agierenden Lobbyisten.
Daran ändern auch modifizierte Verträge nichts. Letztlich bestimmt der Lobbyismus, wo Krieg und wo Frieden herrscht, auch im Wortsinn ....
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon Hieronymus » Mi 19. Jul 2017, 13:49

ThorsHamar hat geschrieben:(19 Jul 2017, 13:16)

Ja, wer politisch mitmischen will, muss sich engagieren. Aber wer politisch auch relevant mitbestimmen will, braucht eine Partei.


Eine Partei nicht unbedingt, aber gewiss eine Gruppe von Mitstreitern, sinnvolle politische Ziele und Überzeugungskraft. Und selbst wenn eine Parteibildung aus verschiedenen Gründen sinnvoll ist, so liegt es an den Mitgliedern, eine Partei sinnvoll und demokratisch zu handhaben.

Nicht jeder Mensch ist zum Berufspolitiker geeignet. Aber "mitmischen" geht auch ohne Partei, bei Volksentscheiden z. B.

Und schon wird das Engagement auf eine, eben die von mir genannte, professionelle Ebene gehoben und unterliegt dem Sachzwang!
Dieser Sachzwang, z.B. Staatsräson, wird von Lobbyisten definiert und ggfs. modifiziert, niemals von engagierten Bürgern.


Bürger mit einer solchen Mentalität sind in der Tat zum Politiker nicht geschaffen. Wer nicht willens und in der Lage ist, sich mit "Sachzwang" auseinanderzusetzen und an der Definition von "Sachzwang" mitzuwirken, also für seine politischen Zielsetzungen zu streiten, sondern schon kapituliert, bevor er überhaupt gestritten hat, muss sich eben andere Formen der politischen Mitwirkung suchen, die es gibt (s. o.).

Die Globalisierung ist ein ökonomischer Vorgang und alle politischen Entscheidungen unterliegen dem Diktat von global agierenden Lobbyisten.
Daran ändern auch modifizierte Verträge nichts. Letztlich bestimmt der Lobbyismus, wo Krieg und wo Frieden herrscht, auch im Wortsinn ....


Gegen feststehende Glaubenssätze kommt man mit Vernunft nicht an.
MfG

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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 19. Jul 2017, 14:19

Hieronymus hat geschrieben:(19 Jul 2017, 13:49)

Eine Partei nicht unbedingt, aber gewiss eine Gruppe von Mitstreitern, sinnvolle politische Ziele und Überzeugungskraft. Und selbst wenn eine Parteibildung aus verschiedenen Gründen sinnvoll ist, so liegt es an den Mitgliedern, eine Partei sinnvoll und demokratisch zu handhaben.


Da irrst Du aber gewaltig.Die Zeiten, in welchen z.B. eine SPD Ortsgruppe ihre basispolitische Meinung bis nach Oben durchgeben konnte und dort auch tatsächlich gehört und respektiert, ja sogar umgesetzt wurde, sind vorbei.
Es geht um Machtpositionen der eigenen Firma, ähm ...Partei. Genau deshalb sind mittlerweile die Parteiprogramme stromlinienförmig austauschbar.
Und DAS ist der Grund für das Anwachsen der Nichtwählerpartei: Es ist egal, wer regiert. Und die Krönung ist tatsächlich eine "grosse Koalition"!
Übrigens hat schon Adolf Hitler über diese Austauschbarkeit von Parteiprogrammen, bes. vor Wahlen, referiert, völlig korrekt analysiert in "Mein Kampf 2".
Seit ich das gelesen habe, ist mir der Werdegang des Aufstiegs dieses "Führers" klarer geworden, nämlich die anteilige Schuld von Parteien, welche mit ihrer Selbstbeschäftigung die Demokratie praktisch beseitigen!

Nicht jeder Mensch ist zum Berufspolitiker geeignet. Aber "mitmischen" geht auch ohne Partei, bei Volksentscheiden z. B.


Mitmischen ist nicht relevante, demokratisch legitimierte Politik mit Verantwortung und Verantwortlichkeit!!

Bürger mit einer solchen Mentalität sind in der Tat zum Politiker nicht geschaffen. Wer nicht willens und in der Lage ist, sich mit "Sachzwang" auseinanderzusetzen und an der Definition von "Sachzwang" mitzuwirken, also für seine politischen Zielsetzungen zu streiten, sondern schon kapituliert, bevor er überhaupt gestritten hat, muss sich eben andere Formen der politischen Mitwirkung suchen, die es gibt (s. o.).


Der Sachzwang ist das Ergebnis von Lobbyarbeit, welche grossnetzig von derselben Lobby begleitet wird, also ökonomisch - politische Entscheidungen werden medial begleitet und vorbereitet.
Es ist für einen Normal- Bürger, egal mit welcher Mentalität, kaum möglich, sich dieser Manipulation entziehen.
Was meinst Du z.B., warum der Deutsche sich zum Dieselauto hingewendet hat? Wegen des billigen Diesels? :cool:
Jeder Mensch mit Vernunft wusste um das Russproblem. Und statt Nahverkehr auszubauen, Schiene überhaupt, haben wir in Deutschland ( noch) Dieselfans und LKW Kolonnen ....
Momentan wird ja die nächste Stufe der Idiotie vorbereitet: E-Fahrzeuge, die alleine fahren ....

Gegen feststehende Glaubenssätze kommt man mit Vernunft nicht an.


Doch, wenn man die Religionsstifter kennt ....
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 19. Jul 2017, 14:28

ThorsHamar hat geschrieben:(19 Jul 2017, 14:19)
Es ist egal, wer regiert.


Ich bin ja der Meinung, eine Regierung, die man nicht merkt ist eine gute Regierung.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 19. Jul 2017, 14:54

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Jul 2017, 14:28)

Ich bin ja der Meinung, eine Regierung, die man nicht merkt ist eine gute Regierung.


Ja, das gilt, wenn Regierung tatsächlich vom Volk beauftragt, im Sinne des Volkes regiert. Das ist dann ein funktionierendes Team.
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon Unité 1 » Mi 19. Jul 2017, 15:25

ThorsHamar hat geschrieben:(19 Jul 2017, 14:54)

Ja, das gilt, wenn Regierung tatsächlich vom Volk beauftragt,

Wie sähe sie denn aus, die tatsächliche Beauftragung?
im Sinne des Volkes regiert.
Es gibt keinen Volkswillen, dafür viele partikulare Interessen. Pluralismus ist ein Wert, kein Nachteil.
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon Hieronymus » Mi 19. Jul 2017, 15:30

ThorsHamar hat geschrieben:(19 Jul 2017, 14:19)

Da irrst Du aber gewaltig.Die Zeiten, in welchen z.B. eine SPD Ortsgruppe ihre basispolitische Meinung bis nach Oben durchgeben konnte und dort auch tatsächlich gehört und respektiert, ja sogar umgesetzt wurde, sind vorbei.
Es geht um Machtpositionen der eigenen Firma, ähm ...Partei. Genau deshalb sind mittlerweile die Parteiprogramme stromlinienförmig austauschbar.
Und DAS ist der Grund für das Anwachsen der Nichtwählerpartei: Es ist egal, wer regiert. Und die Krönung ist tatsächlich eine "grosse Koalition"!


Dann irre ich mich eben. Jedenfalls gehöre ich nicht zu den notorisch Politikverdrossenen.

Dass die zur Wahl antretenden Parteien "Machtpositionen" anstreben, ist eine Binsenweisheit. Wollten sie das nicht, wäre es Unfug für sie, überhaupt zur Wahl anzutreten.

Ob die "Parteiprogramme" wirklich so "austauschbar" sind? Ein Großteil der Wähler macht sich überhaupt nicht die Mühe, sie zu lesen. Insofern ist der Vorwurf der Austauschbarkeit bei vielen Nichtwählern mehr ein Nachplappern als eigene Erkenntnis.

Auch wäre zu fragen, worin die "Austauschbarkeit" besteht. Alle demokratischen Parteien sind im Laufe der bundesrepublikanischen Geschichte zu einem "demokratischen Grundkonsens" gelangt. Darin sind sie sich vollkommen einig, und das sollte nicht negativ kritisiert werden. Daraus eine Motivation zum Nichtwählen zu ziehen, belegt keine politische Mündigkeit, sondern das Gegenteil.

Was eine "Große Koalition" angeht: sie ist ein ganz normaler demokratischer Vorgang, wobei beide Koalitionspartner politische Zielsetzungen durchsetzen können. Im Grunde ist es "egal, wer regiert", denn viel wichtiger ist es, wie regiert wird!

Übrigens hat schon Adolf Hitler über diese Austauschbarkeit von Parteiprogrammen, bes. vor Wahlen, referiert, völlig korrekt analysiert in "Mein Kampf 2".
Seit ich das gelesen habe, ist mir der Werdegang des Aufstiegs dieses "Führers" klarer geworden, nämlich die anteilige Schuld von Parteien, welche mit ihrer Selbstbeschäftigung die Demokratie praktisch beseitigen!


Ah, Adolf Hitler als Gewährsmann - ein ausgewiesener Demokrat. :D

Der Aufstieg Hitlers hatte weitaus wichtigere Gründe. Aber zugegeben: die demokratischen Parteien der Weimarer Republik waren nicht willens, sich zu verständigen, zu koalieren und demokratische Regierungsverantwortung wahrzunehmen. Die Parteien in der Bundesrepublik sind glücklicherweise anders!

Mitmischen ist nicht relevante, demokratisch legitimierte Politik mit Verantwortung und Verantwortlichkeit!!


"Mitmischen" ist der von dir eingeführte Begriff. Und wer politisch "mitmischt", hat auf die eine oder andere Weise "demokratische Politik" mitzuverantworten. Das geschieht bereits mit wesentlicher Wirkung durch eine Wahlentscheidung und kann - ich wiederhole mich - außerdem auf andere Art und Weise erfolgen. Wer nicht "mitmischt", trägt dafür ebenfalls Verantwortung!

Der Sachzwang ist das Ergebnis von Lobbyarbeit, welche grossnetzig von derselben Lobby begleitet wird, also ökonomisch - politische Entscheidungen werden medial begleitet und vorbereitet.
Es ist für einen Normal- Bürger, egal mit welcher Mentalität, kaum möglich, sich dieser Manipulation entziehen.
Was meinst Du z.B., warum der Deutsche sich zum Dieselauto hingewendet hat? Wegen des billigen Diesels? :cool:
Jeder Mensch mit Vernunft wusste um das Russproblem. Und statt Nahverkehr auszubauen, Schiene überhaupt, haben wir in Deutschland ( noch) Dieselfans und LKW Kolonnen ....
Momentan wird ja die nächste Stufe der Idiotie vorbereitet: E-Fahrzeuge, die alleine fahren ....


Es gibt viele Sachzwänge, die sich aus nationalem ebenso wie aus internationalem Recht ergeben. Eine Beschränkung auf "Lobbyarbeit" geht an der Realität vorbei.

Doch, wenn man die Religionsstifter kennt ....


Kennst du ihn?
MfG

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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 19. Jul 2017, 16:03

Hieronymus hat geschrieben:(19 Jul 2017, 15:30)

Dann irre ich mich eben. Jedenfalls gehöre ich nicht zu den notorisch Politikverdrossenen.


Ich auch nicht.

Dass die zur Wahl antretenden Parteien "Machtpositionen" anstreben, ist eine Binsenweisheit. Wollten sie das nicht, wäre es Unfug für sie, überhaupt zur Wahl anzutreten.


Das ist tatsächlich eine Binsenweisheit, um welches es aber gar nicht geht ...

Ob die "Parteiprogramme" wirklich so "austauschbar" sind? Ein Großteil der Wähler macht sich überhaupt nicht die Mühe, sie zu lesen. Insofern ist der Vorwurf der Austauschbarkeit bei vielen Nichtwählern mehr ein Nachplappern als eigene Erkenntnis.


Und? Das macht die Stromlinienförmigkeit doch kaum besser ....

Auch wäre zu fragen, worin die "Austauschbarkeit" besteht. Alle demokratischen Parteien sind im Laufe der bundesrepublikanischen Geschichte zu einem "demokratischen Grundkonsens" gelangt. Darin sind sie sich vollkommen einig, und das sollte nicht negativ kritisiert werden. Daraus eine Motivation zum Nichtwählen zu ziehen, belegt keine politische Mündigkeit, sondern das Gegenteil.


Damit erklärst Du ja gerade die Unsinnigkeit der Darstellung von Alternativen. Es ist egal, wer regiert ....

Was eine "Große Koalition" angeht: sie ist ein ganz normaler demokratischer Vorgang, wobei beide Koalitionspartner politische Zielsetzungen durchsetzen können. Im Grunde ist es "egal, wer regiert", denn viel wichtiger ist es, wie regiert wird!


Und nochmal ...

Ah, Adolf Hitler als Gewährsmann - ein ausgewiesener Demokrat. :D


Blödsinn! Es war ein Hinweis, dass auch am Vorabend der Machtergreifung einer Diktatur ein Parteisystem herrschte, welches tatsächliche Demokratie hinter parteilichen Eigennutz stellte!


"Mitmischen" ist der von dir eingeführte Begriff.


Das ist falsch. Der Begriff kam von Dir.

Es gibt viele Sachzwänge, die sich aus nationalem ebenso wie aus internationalem Recht ergeben. Eine Beschränkung auf "Lobbyarbeit" geht an der Realität vorbei.



Auch internationales Recht und, vor Allem, dessen Auslegung und Anwendung, ist das Ergebnis von Lobbyarbeit.

Kennst du ihn?


Es ist nicht einer .....
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 19. Jul 2017, 16:12

Unité 1 hat geschrieben:(19 Jul 2017, 15:25)

Wie sähe sie denn aus, die tatsächliche Beauftragung?


... zum Beispiel mit einer Koppelung von Entscheidungen an Verantwortlichkeit, adäquate Haftung. Gäbe es das, würden relevante Entscheidungen viel öfter mehrheitlich abgesichert werden.

Es gibt keinen Volkswillen, dafür viele partikulare Interessen. Pluralismus ist ein Wert, kein Nachteil.


Richtig. Was ich meine , sind auch keine Volksentscheide zu jedem Pups-Thema, aber bei relevanten Sachen ist Basisdemokratie schon vertrauensbildender als Parteikalküle und Eitelkeiten.
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 19. Jul 2017, 16:15

jack000 hat geschrieben:(18 Jul 2017, 21:02)

Sorry, aber das ist Unsinn! Ich habe mich mit dem Projekt "Reaktivierung Strecke Calw - Renningen" beschäftigt und da ist alles Mögliche im Weg aber wohl kaum ein Vogelschutzgesetz welches von der Automobilindustrie angeleiert wurde ...
=> Das Problem ist eher das da zuviele mitreden! Als die Bahn damals vom König von Württemberg gebaut wurde ging das Ruck-Zuck da halt nur 1 Person das Sagen hatte (Was kein Vorteil insgesamt ist, aber zumindest solche Projekte schneller realisieren lässt).
Heutzutage reden da mit:
- Landkreis Böblingen (wenig Interesse)
- Landkreis Calw (Hohes Interesse)
- Naturschutzbund
- S-Bahn Stuttgart (Fürchtet das der S-Bahn-Takt in Gefahr gerät)
- Vehrkehrsclub Deutschland
- Anwohner die 40 Meter entfernt wohnen und Angst haben nicht mehr auf dem Balkon grillen zu können weil eine Diesellok zu viele Abgase ausstoßen würde
- Das Land Baden-Württemberg (Gibt Geld dazu)
- Der Bund (Gibt Geld dazu)
- etc...
=> So einfach ist das nun mal nicht ... Meldungen das Mercedes und Porsche sich gegen die Reaktivierung der Bahn eingesetzt haben sind mir nicht bekannt ...


Ein großes Problem. An jeder Entscheidung sind unzählige beteiligt. Jeder will mitreden. Und am Ende passiert gar nichts. Wie bei unserer B224 in Bottrop. Da ist Dauerstau und Lärm ohne Ende. Aber eine neue Autobahn als Ersatz mit meterhohen Lärmschutzwänden wird seit 20 Jahren regelmässig zwischen Planern, der Stadt Bottrop und Anwohnern zerredet. Derweil kommen alle Nase lang neue noch kompliziertere Bauvorschriften die auch alles noch langwieriger und teurer machen.

Leider gibt es keine, also gar keine Partei die den Vorschriften und Bürokratiewahn beenden könnte oder wollte. Auch die FDP hat immer nur davon geredet aber in der Praxis nur Verantwortlichkeiten und Vorgaben an die Bürger/Betriebe verschoben. Vorschriften ersatzlos streichen? Nö. Es lebe der Stempel!
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 19. Jul 2017, 16:16

ThorsHamar hat geschrieben:(19 Jul 2017, 16:12)

... zum Beispiel mit einer Koppelung von Entscheidungen an Verantwortlichkeit, adäquate Haftung. Gäbe es das, würden relevante Entscheidungen viel öfter mehrheitlich abgesichert werden.

Richtig. Was ich meine , sind auch keine Volksentscheide zu jedem Pups-Thema, aber bei relevanten Sachen ist Basisdemokratie schon vertrauensbildender als Parteikalküle und Eitelkeiten.


Verantwortlich will aber keiner sein. Haften will auch keiner. Dann entscheidet man lieber nicht oder versucht Verantwortlichkeiten an die von Bürokratie Betroffenen zu verschieben.
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Re: Die Undemokratie durchbrechen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 19. Jul 2017, 16:53

Alter Stubentiger hat geschrieben:(19 Jul 2017, 16:16)

Verantwortlich will aber keiner sein. Haften will auch keiner. Dann entscheidet man lieber nicht oder versucht Verantwortlichkeiten an die von Bürokratie Betroffenen zu verschieben.


eben ...

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