Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

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Marmelada
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Marmelada » Fr 17. Mär 2017, 21:28

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Mar 2017, 19:27)
...

Denkbar, dass man nun in Ankara hektisch berät, wie der nächste Tobsuchtsanfall aussehen soll.
Die Bandbreite reicht ja immerhin von "Faschismus" über "Kreuzzug" bis hin zu "Nationalsozialismus". Man darf also gespannt sein.
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Adam Smith
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Adam Smith » Fr 17. Mär 2017, 21:32

Marmelada hat geschrieben:(17 Mar 2017, 21:28)

Die Bandbreite reicht ja immerhin von "Faschismus" über "Kreuzzug" bis hin zu "Nationalsozialismus". Man darf also gespannt sein.


Erdogan wir wollen endlich, dass die offene Grenze geöffnet wird. Und zwar sofort.
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think twice
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon think twice » Fr 17. Mär 2017, 21:39

Julian hat geschrieben:(16 Mar 2017, 10:23)

Leider ist aber halt der Anteil der Menschen türkischer Herkunft, die sich gar nicht anders als als Türken verstehen wollen, Staatsbürgerschaft hin oder her, und Erdogan mit Allahu akbar-Rufen zujubeln, sehr groß.

Deshalb haben sich auch nur knapp 40% an der letzten Türkei-Wahl beteiligt und von den 40% haben 60% den Erdogan gewählt.
Wahnsinnig großer Anteil, echt!
Duldsamkeit heißt nicht, dass ich auch billige, was ich dulde.
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Marmelada
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Marmelada » Fr 17. Mär 2017, 21:45

Adam Smith hat geschrieben:(17 Mar 2017, 21:32)

Erdogan wir wollen endlich, dass die offene Grenze geöffnet wird. Und zwar sofort.
Wie meinen?
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Jekyll
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Fr 17. Mär 2017, 22:10

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Mar 2017, 19:27)

Das Auftrittsverbot für den AKP-Politiker Eker ist auf ganz Niedersachsen ausgeweitet worden.

Grund: Sicherheitsbedenken - die Betätigung von Herrn Eker könnte das friedliche Zusammenleben von Deutschen und Ausländern im Bundesgebiet gefährden.

Denkbar, dass man nun in Ankara hektisch berät, wie der nächste Tobsuchtsanfall aussehen soll.
Es zeugt schon von einem abgrundtiefen Zynismus, wenn deutsche Entscheidungsträger die Interessen von türkischen Mitbürgern derart rigoros missachten, was erst recht "das friedliche Zusammenleben" von Deutschen und Türken gefährden dürfte, um dann als Grund die Sorge um die Erhaltung genau dieses Friedens vorzuschieben. Vielleicht ist es aber auch eine seltene Art von Dummheit, die die hiesige Politiker (samt Bürger) befallen hat und sie nicht mehr klar sehen lässt. Wie auch immer. Zu einem Streit gehören immer zwei (oder auch mehr).
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon jellobiafra » Fr 17. Mär 2017, 22:27

Was mich wirklich in diesem Zusammenhang interessiert, ist, ob der abgesagte Auftritt von Herrn Eker auf der Liste der 30 Auftritte stand, die Herrn Gabriel überreicht wurde.

Wenn Ja, dann muss ja bekannt gewesen sein, dass er auftritt. (Falls die Kommunikation halbwegs funktioniert).
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Adam Smith
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Adam Smith » Fr 17. Mär 2017, 22:42

Marmelada hat geschrieben:(17 Mar 2017, 21:45)

Wie meinen?


Erdogan soll die Farce beenden.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Zunder » Fr 17. Mär 2017, 22:57

Erdogan und seine Kumpane sind keine türkischen Mitbürger.
Solange die türkische Opposition nicht das Recht und nicht die Möglichkeit hat, ebenso wie die Erdogang in Deutschland aufzutreten, dient es schlicht der politischen Hygiene, dem rechtsstaatlichen Prinzip der Gleichbehandlung und dem sozialen Frieden, den faschistoiden Hetzern aus der Türkei die Propaganda in diesem Land gar nicht erst zu ermöglichen.
Ob deshalb irgendwelchen Berufsempörten und Erzheuchlern der Schaum aus Mund und Nase quillt, ist nun wirklich unerheblich.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Keoma » Fr 17. Mär 2017, 23:01

Jekyll hat geschrieben:(17 Mar 2017, 22:10)

Es zeugt schon von einem abgrundtiefen Zynismus, wenn deutsche Entscheidungsträger die Interessen von türkischen Mitbürgern derart rigoros missachten, was erst recht "das friedliche Zusammenleben" von Deutschen und Türken gefährden dürfte, um dann als Grund die Sorge um die Erhaltung genau dieses Friedens vorzuschieben. Vielleicht ist es aber auch eine seltene Art von Dummheit, die die hiesige Politiker (samt Bürger) befallen hat und sie nicht mehr klar sehen lässt. Wie auch immer. Zu einem Streit gehören immer zwei (oder auch mehr).


Ja eh.
Ich würde sagen, auf Mitbürger, die solchen Idioten zujubeln, kann man gerne verzichten.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon jellobiafra » Fr 17. Mär 2017, 23:38

https://www.welt.de/politik/ausland/article162946953/Erdogan-ruft-Tuerken-in-Europa-zum-Kinderkriegen-auf.html

„Macht nicht drei, sondern fünf Kinder, denn ihr seid die Zukunft Europas“, sagte Erdogan am Freitag im westtürkischen Eskisehir. „Das wird die beste Antwort sein, die ihr auf die Unverschämtheiten, Feindseligkeiten und Ungerechtigkeiten, die man euch antut, geben könnt.“


Na dann ans Werk.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Fr 17. Mär 2017, 23:40

Keoma hat geschrieben:(17 Mar 2017, 23:01)

Ja eh.
Ich würde sagen, auf Mitbürger, die solchen Idioten zujubeln, kann man gerne verzichten.
Dann hast du das Konzept der Demokratie nicht wirklich verstanden. Du lebst im falschen System, Freund.
Sie schufen eine Wüste und nannten es...Frieden.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Fr 17. Mär 2017, 23:43

Sex hat eh eine deeskalierende Wirkung. Gar nicht so verkehrt die Idee.
Sie schufen eine Wüste und nannten es...Frieden.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon PeterK » Fr 17. Mär 2017, 23:44

Jekyll hat geschrieben:(17 Mar 2017, 22:10)
Es zeugt schon von einem abgrundtiefen Zynismus, wenn deutsche Entscheidungsträger die Interessen von türkischen Mitbürgern derart rigoros missachten ...

Das habe ich nicht verstanden. Inwiefern missachten "deutsche Entscheidungsträger" die Interessen von türkischen Mitbürgern?
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Fr 17. Mär 2017, 23:51

PeterK hat geschrieben:(17 Mar 2017, 23:44)

Das habe ich nicht verstanden. Inwiefern missachten "deutsche Entscheidungsträger" die Interessen von türkischen Mitbürgern?
Es leben in diesem Land türkische Mitbürger, die ein berechtigtes Interesse an der politischen Gestaltung ihres Heimatlandes haben. Diese Interessen werden beschnitten aus rein wahltaktischen, populistischen Gründen (siehe auch den Erfolg von Rutte in Niederlande). Langfristige destruktive Folgen werden in Kauf genommen, weil man sich kurzfristigen Erfolg durch solche Maßnahmen verspricht. Das ist eine sehr kurzsichtige Politik, die auf Kosten des friedlichen Miteinanders sowohl in Deutschland als auch mit der Türkei geht.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon PeterK » Fr 17. Mär 2017, 23:58

Jekyll hat geschrieben:(17 Mar 2017, 23:51)
Es leben in diesem Land türkische Mitbürger, die ein berechtigtes Interesse an der politischen Gestaltung ihres Heimatlandes haben. Diese Interessen werden beschnitten aus rein wahltaktischen, populistischen Gründen (siehe auch den Erfolg von Rutte in Niederlande).

Dürfen diese türkischen Mitbürger sich nicht informieren, sich eine Meinung bilden und dann entsprechend wählen? Ich bin selbst "Expat" und kann auf Wahlkampfauftritte deutscher Politiker in meinem Heimatland bestens verzichten.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Zunder » Sa 18. Mär 2017, 00:10

Jekyll hat geschrieben:(17 Mar 2017, 23:51)

Es leben in diesem Land türkische Mitbürger, die ein berechtigtes Interesse an der politischen Gestaltung ihres Heimatlandes haben. Diese Interessen werden beschnitten aus rein wahltaktischen, populistischen Gründen (siehe auch den Erfolg von Rutte in Niederlande). Langfristige destruktive Folgen werden in Kauf genommen, weil man sich kurzfristigen Erfolg durch solche Maßnahmen verspricht. Das ist eine sehr kurzsichtige Politik, die auf Kosten des friedlichen Miteinanders sowohl in Deutschland als auch mit der Türkei geht.

Fast vollständig falsch.
Die Interessen der türkischen Mitbürger, die mit Erdogan und seinen Kumpanen nichts am Hut haben, werden von der Erdogang und ihrem verlogenen Gefolge bestenfalls ignoriert, gerne auch attackiert.
Die faschistische Anmaßung, für alle zu sprechen, wenn nur ein Teil repräsentiert wird, sollte eine vernunftorientierte Politik nicht nur nicht unterstützen - sie sollte sie unmißverständlich zurückweisen. Leider fehlt es der deutschen Politik an der nötigen Konsequenz.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon schelm » Sa 18. Mär 2017, 00:40

Jekyll hat geschrieben:(17 Mar 2017, 23:43)

Sex hat eh eine deeskalierende Wirkung. Gar nicht so verkehrt die Idee.

Nur, wenn das Fortpflanzungsverhalten der deutschtürkischen Community nicht im wesentlichen innerhalb ihrer selbst beschränkt bliebe, oder Man(n) nicht die Anpassung der geheirateten ethnodeutschen Frauen an religiös - oder patriarchalische Verhaltensmuster erwarten würde.

Hr. Jekyll, wenn Erdogans Aufruf umgesetzt würde, liefe das dann nicht auf eine Assimilation mit umgekehrten Vorzeichen hinaus, und wäre das nicht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ? :D
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 18. Mär 2017, 07:16

Marmelada hat geschrieben:(17 Mar 2017, 21:28)

Die Bandbreite reicht ja immerhin von "Faschismus" über "Kreuzzug" bis hin zu "Nationalsozialismus". Man darf also gespannt sein.

"Teufel" hatten wir noch nicht und die AKP hat noch keinen Plan vorgelegt, Erdogan zum Gott wählen oder erklären zu lassen. Denke, da ist noch Luft nach oben.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Keoma » Sa 18. Mär 2017, 08:46

Jekyll hat geschrieben:(17 Mar 2017, 23:40)

Dann hast du das Konzept der Demokratie nicht wirklich verstanden. Du lebst im falschen System, Freund.

Was hat das mit dem Konzept der Demokratie zu tun?
Ich kann auch auf Neonazis verzichten.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Joker » Sa 18. Mär 2017, 09:24

Jekyll hat geschrieben:(17 Mar 2017, 23:43)

Sex hat eh eine deeskalierende Wirkung. Gar nicht so verkehrt die Idee.

Da geht es nicht um Sex
So deeskalierend war das 3.Reich nun auch nicht

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