Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon H2O » Mi 26. Apr 2017, 20:50

Anderus hat geschrieben:(26 Apr 2017, 20:14)

...
...

Eine Gruppe zu treffen, im Rahmen eines Staatsbesuches, die sich das erklärte Ziel gesetzt hat, (wenn auch nicht ausgesprochen), Israel zu vernichten und die Palästinenser in unvorstellbares Elend zu stürzen, ist ein solcher Affront gegen den Gastgeber, das es in keiner Weise gerechtfertigt ist, von Regierungsvertretern Israels gehört zu werden.
...


Sehen Sie, das nicht ausgesprochene Ziel... gibt Ihnen Ihre Formulierung nicht zu denken?

So könnten Sie mir aufgrund meiner lockeren Reden nicht ausgesprochenen Antisemitismus vorhalten oder gleich noch verkapptes Nazitum. Keine Bange, auch das gab es schon. Dagegen könnte ich mich noch nicht einmal verwahren, weil ich dann das Nicht Vorhandene nachweisen müßte. Bleibt nur das Vertrauen, daß das Nicht Ausgesprochen auch nicht gedacht oder beabsichtigt ist. Wenn das Vertrauen aber nicht vorhanden ist, dann wird das Nicht Ausgesprochene zum Beweis. Junge, Junge, welcher Eiertanz!
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Moses » Mi 26. Apr 2017, 21:11

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2017, 15:57)

Diese Leute laufen doch aber in Israel frei herum, oder? In China erträgt die allmächtige Partei solche Treffen ohne Grimm. Ich halte die Reaktion weiterhin für weit überzogen. Aber die Debatte bringt hier aus Mangel an neuen Gesichtspunkten nichts mehr.


Setzt Du hier gerade China mit Israel gleich?
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Anderus » Mi 26. Apr 2017, 21:30

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2017, 20:50)

Sehen Sie, das nicht ausgesprochene Ziel... gibt Ihnen Ihre Formulierung nicht zu denken?

So könnten Sie mir aufgrund meiner lockeren Reden nicht ausgesprochenen Antisemitismus vorhalten oder gleich noch verkapptes Nazitum. Keine Bange, auch das gab es schon. Dagegen könnte ich mich noch nicht einmal verwahren, weil ich dann das Nicht Vorhandene nachweisen müßte. Bleibt nur das Vertrauen, daß das Nicht Ausgesprochen auch nicht gedacht oder beabsichtigt ist. Wenn das Vertrauen aber nicht vorhanden ist, dann wird das Nicht Ausgesprochene zum Beweis. Junge, Junge, welcher Eiertanz!


Ich habe gar nichts zum Beweis erklärt. Ich schaue mir nur genau an, was dort im Nahen Osten abläuft, und ziehe meine Schlüsse daraus. Ich bin mir sicher, zu wissen, was passiert, wenn sich Israel auf eine Zweistaatenlösung einließe, genauso wie ich mir sicher war, wohin ein Land wie die Türkei abdriftet, wenn man einen Herrn Erdogan machen lässt.

Wenn eine Zweistaatenlösung in Palästina, von einer Gruppe bevorzugt wird, sollten alle Alarmglocken läuten. Mit solchen Leuten würde ich mich zum Verrecken nicht unterhalten (sei denn sie hätten gute Vorschläge). Wer eine solche Lösung propagiert, unter den Umständen die heute herrschen, will fast immer das Verbrechen. Wer eine solche "Lösung" propagiert, ist entweder ein maßloser Dummkopf, (wovon ich bei Herrn Gabriel ausgehe), oder ein Verbrecher. Schon alleine der Ansatz, "Weil Soldaten Verbrechen begangen haben, hat Israel die Pflicht, einer Zweistaatenlösung zuzustimmen," ist sowas von absurd, das man kaum gewillt ist, sich damit zu beschäftigen.

Bitte, wenn eine Gruppe eine Zweistaatenlösung will, soll sie brauchbare Vorschläge machen, worüber man nachdenken und diskutieren kann. Wer aber hingeht, und seinen Gesprächspartner erstmal unter Druck setzt, um ihn willig für Verträge zu machen, die er so nicht will, der ist ein schäbiger Zeitgenosse, den man meiden sollte. Wie wäre es denn umgekehrt? Was wäre denn, wenn eine israelische Gruppe die Gräueltaten der Palästinenser anprangern würde, um sie dann weich zu kochen, damit sie einem Großisrael, mit Gaza und Westbank zustimmen müssen?
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon H2O » Mi 26. Apr 2017, 22:29

Moses hat geschrieben:(26 Apr 2017, 21:11)

Setzt Du hier gerade China mit Israel gleich?


Ganz im Gegenteil; allein schon die Landfläche... :) Nein, ich hatte mich auf Umgangsformen bezogen, was denn so passiert, wenn ein deutscher Politiker sich unbotmäßig aufführt.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Moses » Mi 26. Apr 2017, 22:30

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2017, 22:29)

Ganz im Gegenteil; allein schon die Landfläche... :) Nein, ich hatte mich auf Umgangsformen bezogen, was denn so passiert, wenn ein deutscher Politiker sich unbotmäßig aufführt.

War ein schlechter Ansatz!
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon H2O » Mi 26. Apr 2017, 22:47

Anderus hat geschrieben:(26 Apr 2017, 21:30)

Ich habe gar nichts zum Beweis erklärt. Ich schaue mir nur genau an, was dort im Nahen Osten abläuft, und ziehe meine Schlüsse daraus. Ich bin mir sicher, zu wissen, was passiert, wenn sich Israel auf eine Zweistaatenlösung einließe, genauso wie ich mir sicher war, wohin ein Land wie die Türkei abdriftet, wenn man einen Herrn Erdogan machen lässt.

Wenn eine Zweistaatenlösung in Palästina, von einer Gruppe bevorzugt wird, sollten alle Alarmglocken läuten. Mit solchen Leuten würde ich mich zum Verrecken nicht unterhalten (sei denn sie hätten gute Vorschläge). Wer eine solche Lösung propagiert, unter den Umständen die heute herrschen, will fast immer das Verbrechen. Wer eine solche "Lösung" propagiert, ist entweder ein maßloser Dummkopf, (wovon ich bei Herrn Gabriel ausgehe), oder ein Verbrecher. Schon alleine der Ansatz, "Weil Soldaten Verbrechen begangen haben, hat Israel die Pflicht, einer Zweistaatenlösung zuzustimmen," ist sowas von absurd, das man kaum gewillt ist, sich damit zu beschäftigen.

Bitte, wenn eine Gruppe eine Zweistaatenlösung will, soll sie brauchbare Vorschläge machen, worüber man nachdenken und diskutieren kann. Wer aber hingeht, und seinen Gesprächspartner erstmal unter Druck setzt, um ihn willig für Verträge zu machen, die er so nicht will, der ist ein schäbiger Zeitgenosse, den man meiden sollte. Wie wäre es denn umgekehrt? Was wäre denn, wenn eine israelische Gruppe die Gräueltaten der Palästinenser anprangern würde, um sie dann weich zu kochen, damit sie einem Großisrael, mit Gaza und Westbank zustimmen müssen?


Welche Lösung schwebt Ihnen denn vor, wenn doch die Zweistaatenlösung verworfen werden muß? Zu Ihrer Beruhigung: Da war ich schon einmal angelangt. Aber außer sehr großer Aufregung kam da nichts Greifbares, auf das man zuarbeiten könnte. Mit "man" meine ich alle Freunde Israels.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon H2O » Mi 26. Apr 2017, 22:48

Moses hat geschrieben:(26 Apr 2017, 22:30)

War ein schlechter Ansatz!


Das Urteil nehme ich demütig an.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Liegestuhl » Mi 26. Apr 2017, 23:03

H2O hat geschrieben:(26 Apr 2017, 22:47)

Welche Lösung schwebt Ihnen denn vor, wenn doch die Zweistaatenlösung verworfen werden muß? Zu Ihrer Beruhigung: Da war ich schon einmal angelangt. Aber außer sehr großer Aufregung kam da nichts Greifbares, auf das man zuarbeiten könnte. Mit "man" meine ich alle Freunde Israels.


Lehn dich zurück und lass dich überraschen! Die Israelis machen das schon.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon jellobiafra » Mi 26. Apr 2017, 23:06

Das Problem ist ja, dass Israel weder eine Zwei- noch eine Einstaatenregelung möchte. Weder Palästina noch Isratina.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon H2O » Mi 26. Apr 2017, 23:11

Liegestuhl hat geschrieben:(26 Apr 2017, 23:03)

Lehn dich zurück und lass dich überraschen! Die Israelis machen das schon.

Ich freue mich schon auf eine angenehme Überraschung.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon ThorsHamar » Do 27. Apr 2017, 00:29

Liegestuhl hat geschrieben:(26 Apr 2017, 23:03)

Lehn dich zurück und lass dich überraschen! Die Israelis machen das schon.


Ja, vor Allem die potentiellen Israelis, die gar nicht in Israel leben wollen, machen das schon ...
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Nomen Nescio » Do 27. Apr 2017, 00:31

Anderus hat geschrieben:(26 Apr 2017, 20:14)

Was soll das israelische Militär denn machen, wenn es von einer Bevölkerung ständig angegriffen wird

was ist ursache und was ist folge?? ich weiß noch daß als israel die gebiete besetzte kaum davon rede war. inzwischen ist eine neue generation angewachsen. wenn nicht zwei. die ist nicht so eingeschüchtert wie die menschen in den 40. und 50. jahren.
sie sehen keine perspektive. die landwirtschaftliche politik von israel ist an vielem debet: vernichten von olivenbaumgärten; zu wenig wasser; enteignen; usw.

ICH weiß noch sehe ein lösung. erkenne aber jedenfalls das problem.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Vongole » Do 27. Apr 2017, 01:12

ThorsHamar hat geschrieben:(27 Apr 2017, 00:29)

Ja, vor Allem die potentiellen Israelis, die gar nicht in Israel leben wollen, machen das schon ...


Was bitte sind potentielle Israelis?
Deutsche Juden vielleicht?
Lassen Sie sich sagen, viele denken mittlerweile an Auswanderung angesichts wachsender antisemitischer/antizionistischer Strömungen hier.
elmore

Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon elmore » Do 27. Apr 2017, 02:21

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article164033991/Sigmar-Gabriel-hat-als-Diplomat-versagt.html
Ich verlinke hier einen welt.de Artikel von Alan Posener,
der den Eklat und die Zusammenhänge anläßlich des ANTRITTSbesuchs
unseres Aussenministers und dessen diplomatisches Versagen nocheinmal sehr gut
und detailreich nachzeichnet. Auch wie er wohl
in seiner im eigenen Selbstgefälligkeit und Selbstherrlichkeit
natürlich jede Möglichkeit brüsk zurückwies, in Vorgesprächen
selbst ein Telefonat mit Netanjahu ablehnte.

Ebensowenig bereit war, sich mit anderen NGOs zu treffen, sich nicht nur mit diesen beiden,
die seine Sichtweise anläßlich des damaligen Besuchs Hebron (2012) bestätigten,
und genauso wie er, im Fall von Hebron, von einem Apartheitsregime Israel und einem rechtsfreien Raum
sprachen und sprechen. Diese NGOs teils sogar von ethnischen Säuberungen …

Es ist auch nachvollziehbar, dass er nur diese beiden NGOs treffen wollte,
und bei diesen Gesprächen keine weiteren israelischen NGOs dabei haben wollte…
Von denen es eine ganz Menge gibt, die aber eben nicht diese fundamentalen und extrem
Israel-und IDFfeindlichen Meinungen vertreten.

Wozu sich als Aussenminister Deutschlands die Mühe machen, ein ausgewogeneres Meinungsbild der israealischen
Zivilgesellschaft zu erhalten? Abseits der offiziellen Regierungsmeinung.
Das braucht doch ein Herr Gabriel nicht. Der weiss doch schon alles…

btw:
Die Hamas hat sich erst vor kurzem einen besonders friedfertigen Herrn zum neuen Chef erkoren.
Ein anerkannter Mehrfachmörder, der nicht nur eigene Konkurrenten killt, wenn es ihm nötig erscheint,
sondern auch klar den Kampf mit Tunnels und weiterem Terror als Mittel der Lösung ansieht und
auch betreibt. Und zwar sehr eindrucksvoll. Er soll ja ein sehr durchsetzungs- und willenstarker
Mensch sein, der weder Skrupel beim Einsatz von Terror und Gewalt kennt und nur ein Ziel:
Israel auszulöschen.

Im militärischen Sinne, auch aufgrund seiner ausserordentlichen psychopathischen Fähigkeiten
und gesegnet mit hoher Intelligenz, bringen ihm sogar Israels Militärs und Geheimdieneste
den Respekt eines ernstzunehmenden Gegners (=Terrorstratege der Premiumklasse) entgegen.

Wie war das gleich nochmal mit der Zweistaatenlösung, die Gabriel so unermüdlich bewirbt, wie auch die
genauso einseitig und politisch blinde EU?
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Liegestuhl » Do 27. Apr 2017, 06:23

Vongole hat geschrieben:(27 Apr 2017, 01:12)

Was bitte sind potentielle Israelis?.


Sein chronisches Bangen vor dem Weltjudentum
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Keoma » Do 27. Apr 2017, 07:32

Ja, ja, vor Erdogan geht man in die Knie und bei Israel, auf das sowieso alle hinhauen, spielt man den Jimmy.
Das ist hohe Politik.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Liegestuhl » Do 27. Apr 2017, 08:20

Mal schauen, ob Gabriel beim nächsten Türkei-Besuch Leute der Gülen-Bewegung besucht.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Senexx » Do 27. Apr 2017, 08:28

Unwahrscheinlich.

Er will doch "den Gesprächsfaden erhalten."
Ich verwende niemals "copy+paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Nieder mit dem Extremismus: Wider SED, AfD und Grüne!
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon relativ » Do 27. Apr 2017, 08:41

elmore hat geschrieben:(27 Apr 2017, 02:21)

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article164033991/Sigmar-Gabriel-hat-als-Diplomat-versagt.html
Ich verlinke hier einen welt.de Artikel von Alan Posener,
der den Eklat und die Zusammenhänge anläßlich des ANTRITTSbesuchs
unseres Aussenministers und dessen diplomatisches Versagen nocheinmal sehr gut
und detailreich nachzeichnet. Auch wie er wohl
in seiner im eigenen Selbstgefälligkeit und Selbstherrlichkeit
natürlich jede Möglichkeit brüsk zurückwies, in Vorgesprächen
selbst ein Telefonat mit Netanjahu ablehnte.

Ebensowenig bereit war, sich mit anderen NGOs zu treffen, sich nicht nur mit diesen beiden,
die seine Sichtweise anläßlich des damaligen Besuchs Hebron (2012) bestätigten,
und genauso wie er, im Fall von Hebron, von einem Apartheitsregime Israel und einem rechtsfreien Raum
sprachen und sprechen. Diese NGOs teils sogar von ethnischen Säuberungen …

Es ist auch nachvollziehbar, dass er nur diese beiden NGOs treffen wollte,
und bei diesen Gesprächen keine weiteren israelischen NGOs dabei haben wollte…
Von denen es eine ganz Menge gibt, die aber eben nicht diese fundamentalen und extrem
Israel-und IDFfeindlichen Meinungen vertreten.

Wozu sich als Aussenminister Deutschlands die Mühe machen, ein ausgewogeneres Meinungsbild der israealischen
Zivilgesellschaft zu erhalten? Abseits der offiziellen Regierungsmeinung.
Das braucht doch ein Herr Gabriel nicht. Der weiss doch schon alles…

btw:
Die Hamas hat sich erst vor kurzem einen besonders friedfertigen Herrn zum neuen Chef erkoren.
Ein anerkannter Mehrfachmörder, der nicht nur eigene Konkurrenten killt, wenn es ihm nötig erscheint,
sondern auch klar den Kampf mit Tunnels und weiterem Terror als Mittel der Lösung ansieht und
auch betreibt. Und zwar sehr eindrucksvoll. Er soll ja ein sehr durchsetzungs- und willenstarker
Mensch sein, der weder Skrupel beim Einsatz von Terror und Gewalt kennt und nur ein Ziel:
Israel auszulöschen.

Im militärischen Sinne, auch aufgrund seiner ausserordentlichen psychopathischen Fähigkeiten
und gesegnet mit hoher Intelligenz, bringen ihm sogar Israels Militärs und Geheimdieneste
den Respekt eines ernstzunehmenden Gegners (=Terrorstratege der Premiumklasse) entgegen.

Wie war das gleich nochmal mit der Zweistaatenlösung, die Gabriel so unermüdlich bewirbt, wie auch die
genauso einseitig und politisch blinde EU?

Sorry, aber so eine einseitige Sichtweise kann man so nicht stehen lassen.
Was glaubst du denn mit wie vielen Personen der Minister bei so einem Besuch spricht. Glaubst du da kommt nur die Opposition vor? Glaubst du dies wirklich?
Man kann sogar sagen, daß dieses Treffen von Gabriel, das einzige Treffen auf dieser Reise war, wo er auch mal kritische Meinungen aus dem Volk aufnehmen konnte.
Btw. Sogar die sonst so israelfreundliche Bild steht heute ein bemerkenswerter Artikel.
Auszug daraus:
"Die israelische Botschaft in Berlin kannte die Planungen, hatte ein Treffen mit den beiden Organisationen zwar für "unerwünscht" erklärt. Derartige Treffen hatten aber bisher bei Besuchen aus Deutschland nicht zu Problemen geführt. Als Israels Premier Netanjahu am Dienstag trotzdem drohte, das Gespräch mit Gabriel abzusagen, telefonierte der Aussenminister kurz mit Kanzlerin Merkel. Ergebnis: Das Kanzleramt unterstütze Gabriels Linie."

Anmerkungen:
Das Freunde/Partner sich häufiger und gefühlt stärker kritisieren, als die "Feinde" bzw. Gegner ist m.M. nix aussergewöhnliches, bzw. zeigt es doch eher, daß einem die Beziehung etwas bedeutet.
Denn bei der Kritik an den Gegnern, "Feinde", ist man sich ja weitgehend einig und mal ehrlich muss man ständig wiederholen, daß manTerror gegen Israel auch nicht prickelnd findet und diesen verabscheut. Diesen kritikresistenten Menschen kann man nur noch Verabscheuung entgegenwerfen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Keoma » Do 27. Apr 2017, 08:48

Dem anderen mit dem Arsch ins Gesicht zu fahren ist also ein Ausdruck tiefer Freundschaft.
Dass ich nicht selbst darauf gekommen bin.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
Daniel Patrick Moynihan

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